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TV Programm für ARTE am 24.01.2026

Cyberwelt - Die Zukunft ist jetzt 05:20

Cyberwelt - Die Zukunft ist jetzt

Dokumentarfilm

Die Dokumentation thematisiert die jüngsten Umwälzungen seit dem Aufkommen der Cyberwelt, von den Verheißungen des Internets über Big Data und Künstliche Intelligenz (KI) bis hin zum Cyberkrieg. Die Vorsilbe "Cyber" stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie "kontrollieren". Doch hat der Mensch wirklich noch alles unter Kontrolle? Seit der Erfindung des Internets machen die neuen Technologien rasante Fortschritte. Neben dem berüchtigten Data-Mining sorgt derzeit KI für Aufregung. Währenddessen gewinnt der Cyberkrieg in der antiwestlichen Strategie Russlands auf beunruhigende Weise an Bedeutung - frei nach der alten russischen "Maskirowka"-Taktik: Täuschung, Leugnung und Desinformation. "Wir sind als Gesellschaft auf diesem Planeten in einem ziemlichen Schlamassel." Dieser Satz eines Cyberexperten fasst die Bedrohung zusammen: Die postmodernen Gesellschaften rennen mit Vollgas gegen die Wand. Der Regisseur Shimon Dotan zeigt anhand von Ausschnitten aus Hollywoodfilmen, welche technologischen Auswüchse die Traumfabrik seit Stanley Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum" filmisch erforscht hat. Er dokumentiert die schwindelerregenden Entwicklungen des Cyberspace und verweist auch auf die verheerenden Auswirkungen eines Kapitalismus, der in seiner Profitgier auch nicht vor der Privatsphäre haltmacht. Ingenieure sehen die Künstliche Intelligenz als ersten Meilenstein auf dem Weg zu einer erweiterten menschlichen Intelligenz - eine Entwicklung, die - wenn sie unreguliert bleibt - ein Worst-Case-Szenario nicht ausschließen lässt.

360° Reportage 06:50

360° Reportage: Borneo, wo junge Orang-Utans leben lernen

Reportage

Ursulae ist schwer gefordert: Die Mitarbeiterin des Waldkindergartens im indonesischen Nyaru Menteng ist mit zwei ihrer Schützlinge unterwegs, um ihnen das Leben im Regenwald beizubringen. Selfie und Nia sind Orang-Utan-Waisen, die von der Nichtregierungsorganisation Borneo Orangutan Survival Foundation (BOSF) krank und unterernährt aus Privathaushalten gerettet wurden. Die Organisation bemüht sich seit Jahren darum, Waisen wie diese beiden nach der Rettung auf ein Leben in der Natur vorzubereiten. Eine Arbeit, die Jahre dauert - denn nach uns Menschen pflegen Orang-Utans die längste Bindung zu ihren Nachkommen: Bis zu neun Jahre verbringen die Mütter mit ihrem Nachwuchs, bevor sie diesen in die Selbstständigkeit entlassen. In dieser Zeit bringen sie ihren Jungen alles bei, was sie wissen müssen, um zu überleben. Eine Aufgabe, die nun die Mitarbeitenden der Auffangstation übernehmen. Um jedem Alter gerecht zu werden, ist die Aufzucht der jungen Menschenaffen in mehrere Teile gegliedert - in einen Kindergarten, eine Schule und einen anschließenden mehrjährigen Aufenthalt auf sogenannten Vorauswilderungsinseln. Erst wenn sie all diese Stationen durchlaufen haben, sind die jungen Tiere bereit, in ihre ursprüngliche Heimat, die Wildnis, zurückzukehren. Seit Bestehen der Auffangstation in Nyaru Menteng erlangten mehr als 800 Orang-Utans ihre uneingeschränkte Freiheit in einem der sicheren Waldschutzgebiete auf Borneo. Auch Selfie und Nia sollen eines Tages dorthin zurückgebracht werden. Und Ursulae wird sie auf diesem langen Weg ein gutes Stück begleiten.

