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TV Programm für ARTE am 24.02.2026

(Fast) die ganze Wahrheit 04:45

(Fast) die ganze Wahrheit: Albert Camus

Infotainment

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Albert Camus.

Magische Anden 05:10

Magische Anden: Venezuela

Land und Leute

Die venezolanischen Anden sind der nördlichste Ausläufer eines gewaltigen Gebirgssystems, das sich über den gesamten Westen Südamerikas zieht. Hier, rund um die Stadt Mérida, prägen schneebedeckte Gipfel und tief eingeschnittene Täler die Landschaft - ein beeindruckendes Hochland, das auch als "Dach Venezuelas" bekannt ist. Im Nationalpark Sierra Nevada ragen die höchsten Berge des Landes auf: der Pico Bolívar und der Pico Humboldt, beide fast 5 000 Meter hoch. Der Bergsteiger Alfredo Autiero erklimmt den höchsten Gipfel Venezuelas, den Pico Bolívar. Besonders aufregend für den erfahrenen und vielfach ausgezeichneten Kletterer: Zum ersten Mal begleitet ihn sein Sohn auf die anspruchsvolle Tour. In der auf 2 700 Meter Höhe gelegenen Gemeinde Los Nevados hat sich Daniel Souto einen Traum erfüllt: Mit seiner mobilen Werkstatt reist der Schmied in entlegene Regionen der Anden, um das traditionelle Handwerk weiterzugeben. Im Bundesstaat Táchira - direkt an der Grenze zu Kolumbien - liegt im sogenannten Kakaogürtel die Plantage von Juan Camilo Restrepo. Der 24-jährige Venezolaner hat mit viel Eigeninitiative ein kleines Kakaounternehmen aufgebaut. Familie und Freunde unterstützen ihn - auf dem Feld und an den Maschinen. In einem von wirtschaftlichen und politischen Krisen gezeichneten Land will Camilo eine Alternative bieten: nicht zu fliehen, sondern das Land von innen heraus zu stärken. Die Dokumentation gibt einen eindrucksvollen Einblick in ein unvergleichliches Naturparadies - und in das Leben der Menschen in den venezolanischen Anden.

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Argentinien: Unterwegs mit dem Anden-Doktor

Reportage

Der Arzt Dr. Fusaro pendelt neben seinem Dienst im Stadtkrankenhaus von San Salvador de Jujuy, regelmäßig zu medizinischen Stationen in der weltläufigen, meist bergigen Umgebung. Ortschaften wie Tilquisaya, Taraxi, Tesorero und Ocloyas besucht er häufiger, da sie noch vergleichsweise gut erreichbar sind. Mit dem Geländewagen benötigt er etwa zwei Stunden, sofern die Straße nicht wieder einmal für mehrere Wochen gesperrt ist. Schwieriger ist die Siedlung San Bernardo, zu der man gut und gerne sechs Stunden fährt. Die anspruchsvollste Tour zur medizinischen Versorgung führt den Anden-Doktor jedoch noch weiter weg - zu den sehr hoch gelegenen Siedlungen rund um den Monte Chañi. Tagelang ist er dafür per Pferd und Muli über Stock und Stein unterwegs. In dieser unwirtlichen und schwer zugänglichen Region, weitab von jeder Infrastruktur, leben nur sehr wenige Menschen. Eine atemberaubend schöne Naturkulisse entschädigt zwar für vieles, die Bewohner führen jedoch ein karges und entbehrungsreiches Dasein und leben von Ackerbau und Viehzucht. Dr. Jorge Fusaro muss dorthin einiges mitnehmen: Kleidung, Batterien, Lebensmittel, Medikamente, Instrumente für Kontrolluntersuchungen und Kokablätter gegen die Höhenkrankheit. Er darf nichts vergessen, denn vor Ort gibt es weder eine Apotheke noch einen Supermarkt und nicht einmal Telefonempfang.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Peru: Pachamanca

Essen und Trinken

(1): Peruanische Kochtechnik im Erdofen: Pachamanca (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Nairobi / Lille / Island

