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TV Programm für ARTE am 05.08.2026

Auf Messers Schneide 05:15

Auf Messers Schneide: Eine Geschichte der Chirurgie

Dokumentation

Von den ersten medizinischen Lehren der Antike über die anatomischen und chirurgischen Eingriffe der frühen Neuzeit bis zu den komplexen Operationen der Gegenwart war es ein langer und blutiger Weg. Ohne kontrollierbare Narkose und antiseptische Kenntnisse waren die Möglichkeiten der Chirurgen sehr begrenzt. Bis in die Neuzeit hinein scheuten sich selbst die Furchtlosesten, den Bauchraum aufzuschneiden - auch weil sie aus Erfahrung wussten, dass ihre Patienten den Eingriff wahrscheinlich nicht überleben würden. Um die Rätsel des menschlichen Körpers zu lösen und größere Operationen durchführen zu können, mussten mutige Pioniere und Pionierinnen wie Andreas Vesalius, Ambroise Paré, John Hunter, James Young Simpson, Joseph Lister, Elizabeth Blackwell, William Halsted oder Daniel Hale Williams zahlreiche Hindernisse überwinden. Mithilfe eines scharfen Skalpells oder Messers und einem ausgeprägten Forscherdrang entwickelten sie ihr Handwerk zu dem, was wir heute als moderne Chirurgie kennen. "Auf Messers Schneide" erzählt die spannende Geschichte von den Anfängen der Chirurgie bis zu ihrer Spezialisierung - eine faszinierende Reise von der Steinzeit mit den ersten Schädelöffnungen über die Antike und die frühe Neuzeit bis zur ersten Herzoperation. Gedreht wurde an den wichtigsten Schauplätzen der Chirurgie-Geschichte - unter anderem in Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Großbritannien, Ungarn und den USA. Der Film enthält faszinierendes und zum Teil unveröffentlichtes Archivmaterial.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Schottland: Shortbread

Essen und Trinken

(1): Shortbread, die Krönung der schottischen Teatime (2): Nostalgiegeschmack: Eva, eine Schottin in Portugal (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: New York / Paris / Schweiz

Magazin

(1): New York: Little Nemo erwacht zum Leben (2): Paris: Ein Hauch von Vietnam (3): Japan: Die Futomaki von Miki (4): Schweiz: Die Wurst der Zwietracht

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Costa Rica / Marseille / Sizilien

Magazin

(1): Costa Rica: Margarita Bertheau, die tanzende Avantgardistin (2): Marseille: Wunderbare Unterwasserwelt (3): Irland: Catherines Apple Crumble mit Schuss (4): Sizilien: Franca sagt nein

Italien, meine Liebe 08:55

Italien, meine Liebe: Piemont

Land und Leute

Das Piemont, die italienische Region "am Fuß der Berge", grenzt an Frankreich und die Schweiz. Aus den Höhen fließt der Po in die Ebene mit der Hauptstadt Turin. Weiter östlich erstreckt sich die Po-Ebene, wo der Reisanbau die Landschaft prägt. Das Wasser für die Reisfelder kommt aus den Alpen; die Schneeschmelze im Frühjahr spült es ins Tal. Der kleine Ort Barolo in der Hügellandschaft des Piemont steht für einen der besten Rotweine Italiens. Ein beliebter Begleiter zum Aperitivo auf der Dorfpiazza sind die typischen Grissini. Die Geschwister Cravero stellen sie in ihrer Bäckerei auf traditionelle Weise her: Gezogen werden sie von Hand und dann im Steinofen gebacken. Und mit Glück findet man auch den edelsten unter den Edelpilzen: Trüffel aus dem Piemont gelten als die besten der Welt und werden zu Spitzenpreisen gehandelt. Rund um Alba werden die Wälder im Herbst zum Jagdgebiet für die heiß begehrte Köstlichkeit. Auch Trüffelsucherin Martina Aloi und ihre Hündin Edvige haben es auf die schmackhaften Knollen abgesehen. Als Storchenhauptstadt Italiens gilt Racconigi. Hier machen die Langbeiner Rast auf ihrem Weg nach Afrika. Und viele Storchenpaare haben sich auch langfristig niedergelassen. Bruno Vaschetti hat auf seinem Hof Sumpfgebiete angelegt für heimische Vogelarten, aber auch für Zugvögel, die hier eine Rast einlegen.

