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TV Programm für ARTE am 23.02.2026

Leben mit Vulkanen 04:05

Leben mit Vulkanen: Auvergne: Die Geheimnisse der schlafenden Riesen

Natur und Umwelt

Idyllisch und friedlich - so scheint das Leben in der Auvergne in Frankreich. Seit etwa 10.000 Jahren sind hier die Vulkane erloschen, doch in ihnen schlummern noch immer Geheimnisse. Diesen will Arnaud Guérin zusammen mit dem Vulkanforscher Pierre Boivin auf den Grund gehen. Zuerst geht es die Luft: An Bord eines Heißluftballons fliegen sie über die prächtige Vulkankette Chaîne des Puys. Vor mehr als 8.600 Jahren brach hier zum letzten Mal ein Vulkan aus - doch vielleicht brodelt es hier inzwischen wieder: Kürzlich wurden bedeutende Magmavorräte in der Tiefe entdeckt, die einen erneuten Ausbruch denkbar machen. Die nächste Station auf der Reise führt Arnaud in das Bergmassiv Monts Dore, in dem sich ein sagenumwobener Kratersee befindet: der Lac Pavin. Aufgrund seiner vulkanischen Aktivitäten galt er früher als verflucht. Von der Luft übers Wasser geht es nun unter die Erde: Arnaud und Pierre lassen sich mehr als 25 Meter in die Tiefe der Grotte Creux de Soucy abseilen. Dort unten können sie die vulkanische Geschichte der Umgebung nachzeichnen. Pierre ist sich sicher, es wird einen neuen Ausbruch geben, die Frage ist nur wann. Auch heute schon birgt das erloschene Vulkangebiet Risiken: Arnaud wagt sich in die Grotte du Chien, in der eine hohe Kohlendioxidkonzentration herrscht. Auf Kopfhöhe besteht keine Gefahr, doch am Boden würde man bereits nach einer Viertelstunde ersticken. Weniger gefährlich, dafür umso schöner ist die Felskirche Saint-Michel d'Aiguilhe, die auf einem Vulkanschlot in 90 Metern Höhe thront. Die Idylle der Auvergne lässt vergessen, dass die Feuerriesen nur schlafen - jederzeit könnten sie wieder erwachen.

Abenteuer Spanien 05:05

Abenteuer Spanien: Der grüne Norden

Landschaftsbild

Die Reise durch den grünen Norden Spaniens beginnt im Baskenland am Golf von Biskaya. In der Metropole San Sebastián mit ihrem berühmten Strand treffen baskische und französische Kultur, Surfer und Sonnenhungrige aufeinander. Fernab der Küste überraschen bizarre hölzerne Strukturen zwischen grünen Hügeln - die Salinen von Añana. Unentwegt sprudelt hier salzhaltiges Wasser aus unterirdischen Quellen. Das einzigartige Salzwerk unweit der Stadt Vitoria-Gasteiz zählt zu den ältesten der Erde. Hier ernten Salzbauern bereits seit mehreren Tausend Jahren besonders reines mineralhaltiges Salz, das besonders in der Gourmetküche beliebt ist. Nicht weit von den Salinen entfernt erstrecken sich die fruchtbaren Ebenen der Region Rioja rund um den Fluss Ebro. Von hier stammt auch der gleichnamige Wein, der zu den bedeutendsten in Europa gehört. Von Rioja und dem Baskenland aus geht die Reise Richtung Westen nach Kastilien-León. Die Gewässer nahe der Stadt León sind ein Eldorado für Goldsucher. Vor über 2.000 Jahren gab es hier eine der größten Goldadern der Erde. Damals holten die Römer das Edelmetall aus der Tiefe. Sie sprengten mit Hilfe von Wasserdruck die Berge und hinterließen eine bizarre, rote zerklüftete Landschaft. Der Norden Spaniens ist geprägt vom 480 Kilometer langen Kantabrischen Gebirge. Die höchsten Gipfel im Nationalpark Picos de Europa ragen über 2.600 Meter in die Höhe. In den grünen Wäldern zwischen den schroffen Felsen leben Wölfe und auch Braunbären. Inzwischen haben sich in Asturien rund 350 Bären wieder angesiedelt. Durch den grünen Norden schlängelt sich auch der Jakobsweg, der für viele Pilger an der imposanten Kathedrale in Santiago de Compostela endet. Von dort aus sind es nur wenige Kilometer weiter westlich zur wilden Atlantikküste. Hier stürzen sich die wagemutigen Entenmuschelfischer in die Wellen.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Curaçao: Die sanften Delfine

