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TV Programm für ARTE am 25.06.2026

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Die Insel der Giganten 17:50

Die Insel der Giganten

Tiere

Im Jahr 2008 hört der Unterwasserkameramann und Tierfilmer Nuno Sá von Thunfisch-Fischern von riesigen Tieren mit Mustern auf dem Rücken. Für ihn ist klar: Es kann sich nur um Walhaie handeln, die in dieser Region jedoch noch nie gesichtet wurden. Nuno und die Fischer stellen fest, dass die Meeresriesen die Thunfische anziehen. Um diese Entdeckung zu dokumentieren und das Verhalten der Walhaie zu verstehen, arbeitet Nuno fortan mit dem Meeresforschungsinstitut Okeanos zusammen. Ziel ist es, Sender an den Walhaien anzubringen, um ihre Herkunft und Wanderrouten nachzuvollziehen. Trotz aller Anstrengungen gelingt es nicht, die Tiere zu markieren. So plötzlich, wie sie aufgetaucht waren, verschwinden sie auch wieder - und mit ihnen die Thunfische. Die Forschenden formulieren mehrere Hypothesen. Wahrscheinlich nähern sich die Walhaie aufgrund der steigenden Meerestemperaturen den Azoren und finden hier außergewöhnliche Nahrungsquellen. Folglich ist ihr Verhalten nicht natürlich, sondern eine direkte Folge menschlichen Einflusses. Die Azoren sind ein strategischer Knotenpunkt im Atlantik, an dem die kalten Gewässer des Nordens auf die wärmeren Strömungen des Südens treffen. Das Gebiet weist eine außergewöhnliche Artenvielfalt auf: Meeresbewohner aus kalten, temperierten, tropischen und subtropischen Gewässern kommen auf ihrer Wanderung hier vorbei. Ein Drittel aller Wal- und Delfinarten sowie Schildkröten, Haie und im Sommer auch tropische Arten durchqueren diese Gewässer. Walhaipopulationen wurden bisher allerdings nur an etwa 20 Orten weltweit beobachtet. Nuno und das Okeanos-Team arbeiten mit Ingenieuren des CEiiA-Forschungsprojekts an der Entwicklung effizienterer Messgeräte. 2019 kehren die Walhaie noch zahlreicher zurück. Dank der ausgereifteren Modelle gelingt es ihnen, einem Walhai ein Geschirr mit drei Kameras anzulegen. So entdecken sie, dass Walhaie und Thunfische nicht nur Reisegefährten sind, sondern aktiv bei der Nahrungsjagd zusammenarbeiten. Sie treiben kleinere Fische zusammen, umzingeln und attackieren sie - eine Taktik, von der beide Arten profitieren. Die Dokumentation zeigt die weltweit ersten Bilder dieser außergewöhnlichen Symbiose.

Danach

La Palma 18:35

La Palma: Europas Galapagos

Land und Leute

Mit gewaltiger zerstörerischer Kraft brach im Herbst 2021 auf La Palma ein neuer Vulkan aus. Tausende Häuser und landwirtschaftliche Flächen wurden zerstört. Doch der Vulkan erschuf zugleich neues Leben. Vor rund zwei Millionen Jahren türmten Unterwasservulkane gewaltige Mengen Magma auf, bis mitten im Atlantik eine Insel aus leblosem Lavagestein entstand. La Palma war geboren. Ein isoliertes neues Stück Erde, das erst vom Leben erobert werden musste. Heute beheimatet die grünste der Kanarischen Inseln ein überwältigendes und nur dort vorkommendes Artenspektrum. Hier kann man noch immer der Evolution bei der Arbeit zuschauen. Biologe Severin Irl erforscht auf La Palma, wie Artenvielfalt entsteht. Alle Arten, die hier vorkommen, müssen über das Meer einwandern und treffen auf voneinander isolierte Lebensräume. Es beginnt ein Prozess der Anpassung und Veränderung. In jeweils neuen Nischen entwickelt sich das Leben isoliert von der Ursprungsart weiter. Die Meeresbiologin Sara Gonzalez untersucht, wie die Vulkane der Insel Lebensräume verändern. Sie findet Bedingungen im Meer vor, wie sie der Klimawandel in einigen Jahrzehnten erwarten lässt. Wie werden die Arten der Weltmeere darauf reagieren? Fünf Prozent der Inseloberfläche sind jünger als 500 Jahre. Auf diesen jüngsten Flächen unseres Planeten wird sich das Leben seine Räume erobern. La Palma ist ein faszinierendes Labor der Evolution. Auf "Europas Galapagos" ist die Entstehungsgeschichte unserer Erde hautnah zu erleben.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:: Land am Limit, wie der Staat die Kommunen verliert

