13:10
(1): China: Marc Ribouds politischer Blick durch die Kamera (2): Belgien: Seelennahrung Pommes (3): Hawaii: Nates Schweinefleisch mit Taro (4): Puy-de-Dôme: Wo Blaise Pascal ordentlich Luft holte
14:00
London, 1872: Der reiche Gentleman Phileas Fogg wettet mit anderen Mitgliedern des Reform Clubs, dass es möglich ist, in 80 Tagen die Welt zu umrunden. Um dies zu beweisen, tritt er am selben Abend mit seinem treuen Diener Jean Passepartout die große Reise an. Die erste Etappe führt Fogg und Passepartout mit dem Zug nach Dover, um von dort aus den Ärmelkanal mit dem Schiff zu überqueren. Weiter geht es nach Paris. Dort treffen sie zunächst auf den berühmten Wissenschaftler Louis Pasteur. Mit seiner Hilfe können sie eine nagelneue Flugmaschine des Erfinders Lenoir testen. Aufgrund einer Bruchlandung im Kolosseum in Rom müssen Fogg und Passepartout die nächste Etappe mit dem Schiff antreten. An Bord des Schiffes, das die beiden nach Bombay bringt, ist bereits der übereifrige Londoner Detektiv Mister Fix. Nach einem Banküberfall in London glaubt dieser, dass es sich bei dem gesuchten Täter um Phileas Fogg handelt. Um Fogg zu überführen, reist er den zwei Freunden hinterher. Nachdem die zwei Reisenden in Bombay sicher von Bord gegangen sind, gelangen sie in den Dschungel. Dort wollen die Abenteurer die wunderschöne Prinzessin Aouda retten. Diese soll gemäß den örtlichen Sitten mit der Leiche ihres verstorbenen Mannes verbrannt werden. Erster Teil der Romanadaption von Buzz Kulik aus dem Jahr 1989.
15:30
Dank der Verkleidungs- und Schauspielkünste von Jean Passepartout können Phileas Fogg und sein Diener die Prinzessin Aouda vor dem Tod auf dem Scheiterhaufen bewahren. Den Reisenden gelingt die Flucht aus dem Dschungel und sie beschließen, Prinzessin Aouda von Indien weg mit nach Hongkong zu nehmen. Auf dem Weg dorthin gerät das Trio in die Fänge von Banditen. Erst im letzten Augenblick können sie sich retten und sicher im Hotel ankommen. Inzwischen glauben die Mitglieder des Londoner Reform Clubs, dass Foggs Reise mit seinem vermeintlichen Tod ein frühes Ende gefunden hat. Erneut trifft Passepartout auf Detektiv Fix, der von den Plänen der beiden Abenteurer wusste und ihnen gefolgt ist. Obwohl Passepartout von Fix betäubt wurde, schafft er es, auf das frühzeitig ablegende Schiff nach Yokohama zu gelangen. Weniger Glück haben hingegen Fogg und Prinzessin Aouda. Sie verpassen das Schiff und müssen daraufhin auf dem Frachter von Captain Bunsby anheuern. Was sie nicht wissen: An Bord ist auch Detektiv Fix. Als auch noch ein gewaltiger Sturm losbricht, der das Schiff zum Kentern bringt, können sich Fogg, Prinzessin Aouda und Detektiv Fix mit letzter Kraft in ein Rettungsboot flüchten. Schließlich erreicht das Trio sicher den Hafen von Yokohama, wo neue Herausforderungen warten. Zweiter Teil der Romanadaption von Buzz Kulik aus dem Jahr 1989.
