16:05
Die einzige Livekonzert-Doku mit der legendären Popgruppe ABBA: Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad gründeten ABBA 1972 und gewannen zwei Jahre später mit "Waterloo" den Eurovision Song Contest. Danach eroberten sie die internationalen Charts und verkauften im Laufe der Zeit über 100 Millionen Tonträger. "ABBA in Concert" entstand 1979 und zeigt Aufnahmen ihres legendären Konzerts in der Londoner Wembley-Arena. Vor einem begeisterten Publikum gibt die vierköpfige Band in bunten Ganzkörperanzügen einige ihrer größten Hits zum Besten. Auf der Setlist stehen "Waterloo", "Take a Chance on Me", "Voulez-Vous", "Chiquitita", "I Have a Dream", "Gimme! Gimme! Gimme!", "Knowing Me, Knowing You", "Summernight City", "Dancing Queen", "Does Your Mother Know" und "Hole in Your Soul". Die Kamera begleitet die Band nicht nur auf der Bühne, sondern auch beim Einsingen hinter den Kulissen, auf der Landebahn und unterwegs. Die Anstrengung der Auftritte, die Begeisterung des Publikums und der Zusammenhalt des Teams werden spürbar. Seit über 50 Jahren finden ABBA immer wieder neue Fans und gehören damit zu den ungewöhnlichsten und langlebigsten Pop-Acts überhaupt. Die Livekonzert-Doku wurde in HD-Auflösung restauriert.
16:55
Das Grandhotel Pupp in Karlsbad hat stürmische Zeiten erlebt und immer wieder sein Gesicht verändert. Seit jeher ist das Traditionshotel ein Platz berühmter und einflussreicher Leute: Ob Filmstars der Karlsbader Filmfestspiele oder mächtige Politiker - sie alle wollen ins Pupp. Die Familie Pupp hat es geschafft, über die Jahrhunderte den Ort Karlsbad sowohl kunst- als auch kulturhistorisch zu prägen. Besonders die Goldenen Zwanziger bringen dem Kurort und seinem Grandhotel Weltruhm ein. Doch mit der Annexion des Sudetenlandes durch die Nationalsozialisten 1938 endet die Glanzzeit des Hauses. Im Zweiten Weltkrieg nimmt die Wehrmacht das Hotel ein und lässt es zum Lazarett umgestalten. Nach 1945 gerät das Grandhotel unter russische Armeeverwaltung, kurze Zeit danach fällt es in tschechoslowakische Hände und die Pupps werden von Hotelbesitzern zu Vertriebenen.
17:50
Der im 18. Jahrhundert im Lazienki-Park errichtete Palast auf dem Wasser zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Warschaus und blieb wie durch ein Wunder von Zerstörungen durch den Krieg verschont. Als Sommerresidenz von Stanislaw August Poniatowski angelegt, wurde er zu einem Ort der Kunst und des Wissens. Bei den berühmten "Donnerstagen des Königs" versammelten sich dort Philosophen, Musiker und Diplomaten aus ganz Europa. Empfänge, Konzerte und Debatten machten den Palast zu einem Treffpunkt führender Köpfe der Aufklärung. Über die Jahrhunderte überstand das Schloss Invasionen, Teilungen und Kriege. Bis heute steht der Lazienki-Palast für eine polnische Kultur, in der Melancholie und Leidenschaft eng verbunden sind - eine Spannung, die in der Musik Frédéric Chopins besonders eindringlich hörbar wird. Begleitet von Alain Planès' live vor Ort gespielten Chopin-Kompositionen führt die Dokumentation durch die Salons, zu den Fresken und Gartenanlagen des Schlosses. Chopins Musik tritt dabei in einen Dialog mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Vivaldi, Stanislaw Moniuszko, Krzysztof Penderecki und Henryk Mikolaj Górecki. Das jährliche Chopin-Festival führt diese Tradition fort und macht Warschau bis heute zu einem Ort lebendiger Musikkultur.
18:40
Der Juli steht in Südmähren im Zeichen der Aprikose. Für Martin Beránek beginnt mit der Ernte eine Zeit, in der er fast täglich mährischen Aprikosen-Käsekuchen nach dem Rezept seiner Urgroßmutter backt. Der gelernte Konditor und sein Freund experimentieren viel mit der süßen Frucht. So entstehen herzhafte Chutneys oder neue Knödelvariationen. Die befreundete Familie Ilcík kocht meist traditionell. Im Hochsommer serviert Tochter Jitka aber auch eine ungewöhnliche Variante des Schweinebratens: Das Fleisch wird in Scheiben geschnitten und auf einem heißen Stein gebraten. Erst kurz vor dem Servieren übergießt Jitka es mit einer Marinade aus frischen Kräutern und Aprikosenbier, das sie in ihrer eigenen kleinen Spezialitätenbrauerei herstellt.
