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TV Programm für ARTE am 15.02.2026

Alte Schachteln aus Belgien 04:35

Alte Schachteln aus Belgien: Kontrollierte Herkunft

Comedyserie

Ein Mann geht mit seiner Ehefrau ins Restaurant. Da sie seit 40 Jahren zusammen sind, haben sie sich nicht viel zu sagen. Sie schweigen bei allen Gängen des Menüs - bis am Nebentisch eine Diskussion über ein "echtes Bresse-Huhn" entflammt ...

Kambodschas größter Regenwald 05:05

Kambodschas größter Regenwald: Die Rückkehr der Königsschildkröte

Natur und Umwelt

Das Kardamomgebirge ist Heimat für Kambodschas wildlebende Elefanten. Im Schutzgebiet Phnom Samkos dokumentieren Kamerafallen das geheime Leben der letzten wilden Herden. Auch extrem seltene Tiere wie der Gaur oder der scheue Nebelparder streifen hier durch den Dschungel. Tierschützer wie Samorn Vireak hoffen, durch moderne Technik bedrohte Arten besser schützen zu können, bevor sie für immer verschwinden. Doch nicht nur die Tier-, sondern auch die Pflanzenwelt ist außergewöhnlich: Der Adlerholzbaum etwa liefert das Rohmaterial für eines der teuersten Duftöle der Welt - das sogenannte "Oud". Die Südliche Batagur-Schildkröte, auch Königsschildkröte genannt, galt einst in Kambodscha als ausgestorben. Heute ist sie eines der Nationaltiere Kambodschas. In einer Zucht- und Auswilderungsstation der "Wildlife Conservation Society" im südlichen Kardamomgebirge werden die Schildkröten liebevoll aufgezogen und nach Jahren ausgewildert. Eine Reise durch das Kardamomgebirge zeigt einen einzigartigen und dennoch bedrohten Lebensraum. Ranger, Biologen und Dorfbewohner setzen sich gemeinsam für den Erhalt der Artenvielfalt ein.

Geschichte schreiben 05:50

Geschichte schreiben: Hausgötter im alten Rom, Big Brother der Antike?

Geschichte

Sie sollten das Heim römischer Bürgerinnen und Bürger vor Unheil bewahren: Laren und Penaten, die Schutzgeister der Familie. Um die Hausgötter um ihr Wohlwollen zu bitten, betete die Familie täglich vor einem Hausschrein, dem sogenannten Lararium. Neben den privaten Hausgöttern gab es auch "Lares publici", die ganze Orte, Plätze und Wegkreuzungen schützen sollten. Wo früher Schutzgötter wachten, finden sich heute Videoüberwachungssysteme - Zufall oder moderner Ausdruck eines Urbedürfnisses?

Vergessene Königinnen 06:00

Vergessene Königinnen: Schatzfund an der Adria

Archäologie

Ein Prunkgrab an der italienischen Adria stellt gängige Vorstellungen über Männer und Frauen im vorgeschichtlichen Europa auf den Kopf. Denn der Fund in Numana passt nicht in das gewohnte Bild früher Machtstrukturen und Geschlechterrollen: Der toten Frau wurden ausgefallene und wertvolle Objekte mit auf die Reise ins Jenseits gegeben. Ihre Grabbeigaben offenbaren: Sie war reich, kulinarischen Genüssen zugetan, ästhetisch anspruchsvoll. Und sie war ein prominentes Mitglied ihrer Gesellschaft. Dafür spricht allein der monumentale, ringförmig angelegte Grabkomplex. War sie eine Fürstin, vielleicht sogar Königin? Organisierte sie große kultische oder politische Festivitäten? Bis heute gibt die Unbekannte von Numana der wissenschaftlichen Fachwelt viele Rätsel auf. Expertinnen und Experten aus Deutschland und Italien versuchen, ihre Identität zu klären. Mit allen Verfahren investigativer Restaurierung und Analyse wollen sie mehr über diese Frau und die Gesellschaft herausfinden, in der sie lebte. Aber auch über ihr Volk - die rätselhaften Picener. Die Picener lebten in dieser Frühzeit der späteren Weltmacht Rom in der Region des heutigen Ancona. Reiche Gräber belegen: In der Eisenzeit gelangten in Italien, Frankreich und Deutschland Frauen in höchste Positionen - die Unbekannte aus Italien, die Fürstin von der deutschen Heuneburg und die Dame von Vix. Drei außergewöhnliche Frauen und drei außergewöhnliche Grabstätten, die einen Wandel im Rollenbild der Geschlechter dokumentieren.

