10:05
Tanzania-Zambia Railway: Rund 1.860 Kilometer Gleise wurden durch dichten Wald, unbesiedelte Savanne und hohe Berge gelegt, um die Küstenmetropole Daressalam im Nordosten von Tansania mit der Stadt Kapiri Mposhi in der Mitte Sambias zu verbinden. Die Einheimischen nennen ihren Zug auch liebevoll "Uhuru" - "Freiheit", ein Symbol für die Hoffnung der Menschen auf ein selbstbestimmtes Leben. Heute noch wird die blaue Lok mit großem Jubel begrüßt, wenn sie mit lautem Signal in einen der kleinen Bahnhöfe einfährt. Das gesamte Dorf ist dann auf den Beinen, um mit ein paar Snacks und Getränken für die Reisenden das schmale Budget aufzubessern. Die Lokführer müssen Affenherden, Elefanten, Löwen, Flusspferde und vorbeigaloppierende Giraffen rechtzeitig warnen, während die Passagiere sich vom Zug aus ganz ungefährdet über die wilden Tiere freuen können. Denn bei einer Fahrt mit der "Tazara" ist die Safari im Preis inbegriffen. Nachdem die "Tazara" das Selous Game Reserve hinter sich gelassen hat, kommt der gefährlichste und landschaftlich spektakulärste Abschnitt der Strecke. Normalerweise durchquert der legendäre Zug diesen Teil bei Nacht. Doch das Kamerateam durfte auf einem Schienenfahrzeug die Strecke bei Tag abfahren. Mit einer Drohne gelangen einzigartige, so noch nie gezeigte Bilder aus der Luft, die einen außergewöhnlichen Blick auf ein weitgehend unbekanntes Gebiet werfen, in dem nur die Bahn ihre Spuren hinterlassen hat.
11:00
Der "Tren a las Nubes" - der "Wolkenzug" - fährt im Norden von Argentinien über schwindelerregende Viadukte und tiefe Täler. Eine technische Meisterleistung in den Anden und eine atemberaubende Fahrt durch eine spektakuläre Landschaft. 27 harte Jahre lang arbeiteten sich Arbeiter aus aller Welt durch das steinige Gelände, bis 1948 die damals höchste Bahnstrecke auf 4.220 Metern endlich fertiggestellt werden konnte. Nun konnten die reichen Bodenschätze und landwirtschaftliche Erzeugnisse der Region endlich von Salta bis an die chilenische Küste, nach Antofagasta, transportiert werden. Entlang der Bahnstrecke haben sich Nachfahren indigener Stämme Nordargentiniens angesiedelt. Sie leben von dem, was die karge Natur zu bieten hat, und von den Touristen, die mit dem Zug vorbeikommen. Doch seit nur noch der Cargozug und nicht mehr der "Wolkenzug" vorbeikommt, müssen sie bis nach San Antonio de los Cobres reisen, um ihre Produkte zu verkaufen. Wenn sich dann der Zug mit großem Getöse in Bewegung setzt, ist die Freude riesig. Sogar über die dicken schwarzen Qualmwolken, die die in die Jahre gekommene Diesellok ausstößt, wenn sie sich keuchend und stampfend durch das Altiplano von Argentinien bewegt, bis zum berühmten Viadukt La Polvorilla. Auch wenn regelmäßig Erdbeben den Boden dieser Region erschüttern, lässt sich der "Wolkenzug" davon in der Regel nicht aus der Spur bringen. Die Dokumentation folgt der Spur der Gleise und den monumentalen Viadukten auf der Bahnstrecke Ramal C-14 von Salta durch die "Wüste des Todes" bis in das halbverlassene Wüstendorf Tolar Grande.