GEO Reportage 07:25

GEO Reportage: Kapverden: Zwei Hunde als Schildkrötenretter

Reportage

Die zweijährigen Hundegeschwister Kelo und Karetta verdanken ihre Namen den wissenschaftlichen Bezeichnungen zweier Schildkrötenarten. Marlene Zähner hat sie in der Schweiz ausgebildet - nun sollen sie auf die Kapverden gebracht werden, um dort Wilderer zu überführen. Ivan und Valdir, zwei Kapverdier und Mitglieder der Schutzorganisation Turtle Foundation, übernehmen die Hunde. Marlene zeigt ihnen, wie man den Hunden Befehle erteilt, damit sie auf dem Archipel zum Schutz der Schildkröten beitragen können. Die Jagd Einheimischer auf Schildkröten ist eine brutale Tradition: Um an das Fleisch zu kommen, schlitzen sie die Tiere bei lebendigem Leib auf. Seit einem Jahr fliegt ein Drohnenteam der Organisation nachts über die Niststrände, um die Wilderer mit Hilfe von Infrarotstrahlen zu ertappen. Mit Erfolg: Die Fälle von Wilderei gingen massiv zurück. Doch gefasst wurden die Täter bislang noch nicht. Diese Aufgabe sollen nun die beiden Hunde übernehmen - indem sie die Täter am Geruch der am Strand zurückgelassenen Werkzeuge ausfindig machen. Wie werden Kelo und Karetta die ersten Wochen auf den Kapverden meistern? Kommen sie mit ihren neuen Herrchen zurecht, und werden es auch in diesem Jahr genügend Babyschildkröten schaffen, das Meer zu erreichen?

360° Reportage 08:20

360° Reportage: Indonesien: Ein Dorf kämpft gegen die Fluten

Reportage

Wo sich früher Straßen und weite Reisfelder erstreckten, gibt es heute nichts als Wasser. Der Ozean hat sich tief ins Land gefressen und alles überspült, was auf seinem Weg lag - Häuser, Gärten, Mangrovenwälder und Ortschaften wie den ehemaligen Küstenort Timbulsloko. Über Generationen lebten die Menschen hier hauptsächlich vom Reisanbau, nun fangen sie Fische und versuchen sich in Aquakultur. Das Wasser in ihren Häusern steht bei Flut knietief, Betten und Stege haben sie nach oben verlegt, um nicht fliehen zu müssen. Zumindest diejenigen, die noch geblieben sind, weil sie nicht fortziehen können oder wollen. Hier ist ihr Leben, ihre Vergangenheit und ihre Herkunft, hier ruhen ihre Toten. So ist es auch bei der Familie der Händlerin und Neu-Fischerin Sunarti. Ihr Sohn und ihre Eltern liegen auf dem hiesigen Friedhof, zusammen mit den anderen Dorfbewohnern, die während der letzten Jahre gestorben sind. Auch den Friedhof holt sich der Ozean, zunehmend greift er nach dem abgelegenen Ort, trägt ihn Stück für Stück ab. Die Einwohner kämpfen dagegen an, versuchen, den Friedhof und ihre Häuser zu retten. Mit kurzfristigen Aktionen - Barrieren aus Autoreifen etwa - und langfristigen Maßnahmen wie dem Anpflanzen neuer Mangrovenwälder. Doch wie lange lässt sich das Wasser aus dem Alltag aussperren? Und wie lange halten die Menschen durch? Es ist ein Kampf gegen das Unvermeidbare. Und dennoch sind Sunarti und ihre Nachbarn entschlossen, in Timbulsloko zu bleiben. Um jeden Preis.

Stadt Land Kunst Spezial 09:15

Stadt Land Kunst Spezial: Costa Rica

Magazin

(1): Costa Rica: Eldorado des Carlos Saura (2): Costa Rica: Die Schätze der Erde (3): Costa Rica: Ein geheimnisvoller Botschafter

Stadt Land Kunst Spezial 09:55

Stadt Land Kunst Spezial: Kanada

Magazin

(1): Das Akadien von Antonine Maillet (2): Gaspésie: Zufluchtsort am Ende der Welt (3): Montréal auf dem Forschungstrip

