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TV Programm für ARTE am 05.05.2026

Jetzt

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Dänemark: Stegt Flaesk

Essen und Trinken

(1): Knuspriger Schweinebauch aus Dänemark: Das Stegt flæsk (2): Ein Biss'chen Heimat: Julie, eine Dänin in der Pariser Vorstadt (3): Ran an die Töpfe!

Danach

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Saneh Sangsuks Thailand / Polen / Paris

Magazin

(1): Thailand: Saneh Sangsuk, der Meister der Kurzgeschichte (2): Polen: Gipfelstürmer auf dem Weg zur Freiheit (3): Guatemala: Juanas Rindsragout (4): Paris: Europas erster Fallschirmsprung

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Spanien / Burgund / Polen

Magazin

(1): "Die Reise nach Ordesa", eine spanische Geschichte (2): Burgund: Das Keramik-Tal (3): Bali: Putu Suars Bambushühnchen (4): Polen, die Wiege einer Sprache des Pazifismus

Die Wallace-Linie 08:55

Die Wallace-Linie: Eine einzigartige Welt

Natur und Umwelt

Auf der australischen Seite der Wallace-Linie entstand ein geschützter Lebensraum mit eigenen natürlichen Grenzen. Hier nahm die Evolution einen eigenen Verlauf. Eine schmale, aber tiefe Meerenge verläuft zwischen Bali und Lombok im Süden sowie Borneo und Sulawesi im Norden: die Wallace-Linie, eine biogeografische Grenze, die nach dem Mann benannt ist, der sie im 19. Jahrhundert erstmals beschrieb. Sie trennt die australische von der asiatischen Tierwelt. Auf der einen Seite stellen Tiger Affen nach und Elefanten gestalten Flussläufe. Auf der anderen Seite durchqueren Känguru-Rudel weite Ebenen und Riesenechsen gehen in Trockengebieten auf die Jagd. Auf beiden Seiten der Linie hat die Evolution dafür gesorgt, dass sich die Tierarten an ihre Lebensräume angepasst haben - oft auf erstaunliche Art.

Die Wallace-Linie 09:35

Die Wallace-Linie: Wo Welten aufeinandertreffen

Natur und Umwelt

Eine schmale, aber tiefe Meerenge verläuft zwischen Bali und Lombok im Süden sowie zwischen Borneo und Sulawesi im Norden. Sie markiert die Wallace-Linie, eine biogeografische Grenze, benannt nach dem Naturforscher, der sie im 19. Jahrhundert erstmals beschrieb. Sie trennt die australische von der asiatischen Tier- und Pflanzenwelt. Auf der einen Seite stellen Tiger Affen nach und Elefanten prägen Landschaften und Flussufer. Auf der anderen Seite durchqueren Känguru-Rudel weite Ebenen, und Riesenechsen gehen in trockenen Regionen auf die Jagd. Beiderseits dieser Linie hat die Evolution Tierarten hervorgebracht, die sich an ihre Lebensräume angepasst haben - oft auf erstaunliche Weise. Die Wallace-Linie bildet die Grenze zwischen zwei Welten, in denen völlig unterschiedliche Tiere verblüffend ähnliche Lebensweisen entwickelt haben. Doch was geschieht, wenn beide Welten aufeinandertreffen?

Die Wallace-Linie 10:20

Die Wallace-Linie: Ein Kontinent, viele Welten

Natur und Umwelt

Die Wallace-Linie bildet einen Schutzwall für einzigartige Lebensformen. Jenseits dieser Linie, die die asiatische von der australischen Fauna trennt, sorgen weitere Grenzen für eine unglaubliche Vielfalt: Bergketten, Wälder und Meere trennen Lebensräume, die es so nur hier gibt. Im trockenen Landesinnern überwinden Rote Riesenkängurus große Strecken mit einer der energieeffizientesten Fortbewegungsarten: Sie hüpfen. Als während der letzten Eiszeit die Meeresspiegel stiegen, wurde Tasmanien vom australischen Kontinent abgeschnitten. Der Tasmanische Teufel ist vielleicht das furchterregendste aller australischen Beuteltiere: Er zermalmt Aas und Knochen mit einem Kiefer, der kräftiger ist als der aller anderen Tiere seiner Größe.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Japan: Kobe-Rindfleisch

