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TV Programm für ARTE am 30.03.2026

Leben mit Vulkanen 04:05

Leben mit Vulkanen: Mauna Loa: Der Gigant von Hawaii

Natur und Umwelt

Der Mauna Loa auf Hawaii ist einer der größten aktiven Vulkane der Welt. Seine gigantischen Ausmaße sind verantwortlich für eine oft unterschätzte Gefahr: Die instabilen Bergflanken können ins Meer abrutschen und einen Mega-Tsunami auslösen. Solche Erdrutsche kommen im Schnitt alle 50.000 Jahre vor. Allerdings liegt Hawaii auch auf dem Pazifischen Feuerring, und so kommt es in der Gegend häufig zu schweren Erd- und Seebeben, die ebenfalls riesige Wellen auslösen können. Hilo gilt als die inoffizielle Welthauptstadt der Tsunamis - etwa alle sechs Jahre werden die Einwohner von Wasser heimgesucht, das alles mit sich reißt. 1946 kam es bislang zum schlimmsten Ereignis: In die Bucht von Hilo krachte eine zehn Meter hohe Wasserwand, die 96 Menschen in den Ozean riss. Alana hat die Naturgewalt überlebt, doch damals wurden die Menschen vor der Katastrophe nicht gewarnt und wussten nicht, was zu tun ist. Heute sieht das anders aus: Arnaud trifft den Geophysiker Gerard Fryer im Pacific Tsunami Warning Center, ein Überwachungs- und Frühwarnsystem, das Tag und Nacht über die seismischen Aktivitäten an den hawaiianischen Küsten wacht. Das oberste Ziel der hawaiianischen Behörden ist der Schutz der Bevölkerung. Die Menschen begegnen der ständigen Bedrohung fatalistisch: Jeder weiß, dass nichts, das von Menschenhand geschaffen wurde, ewig Bestand hat. Doch die Riesenhaftigkeit des Mauna Loa bietet auch Vorteile: Der Gipfel des Vulkans ragt so hoch in die Atmosphäre, dass Forscher dort einer ganz anderen Menschheitsbedrohung nachspüren können: der Klimaerwärmung. Somit verbindet dieser Riese Erde, Meer und Himmel - und seit Jahrhunderten erinnert er die Menschen daran, wie verletzlich sie sind.

Die sozialen Netzwerke der Tiere 05:10

Die sozialen Netzwerke der Tiere: Der Tradition folgen

Tiere

Die Rückenstreifen-Kapuziner in der brasilianischen Caatinga lernen, Werkzeuge auf unterschiedliche Arten einzusetzen sowie ihre Technik zu optimieren. Die Kunde einer neuen Futterquelle verbreitet sich wie ein Lauffeuer im "sozialen Netzwerk" der in den Wäldern Englands beheimateten Kohlmeisen. Im australischen Sydney gewöhnen sich die Gelbhaubenkakadus an das Leben in der Nähe des Menschen und entwickeln neue Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen, die zahlreichen so verfügbaren Ressourcen zu nutzen. Hunderte Schwertwale finden sich in den norwegischen Fjorden zum Heringsfang ein und legen dabei eine spektakuläre Jagdtechnik an den Tag, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Delfine in der australischen Shark Bay haben einzigartige kulturelle Verhaltensweisen entwickelt, die zuvor nirgends sonst auf der Welt beobachtet wurden.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Die Schwestern der Erde

