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TV Programm für ARTE am 09.02.2026

Jetzt

Kontinente in Bewegung 09:35

Kontinente in Bewegung: Europa heute

Dokumentation

Die rekonstruierbare geologische Geschichte Europas beginnt mit der Öffnung des Atlantiks im Westen und der Annäherung Afrikas im Süden - Prozesse, bei denen unter anderem das Mittelmeer und die Alpen entstanden. Und sie ist noch lange nicht abgeschlossen: Die Erdplatten bewegen sich auch heute weiter. Was davor geschah, rekonstruieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anhand geologischer Spuren der europäischen Vorgeschichte. So geben Zirkone - winzige Kristalle, die erfahrene Bergführer in den Alpen fanden - Aufschluss über die Entstehung dieses beeindruckenden Gebirges. Auch das Mittelmeer hat eine faszinierende Vergangenheit: Noch vor vergleichsweise kurzer Zeit waren Korsika und Sardinien mit der provenzalischen Küste verbunden, ehe sie sich ablösten und zu Inseln wurden. Diese Prozesse lassen sich heute mit Hilfe magnetostratigraphischer Verfahren nachvollziehen, bei denen die magnetische Polung von Gestein analysiert wird. Einmal schloss sich sogar die Straße von Gibraltar vollständig - das Mittelmeer trocknete aus. Man hätte zu Fuß von Europa nach Afrika gelangen können. Durch Klimaveränderungen und minimale Verschiebungen der Erdplatten entstanden unterirdische Höhlen, die den ersten Menschen vor rund 40.000 Jahren als Schutzraum dienten. Damals herrschten in Europa Temperaturen wie heute in Skandinavien. Die Rekonstruktion der Gletscherbewegungen hilft der Forschung dabei, tektonische Verschiebungen nachzuvollziehen. Diese Plattenbewegungen lösen Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis aus - Naturkatastrophen, die vor allem die Mittelmeerregion und den Norden des Kontinents, insbesondere Island, bedrohen. Sie zeigen deutlich: Die Kräfte im Erdinneren sind noch immer aktiv. Schon bald, so vermuten Wissenschaftler, könnte es das Mittelmeer in seiner heutigen Form nicht mehr geben. Die Alpen hingegen wachsen weiter in die Höhe, und Amerika entfernt sich weiterhin vom alten Kontinent.

Danach

Kontinente in Bewegung 10:20

Kontinente in Bewegung: Ozeanien

Dokumentation

Australien blieb während seiner gesamten geologischen Geschichte weitgehend von Kontinentalkollisionen oder Abspaltungen verschont. Die sehr alten Gesteinsformationen in der nordwestlichen Region Pilbara liefern daher wertvolle Hinweise auf den Verlauf der frühen Erdgeschichte. Eine der wenigen Spuren einer Kollision findet sich im Herzen des Kontinents: der Uluru - auch bekannt als Ayers Rock -, um den sich zahlreiche Legenden der australischen Ureinwohner ranken. Im Süden des Landes wiederum wurden die ältesten fossilen Spuren tierischen Lebens entdeckt: Die sogenannte Ediacara-Fauna lebte einst in flachen Küstengewässern. Eine leichte tektonische Verschiebung reichte aus, um Teile des Meeresbodens an die Erdoberfläche zu heben - die Überreste der ersten Zweiseitentiere blieben im Gestein erhalten. In der Pilbara-Region konnten Forschende rekonstruieren, wann und wie erstmals Sauerstoff auf der Erde entstand und sich in der Atmosphäre verbreitete. Dieses Ereignis ermöglichte nicht nur die Entstehung neuen Lebens, sondern führte auch zum Aussterben früherer, vom Stickstoff abhängiger Organismen. Davon zeugt bis heute eine dunkle Schicht im Gestein - ein Beleg, nach dem der Geologe Martin Van Kranendonk 20 Jahre lang gesucht hat. Vor rund 200 Millionen Jahren trennten sich Australien, die Antarktis und Neuseeland gemeinsam vom südlichen Großkontinent Gondwana. Später driftete die Antarktis infolge eines Magmaaufstiegs, dessen Spuren bis heute an Australiens Südküste sichtbar sind, weiter südwärts und nahm ihre heutige Position am Südpol ein. Neuseeland hingegen versank größtenteils im Ozean, wurde aber durch den Zusammenstoß mit der Pazifischen Platte teilweise wieder emporgehoben. Der Kontinent Zealandia liegt noch heute zu etwa 70 Prozent unter Wasser. Die einzige nennenswerte geotektonische Erschütterung Ozeaniens betrifft daher den Kontakt der Pazifischen Platte mit Neuseeland - ein Prozess, von dem noch heute zahlreiche aktive Vulkane auf den umliegenden Inseln zeugen, etwa im Inselstaat Vanuatu. Doch möglicherweise stehen dem Kontinent noch weitere Veränderungen bevor: Die Bewegung der australischen Platte in Richtung China deutet auf eine künftige Kollision hin, aus der ein neues Hochgebirge entstehen könnte - möglicherweise ein zweiter Himalaya.

