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TV Programm für ARTE am 13.10.2026

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China, Russland, Indien & Co. - Eine neue Weltordnung? 20:15

China, Russland, Indien & Co. - Eine neue Weltordnung?

Dokumentation

Während das westliche Bündnis an Geschlossenheit verliert, formiert sich unter Führung autoritärer Staaten eine Gegenkoalition, die seit fast 20 Jahren im Hintergrund an Macht gewinnt. Die ersten BRICS-Staaten - Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika - repräsentieren über die Hälfte der Weltbevölkerung und erwirtschaften fast 40 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts. Damit übertreffen sie die G7 bereits heute. Sie haben eine eigene Entwicklungsbank gegründet, eigene Mediennetzwerke aufgebaut und führen gemeinsame Militärübungen durch. Ein eigenes Parlament und eine gemeinsame Währung könnten bald folgen. Ursprünglich von Russland und Brasilien initiiert, später von China vorangetrieben, arbeitet das Bündnis gezielt daran, die Abhängigkeit vom Dollar zu verringern und sich vom Westen zu lösen. Dabei stellen sie zentrale Pfeiler der internationalen Ordnung infrage: Menschenrechte, liberale Demokratie und Völkerrecht. Immer mehr Länder des Globalen Südens schließen sich den BRICS an und übernehmen die antiwestliche Rhetorik Moskaus und Pekings. Doch welche neue Weltordnung entsteht hier? Und welche Rolle bleibt Europa in diesem Umbruch? Der Dokumentarfilm rekonstruiert - ausgehend vom BRICS+-Gipfel in Rio im Juli 2025 - erstmals die Entstehung dieses "postwestlichen" Bündnisses. Anhand bisher unveröffentlichter Aussagen von Gründern und Vordenkern wird der geopolitische Kontext der vergangenen zwei Jahrzehnte analysiert, der diesen Schulterschluss erst möglich machte.

Danach

Kokain - Pulverfass Kolumbien 21:50

Kokain - Pulverfass Kolumbien

Dokumentation

Kokain ist heute weltweit so verbreitet wie nie zuvor. Die USA und Europa bleiben die größten Abnehmer, doch kein Kontinent bleibt verschont. Die beschlagnahmten Mengen erreichen Jahr für Jahr neue Rekordwerte - 2023 waren es allein 2.275 Tonnen. Kolumbien deckte drei Viertel des globalen Bedarfs und ist nach wie vor der Hauptlieferant. Die Produktion boomt, und mit ihr nehmen Gewalt und Chaos zu. Die Zustände erinnern an die 1980er Jahre, als Pablo Escobar und die Kartelle das Land in Angst versetzten. Doch die Zeiten haben sich geändert: Die Ära der allmächtigen Kartelle ist vorbei. Heute organisiert sich der Handel in kleinen, spezialisierten Zellen - für Transport, Sicherheit oder Verarbeitung. Die Dokumentation folgt der Spur des Kokains durch Kolumbien: vom Anbau im Cauca-Tal über geheime Labore im Dschungel und in den Städten bis hin zum Export. Sie zeigt, wie das Land zum weltweit größten Produzenten dieser Droge wurde - und welche Mechanismen den Handel am Laufen halten.

Chiles verschleppte Kinder 22:45

Chiles verschleppte Kinder: Auf der Spur illegaler Adoptionen

Dokumentarfilm

Schon als Kind hatte Alejandro Quezada stets das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören. Von seinen niederländischen Adoptiveltern wurde er liebevoll aufgezogen - und doch wuchs er mit diesem unsichtbaren Riss in seiner Seele auf: dem tiefen Gefühl, entwurzelt zu sein, ohne es wirklich benennen zu können. Jahrzehnte vergingen, bis er entdeckte, dass seine Adoption illegal war. Während der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet wurde Alejandro in den 1980er Jahren über ein Netzwerk illegaler Adoptionen aus Chile verschleppt. Kein Einzelfall: Heute weiß man von etwa 20.000 Betroffenen. Alejandro Quezada schließt sich mit anderen Adoptierten zusammen und gründet die Organisation "Chilean Adoptees Worldwide". Seine Recherchen führen ihn zurück nach Chile und es gelingt ihm, seiner leiblichen Mutter zu begegnen. Dabei stellt er fest, dass seine Mutter - wie viele andere - damals getäuscht wurde. Man hatte ihr das Baby nach der Geburt weggenommen und erklärt, ihr Sohn wäre tot geboren worden. Nach und nach entdeckt Quezada die dunkle Seite des Skandals. Wie viele andere illegal aus Chile Adoptierte gehört er eigentlich zum Volk der Mapuche und ist damit Teil der indigenen Bevölkerung Chiles, die seit langer Zeit politischer Unterdrückung ausgesetzt ist. Was als Suche nach seiner leiblichen Mutter beginnt, entwickelt sich zu etwas Größerem: ein Kampf um Erinnerung, Gerechtigkeit und um die Wiedererlangung seiner gestohlenen Identität.