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TV Programm für ARTE am 02.11.2026

42 - Die Antwort auf fast alles 04:10

42 - Die Antwort auf fast alles: Wo ist die Antimaterie hin?

Infomagazin

Mit Materie und Antimaterie, erklärt die Astropartikelphysikerin Susanne Mertens, verhält es sich wie mit Plätzchen und Teig: Sticht man ein Plätzchen aus, bleibt zwangsweise ein Loch im Teig übrig. Analog dazu kann Materie nur dann aus Energie entstehen, wenn gleichzeitig ein Gegenstück Antimaterie entsteht. Es handelt sich um einen Doppelgänger, der nach allem, was wir wissen, das exakte Spiegelbild der Materie ist - und lediglich eine umgekehrte Ladung trägt. Die Begegnung von Materie und Antimaterie verdeutlicht der britische Physiker Frank Close, befreit schlagartig die komplette Energie, die in den Teilchen gespeichert ist. Die Science-Fiction hat die Existenz der Antimaterie deswegen zu mächtigen Antriebsquellen für Raumschiffe inspiriert. Aber die Physik steht vor einem Problem. Wenn Materie nicht ohne Antimaterie entstehen konnte und die beiden sich gegenseitig auslöschen - warum sind wir alle dann hier? Seit die Existenz von Antimaterie in den 1930er Jahren experimentell dingfest gemacht wurde, suchen Forschende nach einer Erklärung dafür, warum die Materie aus der Apokalypse nach dem Big Bang siegreich hervorging. Sie fahnden nach einem Unterschied zwischen den Doppelgängern - mit Experimenten, die sich mit flüchtigsten Teilchen befassen. Was dabei auf dem Prüfstand steht, ist die Gültigkeit des Standardmodells der Teilchen - unserer besten Erklärung, welche Partikel und Kräfte in unserem Universum zu finden sind, und wie sie interagieren. Lösen wir das Rätsel des Verschwindens der Antimaterie, dann könnte uns das auf die Straße zu einem neuen Verständnis des Universums führen.

Wasserpioniere 05:15

Wasserpioniere: Die Sanddämme von Kenia

Dokumentation

Wasser wird zu einer der größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Die Dokumentationsreihe beleuchtet inspirierende Initiativen auf der ganzen Welt, in denen jahrhundertealte Traditionen, lokale Innovationen und gemeinschaftliches Engagement neue Wege für die Zukunft beschreiten. In Kenia werden die Regenzeiten zunehmend unvorhersehbar. In den Trockengebieten im Süden des Landes bedrohen Dürren die Ernten, die Viehzucht und die Menschen. Im Makueni County, eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen, gibt eine einfache Lösung jedoch Hoffnung: Sanddämme. Die Dämme werden im Flussbett von Trockenflüssen errichtet, fangen Regenwasser auf und lagern es auf natürliche Weise unter dem Sand. Das Wasser wird vor Verdunstung geschützt und durch den Boden gefiltert und bleibt so monatelang verfügbar. Es versorgt Menschen und Tiere, bewässert Pflanzen und trägt zur Auffüllung des Grundwasserspiegels bei. Am Beispiel von Stanley, der dank dieser Technik seine Landparzellen verwandelt hat, und Faustina, die sich für den Bau eines Staudamms einsetzt, um die Zukunft ihrer Gemeinschaft zu sichern, zeigt die Dokumentation, wie eine ganz einfache Idee Leben verändern kann. Trockengebiete machen fast 40 % der weltweiten Landfläche aus und gehören zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Gebieten. Sanddämme bieten für die Wasserverknappung eine nachhaltige und wirksame Lösung. Eine Geschichte über Resilienz, Einfallsreichtum und Hoffnung im Herzen Kenias.

360° Reportage 05:45

360° Reportage: Neufundland: Bleiben oder gehen?

