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TV Programm für ARTE am 29.03.2026

Geschichte schreiben 05:20

Geschichte schreiben: Die Treibhäuser des Kolonialismus

Geschichte

Was hat uns Geschichte heute zu sagen? Geschichtsmagazin. In dieser Folge: Bei der Kolonialisierung der Welt machten die Europäer auch vor Pflanzen nicht Halt: Sie wurden gesammelt, verschifft, gekreuzt, akklimatisiert und im Dienste von Wirtschaft, Wissenschaft und Prestige ausgebeutet. Eine zentrale Rolle in diesem System spielten botanische Gärten, zum Beispiel der von Kalkutta

Die Rückkehr der Inflation 05:35

Die Rückkehr der Inflation: Die fetten Jahre sind vorbei

Wirtschaft und Konsum

Hohe Inflationsraten waren ab 2022 plötzlich wieder Alltag in Europa und den USA. Wie und wann ist die Inflation entstanden, die fast alle Dinge des Alltags der Menschen so verteuert hat? Und wann wird eine Inflation systembedrohend? Experten wie Adam Tooze von der Columbia University in New York, Katrin Assenmacher von der Europäischen Zentralbank und Eric Monnet von der Paris School of Economics führen uns in die vielschichtigen Zusammenhänge des Themas Inflation ein. Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Milieus in Deutschland, Frankreich, den USA und dem Hochinflationsland Türkei. Wie trifft sie die Inflation und wie gehen sie damit um? Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben unter anderem Industriearbeiter in der Automobilindustrie bei der Vorbereitung ihrer Lohnverhandlungen und begleiten Müllsammler in den Straßen von Izmir, die sich von ihren Erlösen immer weniger Lebensmittel kaufen können. Außerdem erzählen Rinderzüchter in Kansas von ihren durch die Inflation ausgelösten Finanzierungsnöten. In Paris warnte Priscillia Ludosky, eine Mitgründerin der Gelbwesten, warnte bereits Jahre zuvor vor den Auswirkungen steigender Preise auf sozial Schwache. Und die ehemalige Leiterin der UN-Welternährungsprogramms Ertharin Cousin erwartet angesichts der Inflation mehr Hungernde. Doch neben vielen Verlierern gibt es auch Gewinner der Inflation. Wer sind sie? Wie profitieren sie von der Situation? Die Dokumentation beschäftigt sich auch mit der unterschiedlichen Erinnerung an frühere Zeiten von Inflation in Frankreich, Deutschland und den USA, blickt in die Zukunft und fragt: Wird Inflation in den kommenden Jahren zum Dauerzustand? Welche Folgen hätte das?

Aal und Co - Süßwasserwelten der Niederlande 07:10

Aal und Co - Süßwasserwelten der Niederlande

Dokumentation

Die Niederlande und das Wasser - ein Land und eine Naturgewalt, die untrennbar miteinander verwoben sind. In ihrer faszinierenden Landschaft sind Deiche, Kanäle, Teiche, Becken, Seen und Flüsse allgegenwärtig. Ganze 16 Prozent ihrer Oberfläche bestehen aus Süßwasser, ein Drittel des Landes liegt unter dem Meeresspiegel. Wasser und Wolkenlandschaften sind Teil der niederländischen Identität. Tatsächlich fühlen sich die Menschen seit Urzeiten zum Wasser hingezogen. Aber die ursprünglichen Systeme mit ihren breiten Flussdeltas wurden begradigt, kontrolliert und wirtschaftlichen Interessen untergeordnet. Die Süßwasserbiotope interessierten dabei kaum jemanden. Noch vor 30 Jahren hätte niemand dort drehen können, denn in den verschmutzten Gewässern gab es kein Leben mehr. Aber die Zeiten dieser umfangreichen Umweltverschmutzung sind vorbei und die Nachhaltigkeitspolitik macht sich bezahlt: Zahlreiche Lebewesen haben sich ihren einstigen Lebensraum zurückerobert und tummeln sich im frischen, sauberen Nass. Wie das Wasser selbst ist auch sein Ökosystem in ständiger Bewegung. In dem von Wetter und Wolken begünstigten Kreislauf spielt das Quellwasser, das sich in Ströme und Flüsse ergießt, eine ebenso wichtige Rolle wie das scheinbar stagnierende Becken. Jedes Gewässer hat seine Geschichte und seine Protagonisten - nur der Aal ist überall zu Hause. Die Dokumentation entführt in die verborgene, faszinierende und atemberaubend schöne Welt unter der Wasseroberfläche.

