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TV Programm für ARTE am 14.06.2026

Europas große Filmpaläste 05:15

Europas große Filmpaläste: Nationales Filmtheater Uránia, Budapest

Dokumentation

Das Nationale Filmtheater Uránia in Budapest wurde in einer Zeit eröffnet, als das Kino noch in den Kinderschuhen steckte. Um die Jahrhundertwende wurden hier die ersten Filme gezeigt. Von dem deutschen Architekten Henrik Schmahl 1896 als Varieté Theater erbaut, gilt dieser Filmpalast bis heute als architektonisches Wahrzeichen der Donaumetropole. Die Fassade, die Foyers und der große Saal im Stil der maurischen Architektur machen dieses Kino zu einer Stilikone des späten 19. Jahrhunderts. Betrieben von der Budapester Uránia, einer wissenschaftlichen Gesellschaft, wendet sich das Varieté Theater an ein breites Publikum. Auch Künstlerinnen und Künstler treten weiterhin auf. Für die Tänzerin Isadora Duncan beginnt hier ihre Weltkarriere. Heute ist es die erste Kinoadresse in Ungarn. Nationale und internationale Filmstars und Regisseure feiern hier Premieren. Mit 425 Plätzen ist das Uránia einer der ältesten vollständig erhaltenen Filmpaläste Europas.

Die neue Hand - Geschichte einer Transplantation 05:40

Die neue Hand - Geschichte einer Transplantation

Dokumentation

Nach einer Blutvergiftung müssen der Finnin Arja Ahtaanluoma beide Arme und Beine amputiert werden. Trotz Prothesen bleibt ihr Alltag stark eingeschränkt; sie ist rund um die Uhr auf Unterstützung angewiesen. Eine Handtransplantation könnte ihr ein Stück Selbstständigkeit zurückgeben - doch der Eingriff ist hochkomplex, risikoreich und wird in Europa bislang nur selten durchgeführt. In Indien werden Handtransplantationen seit 2015 praktiziert. Dort wurden Shreya Siddanagowder als erster Frau weltweit die Unterarme von einem männlichen Spender transplantiert. Arja nimmt Kontakt zu ihr auf, um mehr über den Ablauf der Operation und das Leben nach der Transplantation zu erfahren. Betroffene müssen lebenslang Medikamente gegen Abstoßungsreaktionen einnehmen und eine intensive Reha durchlaufen. Bei Shreya zeigen sich nach dem Eingriff unerwartete Veränderungen: Die anfangs dunkleren, männlich wirkenden Hände werden mit der Zeit schlanker, und der Hautton nähert sich ihrem an. Heute führt sie ein normales Leben. In Finnland ist das Team um Jorma Ryhänen bereit, Arjas Handtransplantation zu wagen. Über sechs Jahre wird jeder Schritt minutiös geplant - von der Operation bis zur Nachsorge. Bei der Transplantation werden Knochen, Muskeln, Gefäße und Nerven miteinander verbunden. Ob es dazu kommt, entscheidet sich jedoch erst mit einem passenden Spender. Denn nur, wenn alle Faktoren übereinstimmen, kann der Eingriff stattfinden. Als schließlich eine passende Spenderhand für Arja gefunden wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

42 - Die Antwort auf fast alles 06:35

42 - Die Antwort auf fast alles: Können wir uns ändern?

Infomagazin

Wer wir sind - ist das Schicksal? Die Suche nach dem Kern des menschlichen Wesens ist alt: Während die Antike den Charakter in Körpersäften wie Galle und Schleim zu finden glaubte, versuchte die Phrenologie des 19. Jahrhunderts, Eigenschaften an der Form des Schädels abzulesen. Inzwischen blickt die Wissenschaft tiefer. Persönlichkeit wird als dynamisches Zusammenspiel aus Genetik, neuronalen Netzwerken, sozialen Beziehungen und Umweltbedingungen verstanden. In der modernen Psychologie dominiert das Big-Five-Modell. Es beschreibt uns anhand von fünf Dimensionen: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus. Doch wie viel Spielraum haben wir innerhalb dieser Koordinaten? Die Psychologieprofessorin Wiebke Bleidorn von der Universität Zürich erforscht, ob sich Neurotizismus gezielt per App reduzieren lässt. Dabei ist der Mensch kein isoliertes Projekt. "Die Bedeutung sozialer Einflüsse kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden", betont Franz Neyer von der Universität Jena. Unsere Umwelt fungiert als unsichtbarer Architekt unserer Identität. Zwischen dem biologischen Erbe und dem Wunsch nach Optimierung stellt sich die Frage: Wie viel von unserem Ich können wir tatsächlich selbst gestalten - und wo liegen die Grenzen der Selbsterfindung?

