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TV Programm für ARTE am 18.04.2026

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Die Geschichte vom Orangeroten Heufalter 10:45

Die Geschichte vom Orangeroten Heufalter

Tiere

Der Orangerote Heufalter, auch Regensburger Gelbling genannt, war einst weit über Europa bis nach Österreich und Deutschland verbreitet. Was ist passiert, dass es in Regensburg keine Heufalter mehr gibt? In grauer Vorzeit sind Herden mächtiger Pflanzenfresser übers Land gezogen, die durch Abknabbern von Schösslingen und Zweigen einen vielgestaltigen, offenen Lebensraum schufen. In der jüngeren Geschichte sorgten die Bauern mit ihrem Vieh dafür, dass die Heimstatt des Orangeroten Heufalters nicht vom Wald verschlungen wurde. Bis die Landwirtschaft modernisiert und industrialisiert wurde: Im 20. Jahrhundert zogen die Rinder von der Weide in geschlossene Ställe um. Die Schmetterlingswiesen wurden gedüngt oder aufgelassen, das große Aussterben begann. Der Regensburger Gelbling war einer der Ersten, der verschwand. Auch in Österreich sind die letzten Vorkommen, etwa bei Wien und Linz, der modernen Landwirtschaft zum Opfer gefallen. Die letzten großen Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Schmetterlings liegen in Osteuropa. Etwa in Siebenbürgen in Rumänien. Dort vermittelt die traditionelle Landnutzung - und die daraus resultierende Landschaft - noch einen Eindruck, wie es vor langer Zeit auch bei Regensburg und überall in Mitteleuropa ausgesehen hat. Und hier fliegen die Heufalter noch, in einem Lebensraum, der in puncto Artenvielfalt seinesgleichen sucht. Gebiete, die durch eine vielfältige, extensive Nutzung der Urlandschaft so nahekommen, dass derart empfindliche und spezialisierte Arten ein Auskommen finden.

Danach

Schmetterlinge!!! - Superhelden der Natur 11:30

Schmetterlinge!!! - Superhelden der Natur: Die Verwandlungskünstler

Tiere

Auf der Erde gibt es 200.000 Arten von Schmetterlingen. Sie existierten bereits vor den Dinosauriern. Und im Laufe von 300 Millionen Jahren lernten sie, sich an jedes Ökosystem anzupassen. Sie sind wahre "Superhelden der Natur". Doch wie entfalten diese als so zart und kurzlebig geltenden Insekten ihre Superkräfte? Was sind ihre Geheimwaffen? Mit neuen Technologien können Forscher diese Insekten wie nie zuvor verfolgen und ihre fantastischen Fähigkeiten entschlüsseln. Besonders auffällig ist ihre Verwandlungsfähigkeit. Manche Schmetterlinge nutzen ihre Farben und Motive zur Nachahmung, zur Tarnung - oder zur "Hochstapelei". Die Schönheit der Verwandlungskünstler kann sich sogar als tödlich erweisen.

Schmetterlinge!!! - Superhelden der Natur 12:20

Schmetterlinge!!! - Superhelden der Natur: Die Überlebenskünstler

Tiere

Auf der Erde gibt es 200.000 Arten von Schmetterlingen. Sie existierten bereits vor den Dinosauriern. Und im Laufe von 300 Millionen Jahren lernten sie, sich an jedes Ökosystem anzupassen. Sie sind wahre "Superhelden der Natur". Doch wie entfalten diese als so zart und kurzlebig geltenden Insekten ihre Superkräfte? Was sind ihre Geheimwaffen? Mit neuen Technologien können Forscher diese Insekten wie nie zuvor verfolgen und ihre fantastischen Fähigkeiten entschlüsseln. Beeindruckend ist ihre Fähigkeit, extremen Temperaturen standzuhalten. Ihr Organismus kann eisige Winterkälte ebenso überstehen wie drückende Sommerhitze. Sie sind Überlebenskünstler, die allen Elementen trotzen.

