13:10
(1): Brasilien: Carmen Miranda, kulturelle Botschafterin der besonderen Art (2): Costa Verde: Brasiliens buntes Paradies (3): Carlucias brasilianischer Bohneneintopf mit Schweinefleisch (4): Ipanema: High as a Kite
14:00
Inspektor "Schiffi" Sifkovits soll eigentlich einen Hühnerdieb schnappen, doch dann liegt Winzer Alois Fabsits, bekannt für seinen Uhudler, tot in seinem Weinkeller. Ein klassischer Gärgas-Unfall, so sieht es zumindest aus, doch Sifkovits wittert ein Verbrechen. Aber die Anweisung von seinem Chef lautet: Ermittelt wird nicht. Sifkovits - Polizist durch und durch - lässt der Fall allerdings nicht los. Als er sich in der beschaulichen Gemeinde Stinatz umhört, wird schnell klar, dass der Tote alles andere als beliebt war. Noch dazu hatte Fabsits einen Erbstreit mit einem konkurrierenden Winzer am Laufen. Grund genug für einen Mord? Bei seinen Ermittlungen kann der Inspektor wie immer auf die tatkräftige Unterstützung einer Seniorinnengang zählen: Sifkovits' Mutter und ihre Freundinnen - drei Meisterinnen des Dorfgeschwätzes - sind über alles und jeden stets bestens informiert, und ihre Neugier macht auch vor Mordfällen keinen Halt. Mit ihrer Hilfe ist der Hühnerdieb im Nullkommanichts überführt, doch der Fall des toten Winzers gestaltet sich etwas komplizierter. Eine Spur führt Sifkovits und die Seniorinnenclique schließlich bis nach Rumänien, wo er auf ein dunkles Geheimnis der Familie Fabsits stößt ...
15:35
Die Dokumentation offenbart die wilde Schönheit des Nordostens Smålands in Schweden und gewährt Einblicke in das Leben seiner scheuen Bewohner, die sie durch die Jahreszeiten begleitet. Im Mittelpunkt stehen die Hirsche bei der Aufzucht der Jungtiere, den herbstlichen Rivalitätskämpfen und dem winterlichen Ringen ums Überleben. Im Frühling verwandelt sich die Natur in einen riesigen Kindergarten: Ein Rehkitz wagt erste unsichere Schritte, Vogeleltern füttern unermüdlich ihre Jungen, Fuchs- und Dachswelpen stecken die Näschen aus dem Bau und erkunden neugierig die Welt. Später im Jahr, wenn sich der Herbstnebel über die Wälder legt, werden geheimnisvolle Lichtungen zur Bühne für die dramatischen Brunftkämpfe der Hirsche. Der Platzhirsch sichert sich das Recht, sein Revier zu kontrollieren und die dortigen Hirschkühe zu begatten. Doch er bezahlt seinen Sieg bisweilen mit dem Leben ... Im Winter wird das Überleben für alle Tierarten zum täglichen Kampf. Die Hirsche müssen ihre härteste Prüfung bestehen: Im tiefen Schnee können sie sich nur langsam fortbewegen, und die Nahrung wird knapp. Kälber und alte Tiere erliegen der Kälte, doch ihr Tod kommt anderen zugute - etwa den Seeadlern und Krähen, die stets wachsam am Himmel kreisen. Die eindrucksvolle Dokumentation zeigt nicht nur herrliche Landschaften und dramatische Momente aus der Tierwelt, sondern veranschaulicht auch den ewigen Kreislauf von Leben und Tod in der Wildnis. Und es wird deutlich, dass in der Natur jedes Lebewesen - so vergänglich es auch sein mag - zur Resilienz und zum Gleichgewicht eines großen Ganzen beiträgt.
