12:55
James McKay, ein Reedersohn aus Baltimore, kommt nach San Rafael, um die Ranchertochter Pat Terrill zu heiraten. Ihr Vater, Major Terrill, Herr über 10.000 Rinder, schätzt den künftigen Schwiegersohn; sein Verwalter Steve Leech dagegen sieht in McKay einen unerwünschten Nebenbuhler, denn Leech liebt Pat ebenfalls. Bei McKays erster Ausfahrt mit Pat erlaubt sich Buck Hannassey einen bösen Scherz mit dem Gast des Majors. Terrill will den Hannasseys daraufhin eine Lektion erteilen; McKay ist dagegen, weil er Gewalt für kein geeignetes Mittel hält, um Probleme zu lösen. Zwischen dem Major und dem alten Rufus Hannassey besteht jedoch seit langem eine erbitterte Feindschaft. Denn beide sind erpicht auf ein Stück Land, Big Muddy genannt, das wegen des Wasservorkommens äußerst wertvoll ist. Es gehört Julie Maragon, der Lehrerin von San Rafael. Als sie McKay kennenlernt, finden sich beide sofort sympathisch. Julie erklärt sich bereit, Big Muddy an McKay zu verkaufen, zumal dieser sich verpflichtet, auch Hannasseys Vieh Zugang zu der Wasserstelle zu gestatten. Damit bringt er eine dramatische Entwicklung in Gang ... "Ein episch breit entwickelter Western mit faszinierenden Landschaftsaufnahmen und hervorragenden Darstellern, der mit fast schon akademischer Virtuosität die Frage erörtert, ob Vernunft und Vertrauen nicht die besseren Mittel zur Konfliktlösung sind als Gewalt. Trotz einiger Längen bezieht der Film neben der genreüblichen äußeren Dramatik daraus auch ein hohes Maß an innerer Spannung." (Lexikon des Internationalen Films)
15:40
Die Dokumentation ist Teil der vierteiligen Reihe "Famous Orchestras" und nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine bildgewaltige Reise durch fast 150 Jahre Orchestergeschichte - von der frühen Schallplattenproduktion mit der Deutschen Grammophon über die dunklen Jahre im Nationalsozialismus bis zur digitalen Konzertübertragung in die ganze Welt. Was macht die Berliner Philharmoniker so einzigartig? Ist es ihre lange mediale Tradition, ihre außergewöhnlichen Dirigenten und Solisten - oder die politisch wie künstlerisch kontroverse Geschichte, die das Orchester schließlich zum Symbol europäischer Einheit werden ließ? Die Dokumentation sucht Antworten und findet sie in der untrennbaren Verbindung von Musik, Macht und Medium. Das Berlin des Jahres 1882 ist eine Stadt der leichten Unterhaltung - über 200 Orchester buhlen in Cafés und öffentlichen Gärten um die Gunst des Bürgertums. Die Arbeitsbedingungen der Musiker sind prekär. Als 50 Mitglieder der Kapelle von Benjamin Bilse den Entschluss fassen, fortan in eigener Regie zu arbeiten, ist das ein Novum. Mit Unterstützung des Konzertagenten Hermann Wolff entwickeln sie eine eigene Abonnementreihe - und legen damit den Grundstein für eines der bedeutendsten Orchester der Welt. Eindrucksvolles Zeugnis dieser langen Geschichte ist bis heute ein Kontrabass mit opulent geschnitztem Löwenkopf, der sich seit der Gründung im Besitz des Orchesters befindet und noch immer gespielt wird. Zu den einflussreichsten Chefdirigenten in der Geschichte des Orchesters zählt ohne Zweifel Wilhelm Furtwängler, der von 1922 bis 1934 den Taktstock übernimmt und mit organischen, fließenden Gesten eine neue Art des Dirigierens entwickelt, die das Orchester zu einem eigenen musikalischen Bewusstsein führt.
16:40
Die Kernidee des Europakonzertes, die dieses traditionsreiche Orchester seit 1991 verfolgt, sind Highlight-Konzerte an bedeutenden kulturgeschichtlichen Orten. Kunstsinn und Offenheit sind für die Esterházy Stiftungen im Burgenland ein wichtiger Impulsgeber. Die Musik schwingt an diesem Ort im historischen Kontext förmlich mit: Fast 30 Jahre wirkte Joseph Haydn auf Schloss Esterházy in Eisenstadt - als Hofmusiker, Kapellmeister und Komponist im Dienst des Fürsten. Der Haydnsaal besticht mit seinem authentischen Ambiente als Juwel unter den Konzertsälen weltweit. Mit Musik aus der Wiener Klassik und dem Neoklassizismus gestalten die Berliner Philharmoniker das Programm des diesjährigen Europakonzertes. Kompositionen von Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven bilden Schwerpunkte. In seinen Rokoko-Variationen orientiert sich Peter Tschaikowsky am Klang von Wolfgang Amadeus Mozart. Gautier Capuçon interpretiert dieses anspruchsvolle Werk. Er steht für eine ausdrucksstarke, emotionale Spielweise und zählt zu den besten Cellisten weltweit. Vorlage für Igor Strawinskys "Pulcinella-Suite" sind Werke des neapolitanischen Komponisten Giovanni Battista Pergolesi. Die "Pulcinella-Suite" war damals ein Sensationserfolg und ist bis heute populär. Am Pult der Berliner Philharmoniker steht der Chefdirigent und künstlerische Leiter des Orchesters: Kirill Petrenko. Der Maestro gilt als einer der charismatischsten Erscheinungen in der aktuellen Dirigentenlandschaft.
