16:30
16:45
Sie besteigen Berge, schwimmen durch Flüsse oder kämpfen sich einen Weg durch eisige Wüsten - und das aus einem einzige Grund: um zur Schule zu gelangen. Die Kinder in dieser Serie müssen ihren Schulweg unter extremen Bedingungen absolvieren. Keine Straßen, keine Verkehrsmittel, dafür aber atemberaubende Landschaften und nicht selten wilde Tiere.
17:30
Das Tote Gebirge erstreckt sich von der Eisenwurzen bis in das Salzkammergut. Es gilt mit seiner Fläche von über 1.100 Quadratkilometern als das größte hochalpine Karstplateau Mitteleuropas und macht daher seinen zuweilen zugeschriebenen Beinamen "Wüste der Alpen" alle Ehre. Markus Raich - Alpinist und international gefragter Bergfilmer - hat für diese Sendung über ein Jahr hinweg eine Vielzahl an spektakulären Stimmungen und Bergpanoramen mit seiner Kamera eingefangen und weit über 50.000 Höhenmeter zu Fuß zurückgelegt. Außerdem wurde erstmals eine Durchsteigung der 900 Meter hohen Reichenstein-Südwand in Grundlsee im Ausseerland vollständig gedreht. Der Film begleitet zudem die beiden Alpinisten Marlies Czerny und Andreas Lattner auf ihrer alpinen und kulturhistorischen Reise durch das Tote Gebirge von Ost nach West. Einen alpinen Höhepunkt bildet der Aufstieg zum Großen Priel, dem höchsten Berg im Toten Gebirge. Auf den - mit einer Länge von über zwei Kilometern - auch der längste Klettersteig Österreichs führt. Der Geologe Gerhard Mandl und die Saurier-Expertin Ursula Göhlich sind Kenner der Umgebung. Sie berichten von einem sensationellen Fund, der sich 1982 im Toten Gebirge zugetragen hat und seitdem im Naturhistorischen Museum in Wien zu bestaunen ist. Die bekannte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb thematisiert den Klimawandel mit seinen Auswirkungen auf die Almwirtschaft, anschaulich mitten am Berg. Einer der ganz großen Alpinphilosophen, Dr. Paul Preuss, lebte am südlichen Fuße des Toten Gebirges in Altaussee. Die Südwand des Reichensteins in Gößl blieb ihm allerdings versagt. Für "Land der Berge" versuchen der Alpinpolizist Klaus Jäger und Bergrettungseinsatzleiter von Grundlsee Franz Kalss ihr Glück. Die seit 2010 übrigens erst dritte Seilschaft. Die Loserhütte besuchten schon viele Persönlichkeiten, einer von ihnen war der berühmte Komponist Richard Strauss: diese Berge, diese Landschaft sollen ihn zur Komposition seiner Alpensinfonie inspiriert haben. Einsam, schroff, bizarr - für die "Wüste der Alpen" gibt es viele Adjektive. Nur "tot" ist das Tote Gebirge definitiv nicht, es ist lebendiger denn je.
18:15
Das größte Straßenbahnmuseum oder ein Lokführer, der mit seiner eigenen Lok Güterzüge durch Deutschland zieht. Überraschende Geschichten von Niedersachsen, die auf Schienen abfahren. Außerdem stellt das Ländermagazin aus Niedersachsen leidenschaftliche Miniaturtüftler, mutige Achterbahnhandwerker und sogenannte "Bahnlatscher" vor. Dafür ist Moderatorin Nina Mahler mit ihrem Team im Hannoverschen Straßenbahnmuseum e.V. in Sehnde unterwegs. Besucher dürfen hier die Bahnen - in Begleitung eines Fahrlehrers - sogar einmal selbst fahren. Diese Chance lässt sich Nina Mahler nicht entgehen. Außerdem stellt sie die Menschen vor, die die alten Schätzchen mit viel Liebe und technischem Know-how in ihrer Freizeit am Leben erhalten. Das Ländermagazin aus Niedersachsen zeigt spannende und überraschende Seiten des Schienenverkehrs und Menschen, die mit ihm täglich zu tun haben - in ihrem Beruf, als Hobby oder beides.
