05:00
Im ehemaligen Fulbe-Königreich "Fouta Toro" an der Grenze zwischen Senegal und Mauretanien gibt es Dörfer, die so abgelegen sind, dass die nächste Stadt mehrere Autostunden entfernt liegt. Einen Anschluss an das Stromnetz gibt es hier nicht. In einem dieser Dörfer lebt Néné. Auf dem Markt hat sie von einer NGO gehört, die Frauen die Möglichkeit gibt, sich mit Solarenergie vertraut zu machen. Im Nachbardorf waren die Mitglieder der Organisation schon, aber in ihrem Dorf ist kein Besuch geplant. Néné beschließt, die NGO aufzusuchen, denn auch ihr Dorf braucht Strom. Außer der abenteuerlustigen Néné hat noch nie zuvor eine Frau ihr Dorf verlassen, eine Schule besucht oder etwas anderes gelernt, als Tiere zu füttern, Felder zu bestellen und sich um Kinder und Essen zu kümmern. Nénés Mann will sie nicht gehen lassen, doch sie setzt sich durch. Als Néné, Awa, Aissata und die anderen Frauen in den Kleinbus Richtung Stadt steigen, beginnt für sie der erste Schritt in ein neues Leben. Im Ausbildungszentrum erleben sie zum ersten Mal fließendes Wasser und Strom, lernen Waschbecken, Dusche und Toilette zu benutzen. Auch das Meer und der Trubel der Großstadt sind neu für sie. Vier Monate später kehren die Frauen mit dem ersehnten Know-how ins Dorf zurück und erklären, wie die Häuser mit Solarenergie versorgt werden können. Nach und nach hält der Solarstrom Einzug in den Alltag der Menschen - und verändert ihn und die Stellung der Frauen in der Fulbe-Gesellschaft nachhaltig. Ein unerwarteter und sicher auch radikaler Wandel, der an niemandem spurlos vorübergeht.
05:55
Mitten im Delta des Kongo-Flusses liegt eine Insel, Kizunga Manianga. Sie ist umgeben von mäandernden Flussarmen und verwunschenen Mangrovenwäldern. Hier leben und arbeiten Muscheltaucherinnen, das Tauchen ist im Fluss-Delta traditionell Frauensache. Die Taucherinnen tragen hohe Verantwortung: Ihre Familien sind auf die Erträge angewiesen; und weil der Fischfang zurückgeht, sind viele Männer fort, um anderswo Geld zu verdienen. Die Muscheln sind für viele Familien die Rettung. Marie Velakutshi taucht fast jeden Tag bis zu 150 Mal im trüben Wasser, bis ihre Pirogen voll sind. Die Frauen tauchen bei Ebbe, dann ist das Wasser etwa drei Meter tief; sie haben dabei nur eine Sicht von wenigen Zentimetern. Denn der Kongo ist ein tropischer Schwarzwasserfluss, eingeschwemmte Huminstoffe aus Mooren und humushaltigen Regenwaldböden färben ihn dunkel. Tückisch ist aber vor allem die starke Strömung, eine der stärksten der Welt. Wenn Marie zu lange unter Wasser bleibt, treibt sie ab und muss mit dem Fang in den Händen gegen die Strömung anschwimmen, was manchmal schier unmöglich ist. Die Taucherinnen sind deswegen stets an einer Rettungsleine festgemacht. Demnächst sollen die Muscheln, die von den Frauen nicht zur Eigenversorgung gebraucht werden, auf dem Markt in der Stadt verkauft werden, wo Marie auch ihre beiden Töchter besuchen möchte. Sie sind bei Verwandten untergebracht, damit sie dort zur Schule gehen können. Marie möchte vermeiden, dass die beiden eines Tages Muscheltaucherinnen werden müssen.