Zu Tisch 10:35

Zu Tisch: Schwabenland

Essen und Trinken

Wenn Uli Stietz einen Sauerteig ansetzt, sieht es aus wie Magie: Einmal in der Woche vermischt der Müllermeister in seiner Backstube blubbernde Masse mit Mehl und Wasser. Daraus bereitet er verschiedene Teige zu: für Weizen-Roggen-Dinkel-Brot, Vollkornbrot mit Getreideschrot oder Emmerbrot. Eine Maschine übernimmt einen Teil der Knetarbeit, aber danach lässt Uli den Teig unter seinen Händen "tanzen", bis er ausreichend bearbeitet ist und die richtige Form hat. Dann kommen die Brote in den Ofen. Seit über 100 Jahren betreibt die Familie von Uli Stietz die Getreidemühle im Remstal nördlich von Stuttgart, in der das Getreide der Region gemahlen wird. Auf eigenen Feldern baut Uli selbst Urgetreide an: Dinkel und Schwarzen Emmer. Auch Ulis Tochter Thea ist Müllerin, ihr Mann Janik geht dem gleichen Beruf nach. Thea versorgt die Familie mit regionalen Gerichten: Spätzle, Brotaufstrich aus Grünkern oder Käsfüßle, einem typisch schwäbischen Gebäck.

Grönland, Überleben am Rand der Welt 11:00

Grönland, Überleben am Rand der Welt

Land und Leute

Grönland hat viele Geschichten zu erzählen: Die verlassenen Gebäude eines stillgelegten Kohlebergbau-Orts gehören ebenso dazu wie Katastrophen, bei denen Schiffe samt Besatzung vom Eis eingeschlossen wurden. Die arktische Tierwelt ist von unglaublicher Vielfalt. Hier leben Moschusochsen, Küstenseeschwalben, die zu den ausdauerndsten Zugvögeln der Tierwelt gehören, Narwale und Eisbären. Doch das grönländische Ökosystem ist bedroht. Mit dem Hundeschlitten geht es weiter, um mehr über traditionelle Fang- und Jagdmethoden zu erfahren, lokale Köstlichkeiten zu probieren und zu lernen, wie man bei minus 40 Grad Celsius überleben kann. Die Inuit haben sich den extremen klimatischen Bedingungen perfekt angepasst. Eine abenteuerliche Reise, die leider auch zeigt, dass die Landschaft Grönlands und die Lebensweise der Inselbewohner vom Klimawandel nicht verschont bleiben.

Småland - Schwedens wilder Süden 11:45

Småland - Schwedens wilder Süden

Landschaftsbild

Die Dokumentation offenbart die wilde Schönheit des Nordostens Smålands in Schweden und gewährt Einblicke in das Leben seiner scheuen Bewohner, die sie durch die Jahreszeiten begleitet. Im Mittelpunkt stehen die Hirsche bei der Aufzucht der Jungtiere, den herbstlichen Rivalitätskämpfen und dem winterlichen Ringen ums Überleben. Im Frühling verwandelt sich die Natur in einen riesigen Kindergarten: Ein Rehkitz wagt erste unsichere Schritte, Vogeleltern füttern unermüdlich ihre Jungen, Fuchs- und Dachswelpen stecken die Näschen aus dem Bau und erkunden neugierig die Welt. Später im Jahr, wenn sich der Herbstnebel über die Wälder legt, werden geheimnisvolle Lichtungen zur Bühne für die dramatischen Brunftkämpfe der Hirsche. Der Platzhirsch sichert sich das Recht, sein Revier zu kontrollieren und die dortigen Hirschkühe zu begatten. Doch er bezahlt seinen Sieg bisweilen mit dem Leben ... Im Winter wird das Überleben für alle Tierarten zum täglichen Kampf. Die Hirsche müssen ihre härteste Prüfung bestehen: Im tiefen Schnee können sie sich nur langsam fortbewegen, und die Nahrung wird knapp. Kälber und alte Tiere erliegen der Kälte, doch ihr Tod kommt anderen zugute - etwa den Seeadlern und Krähen, die stets wachsam am Himmel kreisen. Die eindrucksvolle Dokumentation zeigt nicht nur herrliche Landschaften und dramatische Momente aus der Tierwelt, sondern veranschaulicht auch den ewigen Kreislauf von Leben und Tod in der Wildnis. Und es wird deutlich, dass in der Natur jedes Lebewesen - so vergänglich es auch sein mag - zur Resilienz und zum Gleichgewicht eines großen Ganzen beiträgt.