Reportage

Die Reportage erzählt von einer Region in Sachsen-Anhalt, in der sich verdichtet, was vielerorts in Europa zu beobachten ist: Ländliche Räume geraten unter Druck. Finanzierungsmodelle wirken aus der Zeit gefallen, Förderprogramme verlieren sich in Bürokratie und Überkontrolle. Zwischen Kommunen, Kreis, Land und Bund wird Verantwortung weitergereicht - während vor Ort die Herausforderungen wachsen. Die Probleme sind strukturell. Genau hier setzt der Beitrag an. Er blickt nicht abstrakt auf Politik, sondern dorthin, wo Demokratie im Alltag erfahrbar wird: in Rathäusern, Kreistagen, Notaufnahmen und Wartezimmern. Der Altmarkkreis Salzwedel wird so zum Beispiel für eine Krise von unten - und für die Frage, was passiert, wenn staatliche Handlungsfähigkeit vor Ort schwindet. Im Zentrum stehen zwei Frauen, die sich diesem Zustand nicht ergeben. Mandy Schumacher ist seit 2015 Bürgermeisterin der Hansestadt Gardelegen. Sie gilt als pragmatisch, durchsetzungsstark und nah an den Menschen. Doch auch sie stößt zunehmend an Grenzen: steigende Kosten, neue Aufgaben, leere Kassen, wachsende Erwartungen. Aber aufgeben liegt nicht in ihrer DNA. Alke Seibt kam einst aus Berlin nach Salzwedel und wollte zunächst sofort wieder abreisen. Sie blieb. Heute ist sie Betriebsratsvorsitzende des Altmarkklinikums und arbeitet an Wochenenden und Feiertagen weiterhin als Krankenschwester in der Notaufnahme. "Damit ich den Blick für die Arbeit der Kollegen nicht verliere", sagt sie. Während die Klinik ums Überleben kämpft, erlebt sie täglich, was Versorgungslücken für Patienten und Personal bedeuten.

Mückenalarm 20:15

Mückenalarm

Dokumentation

Tropische Krankheiten in Europa? Längst Realität. Frankreich verzeichnet seit Jahren steigende Dengue- und Chikungunya-Zahlen, 2025 mit über 800 lokal übertragenen Infektionen. In Deutschland zirkuliert das West-Nil-Virus - das dort nachweislich überwintert. Besonders betroffen sind aber Mittelmeerländer wie Griechenland, wo es jährlich zu Erkrankungen und vereinzelt auch zu Todesfällen kommt. Die Ursachen sind vielfältig: Der Klimawandel verlängert die aktive Mückensaison und beschleunigt ebenso wie die globale Mobilität die Verbreitung von Erregern und ihren Überträgern. Sinnbildlich dafür steht die Asiatische Tigermücke, die einst in den Innenwänden gebrauchter Autoreifen nach Europa gelangte. Heute ist sie in zahlreichen EU-Ländern fest etabliert. Doch auch soziale Faktoren spielen eine Rolle. Malaria beispielsweise trat in Griechenland in provisorischen Camps mit prekär lebenden Saisonarbeitern wieder auf, nachdem sie in Europa jahrzehntelang als ausgerottet galt. Behörden reagieren mit neuen Strategien: In Griechenland überwachen spezialisierte Firmen die Mückenpopulationen mit präzisen, umweltschonenden Methoden. Deutsche Institute wie das Fraunhofer IME erforschen molekularbiologische Ansätze, um Mücken als Krankheitsüberträger auszuschalten. In Frankreich setzt ein Start-up sterile Tigermückenmännchen aus, um Bestände zu reduzieren. Europa sucht nach Antworten auf eine neue gesundheitliche Realität. Nur wer versteht, wie invasive Mücken sich ausbreiten und was sie begünstigt, kann Risiken frühzeitig eindämmen.