Reportage

Das Kloster auf dem Berg Ossa wurde im 16. Jahrhundert gegründet. Ende des 20. Jahrhunderts verfiel es und wurde erst Anfang des neuen Jahrtausends von einer Handvoll Nonnen wiederentdeckt. In mühevoller Kleinarbeit renovierten sie das alte Gemäuer und bauten es zu einem kleinen, florierenden Landwirtschaftsbetrieb aus. Sie haben 30 Hektar Land und die Gebäude darauf in ein kleines Paradies verwandelt. Bevor ihnen das gelang, mussten sie roden, pflanzen, wiederaufbauen und das Kloster neu ausstatten. Da dieses auch das Haus Gottes ist, half ihnen neben dem Tatendrang ihre Liebe und der Glaube. Hier leben und arbeiten 20 Schwestern aus insgesamt 13 Ländern. Neben dem Anbau ihres eigenen Gemüses züchten die Frauen Schafe, Hühner und Kühe, von denen sie mit Milch, Käse und Eiern versorgt werden. Was sie nicht selbst benötigen, verkaufen sie. Bevor man in die Klostergemeinschaft aufgenommen wird, muss man Prüfungen ablegen, vor den anderen und vor sich selbst. Eine Berufung zum Klosterleben sollte jedoch reiflich überlegt werden. Immer wieder kommen junge freiwillige Helferinnen ins Kloster, die das einfache und bescheidene Leben für sich austesten und sehen möchten, wie sie mit der Enthaltsamkeit zurechtkommen. Auch Catherine gehörte einst zu ihnen. Die junge Amerikanerin kehrte nach ihrer Zeit als Praktikantin zurück und absolviert derzeit ihr Noviziat. Noch hat sie sich nicht für einen Lebensweg entschieden, hofft aber, durch die Zeit bei den Schwestern den rechten Pfad für sich zu entdecken. Mindestens zwei Jahre soll die Zeit bei den Nonnen dauern. Danach steht für Catherine vielleicht ein Leben auf dem Berg Ossa an.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 06:50

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Ostern und Eier

Essen und Trinken

Die Sendung handelt vom Star des Osterbrunchs: dem Ei. Köchin Lucie Fischer-Chapalain bereitet ein cremiges Rührei zu und gibt Tipps, wie das Pochieren endlich mal gelingt. Die Sendung verrät auch, mit welchen veganen Lebensmitteln man Eier ersetzen kann. Im Wald geht Lucie auf Eiersuche und begegnet dem Osterhasen. In ihrer Heimat Frankreich werden allerdings Schokoladenglocken verteilt. Expertinnen erklären, wie heidnische Rituale und christliche Symbolik diese Bräuche prägten, wie andere Länder Ostern feiern und warum wir vor allem Hühnereier essen. Eine litauische Familie zeigt raffinierte Wachsmal-Techniken, ein Mediziner erklärt, was am Protein-Hype eigentlich (nicht) dran ist. Bleibt nur noch die Frage: Henne oder Ei - wer war zuerst da? Auch darauf hat diese Sendung eine Antwort.

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: René Barjavels Drôme / Äthiopien / München

Magazin

(1): René Barjavels futuristische Drôme (2): Äthiopien: Das weiße Gold der Afar (3): Laos: Touys gefülltes Zitronengras (4): München: Eine Tänzerin bringt die Monarchie aus dem Takt

Stadt Kand Kunst Spezial 08:05

Stadt Kand Kunst Spezial: Peru

Magazin

(1): Peru: Martín Chambi, Fotograf der Indigenen (2): Peru: Das musikalische Erbe der Afro-Peruaner (3): Peru: Wilberts Grillfleisch aus dem Erdofen (4): Peru: Der Guano-Krieg

Die zwei Leben der Lufthansa 08:55

Die zwei Leben der Lufthansa: Pioniere und Propaganda

Dokumentation

Der erste Teil des Doku-Zweiteilers "Die zwei Leben der Lufthansa" setzt sich mit den spannenden Anfängen der Passagierluftfahrt in Deutschland auseinander. "Pioniere und Propaganda" begleitet die Entwicklung der Deutschen Luft Hansa von deren Gründung 1926, damals noch mit getrennter Schreibweise, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Reise beginnt mit der legendären Junkers F13, die als innovatives Flugzeug zur Mutter der zivilen Luftfahrt wird und den Pioniergeist einer ganzen Generation prägt. Abenteuerliche Flugrouten, neue Strecken und der Ausbau des "Heimathafens" Tempelhof stehen für Aufbruch in die Moderne, Technikbegeisterung und internationalen Wettbewerb. Doch der Film beleuchtet nicht nur Glanz und Innovation: Schon früh werden auch militärische Ambitionen sichtbar, mit denen die Luft Hansa im Auftrag des Deutschen Reichs den Versailler Vertrag umgeht. Sie bildet heimlich viel mehr Piloten aus als benötigt werden - für eine neue Luftwaffe. Die zivile Fluglinie sorgt für Weltgeltung im Sinne der NS-Propaganda und wird im Krieg ein Reparatur- und Rüstungsbetrieb für die Luftwaffe. In dieser Zeit macht sie hohe Gewinne dank Zwangsarbeit, auch an ihrem "Heimathafen" Tempelhof. Mit seltenen Archivaufnahmen und Zeitzeugeninterviews enthüllt der Film wenig bekannte Seiten der Lufthansa-Geschichte.

