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TV Programm für ARTE am 07.04.2026

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Macron - Merz: Hinter den Kulissen der Macht 22:30

Macron - Merz: Hinter den Kulissen der Macht: Europa auf dem Prüfstand

Dokumentation

Die Anfänge zwischen Macron und Merz sind vielversprechend, dann wird es komplizierter. Die ursprüngliche, positive Dynamik wird durch die geopolitische Realität und interne Spannungen ausgebremst. Für die Ukraine ist kein Frieden in Sicht und Wladimir Putin verstärkt den Druck in Form von Fake News und Drohnenüberflügen innerhalb der EU-Außengrenzen. Europa bleibt standhaft: Es hält die Unterstützung für die Ukraine aufrecht und stärkt seine Ostflanke. US-Präsident Donald Trump wird zu einem feindseligen Verbündeten, der mit erhöhten Zöllen droht und Ansprüche auf das dänische Staatsgebiet Grönland erhebt. Paris und Berlin bieten weiterhin die Stirn und verstärken ihre militärische Präsenz im Hohen Norden. Trotz der transatlantischen Affinitäten von Merz wird der deutsch-französische Schulterschluss bei einem Abendessen im Fort de Brégançon und anlässlich eines gemeinsamen Verteidigungs- und Sicherheitsrats in Toulon bekräftigt. Doch dann bröckelt es von innen. Konfrontiert mit einer neuen, innenpolitischen Krise, lehnt Macron das EU-Mercosur-Abkommen ab und torpediert damit die deutschen Bemühungen, neue Absatzmärkte für die notleidende Wirtschaft zu finden. Auch das deutsch-französisch-spanische Programm Future Combat Air System (FCAS) zur Entwicklung von Kampfflugzeugen der Zukunft und Symbol der deutsch-französischen Ambition, scheitert vorerst, weil sich die Industrie nicht einigen kann. Schließlich zieht Macron eine Trumpfkarte: Er bietet an, den nuklearen Abwehrschirm Frankreichs auf Deutschland und sieben weitere Nachbarländer auszuweiten - für ein starkes Europa!

Danach

Ungarn: Europas Populistenschmiede 23:20

Ungarn: Europas Populistenschmiede

Dokumentation

Zur Sicherung seines Machterhalts änderte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán Verfassung und Wahlgesetz, zentralisierte die Medien. Befreundete Oligarchen "kauften" die meisten unabhängigen Journalistinnen und Journalisten, die seither regierungstreu berichten. Zu den neuen Ultrareichen in Ungarn zählt auch Orbáns Freund aus Kindertagen, der frühere Klempner Lorinc Mészáros, der dank zahlreicher öffentlicher Aufträge mit undurchsichtigen Vergabebedingungen zum reichsten Mann des Landes avancierte. Orbáns autoritärer Regierungsstil, die sogenannte "illiberale Demokratie", dient gleichgesinnten europäischen Amtskollegen inzwischen als Blaupause. Im alle zwei Jahre stattfindenden "Budapester Demographie-Gipfel" - eine Veranstaltung gegen Einwanderung und zur Förderung des völkischen Nationalismus - vereint er die großen rechten Stimmen Europas um sich und stützt deren Wahlkampagnen. Ungarn, mit Orbán an der Spitze, gilt als Herzstück eines großen paneuropäischen Rechtsbündnisses, das sich in Brüssel mit den "Patrioten für Europa" eine eigene Fraktion geschaffen hat. Als unverhohlene Anlehnung an die Politik des US-Präsidenten Donald Trump lautet deren Slogan: "Make Europe Great Again". Untermauert von Zeitzeugenaussagen und Expertenmeinungen, einige davon ehemalige Verbündete Viktor Orbáns, analysiert die Dokumentation, wie es dem starken Mann in Ungarn gelang, an die Macht zu kommen und diese seit mehr als 15 Jahren an sich zu binden. Wie wurde seine Methode nach Italien, Frankreich, Österreich und Brüssel exportiert? Und warum könnte die "illiberale Demokratie" langfristig die führende Politikform in Europa werden?