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TV Programm für ARTE am 01.11.2026

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Mr. und Mrs. Hitchcock 22:20

Mr. und Mrs. Hitchcock

Film/Kino/TV

Spannung, Nervenkitzel, Serienmörder, Psychopathen aller Art und eine Vorliebe für kühle Blondinen - das ist es, was viele mit Alfred Hitchcock verbinden. Als "Master of Suspense" hat er die Lust an der Angst zu seinem Markenzeichen gemacht. Hitchcock war ein faszinierender Leinwandmagier und auch ein Fernsehstar, der komische wie furchteinflößende Effekte gleichermaßen beherrschte. Doch was weiß man über den Menschen hinter der berühmten Silhouette? Bei seinem letzten öffentlichen Auftritt dankte Hitchcock der Frau, die für ihn alles war: Ehefrau, Mutter der gemeinsamen Tochter, Ko-Drehbuchautorin, Cutterin und lebenslange Partnerin - Alma Reville. Hinter dem Namen Hitchcock verbargen sich in Wahrheit zwei Persönlichkeiten: Hitch und Alma. Von ihrer ersten Begegnung an bis zum Ende ihres Lebens arbeiteten sie eng zusammen und schufen in echter Gemeinschaftsarbeit Meisterwerke, die Filmgeschichte schrieben. Zwischen den beiden herrschte von Anfang an großes Vertrauen: Er begann einen Satz, sie vollendete ihn; er hatte eine Idee für einen Plot, sie entwickelte sie weiter. Auch bei der berühmten Duschszene in "Psycho" war Alma maßgeblich am Schnitt beteiligt. Neben Alma war Hitchcock als Regisseur vor allem von einer weiteren Frauenfigur fasziniert: der jungen, schönen und oft undurchsichtigen Blondine, beispielhaft verkörpert von Grace Kelly in "Bei Anruf Mord", "Das Fenster zum Hof" oder "Über den Dächern von Nizza". In vielen Filmen scheint Hitchcock auf den ersten Blick das klassische Motiv der schutzbedürftigen Frau zu bedienen. Doch häufig sind seine weiblichen Figuren den Männern überlegen und wenden das Geschehen am Ende zu ihren Gunsten. "Mr. und Mrs. Hitchcock" rückt den legendären Regisseur durch diesen besonderen Blickwinkel in ein neues Licht.

Danach

Schostakowitsch, Symphonie in Rot 23:15

Schostakowitsch, Symphonie in Rot

Musikerporträt

Dmitri Schostakowitsch war im besten Sinne des Wortes populär - sein "Walzer Nr. 2" zählt beispielsweise bis heute zu den meistgespielten klassischen Stücken. Zugleich steht er für eine völlig neue musikalische Sprache. Seine im Alter von 19 Jahren komponierte erste Symphonie verschaffte ihm sofort internationale Anerkennung. In seiner rund 50-jährigen Laufbahn komponierte er drei Opern und 15 Symphonien, erneuerte die Kunst des Quartetts und schuf Filmmusiken von einzigartiger Kraft. Doch um im totalitären Sowjetstaat überleben zu können, musste sich der Ausnahmemusiker mit dem Regime arrangieren. 1936 erregte seine Oper "Lady Macbeth von Mzensk" das Missfallen Josef Stalins, woraufhin er in Ungnade fiel. Aus Angst, verhaftet zu werden, führte Schostakowitsch fortan ein musikalisches Doppelleben: Neben offiziellen, den Machthabern genehmen Kompositionen setzte er sein innovatives Werk im Verborgenen fort. Dmitri Schostakowitsch erlebte Triumphe und Niederlagen, Ruhm und Schmach. Wegbegleiter wie der Dirigent Thomas Sanderling, die Pianistin Ludmila Berlinskaya und die Cellistin, Musikwissenschaftlerin und Schostakowitsch-Biografin Elizabeth Wilson erzählen aus dem Leben des Komponisten, das im zaristischen Russland begann und 1975 unter Leonid Breschnew endete. Sie schildern die Bedrängnis eines Mannes, der allein seiner Kunst verpflichtet war und dafür einen hohen Preis zahlte. Archivmaterial, historische Aufzeichnungen und zeitgenössische Aufnahmen bieten Zugang zu seiner Musik, die von innerer Freiheit beseelt ist - allen Widrigkeiten zum Trotz.