21:40
Die Skelette zweier Jungen werden gefunden. Staatsanwältin Nora und ihr Ex-Mann Henrik hatten vor 30 Jahren das Jugendcamp begleitet, von dem die beiden verschwanden. Auch von der Pfarrerstochter Esther fehlt seither jede Spur. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kommissare Alexander und Valpen auf viele Ungereimtheiten. Nicht nur Nora und Henrik scheinen etwas zu verbergen. In ihrem Urlaub erreicht Staatsanwältin Nora eine erschreckende Nachricht: Es wurden die Skelette zweier Jungen gefunden, die sie kannte. Beide starben vor 30 Jahren auf einer Konfirmandenfahrt, die Nora als Schülerin betreut hat. Offiziell hieß es, sie seien bei einem Bootsunfall umgekommen. Nach den neuen Erkenntnissen verhungerten die Jugendlichen jedoch in einem Erdschacht - mit schweren Kopfverletzungen. Die Leiche der Pfarrerstochter Esther wird weiterhin vermisst. Sie verschwand in derselben Nacht wie die beiden Jungen. Nora muss nun erneut vor der Polizei aussagen und trifft auf diese Weise wieder auf Kommissar Alexander, den sie meidet, seitdem sie von seiner Affäre mit ihrer Chefin Karro weiß. Aus dieser Liebschaft entwickelt sich zunehmend eine ernsthafte Beziehung: Karro sieht sich bereits nach einer gemeinsamen Wohnung für beide um. Als frühere Campteilnehmer müssen sich auch Noras Ex-Mann Henrik und seine neue Frau Gisela den Fragen der Polizei stellen. Dabei wird offenbar, dass Nora und Henrik damals Falschaussagen getätigt haben. Sie waren in der Nacht des Verschwindens keineswegs, wie angegeben, in ihren Betten. Gisela hat sie draußen gesehen. Außerdem mutmaßt Henrik, dass die verschwundene Esther schwanger war. Als Alexander und sein Kollege Valpen dem Fall nachgehen, stoßen sie auf immer mehr Geheimnisse. Auch zwischen Pfarrer Arne und seiner damaligen Frau Iris, die das Camp gemeinsam leiteten, scheint es große Unstimmigkeiten gegeben zu haben. Wer hat die Jugendlichen ermordet? Es muss jemand aus dem Camp gewesen sein, das traditionell auf einer entlegenen Insel stattfindet.
23:15
Es gab eine Zeit, da kannte man sein markantes Gesicht vorwiegend aus Fernsehfilmen. Dann entdeckte ihn Quentin Tarantino für Hollywood. Ab dann ist Christoph Waltz weltberühmt, ein Star. Nur allzu gern wird er allerdings auf Malefiz-Figuren aller garstigen Schattierungen reduziert. In diesem ersten umfassenden Fernsehporträt von Christoph Waltz gehen der Regisseur und Produzent Kurt Mayer und die langjährige Hollywood-Korrespondentin Gabriele Flossmann der schauspielerischen Entwicklung, aber auch den persönlichen Seiten des Ausnahmetalents nach. So weiß etwa kaum jemand, dass Waltz und Michael Haneke denselben - nicht unbekannten - Stiefvater haben und daher sozusagen Halbbrüder sind. Bedeutende berufliche Wegbegleiter orchestrieren Waltz' Werdegang. Eingebettet in zahlreiche Filmausschnitte stellt sich heraus, dass Waltz nicht nur im Bühnenfach des Bösewichtes brilliert. Präzision und Handwerkskunst, trockener Humor und Sprachtalent sind es, die ihn schließlich vom Wiener Reinhardt-Seminar nach Hollywood bringen, in einem "overnight success after thirty years". Seine gegen alle Klischees gebürstete Darstellung verleiht den Figuren besonders Tiefe. Ihnen zu folgen bereitet diabolisches Vergnügen. Der Mensch hinter den ikonischen Figuren seines Schaffens hält sich bedeckt. Seine öffentlichen Auftritte sind rar. Ausschnitte aus seinen ersten Filmauftritten sowie aus dem noch unveröffentlichten neuen James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" veranschaulichen das breite Spektrum des zweifachen Oscargewinners. Doch ganz so einfach ist Christoph Waltz nicht zu fassen ...