04:40
Die dritte Staffel des Kurzprogramms wirft einen humorvollen Blick auf unsere Gesellschaft und die Rolle des Sports. In dieser Folge: Auf die Plätze, fertig, los! Während Giraffe, Elefant und Nilpferd bei einem Stadtmarathon ihre Kräfte messen, versucht sich ein listiges Flamingo-Trio einen unfairen Vorteil zu verschaffen ...
05:15
Odin, der größte aller Götter im Reich Asgard, ist besorgt. Seine heiligen Raben, die die neun Welten durchstreifen, berichten von Aufruhr: Die Riesen, einst Herren des Universums, bereiten ihre Rache vor. Die Menschen wenden sich von den Göttern Asgards ab. Auch die Kreaturen, die in den tiefsten Schatten lauern, drohen, entfesselt zu werden. Um zu erfahren, was die Zukunft für die Götter Asgards und die anderen Kreaturen des Universums bereithält, muss Odin eine schreckliche Prüfung bestehen: Neun Tage und neun Nächte lang wird er am Weltenbaum Yggdrasil hängen, ohne zu essen oder zu trinken. Auch sein linkes Auge muss er opfern! Während seines Martyriums wird der Göttervater von Visionen heimgesucht. Er träumt von einer schrecklichen Schlacht, und als er wieder zu sich kommt, hört er ein Wort, das das Schicksal aller besiegeln wird: "Ragnarök". Odin weiß nun, dass das Ende der Welt unausweichlich ist. Seine einzige Hoffnung ist es, das Unvermeidliche hinauszuzögern. Aber wie? Währenddessen stiftet Loki, der Gott des Feuers und der List, Unruhe in Asgard: Aus Langeweile schneidet er der schönen Göttin Sif, Gemahlin des Gottes Thor, ihr Haar ab. Thor fordert ihn auf, den Frevel wiedergutzumachen. Loki schmiedet daraufhin einen Plan, der bald über das Schicksal der Götter und der neun Welten entscheiden wird.
05:40
Schon in den 1950er Jahren soll Kalifornien das Unmögliche möglich machen: eine Reise zum Mond. Das Jet Propulsion Laboratory in Pasadena entwickelt kleine Sonden, die den Grundstein für die Landung eines Menschen legen sollen. Synonym Südkaliforniens ist damals wie heute der Lifestyle der Surfer. Keiner verkauft ihn so gut wie die Traumfabrik Hollywoods. Hinter einer ihrer Kunstfiguren, Gidget (1959), verbirgt sich die wahre Geschichte einer der ersten Surferinnen Kaliforniens. Als an der Universität in Berkeley 1964 ein Verbot der politischen Meinungsäußerung verhängt wird, führt dies zur Gründung des Free Speech Movements. Eine Revolution, die mit einer Frau auf einem Polizeiauto beginnt und weltweit Studentenbewegungen inspiriert. Haight-Ashbury, ein Viertel in San Francisco, wird Mitte der 1960er zum Ursprungsort der Hippie-Bewegung. Mit den Diggers gründet der spätere Hollywoodschauspieler Peter Coyote dort eine der legendärsten Gruppen. In einer Kommune leben sie nach dem Ideal einer freien, gerechten Gesellschaft, deren Beispiel viele Menschen in Nordkalifornien und über die Grenzen folgen. Besonders eine Band lebt den kalifornischen Traum: The Doors erobern mit ihrem Sound aus einer Garage in Manhattan Beach heraus die Welt. Und doch verkörpert die Band auch den Alptraum Kalifornien - eines Staates, der Mitte der 1960er Jahre durch Rassenunruhen, den Vietnamkrieg und die "Apollo 1"-Katastrophe, schwer erschüttert wird.
