17:50
Von den traumhaften Mittelmeerstränden und spektakulären Canyon-Landschaften Andalusiens bis zu den Weiten der Extremadura mit ihren bis zum Horizont verlaufenden Steineichenwäldern. Selbst im bei Urlaubern sehr beliebten Süden Spaniens gibt es noch viel Neues zu entdecken. Ginsterkatzen gehen im Schutz der Nacht auf Beutezug. Diese Vertreter der Schleichkatzen haben europaweit in Spanien ihr größtes Vorkommen. Auch Geier sind in Spanien so zahlreich vertreten wie nirgends sonst in Europa. Es ist ein unvergleichliches Spektakel, wenn Gänsegeier sich um einen Kadaver streiten. Weitaus raffinierter ernährt sich dagegen das Europäische Chamäleon: Im Bruchteil einer Sekunde schießt die rund einen halben Meter lange Zunge hervor: einmal im Visier, haben Insekten keine Chance. Auch der mit seiner typischen Federhaube unverwechselbare Wiedehopf weiß das reiche Insektenangebot in Spanien zu schätzen. Mit rund 30.000 Brutpaaren haben Weißstörche in Spanien eines ihrer wichtigsten Verbreitungsgebiete. Unter Wasser erreicht der Tierreichtum Südspaniens schließlich seinen Höhepunkt. Die Schutzgebiete im Mittelmeer weisen eine unfassbare Artenvielfalt auf: skurrile Meeresschnecken von beinahe außerirdischer Anmutung, grazile Seepferdchen, riesige Schwärme von Barrakudas und elegante Blauhaie haben hier ihren Lebensraum. Der Süden Spaniens hat die Menschen der Region geprägt. Die Dokumentation begleitet einen Bauern in der Extremadura, dem wilden Westen Spaniens, und einem Fischer, der vor der Küste des Schutzgebietes Cabo de Gata nachhaltigen Fischfang betreibt.
18:35
Von den Schilfgebieten im Baskenland über die fantastische Welt des Kantabrischen Gebirges bis nach Galicien mit seinen spektakulären Küsten: Das ist die Wildnis Nordspaniens, die eine ungeahnte Vielfalt bietet und dem Besucher die eher unbekannte Seite Spaniens zeigt. Rothirsche tragen inmitten von Feuchtgebieten während der Brunft ihre erbitterten Kämpfe aus, bis das Wasser um sie herum zu brodeln scheint. Das Kantabrische Gebirge ist Lebensraum von rund 140 Kantabrischen Braunbären - der größten Bärenpopulation Westeuropas. Weibchen streifen mit ihren Jungen auf der Suche nach Futter umher. Männliche Bären und steile Berghänge sind für die Jungbären eine ständige Gefahr. Beobachtet werden sie dabei von schillernden Blaukehlchen, die ihre Reviergrenzen gegen Rivalen verteidigen. Oberhalb der Baumgrenze ist das Reich der Kantabrischen Gämsen. Sie teilen sich ihren Lebensraum mit dem farbenprächtigen Mauerläufer, einem überaus seltenen Vogel der Hochgebirgsregion. Der Asturische Feuersalamander ist der einzige mit einer komplett gelben Färbung - an Bachufern geht er auf Beutefang. Die zahlreichen Bäche des Gebirges fließen in den Atlantik, der von Riesen bewohnt wird: von Pottwalen bis hin zu Riesenhaien, den zweitgrößten Fischen der Welt. Der raue Norden hat die Menschen der Region geprägt. Die Dokumentation begleitet einen Bergbauern im Nationalpark Picos de Europa, der noch traditionelle Viehwirtschaft betreibt, und einen Entenmuschelsammler an der Costa da Morte, der den vielleicht gefährlichsten Job der Welt hat.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:35
Seit 16 Jahren haben Ministerpräsident Orban und seine Partei Fidesz die ungarische Demokratie beschädigt. Das Land ist zwar in der EU verblieben, aber es respektiert weder ihre Regeln noch ihre Grundwerte. Orban steht Russlands Präsident Putin und US-Präsident Trump nahe. Hilft diese Nähe, die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen, die kurz bevor stehen?