18:45
Emotionen haben an der Börse nichts verloren - so lautet das klassische Ideal eines rationalen Markts. Doch was, wenn die Finanzwelt viel weniger berechenbar ist, als wir glauben? Traderin Kathy Lien erlebt täglich, wie Hoffnung und Angst Preise bewegen - und wie schnell Panik Entscheidungen ersetzt. Für Wirtschaftswissenschaftler Hanno Beck zeigt schon die Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, dass Märkte vor allem dann aus dem Ruder laufen, wenn Emotionen überhandnehmen: Euphorie, Herdentrieb, die Sehnsucht nach dem schnellen Gewinn. Neuroökonomin Elise Payzan-Le Nestour geht noch tiefer: In ihren Experimenten zeigt sich, dass unser Gehirn Gewinne, wie Belohnung verarbeitet - und Verlustangst als uralten Reflex. Rationalität und Impuls, CEO und pawlowsches System, kämpfen in jeder Entscheidung gegeneinander. Und manchmal übernimmt das Gefühl. Die Dokumentation folgt diesen drei Perspektiven - vom hektischen Trading-Floor bis zur Neuroforschung - und zeigt, wie Erwartungen, Gerüchte oder einzelne Sätze Millionen bewegen können. Auch Algorithmen lösen das Problem nicht: Der Flash Crash von 2010, ein digitaler Herzinfarkt, beweist, wie schnell automatisierte Systeme kollektiv kippen können. Am Ende wird klar: Der Finanzmarkt ist kein Ort reiner Mathematik. Er ist ein Spiegel unserer Wünsche, unserer Gier und unserer Ängste - ein System, das die Gefühle aller Beteiligten in Zahlen übersetzt. Und genau deshalb bleibt er so faszinierend wie gefährlich.
19:10
Die vierköpfige weibliche Beatband "The Mission Belles" aus der Nähe von Englands Hauptstadt London, alles Schwestern, ist zu Besuch in München.
19:15
"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?
19:30
Europa genießen - das ist hier die Devise. Gezeigt wird, was es alles zu entdecken gibt, wohin es sich zu reisen lohnt, welche interessanten Menschen und Trends unser Kontinent zu bieten hat.
19:55
Gibt es gutes und schlechtes Obst? Aus Sicht der Erde: ja. Die Produktion von Obst kann enorme CO2-Emissionen verursachen - je nachdem, wo und wann es verkauft werden soll. Welches Obst wir mit gutem Gewissen kaufen können, erklärt Eckart von Hirschhausen in "Wissen vor acht - Erde".
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Lange Strände, spektakuläre Klippen, einsame Berge: Von Rosslare im Südosten über die Hauptstadt Dublin bis zur Halbinsel Howth führt die wohl schönste Zugstrecke der Republik Irland. Hier landeten einst die Wikinger. Die Normannen hinterließen ihre Spuren. Der Osten der grünen Insel ist geprägt durch die jahrhundertelange bewegte Geschichte mit England. Neben den prächtigen Schlössern der ehemaligen Kolonialherren zeugen die Ruinen einer frühchristlichen Klosteranlage und ein prähistorisches Dolmengrab von den vielseitigen kulturellen Einflüssen. Wir treffen Menschen, die das moderne Land verkörpern und gleichzeitig weiter auf den Spuren ihrer Vorfahren unterwegs sind. Wir machen Abstecher in das fruchtbare Hinterland der Grafschaft Wexford und zu magischen Orten in den Wicklow Mountains, bevor wir uns in das Getümmel der Großstadt Dublin stürzen. Erholung bietet dann wieder das Naturparadies bei Howth, in dem sich nicht nur eine große Kolonie Kegelrobben wohlfühlt.