Abenteuer Schweden 12:30

Abenteuer Schweden: Der Süden

Land und Leute

Schwedens Süden ist voller Geschichten und Naturwunder. Zwischen den Landesteilen Götaland und Svealand, benannt nach alten germanischen Völkern, entfaltet sich eine Landschaft, die mal sanft, mal wild ist. Hier begegnet man nicht nur Menschen mit abenteuerlichen Berufen, sondern auch einer faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt. Mitten in der schwedischen Hauptstadt erstreckt sich ein Grüngürtel: der erste Stadtpark der Welt, der zum Nationalpark erhoben wurde. Elche, Hirsche, Füchse, Biber, Adler und viele andere Tierarten sind hier beheimatet. Um sie kümmern sich Ranger wie der Brite Adam Norton Turner. Im Naturpark Eriksberg, einem der größten Wildreservate Nordeuropas, leben rund 1.700 Tiere - darunter Rothirsche, Mufflons und Wisente. Die europäischen Bisons waren schon in der Eiszeit in Skandinavien heimisch. Besucher erleben die Tierwelt auf Safari und entdecken seltene Arten in ursprünglicher Umgebung. Auf der Insel Gotland erzählen geheimnisvolle Steinsetzungen in Schiffsform von der Bronzezeit. Sie markieren uralte Gräber und erinnern an die spirituelle Verbindung der Menschen zur Natur. In den Wäldern der Insel blüht der seltene Gelbe Frauenschuh, eine Orchidee, die nur an wenigen Orten zu finden ist. Auf der vorgelagerten Insel Stora Karlsö ziehen 40.000 Trottellummen und Tordalke ihren Nachwuchs auf. Inmitten der Klippen haben Ornithologen der Universität Stockholm eine einmalige Forschungsstation errichtet. In der Natur sucht die Künstlerin Linda Vagnelind Inspiration für ihre Gemälde: Beim Kajakfahren an der Westküste oder bei Floßfahrten auf Schwedens längstem Fluss Klarälven.

Abenteuer Schweden 13:15

Abenteuer Schweden: Der Norden

Land und Leute

Schwedens Norden ist ein Winterwunderland voller Magie. Lappland bietet eine beeindruckende Vielfalt an Natur- und Kulturerlebnissen. In der Region leben zahlreiche Tierarten, darunter Polarfüchse, die seit 2006 im Rahmen eines Auswilderungsprogramms wieder angesiedelt werden. Ihr Bestand erholt sich langsam, und sie sind heute wieder in mehreren Nationalparks zu beobachten. Ein besonderes Highlight ist das jährlich neu errichtete Icehotel in Jukkasjärvi. Aus rund 30.000 Tonnen Schnee und Eis gestalten internationale Künstlerinnen und Künstler Räume, Suiten und Skulpturen. Gäste übernachten auf Rentierfellen bei konstanten minus fünf Grad - ein außergewöhnliches Erlebnis. Die Rentiere sind tief verwurzelt in der Kultur der Sami, dem indigenen Volk des Nordens. Sami-Familien betreiben seit Generationen Rentierzucht und teilen ihre Traditionen mit Schlittenfahrten und Rentierrennen, etwa beim berühmten Wintermarkt in Jokkmokk. Die Tiere werden speziell trainiert und versorgt, besonders in harten Wintern mit wenig natürlichem Futter. Ein Naturphänomen ist die große Elchwanderung am Ångermanälven. Jedes Frühjahr überqueren Hunderte Elche den Fluss auf der Suche nach besseren Nahrungsgründen. Das schwedische Fernsehen begleitet dieses Ereignis mit einer mehrwöchigen Livesendung und hat dazu 30 Kameras installiert. Die Wanderung gilt als eine der eindrucksvollsten Tierbewegungen Europas und zieht jährlich viele Naturbegeisterte an.

Krieg und Frieden 14:00

Krieg und Frieden

Drama

Rauschende Feste prägen die Sommer des russischen Hochadels Anfang des 19. Jahrhunderts. Doch am westlichen Horizont ballen sich Gewitterwolken zusammen. Napoleon Bonaparte überzieht ganz Europa mit Kriegen und marschiert im Juni 1812 auch in Russland ein. Im September erobern die Truppen des französischen Kaisers Moskau. Der "Vaterländische Krieg" erschüttert nicht nur das Russische Reich, sondern auch das Leben der Familie Rostow in ihren Grundfesten. Doch nicht nur auf den Feldern der Ehre werden Schlachten geschlagen. Die Tochter der Familie, Natascha, kann sich mit der geplanten Vernunftheirat mit Prinz Andrej Bolkonski nicht anfreunden. Ihr Herz gehört Anatol Kuragin. Und auch Graf Pierre Bezukow hat ein Auge auf die junge Aristokratin geworfen ... Umgeben von der Grausamkeit des Krieges kämpfen die Protagonisten um ihr Glück, ihre persönlichen Schicksale vermischen sich mit der großen Tragödie. Audrey Hepburn spielt in dieser Tolstoi-Adaption die Natascha mit großer Intensität.