06:35
Eine Gruppe rebellischer Underdogs bricht in den 1970ern in die Gärten und Pools von Los Angeles ein. Als legendäre Z-Boys machen sie das Skaten weltweit populär. Nebenan eröffnet der Österreicher Wolfgang Puck sein erstes Restaurant und verzaubert bald mit natürlichen Ressourcen des Sonnenstaates die Gaumen Hollywoods. Vor allem im Osten von Los Angeles ist die kulturelle Vielfalt bis heute spürbar. Der hier aufgewachsene Schauspieler Edward James Olmos profitiert von dieser Dynamik: In Ridley Scotts Science-Fiction-Epos "Blade Runner" gelingt ihm mit einem bunten Kauderwelsch vieler Sprachen der Durchbruch. Im Norden Kaliforniens soll ein gigantisches Testlabor für die Welt entstehen. In einer Garage trifft sich der Homebrew Computer Club, dem die Apple-Gründer Steve Jobs und Steve Wozniak ihre revolutionären Ideen verdanken. Selbst die Erfindungen der Ostküste basieren auf den Pionierleistungen des kleinen Clubs im Silicon Valley. 1969 erwächst aus einer Naturkatastrophe ein weiterer Meilenstein. Ein Ölbohrunfall, der sich über Hunderte Kilometer an der Westküste erstreckt, treibt Bürger an, von Kalifornien aus nationale Gesetze zur Umweltpolitik auf den Weg zu bringen. Auch das schwere Unglück von "Apollo 1" lässt die Ingenieure am Jet Propulsion Laboratory in Pasadena nicht aufgeben. Der Astronaut Russell Schweickart und seine Crew treten mit "Apollo 9" den letzten großen Test an, um Kennedys Vision eines Menschen auf dem Mond doch noch wahr werden zu lassen.
07:30
Die präkolumbianische Kultur der Maya existierte über 2.000 Jahre im Dschungel Mittelamerikas. Ihre Städte lagen im heutigen Mexiko, in Guatemala, Belize und Honduras. Die alten Maya waren eine der beeindruckendsten Kulturen auf dem amerikanischen Kontinent, sie entstand mitten in den Urwäldern. Die Maya bauten kolossale Pyramiden und verwinkelte Tempel, sie waren bewandert in Mathematik und Architektur. Wie konnte es ihnen gelingen, inmitten des Dschungels eine so beispiellose Zivilisation aufzubauen? Die Geschichte der Hochkultur kann nun dank neuer wissenschaftlicher Entdeckungen noch fundierter erzählt werden. Tief verborgen in verschiedenen Höhlen, die für die Maya Heimstatt der Götter waren, finden sich Nachweise. Die Analyse von Knochen aus Hunderten von Gräbern liefert außerdem wertvolle Hinweise auf Ernährung und geografische Herkunft der Maya, aber auch auf Umstände, die ihr Leben veränderten. Die Archäologen arbeiten mit einer Technologie namens LiDAR. Dieses System sendet Tausende Laserstrahlen unterschiedlicher Wellenlänge aus und misst die Zeit bis zur Rückkehr der reflektierten Strahlen. Die Laser sind in der Lage, das Dschungeldach zu durchdringen und hochauflösende Bilder des darunterliegenden Bodens aufzunehmen. So offenbart sich nicht nur die komplexe Herangehensweise der Maya bei der Errichtung ihrer gewaltigen Stadtstaaten, sondern auch der Zusammenbruch der Kultur. Es ist die Geschichte eines Kriegs, die Geschichte von intensiven Machtkämpfen zwischen den Gottkönigen und von Machtlosigkeit der Herrschenden angesichts klimatischer Veränderungen, die zum Zerfall führten. Dazu gehören auch unzählige Menschenopfer, die die Maya ihren Göttern darbrachten. Ihren Untergang konnten sie jedoch auch dadurch nicht verhindern.