Die zwei Leben der Lufthansa 09:40

Die zwei Leben der Lufthansa: Zweite Stunde Null

Dokumentation

Die "Zweite Stunde Null" der zweiteiligen Dokumentation "Die zwei Leben der Lufthansa" setzt 1955 ein - mit dem Neustart nach ihrem Verbot durch die Alliierten zum Kriegsende 1945. Aus bescheidenen Anfängen und mit kargen Mitteln ausgestattet, nimmt die Lufthansa den Linienbetrieb wieder auf. Ab 1960 bringen die ersten Jets des Typs Boeing 707 Auftrieb und verwandeln das schwächelnde Unternehmen in eine aufstrebende Airline. Doch jedes Jahrzehnt bringt nicht nur Erfolge, sondern auch existenzielle Krisen: Die Entführung der "Landshut" 1977 durch Terroristen wird zu einer Bewährungsprobe, ebenso 2015 der Selbstmord-Flug eines Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings, der 149 Menschen in den Tod schickt. Ab 2020 bedroht die Corona-Krise die gesamte Luftfahrt. Der Film lässt Menschen zu Wort kommen, die den Wandel immer aus nächster Nähe erlebt haben: Die jüngste Pilotin kommt ebenso zu Wort wie der studierte Ingenieur Carsten Spohr, der seit 2014 das Unternehmen steuert. Neben den Erfolgen und Innovationen beleuchtet die Dokumentation auch die Herausforderungen des Geschäfts. Airlines aus dem Nahen Osten und der Türkei machen auf der Langstrecke Konkurrenz, in Europa sind es die Billigflieger, die mit harten Bandagen die traditionellen Airlines wie die Lufthansa herausfordern. Originalaufnahmen aus dem Jetset-Zeitalter und persönliche Schilderungen von Fluggästen und Ingenieuren erlauben einen Blick in die Geschichte des Umsatz-Marktführers. Gezeigt wird, wie Wandel und Wachstum, Rückschläge und Erfolge, Verantwortung und Neubeginn die Geschichte der Lufthansa bis heute prägen.

Flughafen Tempelhof 10:25

Flughafen Tempelhof: Tor zur Freiheit

Zeitgeschichte

Nach dem 30. August 1978 ist im Leben von Constanze Glien nichts mehr so, wie es einmal war. Die DDR-Bürgerin macht mit ihrer Familie Urlaub in Polen und will von Danzig zurück nach Schönefeld fliegen. Die Landung der polnischen LOT-Maschine - mit 50 Bürgerinnen und Bürgern aus der DDR an Bord - verspätet sich. Constanze Glien wird nervös. Als sie und ihr Mann aus dem Fenster schauen, trauen sie ihren Augen nicht. "Mein Mann sagte: Du, das ist ja Tempelhof. In dem Moment hatte ich fast einen Herzstillstand", erzählt Glien. Das Flugzeug war gekapert worden. Statt in der DDR landet Constanze Glien in West-Berlin - beim "Klassenfeind". Glien hat die Möglichkeit, in einem demokratischen System zu leben. Soll sie ihre Freunde, ihre Familie und ihren Job zurücklassen und in der BRD noch einmal ganz von vorn anfangen? Die Dokumentation erzählt davon, wie der Flughafen Tempelhof für eine Frau zum Schicksalsort wird. Aber nicht nur ihr Leben nimmt hier eine dramatische Wendung. Auf dem Flughafen Tempelhof wurde Geschichte geschrieben: Während der NS-Zeit war das monumentale Gebäude Ausdruck der Macht des Nazi-Regimes. Nach dem Krieg wurde der Flughafen dank der Luftbrücke zu einem Symbol der Freiheit. Danach wurde er zum Promi-Hotspot. Während des Kalten Krieges wurde der Flughafen zu einer riesigen Kaserne: Bis in die frühen 1990er Jahre waren hier amerikanische Soldaten stationiert. Im Jahr 2008 wurde der Flugbetrieb eingestellt. Doch bis heute ist der Flughafen Tempelhof mit seiner riesigen Start- und Landebahn ein Ort der Freiheit für die Berliner.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Côte d'Azur: Pissaladière

