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TV Programm für ARTE am 15.09.2026

Athleticus 04:38

Athleticus: Hula-Hoop

Zeichentrickserie

Die dritte Staffel des Kurzprogramms wirft einen humorvollen Blick auf unsere Gesellschaft und die Rolle des Sports. In dieser Folge: eine Sportart, die Giraffen wie auf den Leib geschneidert ist: Hula-Hoop. Auf den langen Hälsen der Tiere finden gleich mehrere der bunten Reifen Platz!

Indien - Leben mit Großkatzen 05:05

Indien - Leben mit Großkatzen

Dokumentation

"Indien - Leben mit Großkatzen" besucht verschiedene lokale Gemeinschaften, die sich unermüdlich für den Schutz von großen Raubkatzen einsetzen. In den Bundesstaaten Gujarat und Rajasthan im Nordwesten des Landes kommen die Maldhari im Gir-Wald, die Moghiya in Ranthambhore und die Rabari in Bera zu Wort. Der Gir-Nationalpark ist der einzige Ort außerhalb Afrikas, an dem Löwen in freier Wildbahn leben. Die Asiatischen Löwen sind zwar kleiner als ihre afrikanischen Verwandten, ihnen aber dennoch sehr ähnlich. Ungefähr ein Drittel der Raubkatzen lebt außerhalb des Nationalparks, was dazu führt, dass sie regelmäßig mit Dorfbewohnern und Landwirten in Kontakt kommen. Die Maldhari leben trotz der schwierigen Voraussetzungen seit Jahrhunderten in völligem Einklang mit den Tieren. In der Region Ranthambhore haben Tierschützer beeindruckende Erfolge erzielt, so dass die Tigerpopulation beständig wächst. In der Vergangenheit war Wilderei ein großes Problem in der Region, aber die früheren Wilderer sind mittlerweile die wichtigsten Fürsprecher der Tiger, und auch die Dorfbewohner schützen sie entgegen jeder Erwartung. In den entlegenen Hügeln bei Bera koexistieren Menschen und Leoparden seit über 500 Jahren. Malaika Vaz verbringt mehrere Wochen bei den Hirten, um diese einzigartige Verbindung zwischen Mensch und Tier zu verstehen. Sie beobachtet Raubkatzen in ihrem natürlichen Lebensraum. Dabei fängt sie einzigartige Momente ein: Eine junge Tigerin jagt am frühen Morgen, Asiatische Löwen paaren sich in einer Plantage und Leoparden streifen nachts durch die Dörfer.

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Australien: Mission Schnabeltier

Reportage

Gilad Bino hat sein Leben dem Naturschutz und speziell den Schnabeltieren verschrieben. Denn diese Tiere verkörpern für ihn die Einzigartigkeit des australischen Kontinents, der gerade in den letzten Jahren immer wieder von Umweltkatastrophen heimgesucht wurde. Ganze Buschlandschaften brannten nieder, Flüsse trockneten aus oder traten über die Ufer und spülten hinweg, was sich nicht halten konnte. Ein Teil der Natur, wie bestimmte Pflanzenarten, konnte sich mit der Situation arrangieren. Andere, weniger resistente Tierarten verschwinden zusehends. Zu ihnen gehört das Schnabeltier - eine außergewöhnliche Kreatur, die es nur hier gibt. Schnabeltiere bewohnen hauptsächlich Flussläufe, an deren Ufern sie Höhlen bauen. An diesen geschützten Orten legen sie die Eier für ihre Jungen, die sie danach säugen. Zusammen mit dem Ameisenigel gehören sie damit zu den absoluten Ausnahmeerscheinungen in der Natur. Im Royal-Nationalpark, dem ältesten Nationalpark Australiens, gab es einst viele Schnabeltiere. Doch sie verschwanden fast unmerklich. Deshalb ist es jetzt Zeit, sie wieder anzusiedeln, findet Glad Bino. In einem über mehrere Jahre angelegten Forschungsprojekt fängt der Biologe mit seiner Kollegin Tanheal Bruch Tiere in anderen Teilen des Kontinents ein, um sie im Park neu anzusiedeln. Aktionen, die lange vorbereitet wurden und die vor allem nächtliche Einsätze für die Wissenschaftler bedeuten. Denn Schnabeltiere sind nachtaktiv. Mindestens zehn Tiere müssen Gilad und Tanheal fangen, wenn sie eine neue Population im Royal-Nationalpark aufbauen wollen.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Elfenbeinküste: Bassamoise-Suppe