Rätselhaftes Stonehenge 06:55

Rätselhaftes Stonehenge: Die Spur der Steine

Dokumentation

Der Steinkreis von Stonehenge ist weltbekannt - doch um seine Entstehung ranken sich viele Rätsel. Britische Forscherinnen und Forscher brachten in langwieriger Kleinarbeit erstaunliche Erkenntnisse ans Licht. Das wichtigste Ergebnis: Stonehenge hatte seinen Ursprung anscheinend auch außerhalb Englands. Ihrer Deutung zufolge gehörten die ältesten Steine des Monuments ursprünglich zu einem noch viel älteren Steinkreis, der weit entfernt vom heutigen Standort errichtet wurde, und zwar im Westen von Wales. Mit modernsten Hilfsmitteln sammelte das Archäologenteam unter der Leitung von Professor Mike Parker Pearson vom University College London Hinweise, um das Rätsel um die Herkunft der Blausteine zu lüften. Im Laufe ihrer Untersuchungen gingen die Fachleute jeder Spur nach: von den großen Legenden um den Zauberer Merlin bis hin zu den verschiedenen chemischen Signaturen mikroskopisch kleiner Felsstücke. Durch die Kombination innovativer 3D-Scans mit traditioneller archäologischer Feldforschung und neuartigen Laboranalysen entdeckten die Forscher den Ursprung der Steine. Höchstwahrscheinlich wurden sie bereits 400 Jahre vor ihrer Aufstellung in Stonehenge abgebaut.

Das Trojanische Pferd 07:50

Das Trojanische Pferd: Auf der Spur eines Mythos

Geschichte

Die Geschichte vom Trojanischen Krieg ist eine der bedeutendsten Erzählungen Europas. Erst nach zehnjährigem Kampf soll es den Griechen mit Odysseus' List gelungen sein, in die scheinbar uneinnehmbare Stadt einzudringen und sie zu erobern. Ein gigantisches hohles Holzpferd, in dem sich griechische Soldaten versteckten, wird den Trojanern als Geschenk präsentiert. Trotz Warnungen ziehen die Ahnungslosen die Attrappe in die Stadt. Im Schutz der Dunkelheit schlüpfen die Griechen aus dem Pferd und öffnen ihren Kameraden die Tore. Das einst mächtige Troja geht in Flammen auf. Doch was, wenn alles ganz anders war? Neue Erkenntnisse legen nahe, dass diese Geschichte möglicherweise umgeschrieben werden muss. Das Trojanische Pferd war vermutlich gar kein Pferd. Doch wie gelang es den Griechen dann, ihre Feinde zu überlisten? Und welche Rolle spielt der antike Autor Homer in diesem Zusammenhang? Dem Forscher Francesco Tiboni zufolge muss sich die Geschichte des Trojanischen Pferdes anders zugetragen haben. Historische Funde und Darstellungen erscheinen ihm zu uneinheitlich. Tiboni bereist verschiedenste archäologische Fundorte und beleuchtet konkurrierende Theorien sowie neue Erkenntnisse über die Kriegslist der Griechen und das legendäre Ende des Trojanischen Krieges. Die Filmemacher begleiten ihn in die Tiefen des Mittelmeeres, wo Tiboni schließlich auf Hinweise stößt, die seiner Theorie neue Nahrung geben - und vielleicht helfen, das 3.000 Jahre alte Rätsel zu lösen.

42 - Die Antwort auf fast alles 08:45

42 - Die Antwort auf fast alles: Warum gehen wir auf Gold so ab?

Infomagazin

Für die alten Ägypter war Gold das "Fleisch der Götter", mit dem nur Pharaonen und Priester ihren guten himmlischen Draht unterstreichen durften: Das Edelmetall schien den Glanz der Sterne einzufangen und verkörperte auch deshalb Ideen der Ewigkeit. Mit diesen Assoziationen hat unsere besondere kulturelle Beziehung zu Gold begonnen. Menschen haben über Jahrtausende gelernt, Gold wertvoll und besonders zu finden. Eine große Rolle dabei spielt natürlich, dass alles bislang geförderte Gold der Welt nur drei olympische Schwimmbäder füllen würde. Aber hinter dem besonderen Status von Gold steckt noch mehr als seine Seltenheit. Warum uns sein Anblick buchstäblich beglückt, das erklärt der Wahrnehmungspsychologe Roland Fleming mit Reaktionen unseres Gehirns auf den besonderen Glanz und die Farbe des Metalls. Und wie letztere entstehen - dafür muss die Astrophysikerin Anna Frebel Einsteins Relativitätstheorie bemühen. Die auf diese Weise erklärbaren Besonderheiten des Gold-Atoms beeinflussen auch seine Materialeigenschaften, die es unseren Vorfahren leicht machten, Kultgegenstände daraus herzustellen. Und irgendwann auch: Geld. Die ersten Gold-Münzen markierten den Beginn des Kapitalismus, sagt Arnaud Manas, Historiker von der Französischen Nationalbank. Die Suche nach der speziellen Wirkung von Gold wird zum Streifzug durch die Geschichte, durch die Mechanismen unseres Gehirns, die Welt der Atomphysik - und führt letztlich hinaus ins All ...