Re: 11:25

Re:: Schnee recyceln für den Wintersport

Reportage

Schnee vom Vorwinter recyceln und einlagern - mit Snowfarming versuchen immer mehr Alpenregionen in die nächste Skisaison zu starten. Denn die klimatischen Veränderungen sorgen in vielen Skigebieten in der Schweiz und Frankreich für Schneemangel. Aber ist die Schneekonserve wirtschaftlich und nachhaltig? Kann Snowfarming vielleicht sogar Gletscher vor dem Abschmelzen retten?

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Venetien: Tiramisu

Essen und Trinken

(1): Eine italienische Versuchung - Tiramisu (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Brüssel / Madeira / Luzern

Magazin

(1): Brüssel: Das geheimnisvolle Comicuniversum (2): Madeira: Britische Trauminsel (3): Mongolei: Dashsugars Boodog (4): Luzern: Ein sehr lauter Käfer

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Polen / Madagaskar / Deutschland

Magazin

(1): Polen: Nach dem Nobelpreis ist vor dem Schauerroman (2): Madagaskar: eine Königin wie keine andere (3): Frankreich: Rogers Kürbissuppe (4): Deutschland: Ohren zu und durch!

Message in a Bottle 14:00

Message in a Bottle

Drama

Theresa Osborne arbeitet als Journalistin bei einer Zeitung in Chicago und findet ihr Glück in der Erziehung ihres Sohnes. Während eines seltenen Urlaubs allein auf Cape Cod findet sie am Strand eine Flaschenpost. Darin befindet sich ein Liebesbrief an eine verschwundene Frau, der in seiner Poesie und Intensität in Theresa die Hoffnung erweckt, den Verfasser ausfindig zu machen. Zurück in Chicago begeistert sie ihre Kolleginnen mit dieser Geschichte. Ein paar Tage später veröffentlicht ihr Chefredakteur den gefundenen Brief in der Zeitung. Es folgen Hunderte Leserbriefe, darunter einer, in dem der Autor behauptet, eine ähnliche Botschaft gefunden zu haben. Analysen des Papiers und des Zustands der Flasche deuten darauf hin, dass sie etwa zwei Jahre im Atlantik trieb. Die verschiedenen Spuren führen Theresa zu einem kleinen Ort an der Küste der Outer Banks und zu einem einzigen Mann: Garret Blake. Dieser wohnt bei seinem alten Vater am Meer und trauert seit zwei Jahren um seine verstorbene Frau Catherine. Die Begegnung löst bei dem einsamen Segler überraschende Gefühle aus. Theresa hat sich Hals über Kopf in den Mann hinter den bezaubernden Worten verliebt. Ihre aufblühende Liebe ist dennoch fragil, sie steht im Schatten der verstorbenen Catherine: Das traumhafte Haus am Meer ist voller Erinnerungen an sie, außerdem befindet sich Garret in einem andauernden Konflikt mit seiner früheren Schwiegerfamilie. Und Catherine hat dem Segler noch nichts von dem Auslöser ihrer Begegnung - der gefundenen Flaschenpost - erzählt.