08:20
In einer Welt, die auf Produktivität, Tempo und permanente Reize setzt, scheint für Langeweile kaum noch Platz zu sein. Das Smartphone bietet ständige Ablenkung - perfekt, um das unangenehme Gefühl von Langeweile zu vermeiden. Doch was ist Langeweile eigentlich - und warum empfinden wir sie? Denn obwohl sie jeder kennt, nimmt sie kaum jemand ernst. Forschende weltweit arbeiten daran, Langeweile besser zu verstehen. Denn hinter der lästigen Leere steckt viel mehr als die meisten vermuten. Die Dokumentation zeigt auf unterhaltsame Weise, warum Langeweile nicht nur unangenehm ist, sondern auch hilfreich sein kann. Sie motiviert uns, Auswege aus öden Situationen zu finden und kann Kreativität fördern. Im Kindesalter ist sie zudem ein wichtiger Baustein, um den Umgang mit den eigenen Emotionen zu lernen. Doch Forschende warnen davor, Langeweile zu idealisieren. Wird sie zum Dauerzustand, kann sie zu Krankheiten wie Alkoholismus, Internet- und Spielsucht beitragen. Langeweile kennt jeder - und doch empfindet sie jeder anders: Ist sie qualvolle Leere oder Motor der Kreativität? Nervöse Rastlosigkeit oder entspannte Ruhe? Forschende aus Psychologie, Neurowissenschaft und Philosophie gehen in spannenden Experimenten dem rätselhaften Gefühl auf den Grund: Warum ist Langeweile für einige Menschen erträglicher als für andere? Wie viel Langeweile tut noch gut und was passiert eigentlich im Gehirn, wenn nichts passiert? Spoiler: eine ganze Menge.
09:15
Lacaton und Vassal sind die derzeit wohl angesagtesten Architekten Europas. Das Duo steht für Understatement, Tiefgründigkeit und aufregende Entwürfe, die Nachhaltigkeit radikal und einzigartig umsetzen. Dabei legen sie Wert auf minimale Eingriffe in den Bestand sowie möglichst geringen Materialeinsatz und schaffen trotzdem häufig mehr Raum als von den Bauherren erwartet. Ihre Devise lautet: Niemals abreißen. So verwandelten sie den Pariser Palais de Tokyo in eines der größten Ausstellungsgebäude Europas oder erweiterten zum Abriss bestimmte Sozialbauten in Bordeaux zu lichtdurchfluteten Wohlfühloasen. In Dünkirchen ersparten sie der letzten Werfthalle, einer Kathedrale der Industriekultur, entstellende Eingriffe und setzten stattdessen kostenneutral einen Zwillingsbau nebendran, in dem jetzt eine regionale Kulturinstitution arbeitet und Kunst ausstellt. Beeinflusst vom sparsamen Umgang mit Material in Afrika, wo sie einige Jahre verbracht haben, setzten sie auf bioklimatisches Bauen, auf Wintergärten, Thermovorhänge und Schiebefenster. Nach dem Motto: Wir Menschen passen unsere Kleidung ja auch den Jahreszeiten an und tragen nicht das ganze Jahr über einen Wintermantel. Mit ihrem radikalen Ansatz, der auf Klarheit, Einfachheit und Wirtschaftlichkeit abzielt, schärfen Lacaton und Vassal die Wahrnehmung für das Vorhandene, stellen das menschliche Leben in den Mittelpunkt und setzen neue Maßstäbe in der nachhaltigen Architektur.
09:40
"Twist" ist das Kulturmagazin für relevante Themen unserer Zeit. Jede Woche liegt eine andere europäische Stadt im Fokus: Lokale Kulturschaffende sprechen über große Fragen der Gegenwart und die Beiträge leuchten aus, wie in verschiedenen Kunstdisziplinen dazu gearbeitet und gedacht wird. Eine halbe Stunde voller neuer Perspektiven!
