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TV Programm für ARTE am 13.04.2026

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Masai Mara 17:50

Masai Mara: Geburt im Paradies

Tiere

Der erste Teil der Dokureihe beginnt mit dem Abzug der Gnuherden aus der Masai Mara in Kenia. Während sie den Fluss durchqueren, bleiben zahlreiche Arten zurück, die an ihre Reviere gebunden sind und nicht mitziehen können. Im Mittelpunkt steht eine junge Giraffe, deren erste Lebensmonate stellvertretend für die Situation vieler Tiere stehen. Die Dokumentation zeigt Geburt, Aufzucht und Überlebensstrategien verschiedenster Arten. Dazu zählen Zebras, die ein ausgeprägtes Schutzverhalten an den Tag legen. Sie versuchen, sich der Jungtiere der Thomson-Gazellen zu entledigen, da diese Hyänen anlocken - eine potenzielle Gefahr für die Zebra-Fohlen. Auch eine Elandantilope, die gerade gekalbt hat, hat Probleme mit einem Hyänenrudel, das es auf sie abgesehen hat, um den eigenen Nachwuchs zu füttern. Sie hält sich die Angreifer mit ihren gekrümmten Hörnern vom Leib, die sie wie Säbel schwingen kann. Darüber hinaus zeigt die Dokumentation Bilder aus dem Leben junger Leoparden, Schakale und Elefanten. Denn die Gnuwanderung - samt der Fressorgie für Krokodile, wenn die Gnus den Fluss durchqueren - macht nur einen Bruchteil des Jahres aus. Der erste Teil der Dokureihe endet mit dem Eintreffen der Zebraherden aus dem Norden. Kurzzeitig verändert sich das ökologische Gleichgewicht: Beutetiere sind wieder zahlreicher und ihre Jäger passen ihr Verhalten entsprechend an. Mit Beginn der Regenzeit wandelt sich die Landschaft erneut. Die Ebenen werden grün und üppig, bieten für Großkatzen aber nur eingeschränkte Möglichkeiten zu jagen.

Danach

Masai Mara 18:35

Masai Mara: Ruhe vor dem Sturm

Tiere

Mit dem Abzug der Zebraherden beginnt in der Masai Mara in Kenia eine neue Phase: die Regenzeit. Flüsse schwellen an, Überschwemmungen und starke Strömungen prägen nun das artenreichste Savannen-Ökosysteme der Erde. Die Bedingungen werden dadurch für viele Tierarten deutlich anspruchsvoller. Nach Abklingen der Regenfälle wird das Ausmaß der Veränderungen deutlich. Löwenrudel geraten in Konflikte um knappe Nahrungsressourcen. Mit dem Verschwinden von Gnus und Zebras müssen sie ihre Jagdstrategien anpassen: Einige versuchen sich an kleineren Beutetieren wie Warzenschweinen, andere nehmen das hohe Risiko auf sich, Mara-Büffel zu jagen. Ihre Herden zeigen ein ausgeprägt aggressives Verhalten und greifen Löwen auch aktiv an. Doch die Raubtiere sind gezwungen, alles zu riskieren und es kommt zu harten Kämpfen. Auch andere Arten wie Servale, Giraffen und Leoparden zeigen, wie sie mit den extremen Bedingungen umgehen. Eine Servalmutter, deren Bau überflutet wurde, hat überlebt - ebenso ihr Junges. Die Savanne kennt keine Beständigkeit - nur den ständigen Wandel zwischen Trocken- und Regenzeit, zwischen Überfluss und Mangel. Doch der Kreislauf schließt sich: Die ersten Gnuherden kehren zurück, durchqueren den Sand River und leiten damit den nächsten Zyklus ein. Ihre Wanderung ist lebensnotwendig für das ökologische Gleichgewicht der Region.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Frauen unter Tage - Kohle für die Ukraine

Reportage

Anfang Februar 2026 wird ein Bus mit ukrainischen Bergleuten von einer russischen Drohne attackiert. 16 Bergleute sterben. Sie waren auf dem Weg zu der Mine, in der auch Maryna Pinchuck arbeitet. "Wenn man nur im Schutzkeller sitzt, gibt es nichts - und dann läuft hier auch nichts mehr", sagt Maryna, Schweißerin in der Kohlemine im Osten der Ukraine. Der genaue Standort bleibt geheim - die Mine wird regelmäßig von russischen Drohnen attackiert. Oft müssen die Bergleute in den Schächten ausharren, während über ihnen Bomben fallen. Russland hat die Angriffe auf ukrainische Energie-Infrastruktur massiv verstärkt. Der Nachschub an Kohle darf nicht abbrechen. Inmitten des Krieges hat sich der Kohlebergbau im Osten der Ukraine stark verändert. Weil viele Männer an die Front mussten, arbeiten inzwischen mehr als 400 Frauen unter Tage. Die Bergwerke sind zum Symbol für Wandel und Überlebenswillen geworden. Die geförderte Kohle gilt als "Kohle der Hoffnung", da sie für die Energieversorgung unentbehrlich ist. "Wir müssen einfach durchhalten. Irgendwann wird alles gut", hofft Bergbaumaschinenführerin Wiktoria. In ihrer Familie hat Bergbau Tradition - die alleinerziehende junge Mutter ist schon die dritte Generation, die in der Mine arbeitet. Wiktorias Tante ist wegen des Kriegs in die Niederlande gegangen, aber noch möchte Wiktoria ihr Land nicht verlassen - auch wenn sie wenig Hoffnungen in die Friedensverhandlungen setzt.