16:20
Schwedens Süden ist voller Geschichten und Naturwunder. Zwischen den Landesteilen Götaland und Svealand, benannt nach alten germanischen Völkern, entfaltet sich eine Landschaft, die mal sanft, mal wild ist. Hier begegnet man nicht nur Menschen mit abenteuerlichen Berufen, sondern auch einer faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt. Mitten in der schwedischen Hauptstadt erstreckt sich ein Grüngürtel: der erste Stadtpark der Welt, der zum Nationalpark erhoben wurde. Elche, Hirsche, Füchse, Biber, Adler und viele andere Tierarten sind hier beheimatet. Um sie kümmern sich Ranger wie der Brite Adam Norton Turner. Im Naturpark Eriksberg, einem der größten Wildreservate Nordeuropas, leben rund 1.700 Tiere - darunter Rothirsche, Mufflons und Wisente. Die europäischen Bisons waren schon in der Eiszeit in Skandinavien heimisch. Besucher erleben die Tierwelt auf Safari und entdecken seltene Arten in ursprünglicher Umgebung. Auf der Insel Gotland erzählen geheimnisvolle Steinsetzungen in Schiffsform von der Bronzezeit. Sie markieren uralte Gräber und erinnern an die spirituelle Verbindung der Menschen zur Natur. In den Wäldern der Insel blüht der seltene Gelbe Frauenschuh, eine Orchidee, die nur an wenigen Orten zu finden ist. Auf der vorgelagerten Insel Stora Karlsö ziehen 40.000 Trottellummen und Tordalke ihren Nachwuchs auf. Inmitten der Klippen haben Ornithologen der Universität Stockholm eine einmalige Forschungsstation errichtet. In der Natur sucht die Künstlerin Linda Vagnelind Inspiration für ihre Gemälde: Beim Kajakfahren an der Westküste oder bei Floßfahrten auf Schwedens längstem Fluss Klarälven.
17:05
Schwedens Norden ist ein Winterwunderland voller Magie. Lappland bietet eine beeindruckende Vielfalt an Natur- und Kulturerlebnissen. In der Region leben zahlreiche Tierarten, darunter Polarfüchse, die seit 2006 im Rahmen eines Auswilderungsprogramms wieder angesiedelt werden. Ihr Bestand erholt sich langsam, und sie sind heute wieder in mehreren Nationalparks zu beobachten. Ein besonderes Highlight ist das jährlich neu errichtete Icehotel in Jukkasjärvi. Aus rund 30.000 Tonnen Schnee und Eis gestalten internationale Künstlerinnen und Künstler Räume, Suiten und Skulpturen. Gäste übernachten auf Rentierfellen bei konstanten minus fünf Grad - ein außergewöhnliches Erlebnis. Die Rentiere sind tief verwurzelt in der Kultur der Sami, dem indigenen Volk des Nordens. Sami-Familien betreiben seit Generationen Rentierzucht und teilen ihre Traditionen mit Schlittenfahrten und Rentierrennen, etwa beim berühmten Wintermarkt in Jokkmokk. Die Tiere werden speziell trainiert und versorgt, besonders in harten Wintern mit wenig natürlichem Futter. Ein Naturphänomen ist die große Elchwanderung am Ångermanälven. Jedes Frühjahr überqueren Hunderte Elche den Fluss auf der Suche nach besseren Nahrungsgründen. Das schwedische Fernsehen begleitet dieses Ereignis mit einer mehrwöchigen Livesendung und hat dazu 30 Kameras installiert. Die Wanderung gilt als eine der eindrucksvollsten Tierbewegungen Europas und zieht jährlich viele Naturbegeisterte an.