Essen und Trinken

(1): Japanisches Ausnahmefleisch: Kobe-Rind (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Han Kangs Südkorea / Chamonix / London

Magazin

(1): Südkorea: Han Kang und die Wunden der Vergangenheit (2): Chamonix: Geburtsstadt der Olympischen Winterspiele (3): Belize: Aminis schwarze Hühnersuppe (4): London: Tödlicher Nebel

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: James Baldwin: Amerikaner in Paris / Türkei / Spanien

Magazin

(1): Ein Amerikaner in Paris: James Baldwin, endlich frei (2): Tee, das Getränk der türkischen Nation (3): Mexiko: Adrianas Honigkrapfen (4): Eine Bildungspionierin in Spanien

Die schönen Wilden 14:00

Die schönen Wilden

Komödie

Die hochzeitsflüchtige Französin Nelly folgt dem New Yorker Industriellen und Aussteiger Martin auf eine einsame Karibikinsel, wo sich zwischen beiden ein abenteuerlicher Liebeskrieg entspinnt. Als die emotionsgeladene Robinsonade durch einen innigen Kuss endlich befriedet scheint, taucht plötzlich Nellys angehender Ehemann Vittorio auf, der ihr einstiges Versprechen mit Gewalt einfordern will. Auch Martin ist durch einen Vertrag gezwungen, wieder seinem alten Beruf als Parfümeur nachzugehen. Das Paradies liegt in Trümmern ... Ein Film, der die Weltfluchtromantik intelligent parodiert und von der ersten Minute an kurzweilig unterhält. Martin lebt wie Robinson Crusoe auf einer kleinen Karibikinsel, wo er fernab der Zivilisation Gemüse anbaut. Nur ab und an fährt er in die nächste Hafenstadt, um seine Erzeugnisse zu verkaufen und sich ein wenig zu amüsieren. Bei einem solchen Ausflug macht er Bekanntschaft mit Nelly, einer hübschen Französin. Diese hat sich in das ihm benachbarte Hotelzimmer abgeseilt, um den Fängen ihres angehenden Ehemannes Vittorio zu entkommen. Als der wutentbrannte Bräutigam auftaucht und mit Gewalt Nellys Versprechen einzufordern versucht, kann Martin nicht umhin, ihr zu helfen. Doch Nelly gelingt es tatsächlich, in noch weitaus größere Schwierigkeiten zu geraten, indem sie ihren alten Freund und Nachtclubbesitzer Alex um ein wertvolles Gemälde bringt, das die mittellose Hochzeitsflüchtige in Reisegeld einzulösen gedenkt. Als Martin es trotzdem schafft, Nelly in ein Flugzeug nach Paris zu verfrachten, ist die Erleichterung groß. Aber da irrt er sich, denn Nelly ist ihm unbemerkt auf seine beschauliche Insel gefolgt. Der Aussteiger Martin sieht jedoch nicht ein, sein hart erarbeitetes Paradies mit der aufdringlichen Französin zu teilen, woraufhin sich zwischen beiden ein abenteuerlicher Liebeskrieg entspinnt. Nelly wiederum entdeckt, dass auch Martin auf der Flucht ist, und erhofft sich einen gemeinsamen Neustart in unbekannter Ferne. Jean-Paul Rappeneau inszenierte eine rasante, außergewöhnliche Filmkomödie über die Sehnsucht nach einer heilen Welt, die weniger auf eine spektakuläre Inszenierung als auf das hervorragende Spiel ihrer beiden Hauptdarsteller setzt. Der Film wurde an Originalschauplätzen in Venezuela, auf den Bahamas, in New York und Frankreich gedreht.

Mitbestimmung im Tierreich 16:00

Mitbestimmung im Tierreich: Oben und unten

Tiere

Zahlreiche Tierarten leben in Rudeln, Herden, Schwärmen. Doch wer gibt die Richtung an, wenn es darauf ankommt? Wer entscheidet, wo das Nest gebaut wird? Wer sagt, ob die Jagd weitergeht oder nicht? Der Zweiteiler führt in Wildschutzgebiete von Botswana bis Frankreich und zeigt, wie Tiere zum Wohle der Gemeinschaft ihre individuelle Meinung äußern. Ein spannender Einblick in die Welt der Tiere und ihre kollektive Entscheidungsfindung.