Essen und Trinken

Aromen aus den ivorischen Lagunen: Suppe der Fischer / Ein Biss'chen Heimat: Ousmane, ein Ivorer in den USA / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Nguyen The Son Hanoi / Anden / Benin

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Hanoi: Das Palimpsest des Nguyen The Son / Anden: Edle Tropfen vom Ende der Welt / Sri Lanka: Vijithas Beignets / Benin: Das Scheitern der "Opération Crevette"

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Gujarat / Darmstadt / Ägypten

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Gujarat: Gandhis spirituelle Wiege / Darmstadt: Ort der Innovationen / Korsika: Augustes Kräuterpastete / Ägypten: ein Hieroglyphen-Ensemble

Auf dem Wasser durch die USA 08:55

Auf dem Wasser durch die USA: Die Ostküste hinauf

Land und Leute

Diese Etappe auf dem Great Loop führt von der Ostküste der USA vorbei an New York, über den Hudson River und weiter durch den Erie-Kanal zum Ontariosee. Die Fahrt beginnt in den flachen Lagunen von North Carolina, wo junge Austernzüchter sich für eine nachhaltige Nutzung der großen Wasserflächen einsetzen. Weiter geht es zur Chesapeake Bay, der größten Flussmündung der USA. Hier pflegt man maritime Traditionen und restauriert liebevoll Oldtimer-Boote. Am Strand des Delaware River zeigt sich im Mondschein ein Schauspiel, das sich seit Millionen von Jahren wiederholt: die Paarung Tausender Pfeilschwanzkrebse. Die Route des Great Loop führt nun nach Norden. Entlang der Küste von New Jersey machen engagierte Wissenschaftler auf die Bedeutung intakter Seegraswiesen aufmerksam. Danach geht es weiter nach New York am Hudson River. Segelschüler machen vor der Silhouette der Wolkenkratzer ihre ersten Fahrten in selbst gebauten Booten. Die Strecke folgt weiter dem Hudson. An den Hängen des Flusstals erklären Winzer, wie der Strom den Geschmack ihres Weines bestimmt. An Bord des Frachtschoners "Apollonia" weiß man, welche besonderen Anforderungen der Hudson an Schiffsbesatzungen stellt: Durch die Gezeiten wechselt er alle sechs Stunden seine Fließrichtung. Die Route erreicht den Erie-Kanal, der einst den Reichtum des Binnenlandes erschloss und den Aufstieg New Yorks förderte. Nach vielen Kanalkilometern und Schleusen erreicht der Great Loop das größte Süßwassersystem der Welt: die Großen Seen.

Auf dem Wasser durch die USA 09:40

Auf dem Wasser durch die USA: Durch die Großen Seen

Land und Leute

Auf dieser Etappe durchquert der Great Loop die Großen Seen, das größte Süßwassersystem der Welt an der Grenze zwischen den USA und Kanada. Sie beginnt im Thousand Islands National Park in der Mündung des Sankt-Lorenz-Stromes, wo Ranger winzige Baby-Schildkröten auswildern. Die Fahrt geht entlang der Nordküste des Ontariosees bis nach Toronto, der lebendigen kanadischen Metropole. Hier verbindet ein Umweltschutzprojekt die Freude am Paddeln mit dem Sammeln von Plastikmüll. An den Niagarafällen stürzen die Wassermassen spektakulär in die Tiefe, während sich im Naturschutzgebiet Long Point Zugvögel für die lange Passage über den Eriesee vorbereiten. Auf einer Insel im See nutzt ein Bildhauer eiszeitliche Steinformationen für seine Kunst. Die Etappe erreicht dann Detroit, die Motor City, wo ein Fahrrad-Guide die Besonderheiten seiner Stadt zeigt. Von dort führt die Route weiter nach Norden in den Huronsee, hier verbindet eine Fähre seit fünfzig Jahren zuverlässig die Bruce-Halbinsel mit Manitoulin Island. Auf Mackinac Island gibt es keine Autos - Pferdekutschen halten vor historischen Hotelanlagen. Mit einem Wracktaucher geht es im glasklaren Wasser des Michigansees zu den Überresten von Schiffsunglücken, bevor die Fahrt die sandigen Hänge der Sleeping-Bear-Dünen passiert. Auf dem Weg nach Süden erreicht der Loop den Ort Saugatuck, wo auf dem Kalamazoo River Fahrten in historischen Fiberglasbooten unternommen werden. Schließlich endet diese Etappe bei einem engagierten Fluss-Renaturierungsprojekt in Chicago, der lebendigen Metropole am Südufer des Michigansees.