17:50
In unverkennbarem Weiß erstrahlen die prächtigen Meisterwerke großer Baumeister, das sie einem ganz bestimmten Mineral zu verdanken haben: dem Kalkstein. Noch viel unglaublicher als die künstlerische Nutzung des Kalksteins ist seine enge Verbundenheit mit Fauna und Flora - denn er ist selbst Produkt der Tier- und Pflanzenwelt. Mehr als die Hälfte der Erdoberfläche ist von ihm bedeckt. Um die Geheimnisse des Minerals zu lüften und seinen Einfluss auf die Pflanzenwelt besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf das Plankton vor den Klippen von Etretat in Frankreich und das Ökosystem um die Kreidefelsen von Dover in Großbritannien. Auf Vancouver Island in Kanada geht die Reise durch Gänge und Höhlen, von denen die Insel durchzogen ist, bevor der Untergrund von Paris seine Geheimnisse preisgibt, die sich unmittelbar auf die Geschichte der französischen Hauptstadt ausgewirkt haben. Anschließend erkundet das Kamerateam die Steinbrüche von Al-Minya in Ägypten, wo das Mineral mühsam abgebaut wird, bevor es auf die Spuren weit entfernter Vorfahren nach Namibia geht. Zum Abschluss führt die Reise an die Küste Floridas, wo es ein seltsames Mischwesen aus Fleisch und Stein zu bestaunen gibt. Auch hier gibt der Kalkstein Aufschluss über die Geschichte des Lebens.
18:35
Gibt es in der Natur eine verborgene Sprache aus Licht? Tatsächlich existiert seit Jahrtausenden eine Kommunikationsform, die für das menschliche Auge meist unsichtbar bleibt - doch unter UV-Licht offenbart sich eine spektakuläre Welt: Frösche, Korallen, Spinnen, Vögel und Pflanzen leuchten in intensiven Farben. Hinter dieser Pracht stecken funktionale Codes. Wellensittiche und Blumen senden Leuchtsignale aus, die nur bestimmte Empfänger wahrnehmen: potenzielle Partner oder Bestäuber. Bei pantropischen Springspinnen kann diese optische Balz jedoch zu fatalen Missverständnissen führen. Korallen nutzen Fluoreszenz als Schutzmechanismus, um Symbionten vor schädlicher UV-Strahlung zu bewahren. Doch nicht immer dient das Leuchten der Verführung: Fleischfressende Pflanzen locken Beute mit fluoreszierenden Fallen in den Tod. Unterwasserorganismen wie Quallen oder Fische erzeugen sogar eigenes Licht (Biolumineszenz), das der Orientierung, Tarnung oder Jagd dient - ein weiteres Beispiel für die Anpassungsfähigkeit der Natur. Nur beim Skorpion ist die Funktion der Fluoreszenz noch ein Rätsel. Trotz jährlicher neuer Theorien - etwa, dass er Licht durch eigenes Leuchten wahrnimmt - bleibt das Phänomen bisher ungeklärt. Die Dokumentation "Leuchtende Natur" zeigt eine verborgene Welt subtiler Symbiosen, raffinierter Jagdstrategien und unsichtbarer Signale. Licht wird hier zur Sprache - und die Wissenschaft beginnt erst, sie zu verstehen.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
Eine alte Tradition, die im Winter ganze Städte elektrisiert und immer mehr Anhänger findet - der Krampusbrauch in Österreich. Als teufelsähnliche Gestalten verkleidet, ziehen Männerhorden los, ein furchterregendes Schauspiel. Bei den Schlägen mit der Reisigrute soll eigentlich niemand zu Schaden kommen, dennoch gibt es immer wieder schwere Verletzungen und Beschwerden wegen übermäßiger Gewalt. Viele Menschen haben so viel Angst vor den Krampussen, dass sie in dieser Zeit kaum das Haus verlassen. So wie Julia und Marie, die versuchen, ihre Furcht mit einer Art Schocktherapie in den Griff zu bekommen. In vielen Vereinen dürfen als Krampus nur Männer mitmachen. Lisa bricht mit dieser Tradition: Sie ist die erste und einzige Frau Österreichs, die hauptberuflich Krampusmasken schnitzt - ein Handwerk, das über Jahrhunderte fest in Männerhand lag. Mit ihrer Spezialität, weiblichen Teufelsmasken, scheint Lisa einen Nerv zu treffen: Ihr Geschäft boomt. Inzwischen arbeitet sie nicht mehr auf Bestellung, sondern versteigert ihre fertigen Masken an den Meistbietenden. In Klagenfurt organisiert Christian den größten Krampuslauf Österreichs - Ritual, Volksfest und Party-Event. Rund 800 Teilnehmende reisen dafür aus der Schweiz, Südtirol und Tschechien an. Sie alle verbindet die Lust, einen Tag in eine andere Rolle zu schlüpfen. In Anif, in der Nähe von Salzburg, bereitet sich Philipp fast das ganze Jahr auf die Krampusshow vor. Mit einem atemberaubenden Bühnenprogramm begeistern er und seine Krampuskollegen jedes Jahr mehr als 1.000 Menschen. Doch in diesem Jahr steht kurz vor dem Termin weder die professionell inszenierte Show noch der Ablauf des gesamten Tages ...