Naturkatastrophen: Wie Tiere und Pflanzen überleben 08:00

Naturkatastrophen: Wie Tiere und Pflanzen überleben

Natur und Umwelt

Wirbelstürme, Erdbeben, Vulkanausbrüche: Wie reagieren eigentlich Tiere und Pflanzen auf solche Naturkatastrophen? Einige Tiere können kurz bevorstehende Naturkatastrophen erahnen und sich davor schützen. Andere sind gezwungen zu bleiben und müssen gegen die Unberechenbarkeit der Natur um ihr Überleben kämpfen. Seit einiger Zeit wird im Rahmen der Wissenschaft untersucht, wie Flora und Fauna auf die Launen des Planeten Erde reagieren. Die Ergebnisse deuten auf bemerkenswerte Überlebensstrategien hin. Dennoch bleibt ungewiss, ob Tiere und Pflanzen auch in der Lage sein werden, sich den neuen, menschengemachten Herausforderungen zu stellen. Der Zug der Vögel von Kanada nach Brasilien ist von starken Wetterereignissen beeinflusst. Während der Sturmsaison wird die Reise durch kräftige Winde und atmosphärische Niederschläge gestört. Die Insel Puerto Rico beheimatet Ameisen, die Überschwemmungen überstehen, indem sie kompakte Flöße bilden und sich mit der Strömung davontreiben lassen. Die australische Flora und Fauna hat sich an die alljährlichen Buschfeuer angepasst: Gewisse Vögel profitieren von den Bränden, da sie dank ihnen Beute einfacher aufstöbern. Nichtsdestotrotz haben die Tierarten angesichts des gegenwärtigen Klimawandels, der seit der Industrialisierung vorangetrieben wird, nur wenig Zeit zur Anpassung. Der Anstieg des mittleren Meeresspiegels, die Häufung zerstörerischer Wirbelstürme und gigantische Waldbrände übersteigen alles, was bisher beobachtet wurde und beunruhigen Forschende verschiedenster Disziplinen.

42 - Die Antwort auf fast alles 08:55

42 - Die Antwort auf fast alles: Verschwinden die Haie aus den Meeren?

Infomagazin

Seit mehr als 400 Millionen Jahren schwimmen Haie schon durch unsere Ozeane. Ihr Körper ist perfekt stromlinienförmig, ihre Zähne wachsen nach, sie sind eine Erfolgsgeschichte der Evolution. Aber in den letzten 50 Jahren hat sich die Population der Haie dramatisch verkleinert. Studien gehen davon aus, dass die Zahl aller Hochseehaie und Rochen seitdem um gut 70 Prozent gesunken ist. Twan Stoffers, Fischökologe von der Uni Wageningen, hat an einer globalen Zählung von Riffhaien in der Karibik mitgewirkt und sagt: "An 20 Prozent der Riffe haben wir gar keine Haie mehr gesehen." Der Hauptgrund dafür: der Fischfang. In den letzten 70 Jahren hat sich die Menge weltweit gefangener Fische mehr als vervierfacht - von 20 auf über 90 Millionen Tonnen pro Jahr. Haie werden einerseits gezielt gefangen, andererseits werden sie gerade in der Langleinenfischerei als Beifang aus dem Wasser geholt. Allein Spanien fängt jedes Jahr 78.000 Tonnen Hai. Haifleisch wird auf der ganzen Welt gegessen. Dazu kommen die Auswirkungen der globalen Klimakrise und Umweltzerstörung. Matthias Glaubrecht, Evolutionsbiologe von der Uni Hamburg, meint, was den Haien zustößt, ist ein sichtbares Zeichen für eine weltweite Katastrophe: Wir stehen am Beginn des sechsten großen Massenaussterbens der Arten. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) geht davon aus, dass während so eines Ereignisses die Tierarten hundert- bis tausendfach schneller aussterben, als sie es durch natürliche Prozesse tun würden. Ist der Hai dem Untergang geweiht oder können wir ihn noch retten?

