04:10
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
05:15
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
05:30
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
06:00
What's your name, are you German. Mit einfachen Fragen und Antworten führt dieser Klassiker unter den Fernsehsprachkursen in die englische Sprache ein. In 51 Lektionen werden die wichtigsten Grammatikstrukturen und der Grundwortschatz vermittelt. Wann sagt man "some" oder "any"? Wann heißt es "he was" und wann "he has been"? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen, die Sie im Englischunterricht nie zu stellen wagten, liefert Englisch für Anfänger in witzigen Spielszenen und fundierten Erklärteilen.
06:30
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
07:00
Elli ist 22 Jahre alt und studiert im 5. Semester Psychologie (B.Sc.) an der Universität Hamburg. Dass sie gerade mitten im Bachelorstudium ein Praktikum in einer psychosozialen Einrichtung für traumatisierte Geflüchtete absolvieren konnte, verdankt sie einer Neuerung im Studienangebot. Denn seit dem Wintersemester 2020/21 kann man hier einen neuen Studiengang wählen, der auf eine zukünftige Psychotherapeutenausbildung ausgerichtet ist. Die zusätzliche Ausbildung nach dem Studium ist Voraussetzung für Ellis Traumberuf Psychotherapeut:in. Das klinische Pflichtpraktikum im Bachelor soll die Studierenden früher an die therapeutische Praxis heranführen. Für Elli ist das ein "Lichtblick" nach 4 Semestern Theorie: Denn obwohl sie mit brennendem Interesse jede bisherige Vorlesung aufgesaugt hat, weiß sie trotzdem noch immer nicht, wie gut sie sich eigentlich in der Praxis macht. Im Praktikum will und wird sie nun erfahren, wie sie im Patient:innengespräch klarkommt. Anna studiert im 4. Semester Geographie an der RWTH Aachen. Sie hatte schon immer ein großes Interesse an der Natur und wollte verstehen wie diese funktioniert, das Geographie Studium war also naheliegend. Im Rahmen des Seminars "Projektstudie" untersucht Anna die Effekte unterschiedlicher Flächen auf die Sonneneinstrahlung in der Stadt. Dafür muss sie jetzt zum ersten Mal eigene Klima-Messungen durchführen und die direkte und die reflektierte Sonneneinstrahlung messen.
07:30
Shary und Ralph zeigen in jeder Folge neue und interessante Dinge aus dem Alltag und klären über Fragen aus den verschiedensten Bereichen auf.
07:55
"neuneinhalb",das Nachrichtenmagazin für Kinder, erklärt in ARD-alpha immer sonntags um 09.30 Uhr gesellschaftspolitische Themen so, dass sie jeder versteht.
08:05
Bewegung liegt in der Natur des Menschen. Ganz besonders Frauen haben oft den Wunsch, sich nach Musik zu bewegen, trauen sich aber nicht, das im Fitnessstudio und damit in der "Öffentlichkeit" zu machen. Wir bringen das Training direkt nach Hause ins Wohnzimmer: Mit den Dance Workouts wird der gesamte Körper von Kopf bis Fuß trainiert: Einfache Bewegungen aktivieren die Stoffwechselsysteme, der Kreislauf wird angeregt und Kalorien verbrannt. Langeweile kommt bei dem mitreißenden Dance-Training der Top-Presenterin Johanna Fellner nie auf: Schritt für Schritt baut sie die abwechslungsreichen Choreografien so auf, dass die Zuschauer die anspruchsvollen Schrittsequenzen schnell lernen. Die acht Folgen haben unterschiedliche Schwierigkeitsstufen und verschiedene tänzerische Stilrichtungen: Von der klassischen Dance-Aerobic über sexy Latino bis hin zu erdigen Afro-Kombinationen und hippen Funk-Moves. Beim Tanzen geht das Herz auf und der Körper bewegt sich wie von selbst zur packenden Musik! Wir bieten ein motivierendes Herz-Kreislauftraining, bei dem man nicht immer auf die Uhr blickt und sich fragt "Wie lange noch?" Ausstrahlung, Koordination, Fitness und Ausdauer verbessern sich mit viel Spaß bei jedem Training!