19:40
Für die ungarischen Behörden ist dieser "Tag der Ehre" nur ein historisches Gedenken, subventioniert mit staatlichen Zuschüssen, über das die von Premierminister Viktor Orbán kontrollierten Medien positiv berichten. Doch die ungarische Regierung geht noch weiter. Um ausländische antifaschistische Gegendemonstranten aufzuspüren, bedient sie sich missbräuchlich eines Rechtsinstruments der Europäischen Union: Seit 2023 ließ sie 14 Europäische Haftbefehle (EHB) gegen sie ausstellen, die ursprünglich nur gedacht sind zur Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität. Unter den ungarischen Linksaktivisten geht deshalb die Angst um, seit kurzem noch verschärft durch die Veröffentlichung eines "Antifa-Dekrets" am 26. September 2025. Darin wird die antifaschistische Bewegung als terroristische Organisation eingestuft, deren Mitglieder mit bis zu 24 Jahren Haft bestraft werden können.
20:15
Ihre Liebe zu Schloss Windsor und ihren rasanten Fahrstil erlebte der frühere Erzbischof von Canterbury als Wochenendgast und Beifahrer der Queen. Auch in diesen privaten Momenten blieb sie ganz Monarchin. "Sie schaffte eine entspannte Atmosphäre. Aber es war klar, wer Boss ist", erinnert sich Justin Welby an seine Vier-Augengespräche mit der Queen. Sie war stets akribisch vorbereitet und vergaß kein Detail. Gefürchtet war ihre Frage: "Sind Sie sich sicher?" Selbst wenn sie ein paar Tage bei ihren Freunden, den Warrens, verbrachte, kam Elizabeth II. ihren Pflichten nach. Die roten Lederkoffer mit den Staatspapieren hatte sie ebenso im Gepäck wie ihre Reitstiefel. John Warren hat die Queen bei der Zucht ihrer Rennpferde beraten. Täglich haben sie telefoniert und gefachsimpelt, erzählt er. Zudem schildert er ein Erlebnis mit ihrem Vater, das den Grundstein für ihre Leidenschaft für Pferde legte. Die dreireihige Perlenkette, die George VI. seiner Tochter schenkte, war ihr tägliches Accessoire. Jedes Tageskleid musste so gefertigt werden, dass die Kette zur Geltung kam. "Die Queen war durchaus kokett", sagt Modeschöpfer Stewart Parvin, der die Queen zwanzig Jahre lang eingekleidet. Zu ihrem ikonischen Look gehörte auch die Handtasche. Was ist dran an dem Handtaschen-Code, mit dem die Queen angeblich Signale an ihr Team sendete? Ihre Privatsekretärin klärt auf, wie die Kommunikation mit ihrer Chefin lief. Besonders gerne denkt Samantha Cohen an Aufenthalte mit der Queen in Balmoral, wo nicht nur die Amtsgeschäfte auf dem Plan standen, sondern auch viel gelacht und getanzt wurde.
20:55
Fest vertäut am Kai im Hafen von Edinburgh liegt der größte Stolz der britischen Seefahrt, die königliche Yacht. Auf den Uhren der "Britannia" stehen die Zeiger heute noch auf 15.01 Uhr: Es ist die Zeit zu der Königin Elizabeth II. am 11.Dezember 1997 das letzte Mal von Bord ging. Es war das Ende von mehr als vier Jahrzehnten glanzvoller Dienstzeit der Yacht. Nirgendwo sonst kommt man der Privatsphäre der Queen so nahe wie hier. Denn das Schiff war nicht nur Staatsyacht, sondern auch privater Rückzugsort der Königin, so etwas wie das schwimmende Ferienhaus. Jedes Jahr im Mai kehren etwa 60 ehemalige königliche Matrosen - die "Yotties", die Royal Yachtsmen - für eine Woche auf die "Britannia" zurück. Die Yotties' Week ist für die Seeleute ein Wiedersehen unter Freunden - und mit ihrem Lieblingsschiff. Die Ex-Matrosen helfen beim Streichen, Reinigen und Warten der Yacht. Ihre Geschichten über die Tage mit der königlichen Familie an Bord geben Einblick in ein Leben zwischen Ritual und Privatsphäre. Die Royals lebten luxuriös auf der "Britannia". Die Royal Yachtsmen hingegen hatten nur einfache Unterkünfte. Dennoch sehen es die Yotties heute noch als großes Privileg an, so direkt im Dienst der Queen gestanden zu haben. Mit ihrer Yotties' Week feiern sie sich, die "Britannia" und die Queen.
