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TV Programm für ARTE am 13.10.2026

Jetzt

Britische Gärten und ihre wilden Bewohner 18:35

Britische Gärten und ihre wilden Bewohner: In den Highlands

Tiere

An der rauen Westküste Schottlands liegt ein besonderer Garten - eingebettet in ein tiefes, bewaldetes Tal. Über 40 Jahre lang hat sein Besitzer Matt hier eine typisch schottische Landschaft durch gezielte Bepflanzung und Pflege in ein Refugium für Schleiereulen und Baummarder verwandelt. Der Winter ist hart: In der Hoffnung dort Futter zu finden, verlässt ein Mäusebussardweibchen seine schneebedeckten Jagdgründe und landet in Matts Garten. Nach der Schneeschmelze sucht ein junges Baummarderweibchen - die Art war in Schottland bereits kurz vor dem Aussterben - ein Revier. Matt hofft, dass sein Garten ihr Schutz bieten wird. Eine Schleiereule, die hier bereits zehn Küken großgezogen hat, lässt sich von ihrem Partner mit Geschenken verführen. In diesem Jahr legt sie vier Eier - doch ob der Nachwuchs überlebt, hängt davon ab, ob die Eltern genug Nahrung finden. Das Frühjahr kommt in diesen Breiten spät. Blindschleichen, Eidechsen und Erdkröten versammeln sich an Matts Teich, dem einzigen im Tal, um sich fortzupflanzen. Drei Schleiereulenküken schlüpfen und werden von den Eltern bis zum Flüggewerden versorgt. Uferschwalben kehren aus Afrika zurück, um an einer sandigen Böschung zu brüten - doch eine von ihnen fällt in der Nacht einem Baummarder zum Opfer, der sie in ihrer Bruthöhle aufgeschreckt hatte. Im Herbst finden sich Rotdrosseln aus Skandinavien ein, während kleinere Tiere Schutz in einem alten Gartenhäuschen suchen. Das Baummarderweibchen findet keine Höhle - Matt baut ihm einen Unterschlupf auf seinem Dachboden. Bei Wintereinbruch kommt ein weiterer Baummarder hinzu, was für das Frühjahr auf Nachwuchs hoffen lässt. Nach Jahrzehnten hingebungsvoller Arbeit ist es Matt gelungen, einen Garten zu erschaffen, der einer Vielzahl wilder Bewohner ein Zuhause bietet.

Danach

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus: Trump und Russland, eine lange Geschichte

Infomagazin

Donald Trump, dessen Umfragewerte vor den Zwischenwahlen sehr niedrig sind, will durch einen Diesel-Deal die US-Treibstoffpreise senken. Diese erreichen Höchststände aufgrund eines Krieges, den er selbst ausgelöst hat. Dazu dürfte der Einfluss auf die Preise an den Tankstellen eher gering sein: zu klein ist die angekündigte erste Liefermenge.

Re: 19:40

Re:: Mit Fasten gegen chronische Krankheiten

Reportage

Martine Willot lebt in Lys, einem idyllischen Ort im Burgund. Vor sechs Jahren erhielt sie die Diagnose Parkinson. Als die ersten Symptome ihren Alltag zunehmend prägten, entschied sie sich, einen ungewöhnlichen Weg zu gehen: regelmäßiges Heilfasten. Seitdem fastet sie alle fünf Wochen für jeweils eine Woche - meist zu Hause. Wenn möglich aber auch alle Jahre unter ärztlicher Aufsicht in der privaten Buchinger Klinik am Bodensee. Martine ist überzeugt, dass ihr dieses strenge Ritual hilft, die Krankheit in Schach zu halten. Seit sie fastet, hat sie keine spürbaren Schübe mehr erlebt. Außerdem hatte sie jedes Mal nach dem Fasten für zwei Wochen keine Symptome. Auch Vinia Deutsch hofft auf eine Linderung ihrer Beschwerden. Die Friseurin leidet unter chronischen Schulterschmerzen und Arthrose. Jeder Arbeitstag als Friseurin ist von Schmerzen begleitet. Als sie vor einigen Jahren mit Saftfasten begann, bemerkte sie, dass die Schmerzen nachließen und ihre Beweglichkeit zurückkehrte. Seitdem fastet sie immer wieder, wenn die Beschwerden zu stark werden. Nun hat sich Vinia für eine Therapie in einer Berliner Klinik entschieden, in der das Scheinfasten Teil der Behandlung ist. Ihre Hoffnung: Entzündungen zu reduzieren und ihren belastenden Arbeitsalltag besser bewältigen zu können. Die Reportage begleitet beide Patientinnen in ihrem Alltag und beim Fasten. Bringt das Fasten wirklich Linderung bei chronischen Krankheiten? Was sagen die Ärzte? Und was ist der Unterschied zwischen Heilfasten und Scheinfasten?

