21:00
Der Film begleitet zwei Nachfahren des kaiserlich-deutschen Offiziers Tom von Prince auf ihrer Reise nach Tansania, um dort einen Zahn des als Nationalheld verehrten Häuptlings Mkwawa zurückzugeben. Dieser beging im Widerstandskampf gegen die deutsche Kolonialmacht im Jahr 1898 Selbstmord. Von Prince ließ sich den Zahn als Trophäe in einem Siegelring einarbeiten. Die Rückgabe des Zahns hat große Bedeutung für die Ahnen Mkwawas und den tansanischne Staat, aber auch für die Aufarbeitung des familiären Erbes der Nachkommen der deutschen Kolonialisten. Es gibt nach wie vor Kritik an der zaghaften Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte.
22:00
Mike Stern steht wie wenig andere für die gelungene und lustvolle Verbindung von Jazz und Rockmusik. Der Gitarrist, 1953 in Boston geboren, ist ein nahbarer Weltstar des Fusionjazz. In der Kultband "Blood, Sweat & Tears" begann er seine Karriere, die ihn zu E-Bass-Ikone Jaco Pastorious führte und von dort Anfang der 80er Jahre zu Trompeter Miles Davis. Durch Davis' Live-Album "We want Miles" wurde auch Stern als Gitarrist zum Star. Aber er selbst gibt sich immer ganz bescheiden und zugewandt freundlich. In der Burghauser Wackerhalle trat er mit seiner Frau Leni auf, einer versierten Gitarristin, die 1952 in München geboren wurde. Das Miteinander in Sterns Band ist geprägt von großem Respekt, Zuneigung und herzlicher Innigkeit. Die drei jungen Begleiter der Sterns, Tenorsaxophonist Gábor Bolla, E-Bassist Noam Tanzer und Schlagzeuger Juan Chiavassa, bekommen in diesem packenden Rockjazz-Gefüge viel Freiraum, um als virtuose Solisten und druckvolle Unterstützer zu glänzen. Mike Sterns Auftritt in Burghausen war ein sympathisches Stargastspiel allererster Güte.
23:05
Wegen der Pandemie bleibt das Jüdische Museum in Berlin für das Publikum leider geschlossen. Deshalb begeben wir uns für Sie hinter die verschlossenen Tore des beeindruckenden Museumsbaus des berühmten Architekten Daniel Liebeskind. Die neue Museumsdirektorin Hetty Berg führt mit einer Studentin durch die neu gestaltete Dauerausstellung. Im Museum erfahren wir Details zu den Fundamenten des jüdischen Glaubens und der jüdischen Geschichte in Deutschland, sowie über die Vielfalt jüdischen Lebens.
23:35
Lange war Sarah Engels vor allem eines: Teil eines Traumpaars - an der Seite von Pietro Lombardi, geliebt als junge Mutter, nahbar, unaufgeregt. Dann kam der Bruch. Scheidung, Boulevard-Schlagzeilen, öffentliche Angriffe - und ein massiver Imageverlust. Die Karriere als Duo: vorbei. Doch statt zu verschwinden, hat sie sich neu erfunden. Heute inszeniert sie sich als Mutter mit Haltung, als Stimme für Empowerment. Ein kalkulierter Neuanfang. Ist ihre Geschichte stark genug - oder braucht es für den ESC mehr als ein gutes Narrativ?
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