10:15
Im heutigen Jordanien, an der Grenze dreier Wüsten - der Syrischen Wüste, der Arabischen Wüste und der Wüste Negev - liegt die geheimnisvolle Felsenstadt Petra, eine der großartigsten und faszinierendsten Stätten der Antike. Heute ist Petra die größte Touristenattraktion in Jordanien. Europäische Forschungsreisende haben die rätselhaften Ruinen im 19. Jahrhundert entdeckt: Die in den Fels gemeißelten Grabtempel mit ihren monumentalen Fassaden wurden vor ungefähr 2.000 Jahren errichtet und ihre Bauweise steht der Architektur der größten Gebäude Roms oder Alexandriens in nichts nach. Aber die Zivilisation, die sie hervorgebracht hat, war zu jener Zeit völlig unbekannt. Wer hat diese Bauten an diesem entlegenen Ort erschaffen? Und vor allem wie und wozu? Zwei griechische Autoren erwähnen Petra in ihren Berichten als das Herz eines florierenden Königreichs inmitten der von nabatäischen Nomaden bewohnten Wüste. Der eine beschreibt Petra als eine gigantische Nomadensiedlung, während der andere von einer luxuriösen Stadt spricht, deren Bewohner einen gehobenen Lebensstil pflegten. Wie hätte sich eine solche Stadt in dieser kargen Umgebung entwickeln können? Im Laufe der letzten 20 Jahre arbeiteten internationale Archäologenteams daran, diesen Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Am Fuße der Grabstätten gibt der Sand die Reste einer Metropole frei, die über eine raffinierte Infrastruktur verfügte. 200 Kilometer weiter im Süden, im heutigen Saudi-Arabien, liefern die Ausgrabungen an einer anderen nabatäischen Stätte, Hegra, wertvolle Informationen, die es uns heute ermöglichen, die Geschichte dieser einzigartigen antiken Überreste zu rekonstruieren. Ein Puzzlestück fügt sich zum anderen, und so ergibt sich eine komplett neue Sicht auf das sagenumwobene Petra mit seinen Kulturdenkmälern, die heute zum UNESCO-Welterbe gehören.
12:25
In den Wellen lauern zahlreiche Gefahren für den Nachwuchs. Orcas haben vor Argentiniens Küste eine Jagdtechnik entwickelt, die nirgendwo sonst auf der Welt zu beobachten ist: Sie jagen spielende Seelöwenbabys direkt am Strand. Eine effektive, aber gefährliche Strategie, bei der die Schwertwale riskieren zu stranden. Ein erstaunliches Verhalten, das die Orcas von Generation zu Generation weitergeben. Die größte Pinguinkolonie Südamerikas liegt an Argentiniens Küste. Magellanpinguine kommen jedes Jahr hierher, um ihre Jungen großzuziehen. Bei über 200.000 Brutpaaren ist es nicht immer leicht, das richtige Nest zu finden. Und die hungrigen Küken sind ungeduldig. Für Glattwale ist die Küste vor der Halbinsel Valdés ebenfalls eine perfekte Kinderstube. Im warmen Wasser der seichten Buchten bringen sie ihre Jungen zur Welt. Doch die Nähe zur Küste birgt auch Gefahren: Dominikanermöwen haben die Walbabys als leichte Beute entdeckt. Ihre Attacken fügen den Neugeborenen schwere Verletzungen zu. Doch die Walmütter holen zum Gegenschlag aus. Im Süden Argentiniens wachsen die artenreichsten Wälder nicht an Land, sondern im Ozean. Riesentang wird über 40 Meter hoch und zieht viele Meeresbewohner magisch an. Leuchtende Riesenquallen, flinke Springkrebse und berüchtigte Jäger wie Riesenkraken und Seespinne machen den Unterwasserwald zu einem der vielfältigsten Lebensräume Argentiniens.