Leben aus dem All 07:00

Leben aus dem All: Schwarze Löcher

Astronomie

Immer mehr deutet darauf hin, dass Schwarze Löcher die Bedingungen für Leben geschaffen haben - und das bereits vor mehr als zehn Milliarden Jahren und überall im Universum. Es gibt Hunderte Milliarden Galaxien im All, und im Zentrum der meisten wird ein supermassereiches Schwarzes Loch vermutet. Sie wirken überall im Kosmos. Je weiter die Forscher zurück in die Vergangenheit blicken, umso größere Schwarze Löcher entdecken sie - Objekte mit Milliarden Sonnenmassen und enormen Jets, die viele Lichtjahre weit ins All strahlen. Mit diesen Jets haben Schwarze Löcher einst die Grundlagen für Leben geschaffen, sagt die Astrophysikerin Aurora Simionescu, die am SRON Netherlands Institute for Space Research in Utrecht forscht. Sie hat die Verteilung lebenswichtiger Elemente an unterschiedlichen Orten im Weltraum untersucht. Dabei stellte sie fest, dass diese Elemente überall vorhanden sind: Ob in Millionen Lichtjahre entfernten Galaxien, im leeren Weltraum zwischen den Sterneninseln oder in unserem heimischen Sonnensystem - überall im Kosmos lagen die lebenswichtigen Elemente im gleichen Mengenverhältnis vor. Es musste eine kosmische Kraft existieren, die die Elemente weit im All verteilt. Volker Springel vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching simuliert mit Supercomputern, wie diese Durchmischung des Alls mit den Elementen des Lebens stattfand. Aber Schwarze Löcher sorgen auch für stabile Galaxien mit lebensfreundlichen Regionen. Ohne das Schwarze Loch im Zentrum unserer eigenen Galaxie wäre auch das Leben auf der Erde nie entstanden. Dafür finden Forscher immer mehr Belege.

Leben aus dem All 07:55

Leben aus dem All: Was brachten Meteoriten auf die Erde?

Astronomie

Heute leben mehr als 30 Millionen Arten auf der Erde. Die chemischen Grundstoffe für dieses vielfältige Leben sind so alt wie unser Sonnensystem selbst: 4,567 Milliarden Jahre. Zu Beginn war die Erde ein mit heißem Magma bedeckter, lebensfeindlicher Ort. Wie wurde aus dem leblosen Himmelskörper der blaue Planet voller Wasser und Leben? Das Leben könnte durch Anstöße aus dem All entstanden sein. Bestimmte Meteoriten, sogenannte kohlige Chondriten, enthalten komplexe Kohlenstoffverbindungen: Aminosäuren, Fettsäuren, Zucker und sogar Nukleobasen - die Grundbausteine des Lebens, die in der menschlichen RNA verbaut sind. Mit Hilfe von Asteroiden und ihren Splitterstücken, den Meteoriten, erreichten diese Bausteine über Millionen von Jahren die Erde. Das könnte den entscheidenden Anstoß für die Entstehung von Leben gegeben haben. Die Meteoritenforscherin Queenie Chan von der Royal Holloway University of London konnte nachweisen, dass lebenswichtige, in Wasser gelöste organische Substanzen die Erde unbeschadet erreicht haben. Thomas Carell von der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist es in einem Versuch gelungen, aus diesen Grundbausteinen RNA herzustellen. Er hatte die Umweltbedingungen der frühen Erde nachgeahmt. Wissenschaftler weltweit finden neue Antworten auf die Frage aller Fragen: Wie entstand das Leben auf die Erde?

42 - Die Antwort auf fast alles 08:50

42 - Die Antwort auf fast alles: Kann KI uns fühlen?

