18:20
Planet Weltweit: Am Tag arbeiten sie hart wie Männer. Am Abend verwandeln sie sich in das, als was sie sich fühlen: in Frauen. In ihren Gemeinden wurden sie verachtet und verstoßen. Auf den Kaffeeplantagen der kolumbianischen Anden, haben sie ein Refugium gefunden. Die Gemeinschaft von Transfrauen muss bis heute um ihre Anerkennung kämpfen Am Tag arbeiten sie hart wie Männer. Am Abend verwandeln sie sich in das, als was sie sich fühlen: in Frauen. In ihren Gemeinden wurden sie verachtet und verstoßen. Erst in 1.600 Metern Höhe, auf den Kaffeeplantagen der kolumbianischen Anden, haben sie ein Refugium gefunden, in dem sie frei und sie selbst sein können. Dennoch muss die Gemeinschaft von Transfrauen bis heute um ihre Anerkennung sowohl vor dem Gesetz als auch in der noch stark traditionell geprägten Bevölkerung kämpfen. Das Land der "Embera Chami", der Kordilleren-Bewohner, erstreckt sich in den kolumbianischen Anden, wo edler Kaffee wächst. Das Geschäft mit der Hochlandbohne ist noch fest in der Hand von Weißen und den Nachfahren von Europäern und Ureinwohnern. Seitdem es nicht mehr so rentabel ist, ziehen immer mehr Indigene als billige Arbeitskräfte auf die Plantagen. Die Kaffee-Felder stellen auch für Embera-Transfrauen eine Nische dar. Hier finden sie nicht nur einen Lebensunterhalt, sondern auch Schutz. Denn bis heute sind sie Repressalien und Unterdrückung ausgesetzt - nicht nur innerhalb der breiten Bevölkerung, sondern auch in ihren indigenen Gemeinden: In der Vorstellung vieler Embera gilt Transsexualität als ein von Weißen eingeschlepptes Übel, das hart bekämpft werden muss. Auch Bella Wasorna hat in dieser Enklave ein neues Leben begonnen. Auf den Namen Jesus Stiven wurde sie vor 19 Jahren getauft, einen Namen, gegen den sie unermüdlich kämpft, da er für sie das sichtbarste Zeichen ihrer gesetzlichen - für sie falschen - Identität ist. Nun ist ihr Ziel, eine gesetzliche Änderung ihres Namens zu erreichen, in greifbare Nähe gerückt. Doch die angestrebte Namensänderung wird teuer, Bella wird umso härter auf der Plantage schuften müssen. Zeitgleich wird dort ein großer Auftritt vorbereitet, bei dem die Transfrauen im Zentrum der Provinzhauptstadt tanzen wollen. Um auf sich und ihr Schicksal aufmerksam zu machen.
19:15
Planet Weltweit: Bergkristall ist ein Quarz in seiner reinsten Form. Für dessen Abbau in den Schweizer Alpen braucht man ein "Strahlerpatent". Mineralien- und Kristallsucher werden in der Schweiz "Strahler" genannt. Technische Hilfsmittel sind nicht erlaubt. Nur mit Spitzhacke, Hammer, Meißel und einem "Strahlstock" ziehen die Strahler in die Berge Planet Weltweit: Bergkristall gehört zur Gruppe der Quarze, genauer genommen ist es Quarz in seiner reinsten und transparentesten Form. Nicht überall in den Schweizer Alpen ist der Abbau von Bergkristallen erlaubt, man braucht dafür meist ein "Strahlerpatent". Mineralien- und Kristallsucher werden in der Schweiz "Strahler" genannt. Technische Hilfsmittel sind nicht erlaubt, nur mit Spitzhacke, Hammer, Meißel und einem sogenannten Strahlstock bewaffnet, ziehen die abenteuerlustigen Frauen und Männer hoch in die Berge. Auf Schatzsuche in tiefen Felsspalten und Hohlräumen, den sogenannten Klüften, riskieren manche Kristallsucher ihr Leben, denn Sammler bezahlen für Bergkristalle oft mehrere Tausend Euro. Amateure und Berufsstrahler sind in den Schweizer Alpen unterwegs, aus ganz unterschiedlicher Motivation: Jelena Brkic ist Schmuckdesignerin und hat ihr eigenes Schmucklabel gegründet, außerdem ist es ihr wichtig, ein traditionelles Handwerk ihrer Heimat weiterleben zu lassen. Oder Thomas Steinbrugger, Berufsstrahler und ehemaliger Extremkletterer, der ausschließlich vom Abbau der wertvollen Bergkristalle lebt. In 3500 Metern Höhe schlägt er, zusammen mit seinem Bruder, jeden Sommer sein Basislager auf. Hier oben wird das Steinesuchen zur nicht ganz risikofreien Expedition. Die Veränderung des Klimas ist Fluch und Segen zugleich: Einerseits legt das Schmelzen der Gletscher neue Klüfte frei, andererseits birgt das Tauen des Eises auch eine erhebliche Gefahr für die Schatzsucher, Unfälle gibt es fast jedes Jahr. Faszination Bergkristall, ob kleinste Kristallsplitter oder große, außergewöhnliche Funde. Nach Millionen von Jahren im Dunkeln, erstrahlen sie das erste Mal im Licht.
20:15
Im Herzen Österreichs widmet die junge Falknerin Doris Hiebeler ihr Leben der alten Kunst der Falknerei.
21:10
Morgan Vikne und seine Verlobte Tone befahren die anspruchsvollen und atemberaubenden Fjorde Norwegens.
22:05
Bodensee - Festspielkulisse und Naturparadies, das Hunderttausende Zugvögel und heimische Wildtiere anzieht. Jeden Sommer zieht es Kulturinteressierte aus ganz Europa an den Bodensee. Kultur, Wasser und Natur - diese drei Elemente versprechen Festspiele der besonderen Art. Doch auch abseits der großen Bühne versammeln sich jedes Jahr unzählige Besucher. Auch sie kommen meist von weit her. Wie ein Magnet zieht der Bodensee Hunderttausende Zugvögel an. Ihre Routen ziehen sich quer durch Europa.
22:55
Es geht durch den Vinschgau nach Meran mit historischen Bauten, Waalwegen, Apfel- und Marillenbäumen. ORF III begibt sich auf einen filmischen Streifzug quer durch den Vinschgau, der sich im Westen Südtirols über 80 km vom Reschenpass bis hin zur Kurstadt Meran erstreckt. Neben unzähligen historischen Bauten wie dem Kloster Marienberg, der höchstgelegenen Abtei Europas oder den jahrhundertealten Waalwegen in den Bergen, wird im Tal die Landschaft von prächtigen Apfel und Marillenbäumen gesäumt. Und Onkel Taa gewährt Einblick in die größte Habsburger Privatsammlung der Welt, die er in seinem Museum zur Schau stellt. Ein "Land der Berge" ganz nach dem Motto: Berge, Menschen und Geschichten.
23:40
Was passiert, wenn einige Extremsportler auf der Oberfläche eines Felsens mit einigen Jazzmusikern in einen Dialog treten? Andreas Pichler dokumentiert ein Projekt des Jazzfestivals Südtirol.