13:10
Wie ein steinernes Rückgrat ziehen sich die Anden durch den Westen Argentiniens. Sie sind das Reich des Pumas. Die anmutige Raubkatze durchstreift die atemberaubende Bergwelt auf der Suche nach Beute. Sie steht an der Spitze der Nahrungskette, doch Beute ist nicht leicht zu finden. In Höhen von über 4.000 Meter ist nicht nur Nahrung, sondern auch Sauerstoff knapp. Um hier zu überleben, haben einige Tiere besondere Strategien entwickelt: Flamingos verfügen über ein eingebautes Filtersystem, das ihnen erlaubt, sich von Kleinstlebewesen im hochgiftigen Wasser zu ernähren. Und auch Bergviscachas sind nicht wählerisch: Um mit der knappen Nahrung ihres kargen Lebensraumes auszukommen, fressen die Nager ihren eigenen Kot. Zu den Füßen des knapp 7.000 Meter hohen Aconcagua erstrecken sich die endlosen Weiten der argentinischen Pampa. Das Grasland ist die Heimat der Großen Maras, die ihre Jungen in unterirdischen Bauen zu Welt bringen. Am Rand der Steppe hat sich über Millionen von Jahren eine Wüste aus Stein geformt: der Nationalpark Talampaya. Patagonien am südlichen Ende Argentiniens ist bekannt für sein raues Wetter, seine schroffen Berge und seine mächtigen Gletscher. Regelmäßig brechen Eismassen, so groß wie Kathedralen, von der 70 Meter hohen Kante des Perito Moreno. Lange galt der Perito Moreno als einer der wenigen großen Gletscher, die nicht schrumpften, mittlerweile zieht auch er sich zurück. Das Leben in Argentiniens Bergen und Steppen erfordert Mut, Ausdauer und Kreativität. In dieser einzigartigen Wildnis ist jeder Tag ein Kampf ums Überleben.
13:55
Wasser prägt den Norden Argentiniens und schafft Paradiese für eine einzigartige Tierwelt. An den Iguazú-Wasserfällen, die zu den größten der Erde zählen, stürzen jede Sekunde sechs Millionen Liter Wasser in die Tiefe. Rußsegler lassen sich davon nicht beeindrucken. Sie leben direkt hinter den Wasserfällen und ziehen dort ihre Jungen groß. Im subtropischen Norden Argentiniens sammelt sich das Wasser in riesigen Sümpfen. Hier leben Wasserschweine, die größten Nagetiere der Erde. Doch Vorsicht ist geboten, denn im trüben Wasser lauert Gefahr: Kaimane sind hier die wahren Herrscher und können jungen Wasserschweinen gefährlich werden. Mitten im Sumpf sind Inseln aus Wald die Heimat stimmgewaltiger Primaten: Brüllaffen. Mit Einbruch der Nacht enthüllt der Sumpf ein weiteres Farbenschauspiel: Frösche, die im Dunkeln unter UV-Licht leuchten. Durch ein Meer aus toten Bäumen schlängelt sich eine Anakonda bei der Jagd. Das Überschwemmungsgebiet Bañado la Estrella entstand, als ein Fluss seinen natürlichen Lauf änderte. Ein Vogel hat sich an diese neue Heimat besonders gut angepasst: Mit riesigen Füßen läuft das Blatthühnchen mühelos über den Blätterteppich auf dem Wasser, unter dessen Oberfläche bereits die Anakonda lauert. Das Schicksal des wasserreichen Nordens Argentiniens ist ungewiss. Durch den Klimawandel haben Dürreperioden in den letzten Jahrzehnten zugenommen - mit fatalen Folgen für die Tierwelt: Verheerende Brände zerstören über die Hälfte des Nationalparks Iberá. Die Dokumentation zeigt in eindrucksvollen Bildern die einzigartige Artenvielfalt.