ARTE Reportage 17:25

ARTE Reportage

Dokumentation

Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.

Mit offenen Karten 18:15

Mit offenen Karten: Raumfahrt: Privatisierung des Weltraums

Infomagazin

Im Weltall, das einst Schauplatz des Kalten Kriegs zwischen den Vereinigten Staaten und der UdSSR war, konkurrieren heute nicht nur Großmächte, sondern auch milliardenschwere Wirtschaftsmagnaten miteinander. Der bekannteste von ihnen ist Elon Musk mit seinem Satellitennetzwerk Starlink. Dieses definiert die strategischen Gleichgewichte neu und spielt sogar bei militärischen Auseinandersetzungen, wie in der Ukraine, eine Rolle. Im Zuge der wachsenden Einflussnahme dieser neuen öffentlichen und privaten Akteure stellt sich die Frage der "Privatisierung des Weltraums" immer drängender. Welche Regularien braucht es für diesen "New Space" mit seinen vielen Akteuren und ihren zuweilen hanebüchenen Vorhaben? Elon Musk will beispielsweise den Mars zu einem neuen "gelobten Land" machen ...

Transsilvanien - Das Herz Rumäniens 18:30

Transsilvanien - Das Herz Rumäniens

Dokumentation

Eingebettet in die Karpaten liegt Transsilvanien. Eine Region, die nicht nur durch ihre endlosen Wälder und fast unberührte Natur beeindruckt. In Städten wie Sighisoara und Biertan erinnern imposante Wehrkirchen daran, dass Transsilvanien - auch Siebenbürgen genannt - vor allem durch die deutsche Kultur geprägt wurde. Der Film porträtiert unter anderem zwei Siebenbürger Sachsen, die mit dem Wissen ihrer Vorfahren und teils uralten Werkzeugen ihr Haus renovieren. Ganz im Norden der Region liegt der sogenannte Fröhliche Friedhof. Einzigartig auf der Welt. Hier können die Besucher wie in einem offenen Buch über das Leben der Verstorbenen des Dorfes lesen. Denn jedes Holzkreuz erzählt auch die Geschichte des Toten, ehrlich und unverblümt. Dumitru Pop ist der Dorfchronist. Er schnitzt und bemalt die Kreuze und bestimmt alleine, welche Anekdote an den Toten erinnert. Seine Mission: die Sicht der Menschen auf den Tod verändern. Auf dem Pferdemarkt von Gilau trifft sich die größte ethnische Minderheit des Landes: die Roma. Der Pferdehandel gehört seit Jahrhunderten zu den angesehensten Berufen der Roma. Deswegen ist der Markt nicht nur pompöse Verkaufsshow, sondern auch eine Art Familientreffen. Für den Pferdehändler Costell und den Roma-Boss und Veranstalter des Marktes Pufi Moldovan geht es an diesem Tag nicht nur um viel Geld, sondern auch um Ruhm und Ehre.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

360° Reportage 19:40

360° Reportage: Nase an Nase mit den Pyrenäen-Bären

Reportage

In den hochgelegenen und weitgehend unberührten Tälern der Ariège und der Haute-Garonne fühlt er sich wohl: der Braunbär. Seit seiner Wiederansiedlung durch den Staat vor 30 Jahren ist seine Population von zehn auf rund 100 Tiere angewachsen. Der Wildbiologe Jean-Jacques Camara hat sein Leben dem Schutz der Pyrenäen-Bären gewidmet. Nachdem die Tiere fast ausgerottet waren, beteiligte sich der Wissenschaftler an der Wiederansiedlung des slowenischen Braunbären, einer eng verwandten Art. "Was die Menschen hier bewegt, ist beispielsweise die Politik rund um den Schutz der Bären, weil ihnen das oft übertrieben erscheint und sie es als eine Art Enteignung ihres Territoriums empfinden. Ich glaube, dass der Mensch den Bären irgendwie braucht, weil er doch ein unvergleichlicher Reichtum ist. Auch glaube ich, dass die Menschen von Wildtieren, aber vor allem von Bären träumen. Sie sind also auch ein Symbol, und für die Bewohner der Pyrenäen sind sie Teil ihrer Identität", sagt Camara. Für die Schäferinnen und Schäfer stellt sich die Koexistenz schwierig dar: Die Monate auf den Hochweiden sind geprägt von Sorge und Angst, Tiere durch Angriffe zu verlieren. Der Staat zahlt für Schutzmaßnahmen, etwa elektrische Zäune. einen zusätzlichen Hirten, der die Herde zu bewachen hilft, für provisorische Hütten, für die ausgebildeten Schutzhunde und auch harmlosere Abwehrmaßnahmen. All das ändert jedoch wenig am Gefühl der Nutztierhalterinnen und -halter, sich nicht nachhaltig gegen ein per Gesetz geschütztes Raubtier wehren zu können.