Reportage

Die Karibikinsel Curaçao ist mit einer reichen Unterwasserflora und -fauna gesegnet. Hier gibt es seit 2004 auch ein Zentrum für Delfintherapie - eine Einrichtung für Menschen mit besonderen körperlichen oder seelischen Bedürfnissen. Fünf Delfine helfen den kleinen und großen Patienten dabei, ein Stück Lebensfreude und Hoffnung zurückzugewinnen. Das ist eines der wichtigsten Anliegen der Delfintherapie - idealerweise mit positiven Effekten für den ganzen Körper. Allerdings gibt es von Seiten der Wissenschaft auch Zweifel an der Seriosität und Wirksamkeit solcher Angebote. Die fünfjährige Ella ist bereits zum dritten Mal im Delfinzentrum. Sie lernt nur langsam, kann nicht sprechen, sich kaum konzentrieren und leidet unter einer Muskelschwäche. Aber Ella liebt Delfine und lässt sich von den freundlichen Riesen zur Therapie motivieren. Dieses Mal arbeiten Delfin Chabelita und Physiotherapeutin Merel Schuringa mit der Kleinen: "Chabelita schiebt Ella an Händen oder Füßen sanft durch das Wasser. Sobald sich Chabelita nähert, entspannt sich Ella. Das ist das Schöne bei der Arbeit mit Delfinen und besonders mit Chabelita. Sie kann sehr aktiv und laut sein, aber auch sehr sanft." Die kleinen, für Außenstehende oft kaum merklichen Fortschritte können eine große Wirkung auf den Alltag der ganzen Familie haben - Dinge, die bei anderen Kindern selbstverständlich sind, werden wahr: ein Lächeln, ein Wort, mehr Selbstständigkeit und Offenheit. Solche Effekte kann die Delfintherapie anscheinend bewirken. Die Therapeuten machen sich die Neugier und Freude der Tiere am Spielen zu Eigen - denn das wiederum animiert die Patienten, es motiviert und sensibilisiert sie.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 06:50

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Aloe vera

Essen und Trinken

Bekannt ist sie vor allem als Bestandteil von Kosmetika und als Zimmerpflanze. Dabei hat die Aloe vera eine jahrtausendealte Geschichte und ist vielfältig einsetzbar: In Ägypten schätzte schon Kleopatra die heilende Wirkung der Wüstenpflanze. Aber hat Aloe vera wirklich das Potenzial, zu heilen und zu pflegen - oder ist das nur geschicktes Marketing? In der Küche ist Aloe vera vielseitig einsetzbar. Begoña Frahija nutzt sie zum Beispiel als Fleischersatz in Hamburgern. In ihrer Heimat, der Vulkaninsel Lanzarote, herrschen ideale Bedingungen für den Anbau von Aloe vera. Für diejenigen, die keine Aloe im eigenen Garten haben, verrät Lucie, wie man mit Agar-Agar und dem Saft der Pflanze falschen Kaviar zubereitet. Die leckeren Perlen eignen sich zum Beispiel zum Garnieren von Häppchen.

Stadt Land Kunst 07:25

Stadt Land Kunst: Französisch-Guayana / Wallonie / Mexiko-Stadt

Magazin

(1): Jean Galmot, im Widerstand für Französisch-Guayana (2): Wallonie, die belgische Kohlehochburg von einst (3): Bretagne, Audreys gebratener Blumenkohl mit Blinis (4): Mexiko-Stadt, eine aufgegriffene Weltraumsonde

Stadt Land Kunst Spezial 08:10

Stadt Land Kunst Spezial: Dominikanische Republik

Magazin

(1): Mario Vargas Llosa und der Tyrann von Santo Domingo (2): Yuca: Die Taíno-Wurzeln der Dominikaner (3): Dominikanische Republik: Melvyns Fisch in Kokosmilch (4): Dominikanische Republik: Aus Forschung wird Science-Fiction

Abenteuer Spanien 08:55

Abenteuer Spanien: Die Mittelmeerküste

Landschaftsbild

Spaniens Mittelmeerküste zwischen Cadaqués und Torrevieja ist überraschend vielfältig. Ganz im Norden, an der Grenze zu Frankreich, fasziniert die Costa Brava mit bizarren Felsformationen und verschwiegenen Buchten. Die weißen Häuser des malerischen Städtchens Cadaqués schmiegen sich rund um die Kirche Santa Maria. In der azurblauen Bucht schaukeln Boote im Wind - ein Motiv, das schon den Maler Salvador Dalí zu einem Gemälde inspirierte. Die Fischer des Ortes kooperieren heute mit einem Team junger Meeresbiologen. Sie retten Weichkorallen aus den Netzen und bringen sie ins Meer zurück. Doch auch das Hinterland der Ostküste hat viel zu bieten. An den steilen Hängen des Priorats gedeiht seit Jahrhunderten Wein. Die Winzerin Sara Pérez lässt ihn in Amphoren reifen. Weiter südlich ist das Dorf Chulilla der Anlaufpunkt für Kletterer aus aller Welt. Die spektakuläre Schlucht des Flusses Turia mit ihren steil aufragenden, über 80 Meter hohen Felswänden ist ein Naturwunder und beliebtes Ziel für Kletterbegeisterte. Im nahen Valencia dreht sich alles um die Orange. Viele der Bauern haben auf Bioanbau umgestellt und gehen auch bei der Vermarktung neue Wege. Crowdfarming, eine innovative Vermarktungsmethode, ist das Stichwort: Die Kunden können einen Orangenbaum adoptieren und bekommen ihre Früchte ohne Zwischenhändler direkt zugeschickt. An der Mündung des Ebro ist das Land vollkommen flach. Bis zum Horizont erstrecken sich die Reisfelder. Hier und in den Salzlagunen bei Torrevieja rasten Tausende von Zugvögeln. Die hellen, feinen Sandstrände gaben der Costa Blanca ihren Namen.