Auf dem Wasser durch die USA 10:25

Auf dem Wasser durch die USA: Entlang des Mississippi

Land und Leute

In dieser Folge führt die Reise auf dem Great Loop von Chicago entlang des Mississippi bis zum Golf von Mexiko. Die Etappe beginnt in Chicago, wo Reisende seit jeher die Großen Seen verlassen und in das Flusssystem des Mississippi fahren. Am Missouri River sorgt eine kleine Autofähre für die sichere Überquerung, während Biologen am nahen Mississippi invasive asiatische Flusskarpfen bekämpfen. In St. Louis pflegt ein Chor die Geschichte der afroamerikanischen Kultur und singt traditionelle Spirituals. Flussabwärts geht es weiter nach Cairo an der Mündung des Ohio. Der Ort steht beispielhaft für den wirtschaftlichen Niedergang einer Stadt, wenn sich Verkehrsströme verändern. In Memphis trafen viele musikalische Einflüsse aufeinander und brachten weltberühmte Stile wie Blues und Rock 'n' Roll hervor. Weiter südlich befährt John Ruskey den Mississippi seit Jahrzehnten in historischen Holzbooten. Das Hochwasser des Frühjahrs versetzt die Ingenieure der Old River Control Structure in Alarmbereitschaft. Bei New Orleans erreicht die Reise eine besondere Wegmarke: Die Stadt ist für ihre kulturelle Vielfalt und entspannte Lebensart bekannt. Schließlich folgt die Etappe dem Fluss bis zum Mündungsdelta im Golf von Mexiko, wo die letzten Krabbenfischer von Louisiana ihre Netze füllen.

Re: 11:25

Re:: 40 Grad im Schatten

Reportage

Mehrere Hitzewellen trieben die Temperaturen 2026 auf Rekordwerte. Im Juni war es in Westeuropa so heiß wie nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 40 Grad im Schatten sind keine Ausnahme mehr. Doch die Hitze trifft nicht alle gleich. Wer in einer schlecht gedämmten Wohnung lebt oder draußen arbeitet, ist ihr besonders ausgeliefert. Die Reportage zeigt, wie Menschen in Paris, Berlin und Wien mit der Hitze leben und wo sie an ihre Grenzen stoßen. In Paris kämpft Klimaschutzreferentin Maïder Olivier von der Fondation pour le Logement des Défavorisés für bessere Dämmung und Außenrollos. Lia Blanchard-Litiques neun Quadratmeter großes Dienstmädchenzimmer unter einem typischen Pariser Zinkdach heizt sich extrem auf. Verdunstungskühler und Kreidepaste sollen helfen. Ihren Antrag, das Dach weiß zu streichen, lehnte die Stadt aus Denkmalschutzgründen ab. In Berlin ist Barbara Breuer mit dem "Hitzebus" der Berliner Stadtmission unterwegs. Sie verteilt Wasser und Sonnenschutz an Menschen ohne festen Wohnsitz. Pensionistin Elisabeth Rauch besucht in Wien eine der "Coolen Zonen" des städtischen Hitzeschutzprogramms. In klimatisierten Räumen können Menschen zusammenkommen und kostenlos Wasser trinken. Pflegekraft Anna Salnik versorgt Menschen, die wegen Krankheit nicht mehr selbst aus dem Haus können. Wie können sich Städte auf eine heißere Zukunft einstellen? Und was muss geschehen, damit 40 Grad nicht darüber entscheiden, wer den Sommer gesund übersteht und wer nicht?

