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TV Programm für ARTE am 14.10.2026

Jetzt

Indien - Wo Frösche Hochzeit halten 18:35

Indien - Wo Frösche Hochzeit halten

Tiere

Die indische Gebirgskette der Westghats ist ein immergrüner Lebensraum für eine erstaunliche Vielfalt an Froscharten, von denen viele nur hier vorkommen. Die von tropischem Regenwald überzogenen Berghänge mit ihren warmen Temperaturen bieten den Amphibien ideale Bedingungen, um sich fortzupflanzen und nach Nahrung zu jagen. In der Nacht bildet der vielstimmige Froschgesang eine facettenreiche Klangkulisse, von tiefem Quaken bis hin zu trillerndem Pfeifen. Jede Froschart hat sich an ein bestimmtes Ökosystem angepasst. Manche leben in reißenden Bergbächen, andere auf dem blätterbedeckten Boden, in morschen Baumstämmen oder kleinen Erdhöhlen. In den Nationalparks und Naturschutzgebieten findet man auch Froscharten, die reine Höhlenbewohner sind oder zwischen Felsblöcken in den Betten der Bachläufe hausen. Diese Frösche leben im Rhythmus der Regenzeit. Klimaerwärmung, Waldrodung und unkontrollierter Tourismus bedrohen heute diese fragilen Lebensräume. Der Naturforscher und Dokumentarfilmer Suhas Premkumar hat während neun Regenzeiten dem Monsun getrotzt, um diese unbekannte Welt zu erforschen und die geheimnisvollen endemischen Amphibien der Westghats zu filmen, darunter den Malabar-Gleitfrosch, den Asiatischen Ochsenfrosch, die Schwarznarbenkröte, die Malabar-Baumkröte, Ruder-, Tanz- und Nachtfrösche und viele mehr.

Danach

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal: Kehren die USA der Ukraine den Rücken zu?

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus: Die spanische Vox und Europas extreme Rechte

Infomagazin

Europas extreme Rechte wächst, bleibt aber gespalten. In Spanien nutzt Vox die Debatte um Migration, um ihren Einfluss auszubauen. In Ceuta demonstrieren Parteichef Santiago Abascal und Frankreichs RN-Chef Jordan Bardella Einigkeit. Zugleich rücken Konservative und Vox näher zusammen: Ihre Geschichtspolitik zielt darauf, die Franco-Diktatur vor allem sprachlich zu verharmlosen.

Re: 19:40

Re:: Verschwunden im Kosovokrieg

Reportage

Als der Vielvölkerstaat Jugoslawien in den 1990er-Jahren zerfiel, strebte auch die mehrheitlich albanische Bevölkerung im Kosovo nach Unabhängigkeit. Von 1998 bis 1999 eskalierte der Konflikt zwischen der Befreiungsarmee des Kosovo und jugoslawischen sowie serbischen Sicherheitskräften. Während des Krieges kam es zu zahlreichen Massakern an der albanischen Zivilbevölkerung. Um Beweise zu vernichten, wurden die Leichen teilweise verschleppt, verbrannt oder versteckt. Im kleinen Ort Krushë e Vogël ermordeten serbische Streitkräfte über 100 albanische Männer und Jungen. Qazim Shehu verlor neun Familienmitglieder, darunter seinen damals 16-jährigen Halbbruder Ajvaz. 27 Jahre später kann Qazim ihn endlich beerdigen. Von Augenzeugen des Massakers erfährt er, was seinem Bruder damals zugestoßen ist. Das Ehepaar Halil und Zyla Ujkani hofft nach wie vor darauf, dass ihre beiden vermissten Söhne noch leben. Xhyle Haziri von der NGO "Die Stimme der Eltern" kümmert sich um die beiden und viele weitere Angehörige. Nachdem auch ihr Mann im Krieg ermordet wurde, ist sie unermüdlich auf der Suche nach den Vermissten. Sie tröstet, übt Druck auf Institutionen aus und arbeitet eng mit dem forensischen Anthropologen Dr. Ditor Haliti zusammen, der im Kosovo bereits die Überreste zahlreicher Kriegsopfer gefunden und an die Familien übergeben hat. Der Kampf um Selbstbestimmung ist im Kosovo auch im Jahr 2026 allgegenwärtig. Serbien erkennt die Unabhängigkeit des Landes nach wie vor nicht an. Für unzählige Menschen im Kosovo wird der Krieg erst vorbei sein, wenn alle Vermissten gefunden wurden.

