16:55
Von den Kärntner Nockbergen geht es in den größten Zirbenwald der Ostalpen und die Obir Tropfsteinhöhlen. Filmemacher Hans Jöchler geht auf eine Reise über die schroffen Hochebenen und durch die bezaubernde Natur der Kärntner Berglandschaft. Runde, dunkelgrüne Kuppen verhalfen den Nockbergen zu ihren Namen und verleihen diesem urtümlichen Höhenzug sein charakteristisches Aussehen. Vorbei an blühenden Almrosenteppichen und jahrtausendealten Karstgassen, lockt bereits der betörende Duft der Zirben: Hier befindet sich der größte Zirbenwald der Ostalpen. Auf seiner Hütte erlaubt Biolandwirt Franz Einblicke in die Herstellung seines Zirbenschnapses, ehe im Norden des Millstätter Sees die "Blutstropfen" der Nockberge erkundet werden. Nirgendwo in den Alpen findet man mehr dieser sagenumwobenen, tiefroten Karfunkelsteine - im Millstätter Granattor alleine funkeln Tonnen davon. In Villach wird derweil Kirchtag gefeiert. Nebst heiterem Rummel, Volksmusik und der Verkostung der typischen Kirchtagssuppe mit "Reindling", werden hier alte und neue Trachten ausgeführt. Eine weitere Attraktion verbirgt sich schließlich im Inneren der Bergwelt bei Bad Eisenkappel: In den Obir Tropfsteinhöhlen sind Gesteinsformationen in unendlichen Variationen zu bewundern und vermitteln das Gefühl, in ein magisches, fremdartiges Universum einzutauchen.
17:35
Planet Weltweit: Über viele Jahrhunderte wanderten albanische Hirten mit ihren Tieren über den ganzen Balkan. Diese Tradition fand ein Ende mit der sozialistischen Diktatur. Planet Weltweit: Über viele Jahrhunderte wanderten albanische Hirten mit ihren Tieren über den ganzen Balkan. Eine Tradition, die mit der sozialistischen Diktatur ein jähes Ende fand. Nach deren Niedergang besannen sich viele der einstigen Schäfer wieder auf ihre alten Bräuche und versuchten auch ihre Kinder für den Hirtenberuf zu begeistern. Doch die haben sich längst der Moderne zugewandt, studieren in den Städten und sehen keine Perspektive in der althergebrachten Tradition. Haben die Schäfer dennoch eine Zukunft in dem Balkanland? Bastri Limoj ist Hirte im südalbanischen Bergdorf Vranisht und lebt mit seiner Familie, von dem, was er mit seinen Schafen und Ziegen erwirtschaftet. Während der sozialistischen Diktatur unter Enver Hodscha, zwischen 1944 und 1990, wurden die Herden jedoch zwangskollektiviert, den Hirten weggenommen und in Gemeinschaftseigentum umgewandelt. Nach dem Ende des Regimes waren es die Alten, die sich wieder auf diese Tradition besannen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Nachwuchs gab es kaum. Zu mühselig erschien vielen jungen Menschen der Beruf, zu rückwärtsgewandt, mit zu geringen Verdienstmöglichkeiten. Auch Bastris Sohn Lucjano suchte wie viele seiner Generation ein besseres Leben in der Stadt und studierte Maschinenbau. Ab und zu kommt er in sein Heimatdorf zurück, um seinem Vater zu helfen. Der möchte diesmal, dass er ihn auch beim Auftrieb der Herde zur Sommerweide in die Berge begleitet. Der Weg über die Geröll-Pfade ist gefährlich für Mensch und Tier. Und auch oben auf den Weiden nimmt die Sorge um das Vieh nur selten ein Ende. Kein Platz für Schäferromantik außer in den überlieferten Polyphongesängen. Diese mehrstimmigen Gesänge mit einem tiefen Halteton stammen aus der Hirtentradition der Region - "Labëria" genannt. Mittlerweile greifen sie auch junge Leute begeistert wieder auf. Liegt hierin auch eine Chance für den Schäferberuf?
18:30
Planet Weltweit: Bergkristall ist ein Quarz in seiner reinsten Form. Für dessen Abbau in den Schweizer Alpen braucht man ein "Strahlerpatent". Mineralien- und Kristallsucher werden in der Schweiz "Strahler" genannt. Technische Hilfsmittel sind nicht erlaubt. Nur mit Spitzhacke, Hammer, Meißel und einem "Strahlstock" ziehen die Strahler in die Berge Planet Weltweit: Bergkristall gehört zur Gruppe der Quarze, genauer genommen ist es Quarz in seiner reinsten und transparentesten Form. Nicht überall in den Schweizer Alpen ist der Abbau von Bergkristallen erlaubt, man braucht dafür meist ein "Strahlerpatent". Mineralien- und Kristallsucher werden in der Schweiz "Strahler" genannt. Technische Hilfsmittel sind nicht erlaubt, nur mit Spitzhacke, Hammer, Meißel und einem sogenannten Strahlstock bewaffnet, ziehen die abenteuerlustigen Frauen und Männer hoch in die Berge. Auf Schatzsuche in tiefen Felsspalten und Hohlräumen, den sogenannten Klüften, riskieren manche Kristallsucher ihr Leben, denn Sammler bezahlen für Bergkristalle oft mehrere Tausend Euro. Amateure und Berufsstrahler sind in den Schweizer Alpen unterwegs, aus ganz unterschiedlicher Motivation: Jelena Brkic ist Schmuckdesignerin und hat ihr eigenes Schmucklabel gegründet, außerdem ist es ihr wichtig, ein traditionelles Handwerk ihrer Heimat weiterleben zu lassen. Oder Thomas Steinbrugger, Berufsstrahler und ehemaliger Extremkletterer, der ausschließlich vom Abbau der wertvollen Bergkristalle lebt. In 3500 Metern Höhe schlägt er, zusammen mit seinem Bruder, jeden Sommer sein Basislager auf. Hier oben wird das Steinesuchen zur nicht ganz risikofreien Expedition. Die Veränderung des Klimas ist Fluch und Segen zugleich: Einerseits legt das Schmelzen der Gletscher neue Klüfte frei, andererseits birgt das Tauen des Eises auch eine erhebliche Gefahr für die Schatzsucher, Unfälle gibt es fast jedes Jahr. Faszination Bergkristall, ob kleinste Kristallsplitter oder große, außergewöhnliche Funde. Nach Millionen von Jahren im Dunkeln, erstrahlen sie das erste Mal im Licht.