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Normandie: Camembert-Tarte

Essen und Trinken

Himmlischer Genuss: Camembert-Tarte der Normandie / Ein Biss'chen Heimat: Pauline aus der Normandie in Polen / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Abir Mukherjees Kalkutta / Spanien / Trondheim

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Kalkutta: Abir Mukherjee erteilt die Lizenz zum Töten / Spanien: Die Wächterinnen von Al-Andalus / Malaysia: Jacks roher Fisch / Trondheim: Nazi-Utopia

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Paris / Grönland / Japan

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Babyboom in der Pariser Vorstadt / Grönland: An Bord des Küstenschiffs / Panama: Emenaidas Spitzbein-Rezept / Japan: Der Erfinder der Narkose

Mord im Mittsommer 14:00

Mord im Mittsommer: Birgitta

Krimireihe

Kommissar Alexander Forsman und sein Team werden mit einem neuen Mord konfrontiert: Die berühmte Krimiautorin Birgitta wird tot in ihrem Haus aufgefunden - vergiftet. Die einzigen Anwesenden zum Zeitpunkt ihres Todes waren ihre vier Jugendfreundinnen und ihr Assistent Tony. Birgitta hatte die Frauen wohl seit vielen Jahren nicht mehr gesehen und nun eingeladen, um ihnen ihre Autobiografie vorzustellen. Offenbar plante sie in dem Buch eine schonungslose Abrechnung mit den vier Freundinnen, die sie während der Schulzeit gemein gemobbt hatten. Das Ermittlerteam, darunter die neue Kollegin Emma, muss nun herausfinden, wer von den Gästen der Mörder ist. Unterdessen muss sich Nora dieses Mal aus den Ermittlungen heraushalten: Ihre Ex-Schwiegermutter Monica ist unter den Verdächtigen. Da sie persönlich betroffen ist, gibt sie den Fall an ihren Kollegen Pär ab. Im Laufe der Ermittlungen wird klar, dass sich in dem Manuskript der Autobiografie mehr verbirgt als auf den ersten Blick angenommen, und Nora entdeckt etwas in Monicas Wohnung, das sie weiter in den Fall hineinzieht. Während die Ermittler immer tiefer in die Geheimnisse der vier Frauen eindringen, muss sich Alexander mit seiner Schmerzmittelsucht auseinandersetzen: Er gerät in den Fokus einer internen Ermittlerin, da immer wieder Medikamente aus der Asservatenkammer verschwinden. Und auch Nora, die unter seiner Distanziertheit leidet, versucht herauszufinden, was mit ihm los ist. Der Druck wächst, und Alexander muss sich nicht nur als Ermittler, sondern auch als Mensch beweisen.

Wilde Tierreiche 15:35

Wilde Tierreiche: Die Goldstumpfnasen von Hubei

Tiere

Im zentralchinesischen Naturschutzgebiet Shennongjia, einem großen Waldgebiet in der Bergregion Hubei, ist eine seltene Primatenart heimisch: die der Goldstumpfnasen. Sie ist vom Aussterben bedroht, die Anzahl der Tiere beläuft sich heute auf etwa 1.500 - damit hat sich die Population in den vergangenen 20 Jahren immerhin verdreifacht. Die Goldstumpfnasen leben in Gruppen. Jede Gruppe besteht aus mehreren Familien, die von Männchen angeführt werden. Trotz der streng hierarchischen Ordnung konkurrieren die Familien um Nahrung und Partner und streiten um geltendes Gesetz. Die Affengruppen im Naturschutzgebiet Shennongjia setzen sich aus je acht Familienstämmen zusammen, von denen eine ausschließlich aus Männchen besteht. Die Dokumentation begleitet zwei dieser Gruppen über einen Zeitraum von einem Jahr: zum einen die mächtige Familie, die von Big Red angeführt wird, zum anderen die Familie von Blue, einem ehrgeizigen jungen Männchen, das in der Hierarchie aufzusteigen hofft. Auf den ersten Blick scheint die Gesellschaft der Goldstumpfnasen von den Männchen dominiert, aber tatsächlich nehmen die Weibchen entscheidend Einfluss. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei Fragen der Partnerschaft, der Machtverhältnisse und der Familienzusammensetzung und sind somit an der Entwicklung der Gemeinschaft aktiv beteiligt. Obwohl die Wissenschaft die kleinen Primaten seit über 20 Jahren beobachtet, sind einige ihrer Verhaltensweisen noch immer unerforscht - was die Arbeit der Dokumentarfilmer umso spannender machte.