Paraguays unbekannte Schätze 16:20

Paraguays unbekannte Schätze: Im Herzen des Gran Chaco

Landschaftsbild

Der Gran Chaco zählt zu den wildesten und ursprünglichsten Regionen Südamerikas - extrem im Klima, faszinierend in seiner Vielfalt. Eine Landschaft der Gegensätze: Dornwälder und flirrende Hitze prägen das Bild. Doch plötzlich öffnet sich ein verborgenes Paradies: Wenn sich die seltenen Salzlagunen mit Wasser füllen, bieten sie unzähligen Vögeln und Wildtieren einen lebenswichtigen Rückzugsort. Eindrucksvolle Naturaufnahmen und seltene Tierbeobachtungen gewähren Einblicke in ein verborgenes Ökosystem - etwa ein frisch geborenes Ameisenbärenjunges, eine seltene Boa in ihrer natürlichen Umgebung oder der nahezu unbekannte Burmeister-Gürtelmull, ein Tier, das Menschen kaum je zu Gesicht bekommen. Begleitet werden auch Wissenschaftlerinnen wie Dr. Rafaela Laino, die sich für den Schutz sensibler Ökosysteme einsetzen. Ihr Ziel: die Rinderzucht und den Erhalt der Biodiversität miteinander zu vereinbaren. Gleichzeitig zeigt die Dokumentation ein außergewöhnliches kulturelles Miteinander: Indigene Gemeinschaften, paraguayische Viehzüchter und mennonitische Siedler leben seit fast 100 Jahren nebeneinander - drei Lebensweisen, die voneinander profitieren. Einige indigene Gruppen, einst Jäger und Sammler, betreiben heute Rinderzucht - ein Schritt hin zu wirtschaftlicher Eigenständigkeit. Der Gran Chaco ist eine verborgene Welt - voll rauer Schönheit, seltener Tiere und stiller, aber tiefgreifender Veränderungen.

Paraguays unbekannte Schätze 17:05

Paraguays unbekannte Schätze: Paradiese und Mysterien

Landschaftsbild

Paraguay - ein Land voller verborgener Schätze. Zwischen dichten Wäldern und weiten Landschaften entfaltet sich eine Welt, in der Geschichte und Natur auf besondere Weise miteinander verwoben sind. Im Süden des Landes zeugen imposante Jesuitensiedlungen wie La Santísima Trinidad de Paraná und Jesús de Tavarangue von einer außergewöhnlichen Zeit: Hier verschmolzen einst europäische und indigene Kulturen zu einer einzigartigen Gemeinschaft. Musik wurde zum verbindenden Element - bis heute erklingt die paraguayische Harfe, die Guarani. Doch Paraguay bietet mehr: Üppige Naturschutzgebiete wie das Mbaracayú-Reservat offenbaren vielfältige Flora- und Fauna-Welten. Die artenreichsten Biosphären Südamerikas sind voll mit Vogel- und Säugetierarten wie Tukanen und Brüllaffen. In den dichten Wäldern erhalten Menschen wie die Yerba-Bauern uralte Traditionen wie den Anbau des Mate-Tees im Einklang mit der Natur. Majestätische Wasserfälle wie die Saltos del Monday und die gewaltigen Wassermassen des zweitgrößten Staudamms der Welt - dem Itaipú-Staudamm - stehen für die Kraft und Kontraste Paraguays. Zwischen Natur und Kultur entfaltet sich ein Land, das mit Schönheit und Rätseln fasziniert.

