Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11

TV Programm für ARTE am 27.09.2026

Jetzt

Mit dem Zug durch Hokkaido 13:10

Mit dem Zug durch Hokkaido

Tourismus

Blumenfelder unweit rauchender Vulkane - Kontraste prägen das Bild Hokkaidos, der nördlichen Hauptinsel Japans. Die Reise durch Hokkaido beginnt an ihrem Südzipfel, in der Hafenstadt Hakodate. Die Stadt war und ist das Tor zur Insel, und sie hat noch eine gut erhaltene Altstadt. Von hier aus gibt es eine Nebenstrecke, die immer am Meer entlangführt. Später geht es mit dem Hokuto Express in die Millionenmetropole Sapporo, wo es im "In-Viertel" Ramen-Lokale aber auch eine stille Jazzbar gibt. Von Sapporo geht es zur Steilküste von Shakotan, dort werden spektakuläre Shinto-Rituale praktiziert. Beim Bikuni-Schrein-Festival tragen Dutzende Frauen und Männer schwere Schreine durch loderndes Feuer. Mit dem "Lavendelexpress" geht es zu den Blumenfeldern Furanos. Rund um das Städtchen haben sich einige Blumenfarmen angesiedelt, die ganz Japan beliefern. Um die Farmen erheben sich aktive Vulkane, nicht weit entfernt ist der berühmte "blaue Teich", der durch vulkanische Einflüsse türkis gefärbt ist. Zur nächsten Etappe geht es mit dem Zug ins Landesinnere, zum Akan-Nationalpark mit seinen Vulkanen und Seen. Kengo Takiguchi ist ein Mitglied der indigenen Ainu-Volksgruppe. Nur noch einige Zehntausend der Ureinwohner Hokkaidos leben auf der Insel. Schließlich geht es noch einmal an die Küste, nach Akkeshi einem kleinen Fischerort, der inzwischen durch eine junge Whiskydestillerie eine gewisse Bekanntheit erhalten hat. Hokkaido ist eine der facettenreichsten Inseln Japans.

Danach

Man nennt mich Hondo 13:55

Man nennt mich Hondo

Western

Arizona, 1874: Kurierreiter der Kavallerie Hondo Lane durchquert das Grenzland zwischen den Fronten, als er auf die einsam gelegene Ranch von Angie Lowe und ihrem Sohn Johnny stößt. Ihr Ehemann hat Angie allein mit dem Kind zurückgelassen, doch sie will ihr Zuhause nicht aufgeben, trotz der wachsenden Spannungen zwischen der US-Armee und den Apachen. Hondo, verkörpert von John Wayne, erkennt die herannahende Gefahr und beschließt, vorerst an ihrer Seite zu bleiben. Zwischen dem wortkargen Scout und der entschlossenen Rancherin entwickelt sich eine vorsichtige Annäherung. Als die Gewalt näherrückt, gerät Hondo selbst in den Konflikt zwischen den verfeindeten Lagern und muss Entscheidungen treffen, die Mut, Loyalität und Menschlichkeit gleichermaßen verlangen. Mit "Man nennt mich Hondo" schuf John Farrow einen Western, der klassische Motive mit ungewöhnlich differenzierten Figuren verbindet. John Wayne verkörpert den Titelhelden als erfahrenen Grenzgänger zwischen zwei Welten, während Geraldine Page in ihrer ersten großen Filmrolle der Figur Angie bemerkenswerte Stärke und Eigenständigkeit verleiht. Statt eindeutiger Heldenbilder setzt der Film auf moralische Zwischentöne und einen respektvolleren Blick auf die indigene Bevölkerung, als es für viele Western seiner Zeit üblich war.