Magazin

(1): Nairobi, Thandiwe Murius bunte Frauenporträts (2): Lille, Nordfrankreichs berühmtester Trödelmarkt (3): Türkei, Dileks gefüllte Fleischtaschen (4): Jean-Baptiste Charcots stürmisches Island

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Schweden / Tunesien / Paris

Magazin

(1): Das wundersame Schweden der Selma Lagerlöf (2): Tunesien: Die Traditionen der Amazigh (3): Griechenland: Spyros Kabeljau-Ragout (4): Paris: Pro und Kontra Todesstrafe

Yellowstone - Das Geheimnis der Wölfe 08:55

Yellowstone - Das Geheimnis der Wölfe

Dokumentation

Seit Jahrhunderten jagen und töten Menschen Wölfe. Die Tiere galten als gnadenlose Killer, und in vielen Teilen der Welt wurden sie ausgerottet. Yellowstone, der erste Nationalpark der Welt, war keine Ausnahme. Menschen schufen sich dort das idealisierte Bild eines Naturparadieses. Für Wölfe war darin kein Platz, und 1926 wurden die letzten Wölfe getötet. Statt die perfekte Wildnis zu schaffen, löste der Mensch in Yellowstone jedoch eine Kettenreaktion mit ungeahnten Folgen aus, die das gesamte Ökosystem des Nationalparks aus dem Gleichgewicht brachte. Ohne Wölfe vermehrte sich die Population der Wapiti-Rothirsche explosionsartig. Der Nationalpark versuchte, den Anstieg des Bestands durch gezielte Jagd in den 1960er Jahren zu dezimieren. Der Erfolg war nur von kurzer Dauer. Ohne die Wölfe vermehrten sich die Wapitis erneut sehr schnell. Auch die Öffentlichkeit wandte sich gegen die Tötung der Wapitis. 70 Jahre nachdem die letzten Wölfe durch den Yellowstone-Nationalpark streiften, wurden dort ab 1995 wieder Wölfe angesiedelt - ein weltweit einmaliges Experiment. Für den Yellowstone-Nationalpark erwies es sich als Segen. Die Tiere erfüllten die Erwartungen, die man in sie gesetzt hatte - und veränderten das Ökosystem grundlegend, mit überraschenden Folgen für Tier- und Pflanzenwelt.

Kanadas Nationalparks 10:25

Kanadas Nationalparks: Saguenay-St. Lawrence

Natur und Umwelt

Der Saguenay-St. Lawrence Marine Park schützt über 2.000 Tier- und Pflanzenarten. Darunter auch bedrohte Arten wie den Belugawal und den Blauwal. Die Mündung des Saguenay-Fjords in den Sankt-Lorenz-Strom ist reichhaltige Nahrungsquelle und ein wichtiger Futterplatz für die Meeressäuger auf ihrer Migrationsroute. Darum wurde 1998 hier in Québec der erste Wassernationalpark Kanadas gegründet. Der Park grenzt an eine Hauptverkehrsader Kanadas: den Sankt-Lorenz-Strom. 7.000 Containerschiffe befahren jedes Jahr den Fluss. Natur und Mensch sollen hier koexistieren. Parks Canada überwacht sämtliche Aktivitäten im geschützten Gebiet. Das wird vor allem dadurch erschwert, dass es auf dem Wasser keine physischen Barrieren gibt. Seit Jahren schwankt die Zahl der Wale, die sich normalerweise einige Monate an der Mündung aufhalten. Wissenschaftler, unter anderem vom privaten Institut GREMM, wollen herausfinden, woran das liegen könnte; die Geschichte der Belugawale zeigt, wie sensibel die Ökosysteme sind. Die südlichste Belugapopulation der Erde wurde beinahe ausgerottet und ist nach wie vor bedroht. Ob sie überleben wird? Biologen und Parkwächter schützen die Baie-Sainte-Marguerite, das Geburtshaus der Belugas, vor den Menschen. Die Rückkehr des Wanderfalken in den Saguenay-Fjord zeigt, wie nachhaltiger Artenschutz funktionieren kann.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Alentejo: Sericaia

Essen und Trinken

(1): Das süße Geheimnis der Alentejo-Klöster: Sericaia (2): Ein Biss'chen Heimat: Nuno, vom Alentejo nach Paris (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Tarascon / Kroatien / Irak

Magazin

(1): Tarascon, ein Anti-Held aus der Provence (2): Kroatien, Titos Spuren in Beton (3): Ruanda, Furahas Pilawreis mit Rindfleisch (4): Irak, ein neuer Pythagoras?