19:10
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:30
Schon vor der Pandemie hat Rodolfo mit dem Aufbau einer Schule begonnen. Seitdem hat sich nichts getan. Der krisengebeutelte Staat Venezuela unterstützt weder mit Geld noch mit Material. Auch die zuständige Provinzregierung in Mérida interessiert sich nicht sonderlich für die Kinder in den Bergen. Rodolfo ist in dem abgelegenen venezolanischen Andendorf Los Nevados geboren und aufgewachsen. Los Nevados liegt im Nationalpark Sierra Nevada in den venezolanischen Anden. Hier erhebt sich die majestätische Andenkette, die sich fast durch ganz Südamerika erstreckt. Weitab vom politischen Geschehen und den Unruhen in den großen Städten Venezuelas leben die Bewohner ein einfaches Leben. Es ist geprägt von Landwirtschaft und Viehzucht. Hier gibt es meist keine Fernseher, geschweige denn Handyempfang. Rodolfo war einer der wenigen Heranwachsenden, die eine weiterführende Schule besuchen konnten. Danach studierte er in der Provinzhauptstadt Hotelgewerbe und kehrte dann in seine Heimat zurück. Als er davon erfuhr, dass es ein Dorf gibt, in dem die Kinder keinen Unterricht haben, machte er sich auf den Weg dorthin. Seitdem kämpft er darum, den Kindern eine Schule zu bauen, denn er weiß, dass Bildung der Schlüssel zu einer besseren Zukunft ist. Die Pandemie ist vorüber und Rodolfo möchte sein Projekt wieder aufnehmen. Wird es ihm gelingen, die Kinder von Las Plumas zu unterrichten und ihnen eine Schule zu bauen?
20:15
Tony Manero ist 19 Jahre alt. Er lebt in Brooklyn bei seinen arbeitslosen Eltern und jobbt als Verkäufer in einem Farbengeschäft. Im Gegensatz zu seinem Bruder, der Priester geworden ist, ist Tony der Loser der Familie. Er ist ständig pleite und zieht mit seiner Gang auf der Suche nach Abenteuern um die Häuser. Doch zu mehr als Schlägereien und Frauengeschichten führt das nicht. Keine rosigen Aussichten für den jungen Italo-Amerikaner, wäre da nicht der Samstagabend im "Odyssee 2001 Club". Dort ist Tony der König der Tanzfläche. Die Mädchen stehen Schlange, um mit ihm zu den Disco-Hits der Bee Gees zu tanzen, aber Tony hat nur Augen für Stephanie, die es geschafft hat, in Manhattan Fuß zu fassen, und außerdem gut tanzen kann. Er möchte mit ihr an einem Tanzwettbewerb teilnehmen und 500 Dollar Preisgeld gewinnen. Die Proben gestalten sich komplizierter als erwartet. Tony wird sich nach und nach seiner perspektivlosen Existenz bewusst und erkennt, dass daran auch der Gewinn des Tanzwettbewerbs nichts ändern kann. "Saturday Night Fever" ist mehr als eine Werbemaßnahme für Diskotheken. Der Tanzfilm zeichnet ein stimmungsvolles Lebensbild der Jugend im Brooklyn der 70er Jahre. Er machte John Travolta zum Star und setzte Trends in Mode und Musik.
22:10
Die Dokumentation "The Bee Gees: How Can You Mend a Broken Heart" geht der Frage nach, warum die Musik der Bee Gees seit mehr als einem halben Jahrhundert so beliebt ist. Es geht um die sagenhafte Geschichte der Popband The Bee Gees - eine Geschichte von atemberaubenden Erfolgen, aber auch von Verlust und Leid. Das Bee-Gees-Phänomen basiert auf einer besonderen Kreativität der Musiker: Das Trio bestand aus drei Brüdern. Mit sechs Jahren begannen die Zwillinge Maurice und Robin, mit neun Jahren Barry, Melodien zu improvisieren und musikalische Motive zu komponieren - und zwar ohne formale Ausbildung und ohne sich dessen bewusst zu sein, was sie da eigentlich taten. Es passierte wie von selbst. Die Dokumentation erzählt von drei Brüdern, die einem Gefühl nachspüren, das sie als Kinder empfunden haben - der Freude, zusammen zu singen und aus diesem einzigartigen Sound eigene Songs entstehen zu lassen.
23:55
Kaum ein Song bringt ganze Stadien so mühelos zum Mitsingen wie "We Are the Champions". Seit Jahrzehnten begleitet die Hymne sportliche Triumphe und große Emotionen - und ist untrennbar mit der Band Queen verbunden. Der Film erzählt die Geschichte dieses außergewöhnlichen Hits: von seiner Entstehung inmitten der musikalischen Aufbruchstimmung im London der 1970er Jahre bis zu seiner weltweiten Karriere als Sporthymne. Die Queen-Mitbegründer Brian May und Roger Taylor erinnern sich an die Idee, einen Song zu schreiben, der das Publikum einbezieht und mitreißt. Der anhaltende Erfolg der Queen-Rockhymnen "We Are the Champions" und "We Will Rock You" zeigt: Experiment geglückt. Für das Musikvideo mobilisierte die Band ihren Fanclub. Die Clubvorsitzende Jackie Smith erinnert sich an ihre Begegnungen mit der Band. Der Erfolgszug der Queen-Songs setzt sich bis heute fort - in unterschiedlichsten Besetzungen und Versionen, als Klassiker im Sport und bei Siegerehrungen. Zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris präsentierte Dolly Parton ihre eigene Version. Wegbegleiter, Musiker und Wissenschaftler erklären: Was macht diese Songs und andere große Mitsing-Klassiker aus? Wie entstanden Sporthymnen wie die Queen-Hits oder Whitney Houstons Olympiasong "One Moment in Time"? Was steckt hinter ihrem Ohrwurmpotenzial? Welche Kräfte werden freigesetzt, wenn das ganze Stadion gemeinsam singt? Eine Reise durch die Musikgeschichte und die Welt der großen Hymnen, die bei Sportveranstaltungen die Stimmung zum Kochen bringen.