11:45
Von Chennai im Norden nach Rameswaram im Süden sind die Reisenden rund zehn Stunden auf den als heißesten geltenden Schienen Indiens unterwegs. Die Bahn streift Vogelreservate, durchquert Reisfelder, hinter denen die Kalvarayan Hills zu entdecken sind, und überquert den Kaveri, den "Ganges des Südens", auf dem Weg zur wohl gefährlichsten Eisenbahnbrücke des Indischen Ozeans: der Pamban-Brücke, auch "Königin der indischen Brücken" genannt. Sie verbindet das indische Festland mit Rameswaram auf der Insel Pamban. Schon 1870 wollte die damalige britische Regierung eine Brücke bauen, doch erst 1911 wurde mit dem Bau begonnen, der 1914 fertiggestellt wurde. Die Pfeiler der Brücke stehen im Salzwasser und das gesamte Bauwerk ist von starker Korrosion bedroht. Zusätzlich rütteln Wirbelstürme und hohe Windgeschwindigkeiten am Stahlgerüst. 1964 wurde die Brücke von einem 240 Stundenkilometer schnellen Zyklon zerstört, durch den über hundert in der Nähe lebende Menschen ihr Leben verloren. Eine große Verantwortung für die Lokführer, die auf der gesamten Strecke wachsam sein müssen - denn nicht nur Passanten, Motorroller oder Autos kreuzen überraschend die Fahrbahn, auch heilige Kühe machen es sich gern auf den Schienen gemütlich. Die Dokumentation begleitet den "Rameswaram Express" auf seiner Fahrt von Chennai, der Hauptstadt Tamil Nadus im Norden, bis zu ihrem Höhepunkt, der Überquerung der Pamban-Brücke, nach Rameswaram im Süden. Atemraubende Luftaufnahmen erzählen die Geschichte einer architektonischen Meisterleistung in der Welt der Eisenbahn.
12:35
Eine der höchstgelegensten Eisenbahnstrecken der Welt für mitten durch die Anden Perus: die Ferrocarril del Sur. Ausgangspunkt ist die historische Hauptstadt Cusco. Von dort aus führen die Gleise in zwei Richtungen: einmal Richtung Norden zur weltberühmten Ruinenstadt Machu Picchu. einmal in den Süden über den Titicacasee und die Hochebene der peruanischen Anden nach Arequipa. Die spektakuläre Strecke zum Machu Picchu führt entlang des Flusses Urubamba durch das "heilige Tal der Inkas". Immer wieder beschädigen Erdrutsche die eng an den Bergen liegende Bahnstrecke. Besonders in der Regenzeit können Geröll- und Schlammmassen eine Gefahr für die Schienen darstellen. Erste Pläne für eine Eisenbahnlinie durch die peruanischen Anden entstanden bereits in den 1850er Jahren, um landwirtschaftliche Produkte aus der Region Cusco an die Küste zu transportieren. Heute erinnert nichts mehr an die Strapazen der Arbeiter, die sich jahrelang mit Spitzhacke durch diese einsame Gegend gequält haben. Entlang der schneebedeckten La Raya-Bergkette in über 4.000 Meter Höhe fährt der Zug durch ein Gebiet von ungezähmter natürlicher Schönheit und weiter zum Titicacasee, einem der höchstgelegenen Seen der Welt. Auf seinem weiteren Weg windet sich der Zug bis auf eine Höhe von 4.470 Metern, um die Hochebene von Imata zu passieren, bis Arequipa erreicht ist, die angeblich schönste Stadt Perus - die Endstation für den Andean Explorer.
13:20
Chicago, 1910: In den Pionierjahren des Films wird der erfolglose Anwalt Leo Harrigan vom Produzenten H.H. Cobb als Autor für kurze Stummfilmszenen engagiert. Cobb führt als unabhängiger Produzent einen Kleinkrieg gegen die Motion Picture Patents Company (MPPC), die das Patent auf Filmkameras für sich reklamiert und für alle Filmaufnahmen Gebühren einfordert. Als einer von Cobbs Regisseuren ausfällt, wird Harrigan nach Kalifornien geschickt, um ihn zu ersetzen. Gleich am ersten Drehtag wird im Auftrag der MPPC auf die Filmkamera geschossen. Der Schütze ist Tom Greenway, genannt Buck. Nachdem sie sich ausführlich geprügelt haben, schließen Buck und Harrigan Freundschaft und Buck wird der neue Hauptdarsteller. Ein Jahr später dreht das Team bereits routiniert Slapstick-Filme ohne Drehbuch. Kathleen Cooke, eine flüchtige Bekanntschaft von Buck und Harrigan, sorgt durch ein Missgeschick ungewollt für spektakuläre Filmaufnahmen: Wegen ihrer Kurzsichtigkeit rempelt sie einen Helfer um, verknotet sich im Halteseil eines Heißluftballons und fliegt mit Buck davon. Alice, das einzige minderjährige Ensemblemitglied, erfindet eine an "Romeo und Julia" angelehnte Storyline, und mit ein paar Nachdrehs wird aus der Zufallsszene ein phänomenal erfolgreicher Film. Doch der Erfolg währt nicht lange. Harrigans Liebe zu Kathleen erzeugt Spannungen, als sie Buck heiratet. Und der Versuch, beim Produzenten Cobb eine Gewinnbeteiligung auszuhandeln, endet in der Entlassung der gesamten Crew. Doch in Hollywood warten neue Jobs, neue Geschichten und neue Liebschaften ...