Kunstzerstörer - Auf den Spuren der Täter 09:30

Kunstzerstörer - Auf den Spuren der Täter

Dokumentation

Die zweiteilige Dokumentation widmet sich einem kaum erforschten Phänomen: der Zerstörung von Kunstwerken. Doch was treibt die Kunstzerstörer an? Für die Ermittler bis heute rätselhaft ist eine Attacke auf der Berliner Museumsinsel im Oktober 2020, bei der die Täter rund 70 Objekte beschädigten. Wie konnte das an einem der renommiertesten Museumsstandorte Europas gelingen, ohne aufzufallen? Welche Botschaft wollten die Täter senden? Für Restauratoren stellen vor allem Säureanschläge eine große Herausforderung dar - wie im Fall des Serientäters Hans-Joachim Bohlmann. Ein anderer spektakulärer Fall ereignete sich 1982 in der Berliner Nationalgalerie, als ein Student ein Bild von Barnett Newman angriff, weil es ihm Angst einjagte. Welche Kraft kann Kunst entwickeln? Und wie soll sie in Zukunft in den Museen präsentiert werden? Auch diese Fragen stellt die Dokumentation - dabei kommen unter anderem Ermittlungsbehörden, Restauratoren, Psychiater und auch Täter zu Wort und versuchen das Phänomen Kunstzerstörung zu erklären.

Twist 09:55

Twist

Magazin

Leben mit Vulkanen 10:30

Leben mit Vulkanen: Guatemala: Der drohende Feuervulkan

Natur und Umwelt

Für Zehntausende Menschen ist der Volcán de Fuego in Guatemala eine ständige Bedrohung: Seit knapp 500 Jahren ist der über 3.700 Meter hohe Gigant ununterbrochen aktiv. Jeden Monat kommt es zu heftigen Eruptionen mit Kilometer hohen Aschewolken und schlimmen Folgen für die lokale Bevölkerung. So kamen bei dem Ausbruch im Juni 2018 113 Menschen ums Leben, 329 wurden als vermisst gemeldet. Insgesamt waren 1,7 Millionen Einwohner von der herniedergehenden Aschewolke betroffen. Von dem bedrohlichen Felsriesen gehen noch weitere Gefahren aus: Die Eruptionen hinterlassen vulkanische Ablagerungen an den Flanken des Fuego, die die tropischen Regengüsse wegspülen. Dabei können sich mächtige Schlamm- und Schuttströme bilden, die ganze Siedlungen mitreißen. Mit dem Vulkanologen Gustavo Chigna wagt sich Arnaud in die Gefahrenzone, um das Volumen des Materials zu messen und die Bedrohung einschätzen zu können. Wenn der Fuego sich meldet, sind einige sehr abgeschiedene Gemeinden allerdings ganz auf sich allein gestellt, wie etwa La Trinidad - nur fünf Kilometer vom Krater entfernt. Das Dorf muss selbst in der Lage sein, die Risiken abzuschätzen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten, da die Rettungskräfte zu spät eintreffen würden. Deswegen finden regelmäßig Evakuierungsübungen statt. Aschewolken, Schlammströme, Erdbeben - der Fuego ist unberechenbar und deshalb umso gefährlicher. Die unermüdliche Aktivität des Feuervulkans stellt die Menschen vor harte Bewährungsproben, die bereits viele das Leben gekostet haben. Deshalb sind die Übungen der Bevölkerung so wichtig, damit sie in einem von Vulkanen dominierten Land bestehen können.

Die Hüter des Waldes 10:55

Die Hüter des Waldes: Gabun: Heilkraft des Waldes

Dokumentation

Als Teil des riesigen tropischen Regenwaldes im Kongobecken zählen die noch weitgehend intakten Wälder Gabuns zu den schönsten und artenreichsten tropischen Regenwäldern der Welt. Mambongo, anerkannter Stammeshäuptling und traditioneller Heiler, pflegt eine besonders enge Verbindung zu den Bäumen, Pflanzen und Tieren des Waldes. Er führt in eine faszinierende Welt mit einzigartiger Biodiversität, deren Gleichgewicht bereits aus den Fugen geraten ist. Es fällt Mambongo zunehmend schwer, die natürlichen Zutaten für den Trank der heiligen Bwiti-Zeremonie zu finden, mit der er die spirituelle Verbindung zwischen Mensch und Wald stärken will. Der Schamane sieht sich zusehends in der Rolle eines Hüters des Waldes. Fest entschlossen, sich für den Erhalt der Artenvielfalt einzusetzen, will er seine Gemeinschaft dazu bringen, den Wald verantwortungsvoller zu bewirtschaften. Auf einer Reise durch Gabun verschafft er sich einen Überblick über die Tragweite der Bedrohung und trifft sich mit lokalen Akteuren. So erweitert er sein Wissen und schlägt - wie stets in seiner Rolle als Schamane - die Brücke zwischen Mensch und Natur.