14:40
Texas, 1963. Nach dem Attentat auf Präsident Kennedy nimmt Butch, ein Verbrecher auf der Flucht, den kleinen Phillip als Geisel. Sheriff Red Garnett heftet sich an seine Spur, begleitet von einem Scharfschützen und der Kriminologin Sally Gerber. Doch die Verfolger beginnen allmählich, zu verzweifeln ... - Spannendes, melodramatisches Psycho-Drama (1993) mit Kevin Costner. Texas, 1963: Den Gangstern Robert "Butch" Haynes und Terry Pugh gelingt es, aus dem Gefängnis von Huntsville zu flüchten. Bei einem Einbruch nehmen sie einen achtjährigen Jungen als Geisel. Als der aggressive Terry sich fast an dem kleinen Phillip vergeht, erschießt Butch ihn in einem Kornfeld. Von nun an fahren Butch und seine junge Geisel allein durch Texas. Butch hat ein klares Ziel: Alaska. Dort wohnt sein Vater, den er nie kennengelernt hat. Auch der kleine Phillip ist ohne Vater aufgewachsen, und so entwickelt sich zwischen dem ungleichen Paar eine Vertrautheit wie zwischen Vater und Sohn. Indessen macht sich Sheriff Red Garnett, der einst Butch ins Gefängnis gebracht hat, auf die Suche nach den Flüchtigen. Ihn begleiten die Kriminologin Sally Gerber, die sich klug gegen ihre männlichen Kollegen zu behaupten weiß, und der FBI-Scharfschütze Bobby Lee, der sich mehr für seine selbstbewusste Kollegin als für die Ergreifung des Gangsters zu interessieren scheint. Während das ungleiche Duo den verzweifelnden Polizisten ständig entwischt, lernt der aus einer strenggläubigen Familie kommende Phillip die Vorzüge des ungezähmten Lebens kennen, das Butch führt. Für den Jungen ist die Reise durch Texas auch ein Schritt in Richtung Erwachsenwerden: Er lernt, dass Gut und Böse nicht immer leicht zu trennen sind und dass auch im Herzen gute Menschen zum Opfer ihrer Umstände werden können.
16:50
Das kulturelle Erbe, das die Familie Medici der Menschheit hinterlassen hat, ist immens. Als Förderer von Kunst und Kultur scharte sie die größten Künstler in Florenz um sich: Donatello, Sandro Botticelli, Michelangelo, Leonardo da Vinci - um nur einige Namen zu nennen. Diese wiederum mehrten den Ruhm der einflussreichen Familie. Die Medici schafften es mit Geld, Intrigen und Gewalt, aber auch dank ihrer kulturellen Bildung an die Spitze der Macht - bis hin zum Amt des Papstes. Die Landsitze der Familie - prachtvolle, herrschaftliche Villen rund um Florenz - sind Zeugen von Mord und Totschlag ebenso wie von berührenden Liebesgeschichten. Die Medici-Villa in Poggio a Caiano, erbaut von Lorenzo dem Prächtigen und stilbildend für die Renaissance-Villen, war ausdrücklich für die Flitterwochen neuvermählter Paare in der Familie vorgesehen. Der Park von Pratolino mit seiner heute verschwundenen Villa diente Francesco de' Medici und seiner Geliebten Bianca Cappello als geheimes Liebesnest. Und in Cerreto Guidi geht noch heute der Geist von Isabella de' Medici um, die im Jagdschloss der Familie ihr junges Leben aushauchte... Im 18. Jahrhundert starb die Linie der Medici-Herrscher aus, die letzte Vertreterin der Dynastie hinterließ keine leiblichen Erben - aber ein Testament, das den Kunstsinn der Medici noch einmal machtvoll zum Ausdruck bringt. Anna Maria Luisa de' Medici ist es zu verdanken, dass die Kunst, die ihre Vorfahren über Jahrhunderte gefördert und gesammelt hatten, noch heute dort zu sehen ist, wo sie entstand: in Florenz.
17:45
Zu den Engagements von Lea Desandre gehören Liederabende mit Alexandre Kantorow und Konzerttourneen mit Thomas Dunford und dem Ensemble Jupiter. Sie gastiert an der Pariser Opéra, auf dem Festival d'Aix-en-Provence, in der New Yorker Carnegie Hall und im Sydney Opera House. Vor ihrer Rückkehr zu den Salzburger Festspielen für das Vivaldi-Pasticcio "Hotel Metamorphosis" feierte sie Rollendebüts als Sapho, Iphise und Eglé in Jean-Philippe Rameaus "Les Fêtes d'Hébé" an der Opéra Comique in Paris und als Poppea in Georg Friedrich Händels "Agrippina" am Opernhaus Zürich. Thomas Dunford, 1988 in Paris geboren, erhielt mit neun Jahren seinen ersten Lautenunterricht bei Claire Antonini. Er setzte seine Studien am Pariser Konservatorium und an der Schola Cantorum in Basel bei Hopkinson Smith fort. Seine erste Solo-CD, "Lachrimæ", gewann 2013 den belgischen Caecilia Prize, das zweite Album, "Labirinto d'Amore", den Choc de Classica, sein Bach-Album wurde von der Zeitschrift "Gramophone" als Editors Choice geehrt. 2018 gründete Thomas Dunford das Ensemble Jupiter, mit dem er regelmäßig in den renommierten Konzerthäusern Europas und der USA gastiert.