08:20
09:45
10:30
11:15
12:00
12:45
Ungarn, das kleine Land in Mitteleuropa, eignet sich besonders für eine Entdeckungsreise mit der Bahn. Die Fahrt führt vom Plattensee im Westen über Budapest bis ganz in den Osten. Auf der äußerst abwechslungsreichen Reise stehen ein Büffelreservat sowie das größte Musik-Festival Ungarns auf dem Programm. Es geht zum Schwimmen in ein einzigartiges Höhlenschwimmbad und man erfährt, warum die Ungarn im Wasserball besonders gut sind. Ein Besuch führt zu Europas einziger Fischbahn und dem größten Steppengebiet Mitteleuropas, der Puszta.
13:30
Es ist die größte touristische Attraktion Hamburgs: das Miniatur-Wunderland. Eine SWR Reportage über den Schweizteil. Als vor Jahren ein Brüderpaar von einer Modellbahnwelt träumte, hatten alle gelächelt. Kurze Zeit später lächelt niemand mehr, denn das Miniatur-Wunderland macht seinem Namen in jeder Hinsicht alle Ehre. Die riesige, ständig wachsende Modellbahnanlage in der Hamburger Speicherstadt zieht pro Jahr mehr Zuschauer:innen an als die Fußballprofis des HSV. Das Wunderland wird immer größer und höher. Der Schweizteil lockt mit einem begehbaren Berg. Er hat die Form des weltberühmten Matterhorns und misst sechs Meter. Ein stolzer Berg und eine Anlage der Superlative, die zum Traum wird, wenn das Alpenglühen beginnt.
14:00
14:45
Das Tiroler Zillertal in den österreichischen Alpen bietet eine alpine Lebenswelt zwischen unberührter Landschaft, Massentourismus und gelebter Tradition. Gipfel, weit über 3000 Meter hoch, strahlend weiße Hänge, alpine Natur und mittendrin eine Bevölkerung, die über Jahrhunderte gelernt hat, mit und von den Bergen zu leben. Dabei ist Schnee dort der Dreh- und Angelpunkt für alles Leben. Er prägt den Lauf der Natur genauso wie den Alltag der Menschen.
15:30
"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.
16:00
Was ist die Standuhr der Großmutter tatsächlich wert? Experten recherchieren Herkunft, Geschichte und Zeitwert von Gegenständen, die Zuschauer mitbringen. Meist sind dies Erbstücke oder Flohmarktfunde.
16:30
Die Dokumentation begleitet Menschen, in deren Leben der Darm eine besondere Rolle spielt, und die offen über das Tabuthema sprechen. Jana Eberhart hat einen stressigen Alltag. Die Studentin arbeitet als Model und ist leidenschaftliche Sportlerin. Sie steht vor einem Ironman-Wettkampf. Kann eine Ernährungsumstellung ihren Darm so stärken, dass sie bessere Leistungen erzielen kann? Der Sport- und Ernährungsberater Dr. Jens Freese begleitet Jana bei ihrem Vorhaben über einen längeren Zeitraum. Der Schauspieler und Fitness-Influencer Philipp Stehler lebt mit der chronischen Darmentzündung Colitis ulcerosa, sein Dickdarm musste operativ entfernt werden. Philipp Stehler redet offen über sein damaliges und heutiges Leben. Bestand sein Speiseplan früher vorwiegend aus Fleisch und Protein-Shakes, so ernährt er sich heute vegan und praktiziert täglich Yoga und Meditation. Carina Speck lebt seit 13 Jahren mit dem Reizdarmsyndrom. Blähbauch, Durchfälle oder Magenkrämpfe begleiten sie bei allem, was sie macht. Auf Instagram und TikTok gibt sie Tipps, wie Reisen auch mit Reizdarm funktionieren kann. Dr. Miriam Stengel vom SRH Klinikum Sigmaringen gibt ihr Empfehlungen, wie sie die Beschwerden besser in den Griff bekommen kann. Die Reizdarmexpertin entwickelte die offiziellen deutschen Richtlinien zur Behandlung des Reizdarmsyndroms mit. Komplexe Prozesse und Zusammenhänge zwischen Mikrobiom, Darmgesundheit und Auswirkungen auf den gesamten Körper erklärt Prof. Dr. Tanja Kühbacher. Die Internistin und Gastroenterologin forscht über den Zusammenhang zwischen Mikrobiom und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und ist Vorsitzende der Stiftung Darmerkrankungen.