Die Hüter des Waldes 11:50

Die Hüter des Waldes: Kanada: Zurück zu den Wurzeln

Dokumentation

Mit einer Fläche von 270 Millionen Hektar ist der boreale Wald Kanadas einer der wichtigsten globalen Klimaregulatoren. Eine Umweltschützerin, die diese wichtige Funktion bewahren möchte, ist die AktivistinTwyla Edgi-Masuzumi. Ihr ganzes Engagement gilt dem borealen Wald. Gemeinsam mit den Ältesten ihrer Gemeinschaft kämpft die Mutter von vier Kindern im Rahmen des nationalen Guardians-Netzwerks Tag für Tag gegen die Bedrohungen, denen ihr Wald zunehmend ausgesetzt ist. In langen Wanderungen durch den Wald sammeln Twyla und die anderen Guardians wissenschaftliche Beweise für die katastrophalen Umweltauswirkungen von Ressourcenabbau und Klimawandel. Twyla stemmt sich gegen eine gesellschaftliche und ökologische Tragödie, unter der ihr Volk und ihre Heimat zu leiden haben. Sie weiß, dass in der Verbindung zwischen Mensch und Natur ein Schlüssel zum Überleben der gesamten Menschheit liegt. Nachdem die indigenen Gemeinschaften mehr als einhundert Jahre darum gerungen haben, die Kontrolle über dieses riesige Gebiet wiederzuerlangen, werden sie von der kanadischen Regierung nun endlich als wichtige Hilfe für die Erhaltung dieser Naturräume gesehen. In der festen Überzeugung, dass echter Naturschutz nur dann möglich ist, wenn er mit einer tiefen Kenntnis des Waldes und der darin lebenden Wesen einhergeht, eignen sich junge Vorreiter dieses elementare Wissen selbst an.

Die Farben der Antike 12:45

Die Farben der Antike

Dokumentation

Noch immer faszinieren uns die strahlend weißen Marmorskulpturen des antiken Griechenlands. Doch was, wenn dieses Bild trügt? Die Wissenschaft enthüllt: Die Zeit und Menschen haben die prächtigen Farbpigmente ausgelöscht, die Tempel und Statuen einst schmückten. War das "weiße Griechenland" nur eine Illusion? Dank moderner Archäologie, innovativer Technologien und experimenteller Rekonstruktionen machen Forschende und Kunstschaffende eine andere Geschichte sichtbar: die der Farben, der Polychromie. Feinste Analysen auf Ausgrabungsstätten und in Laboren bringen verborgene Pigmente ans Licht. So rekonstruieren sie die ursprüngliche Farbigkeit antiker Kunstwerke - von den Tempeln der Akropolis bis zu den Palästen von Knossos. Der Filmemacher Olivier Lemaître begibt sich auf eine europäische Spurensuche: Welche Pigmente wurden verwendet? Welche Techniken beherrschten die Menschen damals? Wie wirkten die farbenfrohen Monumente auf die Bevölkerung der Antike? Mit atemberaubenden Rekonstruktionen und digitalen Visualisierungen erweckt der Film die bunte Antike zum Leben - und zeigt, wie real die Statuen durch Hauttöne, Stoffe und Schmuck wirkten. Die Dokumentation vereint Wissenschaft und Kunst, um die Antike in neuem Licht zu zeigen: Ein faszinierender Blick auf das farbenreiche Erbe des alten Griechenlands - und die Frage, warum wir diese Geschichte fast vergessen hätten.

