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TV Programm für ARTE am 23.03.2026

Am Rand des Hauses 04:15

Am Rand des Hauses: Leben und Schweben - Balkone

Haus/Bauen/Wohnen

Der Architekt Nicolas Laisné hat in Montpellier ein Hochhaus mit dem poetischen Namen "L'arbre blanc" entworfen. Balkone ragen aus der Fassade wie Blätter aus den Zweigen eines Baums. Sie verschatten die Fassade und verschaffen den Bewohnerinnen und Bewohnern zusätzliche Flächen, die zum Wohnen, Entspannen und Gärtnern genutzt werden können. Eine ähnliche Idee, aber für den kleineren Geldbeutel und in viel größerem Stil hat Christophe Hutin mit dem Architekturbüro Lacaton & Vassal in Bordeaux umgesetzt: In der "Cité du Gand Parc" wurden über 500 Wohneinheiten mit einer neuen Fassade aus Balkonen und Wintergärten ausgestattet, was die Wohnqualität deutlich gesteigert hat - und die Menschen brauchten in der kurzen Bauphase nicht einmal auszuziehen. Die Idee dazu hatte Hutin bei einer Reise durch die vietnamesische Hauptstadt Hanoi, wo die Bewohner von Mehretagenhäusern durch raffinierte Konstruktionen zusätzlichen Raum geschaffen haben. Spektakuläre Neuinterpretationen des Balkons gibt es auch in Kopenhagen zu bestaunen, wo es ein Gebäude mit v-förmigem Grundriss und treppenförmigem Aufbau gibt, das aus lauter gestapelten Balkonen besteht. Wie ein stacheliges Tier wirkt die Fassade des ebenfalls von der Architekturgruppe Bjarke Ingels entworfene "VM House". Der Balkon ist im 21. Jahrhundert als architektonisches Element wiederentdeckt worden, wie der Zürcher Architekturprofessor Tom Avermaete weiß, dessen Forschungsteam das Leben auf Balkonen während der Corona-Lockdown-Phase dokumentiert hat: Damals dienten sie unter anderem als Ort für Gebet, Sport, politische Statements und Musikperformances.

(Fast) die ganze Wahrheit 04:40

(Fast) die ganze Wahrheit: Jack Nicholson

Infotainment

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Jack Nicholson.

Schildkröten und Wale - Botschafter der Meere 05:10

Schildkröten und Wale - Botschafter der Meere

Tiere

Ein Waljunges, das vor der Küste von La Réunion geboren wurde, und eine ausgewachsene Meeresschildkröte treten ihre erste Ozeanüberquerung an. Der kleine Wal wird an der Seite seiner Mutter bei Madagaskar gesichtet, einer wichtigen Etappe auf der Wanderroute der Meeressäuger, die sich jedes Jahr in die nährstoffreichen Gewässer der Antarktis aufmachen. Die Meeresschildkröte hat dagegen ein anderes Ziel - sie setzt Kurs auf ihre Geburtsinsel in Europa, mehr als tausend Kilometer entfernt. Dort wird sie sich fortpflanzen, um das Überleben ihrer Art zu sichern. Buckelwale und Meeresschildkröten wurden so lange vom Menschen gejagt, bis sie kurz vor dem Aussterben standen. Heute erholen sich die Populationen zwar wieder, doch die menschlichen Aktivitäten stellen für die faszinierenden Meeresbewohner noch immer eine Bedrohung dar. Wenn sie überleben sollen, muss der Mensch sein Verhalten ändern und lernen, harmonisch und nachhaltig mit ihnen zusammenzuleben. So werden Tauchtouristen auf La Réunion zu einem respektvollen Umgang mit den Buckelwalen angehalten: Es bleibt den Tieren überlassen, ob sie sich ihren menschlichen Bewunderern nähern wollen oder nicht. Bei den Walbeobachtungstouren vor Sainte-Marie wird der Motor abgestellt, um das Waljunge und seine Mutter nicht zu stören. Und auf den Komoren legen die Bewohner von Itsamia den Wilderern das Handwerk, damit die Meeresschildkröten ihre Eier in Ruhe am nahe gelegenen Strand ablegen können. Denn um das Überleben dieser bedrohten Arten zu sichern, müssen prioritär die Orte bewahrt werden, an denen sie sich fortpflanzen.