Abenteuer Spanien 09:50

Abenteuer Spanien: Wildes Andalusien

Landschaftsbild

Der Parque Nacional de Doñana, ein UNESCO-Weltnaturerbe, erstreckt sich über rund 540 Quadratkilometer an der Costa de la Luz. Er zählt zu den vielseitigsten Feuchtgebieten Europas und umfasst Marschland, Lagunen, Kork- und Pinienwälder, unberührte Strände und ist Heimat der Marismeño-Pferde. Die Saca de las Yeguas, ein beeindruckendes Schauspiel mit über 500-jähriger Tradition, ist tief in der andalusischen Geschichte verwurzelt. Die Reiterin Carmen Reales Ramos nimmt am alljährlichen Auszug der Marismeño-Stuten teil. Sie ist eine von 20 Frauen unter 200 Männern, die 1.200 Tiere auf den Pferdemarkt von Almonte zum Verkauf bringen. Am südlichsten Zipfel Spaniens liegt Tarifa, eine Stadt, die seit Jahrtausenden für ihre Thunfischfang-Tradition bekannt ist. Daniel Mackintosh ist einer der Fischer, der das "rote Gold" aus dem Meer holt - und zwar nachhaltig. Die Wüste von Tabernas ist ein eindrucksvolles Beispiel für die extreme Trockenheit Andalusiens, eine der trockensten Region Europas. Vor etwa zwölf Millionen Jahren bedeckte das Mittelmeer dieses Gebiet und hinterließ deutliche Spuren. Mit sinkendem Meeresspiegel lagerten sich Sand, Ton und Schlamm ab. Sonne, Wind und Regen formten eine einzigartige Landschaft. Zu Füßen der Sierra Nevada liegt Granada mit seinem unverwechselbaren arabischen Flair und der Alhambra mit den zauberhaften Gärten des Weltkulturerbes. "Wildes Andalusien" endet am Parque Natural del Cabo de Gata-Níjar im Osten Spaniens. Er liegt am südöstlichsten Zipfel der Provinz Almería, die Küste geprägt von Steilhängen, kleinen Buchten und Stränden. Ein paradiesischer Ort mit kristallklarem Wasser, vulkanischen Felsformationen und Heimat von Mario Sanz Cruz, einem der letzten Leuchtturmwärter Spaniens.

Leben mit Vulkanen 10:45

Leben mit Vulkanen: Liparische Inseln: Von der Hölle zum Paradies

Natur und Umwelt

Nördlich von Sizilien liegen die Liparischen Inseln, deren Landschaft von Vulkanen geprägt ist - der berühmteste unter ihnen: Stromboli. Ausbrüche gehören hier zur Tagesordnung, jedoch waren die Eruptionen 2002 besonders gravierend: Über sechs Monate wälzten sich damals immer wieder neue Lavaströme über die Flanken des Stromboli. Arnaud erklimmt den Gipfel des Stromboli - um ihn herum brodelt und zischt es und durch die ständigen Eruptionen fliegen Lavafragmente wie Projektile mit mehreren Hundert Stundenkilometern durch die Luft. Trotz dieser vulkanischen Bomben ist der Glutriese ein Besuchermagnet, dessen Beliebtheit unter anderem dem Kult-Film "Stromboli" des Regisseurs Roberto Rossellini mit Ingrid Bergman zu verdanken ist. Auf der anderen Seite der Insel, im Dorf Ginostra, ist nicht viel vom Touristenrummel zu spüren. In dieser Idylle lebt Pasquale Giuffre - trotz der Gefahren, die vom Vulkan ausgehen, wollte er seine Heimat nie verlassen. Das Leben in einer Großstadt birgt seiner Meinung nach mehr Risiken. Arnauds Reise führt ihn auf die Insel Lipari. Er erforscht dort die dunkle Vergangenheit des Touristenparadieses: Früher bauten Arbeiter hier Bimsstein unter gesundheitsschädlichen Zuständen ab - diese waren so schlimm, dass der Steinbruch auch "weiße Hölle" genannt wurde. Außerdem befand sich vor rund 50 Jahren auf der Insel ein Straflager, dessen Insassen unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen mussten. Von der Hölle auf Erden zum "Himmel" der Touristen - doch eins ist geblieben: Ob Freud oder Leid - auf den Liparischen Inseln bestimmen die Vulkane über das Schicksal der Bewohner.

