Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 28 29 30 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18

TV Programm für ARTE am 02.10.2026

Jetzt

Phänomenale Natur 16:20

Phänomenale Natur: Yakushima - Insel des mystischen Waldes

Dokumentation

Die japanische Insel Yakushima liegt im Ostchinesischen Meer und ist ein Ort der Extreme: Während die Küsten von subtropischem Klima geprägt sind, herrscht in den bis zu 2.000 Meter hohen Bergen ein gemäßigtes Klima. Vor etwa 15 Millionen Jahren entstand die Insel durch vulkanische Aktivität - ihr Granitgestein wurde durch seismische Kräfte aus der Tiefe an die Oberfläche gedrückt. Ihre abgelegene Lage und das Fehlen großer Raubtiere ermöglichten eine einzigartige Tierwelt: Hier leben endemische Unterarten japanischer Makaken und Sikahirsche in enger Wechselbeziehung. Doch Yakushimas wahre Schätze sind die Wälder der Insel. In den Hochlagen findet sich das wahrscheinlich letzte Ökosystem der Welt, das von japanischen Zedern dominiert wird. Einige dieser uralten Bäume - sogenannte Yakusugi - wachsen bereits seit der Jomon-Zeit, der Vorgeschichte Japans, und überstanden jahrhundertelange Abholzung. Ihre mystische Erscheinung inspirierte Hayao Miyazaki zu seinem Animationsfilm "Prinzessin Mononoke". 1993 wurde Yakushima als erste japanische Naturstätte in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen - ein Zeichen für ihre herausragende Artenvielfalt. Über 1.900 Pflanzenarten, darunter zahlreiche Endemiten, prägen die Insel. Doch der Massentourismus stellt eine wachsende Bedrohung dar: Jährlich besuchen mehr als 250.000 Menschen die nur 13.000 Einwohner zählende Insel. Besonders gefährdet sind empfindliche Ökosysteme wie der Strand von Nagata, das größte Brutgebiet der Unechten Karettschildkröte im nördlichen Pazifik. Doch nicht nur der Tourismus, sondern auch der steigende Meeresspiegel und die Verschmutzung durch Plastikmüll setzen der Insel zu. Lange Zeit prägten menschliche Eingriffe das Gesicht Yakushimas. Heute steht der Schutz und die Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts im Vordergrund, um dieses einzigartige Naturjuwel zu bewahren.

Danach

Kasachstan 17:05

Kasachstan: Land zwischen den Kontinenten

Land und Leute

Mit 2.800 Kilometern Ausdehnung gilt Kasachstan als das Herz Zentralasiens - ein Reich zwischen Wüste, Steppe und schneebedeckten Bergen. In der einstigen Sowjetrepublik treffen unberührte Natur, geologische Wunder und Spuren der Geschichte aufeinander. Im Westen zieht sich der Ural als Grenzfluss zwischen Europa und Asien durch die Steppe. Hier arbeiten Nurbolat und Yerbol, Fährmänner zwischen den Kontinenten, die ihr Boot mit purer Muskelkraft über den Fluss ziehen. Weiter südlich liegt das geheimnisvolle Ustjurt-Plateau mit seinen bizarren Felsformationen und den kugelrunden Steinen des Torysh-Tals, ein Naturphänomen, das Geologen wie Bekbolat Tolegenuly fasziniert. Im Nordosten zeugt Semipalatinsk von einer düsteren Vergangenheit: Über 450 sowjetische Atomtests verwandelten das Gebiet in eine radioaktive Wüste. Heute dokumentiert die Wissenschaftlerin Maira Abenova die Rückkehr des Lebens in die geschundene Landschaft. Doch Kasachstan ist auch ein Land der Neuanfänge. In den Tälern des Tian-Shan-Gebirges wächst der wilde Urapfel - die Wiege aller heutigen Apfelsorten. Und im modernen Kapchagay, dem "Vegas der Kasachen", feiern junge Frauen wie Elvira selbstbewusst ihr neues Lebensgefühl zwischen Tradition und Moderne. Kasachstan, ein Land, das sich neu erfindet, zwischen Steppengras und Neonlicht, zwischen Vergangenheit und Aufbruch, zwischen Europa und Asien.