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Georgien: Die Schäferhunde der Mönche

Reportage

Als Anfang 1990 die Rasse der "Kaukasischen Schäferhunde" vom Aussterben bedroht schien, beschloss der Patriarch, sie in einem Kloster züchten zu lassen - von Mönchen selbst. Schließlich stammt diese Rasse ursprünglich aus Georgien. Und da Mönch Iakobi schon Erfahrung mit Hunden hatte, fiel die Wahl auf ihn. Die Haltung und Zucht hat er sich selbst beigebracht, und seine Tiere wurden so erfolgreich, dass diese Hunde sogar international Beachtung fanden. Am Anfang züchtete Iakobi noch im Kloster, seit 2011 in einem großzügigen Gehege, das dank Spenden gebaut werden konnte. Für den Unterhalt und die medizinische Versorgung der Hunde zu sorgen, gehört zu den alltäglichen Herausforderungen des Mönchs in seiner krisengeschüttelten Heimat. Ein profitables Geschäft war es für das Kloster nie, denn was mit dem Verkauf der Welpen verdient wurde, investierte man, um die Zucht erhalten zu können. Nun fehlt das Geld an allen Ecken und Enden, trotzdem macht Mönch Iakobi weiter. Für gleich drei Welpen aus den diesjährigen Würfen konnte er einen idealen Abnehmer gewinnen: Schäfer Giorgi. Dieser schätzt die Hunderasse außerordentlich. Die Kaukasischen Schäferhunde sind von Natur aus robust, sehr intelligent und wissbegierig. Vor allem ihr Mut und ihre Kraft machen sie für die Schäfer im Kaukasus zu wertvollen Gefährten. Die Hunde aus Georgien verteidigen ihre Schaf- und Ziegenherden selbst gegen Wölfe und Bären. Noch sind die drei Neuankömmlinge aus dem Kloster von Mönch Iakobi verspielt und unerfahren - aber bald schon sollen sie mit Schäfer Giorgi hinaus ins Gelände.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 06:50

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Linsen

Essen und Trinken

Sie ist klein, unscheinbar und voller Power: Die Linse gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Was früher als Armeleuteessen galt, feiert heute als nachhaltiger Proteinlieferant ein Comeback auch bei jüngeren Köchen und Köchinnen. Die Familie Häußler auf der Schwäbischen Alb bewirtschaftet ihre Bio-Plantage und zaubert aus den Hülsenfrüchten traditionelle Gerichte wie Linsen mit Spätzle. Lucie Fischer-Chapalain zeigt die kulinarische Vielseitigkeit der Linse mit würzigen Tortillas und frischen Salaten. Die kleine Hülsenfrucht hat es in sich: Mit bis zu 25 Prozent Protein ist sie ein perfekter Fleischersatz und gilt in Äthiopien sogar als Glücksbringer für Hochzeitspaare.

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Carlo Goldonis Venedig / Peru / Colombes

Magazin

(1): Venedig: Carlo Goldoni, Meister der Sittenkomödie (2): Peru: Das musikalische Erbe der Afro-Peruaner (3): Französisch-Guyana: Ya Jis Jackfrucht-Salat (4): Colombes: Ein rabiates Rugby-Spiel

Stadt Land Kunst Spezial 08:05

Stadt Land Kunst Spezial: Norwegen

Magazin

(1): Norwegen: Roy Jacobsen erzählt von Bauern und Fischersleuten (2): Vega: Von Enten und Menschen (3): Norwegen: Shilans Lachswaffeln (4): Norwegen: Wo der Lachs den Japanern in die Parade fuhr