Infomagazin

Aus Angst wegrennen. Wütend verteidigen, was uns wichtig ist. Freude teilen und soziale Bindungen stärken. All das war ein großer Vorteil in unserer Evolution. "Emotionen sind der Grund, warum wir noch am Leben sind", sagt der Psychologe Marcello Mortillaro. Sie sind ein wichtiger Baustein dessen, was menschliches Leben ausmacht. Doch die Frage ist, wie lange wir unsere Gefühle noch für uns behalten können. Intelligenten Maschinen gelingt es immer besser, unsere Emotionen zu erkennen, zu deuten und sogar empathisch darauf zu reagieren. Dies gewinnt permanent an Bedeutung in der Forschung, und die Entwickler von textbasierten KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Gemini lassen ihre Chatbots ständig emotionaler erscheinen. Wie geht das? Leblose Maschine versus lebendige Gefühle - klingt erstmal nach einem Widerspruch. Aber der Mathematiker und KI-Forscher Thorsten Zander sagt: "Leben an sich ist in gewisser Weise algorithmisch." KI-Anwendungen ermitteln emotionale Muster unter anderem anhand unserer Stimmen, unserer Gesichtsausdrücke oder auch durch Körperdaten wie unseren Puls. Das kann die Maschinen einerseits nützlicher für uns machen - etwa, wenn sie uns in Therapien unterstützen. Auch in modernen Autos sind sie teilweise schon verbaut. Erkennt eine KI, dass wir in Stress oder Wut geraten, kann sie uns helfen, ruhiger zu fahren und damit weniger Unfälle zu bauen. Und vielleicht haben wir in Zukunft alle einen persönlichen, künstlichen Assistenten dabei, der uns durch den Alltag hilft.

Tierisch fotogen: Diana Bagnoli aus Italien 09:20

Tierisch fotogen: Diana Bagnoli aus Italien: Menschen lieben Tiere

Kunst und Kultur

Ob als liebevolle Wegbegleiter, skurrile Persönlichkeiten oder beeindruckendes Massenphänomen - Künstler haben erkannt: Tiere bieten weit mehr als das klassische Wildlife-Motiv. Die italienische Fotografin Diana Bagnoli erzählt mit ihren Fotos Geschichten von der oft innigen Beziehung zwischen Menschen und ihren Haustieren. Für ihre Serie "Animal Lovers" sucht sie nach ungewöhnlichen Gefährten - Chamäleons, Nacktkatzen oder Lämmer. Oft sind es Tiere, die von den Porträtierten gerettet wurden. Die intensiven, ästhetischen Porträts erzählen in nur einem Bild eine ganze Geschichte. Die Aufnahmen entstehen in den Wohnungen der Besitzer und zeigen eine enge, manchmal skurril wirkende Verbindung zwischen Mensch und Tier. Mit großer Empathie verbindet Bagnoli einen dokumentarischen Blick mit surrealem Humor. Die zweite Staffel der Dokumentationsreihe "Tierisch fotogen" stellt insgesamt fünf internationale Fotografinnen und Fotografen vor. Die Französin Clarisse Rebotier zeigt Tiere, die Unbehagen oder Angst auslösen: Spinnen oder Ratten. Ihre theatralisch inszenierte, liebevoll-ironische Umsetzung schafft eine neue empathische Perspektive. Der Pole Tomasz Gudzowaty reist mit seiner Mittelformatkamera um die Welt und inszeniert iermotive als große Bildwelten. Die deutsche Fotografin Yana Wernicke widmet sich der Poesie von Nutztieren. Ihre Schwarz-Weiß-Porträts zeugen von großer Einfühlsamkeit. Der Spanier Miguel Vallinas inszeniert Mensch und Tier zu ungewöhnlichen Figuren: Hunde in Anzügen, Vögel in Blumenkleidern gehören zu seinen Motiven.

Twist 09:45

Twist: Chaos im Kopf: Macht ADHS kreativer?