20:15
Unter dem Baumwipfelpfad innerhalb der Saarschleife wird die Leiche der jungen Putzfrau Camille Bartell gefunden. Kriminalkommissarin Judith Mohn und ihr Kollege Freddy Breyer verdächtigen schnell ihren Ehemann Eric Bartell, der etwas zu verheimlichen scheint. Im Zuge der Ermittlungen kommt es zu einer unverhofften Annäherung zwischen Judith und ihrer Mutter Karen Mohn, die Camille kannte, denn die junge Frau war ihre Putzhilfe. Karen kann Judith zwar nicht weiterhelfen, überrascht ihre entfremdete Tochter aber mit ungewohnter Energie und Lebenslust. Sie hat vor kurzem einen Mann kennen- und lieben gelernt - im Internet. Judith und Freddy fällt auf, dass Camille ausschließlich bei alleinstehenden Frauen geputzt hat. Und sie alle sind gerade todunglücklich, weil sich ihre neue Internetliebe nicht mehr bei ihnen meldet: ein Belgier, dem sie viel Geld und Vertrauen geschenkt haben, um mit ihm ein neues Leben zu beginnen. Hat dieser skrupellose Love-Scammer auch etwas mit dem Mord an Camille zu tun? Judith und Freddy müssen erkennen, dass es inzwischen nur noch eine aktiv bestehende Verbindung zu dem gesuchten Verdächtigen gibt: Karen. Führt die Spur über die vermeintliche neue Liebe von Judiths Mutter die Ermittler zum Täter?
21:45
Er war der sanfte Rebell des Soul: Marvin Gaye, einer der größten Musiker des 20. Jahrhunderts. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und Hits wie "I Heard It Through The Grapevine", "What's Going On" und "Sexual Healing" prägte er die US-amerikanische Popkultur - bis heute. Ohne Notenkenntnisse oder klassische Ausbildung arbeitete sich der "Prince of Soul" vom Background-Sänger zu einem der wichtigsten Künstler des legendären Motown-Labels empor. Seine Songs verbanden Melancholie und Hoffnung, Sinnlichkeit und Sozialkritik - und machten ihn zu einer Stimme des Aufbruchs. Doch hinter der perfekten Fassade verbarg sich ein zutiefst verletzter Mensch. Frühkindliche Traumata, Depressionen, Auftrittsängste, Drogenmissbrauch und familiäre Konflikte überschatteten Gayes Leben. Eine Auszeit im belgischen Ostende Anfang der 1980er Jahre schien kurzzeitig Heilung zu versprechen - doch die innere Zerrissenheit blieb. Am 1. April 1984, einen Tag vor seinem 45. Geburtstag, endete sein Leben tragisch: erschossen vom eigenen Vater. Die Filmemacher begeben sich auf Spurensuche nach dem Menschen hinter der Legende. Weggefährten wie sein Freund und Biograf David Ritz, Bandmitglied George Shaw, der britische Musiker Jamie Lidell und Journalistin Hadnet Tesfai erzählen von der Magie seiner Musik und der Sehnsucht, die in jedem Ton mitschwingt. Ein eindringliches Porträt eines "musikalischen Picasso", dessen Vermächtnis bis heute Künstlerinnen und Künstler auf der ganzen Welt inspiriert.
