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TV Programm für ARTE am 30.08.2026

Jetzt

Wildes Argentinien 13:10

Wildes Argentinien: Berge und Steppen

Natur und Umwelt

Wie ein steinernes Rückgrat ziehen sich die Anden durch den Westen Argentiniens. Sie sind das Reich des Pumas. Die anmutige Raubkatze durchstreift die atemberaubende Bergwelt auf der Suche nach Beute. Sie steht an der Spitze der Nahrungskette, doch Beute ist nicht leicht zu finden. In Höhen von über 4.000 Meter ist nicht nur Nahrung, sondern auch Sauerstoff knapp. Um hier zu überleben, haben einige Tiere besondere Strategien entwickelt: Flamingos verfügen über ein eingebautes Filtersystem, das ihnen erlaubt, sich von Kleinstlebewesen im hochgiftigen Wasser zu ernähren. Und auch Bergviscachas sind nicht wählerisch: Um mit der knappen Nahrung ihres kargen Lebensraumes auszukommen, fressen die Nager ihren eigenen Kot. Zu den Füßen des knapp 7.000 Meter hohen Aconcagua erstrecken sich die endlosen Weiten der argentinischen Pampa. Das Grasland ist die Heimat der Großen Maras, die ihre Jungen in unterirdischen Bauen zu Welt bringen. Am Rand der Steppe hat sich über Millionen von Jahren eine Wüste aus Stein geformt: der Nationalpark Talampaya. Patagonien am südlichen Ende Argentiniens ist bekannt für sein raues Wetter, seine schroffen Berge und seine mächtigen Gletscher. Regelmäßig brechen Eismassen, so groß wie Kathedralen, von der 70 Meter hohen Kante des Perito Moreno. Lange galt der Perito Moreno als einer der wenigen großen Gletscher, die nicht schrumpften, mittlerweile zieht auch er sich zurück. Das Leben in Argentiniens Bergen und Steppen erfordert Mut, Ausdauer und Kreativität. In dieser einzigartigen Wildnis ist jeder Tag ein Kampf ums Überleben.

Danach

Wildes Argentinien 13:55

Wildes Argentinien: Die Kraft des Wassers

Natur und Umwelt

Wasser prägt den Norden Argentiniens und schafft Paradiese für eine einzigartige Tierwelt. An den Iguazú-Wasserfällen, die zu den größten der Erde zählen, stürzen jede Sekunde sechs Millionen Liter Wasser in die Tiefe. Rußsegler lassen sich davon nicht beeindrucken. Sie leben direkt hinter den Wasserfällen und ziehen dort ihre Jungen groß. Im subtropischen Norden Argentiniens sammelt sich das Wasser in riesigen Sümpfen. Hier leben Wasserschweine, die größten Nagetiere der Erde. Doch Vorsicht ist geboten, denn im trüben Wasser lauert Gefahr: Kaimane sind hier die wahren Herrscher und können jungen Wasserschweinen gefährlich werden. Mitten im Sumpf sind Inseln aus Wald die Heimat stimmgewaltiger Primaten: Brüllaffen. Mit Einbruch der Nacht enthüllt der Sumpf ein weiteres Farbenschauspiel: Frösche, die im Dunkeln unter UV-Licht leuchten. Durch ein Meer aus toten Bäumen schlängelt sich eine Anakonda bei der Jagd. Das Überschwemmungsgebiet Bañado la Estrella entstand, als ein Fluss seinen natürlichen Lauf änderte. Ein Vogel hat sich an diese neue Heimat besonders gut angepasst: Mit riesigen Füßen läuft das Blatthühnchen mühelos über den Blätterteppich auf dem Wasser, unter dessen Oberfläche bereits die Anakonda lauert. Das Schicksal des wasserreichen Nordens Argentiniens ist ungewiss. Durch den Klimawandel haben Dürreperioden in den letzten Jahrzehnten zugenommen - mit fatalen Folgen für die Tierwelt: Verheerende Brände zerstören über die Hälfte des Nationalparks Iberá. Die Dokumentation zeigt in eindrucksvollen Bildern die einzigartige Artenvielfalt.

