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TV Programm für ARTE am 12.08.2026

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Melancholia 20:15

Melancholia

Drama

Justine und Michael feiern ihre Hochzeit auf dem Landsitz von Schwester und Schwager der Braut. Doch Justine scheint den Abend nicht zu genießen. Als sie nach der Hochzeit in eine Depression abrutscht, nimmt ihre Schwester Claire sie zu sich. Doch Claire gerät in Panik, als der Planet Melancholia sich der Erde nähert ... - Ein Drama über das Ende der Welt von Lars von Trier. Eigentlich könnte der Tag für Justine der glücklichste ihres Lebens sein: Ihr Ehemann trägt sie auf Händen, in ihrem eleganten Brautkleid sieht sie bezaubernd aus und Dutzende Gäste sind zum Landsitz ihrer Schwester Claire und ihres reichen Schwagers John gekommen. Wie zur Feier des Tages ist auch noch der Rote Riesenstern Antares am Himmel zu sehen. Doch je weiter der Abend voranschreitet, desto schwieriger fällt es Justine, die heitere Fassade aufrechtzuerhalten. Als der Sonnenaufgang näher rückt und der rot leuchtende Stern am Firmament irgendwann verschwunden scheint, muss Michael erkennen: Justine hat mit dieser Hochzeit nicht nur ihm und allen anderen, sondern auch sich selbst etwas vorgemacht. Einige Zeit später ist sie so sehr in eine Depression abgerutscht, dass Claire beschließt, sie zu sich nach Hause zu holen. Aber auch die ältere Schwester quält sich zusehends mit Ängsten. Denn inzwischen ist allgemein bekannt, dass sich der Planet Melancholia, der zehnmal größer ist als die Erde, mit beachtlichem Tempo auf eben diese zubewegt. Während Justine angesichts des nahenden Weltuntergangs immer mehr zu innerer Ruhe findet, kann Claire ihre Panik kaum unterdrücken. "Justine basiert zu weiten Teilen auf meiner Person und meinen eigenen Erfahrungen mit Prophezeiungen vom Jüngsten Tag und Depression. Claire dagegen sehe ich eher als ... ganz normalen Menschen", sagt Regisseur Lars von Trier, Enfant terrible des europäischen Kinos.

Danach

Totale Sonnenfinsternis - Europa im Mondschatten 22:25

Totale Sonnenfinsternis - Europa im Mondschatten

Astronomie

Am 12. August 2026 spielt sich in weiten Teilen Europas eines der erstaunlichsten Naturschauspiele ab: eine totale Sonnenfinsternis. Millionen Menschen entlang des Pfads der Totalität, der von Grönland und Island bis nach Spanien (Santander, Bilbao, Valencia) reicht, werden sie erleben können. Zuletzt ereignete sich dieses Phänomen in Europa vor 27 Jahren. Die Dokumentation erklärt, worauf man bei der Beobachtung der Sonnenfinsternis achten sollte: wie man seine Augen schützt, welche Phasen vom ersten Kontakt über die Totalität bis zu den Bailyschen Perlen und dem Diamantring zu sehen sind, und wo die Chancen auf einen klaren Himmel am besten stehen. Die meisten Menschen in Europa werden jedoch nur eine Teilfinsternis erleben; in Städten wie London und Paris werden dabei etwa 90 Prozent der Sonne vom Mond verdeckt. Auch für die Wissenschaft ist diese Sonnenfinsternis eine außergewöhnliche Gelegenheit. Während der Verdunkelung wird die äußere Atmosphäre der Sonne, die Korona, sichtbar sein. Führende Sonnenphysiker erklären, welche Erkenntnisse jüngere Forschungsmissionen geliefert haben. Die Nasa-Sonnensonde "Parker Solar Probe", das schnellste je vom Menschen hergestellte Objekt, ist bis in die Sonnenatmosphäre vorgedrungen und hat die Forschung zum Ursprung des Sonnenwinds entscheidend vorangebracht. "Solar Orbiter" der ESA lieferte die ersten Bilder des Sonnen-Südpols - ein wichtiger Schritt für das Verständnis des Weltraumwetters, das Satelliten und Stromnetze beeinträchtigen kann. Die Dokumentation beleuchtet auch die Faszination des Menschen für Sonnenfinsternisse - von den Chaco-Felsgravuren in New Mexico über den babylonischen Saroszyklus bis zu den bahnbrechenden astronomischen Berechnungen des Engländers Edmond Halley. Doch erst jetzt, so der amerikanische Heliophysiker Craig DeForest, leben wir im "Goldenen Zeitalter der Sonnenphysik".

Electric Child 23:15

Electric Child

Science-Fiction-Film

Nach der Geburt ihres Sohnes Toru erfahren Sonny und Akiko, dass ihr Kind einen Gendefekt hat und nur noch wenige Monate leben wird. Akiko will die verbleibende Zeit mit ihm festhalten. Doch der Informatiker Sonny setzt alles auf eine riskante KI, die er selbst mit entwickelt hat. Ein Science-Fiction-Drama von Simon Jaquemet. Die Freude über ihr erstes Kind währt nur kurz: Sonny und Akiko erfahren wenige Tage nach der Geburt ihres Sohnes Toru, dass er an einer seltenen genetischen Erkrankung leidet und voraussichtlich nicht einmal ein Jahr alt werden wird. Für Akiko bricht eine Welt zusammen. Sonny dagegen klammert sich an die Wissenschaft. Er arbeitet als hoch spezialisierter Informatiker an der Entwicklung einer selbstlernenden Künstlichen Intelligenz, die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in einer virtuellen Umgebung getestet wird. Während Akiko versucht, die kostbare verbleibende Zeit als Familie bewusst zu leben, steigert sich Sonny immer tiefer in den Wunsch hinein, die Krankheit seines Sohnes mit Hilfe dieser Technologie besiegen zu können. Er beginnt, medizinische Daten von Toru in die KI zu speisen, umgeht damit Regeln und verschiebt so die Grenzen seines Projekts immer weiter. Je größer seine Verzweiflung wird, desto stärker geraten Familie, Arbeit und ethische Grundsätze unter Druck. In der virtuellen Welt der KI, die als androgynes Wesen auf einer einsamen Insel Gestalt annimmt, spiegelt sich Sonnys zunehmende Obsession auf verstörende Weise. Aus dem Versuch, ein Leben zu retten, entwickelt sich ein riskantes Experiment mit unüberschaubaren Folgen. Simon Jaquemet verbindet Familiendrama und Science-Fiction zu einem Film über Trauer, Kontrollverlust und technologische Grenzüberschreitung. Elliott Crosset Hove und Rila Fukushima verkörpern ein Paar, das unter dem Druck einer existenziellen Krise immer weiter auseinanderdriftet.