Magazin

"Alle haben ja jetzt ADHS!" Ist das so? Keinesfalls. Es ist keine Modediagnose. In Deutschland sind es 2,5 Prozent bis 4,7 Prozent der Erwachsenen, in Frankreich rund drei Prozent. Viele werden spät diagnostiziert, nach einer Biografie des Kämpfens und Scheiterns. Wie der französische Comic-Künstler Olivier Laude. Er hat sein ADHS-Leben im grellen Turbostil gezeichnet: Der Comic "Tadaaaaah" ist sein Coming-Out als neurodivergenter Künstler und Vater. Auch Musikerin und Schauspielerin Alli Neumann lebt mit ADHS. "Ich kann gar nichts" singt sie in ihrem jüngstem Album - dabei ist sie heute eine der ausdrucksstärksten Sängerinnen des deutschen Pop. In "Twist" spricht sie offen über den Balanceakt als neurodivergente Künstlerin. Menschen mit ADHS tragen ihren Kampf häufig unsichtbar aus. Sie versuchen sich, unter größter Anstrengung anzupassen, "Maskierung" nennt man das. Bei einigen Formen des Autismus und des Tourette-Syndroms ist dies unmöglich: Sie provozieren die Gesellschaft. Regisseur Kirk Jones hat in seinem neuen Kinofilm "Verflucht Normal" ("Plus fort que moi") das Leben des britischen Tourette-Aktivisten John Davidson verfilmt. Turbomodus und Totalblockade: Zwischen diesen Extremen pendeln auch die Lambrini Girls, das feministische Punk-Duo aus Brighton. Sängerin Phoebe hat ADHS, Bassistin Selin ist Autistin. Zusammen machen sie explosiven Punk: "Es fühlt sich an, als würden tausend Bienen gleichzeitig in deinem Gehirn fliegen", so Selin im Interview. Sind ADHS & Co. nicht nur Defizit und Beeinträchtigung, sondern auch kreative Superkraft?

Afrika von oben 10:20

Afrika von oben: Marokko

Landschaftsbild

Als Tor zu Afrika hat Marokko lange Zeit Eroberer angezogen, die alle ihre Spuren hinterlassen haben. Die Hassan-II.-Moschee in Casablanca ist eine der größten Moscheen überhaupt. Das befestigte Dorf Aït-Ben-Haddou ist eine ehemalige Karawanenstadt. Mit seinen Lehmmauern erhebt sich der Ort wie eine Fata Morgana und dient immer wieder als Filmkulisse. Im Marokko von heute trifft die alte Welt auf die neue. Technische Meisterleistungen wie der globale Megahafen Tanger Med und eine der größten Solarfarmen der Welt versetzen in Staunen. Kontrastreiche Landschaften begegnen sich: die Mittelmeerküste mit gemäßigtem Klima, das mächtige Atlasgebirge mit schneebedeckten Gipfeln und die scheinbar endlose Sahara, die größte heiße Wüste der Erde. Außergewöhnliche Menschen nennen dieses Land ihr Zuhause: von traditionellen Berberbauern über Gnawa-Musiker bis hin zu Abenteurern, die sich unter der rauen Wüstensonne bewegen. Alljährlich treten Extremsportler zum Marathon des Sables (MDS) an, einem Lauf durch die Weiten der Sahara. Noch immer ziehen auch Nomaden durch die Wüste. Nur dank der widerstandsfähigen Kamele, die sie begleiten, können sie ihre Lebensweise erhalten. Unter der heißen Sonne gedeihen im Draa-Tal Dattelpalmen. Ein unterirdischer Fluss versorgt die Plantagen und ermöglicht so seit Jahrhunderten das Überleben der Menschen in den Oasen.

Afrika von oben 11:05

Afrika von oben: Äthiopien

Landschaftsbild

In der Provinz Tigray in Äthiopien finden sich uralte christliche Wurzeln. Die ersten Christen schufen einmalige Kulturdenkmäler im massiven Sandstein. Noch heute ist die Stadt Aksum Pilgerstätte für äthiopische Christen. Weiter im Süden ragen im Simien-Gebirge einige der höchsten Gipfel Afrikas empor. Im Hochland auf über 2.200 Meter Höhe leben äußerst seltene Primaten. Die Dscheladas, auch Blutbrustpaviane genannt, ernähren sich ausschließlich von Gras, das es hier reichlich gibt. Der höchstgelegene See Afrikas und größte Äthiopiens ist der Tana-See. Sein Fischreichtum lockt große weiße Pelikane an. Wie seit Jahrhunderten fahren die Fischer mit ihren traditionellen Binsenbooten hinaus und werfen ihre Netze aus. Die Tis-Issat-Wasserfälle gelten als Ursprung des Blauen Nils. Nicht weit von der Hauptstadt Addis Abeba eröffnet sich das Great Rift Valley, der Große Afrikanische Grabenbruch. Diese Täler bilden eine eigene reiche Welt aus Savannen, Wald und sanften Hügeln von einzigartigem Artenreichtum. Die seltenen und wenigen Elefanten am Horn von Afrika sind fast nur aus der Luft zu entdecken.