Reportage

Neufundland kennt eine lange Geschichte der Umsiedlungen. Beginnend in den 50er Jahren zwang die Regierung die entlegen lebenden Menschen, häufig kanadische Ureinwohner, an zentraler gelegenen Orten zu siedeln. Dort wurden Arbeitskräfte gebraucht. Im Lauf der Jahre wurde die Kritik an den alternativlos verfügten Umsiedlungsprogrammen immer lauter. Doch wirtschaftliche Zwänge setzten sich durch. Angesichts drohender Arbeitslosigkeit wurden Hunderte kleiner Ortschaften aufgegeben. Outports nennt man die einst blühenden Küstenorte. Sie galten als das wahre Neufundland, die Heimat der Entdecker und Gründer, der Stolz der Nation. Gaultois ist einer der letzten Outports in Neufundland. Der Ort lebte bis in die 90er Jahre prächtig vom Kabeljau - bis die Überfischung zu Fangverboten führte und das langsame Sterben von Gaultois einleitete. Für Nostalgie hat die Provinzverwaltung in St. John's keinen Sinn. Knappe Kassen lässt sie mit spitzem Stift rechnen: Allein die Fährverbindung aufrechtzuerhalten, kostet die Regierung jährlich eine Million Dollar. Schule, Müllabfuhr, Post - all das ist für den Steuerzahler teurer, als wenn jede Familie für die Umsiedlung mit umgerechnet 190.000 Euro entschädigt würde. Die staatliche Förderung gibt es allerdings nur, wenn mindestens 75 Prozent der Bewohner mitmachen und ihre Häuser aufgeben wollen. Auch die Gegner der Umsiedlung müssten dann umsiedeln. Gaultois würde von der Landkarte verschwinden. "360° Reportage" ist dabei, wenn die Gemeinde über das Schicksal von Gaultois entscheidet.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 06:35

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Teigtaschen

Essen und Trinken

Ob als "Herrgottsb'scheißerle" in Schwaben, Jiaozi in China oder Tortellini in Italien - Teigtaschen sind echtes Soul Food und gehören zu den ältesten Gerichten der Welt. Die Geschichte ihrer Entstehung ist oft mit Legenden und Bräuchen verbunden: Die Zuschauerinnen und Zuschauer erfahren, was chinesische Dumplings mit erfrorenen Ohren zu tun haben, wie ukrainische Wareniki als Liebesorakel genutzt wurden und warum Dosenravioli die Emanzipation der Frauen vorangetrieben haben. In Bologna bereiten die Freundinnen Danila und Luisa traditionelle Tortellini zu und streiten über den wahren Geburtsort der italienischen Teigtaschen. Köchin Lucie zeigt praktische Tricks zum perfekten Formen der Teigtaschen und färbt Dumplings mit Kurkuma, Rote Bete und Spirulina. Seit vielen Jahren führt die Kulinarik-Reihe "Zu Tisch" zu den Wurzeln von Kochtraditionen aus aller Welt. Dabei bleibt oft wenig Raum für ausführlichere kulturgeschichtliche oder ernährungswissenschaftliche Exkurse. Die Reihe "Zu Tisch mit Lucie" will genau das ändern. Die Deutsch-Französin Lucie Fischer-Chapalain, ausgebildete Köchin, nimmt Obst und Gemüse genauer unter die Lupe. Mit ihrer unterhaltsamen und kurzweiligen Art vermittelt sie kulinarisch-wissenschaftliche Inhalte: Was sind Bergamotten? Wie schmecken Rosen? Und warum braucht man Salz in der Suppe? "Zu Tisch mit Lucie" beleuchtet die kulturgeschichtliche Bedeutung von Regionen, vermittelt Wissen über traditionelle und moderne Anbaumethoden und erklärt die ernährungsphysiologischen sowie chemischen Eigenschaften von Lebensmitteln.

