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TV Programm für ARTE am 02.08.2026

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Rebel of Pop: Madonna 21:55

Rebel of Pop: Madonna

Künstlerinnenporträt

Madonna, geboren 1958 in Bay City, Michigan (USA), ist eine feministische Pop-Ikone, die das Popstar-Sein als Kunstform begreift, dabei immer wieder Tabus bricht und sich gegen Konventionen auflehnt. Sie ist aber auch eine Unternehmerin, die nicht nur ihre künstlerische Freiheit auslebt, sondern auch die kommerzielle Kontrolle über ihre Arbeit innehat - unabhängig, selbstbestimmt und unangepasst. Madonna ist eine Rebellin des Pop In seinem Porträt zeichnet Filmemacher Oliver Schwabe ("Tokio Hotel - Hinter die Welt", "Die Paten von St. Pauli") anhand von exklusivem Archivmaterial die Karriere der Ausnahmekünstlerin nach und greift auf exklusive Interviews zurück, die die Journalistin Christiane Rebmann in den vergangenen Jahrzehnten mit Madonna hat führen können. Konzertaufnahmen und Videos zeigen die Wandlungsfähigkeit Madonnas, und Interviews zeugen von der Dringlichkeit und der Konsequenz, mit der sie ihre Karriere über Jahrzehnte verfolgt und sie zu einem Vorbild werden lässt. Dabei schont sie sich nie und ist bereit, über Grenzen zu gehen - sei es in ihrem Sex-Book, in ihren expliziten Videos und Liveshows oder in ihren klaren Statements gegen Rassismus oder Homophobie. Sie sieht Provokation als Mittel, um gesellschaftliche Diskussionen anzustoßen. Madonna überschreitet bewusst Grenzen, um Diskurse über Sexualität, Religion oder Geschlechterrollen auszulösen. Dafür liebt sie ihr Publikum, für das die Künstlerin stellvertretend für Freiheit und Gleichheit kämpft. Madonna spricht im Film für sich selbst und lässt so einen besonderen Blick auf eine schwer zu fassende Kunstfigur zu, die immer überrascht, manchmal provoziert, aber sich dabei stets treu bleibt.

Danach

Disco - Soundtrack eines Aufbruchs 22:50

Disco - Soundtrack eines Aufbruchs: Aufstand der Tanzenden

Dokumentation

Auf David Mancusos Loft-Partys, in Clubs wie dem Gallery und Paradise Garage kommen Menschen jeder Hautfarbe und sexueller Orientierung zusammen und feiern gemeinsam das Leben. Diese Orte sind die Vorläufer der ersten Diskotheken. Dort entwickeln DJs wie Nicky Siano oder Larry Levan Skills wie Mixing und Beatmatching und bringen damit die Menge auf dem Dancefloor zum Kreischen. Der charakteristische "Four on the floor"-Schlagzeug-Groove, entwickelt von Earl Young, war bei "The Love I Lost" von Harold Melvin & The Blue Notes im Jahr 1973 zum ersten Mal zu hören. Auch Songs wie "Soul Makossa" von Manu Dibango, erschienen auf einem kleinen Plattenlabel in Kamerun, gehören zu den frühen Hits der Disco-Ära. Erlaubt ist, was tanzbar ist - ganz egal, woher es kommt. Disco ist damit eine der inklusivsten Szenen überhaupt. Heute würde man die frühen Discos wohl als sogenannte Safe Spaces bezeichnen, denn Disco ist zunächst der Sound der Ausgegrenzten - der LGBTIQ+*-Community, der Schwarzen, der Hispanoamerikaner und Frauen. Disco wird ihre Waffe im Kampf um Gemeinschaft, Identität und Inklusion. Sie, die Außenseiterinnen und Außenseiter, treiben das neue Genre voran. Der Sound, zu dem sie tanzen, wird bald die Welt erobern.

Disco - Soundtrack eines Aufbruchs 23:40

Disco - Soundtrack eines Aufbruchs: Keiner kann uns aufhalten

Dokumentation

Mitte der 1970er werden junge schwarze Soulsängerinnen zu Disco-Diven, schwarze Männer und Latinos zu Superstar-DJs. Der Glamour der ersten Disco-Divas wie Donna Summer, Gloria Gaynor oder Anita Ward steht im krassen Gegensatz zur Lebensrealität vieler US-Amerikanerinnen und -Amerikaner. Wenige Jahre zuvor mussten diese Ausnahmesängerinnen noch in braven Girl Combos die Arme hin- und herschwingen und so tun, als wären sie die Unschuld vom Lande. Jetzt werden Acts wie Patti LaBelle von angesagten Modedesignern ausgestattet wie funky Paradiesvögel aus dem All und liefern mit Hits wie "Lady Marmalade" den Soundtrack zum Eskapismus aus dem tristen Alltag. Sylvester, ein Drag-Sänger mit einem gigantischen Stimmumfang, feiert mit "You Make Me Feel" einen Riesenerfolg. Er darf mit dem San Francisco Symphony einen kompletten Abend bestreiten: der Hochkultur-Ritterschlag für das Disco-Genre. Spätestens mit dem Film "Saturday Night Fever" mit John Travolta und dem dazugehörigen Soundtrack der Bee Gees erobert Disco schließlich die ganze Welt. Die Clubs werden immer größer, das legendäre Studio 54 in New York liefert die Vorlage für Großraumdiscos weltweit. Von Lissabon bis Tokio, von Norwegen bis Südafrika sprießen Diskotheken aus dem Boden.