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TV Programm für ARTE am 27.07.2026

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Duell in der Sonne 20:15

Duell in der Sonne

Western

Die Waise Pearl ist die Tochter eines weißen Vaters und einer indigenen Mutter. Nach dem Tod ihrer Eltern wird sie bei der Familie von Senator McCanles in Texas aufgenommen, die eine gute Bekannte ihres Vaters ist. Als sich die beiden sehr unterschiedlichen Söhne des Senators gleichzeitig in Pearl verlieben, ist das der Auslöser für eine Familientragödie epischen Ausmaßes. "Duell in der Sonne" von 1946 ist ein leidenschaftlicher Western von King Vidor und William Dieterle, der mit imposanten Landschaftsbildern, rauchenden Colts und großen Gefühlen alle Register des Genres zieht. Pearl Chavez ist die Tochter einer indigenen Mutter und eines weißen Vaters. Nachdem ihr Vater ihre Mutter ermordet hatte und für diese Tat erhängt wurde, steht Pearl plötzlich allein da. Zu jung, um allein zu leben, wird sie zur angesehenen Familie von Senator McCanles gebracht. Pearls Ankunft entzweit die Familie: Laura McCanles ist der Jugendlichen wohlgesonnen, weil sie vor langer Zeit mit Pearls Vater befreundet war. Der Senator währenddessen lehnt sie aufgrund ihrer indigenen Herkunft ab. Die Familie hat zwei erwachsene Söhne: den Frauenhelden Lewt und den ehrbaren Jesse. Beide verlieben sich in Pearl, doch Lewt ist mit seiner draufgängerischen Art und seiner Unverschämtheit erfolgreicher. Pearl wird seine Geliebte. Doch als sie feststellen muss, dass sie für ihn nur ein bedeutungsloses Abenteuer ist, willigt sie ein, Sam Pierce, den Futtermeister der Ranch, zu heiraten. Das kann Lewt wiederum nicht ertragen. Er erschießt Pierce und flüchtet mit Hilfe seines Vaters. Gleichzeitig stellt sich Sohn Jesse offen gegen den Senator, weil der den Bau der Eisenbahn sabotiert und Lewt dabei sogar zu einem Sprengstoffattentat angestiftet hat. Die Fronten in der Familie prallen aufeinander und zermalmen alles, was ihnen im Weg steht ...

Danach

Terence Hill: Pazifist und Cowboy 22:20

Terence Hill: Pazifist und Cowboy

Künstlerporträt

Die meisten Menschen kennen ihn als Schlitzohr, als wortgewandten Filmpartner von Bud Spencer: Terence Hill, der mit bürgerlichem Namen Mario Matteo Girotti heißt. Das Filmduo hat mit seinen Actionkomödien einen Mythos erschaffen, der bis heute Millionen von Menschen weltweit begeistert. Aber der Privatmensch Terence Hill steht in starkem Kontrast zu den Rollen, die er verkörpert - bescheiden, öffentlichkeitsscheu und geprägt von festen, christlichen Werten. Dennoch hat er ein rastloses Leben geführt, ganz wie seine Figuren: Oft war ungewiss, woher sie kommen und wohin sie gehen. Hill ist ein Kosmopolit und besitzt dazu passend den italienischen, den deutschen und den amerikanischen Pass. Er ist ein Mensch, der die Natur und Einsamkeit liebt und ein Pazifist, der Waffen und Gewalt sein Leben lang verabscheut hat. Sein filmisches Werk umfasst weit mehr als die 17 Filme mit Bud Spencer: Er stand in vielen weiteren Produktionen vor der Kamera. Das Porträt "Terence Hill: Pazifist und Cowboy" kehrt an die wichtigsten Stationen und Orte seines Lebens zurück, die den Menschen und Künstler geprägt haben. Rom, Lommatzsch, Gubbio, die Wüste von Tabernas in Spanien und Stockbridge in Massachusetts sind Schlüsselorte. Aus Erzählungen von Freunden, Kollegen und Wegbegleitern entsteht ein facettenreiches Mosaik, das sich zu einem erstaunlichen, überraschenden und beeindruckenden Bild des Menschen Terence Hill verdichtet.

Lost Country 23:15

Lost Country

Drama

Stefan lebt allein mit seiner Mutter. Sie arbeitet als Pressesprecherin der Regierung von Slobodan Milosevic. Es gibt eine unausgesprochene Regel: keine Fragen zur Arbeit seiner Mutter. Stefan versucht, diese Regel zu akzeptieren, doch unter seinen Freunden wächst der Unmut gegen die autoritäre Regierung. Die jungen Leute protestieren friedlich; sie wehren sich gegen Wahlfälschungen und beklagen ihre desolate soziale Lage. Erst als der Bruder von Stefans Freund verhaftet wird, kippt die Stimmung, und Stefan kann die Rolle seiner Mutter nicht mehr ignorieren. Seine Freunde wollen von ihm die Wahrheit wissen, aber Stefan ist machtlos, denn seine Mutter hält an ihrer Regel fest. Stefan muss seinen Platz zwischen zwei völlig verschiedenen Welten finden: seiner Mutter, die ihn zu seinen Großeltern fährt und ihn liebt, und der Sprecherin, die es gutheißt, wenn friedliche Demonstranten von der Polizei zusammengeschlagen werden. Obwohl die Handlung im Serbien der 1990er Jahre angesiedelt ist, hat der Film eine beklemmende Gegenwartsrelevanz. Fragen nach Nationalismus, Ausgrenzung und politischer Radikalisierung wirken angesichts der aktuellen Entwicklungen in Europa brennender denn je.