Stadt Land Kunst 07:10

Stadt Land Kunst: Glasgow / Gent / Deutschland

Magazin

Linda Lorin lädt zu einer Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Glasgow: Alasdair Grays "Arme Dinger" / Rotes Gent / Albanien: Idas Brathähnchen mit Brot / Deutschland: Steuerliche Haarspalterei

Stadt Land Kunst Spezial 07:55

Stadt Land Kunst Spezial: Korsika

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Jérôme Ferraris unverfälschtes Kindheitsparadies / Insel der Macchia und der Hirten / Marines Mini-Crêpes mit Käse / Verteidigung ist der beste Angriff

USA 1960-1980: Die konservative Revolution 08:40

USA 1960-1980: Die konservative Revolution

Dokumentation

Das amerikanische Selbstbild der 1960er Jahre ist geprägt von Wohlstand und Freiheit. Das Land steht hinter dem sogenannten "liberalen Konsens", einer kollektiven Zukunftsvision, die eine gewisse Regulation der kapitalistischen Marktwirtschaft sowie ein staatliches Sozialhilfesystem beinhaltet. 1963 löst die Ermordung John F. Kennedys eine Schockwelle aus und wirkt wie ein Warnschuss: Die ruhigen Zeiten in den USA sind vorbei. Die Konservativen - Nostalgiker des Wilden Westens und einer Welt ohne Staat und Steuern, die den liberalen Konsens als sozialistische Diktatur erachten - werden damals noch als Spinner am rechten Rand der republikanischen Partei abgetan. Aber sie nutzen das Chaos um die Aufhebung der Rassentrennung und den inneren Widerstand vieler Weißer, um sich populistisch anzubiedern. 1964 kann sich der konservative Senator Barry Goldwater in den Vorwahlen für die republikanische Präsidentschaftskandidatur durchsetzen. Auch wenn er die Präsidentschaftswahl schließlich verliert, verleiht seine Kandidatur der konservativen Bewegung erheblichen Auftrieb. Vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs erleben die USA eine gesellschaftliche Krise. Die Gewalt der Unruhen in einem hauptsächlich von Afroamerikanern bewohnten Brennpunktviertel in Los Angeles erschüttert das ganze Land. Die Jugend rebelliert gegen die älteren Generationen. Schwule und Lesben treten für ihre Rechte ein. Feministinnen fordern die etablierte Ordnung heraus. 1968 ist Präsident Johnson so unbeliebt, dass er nicht wieder kandidiert. Das Jahr steht im Zeichen blutiger Aufstände; Martin Luther King und Robert Kennedy fallen Attentaten zum Opfer.

USA 1960-1980: Die konservative Revolution 09:35

USA 1960-1980: Die konservative Revolution

Dokumentation

1968: Mit dem Wahlkampfthema "Recht und Ordnung" sichert sich der Zentrist Richard Nixon die Nominierung als republikanischer Kandidat für die Präsidentschaftswahl und schlägt damit seinen konservativen Herausforderer Ronald Reagan. Nixon hat außerordentliches politisches Geschick. Seine Kampagne richtet sich an die "stille Mehrheit" des amerikanischen Volkes, die genug hat von Rassenunruhen und Friedensdemonstrationen. Und der Erfolg gibt ihm recht: Die "stille Mehrheit" verhilft ihm zum Wahlsieg. Der neue Präsident greift hart durch. 1970 eröffnet die Nationalgarde das Feuer auf Studierende der Universität Kent State - vier von ihnen sterben. In Manhattan greifen Arbeiter der Baustelle des World Trade Centers studentische Anti-Vietnam-Demonstranten an. Und zum ersten Mal stellt sich die evangelikale Rechte offen hinter einen amerikanischen Präsidenten. Aber diese Radikalisierung der amerikanischen Gesellschaft kommt nicht der konservativen Bewegung zugute, sondern einzig und allein dem amtierenden Präsidenten. Für Reagan bleibt Nixon - obwohl er ausgesprochen rechte Ideen vertritt - ein unverbesserlicher Liberaler. Nixon steht weiterhin für den Wohlfahrtsstaat ein, bekämpft Armut und institutionalisiert die Umweltpolitik. Gleichzeitig ist überall in der Gesellschaft eine Radikalisierung spürbar. 1973 mobilisieren sich Millionen Hausfrauen gegen die Gleichstellung von Mann und Frau. Im selben Jahr stürzt die erste Ölkrise Amerika in eine tiefe Rezession, der die Regierung machtlos gegenübersteht. Das Kapitel Nixon endet kläglich mit dem Watergate-Skandal. Ronald Reagan ist überzeugt, dass jetzt die Stunde der konservativen Revolution gekommen ist.