Afrika von oben 11:50

Afrika von oben: Südafrika

Landschaftsbild

Südafrika - das sind die riesige Kalahari-Wüste im Norden und die langgezogenen Bergketten, die das Land umschließen. Am Westkap hebt Naturschutzfotograf Jean Tresfon mit dem Tragschrauber ab, auf der Suche nach dem perfekten Motiv. Dieses Paradies für Meeresbewohner ist ein Hotspot der Biodiversität. Unzählige Fischarten, Haie und Wale sind zu allen Jahreszeiten anzutreffen. Zu Wasser setzt ein Forschungsteam alles daran, die Buckelwale, die hier vorüberziehen, zu schützen. Biologe Simon Elwen und sein Team erforschen das Verhalten der sanften Riesen, um Kollisionen mit Schiffen zu vermeiden. Gewaltige Ausmaße hat der Zug, der Erze von der Sishen-Mine über 861 Kilometer bis in die Saldanha Bay transportiert. Unweit von Kapstadt erstrecken sich Seetangwälder im Meer, die zu den produktivsten Ökosystemen der Erde zählen. Apnoetaucher Shamir lädt junge Südafrikaner ein, die einzigartige Welt der Großalgen zu erleben. In der Township Masiphumelele bringt Vuyo den Kindern das Skateboardfahren bei und gibt ihnen eine Beschäftigung. Waghalsige Bungee-Springer stürzen sich von Afrikas höchster Brücke. Und im Nordosten des Landes liegt eines der berühmtesten Wildtierreservate der Welt: der Kruger-Nationalpark. Dort kämpfen Wildhüter für das Überleben der Nashörner, damit auch künftige Generationen diese Tiere noch in freier Wildbahn erleben können.

Afrika von oben 12:35

Afrika von oben: Kenia

Landschaftsbild

Fruchtbare Vulkanerde hat im Hell's-Gate-Nationalpark ein Paradies für Pflanzenfresser wie Zebras und Büffel entstehen lassen. Wasser vom Kilimandscharo speist die Graslandschaften im Amboseli-Nationalpark. Die Elefanten wandern von hier zum Tsavo-Nationalpark. Sie vor Wilderei zu schützen, hat sich die Big Life Foundation zur Aufgabe gemacht. Aus der Luft spürt Pilot Craig Miller die Herden auf. Am Boden behalten erfahrene Ranger die Tiere im Blick. Die Versorgung mit Wasser stellt auch das Volk der Massai vor Herausforderungen. Frauen wie Lucy nehmen oft kilometerlange Fußmärsche in Kauf, um ein Wasserloch zu finden. Gibt es kein Wasser mehr für die Herden, zieht das Dorf weiter. Neben den berühmten Savannenlandschaften verfügt Kenia auch über eine 500 Kilometer lange Küste. Meeresschildkröten steuern die Strände an, um ihre Eier abzulegen. Doch ihr Lebensraum ist in Gefahr. Kenias einst unberührte Strände werden immer mehr von angespültem Plastikmüll übersät. Die Frauen aus dem Dorf Watamu organisieren sich, um die Umweltverschmutzung einzudämmen. Jede Woche sammeln sie Plastik vom Strand. Matilda Mathius und ihr Team versuchen so, zur Rettung des Ozeans beizutragen. Eine Herzensangelegenheit.

Elefantenpfad 13:20

Elefantenpfad

Drama

Ruth, eine junge Buchhändlerin aus England, lernt John Wiley kennen, der eine Teeplantage auf Sri Lanka besitzt, und folgt ihm nach der Heirat blindlings nach Asien. Doch schon bald entdeckt sie, dass hinter dem Luxus der Plantage eine dunkle Vergangenheit liegt. Johns Vater Tom erbaute das Anwesen auf einem alten Wanderpfad der Elefanten. Da die Tiere dem Weg zu ihrer Wasserquelle weiter zu folgen versuchen, kommt es immer wieder zu gefährlichen Zusammenstößen mit den Bewohnern der Plantage. Ruth lernt auch das Leben ihres Mannes näher kennen, der sich abends gern mit seinen Trinkkumpanen umgibt und an den Gewohnheiten eines Junggesellen festhält - ein Prolet, der Ruth öfters die kalte Schulter zeigt. Die Ehepartner, die überstürzt geheiratet haben, geraten dadurch immer wieder in Konflikt. Auch das dominante Vermächtnis von Johns verstorbenem Vater und der Diener Appuhamy machen Ruth das Leben schwer. Mit Dick, Johns amerikanischem Aufseher, verbringt die unglückliche Ruth nun viel Zeit und versucht, ihre Sorgen zu vergessen. Als jedoch die Cholera in der Plantage ausbricht, sind alle drei herausgefordert. Ein an Originalschauplätzen gedrehtes Historiendrama mit Elizabeth Taylor.