Tasmanien - Insel am Ende der Welt 17:50

Tasmanien - Insel am Ende der Welt

Land und Leute

Tasmanien - die Insel südlich von Australien - ist ein Traumziel für Abenteuerlustige. Hier gibt es auf einer Fläche so groß wie Irland eine Mischung spektakulärer Landschaften: Hochalpine Gebirge wie in der Schweiz, liebliche Hügel wie in England, und kilometerlange, menschenleere Sandstrände. Europäische Einflüsse prägen das Leben in der bunten und weltoffenen Hauptstadt Hobart. Lieblingssatz der Tasmanier: "No worries" - wozu sich Sorgen machen. Auch Carleeta Thomas stellt sich mit großem Optimismus ihren Herausforderungen. Die junge Frau ist Nachkomme der Palawa, der Ureinwohner, die Tasmanien vor Ankunft der englischen Eroberer vor rund 200 Jahren besiedelten. Sie will die Tradition ihrer Vorfahren bewahren, aber gleichzeitig das Leben in der Großstadt auskosten - ein Balanceakt. Der Film begleitet Carleeta und ihre Nichte Kasey auf einer Wanderung zum Wukalina, dem heiligen Berg der Palawa, und begibt sich mit ihr auf eine Spurensuche nach ihren Wurzeln. Brett Brady ist einer der letzten Einwohner einer Geisterstadt mitten im Tasmanischen Regenwald. Strathgordon war vor 50 Jahren urbaner Mittelpunkt einer Megabaustelle. Bis zu 2000 Menschen errichteten die 140 Meter hohe Staumauer - eine der höchsten Talsperren Australiens. Heute ist die ehemalige Stadt zu weiten Teilen wieder vom Urwald überwuchert. Doch manchmal hört Brett, der als Mechaniker den Staudamm wartet, noch die Stimmen ehemaliger Einwohner. Kate Mooney zieht auf ihrer Farm auf Flinders Island die Babys überfahrener Wombats auf. Die kleinen Beuteltiere brauchen viermal am Tag die Flasche - eine Sisyphusarbeit. 300 hat sie schon großgezogen, und sich damit den Ehrentitel "Wombat-Lady" verdient.

Tasmanien - Australiens grüne Insel 18:35

Tasmanien - Australiens grüne Insel

Land und Leute

Tasmanien - Australiens grüne Insel - ist für Menschen, die Natur und Einsamkeit suchen, ein Traumziel. Auf einer Fläche so groß wie Irland leben etwas mehr als eine halbe Million Menschen, die meisten von ihnen in der quirligen Hauptstadt Hobart und in der Hafenstadt Launceston. Der Westen Tasmaniens ist fast unbewohnt. Hier wächst ein undurchdringlicher Regenwald - ein Naturparadies voller Farne und bis zu 100 Meter hohen Baumriesen. Die Dokumentation begleitet eine Reihe von Menschen, die sich dem Leben mit der - zum Teil ungezähmten - Natur stellen. Yoav Bar-Ness erforscht die Baumkronen von Urwaldriesen. Die zum Teil mehrere hundert Jahre alten Eukalyptusbäume bergen eine Vielzahl von noch unerforschten Insekten. Yoav hangelt sich an einem Kletterseil in die Baumkronen und sammelt auf einem Ast in 30 Metern Höhe Bodenproben. Sarah Woodruff lenkt einen schweren Viehtransporter über die kurvigen Straßen des Tasmanischen Hinterlands. Ihre Ladung: Bis zu 400 Schafe. Die junge Frau wurde vom Fleck weg für diesen schwierigen Job engagiert. Ihre Qualifikation: Sie verliert nie die Ruhe, wenn es darum geht, die störrischen Tiere von der Weide auf ihren Lkw zu treiben. Giftschlangen in Häusern und Gärten sind in Tasmanien ein verbreitetes Problem. Freiwillige fangen die Reptilien ein und setzen sie in der Natur wieder aus. Sally Wilson war eine von ihnen - bis sie selbst von einer Tigerotter gebissen wurde. Der Film begleitet Wilson dabei, wie sie ihre Angst überwindet - indem sie erneut versucht, eine Giftschlange zu fangen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

"Mit offenen Karten im Fokus": Täglich drei Minuten Aktuelles und Analysen.