Das Geheimwissen der Alten Ägypter 20:15

Das Geheimwissen der Alten Ägypter: Magie & Medizin

Dokumentation

Als der Leipziger Ägyptologe Georg Ebers 1873 im ägyptischen Luxor ankommt, ist er auf der Suche nach einer geheimnisvollen antiken Schriftrolle - sie soll das medizinische Wissen der Alten Ägypter enthalten. Sie zu finden wäre eine Sensation, die den Forscher unsterblich machen könnte. Sie zu suchen, ist ein großes Abenteuer. Das Wissen, das Ebers zu entdecken hofft, war schon vor 3.500 Jahren nur einer kleinen Elite zugänglich. Die Kunst des Heilens wurde von Generation zu Generation weitergegeben - zusammen mit jahrhundertealten Rezepten für Heilmittel, in denen Magie und Medizin eine wirkmächtige Verbindung eingehen. Geheimwissen, das auf Papyrus festgehalten und wohlbehütet wurde. Papyrus - das Papier der Pharaonen - übt bis heute eine große Faszination aus. An der Universitätsbibliothek Leipzig soll der Chefrestaurator Jörg Graf die erste originalgetreue Kopie jener Rolle erschaffen, die Georg Ebers 150 Jahre zuvor nach Leipzig brachte und die heute als Papyrus Ebers weltbekannt ist: 18,6 Meter lang und eng beschrieben mit geheimnisvollen Zeichen, die fast 900 heilkundliche Texte ergeben. Doch was verbirgt sich dahinter? Dem geht die Ägyptologin und Pharmazeutin Tanja Pommerening an der Universität Marburg nach. Mit ihren Studentinnen forscht sie an Rezepturen aus dem Papyrus Ebers. Wie haben die alten Ägypter Haarausfall, Husten oder Verdauungsprobleme behandelt? Und kann uns dieses Wissen im 21. Jahrhundert noch nützlich sein?

Auf den Spuren der Cheops-Pyramide 21:45

Auf den Spuren der Cheops-Pyramide: Wunder der Architektur

Dokumentation

Die Cheops-Pyramide galt in der Antike als bedeutendstes der sieben Weltwunder, von denen sie heute als einziges noch erhalten ist. Mehrere Jahrtausende lang hielt die "Große Pyramide" den Rekord als höchstes Bauwerk der Welt mit der größten Masse und dem größten Volumen. Sie steht für die Perfektion sämtlicher Verfahren der Steinquaderarchitektur und wird seit mehr als 4.500 Jahren erforscht. In der Dokumentation werden die neuesten Erkenntnisse aus den archäologischen Forschungsarbeiten von Mark Lehner und Zahi Hawass vorgestellt, die das Verständnis für dieses faszinierende Baudenkmal revolutioniert haben. Wie gelang es den alten Ägyptern, ohne heutige Bau- und Vermessungstechniken und nur mit Kupferwerkzeugen ein derartiges Meisterwerk zu errichten? Woher kamen die Tausenden Arbeiter, die die schweren Steine bewegt haben? Waren sie Sklaven? Wie sahen Unterbringung und Speiseplan der Arbeitskräfte aus, und wie organisierten sie sich? In der Dokumentation kommt der französische Ägyptologe Pierre Tallet zu Wort, dessen Forschungsgruppe 4.500 Jahre alte Papyrusfragmente in einem Hafen am Roten Meer entdeckte, von dem aus Transportschiffe die großen Baustellen des ägyptischen Reichs belieferten. Unter den Papyri befindet sich das Logbuch des pharaonischen Beamten Merer, der für die Lieferung von Kalksteinblöcken für den Bau der Cheops-Pyramide zuständig war. Er beschreibt die Verschiffung der Steine über den Nil und die Herstellung der Kupferwerkzeuge, die beim Bau der Pyramide verwendet wurden. Außerdem erwähnt er die Kasernen und Hafenanlagen und den Namen des Verantwortlichen für den Bau der Cheops-Pyramide.