06:50
Saftig, süß und voller Geschichte: Pfirsiche und Aprikosen sind mehr als nur Sommerobst. Landwirtinnen aus der Moselregion und dem tschechischen Mähren wissen ihr Aroma zu schätzen. Der Ursprung der Früchte liegt in China. Von Asien aus gelangte das Steinobst über Armenien nach Europa - und das erst vor vergleichsweise kurzer Zeit. Heute sind Pfirsiche und Aprikosen fester Bestandteil unserer Sommerküche. Köchin Lucie Fischer-Chapalain zeigt, wie vielseitig sie sich zubereiten lassen, etwa karamellisiert auf Ziegenjoghurt mit Cashew-Pecorino-Crunch, und verrät das Rezept für die Aprikosen-Tarte ihrer Großmutter. Die Sendung blickt auch unter die Pfirsichhaut: Warum haben Pfirsiche einen Flaum, wie überstehen die Bäume den Winter und woher stammt ihr Name überhaupt?
07:20
(1): Polen: Karol Szymanowski bringt die Tatra zum Klingen (2): Neuseeland: Die Jagd ist eröffnet (3): Senegal: Mounas' Zackenbarsch mit Seerosensamen (4): Toulouse: Das Geheimnis der deformierten Schädel
08:05
(1): Die bayerische Kantate "Carmina Burana" (2): Berchtesgaden, das bayerische Land der Legenden (3): Susannes saures Lüngerl (4): Bayern: Die Abtei der Überlebenden
08:55
U-Boote sind heute hochkomplexe Maschinen, vollgestopft mit Technik und Waffen. So beeindruckend ihre Konstruktion, so furchteinflößend ist ihre Zerstörungskraft. Kaum eine Waffe löst so viele Emotionen aus wie das U-Boot. Heimtückisch schlägt es aus dem Hinterhalt zu und kann mittels Atomraketen die ganze Welt in den Abgrund reißen. Ursprünglich sollten Unterwasserboote ermöglichen, die Welt unter Wasser zu betrachten. Nur durch den Rumpf eines Tauchbootes können Forscher in die menschenfeindliche Welt der Tiefsee abtauchen und die faszinierende Unterwasserwelt erforschen. Gleichzeitig sind U-Boote mit schrecklichen Tragödien verbunden. Der Untergang der "Kursk", bei dem 118 Männer auf dramatische Weise starben, ist als Trauma im kollektiven Gedächtnis verankert. Trotz oder gerade wegen ihrer Gefahr faszinieren U-Boote seit jeher. Die zweiteilige Dokumentation unternimmt eine informative und facettenreiche Reise durch die Geschichte. U-Boot-Fahrer, Historiker und Militärexperten ordnen die Geschehnisse ein. Der erste Teil der Dokumentation beschreibt die Anfänge der U-Boot-Entwicklung Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.
09:45
U-Boote sind heute hochkomplexe Maschinen, vollgestopft mit Technik und Waffen. So beeindruckend ihre Konstruktion, so furchteinflößend ist ihre Zerstörungskraft. Kaum eine Waffe löst so viele Emotionen aus wie das U-Boot. Heimtückisch schlägt es aus dem Hinterhalt zu und kann mittels Atomraketen die ganze Welt in den Abgrund reißen. Ursprünglich sollten Unterwasserboote ermöglichen, die Welt unter Wasser zu betrachten. Nur durch den Rumpf eines Tauchbootes können Forscher in die menschenfeindliche Welt der Tiefsee abtauchen und die faszinierende Unterwasserwelt erforschen. Gleichzeitig sind U-Boote mit schrecklichen Tragödien verbunden. Der Untergang der "Kursk", bei dem 118 Männer auf dramatische Weise starben, ist als Trauma im kollektiven Gedächtnis verankert. Trotz oder gerade wegen ihrer Gefahr faszinieren U-Boote seit jeher. Der zweite Teil der Dokumentation zeigt die Entwicklung des U-Bootes vom Zweiten Weltkrieg bis heute. Von der NS-Propaganda wurden sie als Wunderwaffe gefeiert. Der Mythos der Unbesiegbarkeit haftet ihnen an. Die Realität sah während des Zweiten Weltkriegs allerdings anders aus: Zwei Drittel der U-Boot-Fahrer verloren bei den Einsätzen ihr Leben.
