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TV Programm für ARTE am 20.08.2026

Jetzt

Zu Tisch 17:20

Zu Tisch: Euböa, Griechenland

Essen und Trinken

Über 25.000 Feigenbäume wachsen in den "Feigendörfern" rund um das Städtchen Kymi. Im Spätsommer ist Erntezeit. Familie Karawa pflückt jeden Tag 100 Kilogramm Feigen. Danach müssen die Früchte getrocknet werden. Dazu werden sie aufgeschnitten, auf Paletten ausgebreitet und in die Sonne gestellt. Großmutter Vassiliki, 90 Jahre alt, presst dann jeweils zwei Feigenhälften zur "Askada" aufeinander. Das darf sonst niemand, denn die Paare müssen gut zusammenpassen - was laut Vassiliki bei den Feigen nicht anders sei als bei den Menschen. Die Familie bereitet aus den Feigen traditionelle und neue Gerichte zu: Schwein mit Feigen, Feigen im Speckmantel, Salat mit Feigen, Feigenbrot oder auch Chutney.

Danach

Rückeroberung der Rocky Mountains 17:50

Rückeroberung der Rocky Mountains: Eine neue Heimat für die Bisons

Natur und Umwelt

Der Amerikanische Bison stand einst kurz vor seiner Ausrottung. Vor der Ankunft der Europäer wanderten zwischen 40 und 100 Millionen Bisons durch den Westen der heutigen USA. Ende des 19. Jahrhunderts gab es kaum mehr als 300 Exemplare, 23 von ihnen lebten im damals neu gegründeten Yellowstone Nationalpark. Die zotteligen Riesen wurden aber nicht nur wegen ihres Fells so gut wie ausgerottet, sondern auch, um indigene Stämme zu schwächen: Der Bison bildete ihre Lebensgrundlage. Yellowstone war einer der ersten Nationalparks der Welt. Mit den Schutzmaßnahmen für die Bisons wurden hier wohl zum ersten Mal Maßnahmen zum Erhalt eines Wildtiers in seiner angestammten Umgebung getroffen. Regelmäßige Zählungen ergeben, dass mittlerweile allein im Yellowstone Nationalpark beinahe 6.000 Bisons leben. Das grenzt an eine Überpopulation, die das biologische Gleichgewicht im Park gefährden würde. Was soll mit überzähligen Tieren geschehen? Forschende haben Programme zur Wiederansiedlung der Bisons in weiteren Regionen entwickelt, in denen die Tiere früher lebten. Native Americans wollen die Bisons wieder auf ihrem Land ansiedeln. Für sie war das Tier schon immer ein zentraler Bestandteil ihrer Kultur. Mit den Programmen zur Wiederansiedlung können sie an ihre lange Geschichte anknüpfen. Die Dokumentation begleitet einen Transfer von Bisons in das Reservat der Blackfeet. Die Rückkehr der Tiere ist für sie sowohl in kultureller als auch in ökologischer Hinsicht ein Gewinn: Der Bison zählt zu den wichtigsten Gestaltern der Natur, erst durch seine Präsenz können andere Tier- und Pflanzenarten gedeihen.

Rückeroberung der Rocky Mountains 18:30

Rückeroberung der Rocky Mountains: Wildkorridore für die Grizzlybären

Natur und Umwelt

In Nordamerika leben immer weniger Grizzlys immer weiter voneinander entfernt. Die riesigen Bären müssen weit wandern, um Partner zur Fortpflanzung zu finden. Die Rocky Mountains sind heute von Highways durchzogen, die für die Tiere lebensbedrohlich sind. Die Wanderwege der Grizzlys führten durch offene Täler zwischen Wäldern und Berghängen, in denen inzwischen Städte und landwirtschaftliche Betriebe angesiedelt sind. In einer kleinen Region an der Grenze zwischen den USA und Kanada haben Naturschützer neue Verbindungswege für die Bären geschaffen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten erstellen die Forschenden Korridore für die Tiere. Diese Korridore bieten nicht nur den Grizzlys Vorteile, sondern auch anderen gefährdeten Tierarten. Dafür spüren die Forschenden Bäume auf, an denen sich die Grizzlys reiben. Diese Bäume sind für die Bären wie soziale Netzwerke: An ihnen hinterlassen sie ihren Geruch und signalisieren Artgenossen ihre Anwesenheit. Die Forschenden statten die Bären mit GPS-Sendern aus, um deren bevorzugte Wege nachzuverfolgen und Gebiete auszumachen, in denen die Gefahr eines Zusammentreffens mit dem Menschen besteht. NGOs richten Fortbildungen für Landwirte aus, um für eine friedliche Koexistenz zwischen Bären und Menschen zu sorgen. Gemeinsam mit den Betrieben entwickeln sie Schutzmaßnahmen. Die Forschenden unterstützen eine kanadische First Nation in ihrem Kampf für den Erhalt einer Region, die für die Geschichte ihres Volks und für den Grizzly von großer Bedeutung ist. Alle Akteure dieser Schutzaktionen ernten mittlerweile die Früchte ihrer Arbeit und dürfen beobachten, wie sich kleine, vom Aussterben bedrohte Grizzly-Populationen wieder vereinen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Wie Männer trauern lernen