Oasen - Inseln des Lebens 17:50

Oasen - Inseln des Lebens: Ein Traum aus 1001 Nacht

Dokumentation

Mitten in der endlosen Weite der ägyptischen Sahara liegt ein Ort wie aus einem Märchen: Siwa, eine grüne Oase, in der Leben gegen jede Wahrscheinlichkeit gedeiht. Aus Hunderten Quellen sprudelt Wasser aus dem Wüstenboden - ein Naturwunder, das seit Jahrtausenden Menschen, Pflanzen und Tiere nährt. Mehr als 200.000 Dattelpalmen recken sich hier in den Himmel, gespeist von fossilem Wasser, das seit 40.000 Jahren unter der Erde ruht. Seit jeher bilden sie die Lebensgrundlage der Anwohner. Abdou Mohammed ist einer von ihnen - ein Hüter der Palmen, dessen Wissen tief in der Tradition seiner Vorfahren verwurzelt ist. Siwa ist mehr als nur grün: Salz prägt die Landschaft und das Leben. Wo einst ein urzeitliches Meer war, glitzern heute riesige Salzseen. Aus dem salzhaltigen Schlamm entstehen Häuser und Kunstwerke. Fatma Essa verwandelt das "weiße Gold" in filigrane Lampen und Skulpturen, jedes Stück ist ein Ausdruck von Kreativität und Widerstandskraft. In der endlosen Wüste rund um die Oasenstadt wagt Survival-Experte Mohammed Shahin ein extremes Selbstexperiment: Allein streift er durch das große Sandmeer auf der Suche nach Wasser, Nahrung und Überlebensstrategien. Sein Ziel: die Rückkehr ins lebensspendende Grün von Siwa. Trotz der Abgeschiedenheit in der lebensfeindlichen Wüste ist Siwa voller Leben und Geschichten: von traditionellen Hochzeiten, Palmherzen als Liebesgabe und Lehmtürmen für Tauben bis hin zu Spuren uralter Zivilisationen. Siwa ist mehr als eine Oase - sie ist ein Symbol für Widerstandskraft, kulturelle Identität und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur.

Oasen - Inseln des Lebens 18:35

Oasen - Inseln des Lebens: Die Perle des Pazifiks

Dokumentation

Moorea - die Schwesterinsel Tahitis - liegt wie ein grünes Juwel mitten im Südpazifik: ein längst erloschener Vulkan mit steilen, von tropischem Regenwald bewachsenen Gipfeln, umringt von einem schützenden Korallenriff. Trotz der extremen Abgeschiedenheit von den nächsten Festlandküsten haben hier Pflanzen, Tiere und Menschen über Millionen von Jahren eine fragile, aber vielfältige Lebensgemeinschaft geschaffen. Schon unter Wasser beginnt das Wunder: Hier entfaltet sich ein komplexes Ökosystem samt Riffhaien und Rochen, Seesternen und Schildkröten, das Forschende zu bewahren versuchen. Doch invasive Arten, Klimawandel und gefräßige Räuber wie der Dornenkronenseestern bedrohen die Existenz der Korallenriffe - und mit ihnen das Gleichgewicht der gesamten Oase. Auch an Land zeigt sich Mooreas ökologische Einzigartigkeit: Seltene, endemische Pflanzen und Tierarten wie die Partula-Baumschnecken leben hier - bedroht von eingeschleppten Raubtieren, die sich im Regenwald ausbreiten. Jenseits der flachen Korallenlagunen werden Tigerhaie und Wale beobachtet, denn Moorea ist ein Refugium für Buckelwale und eine Kinderstube für Junghaie. Die Forschungsstation CRIOBE spielt eine zentrale Rolle für das Verständnis und den Schutz dieser einmaligen Insel des Lebens.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Wenn das Geld für Tampons und Binden fehlt

Reportage

Berlin, Alexanderplatz. Hier leben viele Frauen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, für die ihre Monatsblutung schnell zum akuten Problem wird. "Ich bin schon eineinhalb Tage hier in Berlin mit vollgebluteter Hose rumgerannt", erzählt eine Betroffene. Am Duschmobil erhalten Frauen kostenlose Hygieneprodukte - ein mobiles Hilfsangebot für Menschen, die auf der Straße leben. Unterstützt wird das Projekt vom Verein Periodensystem e. V., der Tampons und Binden liefert. Doch Periodenarmut betrifft nicht nur wohnungslose Frauen. Nach Angaben der Hilfsorganisation "Plan International" ist rund ein Viertel aller Mädchen und Frauen in Deutschland betroffen. Die Studentin Jaël Gallert aus München hat nach Abzug aller Fixkosten rund 400 Euro im Monat zur Verfügung - und muss davon auch ihre Periodenprodukte bezahlen: Tampons, aber auch Schmerzmittel, Magnesium oder Eisen. "Wenn man es ganz hochrechnet, ist das ein kompletter Einkauf, den ich mir dann stattdessen gönnen kann", sagt die Studentin. Für Menstruierende mit geringem Einkommen ein ernsthaftes Problem. Besonders in konservativeren Gesellschaften wie in Polen ist das Thema Periode noch immer stark schambehaftet. In Warschau setzt sich die Künstlerin und Aktivistin Martyna Baranowicz mit ihrer "Pink Box Foundation" deshalb nicht nur für kostenlose Periodenprodukte ein, sondern auch für Aufklärung an Schulen, um das Thema aus der Tabuzone zu holen.