17:00
In Yokohama angekommen, stößt Jean Passepartout wieder auf Phileas Fogg und Prinzessin Aouda. Nach einigen Abenteuern in der japanischen Stadt macht sich das Trio auf den Weg nach San Francisco. Dort muss sich Fogg einer Mutprobe stellen. Denn inzwischen interessiert sich nicht nur er, sondern auch der Revolverheld Jesse James für die schöne Prinzessin Aouda. Jesse James fordert Fogg zum Duell heraus, das durch einen Angriff amerikanischer Ureinwohner unterbrochen wird. Jesse James und den Angreifern entkommen, reisen Fogg, Passepartout und Aouda mit der Eisenbahn nach New York. Von dort aus überqueren sie den Atlantik in Richtung England. Bei der Ankunft in England, kurz bevor die Wette gewonnen werden kann, wird Fogg von Detektiv Fix und der Polizei empfangen. Sie glauben noch immer, Fogg wäre der Bankräuber von London, und verhaften ihn. Es scheint, als seien alle Bemühungen, die Welt in 80 Tagen zu umrunden und somit die Wette zu gewinnen, umsonst gewesen ... Letzter Teil der Romanadaption von Buzz Kulik aus dem Jahr 1989.
18:45
(1): Chinkali - Ein Bissen Georgien (2): Nostalgiegeschmack: Natia, eine Georgierin in England (3): Ran an die Töpfe!
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
Der Alltag in den "Quartiers Nord" von Marseille ist geprägt vom Drogenhandel und von Bandenkriegen mit Dutzenden Toten. Der französische Staat bekommt die Situation seit Jahren nicht unter Kontrolle, die Folge sind Zukunftsängste und Hoffnungslosigkeit. Diesen Zustand will Amine Kessaci verändern. Der 21-Jährige ist Gründer des Vereins "Conscience". Vor Ort und in der Stadtpolitik setzt dieser sich für bessere Lebensbedingungen in den Vierteln ein und unterstützt Familien, die - wie Kessacis eigene - Angehörige im Bandenkrieg der Drogendealer verloren haben. Ein Lichtblick in den Sozialbauvierteln ist ein umgebauter Feuerwehrbus, der medizinische Hilfe bringt. Der Allgemeinmediziner Slim Hadiji und sein Team bieten Gesundheitsvorsorge und Informationsveranstaltungen an, aber auch Hausbesuche und Begleitung zu Arztterminen. Sie kümmern sich um Menschen, die sonst kaum oder keine Hilfe erreicht. Eine wichtige Anlaufstelle und ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche der Problemviertel ist der Fußballverein FCL Malpassé. Die Trainer sind rund um die Uhr erreichbar und wollen den Heranwachsenden nicht nur einen sicheren Ort, sondern auch Perspektiven durch den Sport bieten.
20:15
In Anlehnung an den Bestseller "Gefährlich lecker" (2023) des Arztes Chris van Tulleken deckt der Dokumentarfilm "Fix und fertig: Wenn Essen süchtig macht" die oft unbekannten Schattenseiten gängiger Ernährungsgewohnheiten auf. Die heute existierende Vielfalt an hoch verarbeiteten Lebensmitteln ist Fortschritten im Bereich der Chemie und der Erforschung des Verbraucherverhaltens geschuldet. Diese von findigen Wissenschaftlern entwickelten und von Marketingexperten clever beworbenen Lebensmittel warten mit einer ganzen Reihe von Vorzügen auf: Sie schmecken nicht nur, sondern sind auch praktisch, lange haltbar und sehr kostengünstig. Doch immer mehr Studien stellen einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fertigkost und schwerwiegenden Gesundheitsschäden her. Sie soll unter anderem für bestimmte Krebsarten, Demenzerkrankungen und Darmentzündungen verantwortlich sein. Nun enthüllen ehemalige Angestellte der Lebensmittelindustrie, wie diese Produkte gezielt unwiderstehlich gemacht werden. Dafür scheuen die Hersteller keine Mittel: So wird beispielsweise die "Köstlichkeit" von Eis mittels Messung der Hirnströme bewertet; sogar das Brechgeräusch der Waffel wird analysiert und optimiert. Der Konsum von Fertiggerichten explodiert und die Profite der Hersteller gehen durch die Decke. Doch strengere Kontrollen sind unverzichtbar. So haben einige lateinamerikanische Länder bereits die einschlägigen Bestimmungen verschärft. Beispielsweise konnte ein kolumbianischer Senator verpflichtende Warnhinweise auf Verpackungen und eine Sondersteuer für hoch verarbeitete Lebensmittel durchsetzen. Angesichts der gravierenden Folgen des Verbrauchs von Fertigkost stellt sich die Frage, ob sich die Menschen nicht besser und vor allem gesünder ernähren könnten, wenn sie wieder selbst kochen würden.