10:40
Flüsse sind Lebensraum für unzählige Arten, dienen der Bewässerung in der Landwirtschaft und werden zur Stromerzeugung genutzt. Diese komplexen Ökosysteme werden allerdings durch Dürren, Umweltverschmutzung und übermäßige Nutzung bedroht. In der Normandie wirkt sich die intensive Landwirtschaft auf die Wasserqualität des Flusses Risle aus und verringert die Laichbereitschaft der Forellen. Victor Zunigas und einige engagierte Bürger haben einen von zwei Pferden gezogenen Pflug entwickelt, um das Flussbett umzupflügen und so die Auswirkungen der Umweltverschmutzung zu reduzieren. Dank ihrer Bemühungen sind die Forellen wieder zurückgekehrt. Im Norden Andalusiens, in den Gebirgslandschaften der Extremadura, setzt José Antonio mittelalterliche Bewässerungsgräben wieder instand. Die so genannten Acequias leiten das Wasser aus Regenfällen und Schneeschmelze ins Grundwasser und dienen der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen. Stauwerke der an Flussläufen errichteten Wasserkraftanlagen behindern die Fischwanderung und gefährden so die Reproduktion der Tiere. Seit über 20 Jahren setzt sich die Wissenschaftlerin Aurore Baisez für den Schutz des Atlantischen Lachses ein, der Jahr für Jahr in den Allier, einen der wichtigsten Nebenflüsse der Loire, zurückkehrt, um hier zu laichen.
11:25
Bahnhofsviertel Frankfurt: Viele denken da nur an Drogen, Kriminalität und soziale Verwahrlosung. Für Reisende aus ganz Europa ist das "Zombieland" zur Freakshow geworden, das sie wahlweise begaffen oder als Partyzone nutzen. Die Gegend um den Hauptbahnhof ist aber viel mehr als das: Sie ist auch ein Ort des Zusammenhalts, der Hoffnung und des Wandels.
11:55
(1): Fried Chicken, ein Star der südkoreanischen Popkultur (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!
12:25
(1): Martinique: Suzanne Dracius, die Stimme der Frauen (2): Louisiana: Zydeco, der kreolische Swing (3): Bretagne: Quentins Fischeintopf (4): Wien: Vom Siegeszug der Schneekugel
13:10
(1): Das plastische Cornwall der Bildhauerin Barbara Hepworth (2): Bambus, das jahrtausendealte Fundament Chinas (3): Hawaii: Waolis panierter Fisch (4): Ghana: Ein Stoff vom anderen Ende der Welt
14:00
Jeff Lebowski, auch "The Dude" genannt, ist ein langhaariger Späthippie, dessen Lebensinhalt darin besteht, mit seinen Freunden Bowling zu spielen und dabei White Russians und gelegentlich einen Joint zu konsumieren. Doch sein Leben gerät aus den Fugen, als ihn zwei Geldeintreiber in seiner Wohnung aufsuchen. Schnell wird klar, dass es sich um eine Verwechslung mit dem "Großen Lebowski" handelt, einem exzentrischen Millionär. Doch bevor die Eindringlinge seine Wohnung wieder verlassen, pinkeln sie dem Dude auf den Teppich, sein liebstes Einrichtungsstück. Also macht er sich auf den Weg zu seinem Namensvetter, um sich den ruinierten Teppich ersetzen zu lassen. Aber der reiche Mann hat gerade ganz andere Probleme. Seine junge Frau Bunny wurde entführt - angeblich von einer Gruppe deutscher Nihilisten. Der "Große Lebowski" bittet seinen Namensvetter, das geforderte Lösegeld zu überbringen. Der Dude, der wie üblich nichts zu tun hat, ist zwar hilfsbereit, aber zugleich auch ratlos in dieser Situation. So bittet er seinen Freund Walter, einen Vietnamveteranen, um Beistand. Ein Fehler, wie sich schon bald herausstellt, denn der will das Lösegeld am liebsten selbst behalten. Über den erbitterten Streit der beiden Chaoten geht die Geldübergabe schließlich schief. Als ihnen kurz darauf ein blutiger Zeh ins Haus geschickt und ihr Bowlingfreund Donny von Kugeln durchsiebt wird, ist klar, ihnen steht das Wasser bis zum Hals. Wenn ihnen nicht schnell etwas einfällt, sind sie die Nächsten ...