Das gebaute Versprechen - Obdachlosenunterkünfte 09:15

Das gebaute Versprechen - Obdachlosenunterkünfte

Dokumentation

Bis 2030 will die Europäische Union die Obdachlosigkeit in der EU abschaffen. Derzeit leben hier rund 1,3 Millionen Menschen auf der Straße. Doch wie sieht Architektur aus, die dieses Versprechen einlösen kann? Wie baut man für Menschen, die oft traumatisiert sind und erst wieder lernen müssen, mit Wänden und Nachbarn zu leben? Vier Projekte zeigen, wie man individuelle Lösungen findet. In Wien: Das "VinziDorf" für alkoholkranke obdachlose Männer und das "VinziRast" mittendrin, wo Studierende und ehemals Obdachlose in WGs zusammenwohnen. In Frankfurt am Main leuchtet der Bau "lebensraum o16" wie ein Diamant im Ostpark. Architekten, Künstler, Obdachlose, Anwohner und Sozialarbeiter haben die Unterkunft gemeinsam entwickelt, die Sichtbarkeit statt Stigmatisierung schafft. Im "Maison de Rodolphe" in Lyon leben ehemals Obdachlose mit Hund und Katze, aber auch Familien. Die Holzhäuser mit Modulen sind so gebaut, dass sie ein soziales und friedliches Miteinander ermöglichen - individuell gestaltet und reproduzierbar.

Twist 09:40

Twist: Trost: Was hilft, wenn nix hilft?

Magazin

Für viele ihrer Fans sind sie Trostspender: die Songs der vierköpfigen Indie-Pop-Band Jeremias. Frontman Jeremias Heimbach und Gitarrist Oliver Sparkuhle erzählen, wie wichtig es ist, sich in traurigen Momenten gesehen zu fühlen, dass Lieder im besten Fall wie eine Umarmung wirken können und wie sie sich auch gegenseitig mit Songs stützen. Und was, wenn ein geliebter Mensch stirbt? Kann es da überhaupt Trost geben? Oder lernt man vor allem, mit dem Verlust umzugehen? Die Dichterin Nora Gomringer hat sich nach dem Tod der Mutter intensiv mit deren Leben, der eigenen komplizierten Familiengeschichte und ihrer Trauer auseinandergesetzt. Daraus ist ein unfassbar komisches, tieftrauriges und tröstliches Buch geworden: "Am Meerschwein übt das Kind den Tod". Yeo-Rhim Yoon spielt meisterhaft Cello. Ein Instrument, das besonders berührt, weil es der menschlichen Stimme so nahekommt. Das erlebt sie vor allem, wenn sie auf Beerdigungen spielt. Jetzt kommt ihr erstes Soloalbum mit Werken zeitgenössischer Komponistinnen und Komponisten heraus: "Solace" heißt es - Trost. Und was hilft, wenn überhaupt nix hilft? Ein Teller heiße Suppe. Inmitten von Krieg in der Heimat sucht die ukrainisch-britische Köchin Olia Hercules im gemeinsamen Essen Trost. Die prominente Food-Autorin, die auch für Ottolenghi gearbeitet hat, kocht für "Twist" Borschtsch und erzählt von der heilenden Kraft von Comfort-Food. Darüber schreibt sie auch in ihrem neuesten Buch "Strong Roots".

