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TV Programm für ARTE am 09.10.2026

Legendäre Prachtstraßen - Zwischen Opulenz, Modernität und Zukunft 04:15

Legendäre Prachtstraßen - Zwischen Opulenz, Modernität und Zukunft: Andrássy út in Budapest, Ungarn

Dokumentation

Benannt ist die Andrássy út nach Graf Gyula Andrássy. Er war erst Revolutionär, dann Ministerpräsident von Ungarn. Ihm wurde sogar ein Verhältnis mit Kaiserin "Sisi" nachgesagt. Der Bau der Prachtstraße war seine Idee. Ein gigantisches Städtebauprojekt und frühes Beispiel für Gentrifizierung. Für die Prachtstraße muss ein altes Kneipenviertel weichen. Prominentestes Gebäude ist die Ungarische Staatsoper. Kaiser Franz Joseph I. hatte befohlen, dass sie nicht größer als die Wiener Oper werden durfte, musste aber bei der Eröffnung feststellen, dass er wohl vergessen hatte zu sagen, dass sie auch nicht schöner werden sollte ... Ebenfalls von Wien übernommen: die Kaffeehaus-Kultur. Im Künstlercafé schräg gegenüber der Oper treffen sich bis heute Intellektuelle und Künstler. Den besten Blick auf die Andrássy út hat man von der Dachterrasse des ehemaligen Pariser Kaufhauses. Unter der Andrássy út verläuft die älteste U-Bahn Kontinentaleuropas, 1896 eröffnet. Als die Andrássy út angelegt wurde, gab es noch eine doppelreihige Platanenallee zu beiden Seiten. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die meisten Bäume gefällt und aus Mangel an Brennstoff verheizt. Nur eine Platane aus dieser Zeit hat überlebt. Sie ist eine stumme Zeitzeugin der Geschichte der Andrássy út und wird von den Stadtgärtnern liebevoll gepflegt.

Das Haus am Hang 05:05

Das Haus am Hang

Drama

Nachdem Risako aus der Psychiatrie weggelaufen ist, redet ihr Yoichiro weiterhin ein, sie würde gerade den Verstand verlieren, und bescheinigt ihr eine Überforderung mit der Situation. Zu ihrem Erstaunen erfährt sie, wer sie in Wirklichkeit bei der Erziehungsberatungsstelle angeschwärzt hat. Immerhin spürt Shinjo, die Mitarbeiterin, die ihren Fall betreut, wie sehr Risako von ihrem Umfeld manipuliert und kleingeredet wird. Sie will ein Umdenken bei ihr erreichen. Ob ihr das gelingen wird? Währenddessen geht der Prozess um die Kindsmörderin in seine entscheidende Phase. Die Jury diskutiert die Frage, ob man für sie mildernde Umstände geltend machen kann, doch Risako steht mit ihrem Verständnis für die Angeklagte ziemlich allein da. Mehr und mehr erkennt sie in ihr sich selbst und erinnert sich plötzlich an dramatische Momente, als ihre Tochter Ayaka noch ein Baby war. Und dann kommt es fast zur Katastrophe ...

Das Haus am Hang 05:55

Das Haus am Hang

Drama

Der Prozess gegen die Kindsmörderin hat im Privatleben der Beteiligten Spuren hinterlassen: Mutsumi muss einsehen, dass ihr unerfüllter Kinderwunsch groteske Züge angenommen hat; Kazuki stellt seine Frau zur Rede, warum sie sich die Liebe ihres Kindes erkaufen will; und Richterin Asako muss erkennen, dass ihr Mann niemals akzeptieren wird, dass sie Karriere machen will. Nachdem es bei Risako fast zur Katastrophe gekommen ist, hat sie ihre Familie verlassen. Wieder und wieder steigen Erinnerungen in ihr hoch: an ihre lieblose Mutter, ihren manipulativen Mann, die Spirale der Minderwertigkeit, die sie ihr Leben lang begleitet. Und plötzlich erkennt sie die Mechanismen dahinter, die Rolle in der patriarchalen Gesellschaft, die ihr unfreiwillig zugewiesen wurde. Und die in Teilen auch auf die angeklagte Kindsmörderin zutrifft. Kurz vor der Urteilsverkündung hält Risako ein flammendes Plädoyer. Wird es Einfluss auf das Urteil haben?

