04:20
Stéphane putzt das ganze Haus durch. Doch egal, wo sich Moustique versteckt, Stéphane kommt ihm immer wieder auf die Schliche. Moustique hält es nicht mehr aus. Ihm wird der Haushalt zu laut und er flieht nach draußen. Dort merkt er schnell, dass die Außenwelt ziemlich angsteinflößend sein kann. Ob er wieder nach Hause findet?
04:25
Ein künstlerisches und humorvolles Spiel mit Klischees bietet dieses Magazin. In jeder Folge werden dabei bestimmte Eigenheiten der Franzosen und Deutschen unter die Lupe und auch aufs Korn genommen.
05:00
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
05:55
Das Land der Emberá Chamí erstreckt sich in den kolumbianischen Anden, wo edler Kaffee wächst. Das Geschäft mit der Hochlandbohne ist noch fest in der Hand von Weißen und den Nachfahren von Europäern und Ureinwohnern. Seitdem es nicht mehr so rentabel ist, ziehen immer mehr Indigene als billige Arbeitskräfte auf die Plantagen. Die Kaffeefelder stellen auch für Emberá-Transfrauen eine Nische dar. Hier finden sie nicht nur einen Lebensunterhalt, sondern auch Schutz. Denn bis heute sind sie Repressalien und Unterdrückung ausgesetzt - nicht nur innerhalb der breiten Bevölkerung, sondern auch in ihren indigenen Gemeinden: In der Vorstellung vieler Emberá gilt Transsexualität als ein von Weißen eingeschlepptes Übel, das hart bekämpft werden muss. Auch Bella Wasorna hat in dieser Enklave ein neues Leben begonnen. Auf den Namen Jesús Stiven wurde sie vor 19 Jahren getauft, einen Namen, gegen den sie unermüdlich kämpft, da er für sie das sichtbarste Zeichen ihrer gesetzlichen - für sie falschen - Identität ist. Nun ist ihr Ziel, eine gesetzliche Änderung ihres Namens zu erreichen, in greifbare Nähe gerückt. Doch die angestrebte Namensänderung wird teuer, Bella wird umso härter auf der Plantage schuften müssen. Zeitgleich wird dort ein großer Auftritt vorbereitet, bei dem die Transfrauen im Zentrum der Provinzhauptstadt tanzen wollen, um auf sich und ihr Schicksal aufmerksam zu machen. Werden am Ende alle die Nerven behalten, um einen derart großen Schritt zu wagen?
06:50
(1): Peruanischer Wok im chinesischen Stil: Lomo Saltado (2): Nostalgiegeschmack: Wilder - von Peru in Richtung Paris (3): Ran an die Töpfe!
07:20
(1): Deutschland: Die Menschheit im Blick der Kamera von August Sander (2): Kambodscha: Heilsamer Hip-Hop (3): Hauts-de-France: Jean-Baptistes panierte Boviste (4): Korfu: Auf den Spuren von Odysseus
08:05
(1): Bruce Springsteen, der Boss aus New Jersey (2): Piemont: Die besten Haselnüsse der Welt (3): Nizza: Jean-Claudes Mangoldpastete (4): Papua-Neuguinea: Vergessene Helden
08:55
Unter dem Blätterdach des Regenwaldes verbergen sich die Überreste der untergangenen Maya-Stadt El Mirador. Moderne Lasertechnik bringt heute ihre gigantischen Ausmaße ans Licht: Tempel, Paläste, Verteidigungsanlagen, Tiergehege und ein engmaschiges Straßennetz. Über 250.000 Menschen lebten hier einst, eine weitere Million im Umland. Die Versorgung so vieler Menschen stellte die Maya vor große Herausforderungen. So züchteten sie aus einem unscheinbaren Wildgras ihr rasch wachsendes, nährstoffreiches Grundnahrungsmittel: den Mais - noch heute eines der am häufigsten angebauten Getreide der Welt. Tomaten, Kakao, Schotenfrüchte - die Liste ihrer Domestizierungsleistungen ist lang. Streng hierarchisch war ihre Gesellschaft gegliedert. Gottkönige vermittelten ihren Untertanen göttliche Unterstützung und Sicherheit. Im Gegenzug stellte ihnen das Volk seine Arbeitskraft zur Verfügung. Durch Rituale und Blutopfer suchten die Maya das Gehör der Götter. Und: Könige mussten mit gutem Beispiel vorangehen. Die Maya gehören zu den Hochkulturen, die eine Schrift entwickelten. Die Herrscher besaßen riesige Bibliotheken, doch die Spanier ließen ihre Faltbücher nach der Eroberung als Teufelswerk verbrennen. Sie rechneten sogar mit der Null, die damals weder Römer noch Griechen kannten. Ihre Astronomen bestimmten den Lauf der Sterne exakt und sagten Kometen, Sonnen- und Mondfinsternisse präzise vorher. Nur mit bloßem Auge. Raubbau an der Natur und Kriege zwischen den Stadtstaaten setzten dieser Kultur ein Ende. Die Maya unterschätzten, wie fragil ihre Lebensbedingungen waren.
