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TV Programm für ARTE am 06.10.2026

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Hüter der Südseeinseln 17:30

Hüter der Südseeinseln: Französisch-Polynesien

Land und Leute

Die indigenen Gemeinschaften der Südseeinseln setzen auf ihre kulturellen Wurzeln, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Auf Hawaii, den Salomonen, in Französisch-Polynesien und auf Fidschi entwickeln sie Lösungen, die Natur und Tradition verbinden - und so die empfindlichen Ökosysteme bewahren. In Französisch-Polynesien gelten Tiere als spirituelle Führer der Menschen und Verbindung zur Natur. Sie liefern mit ihren Beobachtungen gleichzeitig wichtige Hinweise für die Forscher, die auf diesen Inseln arbeiten. Wale, die jedes Jahr wiederkommen, um sich in den warmen Gewässern fortzupflanzen, liefern Aufschlüsse über Veränderungen in den Weltmeeren. Auf den unter französischer Verwaltung stehenden Marquesas-Inseln sind Vogelarten, die einen wichtigen Beitrag zur Waldpflege leisten, durch die Schrumpfung ihres Lebensraums bedroht. Darüber hinaus verlangsamen die Wildpferde, die im 19. Jahrhundert von den Europäern eingeführt und zum Wahrzeichen der Insel Ua Huka wurden, bereits die natürliche Regenerierung der Wälder. Aale, die aus dem Ozean die Flüsse hinaufschwimmen, sind ein wichtiges Bindeglied für beide Ökosysteme. Und um die Korallenriffe zu erhalten, die für das Leben in der Lagune unerlässlich sind, arbeiten Meeresbiologinnen und Meeresbiologen an der Wiederansiedelung von Seeigeln. Traditionelles Know-how und wissenschaftliche Erkenntnisse werden eingesetzt, um jene Arten zu beobachten und zu schützen, die für den Erhalt des fragilen Gleichgewichts dieser Inseln von elementarer Bedeutung sind.

Danach

Hüter der Südseeinseln 18:25

Hüter der Südseeinseln: Hawaii

Land und Leute

Die indigenen Gemeinschaften der Südseeinseln setzen auf ihre kulturellen Wurzeln, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Auf Hawaii, den Salomonen, in Französisch-Polynesien und auf Fidschi entwickeln sie Lösungen, die Natur und Tradition verbinden - und so die empfindlichen Ökosysteme bewahren. Auf Hawaii leiden die Ökosysteme unter Klimawandel, Verstädterung und Tourismus. Als Antwort darauf besinnt man sich jetzt auf die Weisheit der Ureinwohner. Deren traditionelles Konzept der Landeinteilung und -bewirtschaftung Ahupua'a betrachtet Inselgebiete vom Gipfel des jeweiligen Vulkans bis zur Küste als Ganzes: Jedes Gebiet versorgt die Menschen bei nachhaltiger Ressourcennutzung mit allem Nötigen. Überall auf Hawaii engagieren sich Freiwillige, um die traditionellen Fischteiche und Taro-Felder wieder zu restaurieren oder Sumpfgebiete zu bewahren, die diesen Vogelarten als Refugium dienen. Andere setzen sich dafür ein, Flüsse oder Schildkröten zu schützen, die für das Gleichgewicht des Korallenriffs unabdinglich sind.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus: Brasilien: Bolsonaro führt bei Präsidentenwahl

Infomagazin

In Brasilien waren 158 Millionen Wahlberechtigte bei einer Einwohnerzahl von 212 Millionen zur Wahl aufgerufen. Flávio Bolsonaro führt mit 47 %, Amtsinhaber Lula erreichte 45 %. Die Stichwahl findet am 25. Oktober statt. Bolsonaro dürfte laut Experten auf mehr zusätzliche Stimmen zählen können, denn ausgeschieden sind vor allem Kandidaten konservativer Parteien ...