Reportage

Sören Brauneis aus Hessen wurde vor vier Jahren zum Witwer, mit 35 Jahren. Die Trauer um seine Frau konnte er kaum zulassen, auch weil er für seine beiden kleinen Töchter weiter funktionieren musste. Jährlich verlieren in Deutschland etwa 150.000 Männer ihre Partnerinnen durch tödliche Krankheiten oder Unfälle. Hilfe holen sich aber nur die wenigsten. Sören Brauneis überwand sich und kontaktierte Dr. Martin Kreuels. Auch er ist Witwer und gilt als einer der führenden Experten in Deutschland mit dem Schwerpunkt Männertrauer. Der studierte Biologe versucht, wissenschaftliche Erkenntnisse auf seine Arbeit mit trauernden Männern zu übertragen - denn Mann und Frau seien eben von Natur aus verschieden. Die Männer in seinen Workshops sollen lernen, Zugang zu ihren Gefühlen und Gedanken zu finden - und die Trauer zuzulassen. Dass Männer immer noch zu oft glauben, stark sein zu müssen, davon ist auch die Trauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper überzeugt. Tief verwurzelte Geschlechterrollen und Stereotype stehen der Trauerarbeit zu Beginn oft im Weg. Um diese aufzubrechen, nutzt sie schon mal Werkzeuge wie Säge und Hammer oder lockt die Männer ins Fußballstadion. Eine Trauerarbeit der anderen Art macht der 75-jährige Manfred Schröder: Seit ein paar Wochen belegt er einen Kochkurs speziell für Witwer. 47 Jahre lang war er mit seiner Frau Siegrid verheiratet. Als sie starb, war Manfred plötzlich auf sich gestellt - und hilflos. Jetzt lernt er zusammen mit anderen Witwern, wie man Schweinebraten und Gemüseeintopf zubereitet, und schließt neue Freundschaften.

Die Queen und ich 20:15

Die Queen und ich

Dokumentation

Ihre Liebe zu Schloss Windsor und ihren rasanten Fahrstil erlebte der frühere Erzbischof von Canterbury als Wochenendgast und Beifahrer der Queen. Auch in diesen privaten Momenten blieb sie ganz Monarchin. "Sie schaffte eine entspannte Atmosphäre. Aber es war klar, wer Boss ist", erinnert sich Justin Welby an seine Vier-Augengespräche mit der Queen. Sie war stets akribisch vorbereitet und vergaß kein Detail. Gefürchtet war ihre Frage: "Sind Sie sich sicher?" Selbst wenn sie ein paar Tage bei ihren Freunden, den Warrens, verbrachte, kam Elizabeth II. ihren Pflichten nach. Die roten Lederkoffer mit den Staatspapieren hatte sie ebenso im Gepäck wie ihre Reitstiefel. John Warren hat die Queen bei der Zucht ihrer Rennpferde beraten. Täglich haben sie telefoniert und gefachsimpelt, erzählt er. Zudem schildert er ein Erlebnis mit ihrem Vater, das den Grundstein für ihre Leidenschaft für Pferde legte. Die dreireihige Perlenkette, die George VI. seiner Tochter schenkte, war ihr tägliches Accessoire. Jedes Tageskleid musste so gefertigt werden, dass die Kette zur Geltung kam. "Die Queen war durchaus kokett", sagt Modeschöpfer Stewart Parvin, der die Queen zwanzig Jahre lang eingekleidet. Zu ihrem ikonischen Look gehörte auch die Handtasche. Was ist dran an dem Handtaschen-Code, mit dem die Queen angeblich Signale an ihr Team sendete? Ihre Privatsekretärin klärt auf, wie die Kommunikation mit ihrer Chefin lief. Besonders gerne denkt Samantha Cohen an Aufenthalte mit der Queen in Balmoral, wo nicht nur die Amtsgeschäfte auf dem Plan standen, sondern auch viel gelacht und getanzt wurde.