17:15
Aktuell, anschaulich, lehrreich - das ORF-Wissenschaftsmagazin von und mit Günther Mayr. Jede Woche zeigt es in informativen Beiträgen die neuesten Erkenntnisse der Forschung, die uns allen etwas bringen. Mythen, Gerüchte und Fake-News werden wissenschaftlich überprüft und nachvollziehbar entlarvt. Dazu gibt es spannende Reportagen von den interessantesten Forschungsschauplätzen in Österreich und weltweit. Regelmäßig werden erfolgreiche Wissenschafter/innen, ihre persönlichen Zugänge und ihre herausfordernde Arbeit porträtiert. Ein Blick ins Archiv soll anschaulich machen, wie schnell sich Forschung und Erkenntnisse im Lauf der Geschichte verändern. Was war Utopie, was ist bis heute erfolgreich? Die Welt der Forschung - von ihren Anfängen bis zum Blick in die Zukunft.
17:35
Magnettechnik erzeugt energiesparend Kälte im Kühlschrank Herkömmliche Kühlschränke erzeugen Kälte mit einem Kompressor und Gas. Das benötigt relativ viel Energie, ist daher nicht gerade umweltfreundlich und zudem teuer. Die Erfindung der Materialwissenschaftler Dr. Maximilian Fries und Dimitri Benke aus Darmstadt soll das Kühlen bis zu 30 Prozent effizienter und dementsprechend günstiger und auch umweltfreundlicher machen. Sie nutzen Magnete. Unter dem Einfluss eines Magnetfeldes erwärmen sich bestimmte Materialien oder kühlen ab. Das ist der magnetokalorische Effekt. Dieses physikalische Prinzip hat Max und Dimitri zu ihrer Erfindung inspiriert. Aktuell kommt sie als 85-Liter Kühltonne in einigen Supermärkten zum Einsatz. So eine testet ein Supermarktleiter aus Darmstadt in seinem Geschäft. Kältetechnik-Experte Prof. Dr.-Ing. Robin Langebach aus Greiz schätzt die futuristische Erfindung ein. Täglich werden in Deutschland etwa 130 Erfindungen patentiert. Darunter sind viele Ideen, die im Haushalt helfen und der Gesundheit dienen sollen. Doch wie werden die Ideen berühmt, die das Licht der Öffentlichkeit wirklich nicht scheuen müssen? Die Antwort bietet das TV-Magazin "Einfach genial", das jede Woche pfiffige Ideen ins Rampenlicht stellt. Seit 1996 hat das "Einfach genial"-Team über 3.000 Erfindungen vorgestellt. Darunter Neues für den Bau des Eigenheimes, Geniales rund um das Fahrrad oder Ideen für ein Leben ohne Chemie. Präsentiert werden auch Ideen für das Auto, den Garten und das Kinderzimmer. Und immer wieder Erfindungen, die helfen, Heiz- oder Stromkosten zu sparen.