Napoleon - Metternich: Der Anfang vom Ende 08:55

Napoleon - Metternich: Der Anfang vom Ende: Der Anfang vom Ende

Dokumentarfilm

Dresden, 26. Juni 1813: Im Palais Brühl-Marcolini in der Vorstadt Ostra bei Dresden stehen sich der Diplomat Klemens Graf von Metternich und Kaiser Napoleon I. gegenüber. Ein Schlüsselmoment europäischer Geschichte. Es geht um Krieg und Frieden auf dem Kontinent. Auf der einen Seite: Österreichs Außenminister, engster Vertrauter des Kaisers, ein Meister der Diplomatie. Sein Gegenüber: der französische Jahrhundertherrscher Napoleon Bonaparte - schon zu Lebzeiten eine Legende. Bisher hat er jeden Gegner in die Knie gezwungen. Fast ganz Europa hat er unterworfen und dabei den Mythos militärischer Unbesiegbarkeit erworben. Seine Niederlage in Russland 1812 zeigt ihn erstmals verwundbar. Metternich stellt den streitbaren Franzosen vor die Wahl: Entweder er akzeptiert Metternichs Friedensplan und zieht sich hinter die Alpen zurück - oder Österreich wechselt ins Lager seiner Gegner. Für Napoleon ist das eine ungeheure Provokation. Er will kein Gebiet seines Imperiums kampflos aufgeben - und damit einen wesentlichen Teil seiner Macht über Europa verlieren. Die beiden Kontrahenten liefern sich einen verbalen Schlagabtausch, bei dem alle Masken fallen. Napoleon, der nur das Gesetz des Stärkeren kennt, ist unwillig, nachzugeben. Und Metternich, der gekommen ist, um Frieden zu schließen, zeigt sein wahres Gesicht. Es ist das Duell zwischen einem Stern, der gerade aufgeht, und einem, der langsam erlischt. Das Dokudrama rekapituliert den Machtkampf der Männer mit Rückblicken in die spannende Vorgeschichte und mit einem Ausblick, wie es weiterging. Nur wenige Monate nach dem weltgeschichtlichen Duell von Dresden muss sich Napoleon einer Koalition von Österreich, Russland und Preußen bei Paris geschlagen geben. Am 11. April 1814, neun Monate nach Dresden-Ostra, unterzeichnet er den Vertrag von Fontainebleau und muss zum ersten Mal in die Verbannung, auf die Insel Elba.

Der Kampf um die Riesenflieger 10:25

Der Kampf um die Riesenflieger

Dokumentation

Kaum bemerkt von der Öffentlichkeit ist in einer Halbwüste in Spanien der größte Flugzeugparkplatz Europas entstanden. Nahe der Stadt Teruel im Osten des Landes wurden Flugzeuge verschiedenster Airlines eingemottet. Dazu zählen seit der Corona-Krise die größten und teuersten Flugzeuge der Welt. Zum Beispiel die A380 von Airbus und der Jumbo-Jet, die Boeing 747: Zwei Symbole eines jahrzehntelangen "Luftkriegs" zwischen Airbus und Boeing. Ihre Zukunft: ungewiss. Vierstrahler, Flugzeuge mit vier Düsen, gelten als Spritschleudern und CO2-Sünder. Selbst die moderne A380, die für bis zu 853 Passagiere zugelassen ist, wurde von vielen Airlines nach wenigen Einsatzjahren aus dem Verkehr gezogen. Noch nie in der Geschichte der Fliegerei wurde ein so teures Serienflugzeug nach so kurzer Zeit ausgemustert. Doch ihr Ende ist noch lange nicht ausgemacht. Das zeigt die Geschichte der Fluggesellschaft Emirates, die mehr denn je auf das Modell A380 setzt und rund die Hälfte aller gebauten Exemplare abgenommen hat. Ohne die A380 wäre der Erfolg der Fluggesellschaft ebenso wenig möglich gewesen wie die rasante Entwicklung von Dubai zu einem der wichtigsten interkontinentalen Verkehrsknoten. Sowohl Airbus wie Boeing drohten durch die Entwicklung eines Riesenfliegers in den Abgrund zu stürzen. Doch für beide lohnte sich das Wagnis am Ende. Die Dokumentation "Der Kampf um die Riesenflieger" erzählt mit exklusiven Aufnahmen und unterhaltsamen Augenzeugen, welche abenteuerlichen Geschichten der Kampf um Größe in der Luftfahrt auslöste.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Kreta: Tintenfisch

Essen und Trinken

(1): Tintenfisch, der Klassiker der kretischen Tavernen (2): Ein Biss'chen Heimat: Maria, eine Kreterin in der Normandie (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Ahmadou Kouroumas Elfenbeinküste / Frankreich / New York

Magazin

(1): Elfenbeinküste: Ahmadou Kourouma, der Spracherneuerer aus Afrika (2): Frankreich: Saint-Mammès, Hauptstadt der Flussschiffer (3): Österreich: Marias Kaiserschmarrn (4): New York: Der Regenmacher

Stadt Land Kunst 13:15

Stadt Land Kunst: Mailand / Irland / Île-de-France

Magazin

(1): Mailand: Umberto Boccioni malt die Zukunft (2): Irland: Im Land der Pferdenarren (3): China: Zhang Wen Juns Kaninchenbraten (4): Île-de-France: Die Jamais Contente kommt in Fahrt