Die Frau des Chefs 20:15

Die Frau des Chefs

Drama

Francis und seine Söhne Eric und Matthieu arbeiten alle in derselben Fabrik: Francis an der Maschine, Eric am Zeichenbrett und Matthieu am Computer. Eines Tages wird Francis nach 30 Jahren fristlos entlassen, weil er sich nicht an das über Nacht verhängte Rauchverbot gehalten hat. Matthieu lehnt sich gegen diese Ungerechtigkeit auf. Er versucht, die Firmenleitung umzustimmen, und als das fehlschlägt, die Kollegen zu mobilisieren. Aber niemand will sich angreifbar machen, sein Bruder eingeschlossen. Als sein Vater kurze Zeit später bei einem Autounfall ums Leben kommt, glaubt Matthieu an einen Suizid und will ihn rächen. Inkognito verführt er Claire, die Frau des Chefs, und beginnt mit ihr eine leidenschaftliche Affäre, die fast Liebe wird - bis zu dem Tag, an dem sie ihn an seinem Arbeitsplatz in der Fabrik entdeckt. Claire will ihn nicht mehr treffen, aber Matthieu besteht auf ein Wiedersehen ... Nüchtern erkundet Xavier Beauvois eine Tragödie am Arbeitsplatz, den dahinterstehenden Apparat der Klassengesellschaft und die Grenzen einer sturen Suche nach Vergeltung.

Verbrannte Erde 21:55

Verbrannte Erde

Kriminalfilm

Nach 14 Jahren, in denen er nicht in Berlin war, kehrt der Berufsverbrecher Trojan auf der Suche nach lukrativen Aufträgen in die Stadt zurück. Doch der Gewinn aus den üblichen Raubüberfällen wird immer spärlicher, denn die Käufer scheuen zunehmend den Handel mit physischen Waren. Über die Vermittlerin Rebecca kommt Trojan an ein verlockendes Angebot: den Auftragsdiebstahl eines Gemäldes von Caspar David Friedrich - wodurch seine finanziellen Schwierigkeiten getilgt wären. Mit seinem früheren Kollegen Luca schließt sich der Einzelgänger einem Viererteam an, das außerdem noch aus der Fahrerin Diana und Chris besteht, einem Experten für Cyberkriminalität. Der Plan entpuppt sich jedoch als Falle: Der Auftraggeber, vertreten durch den Handlanger Victor, hat nämlich nicht vor, die Räuber zu bezahlen. Die Übergabe scheitert. Nun müssen andere Wege gefunden werden, um aus der Sache herauszukommen. Als alternativer Käufer kommt das Museum infrage, doch die Verhandlungen verlaufen enttäuschend, und über jeder Auswegmöglichkeit hängt Victors Schatten. Mit einer zweiten Übergabe setzt die Gruppe alles aufs Spiel.

Tell Them About Us 23:35

Tell Them About Us

Dokumentarfilm

Sie kichern, quasseln und schminken sich wie andere 14- oder 15-jährige Mädchen - doch bevor Zahraa, Wessam oder Mirna ins 55 Kilometer von Berlin entfernte Eberswalde kamen, führten sie ein anderes Leben, in Syrien oder im Irak. "Tell Them About Us" ermöglicht einen intensiven Einblick in die innere Welt geflüchteter Teenager, die in einer brandenburgischen Kleinstadt nicht nur mit den typischen Herausforderungen des Erwachsenwerdens zu kämpfen haben. Neben Freundschaft, Schule und Selbstfindung müssen sie sich auch mit der neuen Kultur und Umgebung auseinandersetzen. Einfühlsam beobachtet die Regisseurin Rand Beiruty die Mädchen auf ihrer Suche nach Identität und Zugehörigkeit. Gleichzeitig gibt sie ihnen Raum, ihre Konflikte und Träume mutig vor der Kamera in Szene zu setzen.