Der beste Film aller Zeiten 20:15

Der beste Film aller Zeiten

Satire

Es ist der 80. Geburtstag von Humberto Suárez, dem milliardenschweren Präsidenten eines Pharmaunternehmens. In diesem Alter fragt er sich, welches Vermächtnis er hinterlassen und ob man sich überhaupt an ihn erinnern wird. Um dieses winzige Stückchen Unsterblichkeit zu erlangen, fallen ihm zwei Möglichkeiten ein: eine Brücke bauen oder einen großartigen Film drehen. Er entscheidet sich für Letzteres und startet eine prestigeträchtige Produktion: Er kauft die Rechte am Bestseller eines Nobelpreisträgers, engagiert die geniale und exzentrische Regisseurin Lola Cuevas und zwei erstklassige Schauspieler von großem Ansehen und legendärer Eitelkeit: den frivolen Félix Rivero mit Hollywood-Allüren und Iván Torres, einen pedantischen, eingebildeten Theaterdarsteller. Die Proben werden zum Schauplatz, auf dem ihre Egos die Klingen kreuzen. "Der beste Film aller Zeiten" (Originaltitel: Competencia oficial) ist eine bissige Satire über die Filmbranche. Bemerkenswert sind vor allem das hochkarätige Schauspieltrio - Penélope Cruz, Antonio Banderas und Oscar Martínez - und der bissige Witz über Egoismen. Bereits seit rund 30 Jahren arbeiten Mariano Cohn und Gastón Duprat ("Der Nobelpreisträger", 2016), die hier gemeinsam Regie führten und mit Gastón Duprats Bruder Andrés das Drehbuch schrieben, als bekanntes argentinisches Regie-, Autoren- und Produzentenduo zusammen.

Prüdes Hollywood - Laster, Lust und Leidenschaft im Film 22:05

Prüdes Hollywood - Laster, Lust und Leidenschaft im Film

Dokumentation

In "Prüdes Hollywood" berichten Filmschaffende sowie Expertinnen und Experten, warum das aktuelle Blockbuster-Kino der Sexszene den Rücken gekehrt hat. Ist Hollywood prüde geworden? Oder rentiert sie sich für die großen Studios einfach nicht mehr? Haben Debatten wie #MeToo eine neue Sensibilität mit sich gebracht? Wie ist es in dieser Stimmung noch möglich, Sexszenen zu drehen? Das kann eine sogenannte Intimitätskoordinatorin beantworten, die in der Dokumentation bei ihrer Arbeit begleitet wird. Filmsex darf im Blockbuster-Kino nicht mehr stattfinden - und wandert in den Arthouse-Film und in die Streaming-Serie ab. "Prüdes Hollywood" zeigt, welche Beziehungsformen, welche Gender- und Körperbilder die Zuschauerinnen und Zuschauer hier sehen. Die Dokumentation beantwortet auch die Frage, was das Fehlen der Sexszene im Mainstream über unsere Gesellschaft aussagt: Sind wir übersättigt von der permanenten Verfügbarkeit pornografischer Darstellungen? Lassen wir uns Erotik lieber in die Intimität der eigenen vier Wände streamen? Spiegelt das Kino einfach nur wider, was sich in unseren Betten abspielt - oder nicht abspielt? Joe Eszterhas, der Drehbuchautor des Erotikthrillers "Basic Instinct" (1992) erzählt, warum der heiße Mix aus Sex und Krimi in den 1990er Jahren so populär war. Arthouse-Urgestein Catherine Breillat wirft in ihren Filmen moralische Vorstellungen von Sexualität über Bord und produziert einen Skandal nach dem anderen. Und Ita O'Brien, eine Hollywood-erfahre Intimitätskoordinatorin, erklärt, wie durch ihre Arbeit mutigere und authentischere Sexszenen möglich werden.

Misericordia 23:00

Misericordia

Tragikomödie

Jérémie kehrt in das Dorf Saint-Martial zurück, um an der Beerdigung seines ehemaligen Arbeitgebers, eines Bäckers, teilzunehmen. Dessen Witwe Martine bietet ihm an, einige Tage bei ihr zu wohnen. Während sie seine Gesellschaft genießt, reagiert ihr Sohn Vincent gereizt auf den unerwarteten Gast. Zwischen den beiden Männern wachsen Eifersucht und Misstrauen, bis Jérémie Vincent schließlich tötet. Schnell versucht er, die Folgen seiner Tat zu verbergen. Doch im Dorf bleibt nichts unbemerkt. Ausgerechnet der örtliche Priester wird zu seinem Verbündeten und macht deutlich, dass seine Fürsorge von einem persönlichen Begehren begleitet ist. Auch Jérémies Verhältnis zu den anderen Männern im Dorf ist von Anziehung, Konkurrenz und unausgesprochenen Sehnsüchten geprägt. Alain Guiraudie verbindet in "Misericordia" Kriminalfilm, Komödie und psychologisches Drama zu einer Geschichte über Schuld und Verlangen. Statt nach dem Täter zu fragen, interessiert ihn, warum Menschen bereit sind, moralische Grenzen für jemanden zu verschieben, den sie begehren oder lieben. "Misericordia" feierte 2024 bei den Filmfestspielen von Cannes in der Sektion "Cannes Première" seine Weltpremiere. Regisseur Alain Guiraudie bezeichnete seinen Film sinngemäß als einen "erotischen Thriller ohne Sex": Begehren ist allgegenwärtig, wird jedoch fast nie erfüllt. Mit Félix Kysyl, Catherine Frot und Jacques Develay entwickelt er daraus eine düstere und abstoßende, zugleich aber humorvolle Geschichte, in der sexuelle Anziehung und moralische Verantwortung unauflöslich miteinander verbunden sind.