09:45
Sie sind ein kleines Andenvolk. Und doch gelingt es ihnen, in wenigen Jahrzehnten das größte Imperium der damaligen Welt zu werden. Die Inka herrschten über mehr als 200 Völker mit etwa zehn Millionen Menschen, bis die Ankunft spanischer Konquistadoren alles veränderte. Von einem sagenhaften Goldland ist damals im fernen Europa die Rede. Das weckt fatale Gier, auch bei Francisco Pizarro. Gold - das sind die "Tränen der Sonne". So sehen es die Inka. Das glänzende Edelmetall hatte für sie ausschließlich spirituellen Wert, keinen materiellen. Der Tempel der Sonne zu Cuzco war damit ausgekleidet. Eine Aura des Rätselhaften umgibt dieses Volk bis heute. Sie kannten weder Eisen, Rad noch Geld, verfügten über keine Schrift. Schriftliche Zeugnisse ihrer Kultur und Geschichte entstehen erst mit den spanischen Eroberern. Ihren Göttern opfern die Inka auch Menschen - bevorzugt Kinder. In 7.000 Meter Höhe finden Forscher 1999 auf dem Gipfel des heiligen Berges Llullaillaco Opferstätten und die Mumien dreier Kinder, die im Capacocha-Ritual geopfert wurden. Für die Inka waren es Auserwählte, die selbst zu Göttern wurden. Mit modernen Untersuchungsmethoden lassen sich heute die letzten Monate dieser Kinder rekonstruieren. Vor allem in der Endphase des Inkareichs war es zu vielen Opfern gekommen. Bislang unbekannte Seuchen wie Pocken, Masern und Grippe töteten selbst den als gottgleich verehrten Herrscher und entvölkerten ganze Landstriche. Hinzu kamen Thronstreitigkeiten. Der Niedergang des Inkareichs hatte viele Ursachen.
10:40
Als blutrünstige Gewaltherrscher, die ihren Göttern mit grausamen Menschenopfern huldigten - so wurden die Azteken lange gesehen. Doch wer waren sie wirklich? Auf einer Insel in einem Salzsee Mexikos gelang den Nomadenkriegern, was vor ihnen keine der dort ansässigen Kulturen geschafft hatte: Sie errichteten eine der größten Städte der damaligen Welt, die Hauptstadt ihres Reichs: Tenochtitlan. Und sie schwangen sich auf zur Supermacht Mittelamerikas. Alles im Aztekenreich war perfekt geregelt: Auf den Märkten sorgten Aufseher für Ordnung, erhoben Steuern und stellten sicher, dass kein Verkäufer seine Kunden betrog. Öffentliche Gerichte behandelten Adlige und Bürger nach gleichem Recht. Die Schulen standen Jungen und Mädchen aus allen sozialen Schichten offen. Anders als im damaligen Europa achteten die Azteken auf Sauberkeit. Es gab ein Toilettensystem, eine Müllabfuhr und Reinigungskräfte, die täglich die Straßen fegten. In blutigen Feldzügen dehnten die Azteken ihr Reich immer weiter aus. Von den Verlierern forderten sie hohe Tribute in Form von Nahrungsmitteln, Waren und Sklaven - viele von ihnen endeten als Blutopfer auf den Altären der Aztekenpriester. Beim Templo Mayor machten Archäologen 2015 eine schockierende Entdeckung: Menschenschädel! Sie waren Teil eines riesigen Holzgerüsts, auf dem die Azteken die Schädel zur Schau stellten, nachdem sie den Opfern bei lebendigem Leib das Herz herausgerissen hatten. Die Spanier unter Hernán Cortés fanden daher schnell einheimische Verbündete gegen die Azteken, deren Herrscher Moctezuma sie rasch stürzten ...
