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TV Programm für ARTE am 19.10.2026

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Stille Wasser 17:50

Stille Wasser: Portugal - Der Alqueva

Landschaftsbild

In einem Land, das vor allem wegen seiner Küsten bekannt ist, liegt seit zwei Jahrzehnten einer der größten Stauseen Europas: der Alqueva in Portugal. Seine Grundlage ist ein Megastaudamm, der im Jahr 2002 eine zuvor wüstenähnliche Gegend in einen riesigen See verwandelte. Über 85 Kilometer Länge zieht sich der Alqueva-See durch das südliche Landesinnere. Er hat ganze Dörfer verschlungen, versorgt aber heute die Landwirtschaft mit Wasser. Der Alqueva ist ein nicht unumstrittener Neuanfang in einer Region, die den Klimawandel vor allem im Sommer spürt, wenn immer größere Hitze Mensch und Tier zu schaffen macht. Trotz der massiven Veränderungen, die der Stausee mit sich bringt, hat er die Landschaft auch bereichert und Tourismus in die Gegend gebracht. Umweltschützer, Staudammbetreiber und Biobauern veranschaulichen die Vorteile und die Herausforderungen, vor die der Alqueva die Region und ihre Bewohner stellt. Zwar hat er Wasser in die Region gebracht, doch ist die Verteilung des teuren Guts noch immer problematisch. Werden große Betriebe, Großgrundbesitzer und internationale Investoren bevorzugt? Große Monokulturen prägen jetzt die Landschaft südlich des Alqueva, aber sind sie nicht genauso schädlich für den Boden wie die voranschreitende Wüstenbildung? Doch trotz so mancher Kontroversen: Die romantische Alentejo-Region mit ihren Weinbergen, Ibérico-Schweinefarmen, unzähligen Korkeichen und weiß leuchtenden Dörfern ist durch den See aufgewertet worden. Eine neue Kulturlandschaft ist entstanden, die ihresgleichen sucht. Die Reihe "Stille Wasser" erkundet große europäische Seen - den Saimaa in Finnland, den Vansee in der Türkei, den Alqueva-Stausee in Portugal und den Balaton in Ungarn. Die vier Folgen zeigen die Bedeutung dieser einzigartigen Ökosysteme und Möglichkeiten, diese zu schützen.

Danach

Stille Wasser 18:35

Stille Wasser: Ungarn - Der Balaton

Landschaftsbild

Der größte See Mitteleuropas liegt in Ungarn: der Balaton. Ein Urlaubsparadies mit im Sommer karibisch warmem Wasser, umgeben von malerischen Schilfgürteln. Eine romantische, unberührte Naturlandschaft im Herbst und Winter, mit pittoresken Weinbergen und altehrwürdigen Heilbädern. Ein Ökosystem mit seltenen Wasserschlangen, Hunderten Vogelarten - daneben Tausende von Badegästen und eine florierende Tourismusindustrie: Wie geht das zusammen? Illegale und massive Bebauung der Ufer stellen den wegen seines flachen Wassers auch "Steppensee" genannten Plattensee vor Probleme: Algenblüte, zerstörte Schilfgürtel und Verlust der Wasserqualität sind die Folge. Umweltaktivisten, Weinbauern, Wasserbüffelzüchter und Hydrologen schlagen nicht nur Alarm, sondern verweisen auf umweltfreundliche Alternativen, die den fragilen Balaton retten sollen. Vor allem die Wiederherstellung des Kis-Balatons, des "kleinen Balatons", eines Sumpfgebiets am Westende des Sees, spielt dabei eine bedeutende Rolle. Dieser natürliche Wasserfilter des Balatons wurde zu neuem Leben erweckt. Ein Naturpark, den man nur mit Genehmigung betreten darf, sorgt dafür, dass der See nicht ständig zu hohen Nährstoffbelastungen ausgesetzt ist. Rund um den Balaton untersuchen Umweltexpertinnen und Experten, warum das Schilf so bedeutend ist, vor allem wenn das Wasser durch Tourismus und Bebauung unter Druck gerät. An Land versucht ein Weinbauer, eine Tradition am Balaton zu schützen - durch die Entwicklung einer nachhaltigen Anbaumethode, die Trockenperioden trotzt und ohne Herbizide auskommt. Die Reihe "Stille Wasser" erkundet große europäische Seen - den Saimaa in Finnland, den Van-See in der Türkei, den Alqueva-Stausee in Portugal und den Balaton in Ungarn. Die vier Folgen zeigen die Bedeutung dieser einzigartigen Ökosysteme und Möglichkeiten, diese zu schützen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Re: 19:40