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Bosnien / Baskenland / Deutschland

Magazin

(1): Bosnien: Die spitze Feder der Sladana Nina Perkovic (2): Baskenland: blutrotes Eisenerz (3): Schottland: Sorinas Hirschbraten (4): Deutschland: Sprengung einer Insel

Dorfkrimi - Die tote Braut 14:00

Dorfkrimi - Die tote Braut

Krimireihe

Als der Bauer Charly Pieber sein Maisfeld ernten möchte, entdeckt er etwas Schreckliches: Zwischen den grünen Pflanzen liegt im Licht der frühen Morgensonne eine tote Braut. Es stellt sich schnell heraus, dass die Frau Anna Jusic heißt und gestern noch ihre Hochzeit gefeiert hat. Doch wie konnte der neue Lebensabschnitt der jungen Kroatin so dramatisch enden? Der Mordfall wird dem Polizeiinspektor Sifkovits, von allen "Schiffi" genannt, anvertraut - denn er ist in der kleinen österreichischen Gemeinde Stinatz aufgewachsen und kennt die Menschen dort bestens. Doch der Fall entpuppt sich schnell als viel komplexer als erwartet: Während Schiffi versucht, sich durch Intrigen und persönliche Verstrickungen hindurchzuarbeiten, erhält er unerwartet Unterstützung von einem ganz besonderen Trio: Die kluge Hilda Resetarits, die scharfsinnige Resl Grandits und Schiffis Mutter Baba wissen alles über jeden. Eine Personensuche in den sozialen Medien könnte nicht schneller sein, denn wenn die drei älteren Damen ihre Runden durch die kleine Gemeinde drehen, reden sie nicht nur über den neuesten Klatsch und Tratsch, sondern haben ihre Augen auf allem und jedem. Doch je mehr Schiffi über die mysteriöse Vergangenheit der Braut und die dunklen Geheimnisse der Dorfbewohner herausfindet, desto undurchsichtiger wird der Fall. Auf der Suche nach Antworten oder Hinweisen, die ihm vielleicht entgangen sind, wendet er sich an seine Mutter und deren zwei Freundinnen, die ihm mit ihrem Insider-Wissen zur Seite stehen. Auch alte Freunde aus seiner Kindheit unterstützen den etwas tollpatschigen, aber entschlossenen Polizeiinspektor. Doch als Schiffi schließlich glaubt, dem Mörder auf die Spur gekommen zu sein, hofft er tief in seinem Inneren, dass er sich diesmal vielleicht irrt ...

Himalaya - Heimat der Schneeleoparden 15:40

Himalaya - Heimat der Schneeleoparden

Tiere

Die untergehende Sonne färbt die schneebedeckten Gipfel des Himalaya leuchtend rot. Auf schmalen Gebirgspfaden ist ein Schneeleopard unterwegs und springt leichtfüßig von einem Felsvorsprung zum anderen, unter ihm der Abgrund. Seinen langen, dicken Schwanz setzt er dabei geschickt als Steuerruder ein. Er nimmt eine Herde Blauschafe ins Visier, die unruhig werden und aufschauen. Sie spüren die nahende Gefahr, können sie jedoch nicht ausmachen. In der Felsenlandschaft ist die Raubkatze mit ihrem cremeweißen, dunkel gefleckten Fell perfekt getarnt. Schneeleoparden sind selten und lassen sich nur schwer beobachten, geschweige denn filmen. Die renommierten indischen Filmemacher Naresh und Rajesh Bedi haben das Leopardenmännchen Karma - beziehungsweise nach dessen Tod seinen Nachfolger Namka - und seinen Harem aus einigen Weibchen fünf Jahre lang begleitet. Dabei konnten sie bisher kaum dokumentierte Verhaltensweisen beobachten: das Markieren des Reviers, das Werbe- und Paarungsverhalten, die Jagd sowie das Aufwachsen zweier Jungtiere in ihrer Höhle. Die Dokumentation gibt zudem Einblick in das Leben von weiteren Bewohnern des schroffen Gebirges, wie dem Sibirischen Steinbock, dem Blauschaf, dem Rotfuchs, dem Steinadler, dem Gänsegeier und dem Himalaya-Königshuhn. Nicht zuletzt wird deutlich, wie schwierig die Dreharbeiten in einem so lebensfeindlichen Umfeld sind. Enttäuschungen und Rückschläge der Filmemacher und ihres Teams aus einheimischen Fährtenlesern werden ebenso miterlebbar wie schließlich die Freude über den Erfolg.