18:35
(1) Bibiana Diaz ist Kolumbianerin und lebt seit drei Jahren in Frankreich. Ihr Spitzname Bibi brachte ihr einige Überraschungen, als sie in ihrer neuen Heimat ankam. (2) Nikola Obermann erzählt vom Ende der deutschen Besatzung in Frankreich während des Zweiten Weltkrieges. (3) Und wie immer - das Rätsel.
18:45
Viorel Baias und seine Frau Mioara haben vor zwölf Jahren damit begonnen, Feigen anzubauen. Heute besitzen sie 300 Feigenbäume. Viorel verkauft die Früchte auf kleinen Märkten in der Region. Mioara legt die Feigen ein, verarbeitet sie zu Marmeladen und erfindet immer neue Rezepte. Aus den getrockneten Blättern des Feigenbaums macht sie Tee. Überall in Svinita, einem kleinen Dorf auf der rumänischen Seite des Banats, stehen Feigenbäume in den Gärten. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner sind sie eine zusätzliche Einkommensquelle. In der Erntezeit versorgt Miora zusammen mit ihrer Freundin Georgeta die Erntehelfer. Sie bereiten Sarmale zu - die Krautwickel mit einer Hackfleischfüllung sind eine rumänische Spezialität. Außerdem gibt es einen Salat mit getrockneten Feigen, Teigtaschen mit einer Quark-Feigenmus-Füllung und getrocknete Feigen im Schokomantel.
19:20
"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.
19:40
Nicolas Chaléa und Nathan Rouleau waren nicht immer Fischer: Der Meeresbiologe und der Kaufmann leben aber leidenschaftlich gern am Meer und nun auch von ihm. Doch das wird immer komplizierter und verlangt den Männern immer ausgefeiltere Techniken und Strategien ab. Mit ihrem Boot, der "Sakana", sind sie sechs Tage die Woche auf See, oft mehr als 13 Stunden am Tag. Unberechenbar und launisch sei das Meer, sagen sie. Nie wisse man, wo der Fisch sei und nur mit viel Erfahrung, Können und einer Engelsgeduld können sie dem begehrten Seebarsch nachstellen. Beide stammen aus dem Bigoudenland, einer malerischen Gegend im Departement Finistère, die viel Charakter und Tradition besitzt. Und die wird auch gelebt: Der Name des Bigoudenlandes bezieht sich auf den Kopfschmuck, die berühmten Spitzhauben, die die Frauen hier früher trugen. Sie krönten die spitzenverzierten Trachten bis ins 19. Jahrhundert - und diese Kunst lebt immer noch weiter. Ebenso wie die Musik. Bagads nennen sich die Musikensembles, bestehend aus Blasinstrumenten wie Bombarde und Dudelsack. Dazu kommen viele kleine Trommeln, ganz in der Art schottischer Pfeifenkapellen. Es gibt viel zu entdecken in der Bretagne - der rauen Schönheit am Atlantik.