Der Regenschirmmörder 14:15

Der Regenschirmmörder

Komödie

Grégoire Lecomte schlägt sich als drittklassiger Schauspieler durch und tritt vor allem in Werbespots für Hundefutter auf. Nach langer Durststrecke scheint sich sein Traum vom Durchbruch zu erfüllen: Er wird zu einem Casting für die Rolle eines Killers in einem großen Gangsterfilm eingeladen. Nervös und hoffnungsvoll macht er sich auf den Weg - doch wie so oft in seinem Leben geht alles schief. Durch eine harmlose, aber folgenreiche Türverwechslung landet er nicht im Büro der Filmproduktion, sondern im Hotelzimmer eines mächtigen Mafioso, der just in diesem Moment einen gefürchteten Profikiller erwartet. Da der echte Killer sein Äußeres mittels plastischer Operationen ständig verändert, weiß der Gangsterboss nicht, wie sein Auftragsmörder aktuell aussieht. Grégoires unbeholfene Art und sein unscheinbares Erscheinungsbild deutet er als raffinierte Tarnung. Überzeugt, einen besonders verschlagenen Profi vor sich zu haben, weiht er ihn in einen heiklen Plan ein: In einem Luxushotel in Saint-Tropez soll ein milliardenschwerer deutscher Waffenhändler ausgeschaltet werden. Als Tatwerkzeug dient ein scheinbar harmloser "bulgarischer Regenschirm" mit vergifteter Spitze. Grégoire hält all dies für die aufwendig vorbereitete Inszenierung eines Filmsets und das tödliche Utensil für ein ausgefallenes Requisit. Mit einem großzügigen Vorschuss reist er an die Côte d'Azur, während der echte Killer seinen Fehler bemerkt und die Jagd eröffnet.

Sardinien - Arche aus Stein 15:50

Sardinien - Arche aus Stein

Tiere

Dreieinhalb Millionen Urlauber besuchen jedes Jahr Sardinien, Italiens zweitgrößte Insel mit einem Viertel der gesamten Küstenlinie des Landes. Von dieser abwechslungsreichen Küste - 1.800 Kilometer eindrucksvoller Klippen und malerischer Strände - fühlen sie sich angezogen. Wenige hingegen kennen das schroffe Bergland Sardiniens, die mit Macchie bewachsenen Hügel, die nur einheimischen Hirten vertraut sind, und die lieblichen Täler dieser Insel. Zusammen bilden die durch einen schmalen Schelf verbundenen Schwesterinseln Korsika und Sardinien einen kleinen Kontinent: ein Bruchstück des Mutterkontinents Europa, von dem sie sich lösten, als dessen Alpenküste und das westliche Mittelmeer entstanden. Sardinien: ein Stück der Alpen mitten im Mittelmeer. Die Dokumentation nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine zweifache Reise mit: einmal quer durch das Landesinnere, das dem Strandurlauber zumeist verborgen bleibt; und dann die Reise der Insel selbst, die nicht immer eine Insel war und die wie eine Arche aus Stein seit Jahrmillionen von Europas Südrand in Richtung Afrikas Nordrand driftet. Dank extremen Schwankungen des Meeresspiegels war die heutige Insel mehrmals mit dem Festland verbunden, so dass Mannschaft und Passagiere - Sardiniens Fauna - oft wechselte, Arten kamen und verschwanden. Eine dieser Arten ist freilich auch der Mensch. Seit der Steinzeit haben immer neue Wellen von Eroberern Sardinien erreicht, etliche in Begleitung sowohl von Haus- als auch von Wildtieren, die heute die Fauna der Insel dominieren und die ursprüngliche Flora und Landschaft grundlegend verändert haben. Trotzdem: In den unzugänglichen Bergen Sardiniens hat sich manches erhalten, was rund um das Mediterran, diesen seit Jahrtausenden kulturell geprägten Naturraum, längst verloren ist.

Max Ernst - Der Surrealist und das faschistische Trampeltier 16:40

Max Ernst - Der Surrealist und das faschistische Trampeltier

Künstlerporträt

Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich "feindlicher Ausländer" in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nazis als "entartete Kunst" diffamiert werden, wäre es sehr gefährlich, in ihre Hände zu fallen. Von diesem Moment aus erzählt die Dokumentation rückblickend die faszinierende Geschichte des epochalen Künstlers: Freigeist, Frauenliebling, Antifaschist. 25 Jahre zuvor, im Ersten Weltkrieg, hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung, der "große Wahnsinn", wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biografie. Von diesem Zeitpunkt an ist Ernst immer auch ein politischer Künstler - einer, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt Max Ernst eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinausgehen. Mit seinem 1937 entstandenen Werk "Der Hausengel" - dem "Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet" - schuf Max Ernst eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit, die heute aktueller denn je wirkt. Mit reichhaltigem Archivmaterial, Elementen der Graphic Novel und hochrangigen Interviewpartnern erzählt die Dokumentation die aufregende Geschichte Ernsts in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.