Re: 19:40

Re:: Haute Cuisine für Alle!

Reportage

Tief im Süden von Frankreich, in Narbonne, empfängt das "Les Grands Buffets" jeden Tag um die 1.000 Gäste - 500 mittags und 500 zum Diner. Der ehemalige Theaterschauspieler Louis Privat hat mit dem Haute-Cuisine-Tempel eine Welt wie aus einer anderen Zeit erschaffen: Die Kellner in Livree, die Buffets aus Messing, die Silberwaren im Jugendstil. Und das mitten im Industriegebiet, in einem Zweckbau, in dem auch eine Eissporthalle und ein öffentliches Schwimmbad untergebracht sind. Der umtriebige Patron will nichts weniger als das kulturelle Erbe der Franzosen bewahren: die Haute Cuisine. Sein Idol: der legendäre Koch Auguste Escoffier, der die französische Spitzenküche prägte wie kein Zweiter. Nach Escoffiers Kochbuch vom Anfang des 20. Jahrhunderts wird im "Les Grands Buffets" gekocht: "Das ist unsere Bibel", sagt Louis Privat. Weil er vom Theater kommt, ist hier alles eine große Inszenierung: die Präsentation der Speisen, die verschiedenen Speisesäle, der Auftritt der Köche und Kellner. Und wenn die "Blutente" zubereitet wird, läuft dazu Wagners "Walkürenritt". Doch Louis Privat hat sich auch von den sozialen Arbeitsbedingungen inspirieren lassen, die sein Vorbild Escoffier einführte. Die Löhne sind übertariflich, die Angestellten haben 3,5 Tage Freizeit pro Woche und wer ein Darlehen braucht, bekommt es von ihm. Die Reportage begleitet einen Tag lang den Chefkoch, die Kellnerin, den Patron und eine Familie aus Toulouse, die dem deutschen Schwiegersohn das Speisen à la française beibringen will.

Kundschafter des Friedens 2 20:15

Kundschafter des Friedens 2

Actionkomödie

Sie waren die Elite unter den Geheimagenten der DDR, die "Kundschafter des Friedens" retteten einst sogar Fidel Castro das Leben. Doch diese Zeiten sind vorbei. Jahre später versammeln sich die gealterten Agenten Falk, Tamara, Locke und Harry zur Beerdigung ihres Mentors Markus Fuchs. Dort bittet sie dessen Tochter Helene um Hilfe: Das Erbe ihres Vaters, die Ernst-Thälmann-Halbinsel auf Kuba, drohe durch ein manipuliertes Testament in die Hände skrupelloser amerikanischer Investoren zu fallen. Die Vier lassen sich auf einen letzten riskanten Coup ein und tauschen das Testament aus. Zum Dank spendiert Helene der Truppe einen endlosen All-inclusive-Urlaub in einem Luxusressort in Varadero, der den Vieren wie der wohlverdiente Lohn für ihr Lebenswerk erscheint. Doch bald entdeckt Falk, dass Helene selbst ein falsches Spiel treibt und mit einem korrupten Geheimdienstgeneral gemeinsame Sache macht. Die Kundschafter stehen vor einer Entscheidung: Halten sie am süßen Leben unter der Sonne fest? Oder riskieren sie alles, um die Wahrheit ans Licht zu bringen und auf Kuba wieder Ordnung zu schaffen? "Kundschafter des Friedens 2" ist die Fortsetzung der erfolgreichen Agentenkomödie von Regisseur Robert Thalheim und wird erstmals auf ARTE ausgestrahlt, zusammen mit einer Wiederholung des ersten Teils. Im Fokus steht das titelgebende Dreamteam, bestehend aus Henry Hübchen, Katharina Thalbach, Thomas Thieme und Winfried Glatzeder auf ihrer wahrscheinlich letzten Mission. Ihnen gegenüber stehen Corinna Harfouch und Alberto Ruano.

