21:55
Sommer in Kitzbühels Almen - zwischen bäuerlicher Kultur, Gastwirtschaft und Imkerei. Kitzbühel - das ist bei weitem nicht nur ein Winterparadies. Auch im Sommer sind die Berge und Almen um Kitzbühel eine Welt für sich. Fernab von Schickeria und Prominenz meistern hier Menschen ihr Leben im Bewusstsein, dass nicht sie die Herren der Natur sind. In den Orten Reith, Aurach, Jochberg und in Kitzbühel selbst gibt es nach wie vor eine starke bäuerliche Kultur.
22:45
Jedes Jahr gehen in Spanien mehrere zehntausend Hektar Wald durch Feuer verloren. Besonders in den trockenen Sommermonaten vernichten Brände ganze Regionen. Eine Feuerpatrouille aus Hubschraubern und Löschflugzeugen bekämpft die Brände bereits aus der Luft. Jedes Jahr verliert Spanien mehrere zehntausend Hektar Wald durch Feuer. Besonders in den heißen Sommermonaten wüten unzählige Feuer das ausgetrocknete Land und vernichten ganze Regionen. Gelingt es nicht, die Feuer stoppen, wird in 50 Jahren die Hälfte der spanischen Wälder für immer verloren sein. Um diese Entwicklung aufzuhalten, bekämpft eine Feuerpatrouille aus Hubschraubern und Löschflugzeugen Brände bereits aus der Luft. Vor wenigen Minuten hat Joaquim Miniana - genannt Chimo - den Einsatzbefehl erhalten. Er soll eine breite Feuerfront in einem Bergwald bekämpfen. Die Feuerleitstelle hat Luftunterstützung angefordert. Mit drei Tonnen Löschmittel beladen hebt Chimo ab. Beim Start kennt der Pilot selten mehr Details als seinen Einsatzort. Starke Winde treiben die Feuerwalze durch das ausgetrocknete Nadelholz, in Sekunden brennen ganze Bäume nieder. Chimo fliegt mit über 200 Stundenkilometern in wenigen Metern Höhe direkt auf die Spitze des Feuers zu. Das Flugzeug verliert durch den Abwurf fast die Hälfte seines Gewichts. Der Pilot nutzt den plötzlichen Auftrieb, um die Gefahrenzone so schnell wie möglich zu verlassen. An manchen Einsatztagen während der Feuersaison starten und landen die Flugzeuge bis zu 20 Mal. Seit den 1960er Jahren hat sich die Zahl der Waldbrände in Spanien verzehnfacht, heute brennt es bis zu 25.000 Mal pro Jahr. Hauptgrund dafür sind die durch Bewirtschaftung immer stärker austrocknenden Böden. Dennoch haben die Löschmannschaften Erfolge aufzuweisen - durch schnelle Ortung der Brandherde können viele Feuer frühzeitig bekämpft werden. Moderne Technik ermöglicht außerdem ein effizienteres Vorgehen. Dennoch bleibt der Job einer der gefährlichsten Berufe überhaupt - jedes Jahr verunglücken Piloten bei ihrer Arbeit. Auch Chimo hat bereits einen schweren Unfall hinter sich. Ein Ereignis, das ihn vorsichtig gemacht hat.
23:40
Filmemacher Hans Jöchler erkundet Vorarlbergs Naturparadies. Schon aus der Ferne ist das leuchtende Charakteristikum der Roten Wand zu bestaunen: seine Farbe verdankt der zweithöchste Berg des Lechquellengebirges dem rötlich schimmernden Eisenoxid, das im dunklen Gestein eingeschlossen ist und an die Geschichte des Erdmittelalters erinnert. Am Fuße der Roten Wand funkelt smaragdgrün ein weiteres Naturjuwel: der Formarinsee. Ein glasklarer Hochgebirgssee, der sich Jahr für Jahr durch das Schmelzwasser der ihn umsäumenden Berge bildet. Abwärts, vorbei an den mächtigen Gipfeln der Gebirgsgruppe, liegt das bergbäuerlich geprägte Dorf Schröcken. Vor mehr als 700 Jahren wurde das Örtchen durch die aus dem Schweizer Kanton Wallis stammenden Walser besiedelt. Heutzutage findet man hier die typischen Bregenzer Häuser, die ganz und gar mit runden Holzschindeln gedeckt sind. Von Schröcken aus führt die Reise weiter bis zum Hohen Ifen, der sich an der Grenze zum Allgäu befindet. Das einem Plateau ähnelnde Bergmassiv ragt 2.230 Meter in die Höhe und bietet erfahrenen Wanderern eine anspruchsvolle Tour durch dunkelgrüne Wälder und die schroffe Karstlandschaft, vorbei an kühlen Höhlen und seltenen Gebirgspflanzen. Filmemacher Hans Jöchler bezaubert in dieser ORF-III-Neuproduktion mit unvergleichlichen Aufnahmen des Vorarlberger Naturparadieses und ermöglicht durch seine Erkundungsreise zahlreiche Einsichten in die Erdgeschichte sowie in die Kultur.