Schmetterlinge!!! - Superhelden der Natur 13:05

Schmetterlinge!!! - Superhelden der Natur: Die Flugkünstler

Tiere

Auf der Erde gibt es 200.000 Arten von Schmetterlingen. Sie existierten bereits vor den Dinosauriern. Und im Laufe von 300 Millionen Jahren lernten sie, sich an jedes Ökosystem anzupassen. Sie sind wahre "Superhelden der Natur". Doch wie entfalten diese als so zart und kurzlebig geltenden Insekten ihre Superkräfte? Was sind ihre Geheimwaffen? Mit neuen Technologien können Forscher diese Insekten wie nie zuvor verfolgen und ihre fantastischen Fähigkeiten entschlüsseln. Einzigartig ist das Flugvermögen der kleinen Insekten. Denn trotz ihres Federgewichts sind einige von ihnen fähig, Tausende von Kilometern zurückzulegen, monatelang zu fliegen, Gegenwinden zu trotzen und sogar Meere zu überqueren. Schmetterlinge sind echte Flugkünstler.

Allied - Vertraute Fremde 13:50

Allied - Vertraute Fremde

Drama

Casablanca, 1942: Der kanadische Geheimdienstoffizier Max trifft auf die französische Widerstandskämpferin Marianne. Als Ehepaar getarnt sollen sie den deutschen Botschafter ausschalten. Aus der Camouflage wird Liebe. Die zunächst glückliche Beziehung gerät jedoch ins Wanken, als Max einen deutschen Spion in den eigenen Reihen ausfindig machen soll. Spionagethriller (2016). 1942: Im Auftrag des britischen Geheimdienstes wird der frankokanadische Agent Max Vatan für eine riskante Operation nach Casablanca geschickt. Vor Ort soll er gemeinsam mit der französischen Résistance-Kämpferin Marianne Beauséjour als Ehepaar auftreten, um Zugang zum Umfeld des deutschen Botschafters zu bekommen. Damit das Attentat gelingt, planen Max und Marianne den Ablauf akribisch und perfektionieren ihre neue Identität. Die Nähe zwischen den beiden, die zunächst nur vorgetäuscht ist, wird bald Wirklichkeit: Sie verlieben sich und beschließen, das gefährliche Agentenleben hinter sich zu lassen und zusammen nach London zu ziehen. Dort scheint für einen Moment ein anderes Leben möglich: Hochzeit, ein gemeinsames Zuhause, ein Kind, Max am Schreibtisch statt mit der Pistole. Doch die Ruhe währt nicht lange. Aus den eigenen Reihen werden Informationen an die Deutschen gespielt. Max erhält den Auftrag, den Verräter aufzuspüren und zu eliminieren. Alle Hinweise führen zu Marianne, und Max gerät zwischen die Fronten: Kann es wirklich sein, dass Marianne ihre Gefühle für ihn nur gespielt hat?

1874: Geburtsstunde des Impressionismus 15:50

1874: Geburtsstunde des Impressionismus

Malerei

Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe von jungen Malern, die die Kunst revolutionierten. Zu dieser Gruppe gehörten die später weltberühmten Künstler Claude Monet, Edgar Degas, Paul Cézanne, Berthe Morisot, Camille Pissarro, Alfred Sisley und Pierre-Auguste Renoir. In Reaktion auf ihr von Krieg und Krisen gezeichnetes Jahrhundert befreiten sie sich von den Regeln der klassischen Malerei und widersetzten sich dem einengenden Stil der Akademie der Schönen Künste. Im Zuge dieser langen und schwierigen Entwicklung veranstalteten die Maler im Frühjahr 1874 eine unabhängige Gruppenausstellung. Sie umfasste eine Vielzahl von Bildern, die heutzutage als Meisterwerke gelten, und wurde so zu einem Meilenstein der Malerei. In einer zeitgenössischen Kritik diente der Begriff "Impressionisten" zwar ihrer Abwertung, doch die Maler eigneten sich diese Bezeichnung bald an und begründeten damit eine kunstgeschichtlich wegweisende Richtung. 2024 werden der 150. Jahrestag der ersten Impressionisten-Ausstellung und die Geburtsstunde der neuen Kunstströmung gefeiert. Der Dokumentarfilm blickt auf die Anfänge dieses künstlerischen und menschlichen Abenteuers zurück, als sich die rebellische Malergruppe Anfang der 1860er Jahre zu treffen begann. Sorgfältig nachgestellte Spielfilmszenen, die sich an Schriften der Künstler orientieren, sowie ein unveröffentlichtes 3D-Reenactment der Ausstellung von 1874 lassen diese intensiven Momente der Kunstgeschichte wieder aufleben. Der Dokumentarfilm begleitet die große Ausstellung "Paris 1874. Erfindung des Impressionismus", die vom 26. März bis 14. Juli 2024 im Musée d'Orsay gezeigt wurde.