Re: 19:40

Re:: Eltern gegen Social Media

Reportage

Nachdem sich seine Tochter Mia im Alter von 14 Jahren nach Online-Mobbing das Leben nahm, setzt sich Mariano Janin in Großbritannien für Altersgrenzen auf Social-Media-Plattformen und wirksame Schutzfilter ein. Zusammen mit der Elterninitiative Bereaved Families for Online Safety bereitet er derzeit eine Klage gegen TikTok in den USA vor. In Großbritannien hatte ihre Lobbyarbeit bereits Erfolg. Im Frühjahr 2027 soll eine gesetzliche Altersgrenze von 16 Jahren für soziale Medien eingeführt werden.Auf eine solche Regelung wartet Verena Holler in Deutschland derzeit noch. Die dreifache Mutter hat den Verein Smarter Start ab 14 mitgegründet. Sie wirbt für eine Kindheit ohne Smartphone. Die zentrale Idee: ein Elternpakt, bei dem Eltern vereinbaren, ihren Kindern während der Grundschulzeit kein eigenes Smartphone zu geben. So sollen Neid und sozialer Druck unter den Kindern gar nicht erst entstehen. Die Belgierin Audrey Hédo weiß um die Sogwirkung von Social Media. Sie ist selbst Beauty-Influencerin und hat deshalb beschlossen, ihre zwei Kinder möglichst lange von Smartphones und Social Media fernzuhalten. Ihr 13-jähriger Sohn Ohio darf sein Smartphone, auf dem weder TikTok, Snapchat noch Instagram installiert sind, nur nutzen, wenn er allein unterwegs ist. Für ihren eigenen Account filmt und fotografiert Audrey ihre Kinder aber dennoch. Für sie ist das kein Widerspruch. Wie viel digitale Freiheit brauchen Kinder und wie viel Schutz vor sozialen Medien? Alle drei Eltern finden sehr unterschiedliche Antworten auf eine Frage, die viel diskutiert wird.

USA 1960-1980: Die konservative Revolution 20:15

USA 1960-1980: Die konservative Revolution

Dokumentation

Das amerikanische Selbstbild der 1960er Jahre ist geprägt von Wohlstand und Freiheit. Das Land steht hinter dem sogenannten "liberalen Konsens", einer kollektiven Zukunftsvision, die eine gewisse Regulation der kapitalistischen Marktwirtschaft sowie ein staatliches Sozialhilfesystem beinhaltet. 1963 löst die Ermordung John F. Kennedys eine Schockwelle aus und wirkt wie ein Warnschuss: Die ruhigen Zeiten in den USA sind vorbei. Die Konservativen - Nostalgiker des Wilden Westens und einer Welt ohne Staat und Steuern, die den liberalen Konsens als sozialistische Diktatur erachten - werden damals noch als Spinner am rechten Rand der republikanischen Partei abgetan. Aber sie nutzen das Chaos um die Aufhebung der Rassentrennung und den inneren Widerstand vieler Weißer, um sich populistisch anzubiedern. 1964 kann sich der konservative Senator Barry Goldwater in den Vorwahlen für die republikanische Präsidentschaftskandidatur durchsetzen. Auch wenn er die Präsidentschaftswahl schließlich verliert, verleiht seine Kandidatur der konservativen Bewegung erheblichen Auftrieb. Vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs erleben die USA eine gesellschaftliche Krise. Die Gewalt der Unruhen in einem hauptsächlich von Afroamerikanern bewohnten Brennpunktviertel in Los Angeles erschüttert das ganze Land. Die Jugend rebelliert gegen die älteren Generationen. Schwule und Lesben treten für ihre Rechte ein. Feministinnen fordern die etablierte Ordnung heraus. 1968 ist Präsident Johnson so unbeliebt, dass er nicht wieder kandidiert. Das Jahr steht im Zeichen blutiger Aufstände; Martin Luther King und Robert Kennedy fallen Attentaten zum Opfer.