Kundschafter des Friedens 21:45

Kundschafter des Friedens

Actionkomödie

Die Entführung eines Präsidentschaftskandidaten in einer ehemaligen Sowjetrepublik gibt vier Agenten des DDR-Auslandsgeheimdienstes die Chance, in ihren alten Beruf zurückzukehren. Agenten wurden in der DDR euphemistisch "Kundschafter des Friedens" genannt. Jochen Falk und seine in die Jahre gekommenen Kumpels kümmern sich um Technik, Logistik und die Herzen der Frauen. Falk hat einen persönlichen Grund für diese Mission: Sein alter Widersacher beim BND, Frank Kern, der ihn einst enttarnte und ihm dann die Frau ausspannte, wurde gemeinsam mit dem Kandidaten in Katschekistan entführt. Begleitet werden die vier Spionageveteranen von der BND-Agentin Paula. Doch die Methoden der Kundschafter taugen nur bedingt in der Gegenwart. So hat Jaecki Probleme, die Alarmanlage eines Luxushotels lahmzulegen, da die Kabel aus China stammen, und Romeo-Agent Harry scheitert als Herzensbrecher. Doch obwohl weder die Technik aus der Zeit des Kalten Krieges noch die neuesten Gadgets wirklich helfen, gelingt die Befreiung von Präsidentschaftskandidat Kazan und seines deutschen Aufpassers. Die Friedenskonferenz in Bonn, bei der die Ostagenten mit ihrem Kontrahenten aus dem Westen noch eine wichtige Rolle spielen werden, kann beginnen. Robert Thalheim gelang mit dieser Altherren-James-Bond-Komödie ein großer Kinoerfolg. Neben den vier ostdeutschen Schauspielstars Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Thomas Thieme und Winfried Glatzeder brilliert auch Jürgen Prochnow als ihr Westkontrahent.

Paris Paloma - Sounds Like Art 23:10

Paris Paloma - Sounds Like Art: Museum voor Schone Kunsten, Gent

Kunst und Kultur

"Sounds Like Art" lädt Musiker und Musikerinnen dazu ein, inmitten von Kunstwerken in einem europäischen Museum aufzutreten. In dieser Folge ist Paris Paloma im ältesten Museum Belgiens, dem MSK Gent ("Museum voor Schone Kunsten Gent"/"Museum für Schöne Künste Gent"), zu erleben. Inspiriert von der neuen Ausrichtung des Museums auf das Vermächtnis der Künstlerinnen und Künstler in seiner Sammlung, spricht Paris Paloma über die feministischen Wurzeln ihrer Kunst, toxische Männlichkeit und die "Manosphere". "Sounds Like Art" taucht zum ersten Mal in die bizarre Welt von Hieronymus Bosch ein. Begleitet von den Liedern Paris Palomas gibt diese Folge auch Einblick in die Restaurierung des Genter Altars von Jan und Hubert van Eyck, der sonst in der St.-Bavo-Kathedrale untergebracht ist. Paris Palomas Leidenschaft für die Kunst zeigt sich eindrucksvoll in ihrer Auseinandersetzung mit Camille Claudel und deren prägendem Einfluss auf das Werk ihres Geliebten Auguste Rodin. Gleichzeitig befasst sie sich mit dem Erbe von Mela Muter und Elisa de Gamond. Insbesondere der Feminismus von Elisa de Gamond prägte Generationen belgischer Künstlerinnen und Künstler sowie Aktivistinnen und Aktivisten. In den prächtigen Räumen des Museums präsentiert Paloma einzigartige Arrangements ihrer Songs. Das Konzert gipfelt spät in der Nacht in einem akustischen Soloauftritt auf den Stufen des Museums. Ein erfrischend unkonventioneller Dialog zwischen Kunst und Musik und die Begegnung zwischen einer der angesagten unabhängigen Stimmen der Popmusik und einem versteckten Juwel unter den Kunstinstitutionen.