Re: 11:25

Re:: Not my king - Zweifel an Charles

Reportage

Immer mehr Britinnen und Briten hinterfragen heute die Legitimität der Monarchie. Galt Elisabeth II. in der Zeit ihrer Regentschaft noch als die Mutter der Nation, so weckten ihr Tod 2022 und die Thronbesteigung ihres Sohnes Charles III. neue Zweifel im Volk. In diesen Tagen würden fast vier von zehn Briten lieber ein gewähltes Staatsoberhaupt an der Stelle des Königs sehen.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Peru: Pachamanca

Essen und Trinken

(1): Peruanische Kochtechnik im Erdofen: Pachamanca (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Nairobi / Lille / Island

Magazin

(1): Nairobi, Thandiwe Murius bunte Frauenporträts (2): Lille, Nordfrankreichs berühmtester Trödelmarkt (3): Türkei, Dileks gefüllte Fleischtaschen (4): Jean-Baptiste Charcots stürmisches Island

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Schweden / Tunesien / Paris

Magazin

(1): Das wundersame Schweden der Selma Lagerlöf (2): Tunesien: Die Traditionen der Amazigh (3): Griechenland: Spyros Kabeljau-Ragout (4): Paris: Pro und Kontra Todesstrafe

Das unsichtbare Mädchen 14:00

Das unsichtbare Mädchen

TV-Kriminalfilm

Niemals in seiner jahrzehntelangen Dienstzeit bei der Kripo hätte der heute pensionierte, 64-jährige Hauptkommissar Altendorf dies für möglich gehalten: Ein geistig beeinträchtigter junger Mann wurde wegen Mordes verurteilt, obwohl weder die Leiche des vermeintlichen Opfers noch eindeutige Blut- oder DNA-Spuren gefunden werden konnten. Das war vor elf Jahren. Die achtjährige Sina Kolb war spurlos aus dem Dorf Eisenstein verschwunden. Nach einer mehrere Monate andauernden Suche verhaftete der damals neue Soko-Leiter den 28-jährigen Emanuel "Ecco" Stock und brachte ihn dazu, den Mord an Sina zu gestehen. Zwei Tage später widerrief Ecco seine unter Druck erfolgten Aussagen. Dem Richter jedoch genügte das Geständnis. Beim alljährlichen Dienstausflug der Mordkommission lernen sich der Pensionär Altendorf und der 32-jährige Hauptkommissar Niklas Tanner kennen. Als eine frühere Zeugin im Fall Sina erdrosselt aufgefunden wird, übernimmt Tanner den Fall und dringt bei seinen Ermittlungen immer tiefer in das Labyrinth der Ereignisse von damals ein. Dabei nähern sich die beiden Kommissare langsam einander an. Der jüngere Tanner reagiert so fasziniert wie irritiert auf den verschrobenen, scheinbar unnahbaren Älteren. Tanner entdeckt neue Spuren und bringt Licht ins Dunkel. Von seinem Chef Wilhelm Michel, dem damals in die Soko Sina berufenen "Erfolgskommissar", wird er massiv unter Druck gesetzt. So verbeißt sich der junge Kommissar erst recht in die alten Akten, die Altendorf über all die Jahre in seiner Wohnung aufbewahrt hat.

Frankreichs Norden 16:00

Frankreichs Norden: Die Baie de Somme und die Opalküste

Landschaftsbild

Frankreichs Norden ist wenig bekannt, doch dabei hat die Region so viel zu bieten. Die Reise beginnt an einer der schönsten Buchten der Welt - der Somme-Bucht. Auf mehr als 7.000 Hektar verästelt sich die Somme, bevor sie ins Meer fließt. Durch die Gezeiten sind endlose Dünen und Salzwiesen entstanden. Hier hütet Laure Poupart ihre berühmten Pré-Salé-Schafe. Sie bleibt wachsam - wenn die Flut kommt, müssen alle zurück sein. Laufen die Tiere zu weit, muss die Schäferin sie schnell zurücktreiben, sonst könnten sie ertrinken. Unweit der Bucht liegt das Gestüt der Familie Bizet. Hier wurde die jüngste Pferderasse Frankreichs mit kreiert - das Henson-Pferd. Die Kreuzung aus Fjord- und Reitpferd ist ideal für die Region. Tochter Chloé Bizet hat den Hof übernommen und will dieses Erbe lebendig halten. Weiter nördlich im Parc du Marquenterre beringen die Ornithologen Philippe Caruette und Léa Coftier Zugvögel. Mehr als 300 Vogelarten fliegen hier durch und es gibt noch viel über sie zu lernen. Im Osten der Opalküste hat Myriam Pont ihr Revier - sie ist Zu-Fuß-Fischerin. Mit dem Fahrrad, bewaffnet mit Löffeln und Kisten zieht sie bei Ebbe an die Küste und erntet Muscheln. Verkauft wird im Hafen von Calais - dort, wo der Ärmelkanal zwischen Frankreich und England am schmalsten ist. Herrscht wieder Ebbe, führt der Geograph Maxim Marzi Interessierte durch die Somme-Bucht. Es gibt viel zu entdecken, wie essbare Pflanzen und Herzmuscheln. Sogar Robben, die Anfang des 20. Jahrhunderts verschwunden waren, haben sich wieder angesiedelt. Ein Zeichen der Hoffnung für den Naturschutz.