Mitbestimmung im Tierreich 16:55

Mitbestimmung im Tierreich: Alle Macht geht vom Volk aus

Tiere

Zahlreiche Tierarten leben in Rudeln, Herden, Schwärmen. Doch wer gibt die Richtung an, wenn es darauf ankommt? Wer entscheidet, wo das Nest gebaut wird? Wer sagt, ob die Jagd weitergeht oder nicht? Der Zweiteiler führt in Wildschutzgebiete von Botswana bis Frankreich und zeigt, wie Tiere zum Wohle der Gemeinschaft ihre individuelle Meinung äußern. Ein spannender Einblick in die Welt der Tiere und ihre kollektive Entscheidungsfindung.

Unsere Wälder 17:50

Unsere Wälder: Netzwerk der Tiere

Tiere

Die Dokumentationsreihe gibt Einblicke in das Leben seltener Arten, die in einige unserer Wälder zurückgekehrt sind, wie Luchs, Auerhuhn oder Wolf. Sogar Bärenspuren werden immer wieder in den Wäldern am Alpenrand entdeckt. Kein Wald gleicht dem anderen. Je nach regionalem Klima und Bodenbeschaffenheit herrschen unterschiedliche Pflanzen vor, die ihrerseits großen Einfluss auf die Tierwelt haben. Im Frühjahr etwa ertönt im Inneren der Bäume ein merkwürdiges Rauschen und Gluckern. Die Sonne hat Zucker in den Wurzeln und Stämmen aktiviert. Als süßer Saft steigt er im Inneren der Bäume empor und versorgt Vögel, Insekten und viele andere Lebewesen mit wertvoller Energie. Die Reihe schildert die erstaunlichen Verbindungen zwischen den Lebewesen unserer heimischen Wälder und berichtet vom gewaltigen Netzwerk der kleinen und großen Arten. Denn unsere Wälder sind keineswegs nur das Reich der Bäume, sondern beherbergen auch ein spannendes Netzwerk der Tiere.

Unsere Wälder 18:35

Unsere Wälder: Mut zur Lücke

Tiere

Alle unsere heimischen Wälder sind vom Menschen geprägt. Vor allem Fichtenmonokulturen sind durch Borkenkäfer, Stürme und hohe Temperaturen geschwächt und liegen großflächig am Boden. Was für viele wie eine Katastrophe aussieht, ist für den Wald ein Glücksfall: Vom Aussterben bedrohte Arten tauchen wie aus dem Nichts wieder auf: Luchs, Auerhuhn, ausgestorben geglaubte Käfer und viele andere Arten vermehren sich rasant. Andere, wie der Wolf, kehren zurück. Warum aber muss ein Wald erst sterben, damit sich die Natur erholen kann, damit Haselhuhn, Rothirsch und Auerhuhn zurückkehren? Mit seltenen, fantastischen Naturaufnahmen plädiert Jan Haft in seinem Film für Wälder mit einem Mosaik aus dichtem und offenem Baumbewuchs. Es ist das Licht der Sonne, das aus einem dunklen, grünen Kosmos ein Paradies macht. Die Liste der Arten, die von diesem Wandel profitieren, ist lang.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:: Schattenarbeit in Holland