Essen und Trinken

(1): Eine herzhafte Spezialität von der Côte d'Azur: die Pissaladière (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Emil Ciorans Rumänien / Senegal / Marseille

Magazin

(1): Emil Michel Ciorans existenzielles Rumänien (2): Senegal: Nationalsport Ringen (3): Guatemala: Beatriz' Bananenbeignets (4): Marseille: Der Marquis de Sade sorgt für Aufsehen

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Mercantour / Syros / USA

Magazin

(1): Mercantour: Le Clézios fliehender Stern (2): Syros: Zum Klang der Bouzouki (3): Mexiko: Marthas Schweinefleisch mit Bitterorangensaft (4): USA: Basketballer und Wiederholungstäter

Zeugin der Anklage 14:00

Zeugin der Anklage

Kriminalfilm

Sir Wilfrid Robarts, Londons berühmtester Strafverteidiger, ist gesundheitlich nicht imstande, ein neues Mandat anzunehmen. Aber er kann dem Reiz seines neuen Falls nicht widerstehen: Leonard Vole wird beschuldigt, sich aus Habgier an die reiche Witwe Emily French herangemacht und sie ermordet zu haben. Und ausgerechnet Voles Frau Christine tritt als Zeugin der Anklage auf. Sir Wilfrid Robarts, Londons wohl berühmtester Strafverteidiger, kehrt niedergeschlagen in sein Haus zurück. Sein Arzt hat ihm geraten, seinen Beruf aufzugeben, und ihm strikt das Rauchen und Trinken verboten. Außerdem hat er ihm die strenge Schwester Plimsoll zur Seite gestellt. Die Zukunftsaussichten erscheinen dem alten Herrn also düster. Doch da kommt Sir Wilfrid der Zufall zu Hilfe, der ihn aus dem Dilemma eines Lebensabends ohne Aufregungen befreien könnte. Ein befreundeter Rechtsanwalt berichtet von einem nahezu aussichtslosen Fall. Ein gewisser Leonard Vole ist angeklagt, die reiche Witwe Mrs. French ermordet zu haben. Tatsache ist, dass Vole seit Wochen häufiger Gast der Witwe war und von ihr bewundert wurde. Wenige Tage, bevor sie tot aufgefunden wurde, hatte sie ihm ihr beträchtliches Vermögen vermacht. Vole streitet den Mord ab. Er behauptet, von dem Testament und dem Reichtum der Toten nichts gewusst zu haben. Aber er hat kein Alibi für die Tatzeit. Diese Sachlage ist ganz nach Sir Wilfrid Robarts Geschmack. Er übernimmt den Fall trotz aller Ermahnungen seines Arztes. Zunächst bittet er die Frau des Angeklagten, Christine Vole, zu sich. Sie ist der einzige Mensch, der Vole entlasten kann, wozu sie jedoch nicht bereit ist. Ganz im Gegenteil: Sie tritt am ersten Verhandlungstag sogar als Zeugin der Anklage auf!

Wilde Wege 16:20

Wilde Wege: Madeira

Dokumentation

Steile Hänge, enge Serpentinen und große Höhenunterschiede prägen das Straßennetz Madeiras. Die portugiesische Insel verlangt Mensch und Maschine viel ab - und macht jede Fahrt ins Inselinnere zu einer besonderen Herausforderung. Das besondere Terrain Madeiras hat die Menschen erfinderisch gemacht, ungewöhnliche Transportwege sind so entstanden. Aus diesen Zeiten stammen die Straßenschlitten, mit denen Menschen und Güter in Windeseile nach unten befördert werden konnten: Die Fahrer nennen sich Carreiros, spezialisiert darauf, die hölzernen Gefährten ohne Lenkung und Bremsen den Berg hinabzusteuern. Abseits der ausgebauten Straßen lockt das Abenteuer: Offroad-Spezialist Edgar Silva liebt die entlegenen Ecken der Insel. Je wilder und gefährlicher die Wege durchs Gebirge werden, umso mehr steigt sein Fahrspaß - und das Geschäft. Der gebürtige Madeirer bringt Besucher an Orte, an die sie mit dem Mietwagen nicht mehr kommen - und wo seine Geländekenntnis und Fahrpraxis gefragt sind. Madeiras zerklüftetes Terrain beschert auch dem Abschleppunternehmer Duarte Ribeiro ein Auskommen. Die steilen und engen Wege sorgen dafür, dass ihm die Arbeit so schnell nicht ausgeht. Heute soll er einen englischen Oldtimer überführen, von denen es einige auf der Insel mit dem milden Klima gibt. Da die alten Sportwagen ein Vermögen wert sind, muss er mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen.