15:15
Disco entstand zunächst in der Underground-Szene im Zuge der Bürgerrechtsbewegung und der Stonewall-Unruhen der Lesben und Schwulen 1969. Sie entwickelte sich zu einem extravaganten Musikgenre, dessen schriller Glamour einem Lebensgefühl entsprach. Als radikale soziale Strömung und lebendige Gegenkultur wurde sie vom Mainstream vereinnahmt, ausgebeutet und schließlich abgewürgt. Im kollektiven Popkultur-Verständnis gilt Disco als kurzlebige Modeerscheinung, und die Erinnerung daran beschränkt sich oft auf Oldies wie "Saturday Night Fever" oder den New Yorker Nachtclub "Studio 54". Doch um es klar zu sagen: Disco never died! Wer waren die Künstlerinnen und Künstler, die Disco erschufen und bereicherten? Nile Rodgers, Billy Porter, Nona Hendryx, Grandmaster Flash, Fab Five Freddy und viele andere mehr. Gezeigt werden Aufstieg und Fall der Musikrichtung, die allmähliche Wandlung zur House Music und ihr Comeback in diesem Jahrtausend. Legendäre Dance Floors, spektakuläre Shows und ein unvergesslicher Soundtrack - Disco erhält endlich ihren rechtmäßigen Platz in der Geschichte und beweist, dass ihr Geist der Inklusion und Selbstermächtigung lebendiger ist denn je.
17:00
Das Mamounia in Marrakesch zählt zu den luxuriösesten Hotels. Es wurde 1923 erbaut und sollte den europäischen Reisenden eine Welt offenbaren, die den Charme der berühmten marokkanischen Altstadt mit europäischem Luxus kombiniert. Dekorative Kunst spielt bis heute eine große Rolle im Hotel. Und als Hoteldekorateur betritt hier ein französischer Künstler die Bühne, der später die Stadt prägen wird: Jacques Majorelle. Das unverwechselbare leuchtende Majorelle-Blau ziert heute nicht nur das Mamounia, sondern ist in ganz Marrakesch wiederzufinden. Was kaum bekannt ist: Majorelle hinterlässt auch ein umfangreiches Werk als Maler - Bilder, zu denen ihn das Hotel inspiriert hat. Doch dort beginnt nicht nur seine Liebesgeschichte mit Marrakesch. Der Modeschöpfer Yves Saint Laurent wird Jahrzehnte später Majorelles Spuren aufnehmen und durch das Mamounia seine Oase der Ruhe finden. Das heutige Yves-Saint-Laurent-Museum in Marrakesch steht gleich neben Majorelles ehemaligem Garten. Der britische Premierminister Winston Churchill wiederum sucht im Hotel Frieden während des Krieges - auch er malt hier. Seine Bilder sind heute Millionen wert. Während Majorelle, der Künstler aus Nancy, mit seinen Bildern in Vergessenheit gerät, wird das Mamounia zur Legende. 2023 wurde das Hotel 100 Jahre alt.
17:50
Die Uraufführung in Paris wenige Wochen zuvor hatte noch unter keinem guten Stern gestanden; das Leipziger Konzert, mit Camille Saint-Saëns als Solist, wurde dagegen zu einem überwältigenden Erfolg. Mit der überraschenden Solokadenz am Beginn des ersten Satzes, die wie eine Hommage an die Musik Johann Sebastian Bachs scheint, zeigte sich Saint-Saëns einmal mehr als äußerst origineller Komponist, der sich nicht von Konventionen und überkommenen Formen einengen lässt. Dazu war er ein überragender Pianist, und so verlangt das Konzert vom Interpreten geradezu übermenschliche Fertigkeiten. Wie Camille Saint-Saëns waren auch Max Reger, Gustav Mahler, Edward Elgar und Joachim Raff von der Musik Bachs begeistert. Und wie Saint-Saëns arbeiteten auch sie, mit Ausnahme von Elgar, mehrfach mit dem Gewandhausorchester. In dieser Zeit einer alle anderen Künste überragenden Musikkultur (und lange bevor die Idee eines "Originalklangs" geboren wurde) war es gang und gäbe, die Musik früherer Komponisten zu bearbeiten - auch die von Johann Sebastian Bach. So entstanden faszinierende Arrangements und Instrumentierungen, die, unter Ausnutzung sämtlicher Klangfarben des modernen Orchesters, die kontrapunktischen Verflechtungen der Originalwerke Bachs bis in ihre kleinsten Verzweigungen ganz neu beleuchten.