11:55
Die Rinder der Maremma leben das ganze Jahr über auf der Weide. Die großen Tiere mit dem weiß-grauen Fell und riesigen Hörnern haben wenig Kontakt zum Menschen und bringen sogar ihre Kälber draußen zur Welt. Schon zu Cäsars Zeiten - lange vor den nordamerikanischen Cowboys - kümmerten sich sogenannte Butteri - berittene Kuhhirten - um große Rinderherden, die damals hungrige Legionäre ernährten. Marco Mariotti möchte die Rasse erhalten und hat mittlerweile eine Herde von rund 150 Rindern, die weitgehend wild lebt. Diese Art der Haltung trägt zur Qualität des Fleisches bei, das besonders mager ist. Auf den Tisch der Butteri kommen nicht nur Rindfleischgerichte wie Kutteln oder Kalbsmedaillons nach Pizzabäcker-Art, sondern auch Panzanella-Salat, Spaghetti Carbonara und als Dessert Ricotta-Mousse.
12:25
(1): Das ungeschönte Madagaskar von Nicolas Fargues (2): Die Ariège, Land der Utopie (3): Brasilien: Seokas Fisch mit Chili (4): Japan: Jagd auf Schwerter
13:10
(1): Robert Desnos und die Freuden des Burgunds (2): Kanada: Ein See mit tragischer Geschichte (3): Griechenland: Diamandos Gemüsepuffer (4): Spanien: Königliche Schwermut
14:00
Bretagne, Ende der 60er Jahre: Der neunjährige Sohn des Schriftstellers Charles Thénier wird von einem rücksichtslosen Autofahrer totgefahren. Der verwitwete Thénier will Vergeltung und schwört sich, den Fahrer zu finden und ebenfalls zu töten. Besessen von diesem Gedanken notiert er seine Pläne minuziös in ein Tagebuch. Als Drehbuchautor getarnt nimmt er Kontakt zur Schauspielerin Hélène Lanson auf, die eine der Hauptzeuginnen ist. Er reist nach Paris. Es beginnt eine Liebesbeziehung, in deren Verlauf sich herausstellt, dass Hélènes Schwager, Paul Decourt, das Auto fuhr. Charles lernt die ganze Familie kennen und es wird immer deutlicher, dass er nicht der Einzige ist, der den Schwager gern tot sehen würde. Decourt ist als herzloser Mann und Vater bei seinem Umfeld nicht gerade beliebt. Mit wachsender Nähe zu den Familienmitgliedern beginnt für Thénier ein enormer emotionaler Konflikt, bis er sich durch einen unerwarteten Zwischenfall zu handeln gezwungen sieht ... Claude Chabrol nimmt sich in einem seiner berühmtesten Filme viel Zeit für die feinfühlige Inszenierung seiner vielschichtigen Charaktere und deren seelische Abgründe.
15:50
Die Dokumentation ist eine Liebeserklärung an einen Ort, an dem das Leben für ein paar Stunden lauter, bunter und intensiver wird: die Dorfdisco. Neonlicht flackert, der Bass drückt, der Boden klebt. Draußen knattern Mopeds, drinnen beginnen die Nächte, die man nie vergisst. Hier wird geflirtet, getanzt, gestritten - und wieder versöhnt. Für viele ist es der erste Ort gelebter Freiheit. Die Dorfdisco ist mehr als ein Ort - sie ist ein Versprechen. Mitten in der Provinz öffnet sich eine andere Welt. Hier wird ausprobiert, wer man sein könnte: erster Kuss, erster Rausch, der Mut anders zu sein als vorgesehen. Große Sehnsüchte in kleinen Orten. Doch diese Welt verschwindet. Die Lichter gehen aus, die Tanzflächen bleiben leer, ganze Diskotheken werden zu Relikten - manchmal sogar zu Museumsstücken. Was geht verloren, wenn diese Nächte verschwinden? Mit Archivmaterial, persönlichen Geschichten und tanzbarer Musik - von Nena über France Gall bis zu den Bee Gees - erzählt die Dokumentation von einem prägenden Kosmos zwischen Aufbruch und Abschied. Auf diese Reise führen unter anderem die Schauspielerin Anne Ratte-Polle, der Musiker Nikko Weidemann und der Rapper Finch. Ergänzt wird der Blick durch den Fotografen François Prost und den Musikverleger Frédéric Leibovitz, der an seinen Vater, den DJ-Pionier Lucien Leibovitz, erinnert.