18:00
Unsere Persönlichkeit prägt jeden Moment unseres Lebens: Wie wir Beziehungen gestalten, berufliche Herausforderungen meistern und Entscheidungen treffen. Sie ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck - manche Menschen sind besonders selbstsicher, andere sind in jeder Lebenslage gut organisiert, haben eine besondere Ausstrahlung oder ständig kreative Ideen. Aber was formt unsere Persönlichkeit eigentlich? Die Forschung zeigt: einen großen Anteil daran haben unsere Gene. Sie bestimmen viele grundlegende Veranlagungen und Temperamente. Gleichzeitig spielt aber auch die Umwelt eine wichtige Rolle: also all die Erfahrungen, die uns im Laufe unseres Lebens prägen. In der Kindheit und Jugend entwickelt sich unsere Persönlichkeit. Aber ist sie danach wirklich unveränderlich? Oder können wir sie im Laufe unseres Lebens noch verändern. Und wie frei sind wir in unseren Entscheidungen, die ein wesentlicher Ausdruck unserer Persönlichkeit sind? Handeln wir bewusst oder werden wir oft durch unbewusste Vorgänge gesteuert, die wir nicht beein-flussen können? Quarks geht in dieser Ausgabe genau diesen Fragen nach: Was macht unsere Persönlichkeit aus? Wie gut können wir uns selbst einschätzen? Was verraten Persönlichkeitstests und was verbirgt sich hinter den berühmten "Big Five"? Psychologie und Neurowissenschaften zeigen: Manche Eigenschaften sind erstaunlich stabil, andere überraschend veränderbar.
18:45
Die Spendenkassen klingelten nicht nur zur Weihnachtszeit laut. Mehr als eine Milliarde Euro wurden in Österreich im Jahr 2025 gespendet. Und dennoch: Der Fundraising Verband Austria verzeichnet zum zweiten Mal in Folge einen leichten Rückgang. Hilfsorganisationen arbeiten an innovativen Projekten, um weiterhin das Geld zu lukrieren, das sie für ihre Arbeit brauchen. Auch die Dreikönigsaktion, die rund um den Jahreswechsel mit ihren Sternsingern für Hilfsprojekte sammelte, denkt über neue Arten von Fundraising-Kampagnen nach.
19:00
"Ich bin stolz, Deutscher zu sein" - an diesem Satz entzünden sich nicht selten lange Diskussionen und empfindliche Streitereien. Darf man stolz auf eine Nation, auf ein Land sein? Oder ist ein solcher Satz - vor dem Hintergrund der deutschen und europäischen Geschichte - schon gefährlicher Nationalismus? In der RESPEKT-Reportage "Nationalismus - wo der Spaß anfängt und wo er aufhört" geht Moderatorin Sabine Pusch dem Begriff des Nationalismus auf den Grund und fragt nach den Unterschieden zwischen Nationalismus und Patriotismus. Beides wird oft durch einander geworfen und als Synonyme benutzt. Dabei gibt es klare Trennlinien und eindeutige Definitionen. So kann sich Patriotismus zwar auf ein Land beziehen, das man liebt und dem man sich verbunden fühlt, aber eben auch auf bestimmte Eigenschaften eines Landes oder einer Gesellschaft, zum Beispiel auf das deutsche Grundgesetz (Verfassungs-Patriotismus). Nationalismus dagegen heißt immer Liebe und Verbundenheit zu einer Nation, das steckt schon im Wort. Zudem heißt Nationalismus immer auch, dass man die eigene Nation über andere Nationen stellt. Und spätestens hier wird es problematisch. Sabine Pusch trifft in der RESPEKT-Reportage Menschen, die sich Deutschland sehr verbunden fühlen und vieles an der deutschen Gesellschaft wertschätzen. Gleichzeitig legen sie aber auch Wert auf eine klare Trennung zwischen einerseits der Liebe und dem Stolz-sein auf Menschen und auf Eigenschaften sowie Errungenschaften einer Gesellschaft, und andererseits auf das feindselige Herabschauen auf andere Länder und Nationalitäten.