Perfect World 14:40

Perfect World

Drama

Texas, 1963. Nach dem Attentat auf Präsident Kennedy nimmt Butch, ein Verbrecher auf der Flucht, den kleinen Phillip als Geisel. Sheriff Red Garnett heftet sich an seine Spur, begleitet von einem Scharfschützen und der Kriminologin Sally Gerber. Doch die Verfolger beginnen allmählich, zu verzweifeln ... - Spannendes, melodramatisches Psycho-Drama (1993) mit Kevin Costner. Texas, 1963: Den Gangstern Robert "Butch" Haynes und Terry Pugh gelingt es, aus dem Gefängnis von Huntsville zu flüchten. Bei einem Einbruch nehmen sie einen achtjährigen Jungen als Geisel. Als der aggressive Terry sich fast an dem kleinen Phillip vergeht, erschießt Butch ihn in einem Kornfeld. Von nun an fahren Butch und seine junge Geisel allein durch Texas. Butch hat ein klares Ziel: Alaska. Dort wohnt sein Vater, den er nie kennengelernt hat. Auch der kleine Phillip ist ohne Vater aufgewachsen, und so entwickelt sich zwischen dem ungleichen Paar eine Vertrautheit wie zwischen Vater und Sohn. Indessen macht sich Sheriff Red Garnett, der einst Butch ins Gefängnis gebracht hat, auf die Suche nach den Flüchtigen. Ihn begleiten die Kriminologin Sally Gerber, die sich klug gegen ihre männlichen Kollegen zu behaupten weiß, und der FBI-Scharfschütze Bobby Lee, der sich mehr für seine selbstbewusste Kollegin als für die Ergreifung des Gangsters zu interessieren scheint. Während das ungleiche Duo den verzweifelnden Polizisten ständig entwischt, lernt der aus einer strenggläubigen Familie kommende Phillip die Vorzüge des ungezähmten Lebens kennen, das Butch führt. Für den Jungen ist die Reise durch Texas auch ein Schritt in Richtung Erwachsenwerden: Er lernt, dass Gut und Böse nicht immer leicht zu trennen sind und dass auch im Herzen gute Menschen zum Opfer ihrer Umstände werden können.

Die Villen der Medici 16:50

Die Villen der Medici: Liebe, Macht und Kunst

Dokumentation

Das kulturelle Erbe, das die Familie Medici der Menschheit hinterlassen hat, ist immens. Als Förderer von Kunst und Kultur scharte sie die größten Künstler in Florenz um sich: Donatello, Sandro Botticelli, Michelangelo, Leonardo da Vinci - um nur einige Namen zu nennen. Diese wiederum mehrten den Ruhm der einflussreichen Familie. Die Medici schafften es mit Geld, Intrigen und Gewalt, aber auch dank ihrer kulturellen Bildung an die Spitze der Macht - bis hin zum Amt des Papstes. Die Landsitze der Familie - prachtvolle, herrschaftliche Villen rund um Florenz - sind Zeugen von Mord und Totschlag ebenso wie von berührenden Liebesgeschichten. Die Medici-Villa in Poggio a Caiano, erbaut von Lorenzo dem Prächtigen und stilbildend für die Renaissance-Villen, war ausdrücklich für die Flitterwochen neuvermählter Paare in der Familie vorgesehen. Der Park von Pratolino mit seiner heute verschwundenen Villa diente Francesco de' Medici und seiner Geliebten Bianca Cappello als geheimes Liebesnest. Und in Cerreto Guidi geht noch heute der Geist von Isabella de' Medici um, die im Jagdschloss der Familie ihr junges Leben aushauchte... Im 18. Jahrhundert starb die Linie der Medici-Herrscher aus, die letzte Vertreterin der Dynastie hinterließ keine leiblichen Erben - aber ein Testament, das den Kunstsinn der Medici noch einmal machtvoll zum Ausdruck bringt. Anna Maria Luisa de' Medici ist es zu verdanken, dass die Kunst, die ihre Vorfahren über Jahrhunderte gefördert und gesammelt hatten, noch heute dort zu sehen ist, wo sie entstand: in Florenz.