21:40
Sind Mikroben zwangsläufig schädlich? Weil sie als gefährliche Krankheitserreger gelten, versucht der Mensch, sie mit allen Mitteln zu eliminieren - dabei sind 99 Prozent der Mikroben lebensnotwendig. Forschungen haben gezeigt, dass die fehlende Vielfalt von Flora und Fauna in zubetonierten Stadtgebieten, eine übertriebene Hygiene sowie die Keimabtötung in Wohnräumen und verarbeiteten Lebensmitteln zu einer gestörten Darmflora bei Kindern führen. Das schwächt ihr Immunsystem und kann chronische Krankheiten begünstigen. Biodiversität ist eine lebenswichtige Ressource, deren Verlust weitreichende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben kann. Die sogenannten Zivilisationskrankheiten scheinen ihren Ursprung in diesem Naturverlust zu haben: Asthma, entzündliche Darmerkrankungen, Diabetes, Fettleibigkeit, psychische Störungen, Depressionen, sogar Krebs und Alzheimer. Sie alle scheinen etwas gemeinsam zu haben - nämlich eine mikrobielle Dysbiose, ein Ungleichgewicht des Immunsystems und niedriggradige Entzündungen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse haben politische Konsequenzen, nicht zuletzt für die Planung von Städten, Schulen oder Krankenhäusern - denn sie legen nahe, dass der Schutz der Biodiversität für den Erhalt unserer Gesundheit unverzichtbar ist.
23:20
Wie finanzieren wir die Altersvorsorge? Diese Frage treibt insbesondere Regierungen der europäischen Staaten um. Denn Europa ist heute mehr denn je ein "alter Kontinent": Schon im Jahr 2020 machten Menschen jenseits der 65 Jahre etwa ein Fünftel der europäischen Bevölkerung aus, und laut Prognosen wird ihr Anteil bis 2100 auf mindestens ein Drittel ansteigen. Die Lösung überlassen viele Staaten privaten Unternehmen. Diesen ist jedoch der wirtschaftliche Nutzen weit wichtiger als das Wohlergehen der Menschen. Und so wird die zunehmende Alterung der Gesellschaft zur wahren Goldgrube für große Ketten wie Korian und DomusVi aus Frankreich. Sie setzen auf den Ausbau des Angebotes an häuslicher Betreuung, Seniorenresidenzen und Wohngemeinschaften im eigenen Land, aber auch auf internationaler Ebene. DomusVi ist zum Beispiel Marktführer in Spanien. In Deutschland werden polnische Haushaltshilfen oft ausgebeutet, in Frankreich floriert der Markt des betreuten Wohnens und im Vereinigten Königreich ist der Sektor ein Spielball der Finanzmärkte. Diese Privatisierung und deren teilweise katastrophalen Folgen stehen im Mittelpunkt dieses Dokumentarfilms. Das Gegenbeispiel - das vielgepriesene öffentliche System in Skandinavien - wird hingegen so teuer, dass die Gemeinden ihre Investitionen reduzieren müssen. Welche Zukunft steht den heutigen Seniorinnen und Senioren bevor, und wie können junge Generationen vorsorgen? Die Dokumentation blickt auf die Entstehung, die Mängel und die Widersprüchlichkeiten eines Systems und hinterfragt das gesellschaftliche Bild des Alters.