21:45
Ein kleines Mädchen findet mitten im "Polar Park" in Mouthe ein abgeschnittenes Ohr. Der Pariser Krimi-Bestsellerautor David Rousseau ist eigentlich aus einem anderen Grund in das kälteste Dorf Frankreichs gekommen. Er will das dortige Kloster besuchen, um einen alten Bekannten seiner verstorbenen Mutter zu treffen. Anscheinend hat Bruder Giacomo ihm etwas mitzuteilen. Doch als Rousseau am Kloster ankommt, kann er nur noch Giacomos Beerdigung beiwohnen. Bruder Auguste gibt Rousseau einen Tipp: Womöglich hatte seine Mutter bei ihrer klösterlichen Einkehr eine Affäre mit einem Mann im Kloster. Etwa mit Giacomo? Rousseau hatte sich mehr von dem Besuch erhofft und macht sich enttäuscht auf den Rückweg, als er am Fundort des abgeschnittenen Ohrs vorbeikommt. Der passionierte Krimiautor fühlt sich gleich berufen, die Ermittler mit seinem Wissen zu behelligen. Als dann auch noch der Rest des Körpers passend zum Ohr gefunden wird, ist Rousseau zufällig wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Der Autor betritt den Tatort und trifft auf Major Louvetot. Ungefragt bombardiert er ihn mit Spekulationen über einen kunstbesessenen Serienkiller, der in Mouthe sein Unwesen treibt. Geht Rousseaus Schriftsteller-Fantasie mit ihm durch, oder ist an der Vermutung etwas dran?
22:30
Der Tod eines weiteren Opfers wirft neue Rätsel auf: Nach "Vincent van Gogh" handelt es sich dieses Mal um "Marilyn Monroe". Rousseau hatte recht, in Mouthe schlägt wohl wirklich ein Serienmörder zu. Der Krimiautor ermittelt weiter, obwohl ihm Major Louvetot mit Haft- und Geldstrafe droht, sollte er sich weiterhin einmischen. Der Hobby-Ermittler lässt sich jedoch nicht abschrecken und forscht weiter. Er nimmt dabei unter seinem Pseudonym Magnus Hørn immer wieder neue Rollen ein. Er stattet sogar der kleinen Charlotte, die den Täter im Polar Park gesehen haben soll, einen Besuch ab und gibt sich als Kinderpsychologe aus. Und tatsächlich bekommt er einen entscheidenden Hinweis von ihr: Der Täter trug wohl eine Kapuze und eine Robe. Könnte es ein Mönch aus dem Kloster sein? Auf jeden Fall scheint Rousseau schneller voranzukommen als die Gendarmerie. Der Mörder ist erkennbar besessen vom Goldenen Schnitt, einem Gestaltungsprinzip der bildenden Kunst. Rousseau lässt Louvetot seine neuen Entdeckungen zukommen, der will aber nichts davon wissen. Derweil bekommt Rousseau einen entscheidenden Hinweis von der Sängerin und Bibliothekarin Niki: Hugo, ihr Kollege, ist generell ein eigenartiger Kerl und verhält sich mehr als verdächtig. Er führt eine "Hass-Liste", auf der sich auch die Namen der Opfer befinden. Außerdem schreibt er eine Arbeit über den Tod in der Kunst. Als dann eine neue Leiche in Form einer griechischen Statue aufgefunden wird, stellt sich die Frage, ob das alles noch Zufall sein kann ...
23:30
Major Louvetot kommt mit seinen Ermittlungen nicht weiter und widmet sich letzten Endes dann doch Rousseaus Goldener-Schnitt-Theorie: Auch Louvetot hält inzwischen den Bibliothekar Hugo für verdächtig. Er verfolgt ihn bis ins Kloster, wo Hugo als Mönch verkleidet etwas stehlen will. Rousseau kommt hinzu und es gelingt ihnen, Hugo zu stellen. Doch im Verhör scheint dann plötzlich das Motiv nicht ausreichend. Der Sonderling hat wohl nur ein bewusstseinserweiterndes Elixier aus dem Kloster gestohlen, um es an Schüler weiterzuverkaufen. Als dann der Täter bei Louvetot anruft, während Hugo noch in Gewahrsam ist, wird klar, dass Hugo nicht der Mörder sein kann. Also müssen Rousseau und sein "Kollege" Louvetot neu ansetzen. Bei erneuter Befragung der kleinen Charlotte stellt sich heraus, dass sie keinen Mönch gemalt hat, sondern jemanden, der einen Kapuzenpulli trägt. Der Täter gab am Telefon Hinweise, anscheinend haben sie etwas Entscheidendes vor Ort übersehen. Rousseau und Louvetot, der aufgrund seines Fehltritts mit Hugo vom Dienst suspendiert wurde, machen sich auf eigene Faust erneut auf zum letzten Tatort: Und tatsächlich, eine geheime Nachricht auf dem Spiegel der Autowerkstatt verrät den Namen des neuen Opfers ...