18:25
Die indigenen Gemeinschaften der Südseeinseln setzen auf ihre kulturellen Wurzeln, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Auf Hawaii, den Salomonen, in Französisch-Polynesien und auf Fidschi entwickeln sie Lösungen, die Natur und Tradition verbinden - und so die empfindlichen Ökosysteme bewahren. Die Salomonen, eines der ärmsten Länder des Pazifiks, sind wirtschaftlich stark von ihren natürlichen Ressourcen abhängig. Doch deren Nutzung verändert zunehmend die Landschaft und gefährdet fragile Ökosysteme. Um diesem Konflikt zu begegnen, setzen die Inselbewohner auf lokale Initiativen und traditionelles Wissen. Zahlreiche Bürgerinitiativen engagieren sich gegen unkontrollierten Holzeinschlag oder setzen sich dafür ein, als heilig angesehene Inseln - etwa als Orte von Ahnengeistern - unter Schutz zu stellen. Andere Projekte widmen sich der Wiederverwertung von Plastikmüll aus Importwaren oder prangern die traditionelle Brandrodung an, um Böden und Wälder zu erhalten. Gleichzeitig erlebt das traditionelle Tomoko-Kanu, das Symbol schlechthin für ein Leben im Einklang mit der Natur, eine Renaissance. Die Menschen auf den Salomonen wissen: Ihr größtes Kapital ist eine intakte Umwelt. Um neue Einkommensquellen zu erschließen, setzen sie auf nachhaltige Ansätze - und verbinden dabei altes Wissen mit modernen Strategien. So wird Naturschutz zur Grundlage für eine stabile Zukunft.
19:20
"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur
19:40
Die Verarbeitung von Asbest ist wegen gesundheitlicher Risiken in der EU und vielen weiteren Ländern verboten. Doch im österreichischen Burgenland kommt 2026 heraus: In mehreren Steinbrüchen wurde Serpentinit abgebaut, das Asbest enthalten kann. Das Gestein wurde über Jahre als Schotter, Streusplitt oder Straßenbelag verwendet - und damit großflächig verteilt. Nach der Schließung von vier Steinbrüchen beginnt die Suche. Stefan Stadler von Greenpeace und sein Investigativ-Team nehmen Proben und finden Asbest auf Straßen und Parkplätzen. Die Spur führt bis ins ungarische Szombathely. Dort sind Wohngebiete betroffen, in denen Familien mit kleinen Kindern leben. Straßen müssen wegen des giftigen Staubs bewässert und belastete Flächen saniert werden. Wie groß die gesundheitliche Gefahr ist, darüber gehen die Einschätzungen auseinander. Die Behörden im Burgenland sehen aufgrund eigener Luftmessungen keine unmittelbare Gefährdung. Greenpeace fordert dagegen weitere Untersuchungen. Das Problem: Außer an Arbeitsplätzen gibt es keinen gesetzlichen Grenzwert für Asbest in der Außenluft. Nicole und Dietmar Cseh sind persönlich betroffen. Ihr Haus liegt nur wenige Kilometer von einem geschlossenen Steinbruch entfernt. Experten haben im Streusplitt vor ihrem Haus Asbest nachgewiesen. Das Paar sieht sich demselben Gift ausgesetzt, an dem Nicole Csehs Vater gerade verstorben ist. Als Elektriker hatte er jahrzehntelang mit Asbest auf Baustellen zu tun, als das Material noch ganz legal verbaut wurde.
20:15
Kommissar Marc Ferrot gehört zu den erfahrensten Männern der Polizei von Orléans. Eines Tages lernt der Cop Sylvia Leopardi kennen. Von der ersten Begegnung an ist Ferrot seltsam fasziniert von der jungen Frau. Zwischen den beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre. Doch Sylvia hat noch einen zweiten Liebhaber - Ferrots Vorgesetzten Ganay, der sie einst vor dem Gefängnis bewahrt hat. Sylvia und Ganay halten ihre Beziehung streng geheim. Außer Ganays an den Rollstuhl gefesselter Frau Thérèse weiß niemand von der Verbindung. Als Sylvia sich von Ganay trennen will, kommt es zu einem heftigen Streit. Wenig später trifft Ferrot in der Wohnung ein und entdeckt Sylvias Leiche. Als man ihn mit dem Fall betraut, steckt er in der Klemme. Er muss vermeiden, dass Zeugen in ihm Sylvias Liebhaber erkennen und zugleich alles daransetzen, den wahren Täter aufzuspüren ...
22:15
Zweimal verheiratet, zweimal geschieden: Elizabeth Taylor und Richard Burton lernten sich 1961 beim Dreh des Films "Cleopatra" von Joseph L. Mankiewicz kennen und lieben. Sie, eine junge Frau aus gutem Haus, charakterstark und bildschön; er, ein gutaussehender Schauspieler aus bescheidenen Verhältnissen - eine leidenschaftliche Liebe voller Hochs und Tiefs.
23:10
Nach 14 gemeinsamen Jahren haben die Regisseurin Ale und der Schauspieler Alex die Entscheidung getroffen: Sie wollen sich trennen. Kein Drama, keine Schlammschlacht - stattdessen soll eine große Party das Ende ihrer Beziehung feiern. Die Idee stammt von Ales Vater, der schon lange behauptet, dass nicht Hochzeiten, sondern Trennungen ein Fest verdient hätten. Also beginnen Ale und Alex, Familie und Freunde zu informieren. Doch statt Glückwünschen ernten sie vor allem ungläubige Blicke. Kaum jemand scheint ihnen abzunehmen, dass ihre Beziehung tatsächlich vorbei ist. Während die beiden den richtigen Ort suchen, Einladungen verteilen und ihre gemeinsame Geschichte immer wieder erklären müssen, wird die geplante Trennung zunehmend zum Gegenstand ihres Alltags. Gleichzeitig arbeitet Ale an einem Film, dessen Bilder auf eigentümliche Weise mit ihrem eigenen Leben zu verschmelzen scheinen. Zwischen Kino und Wirklichkeit, Erinnerungen und Zukunftsplänen geraten vermeintliche Gewissheiten ins Wanken.