USA 1960-1980: Die konservative Revolution 10:30

USA 1960-1980: Die konservative Revolution

Dokumentation

1974 stecken die USA in einer tiefen Krise: Der verlustreiche Abzug aus Vietnam und eine ungebremste Inflation erschüttern das Land. Präsident Gerald Ford, der nach Richard Nixons Rücktritt ins Amt kam, gilt als unpopulär und wenig charismatisch. Ronald Reagan ist überzeugt, ihn 1976 mühelos als republikanischer Präsidentschaftskandidat abzulösen. Doch zunächst steht New York vor dem Bankrott - nicht zuletzt wegen seines großzügigen Sozialsystems. Ford verweigert der Stadt finanzielle Hilfe, woraufhin massiv gespart wird: Feuerwehrleute, Polizisten, Lehrer und Beamte werden entlassen. Die Stadt verfällt, der "liberale Konsens" der Nachkriegszeit ist endgültig gescheitert - ein Erfolg für die Konservativen. Auf dem republikanischen Parteitag 1976 unterliegt Reagan Ford nur knapp. Doch Ford verliert die Wahl gegen den Demokraten Jimmy Carter, der ein wirtschaftlich und sozial zerrüttetes Land übernimmt. Reagan und die Konservativen formieren sich zum Widerstand: Sie bekämpfen die Frauenrechtsbewegung und das "Equal Rights Amendment" (ERA), instrumentalisieren die Waffenlobby und hetzen gegen Sozialhilfeempfänger. In Kalifornien lösen sie eine Steuerrevolte aus und gewinnen die evangelikale Rechte als Verbündete. 1980 wird Carter durch die Geiselkrise im Iran geschwächt. Reagan nutzt den Slogan "Let's Make America Great Again" und schafft damit die Grundlage für die MAGA-Bewegung. Diesmal siegt er - nicht weil sein Diskurs weniger radikal wäre als 20 Jahre zuvor, sondern weil die USA jetzt dafür bereit sind.

Re: 11:25

Re:: Trump treibt US-Forscher nach Europa

Reportage

Zensur, Kürzungen und Entlassungen: In der zweiten Amtszeit von Donald Trump droht Forschenden in den USA der Verlust ihrer wissenschaftlichen Freiheit. Manche von ihnen geraten immer mehr in Bedrängnis. "Wenn laufenden Wissenschaftsprojekten Mitteln entzogen werden, bedeutet das eine Verschlechterung der Ergebnisse.", so Dr. Elsa Anderson. Seit Juli ist die 37-Jährige in Berlin. Sie kommt auf Einladung der Alexander von Humboldt Stiftung. Sie erhält ein Forschungsstipendium am Leibniz-Institut für Gewässerökologie. Vorher forschte sie in den USA an der Northwestern University in Evanston, Illinois. "Ich bin auf die biologische Vielfalt in der Stadt spezialisiert. Und ich verbinde Straßenkunst mit Artenentwicklungen." Einige Forscherinnen und Forscher suchen nach unabhängig finanzierten Stellen, kommen zum Beispiel nach Europa. Die Reportage begleitet zwei hoch dotierte amerikanische Personen, eine Wissenschaftlerin in Deutschland und einen Wissenschaftler in Frankreich in den ersten Tagen nach ihrer Ankunft: Bioingenieurin Dr. Katharina Maisel, in Saarbrücken und den Astrophysiker Dr. Kartik Sheth in Marseille. Bis März 2025 war er in leitender Position bei der Nasa. Die Ankündigung der Schließung des gesamten Wissenschaftsdirektorats, sowie die Schließung der zuständigen Büros, für Technologie, Politik und Strategie der Nasa, markierte einen Wendepunkt.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Nordfrankreich: Herzhafter Bierschmortopf

Essen und Trinken

Der nordfranzösische Schmortopf mit Bier: Flämische Karbonade / Ein Biss'chen Heimat: Étienne, von Nordfrankreich in den Senegal / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Polen / Madagaskar / Berlin

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Polen: Nach dem Nobelpreis ist vor dem Schauerroman / Madagaskar: Eine Königin wie keine andere / Frankreich: Rogers Kürbissuppe / Deutschland: Ohren zu und durch!

