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Haben wir Menschen den Lauf der Geschichte eigentlich selbst in der Hand? Oder sind mikroskopisch kleine Erreger entscheidender, als wir glauben? Infektionskrankheiten von der Pest über die Spanische Grippe bis Covid-19 haben gravierende Spuren hinterlassen. Die Dokumentation betrachtet die größten Seuchen der Menschheitsgeschichte - gemessen daran, wie stark sie Gesellschaften verändert und Machtstrukturen ins Wanken gebracht haben. Die tödlichen Auswirkungen der Pest sind unbestritten: Im 14. Jahrhundert löschte sie schätzungsweise die Hälfte der europäischen Bevölkerung aus. Doch damit nicht genug, wie der Soziologe Jonathan Kennedy zeigt: Die Pest untergrub nebenbei den Feudalismus und legte das Fundament für die Reformation und den modernen Kapitalismus. Würden wir ohne die Pest also heute noch im Mittelalter leben? Mindestens genauso einschneidend war ein anderes Ereignis im Jahr 1492. Ein gewisser Christoph Kolumbus segelte nach Amerika. Mit an Bord: eine Menge tödlicher europäischer Viren und Bakterien. Diese trafen bald auf die nicht-immunisierten Bewohner eines fernen Kontinents. Innerhalb weniger Jahrzehnte starben daran bis zu 90 Prozent der indigenen Bevölkerung - die größte demografische Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Über Jahrhunderte gewachsene Kulturen und Berge an regionalem Wissen gingen zum Teil unwiederbringlich verloren. Welche Zukunft hätten diese Zivilisationen wohl gehabt, wären sie von den eingeschleppten Krankheiten verschont geblieben? Und was erwartet uns in der Zukunft?
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Toskana, frühes 17. Jahrhundert: Benedetta tritt als Kind ins Kloster ein und wächst zu einer Nonne heran, die von Erscheinungen Christi berichtet. Als die Novizin Bartolomea Zuflucht im Kloster sucht, entsteht zwischen beiden eine heimliche Beziehung. Als Benedetta Stigmata aufweist, beginnt ein Machtkampf um Glaube und Wahrheit. Historien-Drama von Paul Verhoeven. Pescia in der Toskana zu Beginn des 17. Jahrhunderts: Die junge Benedetta wird von ihren Eltern in ein Kloster gebracht - in der Überzeugung, dass ihre Tochter unter besonderem Schutz Christi steht. Jahre später ist sie eine respektierte Ordensschwester, doch ihre religiösen Visionen, die sie seit ihrer Jugend begleiten, sorgen weiter für Misstrauen. Als Benedetta von rätselhaften Schmerzen heimgesucht wird, wird ihr eine junge Novizin zur Seite gestellt, die sie pflegen soll: Bartolomea, die vor Gewalt in ihrem Elternhaus geflohen ist und nur wegen Benedettas Fürsprache im Kloster aufgenommen wurde. Zwischen der frommen, willensstarken Benedetta und der frivolen Bartolomea wächst eine enge Bindung, die sich zunehmend gegen die Regeln des Konvents richtet. Gleichzeitig werden Benedettas Visionen immer häufiger - bis sie eines Morgens mit Wundmalen an Händen und Füßen aufwacht. Für viele sind die Stigmata ein Zeichen göttlicher Auserwähltheit, weshalb sie zur neuen Äbtissin ernannt wird. Für andere sind die Verletzungen ein billiger Täuschungsversuch und Benedettas neuer Status ihnen ein Dorn im Auge: Privilegien, Einfluss und eine wachsende öffentliche Verehrung treffen auf Neid, Zweifel und den Versuch, das Geheimnis hinter den "Wundern" offenzulegen.