17:05
Über Jahrmillionen hat sich der Colorado River tief ins Gestein des amerikanischen Westens gegraben und dabei den Grand Canyon geformt. Über eine Strecke von 445 Kilometern erstreckt sich dieses einzigartige Naturwunder. 1919 als Nationalpark unter Schutz gestellt, beherbergt er trotz unwirtlicher Lebensbedingungen eine beeindruckende Artenvielfalt. Die Steilhänge des Canyons bieten Lebensraum für den erfolgreich wieder angesiedelten Kalifornienkondor, der Ende der 1980er Jahre kurz vor dem Aussterben stand. Am trockenen Südrand liegt das Revier von Felsenzieseln, Eulen, Dickhornschafen und Pumas. Der kühlere, bewaldete Nordrand mit einem der letzten Gelb-Kiefernwälder ist Heimat für Bisonherden, Wapitis, Maultierhirsche und Waschbären, und an den Flussufern der inneren Schlucht tummeln sich Biber und zahlreiche Vogelarten. Gleichzeitig steht der Grand Canyon vor ernstzunehmenden Bedrohungen: Fünf Millionen Besucherinnen und Besucher jährlich, der Bau eines Staudamms, Uranabbau und der Klimawandel bedrohen sein fragiles Gleichgewicht. Der Schutz dieses geologischen Naturdenkmals mit seinen diversen Ökosystemen erfordert konkrete Aktionen. Darauf drängen insbesondere die elf indigenen Stämme des Gebiets. Über das indianische Kulturerbe hinaus steht der Grand Canyon vor allem für die Artenvielfalt und gleichzeitig das fragile Gleichgewicht unserer Umwelt, die für die künftigen Generationen erhalten werden muss.
17:50
In Samburu hat die Elefantenherde Zuwachs bekommen. Die beiden Kälber und ihre Mütter trennen sich vom Clan. So wollen sie ihre Chancen erhöhen und suchen in der ausgetrockneten Ebene Nahrung. Doch die Ernte ist mager. Die Wildhündin Phoenix erkundet die Gegend, um nach dem plötzlichen Verschwinden des Alpha-Männchens einen Nachfolger zu finden. Die Matriarchin führt ihre Meute zurück auf das angestammte Gebiet. Das erkrankte Männchen ist wieder genesen. Nun erwartet die Matriarchin neuen Nachwuchs. Kuleta und ihre Jungen weichen der Konkurrenz durch zwei männliche Geparde, können jedoch ihr zwischenzeitlich von Hyänen besetztes Gebiet zurückerobern. Endlich regnet es wieder, doch in Zukunft wird der Klimawandel die Tiere zwingen, immer mehr Erfindungsgeist, Resilienz und Mut zu beweisen.