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Frankreich / Philippinen / Angola

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Frankreich: Maria Pourchets Wilder Westen / Philippinen: Eine Hochburg des Katholizismus / Puerto Rico: Jan Daniels Teigtaschen mit Fleischfüllung / Angola: Unabhängigkeit auf Kubanisch

Ein unmöglicher Zufall 14:00

Ein unmöglicher Zufall

Drama

Auf einem Bergpfad in den französischen Alpen stürzt ein Mann in die Tiefe und stirbt. An diesem Morgen war nur ein anderer Bergsteiger in etwas Entfernung auf dem gleichen Pfad unterwegs, Enzo Tovoli, und verständigt als Zeuge die Rettungskräfte. Überraschend wird Enzo am nächsten Morgen im Moment seiner Abreise von der Polizei festgenommen. Der Untersuchungsrichter hat noch Fragen. Er hat herausgefunden, dass Enzo wichtige Informationen zu dem Toten zurückhält. Denn Enzo verbindet eine gemeinsame Vergangenheit mit dem Opfer, das seit 40 Jahren in einem Zeugenschutzprogramm unter neuem Namen lebte. Für den jungen Untersuchungsrichter Dorieu ist es unmöglich vorstellbar, dass ausgerechnet diese beiden Männer Jahrzehnte später zufällig auf demselben abgelegenen Bergweg aufeinandergetroffen sein sollen. In mehreren Verhören versucht er, Enzo Widersprüche nachzuweisen, und unterstellt ihm einen lange geplanten Rachemord. Doch der ältere Mann bleibt bei seiner Version. Zwischen Richter und Verdächtigem entwickelt sich ein psychologisches Kräftemessen über Wahrheit und Beweis, politische Überzeugungen und die Frage, ob eine Tat nur deshalb wahrscheinlicher wird als ein unwahrscheinlicher Zufall, weil es ein Motiv gibt. Emmanuel Finkiel überträgt das Duell nach einer literarischen Vorlage von Erri De Luca als konzentriertes Drama auf den Bildschirm, mit dem dreifachen Donatello-Preisträger Fabrizio Bentivoglio als Enzo und dem dreifachen César-Preisträger Swann Arlaud als Untersuchungsrichter. Gedreht wurde unter anderem in den französischen Hochalpen rund um Gap und La Grave.

Globalisierung der Natur: Invasive Arten 16:00

Globalisierung der Natur: Invasive Arten: Fluch oder Segen?

Natur und Umwelt

Schon immer gelangten Tiere und Pflanzen gemeinsam mit den Menschen in andere Regionen der Erde. Manche Arten haben die Fähigkeit, sich weit entfernt von ihrem ursprünglichen Lebensraum anzusiedeln und zu vermehren. Viele dieser Tiere und Pflanzen haben sich so erfolgreich integriert, dass ihre ursprüngliche Herkunft in Vergessenheit geraten ist. Andere sind erst jüngst durch den globalisierten Handel in fremde Regionen umgesiedelt. Als Konkurrenz zu den einheimischen Arten und ohne natürliche Fressfeinde können die regionalen Ökosysteme ins Ungleichgewicht geraten. Außerdem können die Neuankömmlinge tödliche Krankheiten verbreiten. Doch stellen wirklich alle gebietsfremden Tiere und Pflanzen eine Gefahr dar? Müssen sie eingedämmt oder gar ausgerottet werden oder bieten diese nicht vielmehr eine Chance für unsere Umwelt und können diese bereichern? Sind sie Fluch oder Segen? Um diese Frage zu beantworten, beleuchtet die zweiteilige Dokumentation "Globalisierung der Natur: Invasive Arten" einige der Neuankömmlinge und erforscht diese.

Globalisierung der Natur: Invasive Arten 16:55

Globalisierung der Natur: Invasive Arten: Erfolgreich integriert?