Luchs 16:25

Luchs

Dokumentarfilm

In den Bergen des Schweizer Jura dringt ein schriller Schrei durch den winterlichen Nebel. Ein Eurasischer Luchs streift majestätisch zwischen Buchen und Tannen umher und ruft nach seinem Weibchen. Das Paar findet zusammen und gründet eine Familie. Das Leben der Luchse folgt dem Rhythmus der Jahreszeiten: Die Jungen kommen zur Welt und erlernen die Jagd; sie müssen sich ein eigenes Revier erobern und so manche Gefahr bestehen. Die größte Raubkatze Europas lebt in einer Welt, die der menschlichen Zivilisation nah ist und dennoch fremd erscheint. Ein natürliches Umfeld, das der Luchs mit Gämsen, Wanderfalken, Füchsen und Hermelinen teilt. Luchse sind für das Gleichgewicht des Ökosystems Wald unverzichtbar, doch durch das Eingreifen des Menschen in die Natur ist die Art nach wie vor stark bedroht. Der Fotograf und Filmemacher Laurent Geslin kennt Luchse im Schweizer Jura wie kein anderer. Neun Jahre lang hat er unzählige Tage und Nächte damit verbracht, den Spuren des scheuen Jägers zu folgen und ihn zu beobachten. Luchssichtungen in freier Wildbahn sind äußerst selten, was diese Dokumentation über das Leben der Raubkatze besonders wertvoll macht.

Night Trains 17:50

Night Trains: Von Villach nach Edirne

Natur und Umwelt

Von Österreich in die Türkei: Mitten im heißen Sommer trägt uns der Optima Express über den Balkan in eine andere Zeitrechnung. Die Reise dauert mehr als 38 Stunden und führt vorbei an Bärenwäldern und Dörfern, in denen Hunderte Störche brüten. Die Reisenden besteigen einen der letzten Gletscher Sloweniens, begegnen serbischen Fliegenfischern und einer Künstlerin, die mit dem Moor arbeitet und dessen fragile Schönheit festhält. Weiter südlich tauchen die Zugpassagiere im Strandscha-Nationalpark nahe dem Schwarzen Meer mit einer Höhlenforscherin in eine verborgene Welt ein. Sie zeigt einen der letzten Urwälder Europas. In den bulgarischen Bergwelten zeigen zwei Brüder, wie sie das Stadtleben hinter sich gelassen haben, um uralte Schaflinien neu zu züchten und ein fast vergessenes Erbe zu bewahren. Im Zug mischen sich Geschichten und Erinnerungen: Viele Reisende sind ehemalige Gastarbeiter und Stammgäste des Optima Express. Die Abteile werden zu fahrenden Wohnzimmern, in denen türkische Gesänge erklingen und sich über Generationen hinweg neue Freundschaften bilden. Schließlich rollt der Zug über die Grenze Bulgariens bis nach Edirne, kurz vor Istanbul - ans Ende einer Reise, die Landschaften, Menschen und Zeiten miteinander verbindet.