18:35
Dem Regen hinterher: Die vierte Folge gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Dokumentationsreihe. In Samburu erläutert das Team von "Save the Elephants", wie man die Fortbewegung der Tiere mittels GPS-Halsbändern verfolgt. Durch dieses System kann das Drehteam jeden Elefanten einzeln orten. Außerdem patrouillieren Frauen aus der Umgebung auf den üblichen Wegen der Dickhäuter, um drohende Gebietskonflikte zwischen Elefanten und Schäferhunden weitestmöglich vorherzusehen. In Laikipia arbeitet das Dokumentarfilm-Team mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Mpala-Forschungszentrums. Sie erstellen eine Langzeitstudie über eine der seltenen, in Nordkenia lebenden Meuten von Afrikanischen Wildhunden. Die Arbeit für das Team gestaltet sich jedoch schwieriger als die mit den Elefanten. Der Grund: Die Wildhunde können nämlich bei der Jagd mehr als 20 Kilometer pro Tag zurücklegen. Um Einblick in deren verborgene Welt zu erhalten, wurden zwei Drehteams gebildet und eine Drohne eingesetzt. Dank des Zusammenspiels von Wissenschaft, Logistik und Tracking-Kenntnissen gelang es, die Flussüberquerung der Wildhunde einzufangen - eine der schönsten Szenen der Serie. In Naboisho haben sich Schäfer der Umgebung zusammengetan, um ein Reservat zu schaffen, in dem wilde Tiere und Vieh harmonisch zusammenleben können. Das Drehteam knüpft schnell Kontakte mit der jungen Gepard-Mutter Kuleta, die ihren Nachwuchs in dieser Dürreperiode zu schützen versucht. Die Folge zeigt auch die Abenteuer des Teams während der ganzen Trockenzeit und fängt das überwältigende Gefühl ein, als endlich wieder Regen fällt und die Region zu neuem Leben erwacht.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
Friedmunt Sonnemann war schon Minimalist, bevor der Verzicht zum Trend wurde. Er ist ein Aussteiger, der sein Glück im Hunsrück gefunden hat. Seit über 30 Jahren wohnt er in einer selbstgebauten Lehmhütte im Wald und verzichtet auf Strom, Smartphone und Wasseranschluss. Für Friedmunt ist dieses Leben keine Entbehrung: "Anstrengend ist es mit Sicherheit. Aber ich bin nicht auf der Erde, um mich bequem zurückzulegen. Ich bin hier, um mich mit meinen Fähigkeiten einzubringen." Durch den gelebten Verzicht kann Friedmunt seine ganze Energie einer einzigen Sache widmen: In seinem Garten schützt er seltene Pflanzen vor dem Aussterben. Um das wertvolle Saatgut zu gewinnen, macht Friedmunt noch immer alles mit der Hand. Aber wie lange kann er die moderne Welt von sich fernhalten? Christine Neder hat mit ihrer Familie einen Neuanfang in Portugal gewagt. Für ihren Umzug von Berlin an die Algarve hat sie sich von einem Großteil der alten Wohnungseinrichtung getrennt. Den Familienalltag gestaltet sie nun minimalistisch, mit weniger Ballast und mehr Zeit. Schon ihre fünfjährige Tochter lernt, sich von Kuscheltieren zu trennen, die sie nicht mehr benutzt. Christine hat ihr neues Leben mit weniger Dingen zum Beruf gemacht. In den sozialen Medien teilt sie Lebens- und Aufräumtipps und motiviert ihre Follower, in 30 Tagen ihren kompletten Kleiderschrank auszumisten. Christine will aber nicht nur auf Konsum verzichten, sondern auch bewusster leben.
20:15
Angelica Strandberg gilt seit Jahren als vermisst. Vor Gericht plädiert Staatsanwältin Nora Linde für die Verurteilung von Leonard, Angelicas Ehemann, wegen Mordes. Er erhält jedoch aufgrund mangelnder Beweise einen Freispruch. Bisher ist keine Leiche gefunden worden - noch besteht eine Chance, dass Angelica lebt. Für Nora scheint der Prozess verloren. Das ändert sich, als die Kriminalkommissare Alexander und Bengt-Olof den vielgesuchten Dieb Sylvester festnehmen. Er pocht darauf, mit der Staatsanwaltschaft zu sprechen, und offenbart Nora, dass er Beweise für den Mord an Angelica habe. Ihre Neugier ist geweckt. Sylvester schlägt ihr eine Abmachung vor: Wenn er Informationen zum Fall Angelica liefert, sorgt sie für Strafmilderung. Nora geht auf den Deal ein. Doch wieso soll sie die Polizei nicht einschalten? Auf Hinweis von Sylvester erkundet Nora eine unheimliche Festung aus dem 18. Jahrhundert, in der sie auf eine Schatzkammer stößt. Hier wird sie fündig: Ein Ordner mit Fotos gibt wertvolle Informationen zum Fall Angelica preis. Sind die Aufnahmen echt? Nora zieht Kommissar Alexander ins Vertrauen, der sie in den Ermittlungen unterstützt. Zu Hause kämpft er mit anderen Problemen: Seine Frau Vicky ist nach langem Verschwinden zurückgekehrt, ihre Beziehung gestaltet sich jedoch angespannt. Kann Alexander ihr verzeihen? Während Nora nach weiteren Beweisen im Fall Angelica sucht, erfährt der Mörder von den Ermittlungen und setzt alles daran, sie zu unterbinden.