15:50
Durch ihren Film "The Big Lebowski" machten die Coen-Brüder 1998 einen schluffigen Typen mit dem Spitznamen "The Dude" zur Kultfigur. Darsteller des Antihelden war Jeff Bridges, der bis dahin eher in Nebenrollen und Genrefilmen zu sehen war. Doch nun wurde Bridges über Nacht zum Hollywood-Star. Dabei wollte er nie im Rampenlicht stehen und lehnte Rollen ab, die ihm zu viel Sichtbarkeit beschert hätten. Die Wurzeln dieser Verweigerung liegen in seiner Biografie: Bridges entstammt einer Schauspielerfamilie und fürchtete, mit den Erfolgen seiner Eltern und seines Bruders Beau nicht mithalten zu können. Sein Verhältnis zur Schauspielerei war gespalten. In der Öffentlichkeit schob er Faulheit und mangelnden Ehrgeiz vor - und lebte danach. Lieber frönte er seiner Kunstleidenschaft und versuchte sich in Musik, Malerei, Bildhauerei und Fotografie. Dabei wurde Jeff Bridges schon 1972 für seine Rolle in "Die letzte Vorstellung" für einen Oscar nominiert, sowie ein zweites Mal 1985 für "Starman". Mit "Die fabelhaften Baker Boys" (1989) landete er einen Publikumserfolg. Das versöhnte ihn zwar mit dem Schauspielberuf, aber ein Star wollte er immer noch nicht sein. Er lebte zurückgezogen in Montana, mit derselben Frau seit 1974 und seinen Kindern. Aber seine Bestimmung holte ihn mit einer Rolle ein, die ihm wie auf den Leib geschrieben war: "The Dude". Erstmals wurde er nachhaltig mit einer von ihm verkörperten Figur identifiziert. Dieser Befreiungsschlag ebnete den Weg für einen Karriereneustart - und den lange fälligen Oscar im Jahr 2010 für "Crazy Heart".
16:55
Die Dokumentation führt in den Süden Tunesiens, in eine der trockensten Regionen der Welt. Dort, in den Dünen der Sahara, liegt der Palmenhain der Familie von Tahar Mna. Weil die Erträge immer geringer werden, fasst Tahar einen gewagten Plan: Wie einst seine Vorfahren will er mitten in der Wüste einen neuen Palmenhain anlegen. "Tunesien - Eine Oase für die Zukunft" erzählt, mit welchen Schwierigkeiten Tahar kämpfen muss, und zeichnet dabei auch das Porträt seiner Familie und der Dorfbewohner, die Tahar letztlich bei seinem Vorhaben unterstützen. Tahars Geschichte ist beispielhaft. Für seine neue Oase nutzt er überliefertes Wissen und passt es den Erfordernissen des Klimawandels an. Um in der als unfruchtbar geltenden Region mit ihrem dramatischen Wassermangel überleben zu können, muss er ständig auf das empfindliche ökologische Gleichgewicht achten. Deshalb setzt er auf Innovationen in der Agroforstwirtschaft. Die Herausforderung ist groß, denn Tahar muss den Palmenhain fruchtbar machen. Nur dann sichert er seiner Familie und seinen Nachkommen ein Auskommen für rund hundert Jahre.