ARTE Reportage 17:25

ARTE Reportage: Brasilien / Irak

Dokumentation

(1) Brasilien: Mütter gegen Polizeigewalt In ganz Brasilien sterben jedes Jahr 6.000 Menschen bei Polizeieinsätzen, meistens trifft es junge schwarze Männer aus den Armenvierteln. Kriminelle Banden kontrollieren fast ein Drittel der Stadt Rio de Janeiro. Die Polizei patrouilliert dort nur in militärischer Formation, dabei sterben in Rio de Janeiro jährlich zwischen 700 und 900 Menschen. (2) Irak: Kehren Christen heim nach Mossul? Nach Jahren des Schweigens läuten in Mossul nun auch wieder die Kirchenglocken. Zehn Jahre nach dem Fall des Islamischen Staats erhebt sich die Stadt der Minarette wieder aus ihren Trümmern. Die Kirchen Al-Tahira und Mar Toma, Ikonen des orientalischen Christentums, die der IS zerstört hatte, wurden restauriert und gerade wiedereröffnet.

Mit offenen Karten 18:20

Mit offenen Karten: EU und Indien - Eine Freundschaft unter vielen?

Infomagazin

Am 26. Januar 2026 lud der indische Ministerpräsident Narendra Modi die EU-Kommissionspräsidentin Ursula Van der Leyen und den EU-Ratspräsidenten Antonio Costa zur Militärparade am "Tag der Republik" ein. Vor dem Hintergrund der neuen geopolitischen Lage unterzeichneten Indien und Europa einen historischen Wirtschafts- und Sicherheitsvertrag. Sowohl Indien als auch Europa sehen China als "systemischen Rivalen" und haben das Vertrauen in die Vereinigten Staaten unter Donald Trump verloren. Die Europäer setzen daher stärker auf Indien, und das beruht auf Gegenseitigkeit. Natürlich weiß die EU, dass das Land unter Narendra Modi mehrere diplomatische Eisen im Feuer hat und auch im Rahmen der BRICS seine Interessen verfolgt.

Die Slowakei - Europa für Entdecker 18:35

Die Slowakei - Europa für Entdecker

Land und Leute

Die Slowakei führt zu Unrecht ein Schattendasein neben ihren Nachbarländern. Verstecken muss sich das kleine Land nicht, denn es hat alles: unverbrauchte Natur, Burgenreichtum, ein einzigartiges Binnendelta und unzählige Heilquellen, in denen einst schon Kaiserin Sisi badete. Zuzana Vandlikova und David Chrenak wollen die "slowakische Route 66" erkunden. Sie beginnt im Süden und führt einmal quer durchs Land, bis zur Hohen Tatra im Norden. Die Nebenstraße ist seit einigen Jahren ein Geheimtipp. Jozef Svoren ist Produzent und Hüter eines slowakischen Schatzes. Er baut die Fujara, eine bis zu 1,70 Meter lange Hirtenflöte. Seit dem 14. Jahrhundert werden die Instrumente hauptsächlich aus Holunderholz gebaut. Früher verständigten sich damit die Hirten über weite Strecken hinweg. Einer begann, ein anderer stimmte ein - das legendäre Echospiel war geboren. Die berühmteste slowakische Burg ist die Arwaburg. 1921 nutzte der deutsche Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau die Felsenfestung als Filmkulisse für "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens". Die guten Geister von heute heißen Lenka Cervenova und Andrea Vyskrabkova. Zwei Restauratorinnen mit viel Verantwortung, denn die alten Burgherren haben unzählige Schätze hinterlassen. Im Süden der Slowakei bildet die Donau ein in Europa nahezu einmaliges Binnendelta. 3.800 Quadratkilometer groß, voll einzigartiger Flora und Fauna. Doch das Gebiet droht auszutrocknen. Katarina Holubova, Wissenschaftlerin und Umweltschützerin, kämpft schon seit Jahren für dessen Erhalt.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Konfliktzone - Globale Krisen kurz erklärt 19:40