Frankreichs Norden 16:55

Frankreichs Norden: Von der Somme nach Flandern

Landschaftsbild

Von ausgedehnten Sumpfgebieten bis zum hügeligen Französisch-Flandern: Die Landschaften in Frankreichs Norden sind vielfältig. Mitten in Amiens beginnen die 300 Hektar großen Hortillonnages, die Wassergärten der Stadt. Früher lagen hier Gemüsegärten, heute ist Francis Parmentier einer der letzten Gärtner, die noch die Wasserparzellen bewirtschaften. Alles - von Gemüsekisten bis zum Traktor - muss er per Boot transportieren. Amiens berühmte mittelalterliche Kathedrale wurde von der Erfolgsgeschichte einer geheimnisvollen Pflanze mitfinanziert, dem Färberwaid. Die gelbe Blume gibt blaues Pigment, das einst teuer verkauft wurde. Hélène und David Brunel experimentieren damit, sie wollen die alte Färbetradition wiederbeleben. Östlich von Amiens, in Saint-Quentin, liegt auch ein geschütztes Feuchtgebiet mitten in der Stadt. Graureiher und Blaukehlchen verstecken sich im Schilf. Gleich nebenan ziehen Sandrine Lemaire und ihre Kollegen auf einer Vogelschutzstation verlassene Jungvögel auf. Selbst der riesige Wald von Compiègne war vor Jahrhunderten ein Sumpfgebiet. Heute flanieren hier Menschen zwischen Buchen und Eichen und werden von Christian Decamme in die heilende Kraft des Waldbadens eingewiesen. Richtung Norden stößt man auf die Marschlandschaft von Saint-Omer. Hier lebt der Bootsbauer Rémy Colin. Er hat den traditionellen Bootsbau wiederbelebt. Mit seinen Holzbooten schippern Besucher durch die Kanäle. Die Landschaftspflege übernehmen die Ranger vom Naturschutz. Ihre "lebendigen Rasenmäher" - einige störrische Ziegen - müssen sie per Boot von Parzelle zu Parzelle chauffieren. Unweit entfernt liegt Französisch-Flandern. Dort will der Sternekoch Florent Ladeyn kochend die Welt verbessern. Er setzt auf hundert Prozent lokale Zutaten, der Natur und seiner Region zuliebe.

Night Trains 17:50

Night Trains: Von Berlin nach Stockholm

Natur und Umwelt

Der Nachtzug benötigt etwas mehr als 14 Stunden von Berlin nach Stockholm. Unzählige Brücken führen von Deutschland nach Dänemark und schließlich nach Schweden. Die filmische Reise erzählt von verborgenen Naturgeschichten sowie von den Tieren und Menschen der Nacht und der frühen Morgenstunden. In Hamburg zeigt eine Wildbiologin den Friedhof Ohlsdorf bei Nacht und die farbenreiche, geheimnisvolle Welt der Nachtfalter ist zu entdecken. Wieder auf der Strecke zeigt ein Zugbegleiter seinen Alltag - für ihn ist die Nacht zum Tag geworden. An Dänemarks nördlichster Spitze, in Skagen, schätzen Freiwasserschwimmer die Stille des Meeres in der Nacht: Nur in ihr konnten sie etliche Langstreckenrekorde brechen. Hier oben ist die Landschaft genauso rau und eigenwillig wie die Menschen, die hier leben. Die Sonne geht gerade auf, als der Zug die Öresundbrücke nach Schweden überquert. Auf der Halbinsel Kullen nahe dem Öresund sind Schweinswale im ersten Licht des Tages zu sehen. Unterwegs feiern die Reisenden den Mittsommer, lernen Blumenrituale, Naturweisheiten, alte Bräuche und Tänze kennen und erleben, wie eng Mensch und Natur hier miteinander verbunden sind. Kurz vor dem Endbahnhof navigiert eine Einhandseglerin durch den Stockholmer Schärengarten, ein Labyrinth aus mehr als 20.000 Inseln. Jeder Ort offenbart Geschichten, die nur in der Nacht oder im frühen Morgenlicht sichtbar werden.

Night Trains 18:35

Night Trains: Von Budapest nach Zürich

Natur und Umwelt

Ein Zug, der in der Nacht die Alpen durchquert: Von Budapest nach Zürich folgen die Schienen zunächst der nächtlichen Donau, vorbei an savannenartigen Schilflandschaften, in denen Graurinder und Wildpferde grasen. Im Fokus steht der bedrohte Kaiseradler, dessen Bestand sich trotz illegaler Wilderei langsam erholt, und die traditionelle Käserei im Karwendelgebirge, deren Handwerk seit Generationen unermüdlich gepflegt wird. Eine Zugbegleiterin berichtet vom Leben zwischen Schlafwagen und Sternenhimmel, während ein Schlafcoach die Besonderheiten des Schlafs erklärt: den Rhythmus der Dunkelheit, die Bedeutung des Erwachens sowie die Mystik und Magie der Stunden dazwischen. Durch die Zugfenster blitzen immer wieder die Alpen auf - erst fern am Horizont, dann immer näher, bis das Panorama den ganzen Morgen füllt. An einem der dunkelsten Orte Österreichs beobachten Sternenkundler den Nachthimmel, bevor die Sonne über den Gipfeln aufgeht. In Vorarlberg steht die Sommersonnenwende im Mittelpunkt: ein Fest mit Kräutern, Licht und uralten Ritualen. Zugleich erstreckt sich moderne Architektur in den Hochalpen und eröffnet eine neue Perspektive auf das Himmelsblau. Angekommen in der Schweiz, folgt ein Einblick in die Entstehung der Alpen, sowie in die Rückkehr des mächtigen Bartgeiers, dessen Schwingen wieder über den schroffen Felsen kreisen. Zuletzt geht es tief unter die Erde, in ein ehemaliges Bergwerk, in dem heute Edelpilze wachsen, bevor die Fahrt durch die Schweizer Seenlandschaft in Zürich endet.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Milchbars in Polen