Elizabeth II., ganz privat 20:55

Elizabeth II., ganz privat

Porträt

Wohl fast jeder kennt Königin Elizabeth II., die Jahrzehnte lang das höchste Amt bekleidete und von der jeder Schritt beobachtet wurde. Doch wer war Elizabeth, bevor sie zur Königin gekrönt wurde? Wie sahen die Welt und ihr Leben aus, bevor sie sich nur noch der Erfüllung ihrer Pflicht widmete? Und wie gestaltete sie hinter den riesigen Toren der königlichen Paläste dieses neue Leben für sich und ihre Familie? Anhand bisher unveröffentlichter Archivbilder wird eine selten gezeigte, private Facette der Monarchin enthüllt; man entdeckt eine Frau im liebevollen Umgang mit ihren Angehörigen, entspannt und voller Witz. Bisher waren diese Tausende Stunden Videomaterial nicht öffentlich zugänglich, doch anlässlich des 70-jährigen Thronjubiläums im Jahr 2022 gab der Buckingham Palace über 400 Filme frei.

Hafen ohne Gnade 22:15

Hafen ohne Gnade

Thriller-Serie

Pierre Leprieur, ein stolzer Hafenarbeiter aus Le Havre, hat sein gesamtes Leben in den Docks verbracht. Als Mann für alle Kämpfe wurde er durch sein politisches und gewerkschaftliches Engagement zu einer respektierten Persönlichkeit unter den Hafenarbeitern. Doch an seinem 60. Geburtstag, als seine Liebsten versammelt sind, bricht alles zusammen. Während seine Kinder Emma und Jean Reden halten, kommen persönliche Konflikte und Vorwürfe ans Licht. Mitten in die Feier platzt die Nachricht, dass Pierres jüngster Sohn Simon bei einem illegalen Autorennen mit einem Wagen voller Drogen festgenommen wurde. Und es gibt eine Verbindung zum Autohaus von Jean. Die beiden Brüder werden sofort festgenommen, Emma übernimmt ihre Verteidigung. Pierre ist außer sich und vermutet, dass in Wirklichkeit irgendjemand ihm eins auswischen will. Denn bis zu seiner Abwahl als Chef der Hafenarbeiter-Gewerkschaft hat er sich vehement gegen den grassierenden Drogenhandel in den Docks eingesetzt. Ist das Ganze ein Racheakt gegen ihn?

Hafen ohne Gnade 23:10

Hafen ohne Gnade

Thriller-Serie

Der Mord an Pierre löst ein gewaltiges Beben in der Familie Leprieur aus. Könnte es sein, dass sein Tod mit seinem kompromisslosen Kampf gegen den Drogenschmuggel im Hafen in Verbindung steht? Emma begleitet Jean nach Paris, wo er vor dem Untersuchungsrichter aussagen muss. Sie fleht ihn an, die Wahrheit zu sagen, falls er Informationen über den Drogenschmuggel hat, die helfen könnten, den Täter zu finden. Aufgrund der im Ermittlungsverfahren gesammelten Beweise wird Jean wegen bandenmäßigen Drogenschmuggels angeklagt. Nach seiner Rückkehr nach Le Havre darf er die Stadt nicht verlassen und muss täglich auf der Polizeiwache erscheinen. Vergeblich versucht er, seine Versicherung für den Brand seines Geschäfts in Anspruch zu nehmen, doch sein vermeintlicher Freund, der Versicherer, lehnt das ab. Außerdem teilt ihm seine Schwester Emma mit, dass sie ihn nicht weiter verteidigen möchte. Pierre seinerseits hat kurz vor seinem Tod noch dafür gesorgt, dass sein jüngster Sohn Simon einen Job im Hafen bekommt, um dessen Chancen auf einen Freispruch zu erhöhen. Seit Pierres Tod ist Laurence verstört und orientierungslos. Sie bestreitet jegliche Beteiligung ihres Mannes an illegalen Aktivitäten. Als sie erfährt, dass er kurz vor seinem Tod alle Konten leer geräumt hat, steht sie finanziell mittellos da. Warum hat er das getan? Wie soll sie nun die Beerdigung bezahlen?