21:40
An ihrem Hochzeitstag wollten Lili Skoog und ihr Mann Theo einen Bootsausflug zu den Schäreninseln unternehmen. Doch als der berühmte Golfer den Champagner aus der Kajüte holt, bindet Lili sich einen Anker um den Fuß und springt mit den Worten "Verzeih mir" von Bord - so zumindest schildert Theo es Kommissar Alexander und dem jungen Kollegen Valpen. Können sie seiner Erzählung trauen? Zumindest stimmt, was Theo über Lilis Krankheitsgeschichte gesagt hat: Nach der Geburt ihres Sohns litt sie laut den Akten an einer Wochenbettpsychose. Ein Suizid ist daher nicht auszuschließen. Bis alle Details geklärt sind, wollen Alexander und Valpen den Fall vor der Presse geheim halten. Noch fehlt jede Spur von Lilis Leiche. Dann erscheint jedoch Lilis aufgebrachte Mutter Anki im Kommissariat und tischt eine andere Version auf: Theo habe ihre Tochter abgeschottet und sei gewalttätig gewesen. Sie bezichtigt ihn des Mordes, kann aber keine Beweise liefern. Dass Alexander und Valpen diesen Hinweisen nachgehen, passt ihrem Chef Bengt-Olof gar nicht. Als Golf-Fan meint er, dass Theo nach dem Tod seiner Frau Ruhe verdient habe. Außerdem zweifelt er die Integrität der alkoholkranken Anki an. Aussage steht gegen Aussage: Wem können Valpen und Alexander trauen? Unterdessen schlägt sich Nora mit ihrem Ex-Freund Jonas herum. Nach einem Zusammenbruch ist er kurzerhand bei ihr eingezogen - obwohl Nora Schluss gemacht hat. Durch einen unerwarteten Besuch wird schließlich auch sie in den Fall Lili verwickelt.
23:10
Noras Assistent Pär hat einen Anruf von seiner jugendlichen Verwandten Olivia bekommen, die befürchtet, ihre Anwältin und Vormundin wolle sie um ihr Millionenerbe bringen. In wenigen Tagen könnte Olivia das Erbe antreten, doch kurz vor ihrem 18. Geburtstag verschwindet sie bei einem Ausflug ihres Jugendheims. Auf Anrufe und Nachrichten ihrer Geliebten, Nathalie, antwortet sie nicht, dabei hatten beide große Pläne miteinander und mit dem Geld. Während Nathalie sich entsetzliche Sorgen macht, vermutet Heimleiter Jörgen, dass Olivia nur wieder abgehauen ist. Das schildert er auch Nora und Pär, als sie die Jugendliche besuchen wollen. Jörgen will noch einige Tage warten, bevor er die Polizei informiert, denn meist würden die Jugendlichen wieder auftauchen - wie Sebastian, der mit einem Motorboot vom Ausflug abgehauen ist und vor Alexanders Hausboot strandet. Der Kommissar bringt ihn zurück in die Einrichtung. Von Olivia fehlt jedoch weiterhin jede Spur. Der aufgelösten Nathalie schildert Sebastian, dass Olivias Anwältin bei der Exkursion aufgekreuzt sei und mit ihr gesprochen habe. Was hatte sie auf der verlassenen Insel zu suchen? Nora und Pär gehen dem Rätsel nach. Auch Nathalie begibt sich auf die Suche nach ihrer Freundin und wird, als niemand ihre Sorge ernst nimmt, immer verzweifelter. Dann bekommt Alexander die Nachricht, dass es eine Geiselnahme in der örtlichen Turnhalle gibt und ein Schuss zu hören war. Die Situation betrifft ihn nicht nur beruflich, sondern auch privat: Unter den Geiseln ist sein Sohn Tor.