Reportage

Seit über 40 Jahren gibt es in Kielce die Milchbar Jagienka. Die Arbeit von Agata Bogulak beginnt früh am Morgen: Kartoffeln schälen, Piroggen füllen, Suppen ansetzen - bevor mittags bis zu 400 Gäste kommen. Studenten, Arbeiter, Familien aus dem Viertel. Die Milchbar wurde erst vor Kurzem komplett renoviert. Die sozialistische Einrichtung musste neuem weichen, doch die Gerichte sind die gleichen geblieben. Viele "Kantinen für Alle" sind im Wandel zur kultigen Milchbar. Polens "Milchbars" sind ein sozialistisches Relikt. Verteilt im ganzen Land bieten die einfachen Kantinen polnische Hausmannskost an - bis heute. Lange hat der Staat die Milchbars subventioniert, so dass sich jeder für wenig Geld eine warme Mahlzeit leisten kann. In den vielen Küchen der Milchbars arbeiten vor allem Rentnerinnen wie Wanda Szyszko. Die 73-Jährige hilft in der Stettiner Milchbar Kogel Mogel in der Küche aus. Die Milchbar bietet ihre Gerichte sehr günstig an, weil die Stadt sie mitfinanziert und die Supermärkte Lebensmittel spenden. Doch selbst diese günstigen Preise werden für viele zur Herausforderung. Auch in Bydgoszcz sieht Pfarrer S?awomir Bar, wie seine älteren Gemeindemitglieder sparen: zuerst beim Essen. Genau deswegen will er die erste "soziale Milchbar" Polens eröffnen, direkt in seiner Kirche. Die kirchliche Milchbar ist für Menschen über 65 Jahre gedacht, deren Rente nicht zum Leben reicht. Warmes Essen für umgerechnet ein bis zwei Euro - und weniger Einsamkeit im Alter.

Ladykillers 20:15

Ladykillers

Krimikomödie

Mrs. Wilberforce ahnt nicht, wer sich bei ihr einnistet, als sie Professor Marcus zwei Zimmer in ihrem Haus vermietet: Der Professor empfängt dort regelmäßig seine vier Freunde; bei den fünf Männern handelt es sich um ausgekochte Halunken. Die nette alte Dame merkt auch nicht, wie die Bande sie für ihre Zwecke missbraucht. Erst als die Kriminellen sich mit der Beute aus einem Geldraub absetzen wollen, begreift Mrs. Wilberforce, was hier wirklich gespielt wird, und das hat ungeahnte Folgen. Der charmante Film ist stimmig bis ins letzte Detail, lässt jede Figur auf ihre Kosten kommen und überrascht durch unvorhergesehene Wendungen. Hier vermengen sich witzige Dialoge mit aberwitzigen Taten. Mrs. Wilberforce ist eine liebenswürdige, verschrobene alte Dame, die mit ihren Papageien in einem Häuschen am Londoner Bahnhof King's Cross wohnt. Professor Marcus ist sehr angetan von der Lage des Hauses und mietet bei Mrs. Wilberforce zwei Zimmer. Unter dem Vorwand, gemeinsam zu musizieren, trifft sich Professor Marcus fortan mit seinen Freunden Major Courtney, Harry, Louis und "Pfannkuchen" in Mrs. Wilberforces Haus. So kommt die liebenswerte alte Dame ausgiebig in den Genuss klassischer Streichmusik und staunt, wie schön der Professor und seine Freunde spielen können. Dass sie in Wirklichkeit einer Bande von Halunken aufgesessen ist, die ihr mit Hilfe eines Plattenspielers etwas vormachen, um in Ruhe einen raffinierten Geldraub vorzubereiten, ahnt Mrs. Wilberforce nicht. Erst als "Pfannkuchen" beim eiligen Abzug mit der Beute ein Missgeschick passiert, geht Mrs. Wilberforce ein Licht auf. Das könnte schlimme Konsequenzen für sie haben, doch zum Glück wird sich die Bande partout nicht einig, wer die schrullige alte Dame aus dem Weg räumen soll. Einfallsreich und originell erzählt Alexander Mackendrick die Geschichte von fünf Gangstern, einer komischer als der andere, die sich zwar hartgesotten geben, aber von der munteren, gesprächigen und ständig Tee servierenden Mrs. Wilberforce ganz schön überfordert sind. Umso größer dann die Herausforderung, wer denn nun die alte Dame beseitigen soll. "Ladykillers" ist eine klassische, zeitlose Komödie, die an schwarzem Humor und makabrem Witz nichts auslässt - und schließlich ist das vermutlich beliebteste britische Exportgut der Humor. Ein wahrer Meilenstein des britischen Unterhaltungsfilms.