Wilde Wege 17:05

Wilde Wege: Türkei

Dokumentation

Vom Schwarzen Meer bis in das anatolische Hochland: Der "Highway D915" überquert den 1.000 Kilometer langen Pontischen Gebirgszug, der von Istanbul bis an die Grenze zu Georgien reicht. Im Herbst bereiten sich die Menschen für den Winter vor, sechs Monate im Jahr ist die Straße gesperrt. An den Derebasi Kurven, dem gefährlichsten Teil des Highways, müssen die Fahrerinnen und Fahrer 29 Haarnadelkurven bezwingen und am Ende das Eiserne Tor passieren, eine Felspassage in senkrechten Steilwänden, Hunderte von Metern über dem Tal. Auch risikobereite Besucher zieht der Highway an, so zum Beispiel die junge Motorradfahrerin Merve, die ihr Fahrkönnen auf die Probe stellt und anschließend noch eine Pilgerfahrt der besonderen Art an der weiter südlich gelegenen "Stone Road" gelingt. Ahmet und Burhan nutzen die Straße seit vielen Jahren für die Schafszucht und Landwirtschaft, sie haben eine emotionale Beziehung zu diesen Bergen. Selma baut auf der Nordseite des Gebirges Tee an, den sie selbst mit ihrem Transporter zur Verladung fährt. Im Gebirge kreuzen sich fast alle Wege am Imbiss der Straße: "Turgut's Place". Wenige Kilometer weiter ist die abgelegene Gegend ein wichtiger Rückzugsort für Tiere und besondere Pflanzen, die Fotograf Murat seit Jahren dokumentiert. Als Aktivist setzt er sich dafür ein, dass die Straße nicht weiter ausgebaut wird. So unvollkommen, gefährlich und unbequem die Straße sein mag, sie ist genau deshalb heute von Anwohnern und Besuchern gleichermaßen beliebt und geschätzt.

Wilde Trauminseln 17:50

Wilde Trauminseln: Die Malediven

Natur und Umwelt

Einsame, palmengesäumte Traumstrände und die wohl schönsten Korallenriffe im Indischen Ozean, dafür stehen die Malediven. Sie sind eine Urlaubsregion der Extraklasse und ein Naturschatz, der seinesgleichen sucht. Die Vielfalt der Riffe rund um die über 1.000 Inseln ist legendär. Putzerfische betreiben "Schönheitssalons" und befreien ihre "Kunden" von Hautschuppen und Parasiten. Für diesen Service stehen Fische Schlange, denn ohne die Putzer würden sie erkranken. Etwas tiefer, am Grund der Riffe, leben skurrile Sandaale. Sie wohnen in Röhren, in die sie sich bei Gefahr blitzschnell zurückziehen. Nach Anbruch der Nacht beginnt die Zeit der Jäger: Vor den wendigen Ammenhaien ist kein Fisch sicher. Die Haie saugen ihre Beute förmlich aus dem Riff. Tintenfische dagegen schleichen sich an und überraschen ihre Opfer blitzschnell. Während einiger Wochen im Jahr kommt es zu massenhaften Planktonansammlungen. Das zieht elegante Mantarochen an. Stundenlang gleiten sie mit weit geöffneten Mäulern durch die Lagune und stillen ihren Hunger. Ein unglaubliches Spektakel. Über 1,5 Millionen Touristen besuchen die Malediven jedes Jahr. Hunderte Gästehäuser und etwa 200 Hotel-Anlagen erwarten sie. Das bringt Probleme mit sich. Eines ist der Müll. Wurden die Abfälle bis in die 1990er Jahre einfach ins Meer gekippt, gibt es heute ein Umdenken. Die Dokumentation stellt Projekte und Menschen vor, die sich für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur einsetzen.