Eine Frau für schwache Stunden 14:00

Eine Frau für schwache Stunden

Komödie

Italien, Ende des 17. Jahrhunderts: Im von Spanien besetzten Land ist Carmela glücklich mit dem Müller Luca verheiratet. Neben Luca finden auch andere Männer Gefallen an der schönen Müllerin, nicht zuletzt der Gouverneur Don Teofilo, der seine Macht auszunutzen versucht. So genießen Carmela und Luca allerlei Privilegien, vor allem müssen sie keine lästigen Wegzölle zahlen, die der herzlose Gouverneur von allen Dorfbewohnern verlangt. Jedoch will der Gouverneur mehr als das charmante Lächeln der schönen Frau als Gegenleistung. Auf Anraten seines Sekretärs Gardunia, der in Wirklichkeit der Kopf hinter allen Entscheidungen des Gouverneurs ist, sorgt er dafür, Luca einsperren zu lassen, um eine Nacht mit Carmela zu verbringen. Doch als Don Teofilo nun glaubt, Carmela sei ihm ausgeliefert, führt sie ihn an der Nase herum. Es kommt zu einem turbulenten Verwirrspiel, in das auch der wieder freigelassene Luca aktiv eingreift.

Yangtse - Unterwegs in China 15:50

Yangtse - Unterwegs in China: Der chinesische Traum

Land und Leute

Seit einigen Jahren erlebt Shanghai einen Ansturm von Neuankömmlingen, die ihr Glück in der größten Hafenstadt der Welt suchen. Der niederländische Fotograf Ruben Terlou will wissen, was nötig ist, um in hier Erfolg zu haben. Er trifft sich mit einigen der zugewanderten Neulinge und den Träumern, die in der Millionenstadt Fuß fassen wollen. Laut Chinas Präsident Xi Jinping erfordert eine erfolgreiche Nation ebenso erfolgreiche Individuen, weshalb sich im Leben alles dem sogenannten Chinese Dream unterordnen soll. Um die moderne Skyline der Stadt in Bildern einzufangen, ist Ruben mit einem Kranführer verabredet, der die Entwicklung Shanghais zur Metropole miterlebt und diese Entwicklung fotografisch - von seiner Aussicht im Kran - dokumentiert hat. Miss Ting zählt zu den privilegierteren Bewohnerinnen Shanghais. Ihr Vater hat es in 20 Jahren geschafft, ein Imperium aufzubauen. Während ihrer Kindheit war sie genauso arm wie alle anderen, heute fährt sie Ferrari und findet das bescheiden. Beim Besuch eines Schönheitschirurgen erfährt Ruben von einer jungen Patientin, dass hohe Wangenknochen zu Unglück führen, weshalb sich viele junge Frauen, in der Hoffnung ihr Schicksal zu ändern, operieren lassen. Auf seinem weiteren Weg durch die Stadt begegnet Ruben außerdem dem jungen Xia Sun, der erst vor kurzer Zeit vom Land in die Metropole gekommen ist. Eigentlich wollte er Schriftsteller werden, nun verdient er als Aushilfskraft in einer Werkstatt mühsam seinen Lebensunterhalt. Jetzt muss er seine Träume vom Schreiben der mühevollen Jagd nach dem Geld unterordnen.

Wildes Neuseeland 16:20

Wildes Neuseeland: Inseln am Rande der Welt

Tiere

Pinguine brüten im Wald, Urzeitechsen begeben sich im Unterholz auf die Jagd nach dem eigenen Nachwuchs, und Kiwis geben sich im Dunkel der Nacht ein skurriles Stelldichein. Die Berge, Gletscher und weiten Ebenen Neuseelands mögen vielerorts an Landschaften in Nordamerika oder Europa erinnern, beim zweiten Blick jedoch zeigt sich, dass die Tier- und Pflanzenwelt der Inseln am Ende der Welt erstaunlich anders ist. Isolation, die Kräfte des Wassers und der Einfluss des Menschen haben Neuseeland geprägt. Abgeschieden zwischen drei Ozeanen gelegen, entwickelte sich hier in mehr als 80 Millionen Jahren die Tierwelt auf besondere Art und Weise. Räuberische Säugetiere fehlten - ein Luxus, der dazu führte, dass manche Vogelarten das Fliegen verlernten. Der berühmte Wappenvogel Neuseelands, der Kiwi, ist nur einer von ihnen. In der Dokumentation zeigen Zeitrafferaufnahmen die Lebendigkeit der grandiosen Landschaften Neuseelands über die Jahreszeiten, und extreme Zeitlupen lassen Tierverhalten, das in Bruchteilen von Sekunden abläuft, für das menschliche Auge sichtbar werden - etwa die Kämpfe der Seelöwen oder die vor Lebensfreude überschäumende Sprungakrobatik hunderter Schwarzdelfine. Unterwasserexkursionen in die Tiefen der Fjorde und atemberaubende Landschaftsaufnahmen aus der Luft ergänzen, gemeinsam mit einem stimmungsvollen Soundtrack, die Erzählung von den Geheimnissen und Naturschätzen der Inseln am anderen Ende der Welt.

