16:45
Schignano. Seit Jahrhunderten feiern die Menschen in einem Bergdorf hoch über dem Comer See mit einem archaischen, wilden Karneval das Ende des Winters. In den Straßen tanzen die "Belli", die Schönen, und die "Brutti", die Hässlichen, in bunten selbstgenähten Kostümen. Die GEO Reportage hat die Menschen hinter den schaurigen Holzmasken besucht. Schignano. Seit Jahrhunderten feiern die Menschen hier mit einem archaischen, wilden Karneval das Ende des Winters. Sie spielen in bunten, selbstgenähten Kostümen die "Wilden", in einem Bergdorf hoch über dem Comer See. In den Straßen tanzen die "Belli" und die "Brutti". GEO Reportage hat die Menschen hinter den schaurigen Holzmasken besucht. Einmal im Jahr legen die Bewohner der Gemeinde Schignano ihre Identität ab, um einen rauschhaften, euphorischen, wild-ungezügelten Karneval zu feiern. Die meisten Bewohner hier fahren täglich zum Arbeiten in die benachbarte Schweiz. Schignano hat eine lange Migrationstradition. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts suchten die Männer in Australien, Südamerika und den USA ihr Glück. Die Frauen blieben mit Kindern und Hof allein zurück. Damals wie heute waren jedoch einmal im Jahr alle wieder zu Hause: Zur Karnevalszeit. Nicht zuletzt deswegen ist in Schignano der Karneval eng an das Thema Auswanderung geknüpft, die "Belli", die Schönen und Erfolgreichen und die "Brutti", die Hässlichen und Erfolglosen liefern sich wilde, deftige Szenen, begleitet von viel Alkohol. Battista, ein alteingesessener, berühmter Maskenschnitzer der Region erklärt die Kostüme:" Der Schöne ist der, der die Welt bereist hat und zu Geld gekommen ist. Sein Bauch steht für Wohlstand, er trägt üppigen Schmuck, große, blumige Hüte, macht sich wichtig und gibt sich arrogant. Der Hässliche ist das exakte Gegenteil: Er symbolisiert einen schlechten Lebenswandel, trinkt viel und trägt zerschlissene Kleider. Er ist voller Wut gegenüber den Schönen und Reichen. Das ganze Jahr ist Battistas Frau mit dem Nähen und Besticken der schrillen Kostüme beschäftigt. Wie alle hier hofft sie, dass der Karneval auch in Zukunft weiterleben wird.
17:40
Kaum eine Sportart verbindet die Menschen im Baskenland so sehr wie Pelota. Die Region im Grenzgebiet von Frankreich und Spanien, sieht sich als eigenständige Provinz mit einer gemeinsamen Kultur, Sprache und Identität. Das Pelota-Spiel, bei dem ein Ball per Hand oder Schläger gegen eine Hauswand geworfen wird, ist wichtiger Teil davon. Wohl kaum eine Sportart verbindet die Menschen im Baskenland so sehr wie Pelota. Gelegen auf der Grenze zwischen Frankreich und Spanien, sieht sich die Region bis heute als eigenständige Provinz mit einer gemeinsamen Kultur, Sprache und Identität. Über die Jahrhunderte gab es immer wieder Bestrebungen sich zu lösen und einen eigenen Staat zu errichten. Was mitunter gar in Gewalttätigkeiten mündete. Heute gilt die Region als friedlich, die eigene Identität wird dennoch betont und gepflegt. Das Pelota-Spiel ist ein wichtiger Teil davon. Man kann Pelota mit der Hand spielen oder mit einem Schläger, auch mit einem eigens angefertigten Handschuh. Wichtig ist, dass es eine gegenüberliegende Wand gibt, die den geworfenen Ball abfängt und zurückprallen lässt. Was sich einfach anhört, erfordert Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Im Baskenland wurde dieser Sport erfunden, und noch heute spielen ihn bereits die Kinder auf öffentlichen Plätzen und Straßen. Pelota gilt als das Spiel der Basken. Und als eines der wichtigsten identitätsstiftenden Merkmale einer Provinz, welche eine bewegte Geschichte hinter sich hat, die aus sieben Provinzen besteht und auf der Grenze zweier Länder liegt. Ellande Alfaro spielte lange Zeit als Profi Pelota, heute produziert er die Bälle für das Spiel, die aus Gummi, Schafwolle und anderen einheimischen Materialien bestehen. In seiner Freizeit ist er als Schiedsrichter unterwegs, bewertet Spiele und unterrichtet junge Spieler. Die Brüder Jon und Paxti Tambour sind bis heute aktiv, spielen in der baskischen Liga. Für sie alle ist wichtig, dass Pelota lebendig bleibt. Denn auch wenn die Proteste nach mehr Eigenständigkeit heute nicht mehr gewaltsam ausgetragen werden, so ist es den Basken doch wichtig, ihre Gemeinsamkeiten gegenüber der Außenwelt zu betonen und zu pflegen. Mit friedlichen Mitteln.