Gehirn unter Strom 22:40

Gehirn unter Strom: Hilfe bei Depression, Epilepsie und Parkinson?

Dokumentation

Parkinson-Patient Christian Lorek steht eine besondere OP bevor: Mit der "tiefen Hirnstimulation" soll das Zittern seiner Hände gestoppt werden, ein typisches Symptom der Parkinson-Krankheit. Dafür werden zwei Elektrodenkabel rund acht Zentimeter tief in sein Gehirn implantiert. Sie senden von dort dauerhaft Stromimpulse aus. Doch wird die Therapie wirken? Auch bei Epilepsie könnte das Verfahren eingesetzt werden. Doch Epilepsie-Patient Tim Sturm scheut einen Eingriff in sein Gehirn. Kann ihm ein erst kürzlich zugelassenes Schädeldecken-Implantat helfen, das von außerhalb durch den Kopfknochen hindurch das Gehirn mit Strom stimuliert? Im Kampf gegen schwere Depressionen ist die tiefe Hirnstimulation noch im Versuchsstadium. Am Uniklinikum Freiburg erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Verfahren und sehen bei ihren Probanden immer wieder erstaunliche Erfolge: Waren sie vorher von extremen psychischen Belastungen und Suizidgedanken geplagt, so zeigen sie unter der Strombehandlung wieder Lebensfreude. Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Marseille wollen zunächst das Gehirn auf Zell-Ebene verstehen, um die Möglichkeiten der Stromtherapien zu erweitern. Gemeinsam mit Materialforschern suchen sie nach dem perfekten Implantat, das flexibel und stabil zugleich sein sollte. Ärzte, Betroffene und Forschende aus Deutschland, Frankreich und England geben Einblick in bahnbrechende Therapien und neue technologische Entwicklungen. Die Wissensdoku macht deutlich: Neuro-Implantate für das Gehirn können Patienten eine Perspektive bieten.

Mozart-Matinee mit Kyohei Sorita 23:35

Mozart-Matinee mit Kyohei Sorita

Konzert

Bei seinem Debüt bei den diesjährigen Salzburger Festspielen präsentiert der japanische Pianist und Dirigent Kyohei Sorita an der Seite des Mozarteumorchesters Salzburg gleich zwei bedeutende Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart im Rahmen der traditionsreichen Mozart-Matineen im Großen Saal der Stiftung Mozarteum. Mit dem Konzert in Es-Dur, KV 271, welches Mozart für die Klaviervirtuosin Louise Victoire Jenamy komponierte, steht das letzte von Mozarts "Salzburger" Klavierkonzerten auf dem Programm. Der Name der Pianistin wurde lange Zeit fälschlicherweise als "Jeunehomme" gelesen, wodurch das Konzert zu seinem Beinamen kam. Das Werk ist eines der beliebtesten und am häufigsten gespielten Klavierkonzerten Mozarts und zeichnet sich durch die thematische Verknüpfung der Sätze sowie seine Klangschönheit aus. Im Anschluss erklingt das "Krönungskonzert" in D-Dur, KV 537, das sich von Mozarts vorherigen Klavierkonzerten durch eine ausgeprägte Virtuosität, die an die frühen Konzerte Ludwig van Beethovens erinnert, unterscheidet. Eingerahmt werden die Klavierkonzerte von der 32. Symphonie in G-Dur, KV 318, mit dem Beinamen "Ouvertüre" sowie der Ouvertüre zur Oper "Le nozze di Figaro", KV 492. 2021 belegte Kyohei Sorita beim 18. Internationalen Chopin-Wettbewerb den zweiten Platz, der höchste Auszeichnung für einen japanischen Pianisten in diesem Wettbewerb, seit Mitsuko Uchida 1970 ebenfalls mit dem zweiten Preis geehrt wurde. Mit diesem Erfolg gelang Sorita der weltweite Durchbruch als Konzertpianist. Als Dirigent debütierte er 2024 ebenfalls mit dem Mozarteumorchester Salzburg.