Pompeji - Die Villa von Neros Kaiserin 15:20

Pompeji - Die Villa von Neros Kaiserin

Dokumentation

Im 1. Jahrhundert nach Christus ist der Golf von Neapel ein Rückzugsort der Elite Roms. Sie will in der Nähe ihrer Kaiser sein, die dort selbst Landvillen besitzen, manche sogar mehrere. Wer besonders viel auf sich hält, hat eine Villa direkt am Meer. So kann man sich den mühsamen Landweg über staubige Straßen sparen. Unter den vielen prächtigen Villen sticht jedoch eine hervor - durch ihre schiere Größe und durch den unglaublichen Luxus ihrer Ausstattung: die Villa Oplontis. Archäologen vermuten, sie könnte Poppaea Sabina, der zweiten Gemahlin Kaiser Neros, gehört haben - einer Kaiserin, die heute ebenso berühmt wie berüchtigt ist. Antike Autoren ließen kein gutes Haar an dieser außergewöhnlichen Schönheit. Sicher ist: Diese Villa hat ein kaiserliches Gepräge, auch wenn Nero und Sabina sich dort vermutlich nur besuchsweise aufgehalten haben. Heute legen Archäologinnen und Archäologen die Villa, deren Pool mit 60 Metern Länge zu den größten gehört, die je im römischen Machtbereich gefunden wurden, Schicht für Schicht frei. Wertvolle Skulpturen, feinste Fresken, marmorne Fußböden fördern sie unter sechs Metern Vulkangestein zutage. Der Villenkomplex illustriert auch, was ein solches Haus erst möglich gemacht hat. Scharen von Sklaven und Sklavinnen, auch Sklavenkinder, bauten, gärtnerten, kochten, reinigten, bedienten - stets in der Furcht, selbst für ein kleines Missgeschick schwer bestraft zu werden.

Unesco Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit 16:50

Unesco Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit: Krakau

Dokumentation

1978 entscheidet die Unesco zum ersten Mal, was Weltkulturerbe bedeutet - und Krakau steht ganz oben auf der Liste. Nicht ein einzelnes Bauwerk wird ausgezeichnet, sondern eine ganze Idee von Stadt: ein Ensemble aus Königsmacht, Handel, Religion und Wissen. Der Film folgt dieser Stadt von den Tuchhallen am Hauptmarkt Rynek Glówny bis in die Randbezirke - und fragt, wie eine über 700 Jahre alte Königsstadt mit ihrem historischen Erbe umgeht. Stadtführerin Kamila Grodzicka erklärt, warum das Stapelrecht die Tuchhallen zur Schaltstelle Europas machte. Kunsthistoriker Andrzej Betlej zeigt, was im Wawelschatz bewahrt wird - und welche Bedeutung diese Sammlung bis heute hat. Und weil es in Krakau nur sehr wenige weibliche Denkmäler gibt, hat die Künstlerin Malgorzata Markiewicz einen Vorhang für das Slowacki-Theater geschaffen, auf dem die Namen von 130 Frauen von Hand gestickt sind. Der Dokumentarfilm führt auch nach Kazimierz - einst ein lebendiges jüdisches Viertel, wo über 60.000 Menschen lebten, bevor die deutsche Besatzung die Gemeinde nahezu auslöschte. Heute ist Kazimierz ein Viertel im Wandel - zwischen Erinnerung, Tourismus und neuem Leben. Und nach Nowa Huta, die sozialistische Planstadt vor den Toren der Altstadt, für die Krakau heute eine eigene Unesco-Kandidatur vorbereitet. Es bleibt der Eindruck einer Stadt, die nicht vergisst. Und nicht aufhört, sich zu erinnern.

Große Oper auf Schloss Neuschwanstein 17:45

Große Oper auf Schloss Neuschwanstein

Konzert

Dieser Open Air-Konzertabend auf Schloss Neuschwanstein ist dem Unesco-Leitmotiv "Für immer! - Gebaute Träume, gelebte Musik" verschrieben - der untrennbaren Verbindung von steinerner Architektur und lebendiger Kultur. Auf dem Programm des Best-of populärer Opernmelodien stehen Belcanto-Highlights wie die "Habanera" aus Georges Bizets "Carmen", das stimmungsvolle Frauenduett "Barcarole" von Jacques Offenbach sowie gefühlvolle und dramatische Opernliteratur aus Giuseppe Verdis weltberühmter Oper "La Traviata". Dieser Abend bildet den krönenden Abschluss einer klangvollen Reise - das Open-Air-Festival auf Neuschwanstein geht mit dieser Gesamtkomposition aus Musik, Architektur und Landschaft im Romantikschloss von König Ludwig II. zu Ende.

Karambolage 18:30

Karambolage: DDR-Kultfahrzeug Simson

Magazin

(1) Der Kindergarten: Sarah Eichhoff ist Deutsche, lebt aber schon lange mit ihrer Familie in Frankreich. Wenn man mit ihr über den Kindergarten spricht, fühlt sie sich sehr deutsch. (2) Der Gegenstand: Ariane Kujawski stellt ein zweirädriges Kultfahrzeug aus der ehemaligen DDR vor: die Simson. (3) Das Rätsel: Und wie immer - das Rätsel.