Wilde Tierreiche 16:20

Wilde Tierreiche: Die Odyssee der tibetischen Antilopen

Tiere

In den Tälern der Provinz Qinghai beginnt im Winter die Paarungszeit der Tschirus, einer im Hochland von Tibet heimischen Antilopenart, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten der Weltnaturschutzunion IUCN stehen. Die Männchen umwerben so viele Weibchen wie möglich und liefern sich dabei einen brutalen Kampf. Im Frühjahr versammeln sich Tausende trächtige Weibchen, um zu einer gefährlichen Wanderung an den Ort aufzubrechen, an dem sie ihre Jungtiere zur Welt bringen. Der Weg führt durch ein Gebiet aus bewachsenen Berglandschaften, Steppen und etlichen Seen, das zum Weltnaturerbe gehört. Eine anstrengende, 400 Kilometer lange Reise, auf der es gilt, Feinden wie dem Tibetischen Wolf auszuweichen. Schließlich erreichen die Weibchen die Wiesen am Zhuonai-See auf rund 4.800 Metern Höhe. Dort gebären sie ihre Jungen. Sie trinken Milch und stecken voller Energie. Wenn der Sommer kommt, zeigt sich im Hochland von Tibet die unglaubliche Vielfalt an Arten, mit denen die Tschirus sich ihren Lebensraum teilen: die Pfeifhasen, die Tibetfüchse und die Himalaya-Murmeltiere. Auf dem "Dach Chinas" kann das Wetter auch im Sommer jeden Moment umschlagen. Binnen weniger Augenblicke braut sich buchstäblich aus heiterem Himmel ein Wintersturm zusammen. Wer keinen Unterschlupf findet, ist Hagel und Schnee ausgesetzt. Die Mütter dürfen ihre Jungen keine Sekunde aus den Augen lassen. Im Herbst bringen die Weibchen ihre Jungtiere zurück zu den gefrorenen Seen in den Tälern. Dort treffen sie auf die Männchen, junge wie alte, zur nächsten Paarungszeit.

Wilde Tierreiche 17:05

Wilde Tierreiche: Die wandernde Elefantenherde von Yunnan

Tiere

Im Süden Chinas, am Rande des Himalayas, liegt die Provinz Yunnan. An der Grenze zu Laos und Burma befindet sich das Naturschutzgebiet Xishuangbanna, einer der am besten erhaltenen tropischen Regenwälder der Welt. Hier lebt die letzte wilde Population des Asiatischen Elefanten, des größten Säugetiers des asiatischen Kontinents. Etwa 20 Familien teilen sich das Gebiet, das von hohen Bergrücken und tiefen Tälern durchzogen ist. Der Wald ist für die Dickhäuter eine prächtige Speisekammer und liefert ihnen die sagenhaften Mengen an Nahrung, die sie täglich brauchen: Ein ausgewachsenes Tier benötigt mehr als 200 Liter Wasser und rund 150 Kilogramm Pflanzen am Tag. Doch in den vergangenen Jahren ist die Population der Asiatischen Elefanten so stark gewachsen, dass ihnen das Gebiet zu klein geworden ist. Einige Herden machen sich daher auf die Suche nach neuen Ressourcen und dringen dabei in von Menschen besiedelte Gebiete vor. Im März 2020 bricht eine Familie unter der Führung ihrer Matriarchin nach Norden auf. Querfeldein legt sie mehrere Hundert Kilometer zurück, stets überwacht von Einheimischen und lokalen Behörden. Für die 14 Mitglieder der Herde ein außergewöhnliches Abenteuer mit allerlei Hindernissen. Die im Naturschutzgebiet verbliebenen Elefanten lernen, die Trockenzeit zu überstehen und sich mit den vielen anderen Bewohnern wie dem Chinasittich, dem Sunda-Plumplori oder dem Zipfelkrötenfrosch zu arrangieren. Die Dickhäuter fungieren als natürliche Regulatoren und spielen für das Gleichgewicht und den Schutz der Artenvielfalt in Yunnan eine wichtige Rolle.