Malaria - Hoffnung in Sicht 21:05

Malaria - Hoffnung in Sicht

Dokumentation

Der Kampf gegen Malaria ist eine der größten Herausforderungen in der Geschichte der Immunbiologie. Sie gehört zu den tödlichsten Krankheiten weltweit: Mehr als 600.000 Menschen, die meisten von ihnen Kinder, fallen ihr alljährlich zum Opfer. Obwohl es sich um eine Tropenkrankheit handelt, hat die Malaria auch das Schicksal von Menschen in Europa geprägt. Heute steht die Welt an einem Wendepunkt im Kampf gegen das "Sumpffieber", denn ein Team unter Leitung von Forschenden der Universität Oxford hat einen neuen Impfstoff entwickelt. Die Dokumentation folgt diesem Wissenschaftlerteam, das schon den AstraZeneca-Impfstoff gegen COVID-19 entwickelte und zeitgleich an dem Malaria-Vakzin R21/Matrix-M arbeitete, von dem man hoffte, dass es als erste Substanz das von der Weltgesundheitsorganisation WHO propagierte Ziel einer 75-prozentigen Wirksamkeit erreicht. Über 140 Impfstoffen war dies zuvor nicht gelungen, und nur ein einziger war bisher zugelassen: Das unter dem Namen "RTS,S" oder "Mosquirix" bekannte Serum ist jedoch teuer und derzeit nur sehr begrenzt verfügbar. Noch während die Ergebnisse der klinischen Tests an Kindern von R21/Matrix-M in ganz Afrika ausgewertet wurden, hatte der größte Impfstoffhersteller der Welt, das Serum Institute of India, die riskante Entscheidung getroffen, noch vor der WHO-Zulassung mit der kostengünstigen Herstellung von Millionen Dosen zu beginnen. Bevor diese Zulassung erteilt wurde, musste das Forscherteam überzeugende Daten aus Phase-3-Tests an Tausenden Kindern vorlegen. Darüber hinaus wurde der Impfstoff strengen Qualitätsprüfungen unterzogen. Das Vorhaben, das Vakzin rechtzeitig zur Malariasaison 2024 bereitzustellen, war ein Wettlauf gegen die Zeit. Ein exklusiver, hochspannender und ergreifender Einblick in die Welt der Forschung.

Happy Valley - In einer kleinen Stadt 22:00

Happy Valley - In einer kleinen Stadt

Krimiserie

Catherine wird von einer aufgelösten Sexarbeiterin aus dem Bett geklingelt, die unter Schock von einem Freier berichtet, der sie vergewaltigt und fast erwürgt hat. Könnte sie ein entkommenes Opfer des Serienmörders sein? "Happy Valley" verbindet auch in der zweiten Staffel klassische Krimispannung mit einem sozialrealistischen Blick auf die Charaktere.

Happy Valley - In einer kleinen Stadt 22:55

Happy Valley - In einer kleinen Stadt

Krimiserie

Die heiße Spur entpuppt sich als Fehlschlag: Sean, der verhaftete Verdächtige, gibt kein brauchbares Geständnis ab und leugnet alles. Während der Fall trotzdem vor Gericht geht, wiegt sich der echte Täter in Sicherheit. "Happy Valley" verbindet auch in der zweiten Staffel klassische Krimispannung mit einem sozialrealistischen Blick auf die Charaktere.

Happy Valley - In einer kleinen Stadt 23:45

Happy Valley - In einer kleinen Stadt

Krimiserie

Eine neue Leiche taucht auf, der Inhaftierte kann also nicht der Täter sein. Während die Polizei in Halifax die Suche neu aufrollt, ahnt Catherine, dass jemand in der Grundschule ihres Enkels dem Jungen Ideen über seinen Vater in den Kopf setzt. "Happy Valley" verbindet auch in der zweiten Staffel klassische Krimispannung mit einem sozialrealistischen Blick auf die Charaktere.