19:25
Speedriding ermöglicht es wagemutigen Sportlern, in ansonsten unzugängliches Gelände vorzudringen. Speedriding ist eine rasante Bergsportart mit hohem Risiko, die Elemente des Skifahrens und des Gleitschirmfliegens miteinander verbindet. Dieser hybride Ansatz in der alpinen Umgebung ermöglicht es wagemutigen Sportlern, in ansonsten unzugängliches Gelände vorzudringen.
20:15
Einblicke in die heranwachsende österreichische Naturkosmetikindustrie. Kosmetik gilt oft als Synonym für internationale Massenware. Und doch wächst in Österreich eine eigenständige Branche heran. Im Schatten globaler Kosmetikkonzerne etablieren sich heimische Betriebe mit naturnahen Produkten. Erfolgreich und zunehmend auch öffentlich sichtbar.
21:00
Die Alpen sind durch den Klimawandel in Bewegung: Gletscher schmelzen, Muren und Felsabbrüche nehmen zu. Die Alpen sind in Bewegung, der Klimawandel lässt die Gletscher schmelzen: Immer häufiger berichten die Medien über Muren, Felsabbrüche oder ganze Gipfelbereiche, die abzustürzen drohen. Ist diese Wahrnehmung nun selektiert durch die Sensationsgier, oder stürzen die Berge wirklich ein? Christiane Sprachmann und ihr Team gehen in dieser Dokumentation der Frage nach, wie gefährlich der alpine Lebensraum für uns Menschen wird und was man dagegen tun kann. Erosion und Rutschungen im Gebirge sind grundsätzlich natürliche Phänomene. Durch den Klimawandel kann es jedoch zur Verstärkung und Beschleunigung von Erosionsprozessen in verschiedenen Bereichen kommen. Zum einen schmilzt durch die höheren Temperaturen der Permafrost, der als "Kitt der Alpen" die Felsen in den höheren Regionen zusammenhält, zum anderen sind es die intensiven Niederschläge, die Rutschungen und Steinschläge in Gang setzen. Abschmelzende Gletscher bilden Seen, die im Falle eines Durchbruches als Sturzwellen die Täler bedrohen. Die Dokumentation zeigt aber auch Lösungen auf. Denn all das sind Gefahrenszenarien, denen wir nicht unbedingt schutzlos ausgesetzt sind. Wissenschafter:innen versuchen, mit Kartierungen und Analysen die Bereiche einzugrenzen und zu verstehen. Berechnungen von Sturzbahnen und Gefahrenmustern tragen dazu bei, Frühwarnsysteme zu installieren, während Verbauungen Siedlungsräume und Straßen schützen.
21:45
Eine Reise durch Österreichs Berg-Gastronomie-Szene. Wenn Österreichs Berge in die Sommersaison starten, öffnet die Gastronomie in den Alpen ihre Türen für Gäste aus aller Welt. Diese Dokumentation nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Berg-Gastronomie-Szene und beleuchtet, wie viel man in Berghütten und -restaurants für sein Geld bekommt. Sie untersucht die Preisgestaltung und wie die Gastronomen mit den Erwartungen ihrer Gäste umgehen.
22:35
Das Südtiroler Ahrntal - von Festung Taufers über Almwiesen und Bergseen bis zu über 80 Dreitausendern. Das malerische Ahrntal in Südtirol, eingebettet zwischen beeindruckenden Bergketten, ist bekannt für seine einzigartige Berglandschaft mit über achtzig Gipfeln, die die Dreitausender-Marke überschreiten. Die Dokumentation erkundet die vielfältigen Facetten dieses einzigartigen Tals, von der Festung Taufers über idyllische Seitentäler und markante Kirchen bis hin zu charakteristischen Bauernhöfen.
23:20
Der Film begleitet die professionelle Kletterin Sasha DiGiulian auf ihrem beeindruckenden Weg an die Spitze. "Here to Climb" ist ein eindrucksvolles Porträt über die außergewöhnliche Karriere der US-amerikanischen Kletterin Sasha DiGiulian und ihren Drang als erste Frau, neue Höhen zu erklimmen.