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TV Programm für ARTE am 27.01.2026

Auf den Spuren des Polarforschers Charcot 05:00

Auf den Spuren des Polarforschers Charcot

Dokumentation

Im Magazin des Pariser Naturkundemuseums "Muséum National d'Histoire Naturelle" entdecken zwei Mitglieder des Wissenschaftlerteams, Pierre Sans-Jofre und Marie-Béatrice Forel, zwölf mysteriöse, noch versiegelte Holzkisten. Sie beinhalten etwa 100 Jahre alte Gesteinsproben sowie wertvolle Berichtshefte des Arktisforschers Jean-Baptiste Charcot, der seine Expeditionen genauestens dokumentiert hat. Noch größer ist die Überraschung, als auf der Oberfläche einer der Proben Spuren mariner Mikroorganismen gefunden werden. Diese winzigen Lebewesen, Schlüsselelemente der arktischen Nahrungskette, werden zum roten Faden einer Reihe wissenschaftlicher Expeditionen nach Grönland. Durch den Vergleich von Charcots Funden mit den heute an den Entnahmestellen lebenden Organismen sollen wichtige Erkenntnisse über die Anpassung der Ökosysteme an den Klimawandel gewonnen werden. Das Team segelt in den größten Fjord der Welt, den Kangertittivaq. Trotz des unberechenbaren Wetters, trotz Materialschäden und herumstreifender Bären können Sans-Jofre und Forel zahlreiche Daten sammeln, die die Perspektiven der Wissenschaft erweitern. Getreu dem Erbe von Kommandant Charcot bereichern die Forschenden ihrerseits die Sammlungen des Museums für künftige Generationen und beleuchten gleichzeitig die großen klimatischen Herausforderungen der Gegenwart.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Kentucky: Die Schlacht von Sacramento

Reportage

Sacramento, Kentucky, im Mai 2019: Mit etwas mehr als 500 Einwohnern scheint der kleine Ort weit entfernt von der Hektik der großen amerikanischen Millionenstädte. Überall gibt es hier Hinweise auf die Schlacht von Sacramento, welche die Stadt weit über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Die Männer, die hier leben, sind Pferdenarren - das gehört zur Lebensart und hat viel mit der Geschichte des landwirtschaftlich geprägten Südens zu tun. Ihre Pferde trainieren sie für die jährliche Nachstellung der berühmten Schlacht - wenn die Vertreter von Union und Konföderierten im Gefecht aufeinander losstürmen und Schüsse und Kanonenkugeln dröhnen. Doug Key ist einer dieser Männer - und wie für die meisten Südstaatler sind für ihn Heimat, Familie und Freunde das wichtigste Gut, egal ob schwarz oder weiß: "Wir alle funktionieren zusammen wie eine große Familie. Wir sind Brüder, und der Erfolg in der Schlacht bringt uns noch näher zusammen und lässt uns gestärkt in die nächste gehen." Jedes Jahr im Mai wird die Schlacht von 1861 wieder lebendig.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Texas: BBQ

Essen und Trinken

(1): Texas, das Königreich des Barbecues (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Julien Sorels Franche-Comté / Albanien / Mexiko

Magazin

(1): Franche-Comté: Schauplatz von Stendhals "Rot und Schwarz" (2): Die Vjosa: Der ungezähmte Fluss der Albaner (3): Ruanda: Michels Kartoffeleintopf (4): Mexiko: Eine blutige Weltmeisterschaft

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Großbritannien / Griechenland / Dänemark

Magazin

(1): Großbritannien: Die Eisenbahnkinder (2): Die Herrscher der Karpaten (3): Griechenland: Aris Kabeljau mit Zitrone (4): Dänemark: Aufständische Jugend

