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TV Programm für ARTE am 06.09.2026

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Bon voyage 20:15

Bon voyage

Komödie

Während der ersten Tage der deutschen Invasion Frankreichs im Zweiten Weltkrieg erhält der junge Schriftsteller Frédéric Auger einen Anruf von seiner Jugendliebe Viviane Denvers, die inzwischen ein Filmstar ist. Sie fleht ihn an, schnellstmöglich zu ihr zu kommen. Auf ihrem Sofa liegt eine Leiche. Viviane erklärt ihm, dass der Mann von der Galerie ihres Schlafzimmers einen Stock höher gefallen sei. Frédéric, aus dem Stand wieder in Viviane verliebt, ist einverstanden, die Leiche verschwinden zu lassen. Doch das Ganze geht schief und Frédéric landet wegen Mordverdachts im Gefängnis. Im Juni 1940, als sich die deutschen Truppen Paris nähern, wird das Gefängnis, in dem er einsitzt, evakuiert. Frédéric kann mit seinem Zellennachbarn Raoul fliehen. Im Zug nach Bordeaux lernen die beiden Camille kennen, die am Collège de France studiert und zusammen mit dem Professor Kopolski um jeden Preis verhindern möchte, dass angereichertes "schweres Wasser" in die Hände der deutschen Besatzer fällt ...

Danach

Romy und Magda Schneider 22:05

Romy und Magda Schneider: Mutter - Tochter - Rivalinnen?

Künstlerinnenporträt

Verschollen geglaubtes Filmmaterial und bislang unbekannte Briefe von Romy Schneider ermöglichen neue Einblicke in ihr Leben - insbesondere in die Beziehung zu ihrer Mutter, Magda Schneider. Das Verhältnis der beiden Frauen gab immer wieder Anlass zu Spekulationen. So soll es etwa 1958 zum Bruch gekommen sein, als Romy spontan zu ihrer ersten großen Liebe, Alain Delon, nach Paris zog. Damit kehrte sie dem deutschen Nachkriegsfilm den Rücken - jenem Genre, in dem Mutter und Tochter zuvor als populäres Gespann die Kinokassen hatten klingeln lassen. Floh Romy regelrecht zu Alain, wie oft behauptet wurde? Hängte die Tochter ihre alte Karriere an den Nagel, weil sie unter dem Einfluss der Mutter litt? Zu Beginn von Romy Schneiders Karriere galt Magda Schneider als omnipräsente Helikopter-Mutter, als "Wachhund", der den Jungstar keine Sekunde aus den Augen ließ. Eifersüchtig soll sie verfolgt haben, wie Romy zum gefeierten Kinostar aufstieg und die Karriere der Mutter in den Schatten stellte. Und nicht nur das: Magda soll rigoros moderne Rollenangebote für die Tochter abgelehnt haben, damit die Minderjährige in Schmonzetten spielte und so das Familieneinkommen sicherte. Romys Briefe zeigen: Die beiden Schauspielerinnen waren zeitlebens engste Vertraute. Romy erzählte Magda viel Persönliches, vertraute sich ihr an und suchte Rat und Trost bei ihrer Mutter - etwa, als Alain Delon sie nach fünf Jahren über Nacht verließ oder nach der komplizierten Geburt ihrer Tochter Sarah.

Céline Dion: Aufstieg einer Diva 23:00

Céline Dion: Aufstieg einer Diva

Musikerinnenporträt

Céline Dion, Jahrgang 1968, ist eine der berühmtesten Diven der Popmusik und fünffache Grammy-Gewinnerin. Ihre Aufnahme von "My Heart Will Go on" (1997) für den Blockbuster "Titanic" war ein Welterfolg, der Song wurde mit dem Oscar ausgezeichnet; und auch ihr Titelsong für "The Beauty And the Beast" (1991) erhielt einen Oscar. Damit gelang ihr Anfang der 1990er Jahre der Durchbruch in den USA. Zuvor hatte sie 1988 den Eurovision Song Contest (ESC) für die Schweiz gewonnen, obwohl sie selbst aus Québec stammt, wo sie bereits mit mehreren französischsprachigen Alben bekannt war. Dies verrät viel über Dions Karriere und ihre etwa 40-jährige Beziehung zu ihrem Manager und Ehemann René Angélil. Beim ESC in Dublin entdeckten 600 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die junge Sängerin, und Céline Dion entwickelte sich vom jungen Mädchen mit altmodischem Look und schiefen Zähnen zu einem zielstrebigen Popstar. Im Jahr 2007 landete sie auf der Forbes-Liste hinter Madonna und Barbara Streisand, und ihr fünfjähriger Aufenthalt in Las Vegas brachte ihr 400 Millionen Dollar ein. Gleichzeitig betonte sie als Jüngste von 14 Geschwistern immer, dass ihr Familienleben wichtiger sei als das Singen. Die Dokumentation blickt mit viel Humor und Empathie zurück auf den legendären Eurovision Song Contest, den Céline Dion in einem spannenden Finale für sich entschied, und zeigt, wie ihr Auftritt für die Schweiz den Grundstein für ihre Weltkarriere legte.

Der Pantomime Marcel Marceau 23:55

Der Pantomime Marcel Marceau: Die Kunst der Stille

Künstlerporträt

Marcel Marceau ist der wohl berühmteste Pantomime der Welt. Als tragikomischer Clown "Bip" im Ringelhemd mit dem weiß geschminkten Gesicht, dem zerbeulten Seidenhut und der roten Blume begeisterte er die Menschen rund um den Globus. Doch der tragische Hintergrund seines Schaffens blieb lange verborgen. Marcel Marceau, gebürtig Marcel Mangel, stammt aus einer jüdischen Familie in Straßburg. Sein Vater Karl Mangel betrieb dort eine koschere Metzgerei und gab als Opernliebhaber nebenher Konzerte in seinem Laden. 1944 wurde der Vater nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Sein Sohn Marcel schloss sich der französischen Résistance an und schmuggelte zusammen mit seinem Cousin Georges Loinger jüdische Kinder über die Grenze in die Schweiz. Mit Gesten und Pantomime brachte er ihnen bei, in Gefahrensituationen zu schweigen. Stille konnte Leben retten. Beeinflusst durch Stummfilmgrößen wie Buster Keaton und Charlie Chaplin schuf Marcel Marceau nach dem Krieg eine einzigartige Kunstform, die seine Familie und Weggefährten bis heute weiterführen. In "Die Kunst der Stille" vereint der Schweizer Filmemacher Maurizius Staerkle Drux exklusive Archivmaterialien aus dem facettenreichen Leben von Marcel Marceau mit einem persönlichen, zeitgenössischen Blick auf die Kunst der Stille. Die Dokumentation feierte ihre Weltpremiere auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis und war danach in den Kinos zu sehen.