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Französisch-Polynesien: Chao Men

Essen und Trinken

Ein polynesisches Gericht mit chinesischen Wurzeln: Chao Men / Ein Biss'chen Heimat: Manutahi, ein Polynesier in Südfrankreich / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Harvey Pekars Cleveland / Schweiz / Frankreich

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Harvey Pekars Cleveland-Comics / Schweiz: Rebellisches Genf / China: Qiangs Fischsuppe / Frankreich: Die Geburtsstunde des Profilings

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Irland / Angola / Ägypten

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Irland: The Cranberries / Angola: Die bittere Geschichte des Kaffees / Ägypten: Der grausame Vater der Anatomie

Mit dem Zug durch den Nordosten Südafrikas 08:55

Mit dem Zug durch den Nordosten Südafrikas

Tourismus

Bei einer Reise im südafrikanischen Frühling lassen sich die Jacaranda-Blüte in der Verwaltungshauptstadt Pretoria und am Indischen Ozean in Durban das Lichterfest Diwali erleben. An der Zugstrecke zwischen den Großstädten liegen Wildreservate mit mehr als 40 Tierarten und die Schlachtfelder der Burenkriege, an deren Geschehen eine Reenactment-Gruppe erinnert. In einem Township geht es dagegen um die Geschichte der Arbeiter in den Goldminen und im Valley of a Thousand Hills um das Zuckerrohr, das dort traditionell angebaut und verarbeitet wird. Ein Ausflug zu einer Zulu-Heilerin in den Drakensbergen rundet die erlebnisreiche Zugreise ab. Rovos Rail stellt derzeit die einzigen Personenzüge, die den Nordosten Südafrikas durchkreuzen. Hinter den Kulissen sorgen Lokführer, Mechaniker und der Betriebsleiter für eine entspannte Fahrt. Während die Fahrgäste den Luxus im Nostalgiezug genießen, wird sie für die leidenschaftlichen Eisenbahner immer wieder zum Abenteuer.

Mit dem Zug durch Estland 09:40

Mit dem Zug durch Estland

Tourismus

Wir erkunden eines der am dünnsten besiedelten Länder Europas mit der Eisenbahn und erleben dabei Natur und Kultur des ehemals russischen und deutsch geprägten Landes. Gerade zur Mittsommerzeit tauen in Estland Land und Leute im wahrsten Sinne des Wortes auf. Die Reise führt uns von der Hafenstadt Paldiski im Nordwesten über die Hauptstadt Tallinn immer Richtung Osten bis zur russischen Grenze nach Narwa. Weiter Richtung Süden erleben wir die ehemalige europäische Kulturhauptstadt Tartu und enden schließlich in Valga an der Grenze zu Lettland. Dabei dürfen wir Tallinna kilud, eine Fischspezialität, genauso probieren, wie wir die von der Unesco geadelte Altstadt Tallinns besuchen. Im endlosen Grün Estlands fühlen sich viele Tiere wohl - im Nationalpark Alutaguse leben vor allem viele Braunbären. Der Fluss Narva trennt in Narwa die EU vom russischen Iwangorod. In Südestland lernen wir einen Teil der Gesangskultur Estlands kennen - Seto Leelo. Es ist der Gesang der Setukesen, einer ethnischen Minderheit, bei der eine Vorsängerin mit hoher Stimme den Ton für den Chor angibt. Für viele ist die "Wiege der estnischen Kultur" die Universitätsstadt Tartu - fast alle Esten mit Rang und Namen haben hier studiert. Auf unserem Weg weiter Richtung Süden dürfen wir noch an einer in Estland typischen Familientradition teilnehmen: dem Besuch einer Rauchsauna. Sie hat keinen Schornstein, beim Anheizen zirkuliert der Rauch in der Sauna. Stimmt die Temperatur, wird der Saunaraum gelüftet und das "Saunabaden" kann beginnen. Am Ende unserer Reise kommen wir nach Valga. Mitten durch die Stadt verläuft hier die Grenze zu Lettland. Auf einer Schaukel kann man zwischen den beiden Ländern hin- und herschaukeln. Ein schönes Finale unserer Reise durch das sympathische Estland.