Wilde Trauminseln 18:35

Wilde Trauminseln: Die Seychellen

Natur und Umwelt

Vor der Ostküste Afrikas liegt ein Archipel von über 100 Trauminseln: die Seychellen. Riesige Granitfelsen ragen aus dichten Urwäldern und schmücken die tropischen Strände. Selbst unter Wasser schafft der Granit atemberaubende Landschaften, die man so nirgendwo sonst findet. Die Seychellen sind voller Überraschungen: An Land produziert die sagenumwobene Coco de Mer den größten Samen der Welt - gut 30 Kilogramm schwer. Und auf der nördlichsten Seychellen-Insel nisten über 1,5 Millionen Rußseeschwalben. Doch wer zu dicht am Meer brütet, läuft Gefahr, von den Wellen des Ozeans fortgespült zu werden. Unter Wasser verblüfft der Dreifleck-Preußenfisch mit erstaunlichem Verhalten, das so wohl noch nie gezeigt wurde. Der Fisch legt einen Garten aus Algen an, den er penibel pflegt. Betreten Einsiedlerkrebse oder Seeigel seine Wiese, werden sie vehement vertrieben. Anschließend beginnt der Fisch mit der Balz, einem wilden Tanz, den er mit knurrenden Geräuschen untermalt. Mangrovenwälder sind das Zuhause kurioser Schlammspringer mit merkwürdigen Vorlieben: Sie jagen Krebse und beißen ihnen die Scheren ab. Doch es gibt Probleme im Tropenparadies. Die einst ausgedehnten Mangroven wurden großflächig zerstört. Dabei sind die semiaquatischen Wälder wichtig für den Küstenschutz. Die Dokumentation zeigt auch, wie sich die Menschen für die Natur der Trauminseln engagieren.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Rausschmeißer gegen Hausbesetzer in Spanien

Reportage

Granada steht exemplarisch für die Wohnungskrise in Spanien: Die Immobilienpreise sind drastisch gestiegen, Ferienwohnungen in der beliebten Altstadt verknappen den Wohnraum. Noch leerstehende Wohnungen und Häuser sind ein attraktives Ziel für Besetzer - und sind die "okupas" einmal drin, ist es für Eigentümer schwer, sie wieder rauszubekommen. Gerichtsverfahren können Jahre dauern. Für Wohnraum-Aktivistin Clara Martínez, eine Ikone der Besetzer-Bewegung, ist Spekulation der Hauptgrund für den Leerstand. Auch deshalb hält sie Häuserbesetzungen für legitim: "Es ist doch würdiger, wenn Menschen Häuser besetzen, als wenn sie mit ihren Kindern auf der Straße leben." Ángela Mendoza sieht das anders. Sie leitet seit rund fünf Jahren eine private Räumungsfirma und verdient ihr Geld damit, Hausbesetzer vor die Tür zu setzen. Für Ángela ist das Recht auf Privateigentum in Spanien nur unzureichend geschützt: "Eigentümer sollten das Recht haben, auf ihre Wohnungen zugreifen zu können, wann immer sie das wollen." Die Rechtslage ist in Spanien komplex, und die Justiz braucht teilweise Jahre, um die Klagen von Eigentümern oder Besetzern zu bearbeiten. Ángela setzt auf überraschende und auch wiederholte Hausbesuche mit ihren "chicos", durchtrainierte, schwarzgekleidete und respekteinflößende Männer. Die privaten Räumungsfirmen sind umstritten. Einigen werden Einbruch, Nötigung und Körperverletzung vorgeworfen. Doch solange die Gerichte nur schleppend arbeiten, hat die Nachfrage nach privaten Rausschmeißern in Spanien weiter Konjunktur.