Yellowstone - Das Geheimnis der Wölfe 10:15

Yellowstone - Das Geheimnis der Wölfe

Dokumentation

Seit Jahrhunderten jagen und töten Menschen Wölfe. Die Tiere galten als gnadenlose Killer, und in vielen Teilen der Welt wurden sie ausgerottet. Yellowstone, der erste Nationalpark der Welt, war keine Ausnahme. Menschen schufen sich dort das idealisierte Bild eines Naturparadieses. Für Wölfe war darin kein Platz, und 1926 wurden die letzten Wölfe getötet. Statt die perfekte Wildnis zu schaffen, löste der Mensch in Yellowstone jedoch eine Kettenreaktion mit ungeahnten Folgen aus, die das gesamte Ökosystem des Nationalparks aus dem Gleichgewicht brachte. Ohne Wölfe vermehrte sich die Population der Wapiti-Rothirsche explosionsartig. Der Nationalpark versuchte, den Anstieg des Bestands durch gezielte Jagd in den 1960er Jahren zu dezimieren. Der Erfolg war nur von kurzer Dauer. Ohne die Wölfe vermehrten sich die Wapitis erneut sehr schnell. Auch die Öffentlichkeit wandte sich gegen die Tötung der Wapitis. 70 Jahre nachdem die letzten Wölfe durch den Yellowstone-Nationalpark streiften, wurden dort ab 1995 wieder Wölfe angesiedelt - ein weltweit einmaliges Experiment. Für den Yellowstone-Nationalpark erwies es sich als Segen. Die Tiere erfüllten die Erwartungen, die man in sie gesetzt hatte - und veränderten das Ökosystem grundlegend, mit überraschenden Folgen für Tier- und Pflanzenwelt.

Sardinien - Das Rätsel der Nuraghen-Türme 11:45

Sardinien - Das Rätsel der Nuraghen-Türme

Dokumentation

Sardinien ist vor allem für seine spektakuläre Landschaft bekannt, für seine steilen Klippen, weißen Sandstrände und türkisfarbenen Küstengewässer. Doch im Hinterland der Mittelmeerinsel verbergen sich ungeahnte Schätze: die Überreste einer Zivilisation, die vor fast 4.000 Jahren entstand und deren Spuren auf wundersame Weise die Zeiten überdauert haben. Während im pharaonischen Ägypten die letzten Pyramiden und auf dem europäischen Festland die letzten Dolmen erbaut wurden, schuf auf Sardinien eine mächtige und wohlhabende Zivilisation eine völlig neue Art von Monumenten - darunter festungsähnliche Türme, die Nuraghen. Es sind rätselhaft anmutende, in die Vegetation eingebettete Schreine und riesige, geometrisch geformte Grabstätten. Die Nuragher-Kultur geriet im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit. Heute allerdings wird viel unternommen, um ihr über die Berge und Ebenen der Insel verstreutes Erbe wiederzuentdecken. Wer war das Volk der Nuragher? Wie lebten und woran glaubten sie? Wie gestalteten sich ihre Bestattungsriten? Wie lässt sich ihr unglaublicher Wohlstand erklären, der fast tausend Jahre anhielt? Der Film dokumentiert die Arbeit der Archäologen und Wissenschaftler, die sich vorgenommen haben, die Geheimnisse dieser ungewöhnlichen Kultur zu lüften.

Die Wikinger 13:20

Die Wikinger

Abenteuerfilm

Der König des englischen Königreiches Northumbria ist von den Wikingern ermordet worden. Seine Witwe, Königin Enid, muss dem Wikingerkönig Ragnar zu Willen sein und bringt neun Monate später ihren Sohn Erik zur Welt. Enid gelingt es, das illegitime Kind vor dem neuen, intriganten König Aella in Sicherheit zu bringen und seine Identität geheim zu halten. Doch dann wird Erik von den Wikingern geraubt und im hohen Norden als Sklave gehalten. Er trägt ein Amulett, aber niemand weiß, was es bedeutet und dass der Knabe der Halbbruder von Einar ist, dem Sohn und zukünftigen Erben von König Ragnar. Auch Erik selbst ahnt 20 Jahre lang nicht, wer er ist. Als sich sowohl Einar als auch Erik in die schöne Prinzessin Morgana verlieben, scheint ein Kampf unausweichlich. Die beiden Halbbrüder treffen aufeinander und ein Kampf um Leben und Tod beginnt, bei dem nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern auch das der englischen Krone auf dem Spiel steht ... Auch wenn die historischen Fakten in diesem berühmten Kostümfilm nicht wirklich authentisch zu nennen sind, zeichnet er ein in weiten Teilen glaubwürdiges Bild der Wikinger als wagemutige und wilde Seefahrer. Zudem besticht der Film durch farbenprächtig wiedergegebene Riten und beeindruckende Aufnahmen an Originalschauplätzen.