Zu Tisch 18:45

Zu Tisch: Attersee, Österreich

Essen und Trinken

Am Attersee in Oberösterreich ist Zwetschgenzeit. Gina Brandlmayr hat zum Glück Helfer: Sommerfrischler aus Salzburg und Wien unterstützen sie beim Ernten und beim Kochen. Aus der tiefblauen, fruchtig-süßsauren Zwetschge entstehen ein Salat mit Aprikosen und Wirsing, der zu geflämmtem Rinderfilet serviert wird oder Schweinebraten "à la Pekingente" mit Kartoffelfladenbrot und Zwetschgen-Chutney. Süß schmecken die Früchte im Zwetschgenfleck oder in Pofesen, gefüllt mit aromatischem Powidl. Clemens Schnaitl, Leiter des Naturparks "Attersee-Traunsee", erforscht seit Jahren alte Zwetschgensorten und setzt sich für den Erhalt der alten Streuobstwiesen ein. Ein besonderes Ereignis ist für ihn Neumond: Da erstrahlt der Sternenhimmel über dem Attersee in seiner ganzen Schönheit.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

360° Reportage 19:40

360° Reportage: Marquesas-Inseln, das Comeback der Tattoos

Reportage

Heretu Tetahiotupa und Teiki Huukena sind die Pioniere der neuen Tattoo-Bewegung auf den Marquesas-Inseln. Sie haben jüngst eine eigene Tätowierschule ins Leben gerufen, in der das alte Wissen über die originalen Marquesas-Motive vermittelt wird, in Theorie und Praxis. Das ist wichtig, denn die Bedeutung der alten Tattoo-Zeichen ist fast komplett verloren gegangen. Auf Nuku Hiva, der nördlichen Hauptinsel des Archipels, durchstreifen Heretu und Teiki immer wieder die Waldgebiete. Hier, mitten im Dschungel, verbergen sich Hinterlassenschaften ihrer Vorfahren und Hinweise zu ursprünglichen Tattoo-Motiven. Das früher nahezu komplett isolierte Inselvolk auf den Marquesas entwickelte eine eigene Sprache und einzigartige Zeichensymbole. Diese wurden als Tattoos unter die Haut gestochen und auch in Felsen geritzt. So haben einige Symbole die Jahrhunderte überdauert. Es sind teils rätselhafte Zeichen längst untergegangener Inselstämme und heute wichtige Fenster in die Vergangenheit. Schätzungsweise seit dem 4. Jahrhundert wurde der Archipel von Seefahrern aus Westpolynesien besiedelt. Politisch und wirtschaftlich sind die Marquesas heute fest an Frankeich und Europa angebunden. Frachtschiffe versorgen die abgelegenen Inseln regelmäßig. Einst aber regierte hier ein recht kriegerisches Südseevolk, das Kannibalismus praktizierte und Menschenopfer darbrachte. Und: Damals ließ man sich jeden Teil des Körpers tätowieren. Die Menschenopfer wünscht sich heute niemand zurück. Die Tätowierungen aber schon. Heretu gehört zur Avantgarde der Tattoo-Bewegung. Er hat sich sogar schon ein großes Tattoo ins Gesicht stechen lassen - genau wie einst seine Vorfahren. Wer wird seinem Beispiel folgen? Haben die martialisch anmutenden Tätowierungen eine Zukunft in der modernen Welt der Marquesas-Inseln?

Kundschafter des Friedens 20:15

Kundschafter des Friedens

Actionkomödie

Die Entführung eines Präsidentschaftskandidaten in einer ehemaligen Sowjetrepublik gibt vier Agenten des DDR-Auslandsgeheimdienstes die Chance, in ihren alten Beruf zurückzukehren. Agenten wurden in der DDR euphemistisch "Kundschafter des Friedens" genannt. Jochen Falk und seine in die Jahre gekommenen Kumpels kümmern sich um Technik, Logistik und die Herzen der Frauen. Falk hat einen persönlichen Grund für diese Mission: Sein alter Widersacher beim BND, Frank Kern, der ihn einst enttarnte und ihm dann die Frau ausspannte, wurde gemeinsam mit dem Kandidaten in Katschekistan entführt. Begleitet werden die vier Spionageveteranen von der BND-Agentin Paula. Doch die Methoden der Kundschafter taugen nur bedingt in der Gegenwart. So hat Jaecki Probleme, die Alarmanlage eines Luxushotels lahmzulegen, da die Kabel aus China stammen, und Romeo-Agent Harry scheitert als Herzensbrecher. Doch obwohl weder die Technik aus der Zeit des Kalten Krieges noch die neuesten Gadgets wirklich helfen, gelingt die Befreiung von Präsidentschaftskandidat Kazan und seines deutschen Aufpassers. Die Friedenskonferenz in Bonn, bei der die Ostagenten mit ihrem Kontrahenten aus dem Westen noch eine wichtige Rolle spielen werden, kann beginnen. Robert Thalheim gelang mit dieser Altherren-James-Bond-Komödie ein großer Kinoerfolg. Neben den vier ostdeutschen Schauspielstars Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Thomas Thieme und Winfried Glatzeder brilliert auch Jürgen Prochnow als ihr Westkontrahent.