17:50
Als Tor zu Afrika hat Marokko lange Zeit Eroberer angezogen, die alle ihre Spuren hinterlassen haben. Die Hassan-II.-Moschee in Casablanca ist eine der größten Moscheen überhaupt. Das befestigte Dorf Aït-Ben-Haddou ist eine ehemalige Karawanenstadt. Mit seinen Lehmmauern erhebt sich der Ort wie eine Fata Morgana und dient immer wieder als Filmkulisse. Im Marokko von heute trifft die alte Welt auf die neue. Technische Meisterleistungen wie der globale Megahafen Tanger Med und eine der größten Solarfarmen der Welt versetzen in Staunen. Kontrastreiche Landschaften begegnen sich: die Mittelmeerküste mit gemäßigtem Klima, das mächtige Atlasgebirge mit schneebedeckten Gipfeln und die scheinbar endlose Sahara, die größte heiße Wüste der Erde. Außergewöhnliche Menschen nennen dieses Land ihr Zuhause: von traditionellen Berberbauern über Gnawa-Musiker bis hin zu Abenteurern, die sich unter der rauen Wüstensonne bewegen. Alljährlich treten Extremsportler zum Marathon des Sables (MDS) an, einem Lauf durch die Weiten der Sahara. Noch immer ziehen auch Nomaden durch die Wüste. Nur dank der widerstandsfähigen Kamele, die sie begleiten, können sie ihre Lebensweise erhalten. Unter der heißen Sonne gedeihen im Draa-Tal Dattelpalmen. Ein unterirdischer Fluss versorgt die Plantagen und ermöglicht so seit Jahrhunderten das Überleben der Menschen in den Oasen.
18:35
In der Provinz Tigray in Äthiopien finden sich uralte christliche Wurzeln. Die ersten Christen schufen einmalige Kulturdenkmäler im massiven Sandstein. Noch heute ist die Stadt Aksum Pilgerstätte für äthiopische Christen. Weiter im Süden ragen im Simien-Gebirge einige der höchsten Gipfel Afrikas empor. Im Hochland auf über 2.200 Meter Höhe leben äußerst seltene Primaten. Die Dscheladas, auch Blutbrustpaviane genannt, ernähren sich ausschließlich von Gras, das es hier reichlich gibt. Der höchstgelegene See Afrikas und größte Äthiopiens ist der Tana-See. Sein Fischreichtum lockt große weiße Pelikane an. Wie seit Jahrhunderten fahren die Fischer mit ihren traditionellen Binsenbooten hinaus und werfen ihre Netze aus. Die Tis-Issat-Wasserfälle gelten als Ursprung des Blauen Nils. Nicht weit von der Hauptstadt Addis Abeba eröffnet sich das Great Rift Valley, der Große Afrikanische Grabenbruch. Diese Täler bilden eine eigene reiche Welt aus Savannen, Wald und sanften Hügeln von einzigartigem Artenreichtum. Die seltenen und wenigen Elefanten am Horn von Afrika sind fast nur aus der Luft zu entdecken.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
In der sechsten slowakischen Liga sind keine sportlichen Highlights zu erwarten, und schon gar nicht in der siebten, achten oder gar neunten Spielklasse. Zu welchen Spielen Iná Liga auch immer geht, beide Mannschaften sind so schlecht, dass keine von ihnen mehr absteigen kann. Iná-Liga-Gründer Jukub Bubenik weiß genau, weshalb er seinen Kanal nur auf den Fußball ausgerichtet hat, und nicht etwa auf Basket-, Volley- oder Handball: In der Slowakei gibt es noch im entferntesten Dorf mindestens eine Kneipe, eine Kirche und einen Bolzplatz. Außerdem gibt es eine Art Gegenbewegung: weg von den millionenschweren Spielern und den milliardenschweren Sportrechteinhabern - und hin zu den wunderbaren Kämpfern, die jeder Chance hinterherrennen, auch wenn sie keine haben. Denen es egal ist, wenn der Fußballplatz uneben ist, wenn Züge zwischen Zuschauertribüne und Seitenlinie durchfahren oder wenn die Mannschaften nach dem Halbzeit-Donnerwetter des Trainers in der Kabine angeheitert aufs Spielfeld wanken. Diese Matches haben eins gemeinsam: Sie feiern den Fußball in seiner natürlichsten Form.