Natur und Umwelt

Diskret siedeln sich manche gebietsfremde Arten an, ohne erkannt zu werden. Ihre Ankunft ist längst vergessen, denn viele haben sich erstaunlich gut in die ihnen fremden Lebensräume integriert. So nisten sie sich inmitten von Naturparks ein oder machen Krach in umliegenden Teichen. Andere Tiere und Pflanzen sind jedoch erst seit neuestem in den Regionen. Durch globalisierte Handelsbeziehungen und den zunehmenden Transport sind sie in die ihnen fremden Ökosysteme gekommen und haben angefangen, sich zu vermehren. Ohne wirkliche Konkurrenz oder natürliche Fressfeinde unter den heimischen Arten können die gebietsfremden Tiere und Pflanzen ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen. Außerdem können die Arten tödliche Krankheiten verbreiten. Ist ihre Präsenz womöglich ein Grund zur Sorge? Oder sind sie ganz im Gegenteil eine Chance zur Bereicherung unserer Umwelt? Um diese Fragen zu beantworten, beleuchtet die zweiteilige Dokumentation "Globalisierung der Natur: Invasive Arten" einige der Neuankömmlinge und erforscht diese.

Abenteuer Suriname 17:50

Abenteuer Suriname: An der wilden Küste Südamerikas

Natur und Umwelt

Suriname - ein Land, das kaum jemand kennt und das doch voller Wunder steckt. Die ehemalige niederländische Kolonie zwischen Guyana und Französisch-Guayana ist der kleinste unabhängige Staat Südamerikas. Ein Ort, an dem sich Natur noch in ihrer ursprünglichsten Form zeigt: 93 Prozent dichter Regenwald, durchzogen von mächtigen Flüssen - und eine Küste, die sich ständig neu erfindet. Am Atlantik entsteht aus den Sedimenten des Amazonas eine knapp 400 Kilometer lange, wandelbare Küstenlandschaft - ein einzigartiges Zusammenspiel von Land und Wasser. Hier leben Tiere, die man so kaum erwartet: Faultiere, die lautlos durch das Blätterdach gleiten; seltene Guyana-Delfine mit schimmernd rosafarbenen Bäuchen, die sich in den Mischgewässern aus Süß- und Salzwasser tummeln; und Riesenotter, elegante Jäger und Schlüsselarten eines empfindlichen Ökosystems. Doch dieses Paradies ist bedroht. Illegale Tierhaltung und Umweltveränderungen setzen der Artenvielfalt zu. Biologen und Naturschützer kämpfen darum, das Bewusstsein für diesen verborgenen Reichtum zu schärfen. Suriname besitzt sogar zwei Küsten: eine uralte, heute als Savannengürtel sichtbar - und eine junge, dynamische am Atlantik. Während im Osten neues Land entsteht, verteidigen Mangroven im Westen ihre Existenz gegen die Kraft des Meeres. Dazwischen formt sich eine faszinierende Wasserwelt aus Lagunen, Seen und Sümpfen. Eine bildgewaltige Entdeckung eines Landes im Wandel - voller Geheimnisse, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Abenteuer Suriname 18:35

Abenteuer Suriname: Im Reich der Flüsse und Wälder

Natur und Umwelt

Suriname - die grüne Lunge Südamerikas. Das kleine Land am Atlantik ist zu 93 Prozent von tropischem Regenwald bedeckt - ein weitgehend unberührtes Naturparadies. In den Baumkronen turnen Totenkopfäffchen, Leguane lauern im Dickicht, und mit etwas Glück zeigt sich der spektakuläre Felsenhahn, leuchtend orange und mit imposantem Kopfgefieder. Die Flüsse sind die Lebensadern des Landes - reißende Verkehrswege, die den Alltag bestimmen. Wer hier lebt, weiß, wie man ihre Strömungen liest und Klippen bei Niedrigwasser umgeht. Im Regenwald sind die Marrons zu Hause, die Nachfahren versklavter Westafrikaner, die im 17. und 18. Jahrhundert von den Plantagen der niederländischen Kolonialherren ins Landesinnere flüchteten. Sie leben im Einklang mit der Natur und vertrauen auf die traditionellen Heilmethoden ihres Medizinmannes, der den Regenwald als eine große Schatzkammer begreift. Doch auch dieses Ökosystem steht unter Druck. Der große Brokopondo-Stausee überflutete in den 1960er Jahren riesige Waldgebiete. Menschen wurden umgesiedelt, Tierpopulationen veränderten sich, Jaguare werden verdrängt und illegal gejagt. Gleichzeitig zerstören Goldabbau und Abholzung das empfindliche Gleichgewicht. Zwischen den abgestorbenen Baumriesen des Sees bergen Taucher bis heute wertvolles Tropenholz - ein gefährliches Geschäft unter Wasser. Eine eindrucksvolle Reise in einen Regenwald voller Leben, Wissen und Widersprüche.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Re: 19:40