Night Trains 18:35

Night Trains: Von Oslo nach Trondheim

Natur und Umwelt

In acht Stunden geht die Reise durch die Nacht von Oslo nordwärts nach Trondheim. Der Nachtzug, der auch von Pendlern genutzt wird, trägt bei den Einheimischen den Namen Dovrefjell-Linie - benannt nach dem Gebirgspass, den er auf seinem Weg in den Norden durchquert. Im Dovrefjell leben alte Sagen von Trollen fort, und urzeitliche Tiere streifen durch die kargen Höhen. Die Strecke führt entlang eines der größten Seen Norwegens, dessen stille Wasser im Kontrast zu den reißenden Flüssen stehen, die immer wieder aus den Zugfenstern aufblitzen. In dieser wasserreichen, blau-grauen Welt begegnen wir einem Insektenliebhaber, der die verborgenen Körper und Gesichter kleinster Geschöpfe sichtbar macht und die Nacht mit unerwartetem Leben füllt. Mutige Kajakfahrer fordern im Dovrefjell-Hochgebirge die wilden Stromschnellen heraus, und traditionsreiche Pferdezüchter leben hier seit Generationen. An einem abgelegenen Bahnhof treffen die Zugreisenden einen Mann, der das gesamte norwegische Streckennetz zu Fuß erwandert hat und dessen Lebensgeschichte die landschaftliche Härte des Landes auf besondere Weise spiegelt. Junge Bauern zeigen ein autarkes Leben fern der Städte, halten Ziegen und stellen würzigen Käse in Handarbeit her. Ein Paar leidenschaftlicher Fliegenfischer wartet auf den ersten Biss des Wildlachses, während ihr Kind am Ufer schläft. Im sagenumwobenen Hessdalen berichten UFO-Enthusiasten von rätselhaften Lichterscheinungen, die der nächtlichen Landschaft eine besondere Mystik verleihen. Am Ende der Reise öffnet sich vor den Zugfenstern der Trondheimfjord - dessen Unterwasserwelt der Tiefsee ähnelt.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Charkiw - Ein Bruder im Krieg

Reportage

Michael verlässt Deutschland und schließt sich freiwillig den ukrainischen Streitkräften an. Zwei Jahre später ist er tot. Zunächst heißt es, er sei gefallen. Doch dann verdichten sich die Hinweise auf einen Selbstmord. Für seinen Bruder Kai bleiben Zweifel - und viele offene Fragen. Kai macht sich auf den Weg, die Umstände von Michaels Tod zu klären. Er kämpft sich von Deutschland bis nach Charkiw in der Ukraine durch bürokratische Hürden, widersprüchliche Aussagen und ein Land im Krieg. Er trifft Menschen, die Michael kannten: Kameraden, Freunde, Helfer. Er beginnt zu verstehen, warum sein Bruder verzweifelte - doch die Entscheidung für die Front bleibt rätselhaft. Die Reportage zeigt, wie der Krieg auch jene betrifft, die weit entfernt von der Front leben. Die Familien, die zurückbleiben. Die Freunde, die mit Schuldgefühlen leben. Den Bruder, der jetzt über die letzten Gespräche grübelt. Der Beitrag ist auch eine Parabel auf die Fragen, die sich viele junge Menschen in Europa angesichts des Krieges in der Ukraine und der Bedrohung durch Russland stellen: Würde ich bereit sein, mein Land zu verteidigen? Was bedeutet es wirklich, in den Krieg zu ziehen? Wie verändert ein Einsatz an der Front den eigenen Blick auf das Leben - und auf den Tod? Was ist mein Leben wert - und was geschieht mit denen, die ich zurücklasse?