Des Königs Admiral 15:00

Des Königs Admiral

Abenteuerfilm

In geheimer Mission segelt Kapitän Hornblower mit seiner Mannschaft nach Zentralamerika, um sich mit dem abtrünnigen Don Julian Alvarado gegen Spanien zu verbünden. - Der Film (1951) basiert auf Cecil Scott Foresters berühmter Buchreihe und wurde von der Hollywoodlegende Raoul Walsh verfilmt. Für die Titelrolle konnte Gregory Peck verpflichtet werden. In geheimer Mission segelt Kapitän Hornblower mit seiner Mannschaft nach Zentralamerika, um sich mit dem abtrünnigen Don Julian Alvarado gegen Spanien zu verbünden. Kurz nach den Verhandlungen trifft ein spanisches Schiff ein, das sie als Zeichen ihrer neuen Freundschaft für Don Julian erobern wollen. Nachdem sie das Schiff gekapert haben, nehmen sie die spanische Mannschaft fest - und der Rest der Ladung geht an Don Julian. Hornblower weiß zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht, dass England und Spanien mittlerweile Verbündete sind - gegen Frankreich! Hornblower ist gezwungen, seinen Fehler zu revidieren. Zusammen mit den Spaniern liefert er sich ein Gefecht mit Don Julian, bei dem dieser den Kürzeren zieht und mit seinem Schiff untergeht. Dies ist jedoch erst der Anfang, denn der Kampf gegen die Franzosen steht noch bevor. Zu allem Überfluss verliebt Hornblower sich in Lady Barbara, die vor dem grassierenden Gelbfieber auf der Flucht ist. Hornblower nimmt sie anfangs notgedrungen auf seinem Schiff auf, da sie auf schnellstem Wege nach England zurück möchte. Als sie schwer krank wird, pflegt Hornblower sie liebevoll wieder gesund. Auch sie beginnt, Gefühle für ihn zu hegen. Jedoch scheint ihre frische Liebe aussichtslos, da beide bereits vergeben sind. Ein US-amerikanischer Mantel-und-Degen-Film - üppig und romantisch.

Der Minotaurus, das bin ich! Picasso und die Stiere 16:55

Der Minotaurus, das bin ich! Picasso und die Stiere

Künstlerporträt

In Pablo Picassos berühmten Bild "Guernica" richtet ein Stier den Blick direkt auf den Betrachter. Grimmig thront Spaniens Nationalsymbol über dem Grauen, das nach dem Angriff deutscher Bomber in der baskischen Stadt Guernica herrschte. Stiere waren Picassos große Leidenschaft: die Stiere. Er malte und zeichnete sie, modellierte sie zu Skulpturen. Picasso-Kenner sagen: Es ist der Künstler selbst, der zuschaut. Er habe sich selbst in der Rolle des Minotaurus gesehen, dem menschenverschlingenden Stiermenschen aus der griechischen Mythologie, eine Kreatur von enormer Kraft und Grausamkeit, halb Mensch, halb Stier. Seit Picassos Zeiten hat sich der Blick auf die Corrida grundlegend verändert, sie wird heute als abstoßend und veraltet empfunden. Heute stehen ethische Betrachtungen und Aspekte des Tierwohls im Vordergrund. Für den im französischen Exil lebenden Picasso dagegen bedeutete die Corrida auch eine Erinnerung an sein Heimatland Spanien, in das er seit der Machtübernahme des Diktators Franco keinen Fuß mehr setzte. Auf den Rängen der Arenen im südfranzösischen Arles oder Nîmes fand Picasso Trost - und künstlerische Inspiration. Die Dokumentation folgt Picassos Stier-Spuren - von seiner Geburtsstadt Málaga über Paris bis nach Nîmes und Arles - und zeigt, wie das Stiermotiv die verschiedenen Schaffensphasen Picassos auf immer neue Weise prägte.