Reportage

Anna kam als Au-pair von den Philippinen in die Niederlande und hat das Land seitdem nicht mehr verlassen. Sie ist undokumentiert, arbeitet aber trotzdem. Sie putzt, sechs Tage die Woche, drei Haushalte an einem Tag. Aus Angst vor einer Abschiebung will Anna unerkannt bleiben. Ihr Sohn ist in den Niederlanden geboren, einen Status hat er dadurch trotzdem nicht, ihm droht das Schicksal seiner Eltern - ein Leben im Verborgenen. Auch Marion kommt von den Philippinen. Mehr als zehn Jahre hat sie ohne Dokumente in Hotels, Küchen und Haushalten Amsterdams gearbeitet - und auch Ausbeutung erlebt. Für ihr Leben in den Niederlanden hat Marion ihre drei Kinder bei den Großeltern gelassen. Marion hat ihre Kinder finanziell unterstützt, ihnen eine gute Ausbildung ermöglicht - ihre Kindheit konnte sie nur aus der Ferne erleben. Inzwischen besitzt Marion eine Aufenthaltserlaubnis und ist Mitglied der Gewerkschaft FNV, die die Rechte der undokumentierten Arbeitskräfte stärken will. Zu oft hat sie erlebt, dass Familien von heute auf morgen alles verlieren und nach Jahren in den Niederlanden zurückkehren müssen. Viele philippinische Migrantinnen und Migranten arbeiten in Privathaushalten, in der Kinderbetreuung oder in der Gastronomie. Sie werden bar bezahlt, haben keinen Arbeitsvertrag und keine soziale Absicherung. Im Alltag versuchen sie, nicht aufzufallen, auch deswegen bleiben sie unter sich. Der Arzt Tom Matthews versucht, ihnen zu helfen: Er bietet kostenlose Sprechstunden für die Undokumentierten und Unversicherten an - aus Angst suchen sie meist erst spät medizinische Hilfe.

Die NS-Justiz: Recht des Unrechts 20:15

Die NS-Justiz: Recht des Unrechts

Dokumentarfilm

Die Zerstörung der traditionellen Rechtsordnung gehört vermutlich zu den weniger bekannten und dennoch wesentlichen Zielen der Nationalsozialisten. Als erbitterte Gegner des römischen Rechts, der Philosophie der Aufklärung und der von der Französischen Revolution getragenen Werte wollten sie ihre Vorstellungen von der Rolle der Justiz um jeden Preis durchsetzen. Die Etablierung einer starken nationalsozialistischen Rechtspflege wurde zur vorrangigen Aufgabe, bildete sie doch die Grundlage der "neuen Welt", die das Tausendjährige Reich hervorbringen sollte. Die Gleichschaltung der Justiz begann in Deutschland und zielte auf die Errichtung einer durch Blut- und Rassegesetze bestimmten Gesellschaft. Vor der Kulisse von Fritz Langs Film "M" erzählt der Dokumentarfilm die Geschichte der radikalen Umformung der Justiz. An vier Einzelschicksalen werden Triebkräfte und ideologische Hintergründe erforscht. Wie gelang es Hitler und seinen Gefolgsleuten, die Rechtsordnung derart auszuhöhlen und durch die schrittweise Unterwerfung des gesamten Justizapparates die Vorherrschaft der "Volksgemeinschaft" über das Individuum durchzusetzen? Neben dem Werdegang des bayerischen Scharfrichters Johann Reichhart, der über 3.000 Todesurteile vollstreckte (darunter auch das der Geschwister Scholl), schildert die Dokumentation das Schicksal der Gerichtsreferendarin und Widerstandskämpferin Elisabeth Gloeden, des hochrangigen NS-Juristen und Polizeichefs Werner Best und des Rechtsanwalts und Nazi-Gegners Hans Litten. In der zwöfljährigen NS-Ära (1933-1945) verhängten Hitlers Gerichte etwa 16.000 Todesurteile, weitere 30.000 wurden von Militärgerichten ausgesprochen. Der Justizterror diente zunächst der Ausschaltung und Vernichtung des inneren Feindes und kündigte zugleich die kommenden Eroberungskriege und den Schrecken des Holocaust an. Die Zerstörung von Recht und Justiz endete 1946 mit den Nürnberger Prozessen und der Einführung neuer internationaler Regeln.