Wildes Neuseeland 17:05

Wildes Neuseeland: Im Reich der Extreme

Tiere

Neuseeland ist voller Gegensätze. Während der Norden sonnig und warm ist, zeigt sich der Süden kalt und wechselhaft. An manchen Tagen laufen alle vier Jahreszeiten auf einmal innerhalb von 24 Stunden ab. Die Küsten der Inseln sind geprägt von orkanartigen Winden, die Gletscher reichen bis ans Meer, und in den schroffen Bergen der Südalpen müssen Tiere tagtäglich mit Eis und Schnee ringen. Wer in diesem Reich der Extreme lebt, muss anpassungsfähig, robust und clever sein. Keas sind berühmt für ihren Spieltrieb - doch sie sind auch findige Jäger, die mit den harschen Bedingungen der Berge gut zurechtkommen. Neuseeländische Seelöwenweibchen dagegen sind eher zurückhaltende Charaktere. Sie säugen ihre Jungen im Schutz einsamer Dünenwälder, um sie vor aggressiven Robbenbullen zu schützen. Folgt man kleinen Bachläufen zu ihrem Ursprung, entdeckt man tief in verborgenen Felsgrotten ein zauberhaftes Feenreich unter einem Firmament aus trügerischen Irrlichtern. Verursacht werden sie von kleinen Mückenlarven, die mit langen Fangfäden und selbst erzeugtem Licht nach Insekten angeln. Der Meister der Anpassung aber ist die Weta, eine Heuschrecke, die so groß ist wie eine Maus. Ihre Überlebensstrategie lässt sie scheinbar von den Toten auferstehen.

Frankreichs Nordwesten 17:50

Frankreichs Nordwesten: Von der Alabasterküste in die Orne

Land und Leute

Gleich hinter der Bucht der Somme beginnt die berühmte Alabasterküste. Ihre weißen Kreidefelsen sind Ikonen der Normandie. Doch sie bröckeln - und der Klimawandel verschärft die Erosion. Imen Turki und Nicolas Lecoq erforschen die Dynamik der Kieselstrände, die hier so typisch sind. Sie wollen herausfinden, wie man Natur und Mensch an der fragilen Küste besser schützen kann. Weiter westlich, an der Blumenküste, liegen die mondänen Strandbäder Deauville, Trouville und Cabourg. Typisch für die normannische Seebad-Architektur: die prächtigen Dachspitzen, die die Häuser krönen. Sie werden noch heute in der Töpferei Mesnil de Bavent von Hand gefertigt, einer der letzten Traditionswerkstätten der Region. Auf den steilen Kreidehängen im Tal der Seine sind Nicolas Valy vom Botanischen Institut der Normandie und seine Kolleginnen unterwegs, um Samen von seltenen Pflanzen für die nationale Samenbank einzusammeln. Ganz im Süden der Normandie trainieren Thomas Bellefontaine und Jeanne Tornier ihre Percheron-Pferde für Zuchtwettbewerbe. Die legendären Kaltblüter, die einst die Pariser Omnibusse zogen, erleben eine Renaissance als Freizeittiere. Gleich nebenan haben sich Paulo Ferreira und Nathalie Leuliet der nachhaltigen Küche verschrieben. Sie besuchen Produzenten in der Umgebung, denn ihre Gerichte sollen so lokal wie möglich sein. Im Domfrontais macht Sébastien Roullier mit seiner Wanderbrennerei beim Obstbauern Jérôme Lecrosnier Station, um Calvados zu brennen. Nur noch wenige dieser fahrbaren Destillen reisen von Hof zu Hof. Südlich von Le Havre liegt das Marais-Vernier, ein einzigartiges Feuchtgebiet. Hier untersucht Clémentine Camus, wie sich das Moor entwickelt, während der Ornithologe Géraud Ranvier auf Lauschtour unterwegs ist, um herauszufinden, welche Vögel gerade im Naturschutzgebiet nisten.

