20:15
Ihre Liebe zu Schloss Windsor und ihren rasanten Fahrstil erlebte der frühere Erzbischof von Canterbury als Wochenendgast und Beifahrer der Queen. Auch in diesen privaten Momenten blieb sie ganz Monarchin. "Sie schaffte eine entspannte Atmosphäre. Aber es war klar, wer Boss ist", erinnert sich Justin Welby an seine Vier-Augengespräche mit der Queen. Sie war stets akribisch vorbereitet und vergaß kein Detail. Gefürchtet war ihre Frage: "Sind Sie sich sicher?" Selbst wenn sie ein paar Tage bei ihren Freunden, den Warrens, verbrachte, kam Elizabeth II. ihren Pflichten nach. Die roten Lederkoffer mit den Staatspapieren hatte sie ebenso im Gepäck wie ihre Reitstiefel. John Warren hat die Queen bei der Zucht ihrer Rennpferde beraten. Täglich haben sie telefoniert und gefachsimpelt, erzählt er. Zudem schildert er ein Erlebnis mit ihrem Vater, das den Grundstein für ihre Leidenschaft für Pferde legte. Die dreireihige Perlenkette, die George VI. seiner Tochter schenkte, war ihr tägliches Accessoire. Jedes Tageskleid musste so gefertigt werden, dass die Kette zur Geltung kam. "Die Queen war durchaus kokett", sagt Modeschöpfer Stewart Parvin, der die Queen zwanzig Jahre lang eingekleidet. Zu ihrem ikonischen Look gehörte auch die Handtasche. Was ist dran an dem Handtaschen-Code, mit dem die Queen angeblich Signale an ihr Team sendete? Ihre Privatsekretärin klärt auf, wie die Kommunikation mit ihrer Chefin lief. Besonders gerne denkt Samantha Cohen an Aufenthalte mit der Queen in Balmoral, wo nicht nur die Amtsgeschäfte auf dem Plan standen, sondern auch viel gelacht und getanzt wurde.
20:55
Wohl fast jeder kennt Königin Elizabeth II., die Jahrzehnte lang das höchste Amt bekleidete und von der jeder Schritt beobachtet wurde. Doch wer war Elizabeth, bevor sie zur Königin gekrönt wurde? Wie sahen die Welt und ihr Leben aus, bevor sie sich nur noch der Erfüllung ihrer Pflicht widmete? Und wie gestaltete sie hinter den riesigen Toren der königlichen Paläste dieses neue Leben für sich und ihre Familie? Anhand bisher unveröffentlichter Archivbilder wird eine selten gezeigte, private Facette der Monarchin enthüllt; man entdeckt eine Frau im liebevollen Umgang mit ihren Angehörigen, entspannt und voller Witz. Bisher waren diese Tausende Stunden Videomaterial nicht öffentlich zugänglich, doch anlässlich des 70-jährigen Thronjubiläums im Jahr 2022 gab der Buckingham Palace über 400 Filme frei.
22:15
Pierre Leprieur, ein stolzer Hafenarbeiter aus Le Havre, hat sein gesamtes Leben in den Docks verbracht. Als Mann für alle Kämpfe wurde er durch sein politisches und gewerkschaftliches Engagement zu einer respektierten Persönlichkeit unter den Hafenarbeitern. Doch an seinem 60. Geburtstag, als seine Liebsten versammelt sind, bricht alles zusammen. Während seine Kinder Emma und Jean Reden halten, kommen persönliche Konflikte und Vorwürfe ans Licht. Mitten in die Feier platzt die Nachricht, dass Pierres jüngster Sohn Simon bei einem illegalen Autorennen mit einem Wagen voller Drogen festgenommen wurde. Und es gibt eine Verbindung zum Autohaus von Jean. Die beiden Brüder werden sofort festgenommen, Emma übernimmt ihre Verteidigung. Pierre ist außer sich und vermutet, dass in Wirklichkeit irgendjemand ihm eins auswischen will. Denn bis zu seiner Abwahl als Chef der Hafenarbeiter-Gewerkschaft hat er sich vehement gegen den grassierenden Drogenhandel in den Docks eingesetzt. Ist das Ganze ein Racheakt gegen ihn?
23:10
Der Mord an Pierre löst ein gewaltiges Beben in der Familie Leprieur aus. Könnte es sein, dass sein Tod mit seinem kompromisslosen Kampf gegen den Drogenschmuggel im Hafen in Verbindung steht? Emma begleitet Jean nach Paris, wo er vor dem Untersuchungsrichter aussagen muss. Sie fleht ihn an, die Wahrheit zu sagen, falls er Informationen über den Drogenschmuggel hat, die helfen könnten, den Täter zu finden. Aufgrund der im Ermittlungsverfahren gesammelten Beweise wird Jean wegen bandenmäßigen Drogenschmuggels angeklagt. Nach seiner Rückkehr nach Le Havre darf er die Stadt nicht verlassen und muss täglich auf der Polizeiwache erscheinen. Vergeblich versucht er, seine Versicherung für den Brand seines Geschäfts in Anspruch zu nehmen, doch sein vermeintlicher Freund, der Versicherer, lehnt das ab. Außerdem teilt ihm seine Schwester Emma mit, dass sie ihn nicht weiter verteidigen möchte. Pierre seinerseits hat kurz vor seinem Tod noch dafür gesorgt, dass sein jüngster Sohn Simon einen Job im Hafen bekommt, um dessen Chancen auf einen Freispruch zu erhöhen. Seit Pierres Tod ist Laurence verstört und orientierungslos. Sie bestreitet jegliche Beteiligung ihres Mannes an illegalen Aktivitäten. Als sie erfährt, dass er kurz vor seinem Tod alle Konten leer geräumt hat, steht sie finanziell mittellos da. Warum hat er das getan? Wie soll sie nun die Beerdigung bezahlen?