Mozarts Requiem in der Sagrada Família 17:45

Mozarts Requiem in der Sagrada Família

Konzert

Barcelona - wenn zwei unvollendete Meisterwerke miteinander in Austausch treten, bekommt man das Gefühl, sie bildeten ein untrennbares Ganzes: Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem d-Moll KV 626 und Antoni Gaudís Sagrada Família. Das Symphonieorchester, dirigiert von Giovanni Antonini, und der Chor des Gran Teatre del Liceu unter der Leitung von Pablo Assante präsentieren eine Aufführung des Meisterwerks in der ikonischen Basilika. Die Wahl des Ortes ist Programm: Gaudís modernistisches Bauwerk, dessen Fertigstellung für 2026 geplant ist, korrespondiert mit Mozarts Fragment gebliebenem Requiem - beide Werke verbinden geniale Schöpfungskraft mit einer Aura des Unabgeschlossenen. Die dramatische Spannweite des Requiems - vom düsteren Dies irae bis zum hellen Sanctus - findet in der lichtdurchfluteten, organisch geformten Architektur der Sagrada Família eine ideale Klangkulisse. Mit hochkarätigen Solisten und dem renommierten Liceu-Ensemble verspricht die Interpretation unter Antoninis Leitung eine musikalisch wie visuell beeindruckende Inszenierung. Eine aufwendige immersive Kameraführung verbindet Weitwinkelansichten der Basilika mit Nahperspektiven der Musikerinnen und Musiker, während dynamische Lichteffekte die Wechsel zwischen Pathos und Zartheit des Werks unterstreichen. Ein universeller Moment der Spiritualität, der lange nachklingt, und nicht nur Mozart- und Gaudí-Enthusiasten faszinieren dürfte.

Zu Tisch 18:40

Zu Tisch: Provenzalische Voralpen

Essen und Trinken

Zwischen der französischen Riviera und den hohen Bergen von Mercantour liegen die Provenzalischen Voralpen. Das Dorf La Sagne hat nur wenige Einwohner, viele sind an die Küste gezogen. Manche kehren zurück, andere finden in dem kleinen Ort auf 1.200 Metern Höhe ihre neue Heimat. Pierre Koffi Alanda kam zum ersten Mal vor etwa 20 Jahren dorthin. Er stammt aus Togo. Damals machte er ein Praktikum beim Vater seiner heutigen Nachbarin Joana Fabre. Heute betreibt er in La Sagne Gemüseanbau nach ökologischen Kriterien. Im Herbst wachsen in seinem Garten Kürbisse, alte Gemüsesorten und Gemüse, das ursprünglich aus Togo stammt. Joana Fabre ist vor ein paar Jahren mit ihrem italienischen Freund in das Dorf ihrer Kindheit zurückgekehrt. Ihre Kinder sollen auf dem Land aufwachsen. Die Familie hält Ziegen und Schafe und lebt von der Käseherstellung. Aus dem Gemüse von Pierre Koffi Alanda entstehen köstliche Gerichte der Region und seiner afrikanischen Heimat. Mit seinem Nachbarn Georges Fabre kocht er ein traditionelles Gericht: Kürbisravioli mit einer Walnusssoße. Kürzlich ist auch Pierre Koffis Partnerin, die deutsche Künstlerin Cosima Jentzsch, nach La Sagne gezogen. Gemeinsam bereiten sie einen Gboma Gnagna zu, ein togolesisches Rezept. Dort hinein gehört Gboma, afrikanischer Mangold, dessen Samen Pierre Koffi Alanda ursprünglich eigens aus Togo mitgebracht hat. Joana Fabre verwendet ihren Ziegen- und Schafskäse, um gefüllte Zucchiniblüten vorzubereiten. Dazu gibt es süßen Mangoldkuchen mit Parmesan und Rosinen.

ARTE Journal 19:10

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Australiens unbekanntes Paradies 19:30

