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"Der mit dem Wolf tanzt" gilt als Kevin Costners Meisterwerk und belebt Anfang der 1990er ein totgeglaubtes Genre. Während Western als unmodern gelten, ist Costner überzeugt: Man muss sie nur anders erzählen. Er führt selbst Regie und setzt auf maximale Authentizität - erstmals werden indigene Rollen ausschließlich mit amerikanischen Ureinwohnern besetzt, erstmals sprechen indigene Figuren im Blockbuster-Kino Lakota. Der Film trifft den Nerv der Zeit, gewinnt sieben Oscars und verändert die Wahrnehmung des Westerns nachhaltig. Costner wächst behütet auf, entdeckt früh seine Liebe zum Kino und arbeitet sich vom Nebendarsteller in "Silverado" zum Weltstar in "Bodyguard" hoch. Flops wie "Waterworld" oder "Postman" lassen sein Image schwanken, doch dem Western bleibt er treu: Mit "Open Range" kehrt er 2003 zurück, mit der Serie "Yellowstone" prägt er das Genre im Streaming-Zeitalter neu. Gleichzeitig entwickelt sich der Western weiter: "Brokeback Mountain" zeigt 2005 offen die intime Beziehung zweier Cowboys, "Westworld" verbindet Westernmotive mit Science-Fiction, Quentin Tarantino setzt in "Django Unchained" auf überzeichnete Gewalt und Hip-Hop-Sounds.
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Die polnische Filmregisseurin Magdalena Zieba-Schwind, die in Deutschland lebt und arbeitet, nimmt das Publikum mit auf eine persönliche Reise in ihr Heimatland. Es ist eine Suche nach dem Klang Polens, nach dem, was viele als "polnische Seele" empfinden - und nach den Geschichten, die in der Musik des Landes bis heute mitschwingen. Polen hat in seiner Geschichte heftige politische und territoriale Umbrüche erlebt. Grenzen verschoben sich, das Land verschwand 123 Jahre lang von der Landkarte. Neben der katholischen Kirche blieb die Musik ein verlässlicher Anker für den Zusammenhalt in der polnischen Bevölkerung: Sie verband Menschen, gab ihnen Identität und wurde zum Spiegel einer lebendigen kulturellen Tradition. Doch was macht Musik eigentlich "polnisch"? Welche Einflüsse prägen sie und welche Künstlerinnen und Künstler formen ihren Klang heute? Diesen Fragen nähert sich die Autorin in Begegnungen mit herausragenden Solisten und Komponistinnen aus Klassik, Jazz und Folk, die das facettenreiche Bild einer modernen Musiknation prägen: darunter Marzena Diakun, Agata Zubel, Kinga Glyk, Jakub Józef Orlinski, Szymon Nehring und die Warsaw Village Band. Sie erzählen von ihren Wurzeln, ihrem Selbstverständnis und der Inspiration, die Polen ihnen gibt. Die filmische Reise führt durch die Musikzentren Breslau, Kattowitz, Krakau und Warschau. Jede Station zeigt ein anderes Kapitel der jungen und lebendigen polnischen Musiklandschaft - geprägt von Tradition, Offenheit und einem frischen, selbstbewussten Ausdruck.