Troja - Schliemanns Suche nach der Stadt Homers 15:10

Troja - Schliemanns Suche nach der Stadt Homers

Dokumentation

Der Autodidakt Heinrich Schliemann, der sich selbst das Altgriechische beigebracht hat, ist von antiken Mythen inspiriert - insbesondere von den Geschichten rund um den zehnjährigen Krieg zwischen Trojanern und Achäern um die Stadt Troja und die schöne Helena. Dieser Krieg endet mit dem Fall und der Plünderung der legendären Stadt durch ein griechisches Heer unter der Führung von König Agamemnon von Mykene. Wie alle Gebildeten seiner Epoche hatte auch Schliemann die berühmtesten Epen der westlichen Welt gelesen: Homers Ilias und Odyssee. Schliemann will Homers Troja unbedingt finden. Er gräbt, wo es am aussichtsreichsten scheint: auf dem Hügel Hisarlik in der Westtürkei. Am Ende jedoch wird Schliemann feststellen müssen, dass er sich geirrt hat, die Funde legen es nahe. Bis heute dauert die Suche nach Troja an. Längst geht die Forschung nicht mehr davon aus, dass Troja in einem Krieg um eine schöne Frau untergegangen ist. Das antike Troja lag am Meer. Kriege um Handel und Macht sind genauso wahrscheinlich, wie Keilschrifttafeln andeuten. Und das Troja Homers, der die Erzählung mehrere Jahrhunderte nach der Zerstörung aufschrieb, könnte auch aufgrund des klimabedingten Zusammenbruch der späten Bronzezeit sein Ende gefunden haben.

Van Gogh - Zwei Monate und eine Ewigkeit 16:45

Van Gogh - Zwei Monate und eine Ewigkeit

Dokumentation

Die beiden letzten Monate im Leben des Vincent van Gogh im Sommer 1890 in Auvers-sur-Oise stehen für das Klischee des tragischen Künstlerloses und die Legende des wahnsinnig gewordenen Malers. Während dieser schicksalhaften Zeit und in den ersten Jahren danach gab es eine Zeitzeugin, die von der Kunstgeschichte wenig beachtet wurde: Johanna van Gogh-Bonger. Sie war mit Vincents Bruder Theo verheiratet. Sie traf ihren Schwager nur drei Mal in ihrem Leben. Als Theo im Januar 1891 nur sechs Monate nach Vincents Freitod ebenfalls starb, erbte sie den gesamten Nachlass, darunter die verbliebenen Werke Vincents und den Briefwechsel der beiden Brüder. Das Genie Vincent van Goghs wurde zu dessen Lebzeiten lediglich von einer kleinen Avantgarde erkannt. Johanna, die sich mit Kunst kaum auskannte, kehrte nach Theos Tod in ihre niederländische Heimat zurück. Dort bezog sie eine Villa und bestritt ihren Lebensunterhalt als Pensionsbetreiberin. Vor allem aber setzte sie sich das Ziel, die Aufgabe ihres Mannes fortzuführen: das Werk Vincent van Goghs international bekanntzumachen. Geduldig arbeitete sie sich durch Hunderte Werke und Briefe, knüpfte Kontakte zu Kunstkritikern und -händlern, organisierte Ausstellungen und veröffentlichte die Korrespondenz zwischen den Brüdern. Ihr ganzes Leben war fortan auch dem Anliegen gewidmet, dem Talent ihres Schwagers die gebührende Anerkennung zu verschaffen. Mit der Veröffentlichung ihrer Tagebücher wurde endlich auch ihre eigene bedeutende Rolle für die Kunstgeschichte publik.

Lang Lang in der Carnegie Hall 17:40

Lang Lang in der Carnegie Hall

Dokumentation

Es ist ein breitgefächertes Programm, das sich Lang Lang 2003 für sein Solo-Debüt ausgesucht hat. Nach einer eher klassischen ersten Hälfte interpretiert er nach der Pause den chinesischen Komponisten Tan Dun, um mit der sogenannten Don-Juan-Fantasie von Franz Liszt schließlich den halsbrecherischen Höhepunkt zu setzen. Bei all seinem Spiel bleibt Lang Lang dem Publikum stets nah. "Er macht es dem Publikum einfach, selbst denjenigen, die keine Ahnung von klassischer Musik haben", beobachtet Körpersprachenexperte Stefan Verra. Auch das gefürchtete Meisterwerk "Réminiscences du Don Juan de Mozart" von Franz Liszt spielt er scheinbar mühelos, mit ansteckender Begeisterung. Schon als kleiner Junge wird Lang Lang von seinem Vater zum Pianisten gedrillt: Der beste Klavierspieler der Welt soll er werden. Seine Mutter darf er nur selten sehen, damit sie ihn nicht vom Üben abhält. Als er zum Abschluss seines Carnegie-Hall-Debüts seinen Vater auf die Bühne bittet, um mit ihm zusammen über ein chinesisches Volkslied zu improvisieren, endet ein Lebensabschnitt - und ein neuer beginnt. Nicht nur für Lang Lang selbst, sondern auch für langjährige Weggefährten wie den Dirigenten Christoph Eschenbach, den Komponisten Tan Dun und seinen Lehrer Gary Graffman war dieses Konzert ein magischer Moment. Die US-amerikanische Pianistin Claire Huangci kennt Lang Lang ebenfalls seit jungen Jahren. Auch der Kanadier Bruce Liu kommt zu Wort; er gilt ebenfalls als Shooting Star am Klavier. Gemeinsam mit dem Audio-Producer Christian Gansch und dem Körpersprachenexperten Stefan Verra erklären sie die Kontexte von Lang Langs legendärem Rezitalabend.