Gustavo Dudamel an der Pariser Oper 01:15

Gustavo Dudamel an der Pariser Oper

Konzert

Im Januar 2023 sind das Orchestre de Paris sowie Sängerinnen und Sänger der Académie de l'Opéra de Paris unter der Leitung von Gustavo Dudamel in der Pariser Oper zu hören. Der Maestro präsentiert ein Repertoire, das von hispanischen Rhythmen und Farben geprägt ist. Mit Werken von Leonard Bernstein, Heitor Villa-Lobos, Astor Piazzolla, Enrique Granados und Salvador Codina wird das prunkvolle Palais Garnier zum Schauplatz einer Reise zwischen dem europäischen und dem südamerikanischen Kontinent. Die Musik dieser Künstler ist weltoffen und universell: Villa-Lobos' Herz schlägt für die brasilianische Volksmusik, der Amerikaner Bernstein liebt karibische Rhythmen und die Partituren der Argentinier Salgán und Piazzolla sind vom Tango inspiriert. Jeder dieser Komponisten hat in der Musik des 20. Jahrhunderts eine einzigartige Stellung. Für frischen Wind sorgen unter Dudamels Leitung Sängerinnen und Sänger der Académie de l'Opéra de Paris - keine Unbekannten, sondern vielversprechende Nachwuchstalente der Pariser Oper. Die Musik des Galakonzerts gleicht einem farbenfrohen Fest mit zahlreichen spanischen und südamerikanischen Akzenten.

Inside Saporischschja - Ein Atomkraftwerk im Krieg 02:00

Inside Saporischschja - Ein Atomkraftwerk im Krieg

Dokumentation

Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine kehrte die Angst vor einer nuklearen Katastrophe zurück. Bereits in den ersten Kriegstagen besetzten russische Truppen die Sperrzone um die Atomruine Tschernobyl - wenig später folgte das Atomkraftwerk Saporischschja. Während sich die russischen Einheiten nach wenigen Wochen aus Tschernobyl zurückzogen, ist Europas größtes Atomkraftwerk seit Anfang März 2022 unter russischer Kontrolle. Immer wieder gerät die Anlage unter Beschuss. Die Stromversorgung wird unterbrochen, es brechen Brände aus. Fachleute schlagen Alarm: Im Krieg kann die vermeintliche Stabilität eines Atomkraftwerks jederzeit in eine akute Bedrohung umschlagen. Wie sicher sind Atomkraftwerke im Krieg? Was bedeutet das für die ukrainischen Arbeiterinnen und Arbeiter? Und was kann die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) tun? Die Dokumentation begleitet drei Mitarbeiter ukrainischer Atomkraftwerke und schildert die Folgen der russischen Besatzung: Angst, illegale Verhöre, Folter. Für IAEA-Chef Rafael Grossi sind die Bedingungen, unter denen das Personal arbeiten muss, die größte Sorge. Bei Regisseur Pavlo Cherepin weckten die Dreharbeiten persönliche Erinnerungen: Schon als Kind lernte der Ukrainer nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl das Wort "Evakuierung" kennen. Und so wirft der Dokumentarfilm auch einen Blick zurück auf ein Land, in dem der schwerste Unfall in der zivilen Nutzung der Kernenergie nicht vergessen ist.

Keziah Jones & Philippe Cohen Solal 02:55

Keziah Jones & Philippe Cohen Solal: Ground Control

Musikmagazin

Der Sänger Keziah Jones wurde in der nigerianischen Hauptstadt Lagos geboren. Er gilt als Begründer des Blufunk, eines explosiven Cocktails aus Funk und Blues. Auch der Komponist Philippe Cohen Solal ist als Mitbegründer der Electrotango-Band Gotan Project ein Meister im Mischen von Genres. 1989 begegneten sich die Künstler zum ersten Mal auf einer Caféterrasse im Pariser Quartier des Halles. Aus dieser Zufallsbekanntschaft entstand nun die gemeinsame EP "Class of 89" - gut Ding will eben Weile haben! Die beiden Musiker kennen sich also seit über drei Jahrzehnten, doch im Ground Control stehen sie erstmals gemeinsam auf der Bühne. Keziah Jones (Vocals und Gitarre) und Philippe Cohen Solal (Turntables) laden zu einer Reise durch ihr vielfältiges musikalisches Universum ein. Christophe Chassol moderiert das Konzert im Zeichen der Freundschaft, dem sich der Sänger und Rapper Sly Johnson anschließt.

28 Minuten 03:55

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.