18:20
(1) Das Tier Endlich schönes Wetter! Und zur warmen Jahreszeit fliegt auch wieder "la bête à bon Dieu", "das Tier vom lieben Gott", wie die Franzosen den roten Käfer nennen. Nikola Obermann schaut sich den kuriosen Spitznamen genauer an. (2) Die Geschichte Ariane Kujawski erzählt die Geschichte von Günter Guillaume, dem Spion, der Kanzler Willy Brandt zu Fall brachte. (3) Das Rätsel Und wie jede Woche das Rätsel!
18:35
Salziges Meeresklima und sandige Böden sind für das süßliche Aroma der "Cipolla Rossa di Tropea Calabria" verantwortlich. Seit drei Generationen baut die Familie Furchí die "Rote aus Tropea" an. Domenico Furchí hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die "Cipolla Rossa di Tropea" seit 2008 ein von der EU geschütztes Produkt ist. Die Zwiebelsorte wächst ausschließlich rund um das Städtchen Tropea im süditalienischen Kalabrien und ist ein Symbol der Stadt geworden. Überall sind die dekorativen Zwiebelzöpfe zu entdecken - eine traditionelle Methode, um die Zwiebeln aufzubewahren. Teresa Furchí verarbeitet die Tropea zu einem süßen Mus. Die Tropea-Zwiebel verfeinert außerdem die Soße für die hausgemachten Fileja-Nudeln und wird als Gratin serviert. Als Nachtisch gibt es einen Orangen-Zitronen-Creme-Kuchen.
19:10
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:30
Dieser Ort ist von seinem Duft und der Zeit geprägt: der älteste Friseursalon Armeniens. Seit 85 Jahren ist er ein Raum für die Schönheit der Männer und bewahrt den Glanz vergangener Jahre. Eine Gemeinschaft von sieben erfahrenen Meistern betreibt diesen Dienstleistungskosmos in Gyumri, der zweitgrößten Stadt Armeniens im Norden des Landes. Armen Grigoryan ist der jüngste Friseurmeister im Salon, in dem auch schon sein Vater arbeitete. Wenn Armen als kleiner Junge den Salon betrat, zog ihn der besondere Duft in eine Welt, die ihn faszinierte. Hier werden Haare geschnitten und Bärte gestutzt, und in den Gesprächen entfaltet sich die ganze armenische Gesellschaft. Hier finden Männer für kurze Zeit eine vertraute Konstante im Wandel der Zeit. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde der Salon privatisiert. Seitdem führen ihn die Friseurmeister als Genossenschaft. Geworg Kazjan haben sie zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Seit 42 Jahren steht er im Salon. Das Alter und die Arbeit haben ihre Spuren hinterlassen, doch ein Leben ohne seine Kollegen und den Spaß, den sie miteinander haben, ist für ihn unvorstellbar. Alle sind gleichberechtigte Anteilseigner und entscheiden gemeinsam über die Finanzen und die Zukunft. Doch diese ist flüchtig, wie der alte Duft: Den Meistern fehlt bald der Nachwuchs. Jeder Meister vererbt seinen Anteil am Salon an seine Söhne weiter. Doch die meisten von ihnen haben sich bisher anders entschieden. Nur Armen Grigoryan ist noch voller Hoffnung, dass sein Sohn das Erbe antritt und eines Tages gemeinsam mit ihm die Kunden bedient.