Karambolage 18:25

Karambolage: Der Cubi / Gluck, gluck / Der FC Sankt Pauli

Magazin

Ein künstlerisches und humorvolles Spiel mit Klischees bietet dieses Magazin. In jeder Folge werden dabei bestimmte Eigenheiten der Franzosen und Deutschen unter die Lupe und auch aufs Korn genommen.

Zu Tisch 18:40

Zu Tisch: Litauen

Essen und Trinken

An den Ostertagen dreht sich alles ums Ei - ganz besonders im Nordosten Europas. In Litauen ist Ostern nicht nur religiöser Feiertag, sondern auch das erste Fest des Frühlings. Das liebevoll und handwerklich geschickt gefärbte Ei ist das wichtigste Ostersymbol: Es steht für Leben, Wohlstand und eine reiche Ernte. Im Dorf Sabaliske nahe der weißrussischen Grenze pflegt Familie Trubilene die traditionellen Osterbräuche. Auf den Tisch kommen Klassiker der Landesküche wie litauischer Kartoffelsalat, Hering mit eingelegten Zwiebeln und Zeppelini - Kartoffelklöße mit einer Hackfleischfüllung. Aber sie schaffen auch moderne Kreationen mit Symbolkraft: Tochter Elze zaubert mit einem Spinatbiskuit eine süße grüne Frühlingstorte.

ARTE Journal 19:10

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Träume aus Stoff - Modemacherinnen in Sierra Leone 19:30

Träume aus Stoff - Modemacherinnen in Sierra Leone

Dokumentation

Traumstrände, eine sattgrüne Hügellandschaft, leuchtend rote Erde - die Verbundenheit der Sierra-Leoner zu ihrem kleinen Land im Westen Afrikas ist groß, obwohl die Grausamkeiten des Bürgerkrieges tiefe Narben hinterlassen haben. Inzwischen mussten die Menschen auch noch Ebola und Covid-19 verkraften. Dass das Land noch zu den ärmsten der Welt gehört, trifft die Frauen besonders hart. Doch es gibt Hoffnung. Die Zukunft Sierra Leones ist bunt, extravagant, nachhaltig und weiblich. In den Vierteln rund um Freetowns Wahrzeichen, den über 300 Jahre alten Cotton Tree, wächst seit einiger Zeit eine pulsierende Modeszene, in der Frauen aus traditionellen sierra-leonischen Stoffen neue Styles und Trends entwickeln. Das Ziel der Modemacherinnen: Die Welt soll Sierra Leone endlich in seiner ganzen Schönheit und Vielfalt wahrnehmen und Frauen sollen gleichzeitig ein unabhängigeres Leben führen können. Seit zweieinhalb Jahren bringt Mary-Ann Kaikai Frauen im Rahmen eines Ausbildungsprogramms Gara Tie Dye, die Herstellung von Batikstoffen, bei. Für die alleinerziehende Mutter Isatu Conteh, die aufgrund ihrer Schwangerschaft die Schule abbrechen musste, bedeutet Gara endlich Hoffnung auf ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben. Die Filmemacher begleiten Frauen, die aus der Arbeit mit traditionellen Stoffen Mut und Zuversicht schöpfen. Eine lebensbejahende Dokumentation, die einen Einblick in die Lebenswelt von Frauen gewährt und die Schönheit ihrer Heimat zeigt, der sie sich trotz ihrer schwierigen Lebensumstände zutiefst verbunden fühlen.