Kontinente in Bewegung 01:05

Kontinente in Bewegung: Von den Anfängen Asiens

Dokumentation

Die Geschichte Asiens begann im heutigen Sibirien. Hier fanden Wissenschaftler rund um den Baikalsee die ältesten Gesteinsformationen des Kontinents. Im Laufe der Zeit lagerten sich vor allem auf der Westseite immer mehr Landmassen um das ursprüngliche Sibirien an. Bei einem gewaltigen Zusammenstoß mit Europa vereinten sich dann die beiden Kontinente und das Uralgebirge entstand. Dort, wo das Meer einst die Erdteile voneinander trennte, werden heute in zahlreichen Minen kostbare Bodenschätze abgebaut. Die Vereinigung von Europa und Asien wirft eine interessante Frage auf: Wenn der Begriff des Kontinents eine zusammenhängende Festlandmasse bezeichnet, warum wird dann überhaupt zwischen europäischem und asiatischem Kontinent unterschieden? Ebenfalls in Sibirien kam es vor etwa 250 Millionen Jahren zu einem der größten Massenaussterben der Erdgeschichte. Durch tektonischen Druck von allen Seiten entstanden Risse in der Erdkruste, aus denen gewaltige Mengen Lava austraten. Die ausströmenden Lavaströme bedeckten mehrere Millionen Quadratkilometer, löschten über 90 Prozent der damaligen Fauna aus und formten eine Landschaft, die heute als Sibirischer Trapp bekannt ist. Bald darauf verbanden sich weitere Landmassen mit dem sich entwickelnden Asien - darunter das heutige Thailand. Fossilien dinosaurierähnlicher Tiere derselben Epoche, die in China und Thailand gefunden wurden, belegen diese tektonische Annäherung. Ein geologisches Schlüsselereignis gab Asien schließlich seine heutige Gestalt: Indien, ehemals Teil des Südkontinents Gondwana, löste sich ab und driftete mit hoher Geschwindigkeit nordwärts. Dabei glitt es über einen sogenannten Hotspot und entwickelte intensive vulkanische Aktivität. Wie im Sibirischen Trapp veränderten die Lavamassen das Landschaftsbild tiefgreifend und führten zu einem Massensterben - auch viele Dinosaurier starben in dieser Phase aus. Kurz darauf wurde beim Zusammenstoß Indiens mit Asien der Himalaya aufgetürmt, das höchste und jüngste der heutigen Gebirge. Sein erodiertes Gestein wurde von den neu entstandenen großen Flüssen Ganges und Brahmaputra ins Tal gespült, wo auf einem riesigen Geröllhaufen das heutige Bangladesch entstand. Auf diese Weise wurde bereits das Dreifache des Gesteinsvolumens des Himalayas über den Bengalischen Golf ins Meer geschwemmt. Noch heute schiebt sich Indien langsam weiter nach Norden - und lässt den Himalaya weiterhin wachsen.