20:15
New York, Ende der 70er Jahre: Der kleine Gangster Lefty Ruggiero arbeitet als Auftragskiller für die Mafiafamilie Bonanno. Als er den jungen Donnie Brasco kennenlernt, imponiert ihm vor allem dessen Unerschrockenheit. Doch er ahnt nicht, dass Donnie in Wirklichkeit Joe Pistone heißt und ein Agent des FBI ist, der einen Weg sucht, als verdeckter Ermittler in die Kreise der Mafia einzudringen. Lefty und Donnie freunden sich an, und es gelingt Lefty tatsächlich, die "Familie" zu überzeugen, Donnie aufzunehmen. Je länger Joe Pistone als Donnie Brasco ermittelt, desto stärker verändert er sich, und Schritt für Schritt identifiziert er sich mit seiner Rolle in der Mafiafamilie. Seine eigene Frau und seine Kinder vernachlässigt er zusehends. Währenddessen wird seine Beziehung zu Lefty, der ihn wie ein Vater behandelt, immer enger und vertrauter. Doch die Mafiabosse lassen sich nicht auf Dauer täuschen. So finden sie bald heraus, dass es einen Verräter unter ihnen geben muss. Joe Pistone alias Donnie Brasco sieht sich zum Handeln gezwungen. "Donnie Brasco" ist ein origineller Film mit einer brillanten Besetzung. Vor allem Al Pacino überzeugt als kleiner Mafioso, der es nicht schafft, in der Verbrecher-Hierarchie aufzusteigen. Der Film basiert lose auf der wahren Geschichte von Joseph D. Pistone, einem FBI-Undercover-Agenten, der in den 1970er Jahren unter dem Decknamen Donnie Brasco, als Juwelendieb aus Vero Beach, Florida, die Bonanno-Mafiafamilie in New York City infiltrierte.
22:15
Quasi unfreiwillig wird der junge Punkgitarrist Johnny Depp mit der Fernsehserie "21 Jump Street - Tatort Klassenzimmer" zum Jugendidol. Am liebsten - und besten - spielt er danach jedoch Außenseiterfiguren: die Antihelden des American Dream. Johnny Depp fasziniert Kusturica, Jarmusch, John Waters - aber vor allem seinen Seelenverwandten Tim Burton, der in ihm einen schauspielernden Paria sieht. Obwohl er sich dagegen wehrt, wird er von der Klatschpresse immer wieder in die Schublade des düsteren Schönlings gesteckt, der Drogen nimmt und sich zu Exzessen jeder Art hinreißen lässt. Der von ihm verehrte Schauspielkollege Marlon Brando wird sein Mentor. Doch noch prägender wird die Begegnung mit dem Schriftsteller Hunter S. Thompson, den er in "Angst und Schrecken in Las Vegas" verkörpern wird: Johnny fühlt sich ihm, seinem Nonkonformismus und seinem sozialkritischen Blick auf Amerika stark verbunden. In der Saga "Fluch der Karibik" mischt er die Walt Disney Company mit der subversiven Figur des Captain Jack Sparrow auf - die ihn zu einem der bestbezahltesten Schauspieler der Filmgeschichte macht. Aber die Blockbuster entfernen ihn von den sensibleren Figuren. Und bald ist das Publikum nur noch an seinen Skandalen als verschwenderischer, exzentrischer Star interessiert. Der Höhepunkt hierbei ist der stark mediatisierte Prozess gegen seine Ex-Frau Amber Heard. Wird Johnny Depp zu dem Wesen zurückfinden, das seine Figuren einst ausmachte? Ist er im Herzen der junge Punkrocker geblieben, der er bei seinen Anfängen in Hollywood war?
23:10
In den Traumfabriken wird nichts so bleiben, wie es ist, denn Künstliche Intelligenz (KI) durchdringt gerade alle Kreativbereiche der Filmwelt. Monatelang waren Hollywoods Schauspielerinnen und Schauspieler im Streik, weil sie fürchteten, Filmstudios könnten sie durch Software ersetzen. Was für Außenstehende wie ein Science-Fiction-Film klingt, ist längst Realität: In den Babelsberg-Studios erstellt ein kleines Unternehmen digitale Klone von realen Darstellern und Darstellerinnen - für Filme wie "Matrix 4". Entwickelt werden auch Figuren für den Hintergrund einfach zum Downloaden: "Komparse" ist bald keine Berufsbezeichnung mehr, sondern ein Dateityp. Werden wir künftig überhaupt noch menschliche Schauspieler und Schauspielerinnen auf den Leinwänden und Bildschirmen sehen, oder werden das virtuelle Wesen aus dem Computer sein? Werden wir den Unterschied erkennen oder wenigstens spüren, oder wird er uns egal sein? Schreiben bald nur noch Maschinen die Drehbücher oder analysieren sie die Skripte menschlicher Autoren und Autorinnen? Was wird aus Weltenbauern, aus Animationsexperten und aus Dutzenden anderen kreativen Berufsbildern? Was bleibt übrig von Hollywood, wenn alles nur noch Software ist? Der Filmemacher Mario Sixtus trifft den Kinoproduzenten Max Wiedemann, die Philosophin Mercedes Bunz, die Schauspielerin und Autorin Samira El Ouassil, den Soziotechnologen Jürgen "Tante" Geuter. Und er spricht auch mit Motion-Designern, mit Synchronsprechern - und mit KI-Künstlern und -Künstlerinnen aus aller Welt.