Hi-Lo Country - Im Land der letzten Cowboys 20:15

Hi-Lo Country - Im Land der letzten Cowboys

Drama

"The Hi-Lo Country" ist eine karge Weidegrasgegend in New Mexico im Süden der USA. Die Cowboys Pete Calder und Big Boy Matson haben sich vor dem Zweiten Weltkrieg kennengelernt und sind seither beste Freunde. Beide haben als Soldaten in Übersee gekämpft. Mit dem bisschen gesparten Sold versucht Pete nun, seine kleine Ranch hochzupäppeln, und Big Boy, der für den befreundeten Rancher Hoover als Cowboy arbeitet, unterstützt ihn nach Kräften. Während ihrer Zeit in der Armee hat der Großgrundbesitzer Jim Ed Love die Viehzucht in ihrer Gegend industrialisiert und damit ein Vermögen verdient. Selbst Big Boys kleiner Bruder, Little Boy, arbeitet jetzt für ihn. Doch für Pete und Big Boy sind Freiheit und das Leben auf dem Feld wichtiger als ein geregeltes Einkommen. Nichts kann die beiden Freunde auseinanderbringen - bis Mona wieder auftaucht. Pete hatte schon vor dem Krieg ein Auge auf sie geworfen. Doch jetzt ist sie zu allem Überfluss mit dem Vorarbeiter ihres Widersachers Jim Ed Love verheiratet. Pete wendet sich daraufhin Josepha zu, die ihn seit langer Zeit liebt. Big Boy hingegen findet Gefallen an dem riskanten Spiel und wird Monas Geliebter. Dadurch wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt, denn Pete kann nicht aufhören, an Mona zu denken. Zudem heizt Big Boy die Rivalität zwischen den Lagern der traditionellen Cowboys und der industriellen Viehzüchter immer weiter an. Damit gerät er auch in Konflikt mit seinem kleinen Bruder, der loyal zu seinem Chef steht. Die Emotionen kochen über, und Pete steht mit seinen widerstreitenden Gefühlen im Auge des Hurrikans.

Platoon 22:05

Platoon

Kriegsfilm

Getrieben von seinem Sinn für Gerechtigkeit verpflichtet sich der junge Chris Taylor für ein Jahr in der Armee, um in Vietnam seinem Land zu dienen. Das Jahr ist 1967: Bereits eine Woche nach seiner Ankunft bei der US-Infanterie erkennt Chris die ganz und gar glanzlose Wirklichkeit des Krieges. In den Tiefen des Dschungels ist er niemand mehr; im Kampf erweist er sich als unfähig. Trotzdem sympathisiert der junge Soldat zunächst mit seinen erfahrenen Kameraden; er bewundert die charismatischen Qualitäten seiner Vorgesetzten Barnes und Elias. In der geschlossenen Gesellschaft seiner Einheit verliert Chris dann doch alle Illusionen, als er mit der Brutalität seines eigenen Lagers konfrontiert wird. Aber Zusammenhalten ist keine Wahl, sondern Notwendigkeit. Kameradschaft steht im Mittelpunkt von "Platoon", mit der Suche nach Authentizität als innere Triebkraft des Protagonisten. Angewidert von der Banalität des zivilen Lebens und erschüttert von der sinnlosen Gewalt des Krieges verliert Chris allmählich den Verstand. Die Solidarität innerhalb der Truppe wird zur Fatalität, zum Fluch, wenn sich die Handlungen im Feld jeder Moralität entziehen. Der Feind, das ist zunehmend das eigene Gewissen.

Trump, mein Vater und ich 00:55

Trump, mein Vater und ich

Dokumentation

Auch fünf Jahre nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 haben die USA noch immer mit den politischen und sozialen Spannungen zu kämpfen, die damals offen zutage traten. An einem Morgen im Januar 2021 trifft ein Konvoi von FBI-Fahrzeugen vor dem Haus von Guy Reffitt ein. Bewaffnete Agenten verhaften ihn wegen seiner Beteiligung am Sturm aufs Kapitol. Das Besondere daran: Der Hinweis kam von seinem Sohn Jackson. Die Reffitts, eine normale Mittelklassefamilie - bis Politik und Extremismus ihre Welt auseinandersprengen. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte aus der Sicht des Sohnes. Die Folgen seiner Entscheidung, den Vater anzuzeigen, sind für ihn schwer zu ertragen. Schuldgefühle, aber auch die Schockwellen, die dieses Ereignis in seiner Familie auslösen, treiben ihn um. Die Mutter Nicole radikalisiert sich ebenfalls und steht schließlich voll hinter der politischen Einstellung ihres Mannes. Nach der Verhaftung engagiert sie sich immer stärker in der nationalistischen MAGA-Bewegung. Sie setzt sich öffentlich für ihren Mann und die anderen Verurteilten ein. Die Töchter stehen zu Mutter und Vater. Aber die Kluft, die die Familie zu zerreißen droht, belastet auch sie. Nach der Verurteilung von Guy Reffitt zu siebeneinhalb Jahren Haft wird Jackson zunehmend zur Zielscheibe von MAGA-Anhängern. Er erhält Todesdrohungen. Mit der Wiederwahl Trumps und seiner Begnadigung der Angreifer vom 6. Januar 2021 eskaliert die Situation. Die inneren Kriege der USA und die Zerrissenheit der amerikanischen Gesellschaft werden auch in dieser sehr persönlichen Familiengeschichte greifbar.