Naturwunder Hawaii, zwischen Feuer und Wasser 08:55

Naturwunder Hawaii, zwischen Feuer und Wasser

Dokumentation

Mitten im Pazifik liegt Hawaii - eine der isoliertesten Inselketten der Erde: mehr als 130 Inseln, geformt von Vulkanen, 3.000 Kilometer vom nächsten Kontinent entfernt. Hier entstand ein Labor der Evolution mit einzigartiger Flora und Fauna. In der aufwendig produzierten Naturdokumentation zeigen Lars Pfeiffer und Florian Graner in spektakulären Bildern die Naturparadiese des Archipels über und unter Wasser. Singende Buckelwale ziehen vor Maui ihre Kälber auf, Spinnerdelfine, Mönchsrobben und Mantarochen bevölkern die Küsten, bunte Vögel und leuchtende Blüten prägen die Regenwälder. Doch die empfindlichen Ökosysteme sind bedroht: Eingeschleppte Axishirsche und Chamäleons setzen der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu. An Land kämpft Biologe Rick Barboza für die Rückkehr endemischer Pflanzen, im Meer befreit Aktivistin Ocean Ramsey Tigerhaie von Leinen und Haken. Auf entlegenen Atollen tanzen Laysan-Albatrosse ihren Balzritualen entgegen - bedroht durch Plastikmüll, den Projekte wie das Papahanaumokuakea Marine Debris Project mühsam aus dem Ozean bergen. Exklusive Aufnahmen dokumentieren den Ausbruch des Mauna Loa - ein Schauspiel aus Feuer und Erneuerung. Tief verwurzelt in dieser Landschaft ist die Kultur Hawaiis, getragen vom Prinzip malama ?aina - "sich um das Land kümmern". Aktivistin Hawane Rios kämpft für heilige Orte wie den Mauna Kea, Symbol der Verbindung zwischen Himmel und Erde. Eine bildgewaltige Reise zu einem Ort, an dem Natur und Kultur untrennbar verbunden sind.

Den Sturmschwalben hinterher 10:25

Den Sturmschwalben hinterher: Vom Humboldtstrom bis in die Atacama-Wüste

Dokumentation

Von der Pazifikküste bis zu den Anden - Chiles Landschaften sind so vielfältig wie artenreich. In diesen faszinierenden Lebensräumen sind der französische Ornithologe Fabrice Schmitt und sein chilenischer Kollege Rodrigo Barros unterwegs. Gemeinsam mit einem lokalen Vogelschutznetzwerk folgen sie den Spuren eines geheimnisvollen Vogels: der Sturmschwalbe. Sie zählt zu den kleinsten aller Seevögel. Ihre Reise führt die Forschenden durch spektakuläre Regionen - von der extrem trockenen, aber keineswegs leblosen Atacama-Wüste über die fischreichen Küsten des Humboldtstroms bis hinauf ins Hochland der Anden, wo der Klimawandel an den schmelzenden Gletschern sichtbar wird. Die Beharrlichkeit der Forschenden wird durch eine bahnbrechende Entdeckung belohnt: In der Atacama stoßen sie auf die ersten bekannten Nester der Sturmschwalbe - ein Fund, der das bisherige Wissen über die Art infrage stellt. Die Expedition ist nicht nur eine Entdeckungsreise durch atemberaubende Natur, sondern auch ein eindringlicher Appell für den Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Alentejo: Arroz de Peixe e Marisco

Essen und Trinken

(1): Reispfanne aus dem Alentejo: Arroz de peixe e marisco (2): Ein Biss'chen Heimat: Eduardo, ein Portugiese in Paris (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Michel Serres Frankreich / Schweden / Äthiopien

Magazin

(1): Frankreich: Michel Serres Naturvertrag von Agen (2): Schweden: Zwischen Fabelwesen und Pragmatismus (3): Mongolei: Doljinsurens Teigtaschen mit Hackfleischfüllung (4): Äthiopien, eine der ersten Fälschungen der Menschheitsgeschichte

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Bilbao / Algier / USA

Magazin

(1): Bilbao: Roman über eine gestohlene Kindheit (2): Die Rückeroberung der Bucht von Algier (3): Albanien: Nexhmijes gefüllte Paprika (4): USA: Der Polka-König