Vom Paradies in die Hölle 22:00

Vom Paradies in die Hölle: Schwarze Menschen unter dem Hakenkreuz

Dokumentation

Ein afro-karibischer Seemann wurde 1944 ins Konzentrationslager Mauthausen deportiert. Jahrzehnte nach dem Krieg vertraute Lionel Romney seine Erinnerungen seiner Tochter Mary an. Ihre Reise von der Karibik über Italien bis nach Österreich bildet den Rahmen des Dokudramas. Lionel, 1912 in Santo Domingo geboren und auf Sint Maarten aufgewachsen, heuert als junger Mann auf einem Frachtschiff an, um die Welt zu sehen. Doch seine Sehnsucht nach Freiheit wird zur tragischen Odyssee: Sein Schiff gerät in die Wirren des Zweiten Weltkriegs, wird beschossen und sinkt. Die Besatzung überlebt, doch Lionel landet in italienischer Gefangenschaft und wird nach Jahren in Lagern schließlich ins Konzentrationslager Mauthausen deportiert. Dort übersteht er elf Monate, bis amerikanische Truppen das Lager befreien. Die Dokumentation rückt ein verdrängtes Kapitel europäischer Geschichte in den Fokus: die Lebensrealität von People of Color im Nationalsozialismus. Diese war geprägt von kolonialen Kontinuitäten, Rassismus, Zwangsarbeit und politischer Willkür. Lionel Romney steht stellvertretend für viele, die zu Propagandazwecken missbraucht wurden oder der Verfolgung ausgesetzt waren. Expertinnen und Experten wie Clarence Lusane, Katharina Oguntoye, Walter Sauer und Serge Bilé erweitern die historische Perspektive. Archivmaterial und künstlerische Reenactments verweben sich zu einer dichten visuellen Erzählung.

Jugendliche im Widerstand: Edelweißpiraten 22:45

Jugendliche im Widerstand: Edelweißpiraten

Dokumentation

Die sogenannten Edelweißpiraten waren eine ursprünglich unpolitische Jugendbewegung, die gegen das Nazi-Regime Widerstand leistete. Der Gruppe gehörten Mädchen und Jungen an, die zumeist aus der Arbeiterklasse stammten. Gegen Kriegsende radikalisierte sich ein Teil von ihnen: Sie verbreiteten regimefeindliche Parolen und verübten Anschläge auf NS-Einrichtungen und -Funktionäre. Zentrum des Widerstandes war das Kölner Arbeiterviertel Ehrenfeld. Die Gruppe lebte versteckt in den Kellern der ausgebombten Häuser. Dort hatten die Jugendlichen Lebensmittel- und Waffenlager eingerichtet und geflüchteten Juden, Deserteuren und Zwangsarbeitern Unterschlupf gewährt. Nach der Ermordung eines NSDAP-Ortsgruppenleiters Ende Oktober 1944 setzte die Gestapo ein Sonderkommando ein, um die von ihnen so bezeichnete "Ehrenfelder Terrorgruppe" zu verfolgen und an den Galgen zu bringen. Die Autoren Georg Wellmann und Ingolf Gritschneder haben Dokumente, Fotos, Interviews und persönliche Erinnerungen zusammengetragen und schildern fast 80 Jahre nach Kriegsende ein nun vollständiges Bild der Ereignisse. Zu Wort kommen neben Zeitzeuginnen auch der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum und die deutsch-französische Journalistin Beate Klarsfeld.

Tracks East 23:35

Tracks East: Der Traum von Amerika - Sehnsucht oder Trugbild?

Reportagereihe

Der "American Dream" - einst Symbol für Aufstieg, Freiheit und Selbstverwirklichung - steht heute mehr denn je auf dem Prüfstand. In den USA, einem Land, das lange als Ort unbegrenzter Möglichkeiten galt, erleben viele Menschen eine von Unsicherheit und Angst geprägte Realität. "Tracks East"-Reporter Jean-Michel Scherbak zeigt, was aus dem amerikanischen Traum geworden ist. Cain Culto ist ein amerikanischer Rapper und Latino. In seiner Musik übt er harte Kritik an Trump und der Immigrationsbehörde ICE. Inspiriert von den Hymnen südamerikanischer Freiheitskämpfe schreibt er Songs, die seine wachsende Fangemeinde mitreißen und berühren. In einer ihrer Kolumnen lotet die Journalistin Masha Borzunova aus, wie der Begriff "American Dream" politisch genutzt wird. Von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart zeigt sie, wie Politiker den Traum immer wieder neu definieren. Während sich die Menschen in den USA keine Illusionen mehr machen, ist das Leben im Westen für viele Inder ein erstrebenswertes Ziel. Der Bildhauer Manjit Singh Gill findet, dass sich die Menschen vom Glamour des westlichen Lebens blenden lassen. Doch sein Neffe Ranjit Singh Sangha möchte nichts mehr, als sich in den USA ein besseres Leben aufzubauen - genau wie sein Onkel es bereits getan hat.