Mit dem Zug durch Hokkaido 10:20

Mit dem Zug durch Hokkaido

Tourismus

Blumenfelder unweit rauchender Vulkane - Kontraste prägen das Bild Hokkaidos, der nördlichen Hauptinsel Japans. Die Reise durch Hokkaido beginnt an ihrem Südzipfel, in der Hafenstadt Hakodate. Die Stadt war und ist das Tor zur Insel, und sie hat noch eine gut erhaltene Altstadt. Von hier aus gibt es eine Nebenstrecke, die immer am Meer entlangführt. Später geht es mit dem Hokuto Express in die Millionenmetropole Sapporo, wo es im "In-Viertel" Ramen-Lokale aber auch eine stille Jazzbar gibt. Von Sapporo geht es zur Steilküste von Shakotan, dort werden spektakuläre Shinto-Rituale praktiziert. Beim Bikuni-Schrein-Festival tragen Dutzende Frauen und Männer schwere Schreine durch loderndes Feuer. Mit dem "Lavendelexpress" geht es zu den Blumenfeldern Furanos. Rund um das Städtchen haben sich einige Blumenfarmen angesiedelt, die ganz Japan beliefern. Um die Farmen erheben sich aktive Vulkane, nicht weit entfernt ist der berühmte "blaue Teich", der durch vulkanische Einflüsse türkis gefärbt ist. Zur nächsten Etappe geht es mit dem Zug ins Landesinnere, zum Akan-Nationalpark mit seinen Vulkanen und Seen. Kengo Takiguchi ist ein Mitglied der indigenen Ainu-Volksgruppe. Nur noch einige Zehntausend der Ureinwohner Hokkaidos leben auf der Insel. Schließlich geht es noch einmal an die Küste, nach Akkeshi einem kleinen Fischerort, der inzwischen durch eine junge Whiskydestillerie eine gewisse Bekanntheit erhalten hat. Hokkaido ist eine der facettenreichsten Inseln Japans.

Re: 11:25

Re:: Zurück in die Heimat Polen

Reportage

Lange Zeit stand der "polnische Klempner" sinnbildlich für die massenhafte Übersiedlung von günstigen Arbeitskräften aus Osteuropa. Die aktuelle Rückkehr vieler Fachkräfte in ihr Heimatland zeugt vom Wandel des aufstrebenden Polens, der Festigung einer polnischen Identität sowie von neuen Zukunftschancen.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 11:55

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Walnüsse

Essen und Trinken

Als "Jupiter-Eichel" verehrten die Römer einst die Walnuss, die sie quer durch Europa verbreiteten. Die kraftvolle Frucht, die seit der Antike als Nahrung für Herz und Hirn geschätzt wird, verbindet historisches Erbe mit zeitgemäßer Küche. In der Dauphiné hegt Familie Berger ihre Walnussbäume nach überlieferter Tradition und erntet die an Omega-3-Fettsäuren reichen Nüsse von Hand. Lucie Fischer-Chapalain erkundet die kulinarische Seite der Nuss: Sie verwandelt unreife, grüne Walnüsse in ein samtiges schwarzes Eis und zaubert eine rustikale Focaccia mit gerösteten Walnusskernen. Und sie testet, mit welchem Nussknacker man am effektivsten an den Kern der Frucht kommt.

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Paris / Indien / Cleveland

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Das volkstümlich-kindliche Paris von Pierre Gripari / Indien: Varanasi, glühende Metropole des Hinduismus / Malaysia: Marians Hähnchen mit Herzgespann / Cleveland: Der Fluss brennt!

