19:40
In der sechsten slowakischen Liga sind keine sportlichen Highlights zu erwarten, und schon gar nicht in der siebten, achten oder gar neunten Spielklasse. Zu welchen Spielen Iná Liga auch immer geht, beide Mannschaften sind so schlecht, dass keine von ihnen mehr absteigen kann. Iná-Liga-Gründer Jukub Bubenik weiß genau, weshalb er seinen Kanal nur auf den Fußball ausgerichtet hat, und nicht etwa auf Basket-, Volley- oder Handball: In der Slowakei gibt es noch im entferntesten Dorf mindestens eine Kneipe, eine Kirche und einen Bolzplatz. Außerdem gibt es eine Art Gegenbewegung: weg von den millionenschweren Spielern und den milliardenschweren Sportrechteinhabern - und hin zu den wunderbaren Kämpfern, die jeder Chance hinterherrennen, auch wenn sie keine haben. Denen es egal ist, wenn der Fußballplatz uneben ist, wenn Züge zwischen Zuschauertribüne und Seitenlinie durchfahren oder wenn die Mannschaften nach dem Halbzeit-Donnerwetter des Trainers in der Kabine angeheitert aufs Spielfeld wanken. Diese Matches haben eins gemeinsam: Sie feiern den Fußball in seiner natürlichsten Form.
20:15
Als der Mexikaner Juan Miranda ausnahmsweise in eine komfortable Reisekutsche zusteigen darf, kommt ihm zu Ohren, was feine Herrschaften über ihn und seinesgleichen denken. Es dauert allerdings nicht lange, da zittert die hochnäsige Gesellschaft vor ihm, denn Juan entpuppt sich als Wegelagerer und Anführer einer Bande. Kurz darauf lernt Juan auf spektakuläre Weise Sean Mallory kennen. Der irische Ex-Revolutionär knattert auf einem Motorrad durch die Gegend und trägt so viel Dynamit und Nitroglyzerin am Leibe, dass er ganz Mexiko in die Luft jagen könnte. Juan will Mallory unbedingt dafür gewinnen, mit ihm die Bank in Mesa Verde auszurauben. Zunächst zeigt sich der Ire wenig begeistert, aber nach anfänglichen Schwierigkeiten kommen die beiden doch zusammen. Als Mallory schließlich für Juan den Weg freisprengt, erlebt der eine Überraschung ... und wird bald als revolutionärer Held gefeiert, obwohl er gar nichts von der Revolution hält. Rod Steiger und James Coburn spielen die Hauptrollen in Sergio Leones actionreichem Italo-Western. Die mexikanische Revolution bietet den effektvollen Hintergrund für diese Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei sehr verschiedenen Männern.
22:45
1964 kämpft die schwarze Bevölkerung im US-Bundesstaat Mississippi mit wachsendem Erfolg für Gleichberechtigung. Dann aber verschwinden eines Nachts in der Kleinstadt Jessup County drei führende Vertreter der Bürgerrechtsbewegung - es besteht kaum Zweifel daran, dass sie von fanatischen Anhängern des rassistischen Ku-Klux-Klans ermordet wurden. Von den Leichen fehlt jede Spur. Das FBI schickt zwei Spezialagenten nach Jessup County: Der junge Alan Ward ist ein intellektueller und idealistischer Harvard-Absolvent, Rupert Anderson ein abgebrühter und zynischer Ex-Sheriff. Er ist in Mississippi aufgewachsen und weiß aus Erfahrung, wie man den Leuten dort begegnet. Bei den zuständigen Behörden der Südstaaten-Kleinstadt stoßen die beiden Agenten auf starken Widerstand. Vor allem der einflussreiche Sheriff Stuckey und sein undurchsichtiger Stellvertreter Pell lassen Ward und Anderson spüren, dass ihre Nachforschungen unerwünscht sind. Zugleich lösen die FBI-Ermittlungen immer brutalere Reaktionen seitens des Ku-Klux-Klans aus. Häuser brennen, Schwarze werden überfallen, entführt und grausam misshandelt. Zwar sind Ward und Anderson überzeugt, dass auch der Polizeichef und seine Männer mit den Geheimbündlern unter einer Decke stecken, aber beweisen können sie es nicht. Als die Gewalt eskaliert, beschließen die beiden, mit härteren Methoden gegen das dichte Netz aus Rassismus und Hass vorzugehen. Tatsächlich erzielen sie erste kleine Erfolge. Um endlich an die Drahtzieher heranzukommen, versucht Anderson, Pells junge Ehefrau dazu zu bewegen, die Gewalttaten ihres Mannes nicht länger zu decken. Das hat fatale Konsequenzen ...