Australiens unbekanntes Paradies: Die Inseln der Torres-Straße

Dokumentation

274 Inseln mit weißen Korallensandstränden erheben sich aus der Torres-Straße, einer seichten, warmen Meerenge zwischen Australien und Papua-Neuguinea. Das Leben im Südseeparadies hat so seine Herausforderungen: Die rund 20 bewohnten Inseln liegen oft viele Kilometer voneinander entfernt, und kaum eine eignet sich für einen Flugplatz. Wer seine Familie und Freunde besuchen will, muss den Weg übers Meer nehmen - inklusive unberechenbarer Gezeitenströmungen. Auch Frachtschiffe, die die Inseln vom Festland aus mit Medikamenten und anderem Lebensnotwendigem versorgen, kommen nicht immer pünktlich an, wie Matrose Lachie McDermott berichtet. Isolation und Ressourcenknappheit begegnen die Ureinwohner seit jeher mit großem Einfallsreichtum. Die Dokumentation begleitet einige Torres-Straßen-Insulaner: den Ranger Barry Pau, der jahrhundertealte Fischfallen betreut, Wally Kris, der den Kindern die überlieferten Tänze lehrt, sowie den Künstler Ken Thaiday, der traditionelle bewegliche Tanzmasken und Skulpturen schnitzt. Die Bewohner haben sich mit dem Inselleben arrangiert. Schwangere werden von der fliegenden Hebamme Paula Dawson betreut, die jährlich Tausende Flugmeilen zurücklegt, damit sie die Frauen auf ihren abgelegenen Heimatinseln betreuen kann. Die Lokalzeitung wird von Aaron Smith geleitet, er ist Redakteur, Fotograf und Zeitungsjunge zugleich. Er ist froh, wenn die auf dem Festland gedruckte Zeitung rechtzeitig mit dem Schiff ankommt. Sie soll die einzige Zeitung der Welt sein, die es nicht im Internet gibt. Die Dokumentation bietet überraschende Einblicke in eine einzigartige Inselwelt, paradiesisch und rau zugleich.

Adel verpflichtet 20:15

Adel verpflichtet

Krimikomödie

Der junge Louis Mazzini, ein Enkel des Herzogs von Chalfont aus dem Geschlecht der D'Ascoynes, ist zwar von vornehmer Gesinnung, aber von Bitternis geplagt: Seine Mutter, die Tochter des Herzogs, wurde einst von der hochnäsigen Adelsfamilie verstoßen, weil sie nicht standesgemäß heiratete - einen italienischen Tenor. Louis, Sohn aus dieser Ehe, hat daher keine Aussichten, Titel und Vermögen zu erben, und muss sich als kleiner Ladengehilfe verdingen. Grund genug, alle acht verbleibenden D'Ascoynes zu beseitigen, um so den Weg zu Titel und Reichtum frei zu machen - natürlich standesgemäß, denn "Adel verpflichtet": Jagdunfall, Feuer, Schiffsuntergang und andere Katastrophen lichten die Reihen derer von D'Ascoyne, bis Louis schließlich seine Erbschaft antreten kann. Aus strategischen Gründen macht Louis der kühlen, vernünftigen Witwe Edith D'Ascoyne den Hof, um seine Stellung zu verbessern. Wenn da nur nicht seine freche Jugendfreundin und Geliebte Sibella wäre, die sich mit zunehmend hohem Rang in der Erbfolge immer mehr für Louis interessiert.

Kap der Angst 22:00

Kap der Angst

Thriller

Max Cady verlässt das Gefängnis als ein anderer Mensch: Sein Körper ist mit tätowierten Bibelsprüchen übersät, sein Geist geschärft durch jahrelanges Studium der Gesetzestexte. Doch sein einziges Ziel ist Rache. Vor 14 Jahren hatte sein Pflichtverteidiger Sam Bowden entscheidende Entlastungsdokumente zurückgehalten, um Cadys Verurteilung wegen Vergewaltigung und Mordes sicherzustellen. Jetzt, nach seiner Entlassung, macht sich Cady auf die Suche nach Bowden und dessen Familie - nicht als blindwütiger Rächer, sondern als berechnender Stratege, der jede Schwäche seines Opfers ausnutzt. In der scheinbar heilen Welt der Bowdens, die in einem idyllischen Haus in Florida leben, beginnt Cady sein perfides Spiel. Er vergiftet den Hund der Familie, demütigt Bowdens Geliebte und nähert sich mit manipulativem Charme der 15-jährigen Tochter Danielle. Bowden, zunächst überzeugt von seiner moralischen Überlegenheit, versucht vergeblich, sich mit juristischen Mitteln zu wehren. Als er schließlich zu Gewalt greift und Cady von Schlägern attackieren lässt, eskaliert die Situation: Cady schlägt zurück, brutaler und gnadenloser als zuvor. Die Familie flieht auf ein Hausboot, doch Cady folgt ihnen - unaufhaltsam. Scorsese nutzt den Thriller als Rahmen für eine düstere Abrechnung mit der amerikanischen Gesellschaft. Hinter der Fassade bürgerlicher Idylle lauern Egoismus, Gewalt und moralische Verlogenheit. Der Film zeigt keine einfachen Lösungen: Am Ende bleibt eine Welt in Trümmern, in der Schuld und Unschuld untrennbar verwoben sind. Ein Thriller, der unter die Haut geht und lange nachhallt.