Giorgia Meloni: Die Macht des Clans 20:15

Giorgia Meloni: Die Macht des Clans: Die Ursprünge

Politik

In einer antiken Grotte am Colle Oppio, einem der sieben Hügel Roms, bildete sich in den Neunzigerjahren der Clan der "Möwen" ("Gabbiani" auf Italienisch). Die Gruppe der um die Zwanzigjährigen, der auch Giorgia Meloni angehörte, stand der neofaschistischen Nachfolgepartei von Mussolinis "Movimento Sociale Italiano" (MSI) nahe und sprach dort über Politik, Gott und die Welt. Ihr Narrativ nährte sich aus der Welt J.R.R. Tolkiens, aus Filmen wie "Der Club der toten Dichter" oder "Die unendliche Geschichte". Der Fall der Berliner Mauer 1989 und die Korruptionsermittlungen "Mani pulite" in Italien 1992 markierten einen politischen Wendepunkt. "Die Möwen" trauten sich an die Öffentlichkeit - mit Erfolg. 1992 trat Giorgia Meloni in die Jugendorganisation der neofaschistischen MSI ein, 30 Jahre später wurde ihre Partei "Fratelli d'Italia" zur stärksten Fraktion des Landes. Meloni ist die erste Ministerpräsidentin Italiens und die erste rechtsextreme Regierungschefin seit Benito Mussolini. Die Regeln der Demokratie haben es den Postfaschisten ermöglicht, an die Macht zurückzukehren, aktiv Geschichte zu schreiben und ihren Diskurs neu auszurichten. Die Dokumentation beleuchtet den Aufstieg von Giorgia Meloni und ihrem Clan. Aus den Reihen der italienischen Regierung geben die ehemaligen "Möwen" einen präzisen Einblick in ihre Version der Geschichte - nun mit weltweiter Resonanz.

Giorgia Meloni: Die Macht des Clans 21:00

Giorgia Meloni: Die Macht des Clans: An der Spitze Italiens

Politik

Die im September 2022 mit etwa 26 Prozent Stimmenanteil bei den Parlamentswahlen zur Regierungschefin gewählte Giorgia Meloni lehnt die Bezeichnung "antifaschistisch" für sich ab. Innenpolitisch strebt die Ministerpräsidentin die konservative Gesellschaft an, die sie den Italienern im Wahlkampf versprochen hat. So geht sie zunehmend gegen NGOs, Asylbewerber und queere Paare vor und schickt sich an, die italienischen Institutionen von Grund auf zu reformieren. Meloni ist fest entschlossen, die Macht der Exekutive und des Ministerpräsidenten zu stärken. In der Außenpolitik gibt sich "die Meloni" trotz anders lautender Wahlversprechen beruhigend. Sie demonstriert Normalisierung innerhalb der Europäischen Union, stellt niemals die Zughörigkeit Italiens zur Nato infrage und signalisiert unverbrüchliche Unterstützung für die Ukraine. Mit US-Präsident Donald Trump verbindet sie eine langjährige Freundschaft, und mit seiner Wiederwahl bekam auch Giorgia Meloni Aufwind: Trump erklärte sie unmissverständlich zu seiner Lieblingsansprechpartnerin in Europa. Zu Trumps zweitem feierlichen Amtsantritt im Weißen Haus wurde Meloni als einziges europäisches Staatsoberhaupt nach Washington eingeladen. Fast drei Jahre nach ihrem Einzug in den Palazzo Chigi wirft die Chefin der italienischen Postfaschisten weiterhin Rätsel auf: Geht es ihr um die Banalisierung und Institutionalisierung eines Rechtspopulismus, der anderen europäischen Ländern als Blaupause dienen könnte, oder initiiert sie - nach dem Vorbild ihres ungarischen Amtskollegen Viktor Orbán - ein Abgleiten Italiens in ein illiberales Regime?

Schattenwirtschaft - Das Ende der sozialen Sicherheit? 21:50

Schattenwirtschaft - Das Ende der sozialen Sicherheit?