China, Russland, Indien & Co. - Eine neue Weltordnung? 20:15

China, Russland, Indien & Co. - Eine neue Weltordnung?

Dokumentation

Während das westliche Bündnis an Geschlossenheit verliert, formiert sich unter Führung autoritärer Staaten eine Gegenkoalition, die seit fast 20 Jahren im Hintergrund an Macht gewinnt. Die ersten BRICS-Staaten - Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika - repräsentieren über die Hälfte der Weltbevölkerung und erwirtschaften fast 40 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts. Damit übertreffen sie die G7 bereits heute. Sie haben eine eigene Entwicklungsbank gegründet, eigene Mediennetzwerke aufgebaut und führen gemeinsame Militärübungen durch. Ein eigenes Parlament und eine gemeinsame Währung könnten bald folgen. Ursprünglich von Russland und Brasilien initiiert, später von China vorangetrieben, arbeitet das Bündnis gezielt daran, die Abhängigkeit vom Dollar zu verringern und sich vom Westen zu lösen. Dabei stellen sie zentrale Pfeiler der internationalen Ordnung infrage: Menschenrechte, liberale Demokratie und Völkerrecht. Immer mehr Länder des Globalen Südens schließen sich den BRICS an und übernehmen die antiwestliche Rhetorik Moskaus und Pekings. Doch welche neue Weltordnung entsteht hier? Und welche Rolle bleibt Europa in diesem Umbruch? Der Dokumentarfilm rekonstruiert - ausgehend vom BRICS+-Gipfel in Rio im Juli 2025 - erstmals die Entstehung dieses "postwestlichen" Bündnisses. Anhand bisher unveröffentlichter Aussagen von Gründern und Vordenkern wird der geopolitische Kontext der vergangenen zwei Jahrzehnte analysiert, der diesen Schulterschluss erst möglich machte.

Kokain - Pulverfass Kolumbien 21:50

Kokain - Pulverfass Kolumbien

Dokumentation

Kokain ist heute weltweit so verbreitet wie nie zuvor. Die USA und Europa bleiben die größten Abnehmer, doch kein Kontinent bleibt verschont. Die beschlagnahmten Mengen erreichen Jahr für Jahr neue Rekordwerte - 2023 waren es allein 2.275 Tonnen. Kolumbien deckte drei Viertel des globalen Bedarfs und ist nach wie vor der Hauptlieferant. Die Produktion boomt, und mit ihr nehmen Gewalt und Chaos zu. Die Zustände erinnern an die 1980er Jahre, als Pablo Escobar und die Kartelle das Land in Angst versetzten. Doch die Zeiten haben sich geändert: Die Ära der allmächtigen Kartelle ist vorbei. Heute organisiert sich der Handel in kleinen, spezialisierten Zellen - für Transport, Sicherheit oder Verarbeitung. Die Dokumentation folgt der Spur des Kokains durch Kolumbien: vom Anbau im Cauca-Tal über geheime Labore im Dschungel und in den Städten bis hin zum Export. Sie zeigt, wie das Land zum weltweit größten Produzenten dieser Droge wurde - und welche Mechanismen den Handel am Laufen halten.

Chiles verschleppte Kinder 22:45

Chiles verschleppte Kinder: Auf der Spur illegaler Adoptionen

Dokumentarfilm

Schon als Kind hatte Alejandro Quezada stets das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören. Von seinen niederländischen Adoptiveltern wurde er liebevoll aufgezogen - und doch wuchs er mit diesem unsichtbaren Riss in seiner Seele auf: dem tiefen Gefühl, entwurzelt zu sein, ohne es wirklich benennen zu können. Jahrzehnte vergingen, bis er entdeckte, dass seine Adoption illegal war. Während der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet wurde Alejandro in den 1980er Jahren über ein Netzwerk illegaler Adoptionen aus Chile verschleppt. Kein Einzelfall: Heute weiß man von etwa 20.000 Betroffenen. Alejandro Quezada schließt sich mit anderen Adoptierten zusammen und gründet die Organisation "Chilean Adoptees Worldwide". Seine Recherchen führen ihn zurück nach Chile und es gelingt ihm, seiner leiblichen Mutter zu begegnen. Dabei stellt er fest, dass seine Mutter - wie viele andere - damals getäuscht wurde. Man hatte ihr das Baby nach der Geburt weggenommen und erklärt, ihr Sohn wäre tot geboren worden. Nach und nach entdeckt Quezada die dunkle Seite des Skandals. Wie viele andere illegal aus Chile Adoptierte gehört er eigentlich zum Volk der Mapuche und ist damit Teil der indigenen Bevölkerung Chiles, die seit langer Zeit politischer Unterdrückung ausgesetzt ist. Was als Suche nach seiner leiblichen Mutter beginnt, entwickelt sich zu etwas Größerem: ein Kampf um Erinnerung, Gerechtigkeit und um die Wiedererlangung seiner gestohlenen Identität.