Alexandre Kantorow - Durch und durch Pianist 17:35

Alexandre Kantorow - Durch und durch Pianist

Musikerporträt

Der Franzose Alexandre Kantorow gastiert normalerweise auf internationalen Bühnen. 2019 gewann er einen der renommiertesten Klavierwettbewerbe der Welt, den Tschakowski-Wettbewerb in Moskau. 2024 eröffnete er im strömenden Regen die Olympischen Sommerspiele von Paris mit Maurice Ravels "Jeux d'eau". Regisseur Denis Sneguirev stattet dem Pianisten einen ganz privaten Besuch ab. Alexandre Kantorow lädt ein in die Wohnung seiner Eltern, wo er mit seinem Vater, dem Violinisten und Dirigenten Jean-Jacques Kantorow, Johann Sebastian Bach, Peter Tschaikowsky und Richard Wagner diskutiert und interpretiert. Der zweite Teil der Reise führt in die Schweiz, an den Vierwaldstättersee. Es ist Kantorows langjähriger Wunsch gewesen, die Villa Senar zu besuchen, in der Sergej Rachmaninow eine neue Heimat fand. Hier komponierte Rachmaninow 1934 seine "Rhapsodie über ein Thema von Paganini". Fast hundert Jahre später interpretiert Alexandre Kantorow das Werk auf dem Instrument, auf dem es entstand. Zu Gast in der Villa Senar ist auch Lya Petrova, die stolz ihre neue Geige präsentiert, eine Stradivari aus dem Jahre 1727. Alexandre Kantorow und Lya Petrova interpretieren César Francks "Sonate für Klavier und Geige". Rachmaninows Steinway und Liya Petrovas Stradivari, zwei Instrumente aus zwei Epochen, gespielt von zwei jungen Musikern des 21. Jahrhunderts, laden ein zu einer kulturellen Zeitreise über 300 Jahre Musikgeschichte hinweg. Mit Gesprächen am Ufer des Vierwaldstättersees und mit Igor Strawinskys "Feuervogel" endet der Ausflug durch die musikalischen Epochen.

Karambolage 18:25

Karambolage

Magazin

Ein künstlerisches und humorvolles Spiel mit Klischees bietet dieses Magazin. In jeder Folge werden dabei bestimmte Eigenheiten der Franzosen und Deutschen unter die Lupe und auch aufs Korn genommen.

Köstliches Südtirol 18:40

Köstliches Südtirol: Vom Ritten bis ins Unterland

Essen und Trinken

Die vierte Folge erkundet das Gebiet im Norden und im Süden der Hauptstadt Bozen. In den Wäldern wird das mediterrane Flair intensiver. Es ist das Südtirol der Weinstraßen und Obstgärten. Für Barbara Untermarzoner ist der Wald ein Ort der Ruhe, aber auch eine Vorratskammer. Hier sammelt sie ungewöhnliche Zutaten wie Huflattich für die Speisen, die sie in ihrer Waldküche zubereitet. Das Harz aus den Fichten benutzt sie, um den im Moos gegarten Saibling-Filets einen ganz besonderen Geschmack zu verleihen. Angelo Carrillo lebt bei Eppan an der Weinstraße. Als Südtiroler mit deutscher Mutter und italienischem Vater ist er mit zwei Sprachen und zwei Esskulturen groß geworden. Sein Risotto bereitet er mit Pfifferlingen und einem ganz besonderen Käse zu: Der Ahrntaler Graukäse gilt als kleines Wunder Südtirols. Julia und Karoline Walch sind Winzerinnen in der fünften Generation. Ihre Mutter Elena revolutionierte den Weinbau Südtirols, hin zu internationalen Standards. Doch was passiert mit dem eleganten Südtiroler Wein in Zeiten des Klimawandels? Das diskutieren die Schwestern auch mal beim Kochen. Ihr Wildhirschbraten schmort natürlich in Wein, serviert wird er mit Polenta, Birnen und Preiselbeeren. Fast ausgestorben war eine Hülsenfrucht, die heute im kleinen Dorf Altrei wieder gedeiht: Lupinus pilosus, einst bekannt als Kaffeeersatz. Nun baut Roswitha Zöggeler die alte Nutzpflanze wieder an. Und backt zur Freude der ganzen Familie leckere Muffins aus Lupinenmehl. Serviert werden die süßen Köstlichkeiten natürlich mit einer Tasse Altreier Lupinenkaffee.