Mit einem Fuß in der Hölle 14:00

Mit einem Fuß in der Hölle

Western

USA, 1881: Sergeant Braxton Rutledge, ein schwarzer Angehöriger der US-Armee, wird angeklagt des Mordes an seinem Vorgesetzten Major Dabney sowie der Vergewaltigung von dessen Tochter Lucy. Im Gerichtssaal bemüht sich Rutledges Anwalt Cantrell, die Unschuld seines Mandanten zu beweisen, während die Zeugenbank manche Überraschungen bereithält ... Brillanter Western und Gerichtsdrama von John Ford (1960). USA, 1881: Der afroamerikanische Sergeant Braxton Rutledge, direkter Nachkomme von Sklaven, dient in der 9. Kavallerie der US-Armee. Eines Tages wird er bei den Leichen seines Vorgesetzten, Major Dabney, und dessen vergewaltigter Tochter Lucy angetroffen. Vor dem Militärgericht beteuert er seine Unschuld, was die Vergewaltigung angeht, und plädiert anderweitig auf Notwehr. Sein Anwalt Tom Cantrell setzt sich für Rutledge ein, trotz eines Anfangsverdachts: Als er ihn bei den Leichen auffand, versuchte der Angeklagte zu fliehen. Die Zeugin Mary Beecher, die Rutledge auf seiner Flucht vor einem Angriff von Apachen gerettet hat, beharrt als Einzige auf seiner Unschuld. Im Laufe der Zeugenbefragungen zeichnet sich eine andere Erklärung für die Morde ab. John Fords selten gezeigter Western ist ein Gerichtsdrama, das in Flashbacks multiperspektivisch das Geschehen rekonstruiert. Thematisch greift er das Thema des Rassismus in der US-Kavallerie auf und stellt das Schicksal der schwarzen Soldaten in den Mittelpunkt. Sergeant Rutledge wird von dem Zehnkämpfer, Footballer und Schauspieler Woody Strode mit magnetischer Präsenz verkörpert.

König Charles III. 16:20

König Charles III.

Dokumentation

Als König Charles III. die Krone übernahm, erneuerte er in seiner ersten Ansprache das Versprechen seiner Mutter Queen Elizabeth II., das eigene Leben in den Dienst des britischen Volkes zu stellen. Die bedingungslose Hingabe an ihr Amt war das Markenzeichen seiner Mutter - auch bei Charles hat das zweifellos Spuren hinterlassen. Doch während die verstorbene Königin es meisterhaft verstand, sich aus allem herauszuhalten, erleben die Menschen Charles als volksnäher und menschlicher. Mit seiner Meinung hat Charles nie hinter dem Berg gehalten. Die andere Konstante im Leben des neuen Königs ist Camilla - seine Lebensliebe und Königsgemahlin. Wie haben diese beiden Frauen sein Leben und Denken geprägt? Und was hat das Drama um seine verstorbene Ex-Frau Diana mit ihm gemacht? Lange Zeit galt Charles als tragische Figur im Windsor-Spektakel, über das die Medien weltweit seit Jahrzehnten genüsslich berichten. Abgetan als Sonderling, Ökospinner, Ehebrecher - die ewige Nummer zwei. Kann so einer den Thron besteigen? Selbst Monarchie-treue Briten hielten Charles anfangs für eine Fehlbesetzung. Aber die Welt hat sich verändert. Charles hingegen ist sich treu geblieben. Es sind die vermeintlich tragischen Eigenschaften, die ihm in den vergangenen Jahren Sympathien eingebracht haben: Beständigkeit in seiner Liebe zu Camilla, Leidenschaft im Kampf für eine bessere Welt und Langmut im Warten auf den Thron. Und das in einer Zeit, in der viele die Monarchie für ein Auslaufmodell halten. Jetzt ist es an Charles, ihren Bestand zu sichern, sie fit zu machen für die Zukunft.

Camilla - Geliebte. Gemahlin. Königin. 17:05

Camilla - Geliebte. Gemahlin. Königin.

Porträt

Die strahlende Königin von Großbritannien. Die Lebensfreude steht Camilla ins Gesicht geschrieben. Selbstbewusst trägt sie ihre Falten, die von einem bewegten Leben erzählen. Scheinbar mühelos ist Camilla mit 75 Jahren in einem Top-Job angekommen. Dass sie einmal zur Königin gekrönt werden würde, hätte bei ihrer Hochzeit mit dem damaligen Prinzen von Wales im Jahr 2005 niemand für möglich gehalten. Ihre neue Rolle wird von der großen Mehrheit der Briten nicht nur akzeptiert, sondern auch unterstützt. Dabei war sie jahrelang wegen ihrer Liebe zum Thronfolger öffentlich angefeindet worden. Doch nie hörte man von ihr ein Wort der Klage. Die Briten erleben eine fast rastlose Königin. Bei rund 200 Terminen im Jahr wird sie von Kameras begleitet, Hunderte weitere finden hinter verschlossenen Türen statt. Sie ist Vorsitzende zahlreicher Organisationen, des Tierrettungsprogramms, der Osteoporose-Gesellschaft, einer Literaturinitiative, und sie setzt sich gegen häusliche Gewalt ein. Zu allen Initiativen, die Camilla unterstützt, hat sie eine persönliche Beziehung. Sie trägt nicht nur den Titel, sondern erfüllt auch die Tugenden, die eine wahre Königin ausmachen. Es war ein langer Weg von der "dritten Person" zur Königin, auf dem Camilla zu einer unersetzlichen Stütze des britischen Königshauses geworden ist - weshalb ihr auch Monarchie-kritische Briten Respekt zollen. Ausgehend von der Gegenwart, in der die Königin in ihrem Alltag porträtiert wird, blickt der Dokumentarfilm zurück in Camillas Biografie und beleuchtet die Einflüsse, die sie zu einer starken Frau gemacht haben.