Re:: Englands Schlagloch-Helden

Reportage

Die Grafschaft Devon im Südwesten Englands hat mit fast 13.000 Kilometern das größte Straßennetz des Landes, bekommt aber zu wenig Geld von der Zentralregierung in London für die Instandhaltung. Deshalb schult die Grafschaft Anwohnerinnen und Anwohner als ehrenamtliche Straßenwärter, damit sie die kaputten Straßen in ihrer Nachbarschaft selbst reparieren können. Gerätschaften, Kaltasphalt oder Bitumenspray stellen die Gemeinden. Dermot McGough ist der inoffizielle Rekordhalter unter den Schlagloch-Helden von Devon. Der 44-jährige selbstständige Gerüstbauer lebt an der Nordküste der Grafschaft und hat schon rund 1.000 Straßenlöcher ausgebessert. Dafür nimmt er sich einen halben Tag pro Woche frei. An der Südküste von Devon versucht Rentnerin und Lokalpolitikerin Louise Wainwright mehr Ehrenamtliche für das Straßenwärter-Programm zu gewinnen. Nicht alle Bürger haben Lust mitzumachen, schließlich zahlen sie Steuern für gute Straßen. Louise Wainwright dagegen sieht im ehrenamtlichen Straßenbau eine Chance für die Demokratie auf dem Land. Die Freiwilligen könnten selbst wählen, welche Schäden sie reparieren und gewännen damit ein Stück politische Mitbestimmung zurück. In anderen Grafschaften wie West-Sussex dürfen Anwohnerinnen und Anwohner keine Straßen reparieren, deshalb hat Handwerker Harry Smith-Haggett den Weg des kreativen Protests gewählt. Der 24-Jährige pflanzt Blumen in die Schlaglöcher und hofft, dass er mit seinen Aktionen die Behörden zum Handeln bewegen kann.

Die Macht und ihr Preis 20:15

Die Macht und ihr Preis

Thriller

Als Staatsanwalt Varga auf offener Straße erschossen wird, übernimmt Inspektor Rogas die Ermittlungen. Bald darauf werden zwei hohe Richter ermordet, wieder mit derselben Waffe. Rogas vermutet, dass es sich in allen Fällen um einen Racheakt handelt. Er macht drei Verdächtige ausfindig; alle wurden für Delikte verurteilt, die sie abgestritten haben. Und bei jedem dieser Prozesse hatte einer der ermordeten Richter den Vorsitz. Zwei der Beschuldigten muss Rogas allerdings rasch wieder von seiner Liste streichen. Bei dem dritten dagegen glaubt er, auf eine heiße Spur gestoßen zu sein. Dieser Mann ist untergetaucht und es existiert nirgendwo ein Foto von ihm. Ein vierter Mord bestärkt den Inspektor in seinem Verdacht, aber er wird von seinen Vorgesetzten zurückgepfiffen. Er hält es jedoch für seine Pflicht, wenigstens den Gerichtspräsidenten Richès zu warnen, der nach seiner Ansicht auch gefährdet ist. Bei diesem Besuch macht der Inspektor eine Beobachtung, die ihn die Mordserie in einem ganz neuen Licht sehen lässt ... "Die Macht und ihr Preis" beginnt als Krimi und verdichtet sich mehr und mehr zur beklemmenden Beschreibung eines politischen Zustands, ohne einen Moment an Spannung zu verlieren. Der Film von 1975 basiert auf dem Roman "Tote Richter reden nicht" des sizilianischen Autors Leonardo Sciascia (1921-1989). Francesco Rosis Polit-Thriller ist eine der besten Sciascia-Verfilmungen, nicht zuletzt dank Lino Ventura in der Rolle des einfachen Polizeiinspektors, der sich trotz wachsender Angst nicht davon abhalten lässt, einer politischen Verschwörung nachzugehen.