Kontinente in Bewegung 01:45

Kontinente in Bewegung: Asien heute

Dokumentation

Entscheidend für die Entwicklung des asiatischen Kontinents waren die Kollision mit dem indischen Subkontinent und das Aufeinandertreffen mit der Pazifikplatte. Bei seiner rasanten Drift nach Norden kollidierte Indien mit Sibirien und drückte das tibetische Plateau zusammen. Das führte zu Erdbeben und der Bildung riesiger Erdspalten. Nepal und China, insbesondere die chinesische Gebirgsregion Kunlun Shan, leiden noch heute unter den Folgen dieser Kontinentalbewegungen. Doch mitunter haben diese auch überraschende Folgen: In der Wüstenlandschaft Badain Jaran etwa haben Erdspalten Wasser aus den Hochebenen bis unter die Dünen geführt, so dass die trockene Weite der Wüste von kleinen Seen durchbrochen wird. Bei seinem Zusammenstoß mit Asien schob Indien die südöstlichen Teile des Kontinents in Richtung Meer, die sich daraufhin ablösten und zu Inseln wurden. Diesen Vorgang kann man auf Java nachvollziehen: Hier sank der Meeresspiegel einst so weit ab, dass Urmenschen zu Fuß auf die Insel gelangten und dort siedeln konnten, wie anhand von Ausgrabungen im 19. Jahrhundert festgestellt wurde. Die Reibung mit der Pazifischen Platte ist besonders in Japan spürbar. Das Land liegt dem Marianengraben genau gegenüber, an dem die Philippinische und Pazifische Platte zusammenstoßen. Hier befindet sich mit über 10.000 Metern auch die tiefste Stelle des Weltmeeres. Obwohl sich Japan durch sein Know-how in Sachen Erdbebenprävention auszeichnet, konnte es die schreckliche Tsunami-Katastrophe vom März 2011 nicht verhindern. Auf den Kontakt zwischen den verschiedenen Erdplatten gehen auch die unzähligen Vulkane zurück, die den Pazifischen Ozean umranden und den Pazifischen Feuerring bilden. Wie tödlich die Macht der Vulkane sein kann, zeigt sich etwa am Fuji in Japan und am Kawah Ijen in Indonesien. Doch hier gibt es auch riesige Goldvorkommen, die tief in der Erde lagerten und bei Vulkanausbrüchen an die Erdoberfläche gelangten. In Asien liegen außerdem riesige Karsthöhlen, deren Galeriensystem so groß ist wie der Kontinent selbst - in Dong Zong beherbergt eine solche Höhle ein ganzes Dorf. Wie es mit dem asiatischen Kontinent weitergeht, wird sich wohl im Zentrum des Erdteils entscheiden. Am Baikalsee, an dem das älteste Gestein der Erdgeschichte gefunden wurde, wirft ein großes Ereignis seine Schatten voraus: Eine sich öffnende Erdspalte könnte sich mit Wasser füllen, zum Meer werden und den Kontinent so endgültig in zwei Teile spalten.

Die Adlerjäger in der Mongolei 02:30

Die Adlerjäger in der Mongolei

Dokumentation

Wenn der erste Schnee fällt, reitet Baibolat mit seinem Adler in die Berge. Jetzt beginnt die Jagdsaison im Altai-Gebirge. Mit seinem Raubvogel als Waffe erlegt Baibolat Hasen, Murmeltiere und Füchse, der Felle wegen. Mit viel Glück stößt das Jagdgespann sogar auf einen Wolf. Baibolat ist ein Berkutschi, ein kasachischer Adlerjäger. Seit Jahrhunderten leben die Berkutschi im Nordwesten der Mongolei und haben ihre einzigartige Jagdtradition erhalten. Die meisten Steppenvölker jagen mit Falken. Die Berkutschi bevorzugen Adler, weil diese ihrer Meinung nach klüger sind. Baibolat nennt sein Adlerweibchen Balapan, die Einjährige. Baibolat lebt mit seiner Frau Altingül und seinem fünfjährigen Sohn Baka in einer Jurte. Sie sind Nomaden und gerade im Herbstlager angekommen - mitsamt ihren Ziegen, Schafen, Kühen, Pferden und Kamelen. Wenn ihm die Arbeit Zeit lässt, trainiert Baibolat seinen Vogel. Er hat Balapan als Küken aus dem Nest geholt und muss den Jagdtrieb bei dem Tier erst noch fördern. Doch bis ihm Balapan gehorchen wird, vergehen Wochen. Dann steht die erste Prüfung bevor: das Adlerfest. Das Adlerfest ist ein Kräftemessen der besten Berkutschi. Auch Baibolat reitet mit seinem Adlerweibchen in die Provinzhauptstadt Ulgii. In zwei Wettbewerben versuchen die Adlerjäger, ihre Raubvögel von einem Hügel anzulocken. Doch Adler sind nicht nur klug, sie sind auch eigensinnig und schwerer zu trainieren als zum Beispiel Falken. In diesem Jahr weht der mongolische Wind mit besonderer Stärke, sodass mancher Vogel seinem Herrn den Gehorsam versagt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 03:15

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Mit offenen Augen 03:20

Mit offenen Augen: Hongkong: Hochhaus in Flammen

Infomagazin

Hochhäuser in lodernden Flammen, davor ein Mann, der Schmerz und Verzweiflung herausschreit. Das erschütternde Foto ging um die ganze Welt. Dass es so berührend ist, beruht auf einem universalen Prinzip: menschliche Emotionen machen Katastrophen nachvollziehbarer.

28 Minuten 03:35

28 Minuten: Stanislas Dehaene / Soll die Kommunalpolizei mehr Befugnisse erhalten?

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.