Frankreichs Nordwesten 18:35

Frankreichs Nordwesten: Vom Mont-Saint-Michel ins Cotentin

Land und Leute

Am Mont-Saint-Michel formen die Gezeiten eine Landschaft, die sich mit jeder Flut neu schreibt. Mit ihren langen Stränden ist die Region auch Land der Pferde. Hier werden Traber und Springpferde gezüchtet, die weltweit erfolgreich sind, aber auch Verletzungen kennen. Pferdetherapeutin Marine Siron nutzt die Kraft des Meeres und ihr Fingerspitzengefühl zur Heilung der Vierbeiner. An der Steilküste von Granville sammelt Köchin Sarah Herpin Wildkräuter. Gegenüber, auf dem Insel-Archipel Chausey mit seinen weißen Sandstränden, untersuchen Lisa Lefrançois und Frédérik Chevallier die Auswirkung des Bootsverkehrs auf das verborgene Unterwasserparadies der Seegraswiesen. Weiter nördlich lichtet Fotograf Philippe Fauvel Landschaften der Superlative ab. Acht Flussmündungen bilden dynamische Ökosysteme voller Farben und Formen. Ihr Erscheinungsbild wandelt sich ständig im Zusammenspiel von Gezeiten, Licht und Wetter. Im Norden der Halbinsel beginnt das Cotentin mit malerischen Orten wie Vauville. Ursprünglich, verschlafen, doch bewohnt von Menschen, die diese abgelegene Ecke Nordfrankreichs lieben. Schlossherr Eric Pellerin pflegt hier einen botanischen Garten. Subtropische Pflanzen gedeihen hier dank des Golfstroms gut. Im Naturschutzgebiet Mare de Vauville mit seinen endlosen Dünen, Tümpeln und Stränden schützt Marie-Léa Travert Flora und Fauna. Vor der Küste von Omonville-la-Rogue fängt Fischer Jules-Étienne Mauger Hummer und Seespinnen. Täglich genießt er von seinem Boot aus den Blick auf die wilde, menschenleere Küste mit ihren grünen Hügeln.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Mein queeres Altersheim

Reportage

Der ehemalige Balletttänzer Sylvain Boniface hat das erste Altersheim für queere Menschen in Frankreich mitgegründet: das "Maison de la Diversité", das "Haus der Vielfalt" in Lyon. Er möchte sich in Gesellschaft anderer wohlfühlen, ohne sich als homosexuell outen zu müssen. Der 65-Jährige ist alleinstehend und hat keine Kinder; auch deswegen hat er sich für einen Lebensabend unter Gleichgesinnten entschieden. Zur Eröffnung haben die queeren Bewohnerinnen und Bewohner die ganze Nachbarschaft eingeladen. Für die geplante Drag-Show verwandelt sich Sylvain Boniface in sein Alter Ego Bonnie Butterfly. Doch der Alltag ist nicht ohne Tücken: Trägt eine 60-seitige Charta mit Pflichten und Aufgaben wirklich zu einem friedlichen Miteinander bei? Wie viele Regeln braucht eine Gemeinschaft? Auch das müssen Sylvain und die anderen noch herausfinden. Vorbild für das "Maison de la Diversité" ist der "Lebensort Vielfalt" in Berlin. Es ist das älteste Wohnprojekt für queere Seniorinnen und Senioren in Europa und wurde vor zehn Jahren gegründet. In den 69 Wohnungen leben nicht nur Ältere, sondern auch queere Familien und Paare. Die Mieten sind sozialverträglich, je nach Einkommen. Auch eine Pflege-WG gibt es. Für das große Spektrum der verschiedenen Identitäten, Sexualitäten und Körper werden die Pflegekräfte speziell geschult. Annet ist 61 Jahre alt, lesbisch, nicht-binär und lebt seit drei Jahren in einem kleinen Einzelapartment. Regelmäßig veranstaltet Annet für ihre Nachbarschaft das sogenannte "Kuddelmuddel-Frühstück", denn Gemeinschaft entsteht nicht allein durch die Tatsache, dass alle queer sind.

