Unter den Hinterbliebenen der Opfer des Schiffsunglücks steht Marie zunehmend im Mittelpunkt. Nach ihrer erfolgreichen Protestaktion wird sie in den Medien zur Stimme der Familien. Ihre Kolleginnen aus der Fischfabrik feuern sie an und bestärken sie. Gemeinsam mit Anwalt Christophe Costil bespricht Marie das weitere Vorgehen, und zwischen den beiden knistert es zunehmend. Die Bergung der "Bugaled Breizh" bringt für die Familien traurige Gewissheit. Unter den geborgenen Leichen ist auch die von Tristan. Seine Beerdigung ist ein schwerer Moment für alle, aber auch Anlass, noch entschlossener für Aufklärung zu kämpfen. Mit Hilfe modernster Technik wird analysiert, wie der Fischkutter gesunken ist - innerhalb von nur 37 Sekunden. Gleichzeitig bereitet sich Marie auf ihren ersten großen Medienauftritt vor. Ein Fernsehinterview in Paris soll noch mehr Aufmerksamkeit bringen und die Forderungen der Familien unterstützen. Doch das Gespräch verläuft anders als geplant, Marie wird unerwartet aus der Fassung gebracht und fühlt sich instrumentalisiert. Das lässt sie sich nicht bieten. Einmal mehr wird klar: Der Kampf ist noch nicht vorbei.
Der deutsche Rüstungsmanager Peter Richter wird kurz nach seiner Ankunft in Algier zusammen mit seinem Personenschützer entführt. Ein Wachmann wird dabei brutal getötet. Über die Entführer scheint bei den algerischen Behörden Unklarheit zu herrschen. Allerdings gibt man sich auch wenig Mühe, die deutsche Botschaft und das Auswärtige Amt bei der Suche nach den Entführten zu unterstützen. Die neue Leiterin der Abteilung Nahost im Auswärtigen Amt, Katharina Prinz, die zuvor Botschafterin in Algerien war, bittet Ralf Eley, den BKA-Verbindungsmann in der Botschaft, eigene Ermittlungen anzustellen. Der hat neben guten Kontakten zu Informanten auch eine geheime Beziehung mit der Untersuchungsrichterin Amel Samraoui, der Ziehtochter des mächtigen Generals Soudani. Dieser hat eine Großbestellung über 20.000 Sturmgewehre in Deutschland aufgegeben, die Katharina Prinz wegen des Verdachts auf Korruption stoppen möchte.
Zwei Entführer prügeln in einem Kellerloch aus Richter, der bis vor kurzem noch für den Waffenhersteller Meininger-Rau gearbeitet hat, Details über den Transport der Sturmgewehre aus Deutschland nach Nordafrika heraus. Ganz offensichtlich wollen sie diese Waffen in ihre Hände bringen, um in ihrer Heimat Veränderungen herbeizuführen. Zugleich stellen sie eine hohe Lösegeldforderung, mit der sie ihre Aktionen und weitere Waffenkäufe finanzieren wollen. In Berlin arbeitet der Waffenlobbyist Reinhold Wegner mit allen Mitteln daran, den verabredeten Waffendeal doch noch zum Abschluss zu bringen. Dafür versorgt ihn eine Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes mit geheimen Informationen.
Ralf Eley muss erkennen, dass die algerischen Behörden bei der Identität der Entführer offenbar weiterhin im Dunklen tappen und dass die Zuordnung zum islamistischen Täterkreis eine bloße Behauptung ist. Er dringt in die Hotelsuite des alerten Waffenhändlers Alexis Clérel ein und findet dort einen Zettel mit der Telefonnummer eines gewissen Djamel Benmedi. Der ist, wie Ermittlungen der deutschen Behörden ergeben, derzeit in Deutschland. Außerdem hört Eley, wie Clérel seinem Geliebten einen Treffpunkt mit den Entführern in der Kabylei nennt. Als Eley dem Waffenhändler dorthin folgt, wird er Zeuge, wie Clérel und sein Liebhaber von den Entführern kaltblütig ermordet werden.
Die Entführer nehmen Eley gefangen und bringen ihn in ihr Versteck, wo er auf Richter trifft und letztendlich begreift, dass das Kidnapping eine Tat junger Idealisten ist, die mit Oberst Toumi einen einflussreichen Verbündeten im Umkreis Soudanis haben. Da die algerische Armee sich an Eleys Spuren geheftet hat, kann sie das Versteck massiv angreifen. Eley und der schwer verletzte Sadek überleben, fallen aber kurz darauf in die Hände von Al-Kaida-Terroristen, die ein Lösegeld erpressen wollen. Derweil kommt es auch in Berlin zum Showdown ...
Das Hintergrundbild "Bliss" ist Kult in der digitalen Welt. Die irreal wirkende Landschaft gibt es aber tatsächlich und erzählt sogar eine ungewöhnliche Geschichte. Wie wurde "Bliss" zum weltweit meist gesehenen Bild des 21. Jahrhunderts? Der Fotograf Charles O'Rear berichtet.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.