Naturjuwel Südkorea 17:50

Naturjuwel Südkorea: Kragenbären, Kimchi und Klosterleben

Landschaftsbild

Im Upo-Feuchtgebiet in der Provinz Gyeongsang dreht sich viel um einen sagenumwobenen Vogel: den Ibis. Der in vielen Volksliedern besungene Vogel galt hier seit den 1970er Jahren als ausgestorben. Die Provinz Gyeongsang rief 2008 ein Wiederansiedlungsprojekt ins Leben und importierte Ibisse aus China. Im Süden befindet sich der größte und älteste Nationalpark Südkoreas: der Jirisan-Nationalpark. Mit fast 5.000 Pflanzen- und Tierarten, der einzigen Bärenpopulation Südkoreas und tiefen Tälern umfasst das Gelände eine Fläche von mehr als 480 Quadratkilometern. Im Ostteil des Parks leben die Ordensschwestern des Daewonsa-Tempels. Das aus dem Jahr 548 stammende Gotteshaus ist einer der ganz wenigen buddhistischen Nonnentempel Südkoreas. Die Nonnen bauen hier ihr eigenes Gemüse an. Mehr als 400 Gäste kommen jedes Jahr zu Besuch. An den Ausläufern des Jirisan-Parks befindet sich ein Forschungsgebiet für den Reisanbau. Die Jeolla-Provinz gilt als Kornkammer Südkoreas. Anhand mehr als 800 entwickelter Reissorten experimentiert man hier erfolgreich mit nachhaltigen Anbaubedingungen. Nur wenige Kilometer vom nördlichen Ende entfernt pulsiert das pralle Leben. Seoul ist mit knapp zehn Millionen Menschen eine Megacity und Anziehungspunkt für das moderne, zukunftsorientierte Südkorea.

Naturjuwel Südkorea 18:35

Naturjuwel Südkorea: Sinan und die 1004 Inseln

Landschaftsbild

Das Biosphärenreservat Suncheon ist eines der artenreichsten Ökosysteme Südkoreas: ein Küstenfeuchtgebiet, in dem Meer, Marschlandschaft, Salzwiesen, Dämme und Deiche miteinander verbunden sind. Im Jahr 2018 wurde es zum Weltnaturerbe ernannt. Umgeben von Bergen ist die Suncheon Bay ein Paradies für Vogelfans und Ornithologen. Im Südwesten Südkoreas, im Landkreis Sinan, wird das Leben von der Fischerei und der Landwirtschaft dominiert. Die Inseln wurden im Laufe der vergangenen Jahre durch unzählige Brücken miteinander verbunden. Um das Gebiet für Touristinnen und Touristen attraktiver zu gestalten, fördert der Landkreis ungewöhnliche Forschungsprogramme, wie etwa die Zucht von Austern. Trotzdem kämpft die Region ums Überleben. Immer mehr junge Koreanerinnen und Koreaner sehnen sich nach dem pulsierenden Leben der Metropolen. Während in der einen Region der Tourismus gefördert werden soll, hat man sich auf der Insel Heuksando für die Abgeschiedenheit entscheiden. Ob Bootsbau oder Rochenfang - die Südkoreanerinnen und Südkoreaner kümmern sich mit Leidenschaft darum, dass ihre Naturgüter nicht aussterben. Besonders auf den abgelegenen Inseln pflegen die Menschen das einfache Leben im Einklang mit der Natur.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