Désirée Nosbusch - Den Träumen folgen 22:10

Désirée Nosbusch - Den Träumen folgen

Künstlerinnenporträt

Die Luxemburgerin Désirée Nosbusch ist als vielseitiges Ausnahmetalent in ganz Europa bekannt. "Ich habe so viele Umwege gemacht, um dahin zu kommen, wo ich eigentlich hinwollte", sagt sie selbst über ihren Weg. Dieser nahm 1977 mit 12 Jahren bei Radio Luxemburg seinen Anfang. Ihre erste Hauptrolle spielte sie mit 16, anschließend studierte sie Schauspiel in den HB Studios in New York. Mit 19 Jahren führte sie in fünf Sprachen durch den Eurovision Song Contest. Danach moderierte sie jahrelang große Shows in vielen Ländern und spielte in über 30 Filmen mit. In der Rolle der skrupellosen Investmentbankerin Christelle Leblanc brillierte Désirée Nosbusch 2018 in der Serie "Bad Banks". In der Dokumentation spricht sie auch über das dunkelste Kapitel ihres Lebens, als sie als Jugendliche in die Fänge eines 30 Jahre älteren Mannes geriet. Nosbusch: "Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich merkte: Wenn ich jetzt nicht gehe, ist meine Seele kaputt."

Poison - Eine Liebesgeschichte 23:05

Poison - Eine Liebesgeschichte

Liebesdrama

Wie überwindet man den Tod des eigenen Kindes? Hält man den Schmerz präsent, wie Edith, um das Leben nicht zu vergessen, das man einst hatte? Oder versucht man, den Schmerz zu verdrängen und die Leere mit neuen Erinnerungen zu füllen, wie Lucas es tut? Die Ex-Ehepartner treffen sich wegen einer Grabsteinverlegung zum ersten Mal nach zehn Jahren Funkstille am Grab ihres gemeinsamen Sohnes wieder. Die Begegnung löst in ihnen alte Wut, Scham, unausgesprochene Liebe und längst verloren geglaubte Erinnerungen an ihr einst gemeinsames Leben aus. Edith hält ihrem Ex-Mann vor, sie in ihrer Trauer buchstäblich im Stich gelassen zu haben, während Lucas das Scheitern der Beziehung in Ediths Schockstarre sah, die es verhindert habe, einen gemeinsamen Ausweg zu finden. Aus einem Gespräch wird ein intensiver Streit, der die schmerzhaften Wunden der Vergangenheit bei beiden offenlegt. Dennoch verlässt keiner von ihnen den Friedhof. Mit "Poison - Eine Liebesgeschichte" gibt Désirée Nosbusch ihr Spielfilm-Regiedebüt. Die intime Zwei-Personen-Geschichte mit Tim Roth und Trine Dyrholm basiert auf Lot Vekemans international erfolgreichem Theaterstück "Gift - Eine Ehegeschichte". Kamerafrau Judith Kaufmann übersetzt die Bühnenvorlage in eine zurückhaltende Bildsprache, die ganz auf die Begegnung des ehemaligen Paares setzt. Das Drama feierte seine Weltpremiere 2024 beim Internationalen Filmfest München. Bei der Galway Film Fleadh 2024 wurde Désirée Nosbusch mit dem Peripheral Visions Award für den besten Film ausgezeichnet.