18:35
Tierfilmer Jan Haft und sein Team zeigen in "Kinderstuben der Tiere" bemerkenswerte, berührende und überraschende Tiergeschichten. Der Film erkundet unsere unmittelbare Umgebung - Gärten und Bauernhöfe -, wo viele Wild- und Haustiere ideale Bedingungen finden, um ihre Jungen aufzuziehen. Wir werden Zeugen der Geburt eines Eselfohlens, ein seltener und emotionaler Moment für eine Spezies, die heute stark von menschlicher Fürsorge abhängig ist. Einige Tiere kommen aus freien Stücken: Spatzen gedeihen in unserer Nähe, nutzen Gebäude als Nistplätze und profitieren von der hier ständig verfügbaren Nahrung. Schmetterlinge wie der Admiral gedeihen dort, wo Brennnesseln reichlich wachsen. Von winzigen Gartenvögeln bis hin zum imposanten Weißstorch pendeln viele Arten zwischen ihren Kinderstuben in unserer Nähe und den Lebensräumen außerhalb der menschlichen Siedlungen. Andere halten Abstand zu den Menschen und brüten auf offenen Feldern und Weiden wie Feldlerche oder Kiebitz. Auch fernab vom Komfort menschlicher Behausungen gelingt es Wildtieren, ihren Nachwuchs erfolgreich ins Leben zu entlassen. In den kalten, unwirtlichen Klimazonen Nordeuropas legen Vögel wie beispielsweise die Papageitaucher den Zeitpunkt ihrer Brut so, dass ihre Küken während der kurzen Sommer, in denen es reichlich Nahrung gibt, schlüpfen. Säugetiere wie Moschusochse und Polarfuchs hingegen statten ihren Nachwuchs mit dickem Fell und schützendem Familienverbund aus. Die Dokumentation beleuchtet zudem einen besonders wichtigen Faktor für die erfolgreiche Aufzucht der nächsten Generation: die Fähigkeit der Elterntiere, einen geeigneten Ort für diese Aufgabe auszuwählen.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:35
19:40
Seit vielen Jahren führt die Kulinarik-Reihe "Zu Tisch" zu den Wurzeln europäischer Kochtraditionen. Dabei bleibt oft keine Zeit für vertiefende kulturhistorische oder ernährungsphysiologische Exkurse. Die neue Reihe "Zu Tisch mit Lucie" will das ändern. Die Deutschfranzösin Lucie Fischer-Chapalain, gelernte Köchin, schaut sich unser Obst und Gemüse genauer an und liefert unterhaltsam und kurzweilig kulinarisch-wissenschaftlichen Content dazu: Was sind Bergamotten? Schmecken Rosen? Und warum braucht es das Salz in der Suppe? "Zu Tisch mit Lucie" informiert über die kulturhistorische Geschichte einer Region, Anbaumethoden, Ernährungsphysiologie, die chemische Zusammensetzung von Lebensmitteln.
20:15
Sie sind vorsichtig, extrem scheu und von beeindruckender Eleganz: Leoparden bekommt man in der freien Wildbahn meist nur für wenige Sekunden zu Gesicht. Ausgiebiger lassen sie sich höchstens beobachten, wenn sie schlafend auf einem Baum rasten und sich von der nächtlichen Jagd erholen. In der nördlichen Serengeti gelangen erstaunliche Einblicke in das Sozialleben und die Jagdtaktiken dieser Lauerjäger. Eine Leopardin hat begonnen, am helllichten Tag zu jagen. Ihre Heimat entlang des Bachbetts des Olare Orok bietet alles, was eine Mutter braucht, um sich und ihren Nachwuchs zu versorgen: pittoreske Felsen und dichte Vegetation, eine Landschaft, in der die Raubkatze in Sekunden verschwinden kann, um sich an potenzielle Beute heranzuschleichen. Am Bach sind das vor allem Warzenschweine. Wenn die Leopardin ein Ferkel gepackt hat, muss sie sich schnellstmöglich auf einen Baum retten, um den Angriffen der wütenden Warzenschweinmütter zu entkommen, die mit ihren scharfen Hauern gefährlich werden können. Daneben versucht das Weibchen auch, Thomson-Gazellen und Impalas am Buschrand zu fangen - beides keine leichte Aufgabe, vor allem mit einem halbwüchsigen Sohn im Schlepptau. Konkurrenten wie Hyänen und Löwen machen ihr zusätzlich das Leben schwer. Wenn das Weibchen nach eineinhalb Jahren wieder paarungsbereit ist, bedeutet das für ihren Sohn, dass seine Zeit an der Seite der Mutter endet. Der Halbwüchsige wird dann auf sich allein gestellt sein - und muss sich in der Savanne Afrikas behaupten.
21:45
Aurélie Poulidor ist als nächstes Opfer des Serienmörders vorgesehen. Doch auch dieser Fall sorgt für Überraschungen ... Als Rousseau und Louvetot den Täter verfolgen, um ihn zu stellen, wird Louvetot zu Boden gebracht, Rousseau aber bleibt unversehrt. Kommandantin Bellerose ist das sehr suspekt, sie fordert, ab jetzt keine Informationen mehr an Rousseau weiterzugeben. Gegen ihren Befehl bespricht Louvetot jedoch den Fall auch an den folgenden Tagen mit dem Krimiautor. Er ahnt, dass dessen intellektuelle Herangehensweise und Intuition hilfreich sein können. Louvetot hat Glück: Die am Tatort gefundenen DNA-Spuren lassen sich einem polizeibekannten Kriminellen zuordnen. Doch bei einem erneuten Suchspiel nach Hinweisen machen die Ermittler einen grausamen Fund ...
22:40
Aurélie hält Rousseau in ihrem Geheimzimmer gefangen. Ihre Besessenheit wird deutlich, als sie dem Krimiautor ihr Manuskript übergibt. Ursprünglich war es ihr Ziel, ihren geliebten Autor Rousseau zu einem neuen Krimi zu inspirieren. Doch mit der Zeit lief ihr riskantes Spiel aus dem Ruder. Rousseau überlegt fieberhaft, wie er seinen verrückten Fan wohl am besten überlisten kann. Er entscheidet sich, das Spiel mitzuspielen und so zu tun, als arbeiteten sie gemeinsam an seinem neuen Roman ... Während sich Rousseau in Aurélies Gewalt befindet, recherchiert Major Louvetot fieberhaft weiter ...
23:40
Louvetot kann Rousseau noch rechtzeitig retten, doch Lyes und Niki sind weiterhin in Gefahr. Bei der Suche verlassen sie sich auf Rousseaus Intuition und seine Kriminalromane, die der Täter offenbar versucht nachzuahmen. Das inzwischen eingespielte Duo landet schließlich mitten in der Nacht bei dem Schamanen im Polar Park, wo alles begann. Der zurückgezogen im Wald lebende Schamane ist Nikis Vater und stellt Theorien auf, zu denen ihn die Natur inspiriert. Louvetot ist das alles zu übernatürlich, er vertraut lieber den Fakten und will keine Zeit verschwenden, seinen geliebten Lyes zu finden. Rousseau hingegen ist sehr interessiert an dem alten Mann und erfährt überraschende Neuigkeiten ... Währenddessen sind die Serienmörder ins Kloster zurückgekehrt, um ihr letztes Meisterwerk zu vollenden: Leonardo da Vincis "Abendmahl". Niki, Lyes und die Mönche werden als Jesus und seine Jünger inszeniert. Rousseau und Louvetot verfolgen einen Hinweis nach dem anderen, doch keiner bringt sie auf die richtige Spur. Die Zeit eilt ...