Vivaldi mit Lea Desandre 17:45

Vivaldi mit Lea Desandre

Klassische Musik

Zu den Engagements von Lea Desandre gehören Liederabende mit Alexandre Kantorow und Konzerttourneen mit Thomas Dunford und dem Ensemble Jupiter. Sie gastiert an der Pariser Opéra, auf dem Festival d'Aix-en-Provence, in der New Yorker Carnegie Hall und im Sydney Opera House. Vor ihrer Rückkehr zu den Salzburger Festspielen für das Vivaldi-Pasticcio "Hotel Metamorphosis" feierte sie Rollendebüts als Sapho, Iphise und Eglé in Jean-Philippe Rameaus "Les Fêtes d'Hébé" an der Opéra Comique in Paris und als Poppea in Georg Friedrich Händels "Agrippina" am Opernhaus Zürich. Thomas Dunford, 1988 in Paris geboren, erhielt mit neun Jahren seinen ersten Lautenunterricht bei Claire Antonini. Er setzte seine Studien am Pariser Konservatorium und an der Schola Cantorum in Basel bei Hopkinson Smith fort. Seine erste Solo-CD, "Lachrimæ", gewann 2013 den belgischen Caecilia Prize, das zweite Album, "Labirinto d'Amore", den Choc de Classica, sein Bach-Album wurde von der Zeitschrift "Gramophone" als Editors Choice geehrt. 2018 gründete Thomas Dunford das Ensemble Jupiter, mit dem er regelmäßig in den renommierten Konzerthäusern Europas und der USA gastiert.

Karambolage 18:35

Karambolage: Bibi / Die "Libération"

Magazin

(1) Bibiana Diaz ist Kolumbianerin und lebt seit drei Jahren in Frankreich. Ihr Spitzname Bibi brachte ihr einige Überraschungen, als sie in ihrer neuen Heimat ankam. (2) Nikola Obermann erzählt vom Ende der deutschen Besatzung in Frankreich während des Zweiten Weltkrieges. (3) Und wie immer - das Rätsel.

Zu Tisch 18:45

Zu Tisch: Banat, Rumänien

Essen und Trinken

Viorel Baias und seine Frau Mioara haben vor zwölf Jahren damit begonnen, Feigen anzubauen. Heute besitzen sie 300 Feigenbäume. Viorel verkauft die Früchte auf kleinen Märkten in der Region. Mioara legt die Feigen ein, verarbeitet sie zu Marmeladen und erfindet immer neue Rezepte. Aus den getrockneten Blättern des Feigenbaums macht sie Tee. Überall in Svinita, einem kleinen Dorf auf der rumänischen Seite des Banats, stehen Feigenbäume in den Gärten. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner sind sie eine zusätzliche Einkommensquelle. In der Erntezeit versorgt Miora zusammen mit ihrer Freundin Georgeta die Erntehelfer. Sie bereiten Sarmale zu - die Krautwickel mit einer Hackfleischfüllung sind eine rumänische Spezialität. Außerdem gibt es einen Salat mit getrockneten Feigen, Teigtaschen mit einer Quark-Feigenmus-Füllung und getrocknete Feigen im Schokomantel.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

GEO Reportage 19:40

GEO Reportage: Bretagne, die raue Schönheit

Reportage

Nicolas Chaléa und Nathan Rouleau waren nicht immer Fischer: Der Meeresbiologe und der Kaufmann leben aber leidenschaftlich gern am Meer und nun auch von ihm. Doch das wird immer komplizierter und verlangt den Männern immer ausgefeiltere Techniken und Strategien ab. Mit ihrem Boot, der "Sakana", sind sie sechs Tage die Woche auf See, oft mehr als 13 Stunden am Tag. Unberechenbar und launisch sei das Meer, sagen sie. Nie wisse man, wo der Fisch sei und nur mit viel Erfahrung, Können und einer Engelsgeduld können sie dem begehrten Seebarsch nachstellen. Beide stammen aus dem Bigoudenland, einer malerischen Gegend im Departement Finistère, die viel Charakter und Tradition besitzt. Und die wird auch gelebt: Der Name des Bigoudenlandes bezieht sich auf den Kopfschmuck, die berühmten Spitzhauben, die die Frauen hier früher trugen. Sie krönten die spitzenverzierten Trachten bis ins 19. Jahrhundert - und diese Kunst lebt immer noch weiter. Ebenso wie die Musik. Bagads nennen sich die Musikensembles, bestehend aus Blasinstrumenten wie Bombarde und Dudelsack. Dazu kommen viele kleine Trommeln, ganz in der Art schottischer Pfeifenkapellen. Es gibt viel zu entdecken in der Bretagne - der rauen Schönheit am Atlantik.