Wildes Griechenland 17:50

Wildes Griechenland: Der unbekannte Norden

Landschaftsbild

"Wildes Griechenland" spannt einen großen visuellen Bogen: von Schneestürmen in den Hochgebirgen des Nordens bis zu den einsamen Inseln im Mittelmeer - Kontraste eines rauen, ungezähmten Naturraums, den es in Europa sonst nirgendwo gibt. Griechenland ist einzigartig. Nirgendwo sonst liegen unterschiedliche Temperaturzonen, eiszeitliche Seen, dicht bewaldete Urwälder und trocken kahle, fast wüstenähnliche Regionen so nahe beisammen wie hier. Nirgendwo existiert eine vielfältigere und kontrastreichere Natur - und Tiere, die in Europa sonst kaum noch in freier Wildbahn vorkommen und die besondere Strategien und Verhaltensmuster für ihr Überleben entwickelt haben. Es ist kein Zufall, dass sich hier, zwischen den schneebedeckten Gipfeln des Olymps und den blauen Buchten der Ägäis, die erste Hochkultur Europas entwickelt hat. Die zweiteilige Dokumentation zeigt die meist noch unerforschte Tier- und Pflanzenwelt der Gebirgsmassive des Festlandes und der vielfältigen griechischen Inseln. Der aktuelle Teil widmet sich dem Norden, den einsamen und unwegsamen Bergregionen eines nahezu unbekannten Griechenlands, zu dessen Hotspots kein Reisekatalog führt. Weite Teile des Festlandes sind von hohen Gebirgen und tiefen Schluchten durchzogen. Diese Regionen sind extrem dünn besiedelt. Es ist ein rauer, ungezähmter Naturraum: Eiszeitliche Seen, schneebedeckte Gipfel, dicht bewaldete Urwälder und unberührte Flussdeltas sind hier zu finden.

Wildes Griechenland 18:30

Wildes Griechenland: Die geheimnisvollen Inseln

Landschaftsbild

Die zweiteilige Dokumentation "Wildes Griechenland" spannt einen großen visuellen Bogen: von Schneestürmen in den Hochgebirgen des Nordens bis zu den einsamen Inseln im Mittelmeer - Kontraste eines rauen, ungezähmten Naturraums, den es in Europa sonst nirgendwo gibt. Griechenland ist einzigartig. Nirgendwo sonst liegen unterschiedliche Temperaturzonen, eiszeitliche Seen, dicht bewaldete Urwälder und trocken kahle, fast wüstenähnliche Regionen so nahe beisammen wie hier. Nirgendwo existiert eine vielfältigere und kontrastreichere Natur - und Tiere, die in Europa sonst kaum noch in freier Wildbahn vorkommen und die besondere Strategien und Verhaltensmuster für ihr Überleben entwickelt haben. Es ist kein Zufall, dass sich hier, zwischen den schneebedeckten Gipfeln des Olymps und den blauen Buchten der Ägäis, die erste Hochkultur Europas entwickelt hat. Die zweiteilige Dokumentation zeigt die meist noch unerforschte Tier- und Pflanzenwelt der Gebirgsmassive des Festlandes und der vielfältigen griechischen Inseln. In diesem Teil wird die maritime Seite Griechenlands thematisiert. Diese Region meint man zu kennen. Aber der Eindruck täuscht: Weite Abschnitte der insgesamt rund 15.000 Kilometer langen griechischen Küste sind völlig unberührt. Von den mehr als 3.000 Inseln sind kaum vier Prozent ganzjährig bewohnt. Da bleibt viel Platz für unberührte Natur. Diese einsamen Orte am und unter dem Meeresspiegel sind Rückzugsgebiete für eine faszinierende Flora und Fauna, die kein Urlauber je zu sehen bekommt. Doch auch nur wenig entfernt von belebten Badestränden tut sich oft ein fremder Kosmos auf: seltsame Symbiosen, überraschendes Verhalten und seltene Tiere. Das Unbekannte entdecken und das Geheimnisvolle aufspüren - mit diesem Anspruch sind die beiden Filmemacher Johannes Berger und Stephan Krasser mehrere Jahre lang mit ihrer Kamera kreuz und quer durch das Land gereist, auf unbewohnten Inseln gestrandet und unter Wasser seltsamen Lebewesen begegnet.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Ein Dorf ringt mit seiner NS-Vergangenheit