Italien, meine Liebe 09:45

Italien, meine Liebe: Emilia Romagna

Land und Leute

Die Emilia-Romagna ist bekannt für Parmesan, Parmaschinken und den Balsamico-Essig aus Modena. Die Region im Nordosten Italiens ist auch ein Paradies für Tiere: In der Lagune um Comacchio lebt eine der größten Flamingo-Kolonien Europas. Die Flamingos wanderten erst vor wenigen Jahren ins Po-Delta ein, wo sie ideale Lebensbedingungen vorfanden. Auch Wildpferde aus der Camargue sind heute hier heimisch. Ein Pferdenarr hat vor Jahrzehnten ein paar Pferde ausgesetzt. Mittlerweile sind es schon Dutzende weißer Wildpferde. Die Valli di Comacchio bilden eine der größten Lagunenlandschaften Italiens - und das mitten in der Emilia-Romagna. Fast 4,5 Millionen Einwohner zählt die Region mit der Hauptstadt Bologna, einer der ältesten Universitätsstädte Europas und Metropole des guten Essens. Zu den berühmtesten Nudelmacherinnen gehören die Schwestern Zappoli. Ihr Geheimnis? Eine gute Pastamacherin braucht Gespür für das Wetter. Am Wochenende lädt einer der berühmtesten Strände Europas zum Spaziergang ein. Der 15 Kilometer lange Sandstrand von Rimini ist in der Nebensaison Naherholungsgebiet. Hinter der Küste wird seit Jahrhunderten Reis angebaut - meist von Frauen, den "mondine". Sie wurden berühmt, weil sie auf den Feldern Lieder gegen die ehemals schlechten Arbeitsbedingungen sangen. Noch heute singen Alt und Jung gemeinsam, um das Kulturerbe zu bewahren. Der Süden der Emilia-Romagna ist geprägt von mittelalterlichen Festungen, Kreidefelsen und Weinbergen. Aus den Trauben wird nicht nur der Perlwein Lambrusco hergestellt, sondern auch der traditionelle Balsamico-Essig aus Modena.

Italien, meine Liebe 10:40

Italien, meine Liebe: Marken

Land und Leute

Die Marken gelten als die letzte unentdeckte Region der italienischen Halbinsel. Dabei bietet die mittelitalienische Region idyllische kleine Bergdörfer, liebliche Hügellandschaften, schroffes Gebirge und ursprüngliche italienische Lebensweise. Für die Bewahrung der Traditionen setzen sich vor allem junge Einheimische ein. Viele kehren nach dem Studium in ihre alte Heimat zurück. Hier versucht Danila Versini mit einem Start-up die alte Papierhandwerkskunst in der Stadt Fabriano wiederzubeleben. Die Geschwister Cardinali produzieren Wein aus Sauerkirschen und eine Kooperative fördert den Anbau einer regionalen Spezialität: der Platterbse. Die Landschaft der Marken mit dem fruchtbaren Boden ist von Landwirtschaft geprägt. Erst vor 30 Jahren wurden die Sibillinischen Berge als Nationalpark unter besonderen Schutz gestellt. Fast zu spät, denn einige Tierarten waren da schon akut bedroht. Darunter die Apenninischen Gämsen. Allmählich erobern die Tiere ihre alte Heimat rund um den Monte Bove zurück. Auf einem Hochplateau trägt Marco Scolastici zum Artenschutz bei: Die Sopravissana-Schafe waren fast ausgestorben, weil sie weniger Milch geben als andere Rassen. Dafür sind sie robuster und halten die niedrigen Temperaturen im Winter aus. Das verheerende Erdbeben von 2016 hatte Marcos Hof zerstört. Ein neuer Stall schafft gutes Raumklima für seine Tiere und ist erdbebensicher. So kann er ruhiger schlafen.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Louisiana: Gumbo-Eintopf

Essen und Trinken

1): Gumbo aus Louisiana, Eintopf voller Geschichte(n (2): Nostalgiegeschmack: Emilie, aus Louisiana nach Paris (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Bretagne / Senegal / Irland

Magazin

(1): Pascal Quignards ganz persönliche Bretagne (2): Senegal: Die Macht der Muriden (3): Papua-Neuguinea: Das Mumu von Michaele (4): Irland: Der Prozess der Kolonialisierung

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Neukaledonien / Bosporus / Spanien

Magazin

(1): Neukaledonien: Bernard Bergers Sprechblasen gegen das Klischee (2): Bosporus: Begehrte Meerenge (3): Frankreich: Renauds Poulet Marengo (4): Spanien: Diktatur auf der Speisekarte