ARTE Journal 19:10

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Abenteuer Armenien 19:30

Abenteuer Armenien: Von Seiltänzern, Geiern und kosmischer Strahlung

Land und Leute

Armenien ist ein Bergland im Südkaukasus, umringt von geopolitischen Schwergewichten wie der Türkei, dem Iran, Georgien und Aserbaidschan. Ein Land von erhabener Schönheit, reicher Geschichte und viel Tragik: Erdbeben, Krieg, religiöse Konflikte bis hin zum Völkermord. Zu den bedeutenden Kulturgütern Armeniens gehören die Chatschkare - die Kreuzsteine. Die in Stein gehauenen Glaubensbekenntnisse reichen bis ins Jahr 301 zurück. Einer der wenigen, der ihre Fertigung beherrscht, ist Varazdat Hambardzumyan. In seiner Werkstatt arbeitet er an einem Auftrag des Ministeriums für Notfallsituationen. Zum Jahrestag der Gründung soll das große Kreuz eingeweiht werden. Südöstlich von Eriwan liegt das Caucasus Wildlife Refuge, ein 5.000 Hektar großes Naturschutzgebiet. Karen Aghababyan und Manuk Manukyan sind Biologen und Ranger. Sie machen eine erste Wildtier-Bestandsaufnahme und schützen das Gebiet vor Wilderern. Sveta Hovanisyan ist 68 Jahre alt und die Clanchefin einer Berghirtenfamilie. Seit ihrer Kindheit ist sie von März bis Oktober auf dem Hochplateau. Die Familie versorgt 30 Rinder und fast 200 Schafe. Das einzige Brennmittel sind Kuhfladen - auch der Erdofen wird damit befeuert. Wegen der hohen Lage des Landes ließ die Sowjetunion Anfang der 1950er Jahre das Weltraumobservatorium Byurakan errichten. Hasmik Andreasyan und Anahit Samsonyan sind Astrophysikerinnen und nutzen es noch heute. Sofia, Miriam, Marine, Shahane und Hasmik bilden das Gesangsquintett Luys. Im malerisch gelegenen Kloster Geghard, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, sorgen sie für wunderbare Momente.

Ein Fressen für die Geier 20:15

Ein Fressen für die Geier

Westernkomödie

1865: Während der französischen Intervention in Mexiko bedrängen mitten in der Wüste drei Cowboys eine entblößte Frau, bis Söldner Hogan ihr heldenhaft zu Hilfe eilt und sie im letzten Moment vor einer Vergewaltigung bewahren kann. Kurz darauf entpuppt sich die Frau als Nonne, Schwester Sara. Hogan und sie werden zu Weggefährten und verfolgen dasselbe Ziel, wenngleich aus gänzlich unterschiedlichen Motiven: den Sieg über die französischen Truppen. Während die gläubige Sara an ihrem idealistischen Traum eines freien Mexikos festhält, ist Hogan dem Goldrausch verfallen. Doch Gegensätze ziehen sich an. Schnell findet der Lebemann und Junggeselle Hogan Gefallen an der so raffinierten wie unkomplizierten Schwester Sara und bedauert, dass sie ihr Leben Gott verschrieben hat - obwohl Hogan eigentlich gern allein ist und es genießt, sich von niemandem etwas vorschreiben zu lassen. Der Originaltitel "Two Mules for Sister Sara" spielt darauf an, dass Schwester Sara es bei Hogan mit einem sturen Esel zu tun hat. Bei den Laurel Awards 1971 wurde Hauptdarstellerin Shirley MacLaine als beste Schauspielerin in einer Komödie nominiert, Hauptdarsteller Clint Eastwood als bester Schauspieler in einem Actionfilm. Der Film ist inzwischen ein Klassiker, mit Shirley MacLaine und Clint Eastwood in einer so aufregenden wie explosiven Mischung.