"Gomorrha", Manifest gegen die Mafia 21:40

"Gomorrha", Manifest gegen die Mafia

Dokumentation

Kann man die Camorra mit den Waffen der Literatur bekämpfen? 2004 war der junge Journalist Roberto Saviano überzeugt von dieser Idee. Er wuchs in den 1980er Jahren bei Neapel auf, wo er die kriminellen Machenschaften der Mafia täglich miterlebte. Saviano wollte nicht tatenlos zusehen und begann, die mafiösen Strukturen in der weltweiten kapitalistischen Marktwirtschaft zu denunzieren, denn das organisierte Verbrechen war dabei, den Rechtsstaat zu ersetzen. Anhand der E-Mail-Korrespondenz zwischen Saviano und seinem Verleger Mondadori beleuchtet die Dokumentation die Entstehung von "Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra", einer Mischform aus Roman und Reportage. Der Austausch spiegelt die enorme Motivation des Schriftstellers und lässt durchblicken, welch hohen Preis er für seine Enthüllungen zu zahlen bereit war. War vorauszusehen, was ihm passieren würde? Das Buch wurde zwei Jahre später veröffentlicht. Es beinhaltet sämtliche Namen der Clan-Chefs und spielt unter anderem in der Camorra-Hochburg Casal di Principe, einer Kleinstadt nördlich von Neapel. Saviano erhielt Morddrohungen und lebt infolgedessen bereits seit 20 Jahren unter Polizeischutz. Gemeinsam mit Verlegern, Freunden, Drehbuchautoren, Richtern und Mitgliedern seiner Leserschaft beurteilt Roberto Saviano sein idealistisch motiviertes Vorgehen von damals. Kann die Literatur Verbrechern die Stirn bieten? Kann sie die Menschen zur Veränderung bewegen? Seine Geschichte und seine Aussagen machen den Film zu einem Manifest. Solange Saviano lebt, wird er nicht schweigen. Und niemand wird sagen können, er habe von nichts gewusst.

Mario Puzos "Der Pate" - Epilog: Der Tod von Michael Corleone 22:35

Mario Puzos "Der Pate" - Epilog: Der Tod von Michael Corleone

Mafiafilm

New York im Jahr 1979: Michael Corleone, der Pate, ist müde. Im Alter von 60 Jahren hat er zwei Wünsche: Er will seine Familie von seinen Verbrechen reinwaschen und einen würdigen Nachfolger finden. Als Kandidat käme Vincent Mancini infrage. Doch der schreckt nicht vor Gewaltanwendung zurück und würde damit Michaels Hoffnungen auf eine endgültige Abkehr von der blutigen Vergangenheit gefährden, denn seine Geschäfte hat er legalisiert. Für seine großzügige Spendenbereitschaft will ihn die katholische Kirche sogar ehren, was selbst seine geschiedene Frau und seine Kinder beeindruckt. Derweil eskalieren die Streitigkeiten zwischen seinen designierten Nachfolgern Vincent Mancini und Joey Zasa und gefährden Michaels Bank- und Immobiliengeschäfte. Michael gerät in die gewalttätigen Auseinandersetzungen und entgeht nur knapp einem Anschlag. Er reist nach Italien, wo sich sein Sohn Anthony auf seinen ersten großen Opernauftritt vorbereitet. Bei seinen europäischen Geschäftspartnern entdeckt der ehemalige Mafiaboss Michael ähnlich verbrecherische Methoden wie die seiner eigenen Vergangenheit. So kommt er einer mörderischen Intrige gegen den neu gewählten Papst Johannes Paul I. auf die Spur. Francis Ford Coppola realisierte mit Filmgrößen wie Al Pacino, Diane Keaton, Talia Shire, Eli Wallach, Joe Mantegna, Andy Garcia, Bridget Fonda und seiner Tochter Sofia Coppola einen Filmklassiker, der wie kaum ein anderer die Themen Macht, Tradition, Rache und Liebe behandelt. "Der Pate III" war 1991 gleich für sieben Oscars, darunter für den besten Film, und für sieben Golden Globes nominiert.