Stadt Land Kunst Spezial 13:10

Stadt Land Kunst Spezial: Madeira

Magazin

Spezial Madeira mit folgenden Themen: John Dos Passos: Die Suche nach dem Vater / Die Geschichte der Levadas / Marias Polenta mit Bastardmakrelen / Das gestohlene Lied

Phoenix 14:00

Phoenix

Drama

Juni 1945: Schwer verletzt und mit entstelltem Gesicht wird die Auschwitz-Überlebende Nelly von Lene, einer Freundin aus Vorkriegstagen und Mitarbeiterin der Jewish Agency, in ihre alte Heimat Berlin gebracht. Kaum genesen von einer Gesichtsoperation macht sich Nelly - den Warnungen Lenes zum Trotz, dass er es war, der sie gegen Kriegsende verraten habe - auf die Suche nach ihrem Mann Johnny. Als Nelly ihn endlich aufspürt, erkennt er in ihr nicht mehr als eine beunruhigende Ähnlichkeit. Johnny schlägt Nelly vor, in die Rolle seiner totgeglaubten Frau zu schlüpfen, um sich das Erbe ihrer im Holocaust ermordeten Familie zu sichern. Nelly lässt sich darauf ein und wird ihre eigene Doppelgängerin. Sie möchte wissen, ob Johnny sie je geliebt hat oder vielleicht sogar ihr Verräter war. Die junge Frau hält krampfhaft an ihrer verlorenen Identität und dem Glauben fest, dass sie durch Johnny ihr altes Leben wiedererlangen kann. Je ähnlicher sie der vermeintlich Toten wird, umso verzweifelter und irritierender wird Nellys Verhältnis zu Johnny. Wird er die Wahrheit gestehen?

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 15:50

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Pilze

Essen und Trinken

Weder Pflanze noch Tier und doch voller Leben: Pilze schreiben ihre eigenen Erfolgsgeschichten. Als Delikatesse, Medizin oder Zukunftshoffnung - kaum ein Organismus vereint so viel Potenzial und Mysterium. In den Bergen Griechenlands entdecken Katerina Tsagaropolou und Ilias Efthimiou kostbare Wildpilze, während Julie-Lou Dubreuilh in den tiefen Kellern von Paris mit dem Pilzzüchter Bruno Zamblera Champignons erntet. Lucie Fischer-Chapalain zaubert hingegen täuschend echte Gänsekeulen aus Austernpilzen und kreiert intensiven Pilzstaub als natürlichen Umami-Booster. Die unterschätzten Waldfrüchte sind dabei nicht nur Genuss, sondern auch Hoffnungsträger für nachhaltige Ernährung. Und für alle Besserwisser: Pilze bilden das größte bekannte Lebewesen der Erde.

Nordamerikas Dschungel 16:20

Nordamerikas Dschungel: Verborgene Wälder

Landschaftsbild

Der Südosten der USA ist geprägt von einem ganz besonderen Naturraum. Amerikas Dschungel umfasst ausgedehnte Sümpfe und Wälder, schroffe Berge und zahllose Flüsse. Dieses einzigartige Ökosystem beherbergt eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt. Die erste Folge taucht ein in mystische Sumpfwälder mit echten Giganten. Sumpfzypressen gibt es schon seit mehr als 150 Millionen Jahren - einst wanderten Dinosaurier durch solche Wälder. Der älteste dieser Bäume steht seit mehr als 2.500 Jahren hier. Im Dschungel tummeln sich Schwarzbären. Immer wieder suchen sie einen freistehenden Baum, um sich wohlig den Rücken zu kratzen. Damit hinterlassen sie auch ihren individuellen Geruch - und kommunizieren so miteinander. Eine wichtige Nahrungsquelle für die Tiere der Wildnis sind Louisiana-Flusskrebse. Im Frühling tauchen sie in Massen aus dem Untergrund auf. Die Krebse sind Allesfresser - und umgekehrt werden sie auch von allen gefressen. Aber auch Pflanzen "jagen" hier: fleischfressende Schlauchpflanzen locken Insekten an. Fallen diese in die Flüssigkeit im Inneren der Blüten, werden sie zersetzt und verdaut. Die Sümpfe im amerikanischen Dschungel sind Heimat urzeitlicher Panzerechsen und in den Kronen der letzten verbliebenen Sumpfzypressen am Suwannee River in Florida versammeln sich Tausende Schwalbenweihe. Sie rasten hier, bevor sie ihre alljährliche Reise nach Südamerika antreten.