Shirley MacLaine - Mit Haut und Haar Entertainerin 22:05

Shirley MacLaine - Mit Haut und Haar Entertainerin

Künstlerinnenporträt

In jungen Jahren war sie weder eine klassische Schönheit à la Elizabeth Taylor, noch hatte sie das Sexappeal einer Marilyn Monroe: Stattdessen überzeugte Shirley MacLaine zunächst als das sympathische "Mädchen von nebenan", das mit Charme und Natürlichkeit in bittersüßen Komödien das Publikum begeisterte. Begonnen hat diese mehr als 70 Jahre andauernde Karriere 1955 mit Hitchcocks Film "Immer Ärger mit Harry". Drei Jahre später, in "Verdammt sind sie alle", verlässt sie als rührend-naive Kindfrau Ginny das Komödienfach und erhält ihre erste Oscar-Nominierung sowie einen Golden Globe als "Vielseitigste Darstellerin". In den 1960ern feiert sie weltweit ihren Durchbruch mit zwei unvergesslichen Komödien von Billy Wilder: An der Seite von Jack Lemmon ist sie Miss Kubelik in "Das Appartement" und das Mädchen Irma la Douce im gleichnamigen Film. Und wieder folgen zwei Oscar-Nominierungen. Die Trophäe hält sie bei der fünften Nominierung schließlich in der Hand, als sie sich gegen ihre Filmpartnerin Debra Winger in "Zeit der Zärtlichkeit" (1983) durchsetzt. Hinter der augenscheinlichen Einfachheit und Leichtigkeit ihres Spiels verbergen sich eiserne Disziplin und ein unerschütterlicher Wille - Eigenschaften, die ihren außergewöhnlichen Erfolg erklären. Während viele Kolleginnen ihrer Generation längst in Vergessenheit geraten sind, feiert MacLaine seit mehr als 70 Jahren ein Comeback nach dem anderen - mit viel Geduld, Erfindungsgeist und Selbstironie. Ihr anhaltender Einfluss auf die Filmbranche ist einzigartig. Ob als quirlige junge Frau oder als exzentrische Dame jenseits der 90: Die überzeugte Anhängerin esoterischer New-Age-Spiritualität wusste sich immer wieder neu zu erfinden und zeigt, dass es für jede Lebensphase und jeden Charakter passende Rollen gibt. Gerade heutzutage, wenn das Frauenbild im Film und die vermeintliche Altersgrenze um die 50 für Schauspielerinnen zunehmend kritisch hinterfragt werden, wirkt ihr Werdegang wie ein frischer Gegenentwurf. Mit Archivmaterial und zahlreichen Filmausschnitten zeichnet diese Dokumentation das Porträt einer herzerwärmend frischen, extrovertierten Persönlichkeit, die mit einer unverwüstlichen Lebensenergie gegen alle Konventionen antrat und antritt - und dabei vielen Menschen zum Vorbild wurde.

Meredith Monk - Die Welt in ihrer Stimme 23:00

Meredith Monk - Die Welt in ihrer Stimme

Dokumentarfilm

ARTE präsentiert das außergewöhnliche Porträt einer Frau, die die Kunstwelt revolutioniert hat. Meredith Monk, visionäre Komponistin, Performerin und Grenzgängerin, hat seit den 1960er Jahren eine völlig neue Sprache aus Klang und Bewegung geschaffen. Sie gilt als eine der großen Pionierinnen unserer Zeit. Mit ihrer Musik im Mittelpunkt und Interviews mit Wegbegleitern wie Björk und David Byrne kreieren die beiden Regisseure Billy Shebar und David Roberts mit "Meredith Monk - Die Welt in ihrer Stimme" ein Mosaik, das die Struktur von Monks eigenem Werk widerspiegelt und ihr äußerst originelles Vokabular aus Klängen und Bildern beleuchtet. Als Künstlerin in der von Männern dominierten Kunstszene der 1960er und 1970er Jahre musste Monk um Anerkennung und Ressourcen kämpfen. Die ersten Kritiken in der New York Times waren bösartig und sexistisch: "Eine Schande für den Tanz" oder "auf eine talentierte Mädchenart so ernsthaft seltsam" war dort zu lesen. Doch wie ihr gefeierter Zeitgenosse der Musiker Philip Glass sagt: "Sie war - und ist immer noch - unter uns allen die einzigartig Begabte." Meredith Monk sieht sich mit ihrer Sterblichkeit konfrontiert. Sie vertraut ihr Meisterwerk "Atlas" dem Regisseur Yuval Sharon und der Sängerin Joanna Lynn-Jacobs für eine neue Produktion an der "Los Angeles Philharmonic" an. 60 Jahre lang hat Monk alle ihre Musiktheaterwerke selbst inszeniert und aufgeführt - jetzt muss sie lernen, loszulassen.