USA 1960-1980: Die konservative Revolution 21:05

USA 1960-1980: Die konservative Revolution

Dokumentation

1968: Mit dem Wahlkampfthema "Recht und Ordnung" sichert sich der Zentrist Richard Nixon die Nominierung als republikanischer Kandidat für die Präsidentschaftswahl und schlägt damit seinen konservativen Herausforderer Ronald Reagan. Nixon hat außerordentliches politisches Geschick. Seine Kampagne richtet sich an die "stille Mehrheit" des amerikanischen Volkes, die genug hat von Rassenunruhen und Friedensdemonstrationen. Und der Erfolg gibt ihm recht: Die "stille Mehrheit" verhilft ihm zum Wahlsieg. Der neue Präsident greift hart durch. 1970 eröffnet die Nationalgarde das Feuer auf Studierende der Universität Kent State - vier von ihnen sterben. In Manhattan greifen Arbeiter der Baustelle des World Trade Centers studentische Anti-Vietnam-Demonstranten an. Und zum ersten Mal stellt sich die evangelikale Rechte offen hinter einen amerikanischen Präsidenten. Aber diese Radikalisierung der amerikanischen Gesellschaft kommt nicht der konservativen Bewegung zugute, sondern einzig und allein dem amtierenden Präsidenten. Für Reagan bleibt Nixon - obwohl er ausgesprochen rechte Ideen vertritt - ein unverbesserlicher Liberaler. Nixon steht weiterhin für den Wohlfahrtsstaat ein, bekämpft Armut und institutionalisiert die Umweltpolitik. Gleichzeitig ist überall in der Gesellschaft eine Radikalisierung spürbar. 1973 mobilisieren sich Millionen Hausfrauen gegen die Gleichstellung von Mann und Frau. Im selben Jahr stürzt die erste Ölkrise Amerika in eine tiefe Rezession, der die Regierung machtlos gegenübersteht. Das Kapitel Nixon endet kläglich mit dem Watergate-Skandal. Ronald Reagan ist überzeugt, dass jetzt die Stunde der konservativen Revolution gekommen ist.

USA 1960-1980: Die konservative Revolution 22:00

USA 1960-1980: Die konservative Revolution

Dokumentation

1974 stecken die USA in einer tiefen Krise: Der verlustreiche Abzug aus Vietnam und eine ungebremste Inflation erschüttern das Land. Präsident Gerald Ford, der nach Richard Nixons Rücktritt ins Amt kam, gilt als unpopulär und wenig charismatisch. Ronald Reagan ist überzeugt, ihn 1976 mühelos als republikanischer Präsidentschaftskandidat abzulösen. Doch zunächst steht New York vor dem Bankrott - nicht zuletzt wegen seines großzügigen Sozialsystems. Ford verweigert der Stadt finanzielle Hilfe, woraufhin massiv gespart wird: Feuerwehrleute, Polizisten, Lehrer und Beamte werden entlassen. Die Stadt verfällt, der "liberale Konsens" der Nachkriegszeit ist endgültig gescheitert - ein Erfolg für die Konservativen. Auf dem republikanischen Parteitag 1976 unterliegt Reagan Ford nur knapp. Doch Ford verliert die Wahl gegen den Demokraten Jimmy Carter, der ein wirtschaftlich und sozial zerrüttetes Land übernimmt. Reagan und die Konservativen formieren sich zum Widerstand: Sie bekämpfen die Frauenrechtsbewegung und das "Equal Rights Amendment" (ERA), instrumentalisieren die Waffenlobby und hetzen gegen Sozialhilfeempfänger. In Kalifornien lösen sie eine Steuerrevolte aus und gewinnen die evangelikale Rechte als Verbündete. 1980 wird Carter durch die Geiselkrise im Iran geschwächt. Reagan nutzt den Slogan "Let's Make America Great Again" und schafft damit die Grundlage für die MAGA-Bewegung. Diesmal siegt er - nicht weil sein Diskurs weniger radikal wäre als 20 Jahre zuvor, sondern weil die USA jetzt dafür bereit sind.

Amerikas Geschlechterkampf 22:55

Amerikas Geschlechterkampf

Dokumentation

Der Aufstieg der konservativ-puritanischen Ideologie des christlichen Nationalismus führte in den USA zu einer massiven Einschränkung der Grundrechte von US-Bürgerinnen. Vielerorts sterben Frauen, weil es an gynäkologischer Versorgung fehlt. In Bundesstaaten mit radikalem Abtreibungsverbot sahen sich bereits mehr als 100.000 Frauen dazu gezwungen, nach einer Vergewaltigung ein Kind zu gebären. Seit der Rückkehr von Donald Trump als US-Präsident sieht die Zukunft der Frauen in den USA düster aus. Der Dokumentarfilm blickt auf die Machenschaften der Anti-Abtreibungszentren und enthüllt in Interviews die Mechanismen dieser freiheitsbeschränkenden und rückwärtsgewandten Politik. Doch er zeigt auch den Widerstand all jener, die sich mit diesen Entwicklungen nicht abfinden wollen.