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TV Programm für ARTE am 09.09.2026

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Alles ist gutgegangen 20:15

Alles ist gutgegangen

Drama

Die Pariser Schriftstellerin Emmanuèle und ihre Schwester Pascale werden ins Krankenhaus gerufen: Ihr Vater André hatte einen schweren Schlaganfall. Mit Lähmungserscheinungen und lebensmüde bittet er Emmanuèle, für ihn Sterbehilfe zu organisieren. Die Schwestern hoffen zunächst auf einen Sinneswandel und verlegen den Lebemann und Kunstliebhaber in eine bessere Klinik, doch André bleibt entschlossen. Zum Ärger seiner beiden Töchter taucht auch Andrés Ex-Liebhaber Gérard unangekündigt am Krankenbett auf. In Rücksprache mit Andrés Anwalt beginnen Emmanuèle und Pascale widerwillig, Möglichkeiten eines assistierten Suizids zu prüfen. Da Sterbehilfe in Frankreich verboten ist, wenden sie sich an eine Schweizer Organisation. André ist begeistert, dass sein letzter Wunsch Form annimmt. Dann wiederum irritiert er - trotz festen Sterbewillens - Emmanuèle, Pascale und seine depressive, an Parkinson erkrankte Ex-Frau Claude mit plötzlicher Lebenslust. Am Tag des Abschieds schmuggeln die Schwestern ihn aus dem Krankenzimmer, müssen aber umdisponieren, als die Polizei auf einen anonymen Tipp hin einschreitet. Die Schwestern vermuten Gérard dahinter ...

Danach

Sophie Marceau 22:05

Sophie Marceau: Der bezaubernd authentische Filmstar

Künstlerinnenporträt

Ob in Frankreich oder weit darüber hinaus: Sophie Marceau ist bekannt und beliebt. Mehrfach wurde sie gar zur beliebtesten Persönlichkeit Frankreichs gewählt. Ihre Nähe zum Publikum ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Viele haben verfolgt, wie aus der Schülerin Vic aus "La Boum - Die Fete" eine Studentin in "Die Studentin" und später eine Mutter in "LOL" wurde. Ihre Rollen in unterschiedlichen Filmgenres machten sie zur Identifikationsfigur. Selbstbestimmung, Freiheitsdrang und Spontaneität prägen Marceaus Arbeit. Sie spielte und spielt in Autorenfilmen ebenso wie in Blockbustern und schaffte es als Bond-Gegenspielerin bis nach Hollywood. In gut 45 Jahren Karriere entzog sie sich allen Zuschreibungen - und blieb stets sie selbst. Schon Mitte der 1980er Jahre sprach sie öffentlich über das Verhalten von Kollegen und über sexuelle Übergriffe am Set. Marceau, die sich bereits mit 16 Jahren aus einem Exklusivvertrag freikaufte, ließ sich weder von Regisseuren noch von Produzenten bevormunden. Sie widerstand dem Druck, dem Schauspielerinnen im Filmgeschäft ausgesetzt sind, ohne dass dies ihrer Karriere schadete. Im Gegenteil: Gerade ihre Unabhängigkeit, ihre Risikobereitschaft und ihre Weigerung, den einfachen Weg zu gehen, prägten ihren Werdegang - als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin.

Der Fall Nevenka 22:55

Der Fall Nevenka

Drama

Spanien, Ende der 1990er Jahre: Erst 24-jährig wird Nevenka Fernández Finanzstadträtin im Rathaus von Ponferrada. Jung, ehrgeizig und neu in der Politik, findet sie bei ihrem Chef, dem einflussreichen Bürgermeister Ismael Álvarez, zunächst Unterstützung. Doch seine Aufmerksamkeit nimmt zunehmend übergriffige Züge an. Aus Nähe wird Kontrolle, aus beruflichem Druck eine Situation, der Nevenka kaum noch entkommen kann. Als sie sich schließlich gegen Ismael stellt und ihn wegen sexueller Belästigung anzeigt, beginnt ein Kampf, der weit über den Gerichtssaal hinausgeht. In einer Zeit lange vor #MeToo wird nicht nur das Verhalten des Bürgermeisters öffentlich diskutiert - vor allem Nevenka selbst gerät ins Visier. Ihr Umfeld wendet sich von ihr ab, die Medien urteilen und eine ganze Stadt ergreift Partei. Regisseurin Icíar Bollaín erzählt nach wahren Ereignissen von einer jungen Frau, die gegen einen mächtigen Politiker und die gesellschaftlichen Mechanismen, die er verkörpert, aufbegehrt. Ein eindringliches Drama über Machtmissbrauch, öffentliche Vorverurteilung und den hohen Preis, den es kosten kann, die eigene Stimme zu erheben.