19:30
Jedes Ding hat seine Zeit. Und jede Zeit hat ihre Art und Weise, mit den Dingen umzugehen. Dennoch bleibt Vergangenes oft bedeutsam, auch für spätere Generationen. Indem Menschen ihr kulturelles Erbe pflegen, wollen sie ihre eigene Identität bewahren. Das ist das Thema in dieser Ausgabe von alpha-demokratie weltweit. Denn Traditionen zu pflegen, hilft nicht nur die eigene Geschichte zu bewahren, sondern schafft auch Lebensqualität.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Calmeyers Geschichte steht für einen der komplexesten moralischen Konflikte des 20. Jahrhunderts. Als Beamter einer nationalsozialistischen Verwaltung, die Menschen nach rassistischen Kategorien der NS-Ideologie klassifizierte, akzeptierte er bewusst gefälschte Anträge zu Abstammungsnachweisen. Durch diese Form des stillen Widerstands rettete er nachweislich Tausende niederländischer Juden vor der Deportation in Konzentrationslager. Gleichzeitig überließ er andere Menschen der NS-Judenverfolgung. Diese Ambivalenz während der deutschen Besatzung der Niederlande wirft fundamentale Fragen über Widerstand und Kollaboration auf: Kann man Teil eines verbrecherischen NS-Systems sein und trotzdem moralisch handeln? Was unterscheidet aktives Retten von passivem Verschonen in der Zeit des Nationalsozialismus? 1972 verlieh die Internationale Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem Hans Georg Calmeyer den Titel "Gerechter unter den Völkern". Doch sein Wirken bleibt umstritten. Während manche Historiker in ihm einen "Schindler von Osnabrück" sehen, betrachten Kritiker ihn primär als Funktionär der nationalsozialistischen Rassenpolitik. Als in Osnabrück ein Ausstellungsgebäude nach ihm benannt werden sollte, protestierten niederländische Historiker mit einem Brief an die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen diese Ehrung. Der Film erzählt biografisch und exemplarisch die Geschichte Hans Georg Calmeyers während der deutschen Besetzung der Niederlande. Er basiert unter anderem auch auf neu erschlossenem Archivmaterial aus den Niederlanden der 1930er- und 1940er-Jahre sowie dem persönlichen Nachlass Calmeyers. Interviews mit letzten Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs und der Judenverfolgung ergänzen die historischen Quellen. In Zeiten erstarkender autoritärer Systeme gewinnt Calmeyers Geschichte neue Aktualität. Der Dokumentarfilm stellt die unbequeme Frage nach individuellen Handlungsspielräumen während des Nationalsozialismus: Was waren die Möglichkeiten des Einzelnen in der nationalsozialistischen Gesellschaft? Und welche Lehren lassen sich daraus für den Umgang mit heutigen autoritären Tendenzen ziehen? "Calmeyers Dilemma" bietet keine einfachen Antworten auf komplexe moralische Fragen der NS-Geschichte, sondern lädt zur Selbstreflexion ein: Wie hätte ich während der Judenverfolgung gehandelt? Und wie handele ich heute angesichts von Ungerechtigkeit und Unterdrückung?
21:00
Der Bremer Filmemacher Karl Fruchtmann produzierte Anfang der 1980er-Jahre für die ARD die erste Dokumentation, in der jüdische Opfer des Holocausts zu Wort kamen. Die Geschichte hatte ihn, der selbst im Konzentrationslager Dachau einsaß, nicht losgelassen. Während es heute kaum noch Menschen gibt, die persönlich von ihren Erfahrungen aus der Zeit des Holocaust erzählen können, gab es Anfang der 1980er noch viele Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, für die die Ermordung der europäischen Juden noch sehr präsent war. 60 Überlebende der NS-Konzentrationslager hat Karl Fruchtmann in Israel und Polen interviewt, die Bänder liegen im Archiv von Radio Bremen, fast 80 Stunden Interviews, ein historisches Vermächtnis! Nur ein kleiner Teil davon wurde bis jetzt veröffentlicht. Den Zuschauerinnen und Zuschauern hat Fruchtmann keine Härte erspart. Er setzte auf die nackten Interviews, auf eine filmische Zumutung für das Fernsehpublikum. "Zeugen - Aussagen zum Mord an einem Volk" nennt er seine zwei verstörenden Dokumentationen. Die Zeugen nennen darin noch nicht einmal ihren Namen. Sparsam sind einige wenige Bilder