Razzia in Paris 20:15

Razzia in Paris

Kriminalfilm

Henry Ferré ist soeben aus Nantes in Paris angekommen und begibt sich dort umgehend zu Drogenbaron Paul Liski, der ihn als Geschäftsführer einstellt. Ferré soll für Ordnung sorgen, denn Laxheit und blutige Revierkämpfe sind an der Tagesordnung. Um alles unter seine Kontrolle zu bringen, wird Ferré bis ins kleinste Detail in den Drogenhandel eingeweiht: Er erfährt die Namen der Lieferanten, die aus dem Balkan das Rohopium liefern, und die Orte der Übergabe im weit verzweigten Pariser Gleisnetz. Er lernt Zwischenhändler und zentrale Umschlagorte ebenso kennen wie die Konsumenten, an deren traurigen Schicksalen er oft Anteil nimmt. Auch macht er Bekanntschaft mit einem Chemiker, der das Opium weiterverarbeitet, und mit einem Mörder. All diese Informationen gibt er direkt an die Polizei weiter, denn Ferré ist Inspektor des Drogendezernats und hat sich als V-Mann in den Ring der Rauschgifthändler eingeschleust, um den im Hintergrund agierenden Bossen das Handwerk zu legen. Dies bewahrt ihn jedoch nicht davor, bei einer Razzia gemeinsam mit seinen "Komplizen" festgenommen zu werden

Dallas Buyers Club 21:55

Dallas Buyers Club

Biografie

Dallas, 1985: Ron Woodroof führt ein Leben voller Exzesse. Der großspurige Cowboy steht auf Rodeo, Glücksspiel, Whiskey, Kokain und Frauen. Schlägereien und ungeschützter Sex mit Prostituierten gehören für ihn zum Alltag. Genau wie seine Wett- und Saufkumpane verachtet er Homosexuelle und lässt kein Mitgefühl für Hollywoodstar Rock Hudson aufkommen, der gerade an Aids gestorben ist. Niemals hätte er es sich träumen lassen, selbst daran zu erkranken. Deshalb tickt der Choleriker komplett aus, als ihm Dr. Sevard und Dr. Eve Saks nach einem Arbeitsunfall die niederschmetternde Diagnose mitteilen. Statt den Ärzten zu vertrauen, die ihm nur noch 30 Tage geben, beginnt er, sich selbst zu behandeln, und findet heraus, dass alternative Präparate mehr bringen als das einzige in den USA zugelassene Medikament AZT. Doch die Beschaffung im Ausland ist teuer und die Einfuhr jedes Mal ähnlich riskant wie Drogenschmuggel. Zudem möchte Ron als Autodidakt bei seinen Selbstversuchen ständig neue Mittel aus der ganzen Welt ausprobieren. Weil er das auf Dauer alleine nicht finanzieren kann, muss der homophobe Texaner über seinen Schatten springen. Zusammen mit dem ebenfalls HIV-infizierten Transvestiten Rayon gründet er einen Beschaffungsring: den "Dallas Buyers Club", der eine Gesetzeslücke nutzt und rasant wächst. Damit ruft er die mächtige Pharmalobby auf den Plan.

Die Kamera des Doktor Morris 23:45

Die Kamera des Doktor Morris

Dokumentarfilm

Ein exzentrischer Pilot der britischen Streitkräfte und seine junge Frau fliehen aus dem zerstörten Europa der Nachkriegszeit und kommen in Eilat an, der südlichsten Stadt Israels am Roten Meer. Bei guter Sicht kann man vom Hafen der Stadt die Küsten Ägyptens, Jordaniens und Saudi-Arabiens sehen. Hier baut sich Familie Morris ihr abgelegenes Paradies auf. Schon bald machen Geschichten von ihrem unkonventionellen Leben die Runde, wird über den mysteriösen britischen Arzt gemunkelt, der sich ein Krokodil namens Clarence als Haustier hält. Als ein rätselhafter Unfall dazu führt, dass ein junges Mädchen verwaist, sieht sich die Familie mit einem geliebten, aber vergessenen Geist konfrontiert. Der Dokumentarfilm verknüpft die faszinierenden privaten Aufnahmen mit den Erzählungen der Familienmitglieder. So entfaltet sich eine fesselnde Familiengeschichte am Rande der Wüste Negev.