"Mit offenen Karten im Fokus": Täglich drei Minuten Aktuelles und Analysen

Re: 19:40

Re:: Ein Hufschmied lindert Tierleid in Rumänien

Reportage

Ein Pferd, das einen Pflug über einen staubigen Acker zieht. Pferde, die auf klapprigen Karren Ernte, Einkäufe oder Menschen transportieren. Was uns wie eine Szene aus einer lang vergangenen Zeit vorkommt, ist im Nordosten Rumäniens heute immer noch Alltag. Dort sind Pferde überlebenswichtig. Viele der rund 250.000 Arbeitspferde leben unter harten Bedingungen. Vor 18 Jahren reiste der deutsche Hufschmied Markus Raabe erstmals dorthin. Was er sah, schockierte ihn: abgemagerte Tiere, offene Wunden, Pferde am Ende ihrer Kräfte. Er gründete die Hilfsorganisation Equiwent. Heute betreibt sie eine Tierklinik, eine mobile Hufklinik, eine Suppenküche, Bildungsprojekte an Schulen und unterstützt notleidende Familien, die ohne fließendes Wasser leben, Kinder, die in bitterer Armut aufwachsen, und ein Waisenheim, welches es ohne Hilfe nicht mehr geben würde. Die Reportage begleitet Raabe und sein Team bei ihrer täglichen Arbeit. Sie fahren von Dorf zu Dorf, versorgen Arbeitspferde, verteilen Medikamente und beraten die Besitzer. Für Raabe gibt es für die Hilfe nur eine Bedingung: Sie unterstützen nur diejenigen, die ihre Tiere gut behandeln. In den Schulen vermitteln die Tierärztinnen Andreea Capmaze und Veronica Moresan von Equiwent, dass Tiere keine Werkzeuge, sondern fühlende Lebewesen sind. Markus Raabe hilft längst nicht mehr nur Tieren. Für ihn gehören Tier- und Menschenschutz untrennbar zusammen. Jeden Tag kämpft er gegen Not, Hoffnungslosigkeit und die Frage, ob seine Hilfe ausreicht.

Tax me (if you can!) 20:15

Tax me (if you can!): Die Steuertricks der Superreichen

Dokumentation

Die Superreichen stehen im Visier von Politik und Öffentlichkeit. In Kanada, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Deutschland wird über Reichensteuern diskutiert. Dabei stellt sich überall dasselbe heraus: Die Vermögendsten zahlen nicht ihren gerechten Anteil. Sie senken seit rund 40 Jahren Schritt für Schritt ihre Steuern und machen sich alle Lücken im System zunutze. Überdies etablierten sie ein Narrativ, demzufolge eine Reichensteuer eine Gefahr für die Wirtschaft darstelle - eine Theorie, die in den USA unter Präsident Ronald Reagan entstand und seitdem von Politikern, Politikerinnen und Medienhäusern im Besitz von Milliardären verbreitet wird. Das Ergebnis: Innerhalb von 20 Jahren versechsfachte sich das Vermögen der Superreichen, während ihr Steuersatz gleichzeitig in den Keller ging. Damit stellt sich heute zwangsläufig die Frage: Wer kontrolliert die Einhaltung der Spielregeln?

Tax me (if you can!) 21:00

Tax me (if you can!): Millionäre kämpfen für Gerechtigkeit

Dokumentation

Wer kämpft für mehr Steuergerechtigkeit? Der Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman ist der Held einer Bewegung, die in den USA ihren Anfang nahm. Einige Millionäre schlossen sich ihm an, um Staaten und Institutionen von der Notwendigkeit einer Reform für die Besteuerung der Superreichen zu überzeugen. Davon erzählt der zweite Teil der Dokumentation "Tax me (if you can!)". [Lang] Die Superreichen stehen im Visier von Politik und Öffentlichkeit. In Kanada, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Deutschland wird über Reichensteuern diskutiert. Der zweite Teil der Dokumentation "Tax me (if you can!)" blickt auf eine neue Steuergerechtigkeitsbewegung. Sie besteht einerseits aus Wirtschaftswissenschaftlern um den Franzosen Gabriel Zucman, der ein neues Steuerkonzept für Superreiche entwickelte. Andererseits gehören ihr auch politisch engagierte Millionäre, wie die US-Amerikanerin Abigail Disney, die Österreicherin Marlene Engelhorn und der Franzose Guillaume Rambourg, an. Ihr Anliegen: Sie fordern höhere Steuern, um einen gerechten Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten. Vom G20-Gipfeltreffen über die Europäische Kommission und die französische Nationalversammlung bis zum US-Senat mischen sich diese "Steuerrebellen" in die öffentlichen Debatten ein. Ihr Slogan ist so einfach wie unmissverständlich: "Tax us now!".