eingeschnitten aus Auschwitz. Man erfährt keinerlei biografische Details. So fügen sich die Interviews zu einem einzigen Monolog des Grauens. Wer waren die Zeugen, welche Biografien standen hinter den Aussagen? Und wie hat das Kamerateam, zu dem auch die damals erst 18-jährige Tochter Fruchtmanns gehörte, die wochenlangen Interviews über Folter, Demütigung und Ermordung verarbeitet? Dreharbeiten, bei denen immer die Gefahr bestand, dass die Interviewpartner unter der Last der eigenen Erinnerungen zusammenbrechen? Exemplarisch haben die Autoren Susanne Brahms und Rainer Krause einige Lebensgeschichten der Zeugen über Auschwitz hinaus aufgespürt. Zum Beispiel die von Johanna Engel aus Neuwied, deren Welt schon lange vor Krieg und Holocaust zusammenbrach - als sich ihre Religion plötzlich in ein Schimpfwort verwandelte - "du Jud", schleuderten ihr die Spielkameradinnen eines Tages entgegen. Oder die des Künstlers Jehuda Bacon, der als Kind glaubte, die deutschen Panzer seien aus Pappe und der im KZ Theresienstadt mit dem Malen anfing, so beeindruckend präzise, dass seine Zeichnungen später als Beweismaterial im Prozess gegen Adolf Eichmann, den Organisator des Holocaust, in Jerusalem genutzt wurden. Bei der Rekonstruktion der Biografien greift die Radio Bremen-Dokumentation auf bislang unveröffentlichte Interviews zurück und illustriert Ausschnitte aus dem Leben der Zeugen im Graphic Novel-Stil. Auch zum Regisseur Karl Fruchtmann und seinem Leben haben sich die Autoren auf Spurensuche begeben. Warum kam er, der nach der KZ-Inhaftierung 1937 nach Palästina emigrierte, zurück nach Deutschland? Im Gegensatz zur fiktiven Geschichte der Familie Weiß in der amerikanischen Serie "Holocaust" von 1979 wollte das deutsche Fernsehpublikum die echten Opfer, die Zeugen des Holocaust, nicht sehen. Es gab wüste Beschimpfungen per Telefon und Brief. Das sei "Holo-Kotze", wütete ein Anrufer nach der Ausstrahlung der zweiteiligen Dokumentation von Karl Fruchtmann im Ersten. Der Filmemacher Fruchtmann, so erzählt der Radio Bremen-Redakteur Jürgen Breest, hatte genau diese Reaktion erwartet.
21:45
Sein Stil war einzigartig, seine Musik von kantiger Poesie. Der Pianist und Komponist Thelonious Monk ist ein Solitär der Jazzgeschichte und einer der bedeutendsten afroamerikanischen Musiker des 20.Jahrhunderts. "Round Midnight" ist der vielleicht berühmteste unter den vielen Jazzklassikern, die der 1917 geborene Genius geschaffen hat. Ungewöhnliche Akkordfolgen und Melodien voller überraschender Tonsprünge verleihen seiner Musik ihre faszinierende Ausstrahlung. Mysteriös und poetisch sind die Balladen, zupackend und verschmitzt seine Blues und Swing-Stücke. Dabei niemals glatt und zugleich von hohem Wiedererkennungswert. Im musikalischen Kosmos von Thelonious Monk fühlen sich Gitarrist Geoff Goodman, Klarinettist Rudi Mahall und Saxophonist Matthieu Bordenave zuhause und leben seine Tradition in ihrer ganzen eigenen Ausdeutung. Die drei erfahrenen Jazzmusiker übersetzen Monks ursprüngliche Klaviermusik in einen spannenden Trialog. Die beiden Bläser, die unterschiedlicher kaum sein könnten, ergänzen sich dabei perfekt: Der aus Frankreich stammende ECM-Künstler Matthieu Bordenave mit seinem flüssigen, schattierungsreichen Ton, aus dem auch das Herz eines Impressionisten spricht, und Rudi Mahall, der schon vor zwanzig Jahren an einer legendären CD-Einspielung aller Kompositionen von Thelonious Monk beteiligt war. Ohnegleichen ist die knarzige Kante seines emotional gehaltvollen Spiels. Entfalten kann sich die Konfluenz der beiden in den gleichermaßen jazztraditions-getränkten wie freischwebenden Arrangements von Geoff Goodman. Der seit Jahrzehnten in München lebende und aus New York stammende Gitarrist hat das Trio ins Leben gerufen. Seine ganz eigene Stilistik breitet er in der Vielfalt seines Schaffens aus - ob weltmusikalisch, im improvisatorischen Ad hoc oder auf den Spuren amerikanischer Folk und Bluesmusik. Mit "Mostly Monk" gelingt ihm zusammen mit Matthieu Bordenave und Rudi Mahall ein weiteres Glanzlicht in seiner künstlerischen Laufbahn.