Art Crimes 01:05

Art Crimes: Van Gogh: Amsterdam, 2002

Recht und Kriminalität

An einem frühen Dezembermorgen im Jahr 2002 geht im Van Gogh Museum in Amsterdam der Alarm los. Diebe sind auf dem Dach, haben eine Scheibe eingeschlagen und stehlen zwei Gemälde. Die ganze Aktion dauert nur wenige Minuten, dann sind die Einbrecher mit den Bildern "Blick auf das Meer bei Scheveningen" und "Die Kirche von Nuenen mit Kirchgängern" verschwunden. Als die Polizei wenig später eintrifft, findet sie Spuren, die auf zwei stadtbekannte Kriminelle deuten: Octave "Okkie" Durham und Henk Bieslijn. Während die Ermittler versuchen, den beiden Verdächtigen die Tat nachzuweisen, haben diese ganz andere Probleme: Die Bilder loszuwerden erweist sich plötzlich als viel schwieriger als gedacht. Nachdem ein Verkauf der Bilder endlich zustande kommt, gönnt sich Octave Durham vom neugewonnenen Reichtum ein Leben im Luxus, das ihm und Henk Bieslijn bald zum Verhängnis wird. Beide werden schließlich zu einigen Jahren Gefängnis und einer hohen Geldstrafe verurteilt. Aber die Bilder werden nie gefunden. 2007 nimmt der Fall eine überraschende Wendung, als bei einer Abhöraktion neue Hinweise auf die Gemälde auftauchen. Die italienische Staatsanwältin Vincenza Marra ermittelt von Neapel aus gegen einen der mächtigsten Drogenhändler Europas, einen mysteriösen Kriminellen, der unter anderem als "der Verwandte" bekannt ist. Quasi nebenbei kommen die italienischen Ermittler auf die Spur der zwei gestohlenen van Goghs. Im Jahr 2016 können Marra und ihr Team den Drogenboss schließlich fassen und finden in der Villa seiner Eltern auch die gestohlenen Bilder.

Die Geheimnisse des Olymps 02:35

Die Geheimnisse des Olymps

Dokumentation

Wer kennt ihn nicht, den Olymp, den Wohnsitz der griechischen Götter? Seit der Antike wird der Gebirgszug verehrt und von großen Schriftstellern besungen. Homer, Hesiod und viele andere priesen seine majestätische Größe und die außergewöhnlichen Phänomene, die er hervorbringt: die Blitze, die von Göttervater Zeus geschleudert werden, den Regenbogen, den Götterbotin Iris erstrahlen lässt, den einzigartigen Blick auf die Milchstraße oder die "ewige Klarheit", die den Ursprung des Wortes Olympos bildet. Der Olymp hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren - nicht zuletzt für Forscherinnen und Forscher, die nach rationalen Erklärungen für diese außergewöhnlichen Phänomene suchen. Einer von ihnen ist Michael Styllas. Der griechische Geologe, der sich auf das Klima der Antike spezialisiert hat, verbringt einen Großteil seiner Zeit mit der Erforschung des Olymps. Zu den Gipfeln des Gebirgsmassivs führen keine Straßen, und nur wenige wagen sich in dieses anspruchsvolle Gelände. Michael Styllas erkundet das Gebiet seit seiner Jugend und kennt es mittlerweile wie seine Westentasche. Der erfahrene Bergsteiger hat das Basislager für seine Klimaforschungen in einer kleinen Hütte auf 2.700 Metern errichtet und arbeitet dort seit mehr als 20 Jahren. Die Dokumentation begleitet den Geologen ein Jahr lang auf der Suche nach den Ursprüngen des mythischen "Olympos", wo er mehrere internationale wissenschaftliche Missionen leitet. Besonders interessiert die Forscherinnen und Forscher, was im Inneren des Berges verborgen liegt: ein eisgefüllter, bislang unerforschter Hohlraum, in dem wertvolle Klimaindikatoren wie Saharastaub vermutet werden. Ziel ist es, die klimatischen Ereignisse zu rekonstruieren, die in den vergangenen 10.000 Jahren in dieser Schlüsselregion des Mittelmeers geherrscht haben, und den Olymp sowie seine Mythen aus wissenschaftlicher Perspektive neu zu interpretieren. Die Ergebnisse sollen helfen, extreme Wetterereignisse der Vergangenheit besser zu verstehen und daraus Rückschlüsse für die Zukunft zu ziehen.

Mit offenen Karten - Im Fokus 03:25

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Mit offenen Augen 03:30

Mit offenen Augen

Infomagazin

Fotos können unser Weltbild beeinflussen. Und jedes Foto hat eine Entstehungsgeschichte. Das Magazin "Mit offenen Augen" ordnet Bilder ein und erklärt Hintergründe. Moderatorin Sonia Devillers liefert faszinierende Aufschlüsse, die über den ersten Blick hinausgehen.

28 Minuten 03:45

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.

(Fast) die ganze Wahrheit 04:35

(Fast) die ganze Wahrheit: Nicolas Cage

Infotainment

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Nicolas Cage.