Nilas Traum im Garten Eden 01:50

Nilas Traum im Garten Eden

Dokumentarfilm

"Nilas Traum im Garten Eden" begleitet Leyla bei ihrem Kampf um die Identität und Anerkennung für ihre Tochter Nila. Als uneheliches Kind existiert diese vor dem iranischen Gesetz nicht. Sie bekommt keine Papiere, kann weder zur Schule gehen noch medizinische Versorgung erhalten. Die Türen der iranischen Gesellschaft sind für sie verschlossen. Im Gegensatz zu Frauen, die im Iran systematisch unterdrückt werden, bestehen für Männer qua Gesetz so gut wie keine Einschränkungen. Leyla und Nila versuchen verzweifelt, diesem Kreislauf zu entkommen und sich aus dem Leben im Untergrund zu befreien. Sie kämpfen gegen bürokratische Hürden und undurchsichtige Regeln eines willkürlichen Staates, der blind gegenüber dem Schicksal eines Kindes ist. Trotz allem schaffen sie es, ihre Zuversicht zu bewahren - sie malen, singen, tanzen und träumen von großen Reisen, einem Jetset-Leben im Luxus und einer wundersamen Fügung. Sie sind ein lebendiges Beispiel dafür, dass Träume und Hoffnungen selbst düstersten Umständen trotzen. Regisseurin Niloufar Taghizadeh kennt Leyla aus Schulzeiten und erfährt Jahre später von ihrer Geschichte, die von einer absurden Lücke im iranischen Gesetz bestimmt wird. Getrieben von dem Wunsch, das Leben der beiden und vielen anderen undokumentierten Kindern im Iran zu verändern, begab sie sich auf eine riskante Reise, um diesen Film zu drehen. Fast drei Jahre begleitet sie die beiden und dreht, zum Teil undercover in iranischen Behörden und hinter verschlossenen Türen bei Entscheidungsträgern des Systems, um eine Geschichte zu erzählen, die es offiziell nicht geben darf.

Rihanna: Inselkind, Popstar, Nationalheldin 03:30

Rihanna: Inselkind, Popstar, Nationalheldin

Musikerinnenporträt

1988 in Saint Michael geboren, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen auf der Karibikinsel Barbados, verlässt Rihanna schon in Teenagerjahren die Insel, um in New York zu einem der größten Popstars und zur milliardenschweren Unternehmerin aufzusteigen. Mit mehr als 250 Millionen verkauften Tonträgern und einem Kosmetik-Imperium wird Rihanna in den USA zur jüngsten Selfmade-Milliardärin. Doch die enge Verbindung zu ihrer Heimatinsel hat sie nie gekappt. Von Beginn ihrer Karriere an trägt Rihanna die Verantwortung, das Land in der Welt zu repräsentieren. Anhand der Diskussionen über Rihannas Musik und ihr öffentliches Auftreten verhandelt die barbadische Gesellschaft bis heute ihre nationale Identität, Geschlechterrollen und ihre koloniale Vergangenheit. Als sich Barbados im Jahr 2021 endgültig von der britischen Krone lossagt und sich zur Republik erklärt, wird Rihanna feierlich zur ersten Nationalheldin der Republik Barbados ernannt. Kannte man die Insel vor einer Dekade lediglich als exotische Touristendestination, gilt Barbados heute als gewichtige Stimme für Klimagerechtigkeit und als Vorreiter in einer Debatte über Reparationszahlungen für Sklaverei. Die Dokumentation erkundet, welche Rolle Rihanna für Barbados' Aufbruch in ein postkoloniales Zeitalter spielt und findet Antworten auch im außergewöhnlichen Verhältnis zwischen der Musikerin und der seit 2018 amtierenden barbadischen Premierministerin Mia Mottley.

Alte Schachteln aus Belgien 04:20

Alte Schachteln aus Belgien: Schöne Aussicht

Comedyserie

Eine junge blonde Frau kommt ins Krankenhaus. Sie muss operiert werden wegen einer Blinddarmentzündung. Vor der OP muss sie sich ausziehen und unter ein Laken auf eine Liege legen. Als sie in den Aufzug geschoben wird, muss die Krankenschwester plötzlich kurz weg ...