Der Chef 20:15

Der Chef

Gangsterfilm

Im französischen Küstenort Saint-Jean-des-Monts fährt eine schwarze Limousine vor. Drei Männer steigen aus und begehen einen detailliert geplanten Bankraub. Doch es kommt zu einem Zwischenfall, einer der Gangster wird auf der Flucht angeschossen. Die Bankräuber bringen den schwer verletzten Komplizen in ein Krankenhaus. Da er ein Sicherheitsrisiko darstellt, lässt der Chef der Bande, Nachtclubbesitzer Simon, den Verwundeten durch seine Freundin Cathy töten. Wenig später trifft sich Simon mit einem alten Bekannten, Kommissar Edouard Coleman, der in Simons Bar gelegentlich Klavier spielt. Die beiden Männer ähneln einander, beide sind brutal, lieben den gleichen Whisky - und dieselbe Frau: Cathy. Der Polizist ahnt nichts von Simons Plänen, der mit dem Geld aus dem Überfall einen spektakulären Coup finanzieren will. Von einem Hubschrauber aus seilt sich Simon auf einen fahrenden Zug ab, um dem Drogenkurier Mathieu la Valise eine Lieferung Heroin abzujagen. Die Aktion gelingt, doch unglücklicherweise war Edouard ebenfalls hinter dem Rauschgiftschmuggler her. Sein ausgeklügelter Plan, dem Schmuggler eine Falle zu stellen, schlägt damit fehl. Der Flic ist sehr verärgert. Hat sein Spitzel etwa falsche Informationen geliefert? Edouard geht der Sache nach und kommt bald dem eigenen Freund auf die Schliche ...

Die Theorie von Allem 21:50

Die Theorie von Allem

Thriller

Das Jahr 1962: Johannes Leinert reist mit seinem Doktorvater Julius Strathen zu einem Physiker-Kongress in die Schweizer Alpen. Ein iranischer Wissenschaftler soll hier einen bahnbrechenden Vortrag zur Quantenmechanik halten. Doch der Redner, von dem nichts weniger als eine Theorie von Allem erwartet wird, verspätet sich und die feine Gesellschaft fristet die Zwischenzeit mit geistreichen Dinner-Partys und eleganten Ski-Ausflügen. Eine geheimnisvolle Pianistin zieht Johannes in ihren Bann, doch etwas stimmt nicht mit ihr: Sie weiß Dinge über ihn, die sie gar nicht wissen kann. Als einer der deutschen Physiker auf monströse Weise ums Leben kommt, treten zwei Ermittler auf den Plan, die einen Mord vermuten. Während bizarre Wolkenformationen am Himmel auftreten, verschwindet die Pianistin spurlos und Johannes gerät auf die Spur eines Geheimnisses, das tief unter dem Berg Wurzeln geschlagen hat. "Die Theorie von Allem", die zweite lange Regiearbeit von Timm Kröger, ist ein Spiel mit Zitaten. Thriller, Film noir, Science-Fiction und europäisches Exploitation-Kino werden auf originelle Weise miteinander in Beziehung gesetzt und auf ihr erzählerisches Potenzial abgeklopft. Die Musik von Diego Ramos Rodríguez ist integraler Bestandteil des Spiels. So weiß man als Zuschauer nie, wo man steht: Ob der Film es ernst meint oder seinen Spaß mit unseren Erwartungen treibt. Gleich mit seinem Debütfilm wurde Timm Kröger in eine Nebensektion des Filmfestivals von Venedig eingeladen. Sein zweiter Langfilm "Die Theorie von Allem" nahm dann bereits im Wettbewerb am Lido teil und wurde mit drei Deutschen Filmpreisen ausgezeichnet.

Delon, Melville - Zwei Seelenverwandte 23:45

Delon, Melville - Zwei Seelenverwandte

Künstlerporträt

Am Abend des 1. August 1973 wird Alain Delon in einem Restaurant an der Côte d'Azur darüber informiert, dass Jean-Pierre Melville in Paris einen Herzinfarkt erlitten hat. Delon setzt sich unverzüglich ins Auto und rast durch die Nacht zu dem Mann, der für ihn Lieblingsregisseur, Freund, Mentor und Ziehvater zugleich war. Melville und Delon bildeten nicht nur ein erfolgreiches Filmgespann, sondern pflegten auch eine außergewöhnliche zwischenmenschliche Beziehung. Neben gegenseitiger Bewunderung und einer bestimmten Vorstellung vom Filmemachen teilten die beiden auch gemeinsame Leidenschaften: Armee und Gangster, den amerikanischen Mythos und de Gaulle, Jazz und Kriminalgeschichten. Vor allem aber verband sie eine sehr persönliche Auffassung von Freundschaft. Die Dokumentation zeichnet diese Freundschaft nach, spult für die Dauer einer nächtlichen Autofahrt die Zeit bis zur Stunde der bitteren Wahrheit zurück, als Delon in Paris ankommt: Jean-Pierre ist tot - und Alain eine Waise. In der Filmgeschichte gibt es einige legendäre Schauspieler-Regisseur-Gespanne: Federico Fellini mit Marcello Mastroianni, Claude Sautet mit Romy Schneider, Martin Scorsese mit Robert De Niro. Auch Alain Delon und Jean-Pierre Melville gehören in diese Reihe. Drei Kultfilme verbinden ihre Namen: "Der eiskalte Engel", "Vier im roten Kreis" und "Der Chef". Millionen Kinobesucher und unvergessliche Minuten beredten Schweigens machten ihr gemeinsames Werk zu einem festen Bestandteil der französischen Kultur.