Tausend Milliarden Dollar 14:00

Tausend Milliarden Dollar

Kriminalfilm

Paul Kerjean hat sein Leben dem Journalismus verschrieben. Selbst sein Privatleben opferte er der Arbeit, so dass seine Ehe scheiterte. Dafür gelang ihm der Sprung von einer kleinen Regionalzeitung zur Pariser "La Tribune". Von Kerjeans Fähigkeiten als investigativem Journalist hat auch ein anonymer Informant gehört, der ihm in einem Parkhaus brisantes Material übergibt: Demnach ist Jacques Benoît-Lambert, Chef einer staatlichen Energiefirma, korrupt. Tatsächlich findet Kerjean weitere belastende Fakten. Mit seiner Story schafft er es auf die Titelseite. Kurz darauf wird Benoît-Lambert tot aufgefunden. Kerjean bezweifelt bald, dass Benoît-Lambert sich, wie offiziell verlautbart, aus Scham selbst erschossen hat. Bei seinen Recherchen stößt er auf den multinationalen Konzern G.T.I. und dessen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Paul Kerjean und seine Familie geraten in Gefahr. Doch er ist entschlossen, die Wahrheit über das Geschäftsgebaren der G.T.I. an die Öffentlichkeit zu bringen.

Pracht und Prunk an der Loire: Schloss Chambord 16:15

Pracht und Prunk an der Loire: Schloss Chambord: Schloss Chambord

Dokumentarfilm

Das weltberühmte Loire-Schloss Chambord - Sakralbau und Jagdsitz, mittelalterliche Festung und Renaissancepalast zugleich - birgt auch heute noch viele Geheimnisse. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von fachkundigen Arbeitern des Loiretals errichtet, stand es architektonisch stark unter italienischem Einfluss. Der Name des Baumeisters blieb jedoch unbekannt, und keine Bauzeichnung des ursprünglichen Projekts wurde je wiedergefunden. Rätselhaft sind auch die Gründe, die 1519 den jungen König Franz I. dazu bewogen, dieses gigantische Bauvorhaben mitten in einem Sumpfgebiet anzugehen. Kurz vor dem 500. Jahrestag seiner Krönung machen es sich Wissenschaftler und Historiker im Rahmen eines interdisziplinären Programms zur Wahrung des Kulturerbes zur Aufgabe, den prunkvollen Bau mit Hilfe neuester Forschungsmethoden zu betrachten. Archäologische Ausgrabungen, 3D-Modelle, geophysikalische Bodenuntersuchungen und die Auswertung handschriftlicher Dokumente damaliger Akteure und Zeitzeugen liefern wichtige Aufschlüsse. Der Dokumentarfilm begleitet die akribische Suche nach dem Original-Bauplan, was auf die Spuren von Leonardo da Vinci, von Florenz nach Romorantin, führt. Ausgehend von der ursprünglichen architektonischen Vision beleuchtet der Film den zeitgeschichtlichen Hintergrund, vor dem das grandiose Loire-Schloss errichtet wurde, und das damit verbundene Schicksal seines Bauherrn Franz I.

Ganz in Schale - Schmuckstücke der Meere 17:50

Ganz in Schale - Schmuckstücke der Meere

Tiere

Im gesamten Tierreich gehört das Schneckenhaus zu den erstaunlichsten Wundern der Evolution. Die Grundlage dafür wird bereits während der Embryonalentwicklung gelegt. Das Schneckenhaus wächst an Größe, wenn die Schalenwand dicker wird, sodass viele Meeresschneckenhäuser mit zunehmendem Alter nahezu unzerstörbar werden und ihre Besitzer gut vor Feinden aus dem umgebenden Meer geschützt sind. Bei einigen Schneckengruppen, vor allem aber bei den Muscheln, kann die innerste Schicht der Schale aus winzigen Aragonitplättchen bestehen. Diese brechen das Licht so, dass sie einen schillernden Glanz reflektieren und das begehrte Perlmutt bilden. Das Schneckenhaus unterscheidet sich deutlich von anderen Weichtierschalen. Es ist spiralförmig gewunden. Diese als Torsion bezeichnete Drehbewegung bringt einige entscheidende anatomische Vorteile mit sich: Das Sinnesorgan wird nach vorne verlagert und die Kiemen werden besser vom Wasser umströmt, was die Sauerstoffaufnahme erleichtert. Diese Dokumentation ist eine künstlerische Hommage an die geheimnisvolle Pracht der Muscheln und erklärt, wie diese komplexen Wunderwerke der Natur entstehen konnten.