Reportage

Der Großvater von Wilhelm Drewes war Ortsvorsteher in Frankenfelde, als 1942 ein 21-jähriger polnischer Zwangsarbeiter gehängt wurde, weil er eine Beziehung mit einem deutschen Mädchen aus dem Dorf hatte. Drewes hat davon erst nach dem Tod des Opas erfahren. Er fühlt sich verpflichtet, dem hingerichteten Polen eine Gedenktafel im Dorf aufzustellen. Bei einer Versammlung möchte er die anderen Frankenfelder für sein Vorhaben gewinnen. Die Tafel soll durch möglichst viele kleine Spenden finanziert werden - als Ausdruck ihrer hohen Akzeptanz im Dorf. Um sein Vorhaben zu verwirklichen, muss Drewes die politischen Gräben in seinem Dorf überwinden. Die vom Brandenburger Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestufte "Alternative für Deutschland" ist stärkste Partei im Dorf und dürfte laut Prognosen bei den anstehenden Landtagswahlen nochmals zulegen. Die Politik spalte das Dorf, erzählen Alteingesessene. Zu der Versammlung hat Wilhelm Drewes einen besonderen Gast eingeladen. Nach langer Suche ist es ihm gelungen, die Großnichte des Polen ausfindig zu machen. Die Familie hat seit mehreren Generationen nach W?adys?aw Stuczy?ski gesucht, erst durch Wilhelm Drewes hat Katarzyna ?wi?tkiewicz erfahren, was mit ihrem Großonkel geschehen ist. Die Reportage begleitet Wilhelm Drewes fünf Monate lang - bis zum Geburtstag des hingerichteten Polen - bei seinem Vorhaben. Wilhelm Drewes hofft, an diesem Tag die Gedenktafel in Frankenfelde einweihen zu können.

Die Überlebenden - Neuanfang nach dem Holocaust 20:15

Die Überlebenden - Neuanfang nach dem Holocaust

Dokumentation

Als alliierte Truppen 1945 die Konzentrationslager erreichten, begann für die befreiten Häftlinge eine Phase tiefgreifender Verunsicherung. Während die Welt die Bilder der Befreiung als Symbol des Triumphs über den Nationalsozialismus feierte, standen viele Überlebende, insbesondere jüdische, vor einer zermürbenden Realität: Ihre Gemeinden in Mittel- und Osteuropa waren ausgelöscht, Familien ermordet, Häuser zerstört. Eine Rückkehr war unmöglich. Gleichzeitig verweigerten zahlreiche Staaten ihre Aufnahme - selbst dann, wenn bereits Verwandte im Ausland lebten. Die Folge war eine beispiellose Migrationsbewegung: Millionen befreite Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Holocaust-Überlebende durchquerten Europa auf der Suche nach Sicherheit. Die Alliierten reagierten mit der Einrichtung von Lagern für "Displaced Persons" (DP-Camps), häufig in unmittelbarer Nähe zu ehemaligen NS-Lagern. Unter prekären Bedingungen, bei Mangel an Nahrung, Kleidung und medizinischer Versorgung, begannen die Menschen hier, ihr Überleben zu organisieren. Für rund 60.000 jüdische Überlebende wurde der Aufenthalt in diesen Lagern jedoch zur erzwungenen Wartezeit: ohne Papiere, ohne Staatsbürgerschaft und häufig ohne Aussicht auf Ausreise verstrichen Monate, in Einzelfällen Jahre. Doch im Provisorium wuchs auch Widerstandskraft. Die Lagerbewohner gründeten Selbstverwaltungen, gaben Zeitungen heraus und riefen soziale oder religiöse Institutionen ins Leben.