Re:: Die Gen Z entdeckt den Glauben

Reportage

Die Reportage begleitet religiöse junge Menschen in Berlin. Was diese in ihrer Hinwendung zu Gott suchen, ist unterschiedlich: Lorenzo (17) ist ohne seinen Vater aufgewachsen und findet durch seinen Glauben die Kraft, mit dessen Fehlen besser umzugehen. Leni (18) hat das Gefühl, im Gebet ein Gegenüber zu haben, das ihr zuhört und sie voll und ganz annimmt. Noa (22) ist sich durch ihre Religion sicher, dass ihr Leben einen Sinn hat. Zuversicht und ein Gefühl von Sicherheit beschreiben alle drei als Grunderfahrungen des Glaubens. Einige junge Menschen interessieren sich wieder für Frömmigkeit und Bibeltreue. Sie wenden sich dem Glauben zu, präsentieren sich mit religiösen Symbolen, folgen Influencern mit christlichen Inhalten oder arbeiten aktiv in Kirchengemeinden mit. Die Häufung von Krisen wie Corona, Klimawandel und Kriegsgefahr lassen viele nach spirituellem Halt und Orientierung suchen, aber auch der Wunsch nach gelebter Gemeinschaft mit anderen spielt eine Rolle. Kritiker sehen die Gefahr, dass gerade auf Social Media vor allem vereinfachende Botschaften verfangen, und manche Jugendliche deshalb anfällig werden könnten für unterkomplexe Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit. Auch die politische Einflussnahme religiöser Gruppen etwa in den USA erfüllt manche mit Sorge. Sich als liberal verstehende Kirchengemeinden wie die Baptisten aus Berlin-Schöneberg oder der evangelische Pfarrer Viktor Weber aus Berlin-Spandau wollen diesen Entwicklungen entgegentreten, indem sie Jugendlichen auch für eine hinterfragende Haltung zur Bibel gewinnen.

Die Sünderin 20:15

Die Sünderin

Drama

Marina stammt aus gutem Haus, wie man so sagt. Ihre Mutter betrog während des Krieges ihren Stiefvater. Marina wird von ihrem Stiefbruder verführt. So fällt die bürgerliche Familie auseinander und Marina steht allein da. Ihren Lebensunterhalt verdient sie fortan als Prostituierte. Bis sie sich in den gescheiterten Maler Alexander verliebt. Dieser droht aufgrund eines Hirntumors zu erblinden. Sie fahren nach Italien und finden ein kurzes Glück. Erfolglos versucht Marina, in ihrem alten Gewerbe das Geld für die Operation aufzutreiben. Überraschend erklärt sich der Arzt, bei dem sich Alexander vorgestellt hat, zu einer kostenlosen Operation bereit. Nach dem Eingriff kann Alexander wieder sehen. Nach einer glücklichen Zeit lässt Alexanders Sehvermögen erneut nach. Auch eine weitere Operation kann die Erblindung nicht aufhalten. Alexander verliert den Lebensmut ... Der Film "Die Sünderin" (Regie: Willi Forst) löste in der Bundesrepublik Anfang der 50er Jahre einen Skandal aus. Die Kirche störte sich an der Suizidszene, an der "verklärenden Darstellung der wilden Ehe" und der Prostitution Marinas. Es kam zu Boykottaufrufen, öffentlichen Protesten und Morddrohungen gegen Hildegard Knef. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen wurde der Film in den ersten drei Wochen von zwei Millionen Deutschen gesehen. Nach dem Abflauen der Proteste schwand das Interesse und der Film wurde kein finanzieller Erfolg.