20:15
Mitch McDeere ist ein junger und ehrgeiziger Juraabsolvent, der in der renommierten Anwaltskanzlei Bendini, Lambert & Locke eine vielversprechende Anstellung findet. Gemeinsam mit seiner Frau Abby genießt er die Vorteile und das Prestige seines Postens. Die Firma, wie die Kanzlei von den Angestellten genannt wird, bezahlt nicht nur gut, sondern engagiert sich auch für die Familien der Mitarbeiter. Das Leben des jungen Ehepaares scheint perfekt. Dass "die Firma" sich auch um eine andere Art von Familie kümmert, die Mafia, wird Mitch erst klar, als ihm ein FBI-Agent von mysteriösen Todesfällen unter ehemaligen Angestellten berichtet. Demnach würde die Kanzlei mit einem Clan gemeinsame Sache machen. Mitch soll für das FBI geheime Dokumente seines Arbeitgebers beschaffen, um die mafiösen Machenschaften beweisen zu können. Damit würde er jedoch nicht nur gegen seinen Eid als Anwalt verstoßen, sondern auch Gefahr laufen, selbst ins Fadenkreuz der Mafia zu geraten. Mitch muss sich entscheiden.
22:40
Der US-Schauspieler Tom Cruise drehte mit renommierten Regisseuren wie Martin Scorsese ("Die Farbe des Geldes"), Sydney Pollack ("Die Firma"), Oliver Stone ("Geboren am 4. Juli"), Michael Mann ("Collateral"), Paul Thomas Anderson ("Magnolia") und Steven Spielberg ("Krieg der Welten", "Minority Report"). Er geht voll und ganz in seinen Rollen auf; als Held von "Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel" ist er ebenso überzeugend wie als Hauptdarsteller des letzten Kubrick-Films "Eyes Wide Shut". Doch trotz all dieser Erfolge hat Hollywood seinen Kultstar nie mit einem Oscar belohnt. Auf der Höhe seines Ruhms kam Cruise zu Fall, als er sich immer stärker bei der Sekte Scientology engagierte, zu deren prominentesten Gesichtern er zählt. Alle seine Frauen haben ihn verlassen, von Mimi Rogers über Nicole Kidman bis zu Katie Holmes, und er scheint im Leben sehr alleine zu sein. Liegen die Ursachen in seiner schwierigen Kindheit und Jugend, bei seinem gewalttätigen Vater, der von seiner Mutter verlassen wurde? Seine Filme verraten einiges über ihn, denn Cruise interpretiert die Drehbücher immer wieder neu, um viel von seiner eigenen Geschichte hineinzulegen.
23:35
Hinter den Kulissen hat sich Hollywood jahrelang den Wünschen der chinesischen Zensur gebeugt. Zum Wendepunkt wurde das Jahr 1997, als mit "Sieben Jahre in Tibet", "Kundun" und "Red Corner" drei Filme in die Kinos kamen, die das Missfallen Pekings erregten. Die beteiligten Studios wurden danach von Peking auf eine "schwarze Liste" gesetzt. Fortan suchten die Studios, in ihren Filmen umstrittene Personen wie den Dalai Lama oder Themen wie Taiwan zu vermeiden. Die Dokumentation zeigt auf, wie US-amerikanische Filmstudios zugunsten möglicher Profite auf dem chinesischen Kinomarkt in vorauseilendem Gehorsam Storys und Drehbücher verbiegen. In keinem modernen Thriller darf China mehr der Bösewicht sein. Gerne werden dafür zusätzliche chinesische Figuren in ihre Geschichten eingebaut. Und manchmal taucht die chinesische Armee in Science-Fiction-Blockbustern als Retterin in der Not auf. Sogar einen ihrer größten Stars hat die Traumfabrik fallen lassen, weil sein Engagement für ein freies Tibet der Pekinger Regierung missfällt: Richard Gere. Der Filmemacher Mario Sixtus reist nach Hollywood und trifft sich mit dem Fachjournalisten Erich Schwartzel, dem Filmproduzenten Chris Fenton, dem Drehbuchautor Jeremy Passmore, dem Historiker Thomas Doherty und James Tager vom US-amerikanischen Schriftstellerverband PEN. Ergänzt werden die Gespräche durch Beobachtungen aus China von der Hongkonger Filmemacherin Sophia Shek und der Journalistin Miriam Steimer.