In der Glut des Südens 20:15

In der Glut des Südens

Drama

1916, im nördlichen Texas: Der junge Bill hat zusammen mit seiner Geliebten Abby und seiner kleinen Schwester Linda die Industriestadt Chicago verlassen, um auf dem Land als Erntearbeiter mehr Geld zu verdienen. Der Farmer, auf dessen Besitz sie eine Anstellung finden und der an einer unheilbaren Krankheit leiden soll, verliebt sich bald darauf in Abby. Bill, der Abby auch als seine Schwester ausgegeben hatte, drängt seine Geliebte, den bald folgenden Heiratsantrag des Farmers im Hinblick auf dessen erwarteten Tod und das lukrative Erbe anzunehmen. Für kurze Zeit erleben die vier "himmlische Tage". Doch dann durchschaut der Farmer langsam das Spiel, in dem er der Betrogene ist, und auch Abby beginnt, Bill und seinen Plan kritisch zu sehen. In einer furchtbaren Nacht, als eine Heuschrecken-Invasion über die Ernte hereinbricht, kommt es zur unvermeidlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern. Die Eifersuchtsgeschichte, die Regisseur Terrence Malick in wunderbaren Bildern erzählt, verbindet sozialkritische Beschreibung und Melodramatik.

Terrence Malick - Suche nach dem Unsichtbaren 21:45

Terrence Malick - Suche nach dem Unsichtbaren

Künstlerporträt

Terrence Malick ist einer der rätselhaftesten Regisseuren des amerikanischen Kinos. Seit mehr als fünf Jahrzehnten meidet er die Öffentlichkeit, gibt keine Interviews und bleibt den Filmfestivals fern. Seine Filme dagegen sind längst Klassiker - geprägt von einer unverwechselbaren Bildsprache und einer besonderen Form der Wahrnehmung. Malicks Filme folgen keiner linearen Dramaturgie, sondern entfalten ihre Kraft aus Momenten des Staunens. Sie zeigen Menschen im Konflikt mit sich selbst, mit der Geschichte und mit dem, was größer ist als sie selbst. Seine Kamera sucht nicht das Spektakel, sondern das Flüchtige - den Ausdruck einer Hand, das Spiel des Lichts auf Wasser oder Haut. Die Dokumentation spürt Malicks persönlichem Weg nach - von seinen philosophischen Studien in Harvard über die frühen Meisterwerke "Badlands" und "Days of Heaven" bis zu den späten Filmen "The Thin Red Line" und "A Hidden Life". Hollywoodstars wie Brad Pitt und Schauspielerinnen wie Valerie Pachner und Maria Simon erzählen von der Zusammenarbeit mit einem Regisseur, der ihnen größtmögliche Freiheit bietet. Sie lassen nachempfinden, wie Dreharbeiten mit Malick oft verlaufen: unvorhersehbar und intuitiv. So entstehen Szenen, die nicht gespielt, sondern erlebt wirken. Der Film fragt auch nach den persönlichen Erfahrungen, die Malicks Werk prägen - von seiner Faszination für Martin Heidegger bis zu seinem Glauben an die innere Verbundenheit allen Lebens. Und er nimmt das Publikum mit auf eine filmische Entdeckungsreise über das Sehen, über das Verhältnis von Mensch und Natur - eine Suche nach dem, was hinter den Bildern liegt.

Maret 22:40

Maret

Drama

Nach einem Unfall leidet die 44-jährige Maret an Amnesie: Wer sie ist, was sie ausmacht und wie sie die letzten 20 Jahre ihres Lebens verbracht hat, all das scheint aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Die mysteriöse Neurochirurgin Dr. Moore lädt Maret in ihre Klinik nach Lanzarote ein, um die Möglichkeiten einer neuartigen Operation auszuloten. Nach einigen Tests und Gesprächen wird Maret klar, dass es bei dem Eingriff um mehr geht als nur die Rückgewinnung ihrer Erinnerungen. Ein Implantat soll künftig ihre Hirnimpulse regulieren - laut Dr. Moore eine Chance für sie, ein besserer Mensch zu werden. Abgeschreckt von Dr. Moore und der experimentellen Methode verlässt Maret die Klinik, bleibt aber noch einige Zeit auf der Insel, um nicht zur Realität ihres Alltags zurückkehren zu müssen. Dort bekommt sie Besuch von ihrem Partner Thomas. Es kommt zum Streit und Thomas deutet an, dass Maret vor dem Unfall weder ein glücklicher noch ein netter Mensch war. Sie reist zurück nach Hamburg, um ihr früheres Leben zu rekonstruieren. Nach einem erschütternden Ereignis fügt sich für Maret das Puzzle zusammen und sie erahnt den Grund für ihre Amnesie. Dr. Moore hatte recht: Das Gedächtnis behält nur so viel, wie die Seele ertragen kann.