Als London im Smog verschwand 21:40

Als London im Smog verschwand

Dokumentation

Im Dezember 1952 wurde London von einem tödlichen Giftnebel gelähmt. Eine Inversionswetterlage führte dazu, dass der aus Millionen von Schornsteinen strömende Kohlenrauch für fünf Tage in der Stadt eingeschlossen wurde. Die Londoner, seit Generationen an dichten Nebel im Winter gewohnt, wussten noch nicht, dass die gelblichen Schwaden tödlich waren. Mit Aussagen von Wissenschaftlern, Historikern und Londoner Bürgern rekonstruiert die Dokumentation im Stundentakt einen der größten Gesundheits-GAUs des 20. Jahrhunderts: stillstehender Personenverkehr, überfüllte Kranken- und Leichenhäuser, eine an Atemnot leidende Bevölkerung. Die Regierung spielte die Gefahr zunächst herunter, dabei stellten Wissenschaftler schon in den darauffolgenden Wochen einen Zusammenhang zwischen der Kohleverbrennung - insbesondere dem giftigen "Nutty Slack" - und den erhöhten Sterbefällen her. Die Zahl der Todesopfer des Giftnebels stieg von 4.000 auf 12.000 an. Die Tragödie markierte weltweit einen Wendepunkt: Erstmals erkannte ein Land offiziell die Schäden eines Energiemodells für die öffentliche Gesundheit an. Der im Zuge darauf beschlossene Clean Air Act von 1956 umfasste die Einführung rauchfreier Zonen, den Abbau der Kohleheizung und die Auslagerung von Industrieanlagen aus dem Großraum London und ebnete den Weg für eine moderne Umweltpolitik. Beeindruckende Archivbilder, historische Analysen und Einschätzungen aus heutiger Sicht zeigen auf, wie eine in Vergessenheit geratene Tragödie zu einem Umdenken führte und beleuchtet, was sich aus der Smog-Katastrophe von 1952 für aktuelle Umweltkrisen ableiten lässt.

Dreißig Jahre an der Peitsche 22:35

Dreißig Jahre an der Peitsche

Dokudrama

Rosa von Praunheim, der Wegbereiter des deutschen Queer-Films, adaptiert in diesem Dokudrama die Memoiren der Domina Tina; der Film ist auch ein Zeitzeugnis der 80er und 90er Jahre in West-Berlin. Praunheims vorletzter Film (2024) ist das Porträt eines ungewöhnlichen und doch aufrichtigen Lebens. ARTE strahlt das Werk zum Anlass des Todes des avantgardistischen Regisseurs mit 83 Jahren aus. Die lebenslustige Tina ist Berlinerin und wird bald 65 Jahre alt. Fast ihr ganzes Leben hat sie in der Prostitution zugebracht, hauptsächlich als Domina in ihrem eigenen Studio. Tina erzählt ihre Geschichte vor verschiedenen Hintergründen, in diversen Lokalitäten und trifft Wegbegleiter und Freunde. Szenen aus ihrer Jugend und aus ihrem Erfahrungsschatz als Domina werden von Schauspielern und Schauspielerinnen dargestellt. In einigen Spielszenen kann die echte Tina eingreifen und das Geschehen mitgestalten, so wie Regisseur Rosa von Praunheim es in seinem Film über Charlotte von Mahlsdorf ("Ich bin meine eigene Frau", 1992) bereits gemacht hatte. Das Dokudrama erzählt ohne künstlerisch untermalte Tragik den Weg einer emanzipierten Frau in der Berliner Szene, der von Spielsucht, konfliktreichen Begegnungen, aber vor allem Menschenliebe geprägt ist. In ihrer ehrlichen Selbsterzählung vermittelt Tina die gelernten Lektionen eines Lebens außerhalb der Norm und die Hintergründe einer Sexualität, die ihrer eigenen nie entsprach. Das Nachsinnen über Kontrolle, Gewalt und Verantwortung im Beruf der Sexarbeiterin, gelenkt von den Fragestellungen des Gehilfen Praunheim, liefert ein tiefgründiges menschliches Porträt.