Konfliktzone - Globale Krisen kurz erklärt: Transnistrien: Pulverfass im Osten Europas

Politik

Transnistrien hat sich 1992 einseitig von der Republik Moldau abgespalten, ist faktisch jedoch ein Staat im Staat - mit eigener Flagge, eigener Währung und eigener Regierung. Die selbsternannte Republik ist international nicht anerkannt, aber seit Jahrzehnten politisch, wirtschaftlich und militärisch eng mit Russland verflochten. Rund 1.500 russische Soldaten sind dauerhaft in der Region stationiert. Im Frühjahr 2022 kommt es zu Explosionen und Angriffen auf Behördengebäude - kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Ein Zufall? Der sogenannte eingefrorene Konflikt zwischen Transnistrien und der Republik Moldau birgt erhebliches Eskalationspotenzial. Während die Regierung in Chisinau einen pro-europäischen Kurs verfolgt, halten viele Menschen in Transnistrien an Russland fest, trotz tiefer Armut im Land. Die Wirtschaft der Region wird von einem mächtigen Oligarchen-Netzwerk dominiert. Kritiker sprechen von einem System gegenseitiger Absicherung zwischen Wirtschaft, Politik und pro-russischen Machtstrukturen. Bis Anfang 2025 beruhte Transnistriens Ökonomie auf kostenlosem Gas aus Russland - obwohl rund 80 Prozent der Exporte in die EU fließen. Ein paradoxes Konstrukt. Die Energiekrise nach dem Gas-Stopp hat die Spannungen in der Region verschärft. Spätestens seit Moldau seit Juni 2022 den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhalten hat, rückt die lange vergessene Region wieder ins Zentrum geopolitischer Machtspiele. Während Oligarchen und prorussische Akteure auf Destabilisierung setzen, wächst der Druck auf die moldauische Regierung - und auf Europa, eindeutig Stellung zu beziehen.

Mit offenen Karten - Im Fokus 20:05

Mit offenen Karten - Im Fokus: Moldau: Entscheidung für Europa

Infomagazin

In Moldau hat man sich für Europa entschieden: Die Partei der amtierenden Präsidentin Maia Sandu, die ihre Politik auf einen EU-Beitritt des Landes ausrichtet, hat die Wahl 2024 klar gewonnen. Das Ergebnis ist gleichzeitig ein Rückschlag für Sandus Kontrahenten, den früheren moldauischen Präsidenten Igor Dodon, und für Wladimir Putins Russland, das ihn unterstützte.

Apollo 1 - Die wahre Geschichte 20:15

Apollo 1 - Die wahre Geschichte

Dokumentarfilm

Als es der Sowjetunion am 12. April 1961 gelingt, den ersten Menschen in den Weltraum zu schicken, steigt in den USA der Druck. Schließlich verkündet Präsident John F. Kennedy einen ambitionierten Plan: Noch innerhalb der 1960er Jahre soll ein bemannter Flug zum Mond realisiert werden. Koste es, was es wolle. Doch im Wettstreit um den Mond ereignete sich eine Tragödie: Am 27. Januar 1967 kommt es während eines Routinetests zu einem tragischen Unfall, der das ganze Land erschüttert und drei Astronauten das Leben kostet: Gus Grissom, Ed White und Roger Chaffee, so die Namen der Besatzung der ersten bemannten Raumfahrtmission im Rahmen des Apollo-Programms der Nasa. Sie ebneten all denjenigen den Weg, die später den Mond erreichen sollten: Dass am 21. Juli 1969 - nur rund zweieinhalb Jahre nach der Katastrophe - Neil Armstrong erfolgreich auf dem Mond landet, wäre ohne die Erfahrungen der Apollo-1-Mission unmöglich gewesen. Ehemalige Nasa-Verantwortliche und Hinterbliebene der Verstorbenen gewähren einen emotionalen Einblick in die Zeit vor und nach dem Tod der Astronauten. Aus ihrer sehr persönlichen Perspektive erzählt der Dokumentarfilm die inspirierende Geschichte dreier fast vergessener Pioniere, die mit einem unbändigen Willen für ihren großen Traum gearbeitet haben und damit den Grundstein für einen großen Schritt der Menschheit legten.

