19:40
Der "Ballermann" auf Mallorca - ein Synonym für ausgelassene Feiern, laute Musik und exzessiven Alkoholkonsum. Seit Jahrzehnten zieht die Playa de Palma Jahr für Jahr zehntausende Touristen an, die das Strandleben mit Dosenbier, Sangria-Eimern und Schlagermusik genießen. Doch das Bild des berühmt-berüchtigten Partystrandes soll sich verändern: Im Sommer 2024 wurden strengere Alkoholgesetze eingeführt, die den freien Konsum am Strand und öffentliche Trinkgelage untersagen. Kioske und Supermärkte müssen bereits um 21.30 Uhr schließen, wenn sie Alkohol verkaufen. Das könnte das Ende des "Ballermann-Lifestyles" bedeuten - oder nicht? "Re: Mallorca und der Alkohol" beleuchtet diese Veränderungen und ihre Auswirkungen auf das Leben an der Playa de Palma. Wie reagieren Touristen, die ihren Urlaub traditionell mit Feiern und Alkohol in Verbindung bringen? Wie erleben Schlagerstars- und Sternchen den Partysommer 2024? Was sagen Gastronomen und Kioskbesitzer, deren Geschäft auf den Partybetrieb angewiesen ist? Und wie gehen Anwohner und Ordnungshüter mit den neuen Regelungen an der Playa um? Die Reportage begleitet unter anderem eine deutsche Polizistin, die im Rahmen einer deutsch-spanischen Polizei-Kooperation zusammen mit ihren spanischen Kollegen an der Strandpromenade patrouilliert. Auch eine legendäre Ballermann-Wirtin, Anwohner oder die Betreiber der Kioske und Bars kommen zu Wort. Zwischen Strandgelage, Schinkenstraße und Schlagernacht im Bierkönig zeichnet die Reportage ein vielseitiges und oft überraschendes Bild vom Ballermann im Spätsommer 2024 - zwischen Gesetz und Genuss. Sie lässt hautnah miterleben, wie Alkoholkonsum nicht nur die Urlaubsatmosphäre an der Playa de Palma prägt, sondern auch den Alltag der Menschen, die auf Mallorca arbeiten und leben.
20:15
San Antonio, im Jahre 1836. Texas hat seine Unabhängigkeit von Mexiko erklärt, doch der mexikanische Diktator Santa Anna will die neue Republik mit einer Armee von 7.000 Mann wieder unter seine Herrschaft bringen. General Sam Houston stellt in aller Eile Truppen gegen ihn auf. Um Zeit zu gewinnen, sollen Colonel Travis und Colonel Bowie mit ihren Leuten die mexikanische Streitmacht in Alamo, einer notdürftig zur Verteidigung hergerichteten ehemaligen Missionsstation, möglichst lange aufhalten. Die beiden sind charakterlich sehr verschieden und geraten immer wieder aneinander. Mit ihnen stellen sich einige Dutzend Männer aus Tennessee unter Colonel David Crockett der anrückenden mexikanischen Armee entgegen. Als der Kampf entbrennt, trotzt das zusammengewürfelte Häuflein von nicht einmal 200 Mann tagelang einer erdrückenden Übermacht. "Alamo" ist neben einigen wenigen Filmen als Koregisseur (darunter "Die grünen Teufel") der einzige Film, den John Wayne selbst inszenierte. Die Produktion kostete zwölf Millionen Dollar, für damalige Verhältnisse eine enorme Summe. Wayne, auch Produzent des Films, musste sich hoch verschulden, um ihn fertigstellen zu können; finanziell brachte er ihm jedoch nicht den erhofften Erfolg. Das Echo war zwiespältig, viele Kritiker stießen sich an dem Pathos, mit dem der konservative "Duke" hier ein Stück amerikanischer Geschichte glorifizierte. Neben Wayne machen Stars wie Richard Widmark und Laurence Harvey "Alamo" jedoch zu einem eindrucksvollen Western-Ereignis.
22:50
Im Sommer 1979 zieht Ester nach Alta in Nordnorwegen, um dort an einer Grundschule zu unterrichten. Wie viele Saminnen und Samen zu dieser Zeit schämt sie sich für ihre Herkunft und verbirgt ihre ethnische Zugehörigkeit. Sie unternimmt große Anstrengungen, um sich anzupassen, und lacht sogar bei abfälligen, diskriminierenden Witzen mit. Als ihr Cousin Mihkkal sie zu einem Camp am Fluss Alta mitnimmt, wo Menschen gegen den Bau eines Staudamms demonstrieren, erfährt Ester, dass der Kampf um den Fluss auch eine Revolte gegen den brutalen Rassismus und die Diskriminierung ihres indigenen Volkes ist. Nach einer heftigen Konfrontation mit der Polizei beschließen Mihkkal und einige andere, nach Oslo zu fahren, um vor dem Parlament in den Hungerstreik zu treten. Nun hat Ester verstanden, was auf dem Spiel steht, und erkennt, dass es Zeit ist, Stellung zu beziehen ... "Ellos eatnu - Der Fluss soll leben" ist ein Spielfilm, der auf wahren Begebenheiten basiert. Diese wurden als "Alta-Konflikt" bekannt und inspirierten eine ganze Generation junger Norweger dazu, sich zu engagieren. Eine packende und bewegende Darstellung des bis heute andauernden Überlebenskampfes der in Norwegen marginalisierten indigenen Bevölkerung der Samen. Die Hauptrolle besetzte Regisseur Ole Giæver mit der samischen Musikerin und Aktivistin Ella Marie Hætta Isaksen.