Dokumentarfilm

Mitten in einem der reichsten Länder der Welt, in Großbritannien arbeiten Menschen in sogenannten Zero-Hour-Contracts, "Nullstunden-Verträgen", der letzten Stufe formeller Arbeit: Sie müssen für den Arbeitgeber auf Abruf bereitstehen, ohne zu wissen, wie viel sie arbeiten können. Auf den Philippinen finden sich die digitalen "Sweatshops" der milliardenschweren Tech- und KI-Unternehmen aus den USA: Klick für Klick verwandelt eine anonyme Armee informeller Online-Arbeiter riesige Rohdaten in KI-Material. Ohne Arbeitsvertrag, ohne Mindestlohn und ohne jegliche Form der Absicherung. In Europa befördern zunehmend LKW-Fahrer aus dem außereuropäischen Ausland Waren quer durch den Kontinent. Sie sind nicht abgesichert und müssen bisweilen sogar noch um den kargen Lohn kämpfen. Einen Ausweg aus solch ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und gleichzeitig Sinn gefunden hat eine Gruppe Menschen in Marseille - sie haben eine geschlossene McDonald's-Filiale besetzt und selbst ein Fast-Food-Restaurant gegründet. Nun träumen sie von einem "sozialen" Franchise, das faire Arbeit für die Menschen aus ihrem Viertel schafft.

Arbeit ohne Sinn 23:20

Arbeit ohne Sinn

Dokumentarfilm

Arbeit kann erfüllend sein - im Idealfall. Doch ziemlich viele Menschen mit Bürojobs sind in ihrer täglichen Arbeit todunglücklich. Klar, man könnte einwenden, die Unzufriedenheit dieser Angestellten sei hauptsächlich ein Problem der Ersten Welt. Sie haben einen sicheren, körperlich nicht anstrengenden Beruf, der oft auch noch relativ gut bezahlt wird - und auf der Welt gibt es viele Menschen, die in weit größerem Elend leben. Aber gehört die beispiellose Verschwendung menschlicher Ressourcen nicht trotzdem zu den großen Dramen unserer Zeit? "Arbeit ohne Sinn" erforscht die Gründe dafür, warum hochbezahlte Managerinnen und Manager so gerne Phrasen dreschen, abstrusen Managementmethoden folgen und zum Wohl der Aktionärinnen und Aktionäre das Betriebsklima vergiften. Laut einer Untersuchung von Gallup bemühen sich nur 13 Prozent der arbeitenden Bevölkerung, ihren Job gut zu machen. 64 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dagegen ist ihr Job gleichgültig, sie wollen nur mit einem Minimum an Aufwand einigermaßen gut durch den Tag kommen. Ganze 25 Prozent der Angestellten arbeiten gegen die Firma, bei der sie angestellt sind, weil sie ihre Tätigkeit hassen. Die Zahlen variieren von Land zu Land, aber der Trend lässt sich überall auf der Welt beobachten. Dass sie in ihrer Arbeit keinen Sinn finden können, macht viele Menschen sogar krank. In der Dokumentation berichten Patientinnen und Patienten mit Burnout von ihren Erfahrungen. Eingeordnet und kommentiert werden deren Aussagen vom verstorbenen Anthropologen und Aktivisten David Graeber und der in Berkeley ansässigen Pionierin der Burnout-Forschung, der Psychologin Christina Maslach.

Tracks East 00:40

Tracks East: Generation Aufbruch? Die Gen Z in Osteuropa

Reportagereihe

Studien zeigen: Junge Menschen leiden häufiger unter Angst, Einsamkeit und Perspektivlosigkeit als frühere Jahrgänge. Gleichzeitig wächst eine Generation heran, die sich nicht länger mit geerbten Krisen und politischen Stillständen abfinden will. "Tracks East" blickt auf die Gen Z in Osteuropa, dem Baltikum und Zentralasien. In Bulgarien war es vor allem die junge Generation, die im Dezember 2025 die Regierung zu Fall brachte. Über Social Media mobilisierten Aktivistinnen und Aktivisten zehntausende Menschen gegen Korruption und Intransparenz. Mitten drin: digitale Strategen, Musikerinnen, Musiker und Kulturschaffende, die Protest in Pop übersetzen. Litauen wiederum überrascht: Trotz geopolitischer Bedrohung und wachsender Militarisierung gilt die Jugend hier als eine der glücklichsten weltweit. Wie passt das zusammen? In Usbekistan richtet sich der Widerstand gegen Smog und Umweltpolitik. Die junge Musikerin Laylo prangert in ihren Songs Luftverschmutzung und staatliche Ignoranz an und beweist Mut in einem autoritär regierten Land.