18:35
Die zweite Teil von "Südtirol aus der Luft" zeigt majestätische Natur, reiche Kultur und Sagenwelt. In der zweiten Folge der bildgewaltigen Dokumentation "Südtirol aus der Luft" setzt sich die faszinierende Flugreise über die majestätischen Berglandschaften und kulturellen Kostbarkeiten Südtirols fort. Die Kamera schwebt über grün schimmernde Seen, schroffe Felswände und legendäre Gipfel - stets begleitet von einer poetischen Erzählung und atmosphärischer Musik.
19:20
Bergwelten: Das "Tote Gebirge" liegt in der nördlichen Steiermark und dem südlichen Oberösterreich und ist mit einer Fläche von über 1000 Quadratkilometern das größte Karstgebiet Europas.
20:15
Reinhold Messner kennt jeden Gipfel, jeden Grat - aber er ist auch ein Kenner der Geschichte. Im ersten Teil der historischen Tour erzählt er die wahren und die sagenhaften Ereignisse um die Erstbesteigung des Matterhorns vor 150 Jahren. Bergsteigerlegende Reinhold Messner ist ein Kind der Alpen. Er kennt jeden Gipfel, jeden Grat - aber er ist auch ein hervorragender Kenner der Geschichte. Im ersten Teil der historischen Tour erzählt er die wahren und die sagenhaften Ereignisse um die Erstbesteigung des Matterhorns vor 150 Jahren. Was sich damals abgespielt hat, könnte noch heute der Stoff eines Hollywood-Drehbuchs sein.
20:55
Reinhold Messner führt uns zu den legendären Stätten der alpinen Dramen. Er kennt die Gefahren, er hat den Instinkt und weiß um die Schwierigkeiten in Eis und Fels. Mit ihm fahren wir im zweiten Teil zur der legendären Eiger Nordwand. Reinhold Messner führt uns zu den legendären Stätten der alpinen Dramen. Der bergverrückte Abenteurer kennt die Alpen wie kaum ein anderer. Er kennt die Gefahren, er hat den Instinkt und weiß um die Schwierigkeiten in Eis und Fels. Mit ihm fahren wir im zweiten Teil zur legendärsten Wand der Alpen: die Eiger Nordwand.
21:45
Reinhold Messner trifft im dritten Teil der Reihe einen zweiten berühmten Alpinisten: Alexander Huber. Der bayrische Extrembergsteiger hat mittlerweile einen ebenso klingenden Namen wie sein Südtiroler Vorbild.
22:30
Venetos Natur, Villenkultur und Geschichte - eng verbunden mit Venedig und geprägt vom Erbe der "Serenissima". Veneto, ein Ort, an dem man malerische Natur, prachtvolle Architektur und Kunstgenuss findet, die Italienreisende aller Welt erfreut. Diese Dokumentation entführt uns in eine Region, deren historischen Landschaften der "Terraferma" aufs engste mit der Lagunenstadt Venedig verbunden sind und stehen mit ihr seit dem 15. Jahrhundert im intensiven kulturellen Austausch.
23:30
Die geheimnisvolle Welt der Moore - einzigartiger Lebensraum, Klimaschützer und Heimat seltener Tiere. Jahrtausende alt, mystisch, nebelumwoben. Moore sind Lebensraum hoch spezialisierter Tiere und Pflanzen, Klimaschützer und Bewahrer einer noch weitgehend unerforschten Welt an Mikroorganismen. Naturfilmregisseurin Waltraud Paschinger und Kameramann Franz Posch tauchen tief in den Lebensraum heimischer Moore ein.