18:40
Polynesierinnen und Polynesier führen weltweit die Body-Mass-Index-Ranglisten an - viele sind fettleibig. Dabei bietet die Vegetation Tahitis fast alles, was das Herz begehrt. Kreativ ersetzt Monia Temaurioraa Importprodukte mit lokalen Zutaten. Wenn die Regenzeit beginnt und die Brotfrüchte reifen, wird es Zeit für ihre Taboulé - zu 100 Prozent lokal. Als Mutter gibt sie ihr kulinarisches Erbe weiter. Ihr zwölfjähriger Sohn weiß bereits, wie er Kokosmilch herstellt. Marc Cizeron ist Exil-Franzose. Er wohnt und kocht in einem kleinen Paradies direkt am Meer. Dort taucht er nach essbaren Algen und pflegt Korallen. Wie Monia glaubt er, dass eine gesunde Ernährung die beste Medizin ist. Sonntags feuern Monia und Marc den traditionellen tahitianischen Erdofen Ahima an und garen darin Poulet Fafa, ein Hähnchengericht.
19:10
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:30
In den Weiten des Südpazifiks, in einer blauen Unendlichkeit, liegt die Republik Fidschi. Steile Berge und weiße Strände prägen die Landschaft auf den rund 300 Fidschi-Inseln. Die schmalen Strandstreifen und Küstenregionen der Inseln sind am dichtesten besiedelt. Doch je weiter man ins Landesinnere kommt, desto schwieriger werden die Lebensumstände. Tropische Hitze und Dauerregen herrschen vor, die Hänge der Vulkane sind von dichtem Urwald bewachsen. Nur wenige Wege führen hinauf in die abgelegenen Regionen. Das Leben in den kleinen Dörfern ist noch stark von den Traditionen der indigenen Bevölkerung geprägt. So auch auf der Insel Mbenga südlich der Hauptinsel Viti Levu. Wenn ein Junge 16 Jahre alt wird, muss er erstmals den Ritus des Feuergehens bestehen. Stundenlang werden die Steine im Feuer erhitzt, bis sie zu glühen beginnen. Anschließend gehen die Männer des Dorfs barfuß über die heißen Steine. Der Schutz eines Gottes, so sagt es die Tradition, bewahrt sie davor, sich zu verbrennen. Auf den Fidschi-Inseln leben nicht nur Polynesier und Melanesier. Als sich Europäer auf dem Archipel niederließen, brachten sie Arbeiter mit, die auf den Zuckerrohrplantagen eingesetzt wurden - meist aus der damaligen britischen Kolonie Indien. Deren Nachfahren leben bis heute auf Fidschi und stellen inzwischen einen großen Teil der Bevölkerung des Inselstaats. Den Mix aus polynesischer, europäischer und indischer Kultur erlebt man besonders eindrucksvoll in der Hauptstadt Suva. Dort stehen britische Kolonialgebäude neben modernen Hochhäusern und hinduistischen Tempeln.