Die Überlebenden - Neuanfang nach dem Holocaust 21:00

Die Überlebenden - Neuanfang nach dem Holocaust

Dokumentation

Mit der Zeit normalisierte sich für die jüdischen Holocaust-Überlebenden das Leben in den sogenannten Displaced Persons-Lagern. Es herrschte ein reges kulturelles Treiben - man feierte Hochzeiten und Geburten. Doch das Schicksal der Bewohnerinnen und Bewohner hing weiterhin von internationalen Entscheidungen ab, die auf sich warten ließen. Die Ergebnisse der anglo-amerikanischen Kommission und die britischen Einwanderungsbeschränkungen nährten die Frustration. Hinzu kamen Spannungen mit der lokalen Bevölkerung. Zunehmend wuchs bei vielen Lagerbewohnern der Wunsch, das Land der Peiniger endlich verlassen zu können. Die Blicke richteten sich nach Palästina, das als einziger Ausweg erschien. Zionistische Organisationen gewannen an Einfluss - ihre Vertreter organisierten ideologische Schulungen, Hebräischkurse und Trainings zur Vorbereitung auf die Ausreise. Die ersten Menschen verließen die Lager heimlich. Tausende Männer und Frauen durchquerten Europa auf den Routen der Bricha, um in Italien ein Schiff Richtung Palästina zu besteigen. Die vereitelte Überfahrt der "Exodus 1947" wurde zum weltweiten Symbol enttäuschter Hoffnung. Die Vereinten Nationen kritisierten den Umgang mit den Überlebenden. Die Abstimmung über den UN-Teilungsplan und schließlich die Gründung des Staates Israel im Mai 1948 sorgten für Aufbruchsstimmung in den DP-Lagern. In der Dokumentation schildern Zeitzeugen ihre Abreise nach Israel oder Nordamerika und den entscheidenden Moment, in dem die lange entbehrte Freiheit endlich in greifbare Nähe rückte.

Der Plünderer - Das Geschäft mit der Nazi-Raubkunst 21:50

Der Plünderer - Das Geschäft mit der Nazi-Raubkunst

Dokumentarfilm

"Der Plünderer" deckt auf, wie der Kunstraub durch die Nationalsozialisten auch nach 1945 weiterging: Der ehemalige Göring-Vertraute Bruno Lohse baute ein lukratives Netzwerk auf und handelte jahrzehntelang mit geraubten Kunstschätzen - während die rechtmäßigen Besitzer vergeblich um Restitution kämpften. Die Dokumentation verfolgt die undurchsichtigen Wege der Beutekunst vom Paris der Besatzungszeit über die Nachkriegsjahre zum Beispiel in München bis in die USA, dem heutigen Zentrum des globalen Kunsthandels. Der Film stellt die Arbeitsweise ehemaliger Nazi-Kunsthändler wie Lohse, die ihr eigenes Nachkriegs-Netzwerk betrieben, detailliert dar und wirft ein Licht auf den Kunstmarkt, der neben dem für Drogen oder Waffen einer der letzten unregulierten Milliardenmärkte der Welt ist. Dabei stellen sich deutliche Fragen über das Versagen der Nachkriegsjustiz und die anhaltende Komplizenschaft von Regierungen und Kunsthandel bei ungesühnten Verbrechen.

Das Geheimnis der Urnen von Prag 23:40

Das Geheimnis der Urnen von Prag

Dokumentation

Im Zweiten Weltkrieg wurden im KZ-Außenlager Hradischko in Mittelböhmen nahe Prag Hunderte politische Gefangene aus ganz Europa von den Nationalsozialisten ermordet - darunter auch spanische Republikaner, Überlebende des Bürgerkriegs. Ihre Geschichte wäre beinahe in Vergessenheit geraten, hätte nicht der Leiter des Prager Krematoriums Strasnice gemeinsam mit seinem Sohn mutig gehandelt. Die Dokumentation begleitet Unai Eguía Bizkarralegorra, einen baskischen Kunstlehrer und leidenschaftlichen Geschichtskenner, bei seiner privaten Spurensuche. Ausgangspunkt ist ein Brief eines Überlebenden des Konzentrationslagers Hradischko. Vom Forscherdrang gepackt, folgt Eguía den Spuren der Opfer quer durch Europa und rekonstruiert ihr Schicksal. Er spricht mit Nachfahren, sichtet vergessene Dokumente und stößt auf die stille Heldentat von Frantisek Suchý und dessen Sohn. Inmitten der NS-Herrschaft bewahrten sie im Verborgenen die Asche von über 2.200 ermordeten Menschen und machten sie für künftige Generationen identifizierbar. Die Dokumentation verknüpft Zeitzeugenberichte, Archivmaterial und animierte Bildsequenzen zu einem leisen, eindrucksvollen Zeugnis von Mut und Menschlichkeit. Sie zeigt, wie Erinnerungen weiterleben - dank jener, die selbst in finstersten Zeiten unbeugsam bleiben. Ein Plädoyer für Würde, Gerechtigkeit und für eine aktive Erinnerungskultur.