Nordamerikas Dschungel 17:05

Nordamerikas Dschungel: Geheimnisvolle Flüsse

Landschaftsbild

Die Dschungelgebiete im Südosten der USA umfassen ausgedehnte Sümpfe, Wälder, Berge und zahllose Flüsse. Ein einzigartiges Ökosystem mit einer faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt. Diese Folge der Dokumentation führt zu den Lebensadern der Region: ob Sumpf, Bach, oder Fluss - Wasser ist das wesentliche Element. Am Grund des Taccoa River in Georgia findet sich ein urzeitliches Wesen: der Schlammteufel, der einzige Vertreter der Riesensalamander in Nordamerika. In Florida ist ein lebendes Fossil vorzufinden: der Golfstör. Er galt fast als ausgestorben, aber die Bestände haben sich wieder erholt. Zu Beginn der Laichzeit versammeln sich die Fische. Da sie sich im trüben Wasser nicht sehen, kommunizieren sie mit Hilfe spezieller Rufe. In den Everglades von Florida lebt der Schneckenbussard, der sich ausschließlich von Schnecken ernährt, ursprünglich von einheimischen Apfelschnecken. Doch als sich eine größere, vom Menschen eingeschleppte Schneckenart verbreitete, passten sich die Bussarde an. Innerhalb von nur zwei Generationen entwickelten sie stärkere Flugmuskeln und größere Schnäbel, um der neuen Beute Herr zu werden. Angepasst haben sich auch die Manatis: Den Winter verbringen die Seekühe im wärmeren Wasser in der Nähe von Süßwasserquellen. Aber jeden Frühling beginnen sie eine weite Wanderung entlang der Küste im Golf von Mexiko, von Florida nach Alabama.

Unbekanntes Madagaskar 17:50

Unbekanntes Madagaskar: Im Dschungel der Lemuren

Tiere

Eine Insel der Superlative - Madagaskar. Nirgendwo sonst leben so viele skurrile Tiere wie hier: vom merkwürdigen Fingertier über Streifentenreks, die an unsere Igel erinnern, bis zum kleinsten Chamäleon der Erde, das auf einer Streichholzschachtel Platz findet. Die Insel gilt als das Reich der Lemuren. Der größte, der Indri, lebt ausschließlich in den Regenwäldern im Osten der Insel. Um sich bemerkbar zu machen, "singen" Indris frühmorgens im Duett und grenzen so ihr Revier gegen fremde Artgenossen ab. Der Film zeigt die dramatische Situation einer Indri-Mutter und ihres Babys. In ihr ohnehin schon kleines Revier dringt ein junges Indri-Weibchen ein. Für die Mutter ein echtes Dilemma: Entweder sie vertreibt die Fremde oder sie nimmt sie auf und riskiert damit die Zukunft ihres Kindes. Denn der Lebensraum der Indris wird immer kleiner und es ist ungewiss, wie viele Tiere der Wald noch ernähren kann. Viele Monate folgen Thomas Behrend und sein Team den Indris quer durch den Regenwald, filmen den kleinsten Lemuren Madagaskars, den Mausmaki, bei der Jagd und geben Einblicke in das Familienleben der Tenreks.

Unbekanntes Madagaskar 18:35

Unbekanntes Madagaskar: Im Reich der Kattas

Tiere

"Unbekanntes Madagaskar" erzählt mit spektakulären und seltenen Aufnahmen die Geschichte einer Wunderwelt - und wie dramatisch sie sich verändert. In dieser Folge geht es um die Überlebensstrategien der Tiere, die in extrem trockenen Regionen zu Hause sind. Kattas leben in Familienverbänden und doch gibt es strenge Hierarchien. Junggesellen sind auf sich gestellt und kämpfen darum, in einer neuen Familie aufgenommen zu werden. Mancherorts müssen sie das Revier mit dem größten Raubtier der Insel teilen: der Fossa. In beeindruckenden Bildern dokumentiert der Film die Paarungszeit der eleganten Jäger. Ein Schicksal teilen sich alle Tiere Madagaskars: Durch Brandrodung für Ackerbau und Viehzucht hat die Insel bereits 90 Prozent ihrer ursprünglichen Lebensräume verloren. Gibt es eine Überlebenschance für Katta, Fossa und Chamäleon?