Hildegard Knef - So oder so ist das Leben 21:40

Hildegard Knef - So oder so ist das Leben

Künstlerinnenporträt

Hildegard Knef war vieles: Schauspielerin, Sängerin, Autorin, sozialliberales Vorbild, Schwulenikone. Zum 100. Geburtstag der Ausnahmekünstlerin blickt der Film zurück auf ihr bewegtes Leben zwischen Berlin, New York und Hollywood - ein Leben, das Spiegel ist für das Nachkriegs- und das geteilte Deutschland, für die Lebendigkeit, Widersprüchlichkeit und Sensationsgier unserer Gesellschaft und die sie anfeuernden Medien. Gezeigt werden zahlreiche Originalinterviews mit Hildegard Knef, Ausschnitte aus Spielfilmen wie "Die Mörder sind unter uns" und "Die Sünderin", Konzertmitschnitte, die ihre bis heute beeindruckende Bühnenpräsenz belegen, sowie Fernsehberichte aus Berlin, New York und anderen Stationen ihrer Karriere. Neben Hildegard Knef selbst kommen Freunde, Verwandte, Kollegen, Zeitzeugen und Journalisten zu Wort: Knefs Tochter Christina Palastanga-Gardiner, ihr letzter Ehemann Paul von Schell, der "taz"-Journalist Jan Feddersen, Knefs langjähriger Visagist René Koch, die Musikerin Mieze Katz - die ein Duett mit Knef eingesungen hat - und Tim Fischer, der mit ihren Liedern auf Tournee geht. Außerdem: der Filmwissenschaftler Markus Neumann sowie ihr letzter Manager und Nachlassverwalter Thomas Jost. Die Dokumentation porträtiert keine makellose Ikone, sondern eine ambivalente, vielschichtige Frau, die sich zeitlebens dem Erwartungsdruck widersetzte - und doch zur Projektionsfläche wurde.

Zünftige Bande 22:35

Zünftige Bande

Drama

Die Pariser Freunde Jean, Charles, Raymond, Jacques und Mario halten zusammen wie Pech und Schwefel. Fast täglich treffen sie sich an der Bar und frönen den kleinen, zumeist promillehaltigen Freuden des Alltags. Für größere Wünsche fehlt es den Männern jedoch an den nötigen finanziellen Mitteln. Das ändert sich schlagartig, als sie mit einem Gemeinschaftslos den Jackpot der Lotterie knacken und satte 100.000 Francs gewinnen. Zunächst verfolgt jeder seine eigenen Träume, dann wird den fünf Freunden klar: Sie wollen zusammenbleiben. Gemeinsam kaufen sie ein heruntergekommenes, romantisch am Flussufer gelegenes Schlösschen, das sie mit viel Schweiß in ein Tanzlokal verwandeln wollen. Langsam nehmen die Pläne Form an und die Eröffnung des "Chez Nous" steht kurz bevor. Doch dann zieht ein Sturm auf und mit dem Unwetter brechen Katastrophen über die fünf herein: Mario ist Grieche und soll ausgewiesen werden, Jacques hat einen tödlichen Unfall, und das Herz von Jean und Charles schlägt für die gleiche Frau. Eigentlich sollte das Lokal ein Ort der ausgelassenen Freude, der Musik und der Liebe werden, nun ist es ein düsterer Ort der Stille, der Tränen und Zwietracht. Das zünftige Band der Freundschaft droht endgültig zu zerreißen ... Julien Duvivier hat rund 70 Filme gedreht und gilt als pessimistischer Poet seiner Epoche. Mit "Zünftige Bande" brachte er einmal mehr ein Schlüsselwerk des Poetischen Realismus auf die Leinwand, das durch die authentische Darstellung des Arbeitermilieus, die Psychologie der Charaktere und die herausragenden Leistungen der Darsteller besticht.