Libanon, der Jahrhundertraub 21:50

Libanon, der Jahrhundertraub

Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm erzählt von der Beschlagnahme eines Landes, das einst zu den fortschrittlichsten Nationen des Nahen Ostens gehörte: Seit den 1970er und 80er Jahren wird der Libanon von einer Kaste aus Finanzhaien und ehemaligen Milizionären beherrscht, die nach dem Bürgerkrieg ihre Feindschaft begruben und sich den Reichtum des Landes aufteilten. Ihr politisches Programm besteht daraus, die religiösen Gemeinschaften gegeneinander auszuspielen. Zum Vorteil gereicht ihnen auch die geopolitische Lage des winzigen Staates: Eingezwängt zwischen Israel und Syrien wird er immer wieder zum Spielball der Nahost-Interessen Frankreichs, der USA, Saudi-Arabiens und des Iran. Heute steht der Libanon vor dem Aus. Grundnahrungsmittel sind unbezahlbar geworden, drei Viertel der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, das Bankensystem liegt brach. Vielen Jüngeren bleibt nur noch der Weg ins Exil, um ihre Familien dann aus dem Ausland zu unterstützen. Wie kam es zu diesem Niedergang? Wie konnten die Banken über 30 Jahre lang die Warlords mit den Ersparnissen der libanesischen Mittelschicht mästen? Und warum sind sie noch an der Macht? Im Oktober 2019 sind eine Million Libanesen auf die Straße gegangen, um die Regierung zum Rücktritt zu zwingen. Junge Schiiten, Christen, Drusen und Sunniten marschieren Seite an Seite. Wochenlang erlebte das Land eine Welle der Zuversicht. Doch die alten Kriegsherren verschanzten sich in ihren Palästen, bis die Bewegung verpuffte. Die gestrigen Feinde halten zusammen, wenn es gilt, ihre Privilegien und ihre immenses, durch die Abzweigung von Entwicklungshilfe gescheffeltes Vermögen zu schützen.

Libanon: Anatomie eines Krieges 23:30

Libanon: Anatomie eines Krieges

Dokumentation

Die Militäroffensive, die Israel im September 2024 gegen die Hisbollah im Libanon startete, wurde mit dem Ziel der "Enthauptung" der schiitischen Miliz erklärt. Die Hisbollah hatte zuvor, nur einen Tag nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023, ihre Unterstützung der Hamas bekundet. Der Krieg begann mit dem Einsatz von Präzisionsraketen und sogenannten bunkerbrechenden Bomben, die ganze Wohnhäuser zerstören können. Im Südlibanon ging die israelische Militäroffensive am Boden weiter: Mit dem Ziel der Vernichtung von Waffenverstecken und Tunneln der Hisbollah zerstörten israelische Streitkräfte ganze Dörfer. Diese Strategie wurde bereits im vorherigen Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Jahr 2006 angewandt. Damals hatten die Israelis einen Teil des im Süden von Beirut gelegenen Vororts Dahieh zerstört, einer Hochburg der Hisbollah. Obwohl diese sogenannte Dahieh-Doktrin gegen das Kriegsrecht verstößt, wendete Israel sie wieder an. Über den militärischen Sieg hinaus beleuchtet der Dokumentarfilm die Folgen dieser "Strategie der verbrannten Erde", die das Risiko birgt, dass die nächste Generation wieder zu den Waffen greift. Während Israel auf sein Recht auf Selbstverteidigung besteht, wird die Frage nach der Missachtung humanitärer Standards durch die israelische Armee immer lauter. Anhand von Berichten betroffener Libanesen und Israelis beiderseits der Grenze sowie Einschätzungen von Kriegsrechtsexperten analysiert der Film die Strategie der israelischen Armee.