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

"Mit offenen Karten im Fokus": Täglich drei Minuten Aktuelles und Analysen

Re: 19:40

Re:: Auf der Route der türkischen Gastarbeiter

Reportage

Hakibar und Adil Yirmibe? aus Düsseldorf starten wie jeden Sommer mit dem Auto in ihr Heimatdorf an der türkischen Schwarzmeerküste. Die Reise führt über Österreich, quer über den Balkan bis in die Türkei. Dabei schwingt auch Trauer mit: Vor drei Jahren starb ihr ältester Sohn, er ist in ihrem Heimatdorf begraben. Mehr als 2,5 Millionen türkische Auswanderer begeben sich jedes Jahr auf die strapaziöse Tour. Die meisten, weil es günstig ist, andere aus nostalgischen Gründen. Entstanden ist die S?la Yolu in den 1960er-Jahren als Route der Gastarbeiter auf Heimaturlaub. Damals waren die Straßen schlecht und der Weg gefährlich. Vieles ist heute besser. Trotzdem müssen sich die Reisenden auf Stau an den Grenzübergängen, Übermüdung, Autopannen und mancherorts sogar Diebe und Betrüger einstellen. Kaum jemand weiß das so gut wie Sezai Koç. Der Deutsch-Türke hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Landsleuten auf der Strecke zu helfen - weil er in den 1980er-Jahren selbst schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Heute betreibt er das Internetportal Silayolu.com mit Nachrichten rund um die Reise. Außerdem hat er den Pannendienst Euro Türk Assist gegründet, mit einem Netzwerk aus vertrauenswürdigen Autowerkstätten entlang der Route. Wer zu müde zum Weiterfahren ist, kann auf halber Strecke im Bosphorus Hotel in Serbien anhalten. Der Familienbetrieb ist komplett auf türkische Auswanderer ausgerichtet, lässt seine Köche extra aus der Türkei einfliegen. Besitzer Fevki ?ilik und sein Team können sich im Sommer kaum vor Gästen retten - und wundern sich bisweilen über ihre Hast. Denn die Gäste wollen so schnell wie möglich die Grenze zur Türkei überqueren.

Gerta und die Welt am Abgrund 20:15

Gerta und die Welt am Abgrund

TV-Drama

Brünn, 1944: Die 19-jährige Gerta wächst in einer deutsch-tschechischen Familie auf und fühlt sich trotz ihres deutschen Vaters als Tschechin. Doch während ihr Vater und ihr Bruder immer stärker der nationalsozialistischen Ideologie verfallen, schließt sich Gerta gemeinsam mit ihrer großen Liebe Karel dem studentischen Widerstand an. Mit dem wachsenden Einfluss der Nationalsozialisten in Brünn wächst auch der Druck in Gertas Familie immer mehr. Als ihre Mutter schwer erkrankt, Karel von der Gestapo verhaftet wird und ihr Bruder an der Front stirbt, zerbricht ihre Familie endgültig. Den schwersten Schlag versetzt ihr aber ausgerechnet der eigene Vater ... Tomás Masín erzählt den ersten Teil seines Historiendramas als erschütterndes Porträt einer jungen Frau, die zwischen Liebe, Verrat und den Grausamkeiten zweier totalitärer Systeme ums Überleben kämpft. Die behandelten Themen von "geerbter Schuld", Vorurteilen und dem schwierigen Weg zur Vergebung haben bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren. Das zweiteilige Fernsehdrama basiert auf Katerina Tuckovás vielfach ausgezeichnetem Roman "Gerta. Das deutsche Mädchen" und entstand als internationale Koproduktion von Ceská televize, HBO und ARTE. Gedreht wurde unter anderem in Brünn, Decín und in Südmähren, wo sich die historischen Ereignisse abspielten.