Artemis - Zum Mond und weiter 21:45

Artemis - Zum Mond und weiter

Wissenschaft

Es ist vollbracht: Mit Artemis II umrundete erstmals seit Apollo 17 (1972) wieder eine bemannte Mission den Erdtrabanten. Die vier Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen bereiteten sich intensiv auf ihren bevorstehenden Einsatz vor. Die neuntägige Mission führte die Crew zunächst in die Erdumlaufbahn, bevor die Raumkapsel Kurs auf den Mond nahm. Anschließend umflog sie ihn in großem Bogen, ehe die Astronauten gesund zur Erde zurückkehrten. Damit waren sie die ersten Menschen, die sich seit über 50 Jahren so weit von der Erde entfernen. Die Nasa setzte bei Artemis II auf das Space Launch System (SLS), eine der leistungsstärksten Raketen der Welt, und die Orion-Kapsel - beide wurden bereits bei der unbemannten Mission Artemis I (2022) erfolgreich getestet. Doch der bemannte Flug war ein entscheidender Schritt. Langfristig soll Artemis den Weg für eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond ebnen und als Vorbereitung für bemannte Marsmissionen dienen. Die USA wollen mit dem Programm ihre Führungsrolle in der Raumfahrt verteidigen. China plant ebenfalls eine bemannte Mondlandung bis 2030. Mit Artemis III will die Nasa wieder auf der Mondoberfläche landen - nach derzeitiger Planung im Jahr 2027.

Die Eroberung des Mondes 22:45

Die Eroberung des Mondes: "Wir haben den Mond als Ziel gewählt ... "

Geschichte

Am 4. Oktober 1957 schossen russische Wissenschaftler den Satelliten "Sputnik", eine Aluminiumkugel mit knapp 60 Zentimetern Durchmesser, in eine Erdumlaufbahn. In Zeiten des Kalten Krieges verschafft diese Meisterleistung der UdSSR einen großen technischen Vorsprung: Wenn die Sowjets über Trägerraketen verfügen, die Satelliten in den Weltraum schießen, dann werden sie durchaus in der Lage sein, eine Atombombe in die USA zu bringen und abzuwerfen, so die damals vorherrschende Meinung. Den Amerikanern blieb nichts anderes übrig, als in Wettstreit mit der Sowjetunion zu treten. Die Vereinigten Staaten mussten in den ersten Jahren zahlreiche Niederlagen einstecken. Am 12. April 1961 siegten erneut die Sowjets: Der Astronaut Juri Gagarin flog als erster Mensch ins All. Um aufzuholen, wendete sich US-Präsident Eisenhower widerwillig an den Raketeningenieur sowie einstigen SS-Angehörigen Wernher von Braun. Während des Zweiten Weltkriegs hatte dieser die "V2"-Rakete erfunden und damit die Raumfahrt entscheidend vorangebracht. Dank seiner Arbeit schöpften die Amerikaner Hoffnung, die Sowjets in technischer Sicht einholen zu können. Am 5. Mai 1961 zeigte das Fernsehen in einer Live-Übertragung, wie Wernher von Brauns "Redstone"-Rakete den US-Marine-Testpiloten Alan Shepard in den Weltraum schoss. Nach diesem Etappensieg verkündete der frisch gewählte Präsident John F. Kennedy den Wettlauf zum Mond und damit den Wettstreit um einen neuen Einflussbereich. Knapp ein Jahr später vollbrachte das US-amerikanische Raumfahrtprogramm erneut eine Meisterleistung: Der Marine-Oberstleutnant John Glenn umkreiste am 20. Februar 1962 als erster Amerikaner die Erde. Endlich konnten die Nasa und Wernher von Braun konkrete Ergebnisse vorweisen. Während eines Gipfeltreffens mit KPdSU-Chef Nikita Chruschtschow erwähnte Kennedy nebenbei eine mögliche gemeinsame Mondmission. Chruschtschow zögerte, denn eine solche Kooperation könnte die Wahrheit ans Licht bringen: Die Sowjetunion hatte gar keinen technischen Vorsprung. Nachdem sein Vorschlag abgelehnt wurde, konzentrierte sich der junge US-Präsident auf sein nationales Raumfahrtprogramm. Doch die ersten Schritte auf dem Mond erlebte er nicht mehr: Am 22. November 1963 wurde John F. Kennedy in Dallas, Texas, ermordet.