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TV Programm für ARTE am 18.05.2026

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Mythos weibliche Lust: Shere Hite und ihr Sex-Report 22:05

Mythos weibliche Lust: Shere Hite und ihr Sex-Report

Sexualität

Shere Hite revolutionierte den Blick auf die weibliche Sexualität. Ihr "Hite-Report" (1976) schockierte nicht nur die Männerwelt. Die bahnbrechende Studie verbreitete sich weltweit, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und gehört bis heute zu den meistverkauften Büchern. Erstmals wurde der weibliche Orgasmus in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Doch ihr Mut machte die Sexualforscherin zur Zielscheibe der damaligen Kulturkämpfe um die Frauenrechte. Konservative Kräfte versuchten gezielt, sie zu diskreditieren. Die Dokumentation ruft die Geschichte der unerschrockenen Pionierin in die Erinnerung zurück. Tausende anonymisierte Fragebögen hatte sie eigenhändig verteilt, um den Frauen die Freiheit zu geben, ungefiltert über ihre Sexualität zu sprechen. Der Dokumentarfilm folgt der Sexualforscherin von ihren akademischen Anfängen über ihre Model-Jobs - darunter die sexistische "Olivetti Girl"-Kampagne, die sie geradewegs in die Frauenbewegung katapultierte - bis zu jenem Moment, als die Kritiker ihre Methode als unwissenschaftlich diffamierten. Die Dokumentation zeigt eine faszinierende, selbstbewusste und doch verletzliche Frau, die unbequeme Fragen stellte, lange bevor Begriffe wie "Empowerment" oder "Body Autonomy" im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen waren. Ihre Erkenntnisse wirken heute noch modern - und ihre Geschichte erzählt viel darüber, wie weibliche Stimmen systematisch verdrängt wurden, sobald sie den Status quo infrage stellten. Die Dokumentation erinnert auch daran, dass Kämpfe um sexuelle Selbstbestimmung keine Relikte vergangener Jahrzehnte sind.

Danach

42 - Die Antwort auf fast alles 23:05

42 - Die Antwort auf fast alles: Wie funktioniert die weibliche Lust?

Infomagazin

Es klafft eine Lücke in den Betten von Heteropärchen: Während die meisten Männer regelmäßig zum Orgasmus kommen, gehen Frauen öfter leer aus. Ein Grund dafür ist, wie sie beim Hetero-Paarsex stimuliert werden. Nämlich oft falsch, sagt die Gynäkologin Mandy Mangler. Dabei ist das sexuelle Universum der Frau weit - mit vielen erogenen Zonen, die Frauen zu rauschenden Orgasmen verhelfen könnten. Allen voran die oft vernachlässigte Klitoris. Sie ist bedeutender für die Lust der Frau, als viele wissen. Und natürlich spielt auch das Gehirn eine wichtige Rolle. Welche, das erklärt Neurowissenschaftlerin Celeste Bittoni. Noch immer verstehen viele Menschen zu wenig über die weibliche Sexualität. Lange war sie ein gesellschaftliches Tabuthema. Auch die medizinische Forschung hinkt bis heute hinterher. Viele Frauen kennen daher auch ihre Bedürfnisse nicht besonders gut und wissen nicht, was ihnen im Bett gefällt. Doch all das kann man lernen, sagt Sexologin Dania Schiftan. Denn am Ende haben Frauen genauso viel Lust auf Sex wie Männer und sind auch nicht komplizierter. Erogene Zonen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Frauen können lernen, was ihnen den größten Spaß im Bett bringt, ob sie ein empfindliches G-Areal haben und wie sie regelmäßig zum Orgasmus kommen.

Eileen Gray und das Haus am Meer 23:35

Eileen Gray und das Haus am Meer: E.1027

Dokudrama

Der Dokumentarfilm "Eileen Gray und das Haus am Meer" rekonstruiert die dramatische Geschichte einer avantgardistischen Designerin und ihres atemberaubend schönen Hauses. Die Küstenvilla E.1027 in Roquebrune-Cap-Martin ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit mit dem Architekten und Journalisten Jean Badovici, trägt jedoch die unverwechselbare Handschrift und den Geist von Eileen Gray. Selbst der Name des Hauses verweist auf dieses Verhältnis: Die Initialen der beiden sind ineinander verschränkt. E.1027 ist ein organisches, sinnliches Meisterwerk - und ein bewusster Gegenentwurf zur strengen funktionalen Moderne der 1920er Jahre. Le Corbusier ist von dem Haus so fasziniert, dass er es kaum loslassen kann. Er bemalt die Wände, stellt Fotos davon aus und lässt die Welt glauben, er sei der Erbauer des Gebäudes. Gray bezeichnet die Malereien als Vandalismus und fordert die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands des Hauses. Er ignoriert sie und baut stattdessen sein berühmtes Le Cabanon direkt hinter E.1027, das bis heute die Erzählung des Ortes dominiert. In der Folge verschwand Eileen Gray aus dem öffentlichen Bewusstsein. Der Dokumentarfilm erzählt zugleich von einer außergewöhnlichen Künstlerin, die lange im Schatten männlicher Kollegen stand. Eileen Gray gehörte zu den ersten Architektinnen ihrer Zeit und entwarf nicht nur das Gebäude, sondern auch die gesamte Inneneinrichtung. Ihre Möbel gelten heute als Ikonen des modernen Designs und sind in Museen weltweit zu sehen. Das Haus E.1027 wurde 2021 vollständig restauriert und ist heute als Museum zugänglich.