Possession 00:10

Possession

Horrorfilm

West-Berlin, Anfang der 1980er Jahre: Geheimdienstler Mark kehrt von einer Mission zurück. Als er zu Hause ankommt, freut das nur seinen Sohn Bob, der noch die Grundschule besucht. Ehefrau Anna, eine Ballettlehrerin, macht ihm wegen seiner langen Abwesenheit Vorhaltungen. Es wird deutlich, dass die beiden sich auseinandergelebt haben. Mark, der notorisch kontrollsüchtig ist, stößt auf einen Nebenbuhler: Schon seit einem Jahr hat Anna eine Affäre mit dem obskuren Sektenguru Heinrich. Bald bricht Anna, die zunehmend verwandelt wirkt, den Kontakt zu beiden Männern ab. Mark bändelt daraufhin mit der Lehrerin von Bob an, in der er eine handzahmere Kopie seiner Frau sieht. Doch in regelmäßigen Abständen kehrt Anna in die gemeinsame Wohnung zurück - mit einem immer sonderbareren, autoaggressiven Verhalten. Mark forscht nach den Ursachen. Erst ein von ihm konsultierter Privatdetektiv stößt auf Annas Geheimnis: In einer Kreuzberger Wohnung hält sie ein außerirdisches Monster, das anscheinend die Kontrolle über ihren Verstand übernommen hat. Mark und Heinrich ziehen gemeinsam in die Schlacht, um Anna zu retten. "Possession" ist ein ambitionierter Splatterfilm; die Geschichte wirkt wie eine Parabel auf religiösen Wahn und kritisiert die allzu menschliche Schwäche, im Gegenüber nur die eigenen Projektionen zu sehen. Die unstete Kameraführung ist Konzept und illustriert sowohl die Besessenheit als auch den Aufklärungswahn der beiden getriebenen Hauptfiguren. Der zu Zeiten des Ost-West-Blocks gedrehte Film zeigt die Schattenseiten des damals eingemauerten West-Berlins.

Magische Anden 02:10

Magische Anden: Ecuador und Kolumbien

Land und Leute

Die Anden verlaufen über rund 7.500 Kilometer an der Westküste Südamerikas bis in den tropischen Teil des Kontinents. Der grüne Staat Kolumbien wird von drei Andenketten durchzogen. Unweit von Kolumbiens Hauptstadt Bogotá eröffnet sich der artenreiche Nationalpark Chingaza. Er liegt in der östlichen Kordillere und erreicht Höhen von bis zu 4.000 Metern. Die Stadt Cali ist weltberühmt für den Salsa und ihre Tanzszene. Ecuador wartet mit einer der höchstgelegenen Hauptstädte der Welt auf: Quito. Bei gutem Wetter sieht man vom Rathausplatz den Cotopaxi, einen der höchsten aktiven Vulkane der Welt. Beste Bedingungen für extreme Sportarten: Javier Chiriborga betreibt sein Triathlon-Training am Vulkan Cotopaxi, und für Gleitschirmflieger Eddy Urdiales aus Quito ist das Fliegen die große Leidenschaft. Die "Salsa-Göttin" Viviana Vargas kämpft in ihrer Stadt dafür, dass das ehemals wegen seiner Drogenkartelle berüchtigte Cali heute nur noch durch Salsa begeistert. Nicht zuletzt ist Kolumbien weltweit für seinen Kaffee berühmt. Damit der Anbau noch fairer wird, erarbeitet Kaffee-Pionier Felipe Sardi nachhaltige Konzepte. Die Bergpolizistin Diana Bejarino ist mit ihren Kollegen hinter Umweltsündern im Nationalpark Chingaza her - eine Jagd aus der Luft.

Magische Anden 02:55

Magische Anden: Peru

Land und Leute

Die geheimnisvolle Inkastadt Machu Picchu hoch in den Anden, brodelnde Vulkane, eisbedeckte Bergriesen: Die Natur in Peru ist so atemberaubend, dass die Nachfahren der Inka die Berge immer noch als Gottheiten verehren. Es gibt viele aktive Vulkane, die Teil des Pazifischen Feuerrings sind. Der Kondor ist selten geworden in den Anden, doch im Süden Perus kann man ihn noch beobachten. Spektakulär ist auch der Titicacasee, der auf 4.000 Meter Höhe höchstgelegene schiffbare See der Welt. Die Menschen hier führen ein hartes Leben inmitten einer grandiosen Natur. Vor jedem Aufstieg wird ein Opfer gebracht: Kokablätter für die Berggötter. Auch die Lastenträgerin Margot Kandori hält an dem Ritual fest. Die Mutter dreier Kinder arbeitet für Reisegruppen auf dem "Inca-Trail" und schleppt bis zu 15 Kilogramm schwere Rucksäcke die Berge hinauf. Antonio Milla überquert mit einem betagten Lkw zweimal pro Woche einen 4.700 Meter hohen Andenpass, um Nachschub für seinen Dorfladen zu holen. Dabei passiert er den Huascarán - mit 6.768 Metern der höchste Berg Perus. Den Ausblick genießen kann er nicht. Er konzentriert sich auf die Serpentinen und hofft, dass die Bremsen halten. Grisaida Suyllo, Bäuerin aus der Gegend von Cuzco, versorgt unter der Woche ihre Familie und Tiere. Doch am Wochenende verwandelt sie sich in die Mittelstürmerin einer Frauenfußballmannschaft. Auf dem Platz in 3.600 Meter Höhe hat ihr Team Heimvorteil: Gegnerischen Spielerinnen bleibt da schnell die Luft weg.

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