20:15
Nachdem ein altes Werbevideo eine bunte Vorstellung der Stadt Sheffield in den 1970er Jahren mit ihren qualmenden Hochöfen und der brummenden Schwerindustrie gegeben hat, setzt die Handlung in der tristen Realität der 1990er Jahre ein: Die Stahlwerke sind weitgehend stillgelegt; die Freunde Gaz und Dave sind arbeitslos und halten sich mit kleinen Diebstählen über Wasser. Es reicht noch nicht einmal, um das Geld für Gaz' Unterhaltszahlungen aufzutreiben. Doch dann fällt den Freunden eine Schlange von Frauen auf, die für eine Show der Chippendales anstehen. Gaz und Dave beschließen, ihre ehemaligen Arbeitskollegen zu motivieren, mit ihnen eine eigene Striptease-Show auf die Bühne zu bringen. Dazu überreden sie zunächst ihren ehemaligen Vorabeiter Gerald, der mit seiner Frau einen Tanzkurs besucht und deshalb prädestiniert für den Job des Choreographen scheint. Langsam findet sich eine bunte Truppe beruflich gescheiterter Männer zusammen, die, bis auf eine Ausnahme, kein gottgegebenes Talent zum Tanzen besitzen. Erschwerend kommt hinzu, dass Gaz ungeachtet des Schamgefühls seiner wenig körperbewussten Mitstreiter überall herumerzählt, dass man anders als die US-Stripper "the full monty" gehen wolle - sprich, sich komplett ausziehen werde. Als dann auch noch mehrere Tänzer bei den Proben in einer gesperrten Lagerhalle erwischt werden und der Polizei nur knapp in ihren noch knapperen String-Tangas entkommen, steht das Projekt vor dem Ende. Doch was keiner erwartet hat: Eine unerschütterliche Schar weiblicher Fans akzeptiert kein Nein ...
21:40
New York, 1980er Jahre: Robert Grusinsky alias Bobby Green bewegt sich zwischen zwei Welten. Auf der einen Seite das aufregende Leben als Manager des Szeneclubs "El Caribe" mit Partys, Drogen und seiner attraktiven Freundin Amada. Auf der anderen Seite sein Vater Burt und sein Bruder Joseph, beide erfolgreiche Ermittler beim New Yorker Police Department und tief enttäuscht von Bobbys Lebenswandel. Als schwarzes Schaf der Familie findet der Nachtschwärmer in seinem betagten Chef, dem russischen Clubbesitzer Marat Buzhayev, und dessen Clan eine Art Ersatzfamilie. Zu diesem Kreis gehört auch Vadim Nezhinski, Buzhayevs Neffe, einer der einflussreichsten Drogendealer New Yorks. Er versucht, Bobby für den Kokainhandel anzuwerben. Als Bobbys Bruder Joseph bei einer Drogenrazzia seinen Club stürmt, wird er danach auf offener Straße angeschossen und kommt beinahe ums Leben. Bobby weiß sofort, wer hinter dem Angriff steckt: Es ist ein Racheakt des nun inhaftierten Vadim Nezhinski. Bobby gerät zwischen die Fronten - und entscheidet sich schließlich, als Lockvogel der Polizei in das Kokaingeschäft einzusteigen und verdeckt gegen seine einstigen Freunde zu arbeiten. Der Film bietet Einblick in die gewalttätige Welt des Drogenhandels in New York City.
23:30
Ein Songtext wie ein Filmskript: "Smalltown Boy" von Bronski Beat handelt von einem jungen Schwulen, der seine Heimatstadt verlassen muss, um Ausgrenzung und Gewalt zu entgehen.
23:35
Für "Paris sur Mesure" bringt Vanessa Wagner die Klavieretüden des US-amerikanischen Komponisten Philip Glass in der Version ihres eigenen Albums "Philip Glass: The Complete Piano Etudes" auf die Bühne. Für die Künstlerin ist jedes der Stücke eine eigene Welt voller Bewegung und Klangfarben, eine Architektur aus Wiederholungen und sich aufbauenden geometrischen Strukturen. Zugleich hinterfragt die gefühlvolle Musik gerade durch ihre repetitive und beständige Ausarbeitung die Vorstellungen von Raum und Zeit. Dadurch lässt sie sich wunderbar mit den Tanzbewegungen vereinen. Vanessa Wagner hat verschiedene Kunstschaffende aus Tanz und Performancekunst dazu eingeladen, die Musik von Philip Glass aus deren Perspektive zu betrachten: Chloé Moglia (Trapezkünstlerin, Choreographin und Tänzerin), Kader Attou (Tänzer und Choreograph) und seine Compagnie Accrorap (eine der ältesten französischen Hip-Hop-Tanzgruppen). Die Begegnung von Musik und Tanz wird vom Kollektiv Scale unterstützt, das in seinen Bühnenbildern Technologie, Erzählkunst und Sensibilität vereint. Aufzeichnung vom 21. November 2025 im Großen Saal des Studio Kremlin, Le Kremlin-Bicêtre.