Kroatiens Küste 18:35

Kroatiens Küste: Endlos und wild

Landschaftsbild

Kroatiens Küste ist ein Sehnsuchtsort, den viele zu kennen glauben, mit malerischen Orten, türkisfarbenen Buchten und einem steilen Küstengebirge. Wer genauer hinsieht, entdeckt eine wilde Welt voller Überraschungen und unerwarteter Naturwunder. Mehr als 6.000 Kilometer Küstenlinie und mehr als 1.000 Inseln bilden ein vielfältiges Mosaik aus Lebensräumen, das weit mehr ist als nur ein Urlaubsidyll. Hauptdarsteller des Films sind die Gänsegeier der Kvarner Bucht - sie zählen zu den wenigen Geiern weltweit, die an steilen Klippen direkt über dem Meer nisten. Der Film zeigt sie in bislang ungesehenen Aufnahmen und rückt diese oft verkannten Greifvögel eindrucksvoll ins Licht. Auch andere Tiere überraschen: der amphibische Schleimfisch, der in der Gezeitenzone zwischen den Welten lebt, flinke Geckos, die im Trubel belebter Orte auf die Jagd gehen oder die Singzikaden, die Jahr für Jahr den Klang des mediterranen Sommers prägen. Von der bunten Unterwasserwelt bis zu den exponierten Graten des Velebit-Gebirges - dem Zuhause von Gämsen, Luchsen und Braunbären - spannt sich diese beeindruckende Naturdokumentation. Die sanft glitzernde Küste ist aber auch geprägt von Naturgewalten wie Stürmen und Gewittern, befeuert durch die Kraft der Sonne. Sie ist es auch, die das subtile Gleichgewicht der Region zunehmend ins Wanken bringt. Mit ungewissem Ausgang. Der Film versteht sich als poetische Liebeserklärung an eine wilde Küste, geformt von Licht, Wellen und Wind.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Wiens Fiaker im Hitzestress?

Reportage

Hermann Hofer arbeitet seit fünf Jahren als Fiaker (auch die Kutscher werden so bezeichnet). Mit Gustl und Herzi, den beiden Lipizzanern, kutschiert er bei schönem Wetter mehrmals am Tag vor allem Touristen durch die Wiener Innenstadt. Die Arbeit mit den beiden Pferden ist für ihn das Schönste, was ein Beruf bieten kann. Schon sein ganzes Leben hat der 58-Jährige mit Tieren gearbeitet. Früher war er Zoofachhändler und hat sich im Tierschutz engagiert. Doch ob die Touristenattraktion vor allem in den heißer werdenden Sommern nicht Tierquälerei ist, darüber wird in Wien seit Jahren gestritten. Seit 2016 gilt ein Fahrverbot ab 35 Grad. Tierschützer Georg Prinz reicht das nicht, er setzt sich dafür ein, das bestehende Fahrverbot auf 30 Grad zu senken. Am liebsten würde er die Fiaker ganz verbieten, Pferde hätten in der Stadt nichts verloren, artgerechte Haltung sähe anders aus. Elektrobetriebene Kutschen könnten eine Lösung sein, findet der Vollzeitaktivist. Eine Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat festgestellt, dass die Pferde bis 35 Grad keinen Hitzestress erkennen lassen. Ein Fahrverbot ab 30 Grad, wie es Georg Prinz fordert, würde die Fiaker-Unternehmer in finanzielle Nöte bringen. 2024 gab es mehr als 50 Tage, an denen die Temperaturen auf über 30 Grad kletterten. Marco Pollandt, Chef eines der größten Fiaker-Betriebe in Wien, will sich für diesen Fall wappnen. Statt der weißen Lipizzaner, die traditionell vor die Kutschen gespannt werden, setzt er immer mehr auf ausgemusterte und günstige Trabrennpferde. Den Vorwurf, dass seine Pferde bei Hitze leiden, findet er absolut abwegig.

