21:45
Terrence Malick ist einer der rätselhaftesten Regisseuren des amerikanischen Kinos. Seit mehr als fünf Jahrzehnten meidet er die Öffentlichkeit, gibt keine Interviews und bleibt den Filmfestivals fern. Seine Filme dagegen sind längst Klassiker - geprägt von einer unverwechselbaren Bildsprache und einer besonderen Form der Wahrnehmung. Malicks Filme folgen keiner linearen Dramaturgie, sondern entfalten ihre Kraft aus Momenten des Staunens. Sie zeigen Menschen im Konflikt mit sich selbst, mit der Geschichte und mit dem, was größer ist als sie selbst. Seine Kamera sucht nicht das Spektakel, sondern das Flüchtige - den Ausdruck einer Hand, das Spiel des Lichts auf Wasser oder Haut. Die Dokumentation spürt Malicks persönlichem Weg nach - von seinen philosophischen Studien in Harvard über die frühen Meisterwerke "Badlands" und "Days of Heaven" bis zu den späten Filmen "The Thin Red Line" und "A Hidden Life". Hollywoodstars wie Brad Pitt und Schauspielerinnen wie Valerie Pachner und Maria Simon erzählen von der Zusammenarbeit mit einem Regisseur, der ihnen größtmögliche Freiheit bietet. Sie lassen nachempfinden, wie Dreharbeiten mit Malick oft verlaufen: unvorhersehbar und intuitiv. So entstehen Szenen, die nicht gespielt, sondern erlebt wirken. Der Film fragt auch nach den persönlichen Erfahrungen, die Malicks Werk prägen - von seiner Faszination für Martin Heidegger bis zu seinem Glauben an die innere Verbundenheit allen Lebens. Und er nimmt das Publikum mit auf eine filmische Entdeckungsreise über das Sehen, über das Verhältnis von Mensch und Natur - eine Suche nach dem, was hinter den Bildern liegt.
22:40
Nach einem Unfall leidet die 44-jährige Maret an Amnesie: Wer sie ist, was sie ausmacht und wie sie die letzten 20 Jahre ihres Lebens verbracht hat, all das scheint aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Die mysteriöse Neurochirurgin Dr. Moore lädt Maret in ihre Klinik nach Lanzarote ein, um die Möglichkeiten einer neuartigen Operation auszuloten. Nach einigen Tests und Gesprächen wird Maret klar, dass es bei dem Eingriff um mehr geht als nur die Rückgewinnung ihrer Erinnerungen. Ein Implantat soll künftig ihre Hirnimpulse regulieren - laut Dr. Moore eine Chance für sie, ein besserer Mensch zu werden. Abgeschreckt von Dr. Moore und der experimentellen Methode verlässt Maret die Klinik, bleibt aber noch einige Zeit auf der Insel, um nicht zur Realität ihres Alltags zurückkehren zu müssen. Dort bekommt sie Besuch von ihrem Partner Thomas. Es kommt zum Streit und Thomas deutet an, dass Maret vor dem Unfall weder ein glücklicher noch ein netter Mensch war. Sie reist zurück nach Hamburg, um ihr früheres Leben zu rekonstruieren. Nach einem erschütternden Ereignis fügt sich für Maret das Puzzle zusammen und sie erahnt den Grund für ihre Amnesie. Dr. Moore hatte recht: Das Gedächtnis behält nur so viel, wie die Seele ertragen kann.