Gerta und die Welt am Abgrund 21:35

Gerta und die Welt am Abgrund

TV-Drama

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bringt die Deutsch-Tschechin Gerta in einer Notunterkunft ihre Tochter zur Welt und nennt sie Barbora. Deprimiert und unterernährt hat Gerta keine eigene Milch. Schließlich tauscht sie das Einzige, was ihr noch geblieben ist, ein, um ihre Tochter am Leben zu halten: ihren eigenen Körper. Doch dann marschieren die Russen ein und Gerta und Barbora werden in den Brünner Todesmarsch gezwungen. Vom Konzentrationslager, in dem sich schnell Typhus ausbreitet, gelangen sie schließlich mit anderen Frauen auf den Hof einer älteren Tschechin, Frau Zipfelová, wo sie harte Arbeit verrichten müssen, um ihre Sünden abzubüßen. Doch Gerta gelingt es, durch ihre Sprachkenntnisse der Feldarbeit zu entkommen. Sie wird einem Tschechen zugewiesen, der die Inventur eines Lagers voller Dinge überwacht, die vertriebenen Nationalsozialisten gehört haben. Die Zeit vergeht, und die junge Barbora hängt mehr an der Hofbesitzerin Zipfelová als an ihrer Mutter. Aber dann taucht eines Tages Karel auf, Gertas totgeglaubte große Liebe. Er hat es geschafft, eine wichtige Parteifunktion in Brünn zu übernehmen, und sorgt dafür, dass Gerta in ihre Heimatstadt zurückkehren könnte. Nach einigem Zögern willigt sie ein. Doch kann es für die beiden nach allem, was passiert ist, wirklich einen Neuanfang geben? Jahrzehnte später holen Gerta die Traumata ihrer Jugend wieder ein und sie muss sich nicht nur ihrer Vergangenheit, sondern auch ihrer nun erwachsenen Tochter Barbora stellen ...

John Coltrane - Der Atem des Jazz 23:05

John Coltrane - Der Atem des Jazz

Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm setzt ein wie eine spontane Jamsession: Er begleitet John Coltrane durch das New York der 1950er Jahre, zeigt seinen Kampf gegen die Drogensucht, die sein Talent zu zerstören droht, und wie Musik für ihn zur Suche nach Erlösung wird. In "John Coltrane - Der Atem des Jazz" kommen Zeitzeugen wie Sonny Rollins und Carlos Santana zu Wort. Auch unerwartete Bewunderer - etwa der Philosoph Cornel West oder Ex-Präsident Bill Clinton - erzählen, was Coltranes Musik und der Jazz für sie bedeutet. Da es keine Filmaufnahmen von Interviews mit Coltrane gibt, stützt sich der Film auf seine schriftlichen Aufzeichnungen. Kombiniert mit seltenen Aufnahmen aus dem Familienarchiv entsteht so ein intimes Porträt: Coltrane wollte nicht nur Musik machen, sondern "den Klang der Menschheit" einfangen. Die Reise beginnt in einer Kirche in North Carolina während der Rassentrennung und führt bis an die Spitze der Jazz-Avantgarde. Sie zeigt, wie Coltrane an der Seite von Miles Davis seinen Stil findet - wo Davis' Stille auf Coltranes "sheets of sound" trifft. Ein Wendepunkt folgt, als er seine Sucht überwindet und sich spirituellen Fragen zuwendet. Sein Studioalbum "A Love Supreme" wird zum Höhepunkt dieser Entwicklung und gilt bis heute als sein Meisterwerk. Für Coltrane war Jazz mehr als ein Musikgenre: Er war ein Weg zur spirituellen Erfahrung. Seine Klänge sollten nicht nur unterhalten, sondern heilen. "Manche spielen Jazz, andere Blues. Coltrane spielte das Leben", sagt Carlos Santana. Coltranes Musik bleibt ein Spiegel der Seele. Er durchschritt die Dunkelheit, um ein Licht zu finden, das er unterschiedslos mit allen teilen wollte. Noch heute reißt sein spiritueller Elan mit - und zeigt, dass Kunst die kürzeste Verbindung zwischen zwei Herzen ist.