21:40
Ostern im Jahr 2000: Detective Jay Swan und seine schwangere Freundin Mary Allen versuchen, in der australischen Holzfällerstadt Loch Iris inmitten majestätischer Wälder ein neues Leben zu beginnen. Der Prozess gegen den Mörder seines Vaters in Jardine ist abgeschlossen und Jay hat versprochen, seine schmerzvolle Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Zusammen mit Marys Nichte Anya, um die sie sich während der Haftzeit ihrer Eltern kümmern, erwarten Mary und Jay freudig die Geburt ihres Kindes. Doch kurz nachdem Jay einen verzweifelten Aborigine-Jungen im Wald gefunden hat, der glaubt, er werde von einem Geist verfolgt, verschwindet plötzlich das Aborigine-Mädchen Scarlett spurlos aus dem Wohnwagenpark ... Im örtlichen Krankenhaus, in dem Mary arbeitet, schreckt die alte Nonne Schwester Kerry hoch, als sie erfährt, dass Mary genau dort im Rahmen eines Fürsorgeprogramms für Aborigine-Kinder aufgezogen wurde. Und nicht nur Schwester Kerry ist beunruhigt - auch den Patienten Philip versetzt diese Nachricht in Aufruhr. Jay durchkämmt unterdessen Tag und Nacht die Straßen von Loch Iris auf der Suche nach Scarlett. Er fährt am Haus von Schwester Kerry vorbei und sieht, dass die Tür einen Spalt offen steht. Vorsichtig drückt er die Tür auf - und findet eine Frau leblos in der Badewanne ...
22:35
Jay ist frustriert über die Haltung seiner Vorgesetzten Simmo, die behauptet, dass Schwester Kerrys mysteriöser Tod in der Badewanne ein Unfall gewesen sein muss. Auch gibt es keine neuen Informationen über Scarletts Verschwinden, und auf der Suche nach dem Aborigine-Mädchen läuft ihnen die Zeit davon. Mary begegnet im Krankenhaus einem verwirrten Mann namens Joey. Er bittet sie um Hilfe bei der Identifizierung einer Aborigine-Frau auf einem alten Foto, von der er glaubt, dass sie seine Mutter ist. Mary überredet ihre Kollegin Alice, in den Krankenhausunterlagen nach der Frau zu suchen. Doch was sie herausfinden ist tragisch und lässt Mary keine Ruhe. Sie sucht heimlich weiter und gewinnt brisante Erkenntnisse über ihre eigene Herkunft. Jays Gespräch mit Cowboy, dem Vater des verschwundenen Mädchens, wird durch die überraschende Ankunft seines Bruders Sputty unterbrochen. Am nächsten Morgen führt Simmo Jay an einen neuen Tatort. Die Jäger, im Morgengrauen zur traditionellen Osterjagd versammelt, haben den Hauptverdächtigen schon mal festgesetzt und drohen mit Selbstjustiz ...
23:25
Sputty ist an einen Baum gekettet, umringt von den örtlichen Jägern, die ihn im Morgengrauen festgesetzt haben. Simmo verhaftet ihn als Hauptverdächtigen für den Mord an Cowboy. Jay protestiert, doch Sputty hat kein belastbares Alibi. Er könnte allerdings eins haben - wenn Krankenschwester Alice aussagen würde ... Im Krankenhaus bittet Joey Mary, ihm zu helfen, das Grab seiner Mutter zu finden. Noch einmal nimmt sie heimlich Alices Schlüssel und sucht mit Joey in den alten Unterlagen. Doch er findet nicht, was er sucht, und erklärt Mary, dass dies die Strafe für die Dinge sei, die er getan habe. Als Mary erneut die Akte ihrer eigenen Mutter öffnet, der sie direkt nach der Geburt weggenommen wurde, erkennt sie erschüttert, dass die Verhältnisse nicht so waren, wie sie immer geglaubt hatte. Als sie daraufhin weitere Nachforschungen anstellt und telefonisch nicht für Jay zu erreichen ist, nimmt das Verhängnis seinen Lauf ...