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TV Programm für ARD-alpha am 29.04.2026

Jetzt

Geschafft? - 10 Jahre Balkanroute 21:00

Geschafft? - 10 Jahre Balkanroute

Gesellschaft und Soziales

Nihat ist überglücklich, als er vor dem Übertragungswagen des deutschen Fernsehens beim Budapester Bahnhof Keleti steht und sich begeistert die Technik erklären lässt. Es ist Anfang September 2015 und der 13-jährige Kurde aus Syrien fühlt sich endlich in Sicherheit. Mit seiner Familie ist er aus dem Bürgerkrieg über die Balkanroute geflohen. Jetzt campieren er, seine drei jüngeren Geschwister und die Eltern zusammen mit hunderten anderen Geflüchteten im Untergeschoss des Bahnhofs in Ungarns Hauptstadt. Es herrscht ein riesiges Chaos. Die ungarische Regierung lässt die menschenunwürdigen Umstände bewusst zu. Es spielen sich Szenen ab, die bis heute die Politik prägen. Zehn Jahre später fragt die Dokumentation nach, was aus Nihat und seiner Familie geworden ist. Die Autorinnen, die ihn schon damals getroffen haben, besuchen ihn in Finnland, wo er jetzt mit seiner estnischen Frau und der gemeinsamen Tochter lebt. Sie treffen außerdem einen Ungarn wieder, der sich damals der Regierungspolitik widersetzt hat. Mittlerweile hat Balasz Budapest verlassen und zieht an seinem neuen Wohnsitz in Wuppertal Bilanz. Die Österreicherin Renate enthüllt in der Dokumentation "Geschafft - 10 Jahre Balkanroute?" erstmals ihre wahre Identität. Denn die Straftat, die sie vor 10 Jahren am Budapester Bahnhof aus Empörung über das Politikversagen begangen hat, ist inzwischen verjährt.

Danach

alpha-thema Gespräch: Ankommen und bleiben - Wie Heimat entsteht 21:45

alpha-thema Gespräch: Ankommen und bleiben - Wie Heimat entsteht

Gespräch

Weltweit sind Millionen von Kindern auf der Flucht. Junge Menschen, die schon früh ihr Zuhause verlieren und oft auch ohne ihre Familien aufwachsen, brauchen besondere Unterstützung, um ihr Leben wieder in sichere Bahnen zu lenken. Özlem Sarikaya spricht mit ihren Gästen darüber, wie es gelingen kann, geflüchteten Minderjährigen eine gute Lebensperspektive zu ermöglichen und warum es für alle Beteiligten von Vorteil ist, wenn Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft, eine bestmögliche Ausbildung und Förderung erhalten. Der Pädagoge Michael Stenger gründete vor über 25 Jahren den Trägerkreis junge Flüchtlinge e. V., der junge Geflüchtete von der Alphabetisierung bis in die Arbeitswelt begleitet und unterstützt. Während seiner jahrelangen Tätigkeit in diesem Bereich konnte er sehen, welch große Erfolge durch frühzeitige Unterstützung erreicht werden können. Prof. Dr. Birgit Glorius ist Sozialgeographin und Migrationsforscherin an der TU Chemnitz, außerdem ist sie Mitglied des Sachverständigenrats für Integration und Migration. Auch für sie ist das Bildungssystem von zentraler Bedeutung. Sie fordert eine Flexibilisierung des Schulsystems und intensivere soziale Betreuung für alle Lernenden, unabhängig von ihrer Herkunft.

Gehen oder bleiben? Ukrainer in NRW 22:15

Gehen oder bleiben? Ukrainer in NRW

Menschen

Drei Jahre Krieg, drei Jahre Flucht. Die Hoffnung vieler bei uns lebender Ukrainer, bald wieder in ihre Häuser, zu ihren Familien und ihrer Arbeit zurückkehren zu können, hat sich nicht erfüllt. Die meisten sind immer noch in Deutschland. Sie suchen eine Arbeit, oft vergeblich. Ihre Kinder gehen hier zur Schule. Ist Deutschland nun ein Zuhause geworden oder sitzen sie auf gepackten Koffern? Hoffen die Ukrainerinnen und Ukrainer auf einen Waffenstillstand oder gar auf Frieden oder glauben sie gar nicht daran? Schaffen sie es, sich in Deutschland zu integrieren, oder sind sie desillusioniert? Wir schauen auf zwei Städte in NRW, auf Aachen und das benachbarte Herzogenrath. Wie geht es dort den Geflüchteten und ihren Helfern? Artem aus Kiyv ist ein Soldat und kam als Kriegsversehrter, dem ein Bein amputiert werden musste, nach Deutschland. Er lebt in Aachen und hier würde er gerne bleiben, wenn da nicht die deutsche Sprache wäre. Ohne sie kann er nicht arbeiten, und ohne Arbeit fühlt er sich minderwertig. Die Hilfsbereitschaft war nach Kriegsausbruch groß, doch mittlerweile können oder wollen viele Helfer nicht mehr weitermachen. Nur einige wenige Ukraine-Unterstützer sind noch aktiv. Warum halten sie durch? Einer von ihnen ist Wolf aus Aachen. Er sammelt Spenden, fährt LKW-Ladungen in die Ukraine, hilft bei der Wohnungs- und Jobsuche. Was motiviert ihn, für die Flüchtlinge immer noch seine Freizeit zu opfern? Es kommen immer noch Menschen nach Deutschland wie Maryna aus Nikopol im Osten der Ukraine. Vor einigen Wochen ist sie mit ihren drei kleinen Kindern nach Herzogenrath gekommen. Nach fast drei Jahren Krieg und Stationen in Spanien, Polen und der Westukraine wohnt sie nun mit vielen anderen Menschen in einer Turnhalle und fragt sich, ob diese Entscheidung richtig war.

Die Frage 23:00

Die Frage: Sterilisation mit 28: Zu jung für so eine krasse Entscheidung?

Reportage

Mayrs Magazin - Wissen für alle 23:15

Mayrs Magazin - Wissen für alle

Infomagazin

The Day - News in Review 23:35

The Day - News in Review

Nachrichten

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