21:00
In London trug der Mann von Welt in den beginnenden Sechzigerjahren anderes als in Berlin oder Paris. Die Modestile waren noch klar unterscheidbar. Aber seit 1957 gab es die EWG, die "Europäische Wirtschaftsgemeinschaft". Dadurch wurden die Zollschranken niedriger und die Exporte und Importe immer umfangreicher. Dies führte dazu, dass sich damals sogar die Briten fragten, ob es nicht besser wäre, dieser EWG beizutreten. Die Modebranche wiederum fragte sich damals, ob dieses Zusammenwachsen, ob dieser ständige Austausch auch Auswirkungen auf den modischen Geschmack der Europäerinnen und Europäer hat und nationale Mode-Identitäten verschwinden. Robert Peter Hertwig untersuchte 1964 im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks mit seinem Film "Das Europa der Mode" genau diese Frage.
21:30
Die Berliner "Durchreise" ist eine berühmte Modemesse, die in ihrer Tradition bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht und damit als älteste Modemesse der Welt gilt: damals stellten Tuchhändler auf ihrer Durchreise in Berlin ihre jeweils neuesten Kleider vor. Lea Rosh führte - ebenfalls - 1964 für den Sender Freies Berlin das Fernsehpublikum durch diese Modemesse, in der die Frühjahrs- und Sommerkollektion für das Jahr 1965 vorgestellt wurde. Hosenanzüge für die Damen waren schwer im Kommen - und die jeweiligen Farben musste Frau Rosh wortreich beschreiben, denn noch sendete das Fernsehen leider nur in Schwarzweiß.
22:10
30 Jahre nach den beiden Filmen aus dem Jahr 1964 war dann 1994 alles anders. Nicht nur das Fernsehen war schon längst zum Farbfernsehen geworden, Modediktate waren von gestern und die Couturiers bedienten sich z. B. ohne Hemmungen bei den verschiedensten Jugendkulturen der Welt. Katja Aschke porträtierte daher in ihrem Film "Sehnsucht nach einem anderen Ich" nicht nur Modeschöpfer wie Karl Lagerfeld oder Jean Paul Gaultier sondern eben auch Vivienne Westwood, die damals gerade dabei war, zum Mode-Weltstar aufzusteigen. Und was ein Trendforscher macht und weshalb die Textilindustrie immer die richtigen Farben parat hat, das erfährt man in diesem tollen Film über Mode ebenfalls.
22:55
Was trägt der moderne junge Mann 1966 in München? Was trägt, wie es im Film heißt, der "Atomzeit-Jüngling"? Viel Buntes, viel Edles, den Hut tief im Gesicht, die Krawatten grell. Und er soll noch etwas tragen, was die Frauen ihm schon lange voraus haben: einen Männer-Mini! Ein paar männliche Models wagen sich damit in die Münchner Fußgängerzone. Zur Unterstützung haben sie sich ein paar Mini-tragende weibliche Models mitgenommen. Die Passanten beim Anblick des Männer-Mini: komplett konsterniert!
23:00
Vier softe Keyboard-Akkorde, eine Offbeat-Gitarre und das gesäuselte "Huh huh uh-huh hi" der Backgroundsängerinnen reichen aus, um das Publikum in tosenden Applaus zu versetzen. "True" ist einer der ganz großen Hits von Spandau Ballet - einer der ganz großen britischen Bands der 1980er. Mit ihrem unverwechselbaren New-Wave-Pop-Sound begeistern sie 1983 ihre Fans in der Münchner Alabamahalle. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.
23:40
Everything but the Girl, das britische Duo um Tracey Thorn und Ben Watt, kreiert mit einer Mischung aus Sophisti-Pop, Downtempo und Pop-Jazz seinen ganz eigenen Sound. 1985 tritt die Band im Münchner Alabama auf und präsentieren nicht nur einige ihrer frühen Songs, sondern steht der TV-Crew auch für ein kurzes Interview zur Verfügung. Ein Konzertausschnitt aus dem Jahr 1985. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.