Die Firma 20:15

Die Firma

Thriller

Mitch McDeere ist ein junger und ehrgeiziger Juraabsolvent, der in der renommierten Anwaltskanzlei Bendini, Lambert & Locke eine vielversprechende Anstellung findet. Gemeinsam mit seiner Frau Abby genießt er die Vorteile und das Prestige seines Postens. Die Firma, wie die Kanzlei von den Angestellten genannt wird, bezahlt nicht nur gut, sondern engagiert sich auch für die Familien der Mitarbeiter. Das Leben des jungen Ehepaares scheint perfekt. Dass "die Firma" sich auch um eine andere Art von Familie kümmert, die Mafia, wird Mitch erst klar, als ihm ein FBI-Agent von mysteriösen Todesfällen unter ehemaligen Angestellten berichtet. Demnach würde die Kanzlei mit einem Clan gemeinsame Sache machen. Mitch soll für das FBI geheime Dokumente seines Arbeitgebers beschaffen, um die mafiösen Machenschaften beweisen zu können. Damit würde er jedoch nicht nur gegen seinen Eid als Anwalt verstoßen, sondern auch Gefahr laufen, selbst ins Fadenkreuz der Mafia zu geraten. Mitch muss sich entscheiden.

Tom Cruise: Mann mit zwei Missionen 22:40

Tom Cruise: Mann mit zwei Missionen

Künstlerporträt

Der US-Schauspieler Tom Cruise drehte mit renommierten Regisseuren wie Martin Scorsese ("Die Farbe des Geldes"), Sydney Pollack ("Die Firma"), Oliver Stone ("Geboren am 4. Juli"), Michael Mann ("Collateral"), Paul Thomas Anderson ("Magnolia") und Steven Spielberg ("Krieg der Welten", "Minority Report"). Er geht voll und ganz in seinen Rollen auf; als Held von "Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel" ist er ebenso überzeugend wie als Hauptdarsteller des letzten Kubrick-Films "Eyes Wide Shut". Doch trotz all dieser Erfolge hat Hollywood seinen Kultstar nie mit einem Oscar belohnt. Auf der Höhe seines Ruhms kam Cruise zu Fall, als er sich immer stärker bei der Sekte Scientology engagierte, zu deren prominentesten Gesichtern er zählt. Alle seine Frauen haben ihn verlassen, von Mimi Rogers über Nicole Kidman bis zu Katie Holmes, und er scheint im Leben sehr alleine zu sein. Liegen die Ursachen in seiner schwierigen Kindheit und Jugend, bei seinem gewalttätigen Vater, der von seiner Mutter verlassen wurde? Seine Filme verraten einiges über ihn, denn Cruise interpretiert die Drehbücher immer wieder neu, um viel von seiner eigenen Geschichte hineinzulegen.

China vs. Hollywood: Traumfabrik unter Kontrolle 23:35

China vs. Hollywood: Traumfabrik unter Kontrolle

Dokumentation

Hinter den Kulissen hat sich Hollywood jahrelang den Wünschen der chinesischen Zensur gebeugt. Zum Wendepunkt wurde das Jahr 1997, als mit "Sieben Jahre in Tibet", "Kundun" und "Red Corner" drei Filme in die Kinos kamen, die das Missfallen Pekings erregten. Die beteiligten Studios wurden danach von Peking auf eine "schwarze Liste" gesetzt. Fortan suchten die Studios, in ihren Filmen umstrittene Personen wie den Dalai Lama oder Themen wie Taiwan zu vermeiden. Die Dokumentation zeigt auf, wie US-amerikanische Filmstudios zugunsten möglicher Profite auf dem chinesischen Kinomarkt in vorauseilendem Gehorsam Storys und Drehbücher verbiegen. In keinem modernen Thriller darf China mehr der Bösewicht sein. Gerne werden dafür zusätzliche chinesische Figuren in ihre Geschichten eingebaut. Und manchmal taucht die chinesische Armee in Science-Fiction-Blockbustern als Retterin in der Not auf. Sogar einen ihrer größten Stars hat die Traumfabrik fallen lassen, weil sein Engagement für ein freies Tibet der Pekinger Regierung missfällt: Richard Gere. Der Filmemacher Mario Sixtus reist nach Hollywood und trifft sich mit dem Fachjournalisten Erich Schwartzel, dem Filmproduzenten Chris Fenton, dem Drehbuchautor Jeremy Passmore, dem Historiker Thomas Doherty und James Tager vom US-amerikanischen Schriftstellerverband PEN. Ergänzt werden die Gespräche durch Beobachtungen aus China von der Hongkonger Filmemacherin Sophia Shek und der Journalistin Miriam Steimer.