22:30
Das Kulturmagazin im BR Fernsehen
23:00
Welche popkulturellen Hype-Themen treiben dich gerade um? Wir erzählen dir spannend den Schlüsselmoment, der alles ausgelöst oder verändert hat, erklären die Zusammenhänge und überraschen dich mit Details, die selbst du als Popkultur-Fan noch nicht kanntest.
23:15
Hans Georg Calmeyer (1903-1972) war ein deutscher Jurist aus Osnabrück, der während des Zweiten Weltkrieges als "Rassereferent" der nationalsozialistischen Verwaltung in Den Haag über Leben und Tod von Tausenden Menschen entschied. Die Dokumentation beleuchtet die Frage: Hat Calmeyer niederländische Juden aktiv gerettet? Oder hat er lediglich einige vor der Verfolgung verschont? Widerstand im NS-System: zwischen Verwaltung und Gewissen Calmeyers Geschichte steht für einen der komplexesten moralischen Konflikte des 20. Jahrhunderts. Als Beamter einer nationalsozialistischen Verwaltung, die Menschen nach rassistischen Kategorien der NS-Ideologie klassifizierte, akzeptierte er bewusst gefälschte Anträge zu Abstammungsnachweisen. Durch diese Form des stillen Widerstands rettete er nachweislich Tausende niederländischer Juden vor der Deportation in Konzentrationslager. Gleichzeitig überließ er andere Menschen der NS-Judenverfolgung. Diese Ambivalenz während der deutschen Besatzung der Niederlande wirft fundamentale Fragen über Widerstand und Kollaboration auf: Kann man Teil eines verbrecherischen NS-Systems sein und trotzdem moralisch handeln? Was unterscheidet aktives Retten von passivem Verschonen in der Zeit des Nationalsozialismus? Kontroverse in der Geschichtsforschung um Calmeyers Vermächtnis 1972 verlieh die Internationale Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem Hans Georg Calmeyer den Titel "Gerechter unter den Völkern". Doch sein Wirken bleibt umstritten. Während manche Historiker in ihm einen "Schindler von Osnabrück" sehen, betrachten Kritiker ihn primär als Funktionär der nationalsozialistischen Rassenpolitik. Als in Osnabrück ein Ausstellungsgebäude nach ihm benannt werden sollte, protestierten niederländische Historiker mit einem Brief an die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen diese Ehrung. Dokumentarfilm basiert auf Archivquellen zum Zweiten Weltkrieg Der Film erzählt biografisch und exemplarisch die Geschichte Hans Georg Calmeyers während der deutschen Besetzung der Niederlande. Er basiert unter anderem auch auf neu erschlossenem Archivmaterial aus den Niederlanden der 1930er- und 1940er-Jahre sowie dem persönlichen Nachlass Calmeyers. Interviews mit letzten Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs und der Judenverfolgung ergänzen die historischen Quellen. Aktuelle Relevanz: Lehren aus der NS-Zeit für heute In Zeiten erstarkender autoritärer Systeme gewinnt Calmeyers Geschichte neue Aktualität. Der Dokumentarfilm stellt die unbequeme Frage nach individuellen Handlungsspielräumen während des Nationalsozialismus: Was waren die Möglichkeiten des Einzelnen in der nationalsozialistischen Gesellschaft? Und welche Lehren lassen sich daraus für den Umgang mit heutigen autoritären Tendenzen ziehen? "Calmeyers Dilemma" bietet keine einfachen Antworten auf komplexe moralische Fragen der NS-Geschichte, sondern lädt zur Selbstreflexion ein: Wie hätte ich während der Judenverfolgung gehandelt? Und wie handele ich heute angesichts von Ungerechtigkeit und Unterdrückung?