Eine Frage der Würde 20:15

Eine Frage der Würde

Drama

Als die pensionierte Lehrerin Blaga nach dem Tod ihres Mannes allein zurückbleibt, ist ihr größter und letzter Wunsch ein schönes Grab für sich und ihren Mann. Doch einen Tag bevor sie das Grab bezahlen will, bekommt sie plötzlich einen Anruf von vermeintlichen Polizisten, die sie dringend um Hilfe bitten. Sie soll ihre Wertsachen vom Balkon werfen, um eine kriminelle Bande auf frischer Tat überführen zu können. Überrumpelt und verängstigt kommt Blaga der Aufforderung nach. Erst danach wird ihr klar, dass sie Opfer von Betrügern geworden ist. Blaga ist schockiert und beschämt. Wie soll sie nun das Grab bezahlen? Verzweifelt versucht sie, Geld aufzutreiben, aber niemand will eine Rentnerin anstellen und die Banken gewähren ihr keinen Kredit. Ihre kleine Rente und die Einkünfte aus dem privaten Bulgarisch-Unterricht, den sie der jungen Armenierin Tanja gibt, reichen nicht aus. Als Blaga mehr und mehr unter Druck gerät, bringt eine erschütternde Erkenntnis sie zu einer drastischen Entscheidung - am leichtesten scheint man in den Besitz von Geld zu kommen, wenn man den moralischen Kompass ignoriert und die Seite wechselt. "Eine Frage der Würde" ist sowohl spannender Krimi als auch aufwühlendes Sozialdrama. Der Film des renommierten bulgarischen Regisseurs Stephan Komandarev thematisiert universelle Fragen um Betrug und Moral, Schuld und Gerechtigkeit.

We Want the Funk! 22:00

We Want the Funk!: Die Geschichte von James Brown, George Clinton & Co.

Dokumentation

Von seinen Wurzeln in Afrika und im Jazz über die frühen Werke James Browns bis hin zu Parliament-Funkadelic: "We Want The Funk!" zeichnet die Entwicklung des Funk nach. Als urbanes Genre spiegelt er das Lebensgefühl der Bürgerrechtsbewegung wider; sein rasanter Aufstieg in den 1970er Jahren ist eng mit den politischen Spannungen in den US-Städten jener Zeit verbunden. In der Ära der Bürgerrechtsbewegung war Funk ein kompromissloses Bekenntnis zu Black Pride. Mit seinem ansteckenden Groove stand er nicht nur für Lebensfreude und Resilienz, sondern auch für kulturellen Widerstand und Selbstbestimmung. Anhand selten gezeigten Archivmaterials, legendärer Auftritte und ausführlicher Interviews mit Pionierinnen und Pionieren des Genres fängt der Dokumentarfilm die rohe Energie und soulige Emotionalität des Funk ein und zeigt seine anhaltende Wirkung.

Stevie Wonder 23:25

Stevie Wonder: Musikladen-Session, 1974

Konzert

Im Jahr 1974 war Stevie Wonder zu Gast in Bremen. Im Anschluss an die legendäre Sendung "Musikladen", mit der Radio Bremen in den 1970er und 1980er Jahren Musikgeschichte schrieb, wurde am 23. Januar 1974 nach der zehnten Folge ein einzigartiges Konzert mit dem amerikanischen Musiker und seiner Band aufgezeichnet: "Beat-Workshop Stevie Wonder". ARTE wiederholt diese einmalige Session nun im Rahmen von "Summer Of Disco". Außerdem sind Live-Versionen seiner Hits "I'm So Glad To Be Alive", "Higher Ground", "Don't You Worry 'Bout A Thing", "Living For the City", "I Can See the Sun in Late December", "He's Misstra Know-It-All" und "Superstition" zu hören. Stevie Wonder und seine Band spielen ein Konzert, in dem die Songs nahtlos ineinander übergehen und das die Zuhörer und Zuhörerinnen in eine einmalige Jamsession eintauchen lässt. Stevie Wonder gehört seit den 1970er Jahren zu den einflussreichsten Musikern und hat die Genres Soul, Pop und Rhythm 'n' Blues maßgeblich beeinflusst und geprägt. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und seinem außergewöhnlichen Talent an den Tasteninstrumenten schuf er einen ganz eigenen Sound, der Generationen von Künstlern inspiriert hat. Mit seinen zeitlosen Klassikern begeistert er bis heute seine Fans. Regie bei der Aufzeichnung 1974 führte Mike Leckebusch, der schon in den Vorjahren durch den "Beat-Club" von Radio Bremen große Bekanntheit erlangte. Er war Vorreiter in der Umsetzung von Musikformaten im deutschen Fernsehen. Mike Leckebusch prägte mit dem "Beat-Club" und dem "Musikladen" die Jugend- und Musikkultur einer ganzen Generation.