20:15
Als der Mexikaner Juan Miranda ausnahmsweise in eine komfortable Reisekutsche zusteigen darf, kommt ihm zu Ohren, was feine Herrschaften über ihn und seinesgleichen denken. Es dauert allerdings nicht lange, da zittert die hochnäsige Gesellschaft vor ihm, denn Juan entpuppt sich als Wegelagerer und Anführer einer Bande. Kurz darauf lernt Juan auf spektakuläre Weise Sean Mallory kennen. Der irische Ex-Revolutionär knattert auf einem Motorrad durch die Gegend und trägt so viel Dynamit und Nitroglyzerin am Leibe, dass er ganz Mexiko in die Luft jagen könnte. Juan will Mallory unbedingt dafür gewinnen, mit ihm die Bank in Mesa Verde auszurauben. Zunächst zeigt sich der Ire wenig begeistert, aber nach anfänglichen Schwierigkeiten kommen die beiden doch zusammen. Als Mallory schließlich für Juan den Weg freisprengt, erlebt der eine Überraschung ... und wird bald als revolutionärer Held gefeiert, obwohl er gar nichts von der Revolution hält. Rod Steiger und James Coburn spielen die Hauptrollen in Sergio Leones actionreichem Italo-Western. Die mexikanische Revolution bietet den effektvollen Hintergrund für diese Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei sehr verschiedenen Männern.
22:45
1964 kämpft die schwarze Bevölkerung im US-Bundesstaat Mississippi mit wachsendem Erfolg für Gleichberechtigung. Dann aber verschwinden eines Nachts in der Kleinstadt Jessup County drei führende Vertreter der Bürgerrechtsbewegung - es besteht kaum Zweifel daran, dass sie von fanatischen Anhängern des rassistischen Ku-Klux-Klans ermordet wurden. Von den Leichen fehlt jede Spur. Das FBI schickt zwei Spezialagenten nach Jessup County: Der junge Alan Ward ist ein intellektueller und idealistischer Harvard-Absolvent, Rupert Anderson ein abgebrühter und zynischer Ex-Sheriff. Er ist in Mississippi aufgewachsen und weiß aus Erfahrung, wie man den Leuten dort begegnet. Bei den zuständigen Behörden der Südstaaten-Kleinstadt stoßen die beiden Agenten auf starken Widerstand. Vor allem der einflussreiche Sheriff Stuckey und sein undurchsichtiger Stellvertreter Pell lassen Ward und Anderson spüren, dass ihre Nachforschungen unerwünscht sind. Zugleich lösen die FBI-Ermittlungen immer brutalere Reaktionen seitens des Ku-Klux-Klans aus. Häuser brennen, Schwarze werden überfallen, entführt und grausam misshandelt. Zwar sind Ward und Anderson überzeugt, dass auch der Polizeichef und seine Männer mit den Geheimbündlern unter einer Decke stecken, aber beweisen können sie es nicht. Als die Gewalt eskaliert, beschließen die beiden, mit härteren Methoden gegen das dichte Netz aus Rassismus und Hass vorzugehen. Tatsächlich erzielen sie erste kleine Erfolge. Um endlich an die Drahtzieher heranzukommen, versucht Anderson, Pells junge Ehefrau dazu zu bewegen, die Gewalttaten ihres Mannes nicht länger zu decken. Das hat fatale Konsequenzen ...