Im Herzen jung 01:15

Im Herzen jung

Drama

Auf Dienstreise in Dublin übernachtet der Arzt Pierre Escande bei einer älteren Freundin seines Kollegen und engen Freundes Georges. Auf den ersten Blick erkennt Pierre in der 70-jährigen Shauna die rätselhafte Frau wieder, die er vor Jahren nach dem Tod von Georges' Mutter im Krankenhaus getröstet hatte und die danach spurlos verschwand. Die freiheitsliebende Seniorin führt ein aktives Leben, pendelt zwischen ihrem irischen Ferienhaus und ihrer Wohnung in Paris. Für den 45-jährigen Pierre ist die Begegnung wie ein Hauch frische Luft, und bei nächster Gelegenheit, ein medizinisches Kolloquium in der französischen Hauptstadt, treffen sich die beiden erneut. Trotz der 25 Jahre Altersunterschied funkt es zwischen Pierre und Shauna - Gemeinsamkeiten gibt es im Überfluss und die junge Liebe verfestigt sich schnell. Das Familienleben steht ihnen jedoch im Weg. Shaunas Tochter ist längst aus dem Haus, aber Pierre hat Frau und Kinder in Lyon. Der geistigen, ideellen Nähe steht überdies der biologische Altersunterschied entgegen; Shaunas Alter macht sich durch aufkommende Krankheiten bemerkbar. Die geheime Affäre zeigt ihre Achillesferse: Besteht wirklich eine reelle Chance, auf zwei asynchronen Leben eine Liebe aufzubauen?

Twist 03:00

Twist: Hin und weg, die Schönheit vergänglicher Kunst

Magazin

In den französischen Alpen sieht man aus dem Skilift geometrische Strukturen. Früh am Morgen ist Simon Beck im Skigebiet Les Arcs aufgebrochen, um ein neues Kunstwerk in den Schnee zu treten - mit Schneeschuhen. Stundenlang macht er tausende Schritte mit Kompass und Maßband, um Mandalas zu hinterlassen, die man nur von oben sieht. Seine größte Sorge ist, dass Pistenraupen oder unachtsame Skifahrer sein Werk kaputtfahren. Kann man eine Wolke ausstellen? Der niederländische Künstler Berndnaut Smilde kreiert künstliche Wolken in Räumen und hält diese magischen Momente in Fotos fest. "Twist" begleitet den Wolkenmacher nach Portugal, wo er im prächtigen Palacio De Estói ein ephemeres Kunstwerk erschafft. Seine Werke feiern die Schönheit der Natur: Der britische Landartist Jon Foreman legt Steine, Muscheln oder Blätter zu kunstvollen Mustern. "Sculpt the world" heißt sein erfolgreicher Insta-Account, dem Hunderttausende folgen. Jedes Jahr findet im niederländischen Biddinghuizen ein Eisfestival statt. 45 internationale Künstler arbeiten wochenlang an Skulpturen. Anique Kuizenga ist Eisarchitektin und kümmert sich um das Gesamtkonzept. In diesem Jahr heißt es "Let´s go to the movies". Mit Kettensägen, Meißeln und Feilen sind die Eis-Schnitzer bei der Arbeit. Die Schweriner Künstlerin Stephanie Lüning bereitet im österreichischen Flachau eine besondere Aktion vor: Sie lässt farbigen Schnee auf die Pisten regnen und bestückt dafür Schneekanonen mit gefärbtem Wasser.

Mit offenen Karten - Im Fokus 03:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Mit offenen Augen 03:40

Mit offenen Augen

Infomagazin

Fotos können unser Weltbild beeinflussen. Und jedes Foto hat eine Entstehungsgeschichte. Das Magazin "Mit offenen Augen" ordnet Bilder ein und erklärt Hintergründe. Moderatorin Sonia Devillers liefert faszinierende Aufschlüsse, die über den ersten Blick hinausgehen.

28 Minuten 03:50

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.

(Fast) die ganze Wahrheit 04:35

(Fast) die ganze Wahrheit: Tony Parker

Infotainment

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Tony Parker.