22:40
1976: Marvin Gaye, der König des Souls, befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Ein musikalisches Wunderkind, das es nicht immer leicht im Leben hatte. Der Kampf mit den zu erfüllenden Erwartungen als "original love man", die Angst und Komplexe vor Tourneen und dem Tanzen, das schwierige Verhältnis zum gewalttätigen Vater und seine Kokainabhängigkeit. Trotzdem schaffte er Anfang der 1980er Jahre das Comeback mit "Sexual Healing" und seinem Album " "Midnight Love". Er kehrte aus Brüssel nach Amerika zurück und stand wieder auf der Bühne - aus Leidenschaft, aber auch des Geldes wegen. Sein Auftritt in der ausverkauften Jaap Edenhal in Amsterdam gehört damit zu den wenigen filmisch festgehaltenen Konzerten. Der Mitschnitt seiner ersten Europatournee im Jahr 1976 zeigt 23 Lieder des legendären Soulsängers, darunter die Klassiker "You're A Wonderful One", "You", "It Takes Two", und "Ain't No Mountain High Enough". Um seine monatelange "Sexual Healing"-Tour durchzustehen, nahm Gaye Unmengen an Kokain zu sich und nährte damit eine sich entwickelnde Paranoia: Der Mann mit dem unvergleichlichen Gesang begann, Stimmen zu hören. Wenige Monate später dann die Eskalation: Der eigene Vater erschoss ihn im Streit mit einer Waffe, die Marvin Gaye ihm zum Schutz selbst geschenkt hatte ... ARTE zeigt einen Konzertmitschnitt, der eine unvergleichliche Kostprobe des musikalischen Talents von Marvin Gaye bietet.
23:35
Frida Kahlo, die mexikanische Malerin, deren Selbstporträts die Kunstgeschichte geprägt haben, ist mehr als eine Künstlerin - sie ist eine Ikone. Ihre Werke, durchdrungen von Schmerz, Leidenschaft und Identität, sind weltberühmt. Doch wer war die Frau mit den markanten Augenbrauen hinter den farbenfrohen Bildern, die trotz eines Lebens voller Tragödien unsterblich wurde? Geboren 1907 in Coyoacán, Mexiko, war Kahlos Leben von Dramen gezeichnet. Ein schwerer Busunfall mit 18 Jahren führte zu lebenslangen Schmerzen und zahlreichen Operationen. Ihre Ehe mit Diego Rivera, dem berühmten Muralisten, war ein Wechselspiel aus Liebe, Verrat und künstlerischer Inspiration. Kahlo verwandelte ihren Schmerz in Kunst: Ihre Selbstporträts, oft surreal und symbolisch, zeigen eine Frau, die sich selbst unerbittlich erforscht. Mit ihren Wurzeln in der mexikanischen Kultur, ihren politischen Überzeugungen und ihrem Kampf gegen gesellschaftliche Normen wurde sie zur Heldin des Feminismus. Die Dokumentation folgt Kahlos Spuren von Mexiko-Stadt über New York und Paris, wo sie mit Künstlern wie André Breton und Pablo Picasso zusammentraf, und zeigt ihr Werk in neuem Licht - informativ und detailreich. Expertinnen wie die Kunsthistorikerinnen Helga Prignitz und Gannit Ankori, oder die Leiterin des Museums Frida Kahlo, Perla Labarthe, gewähren Einblicke in ihre Technik, ihr Leben und ihre Vorbildfunktion für den modernen Feminismus. Kahlo starb 1954, doch ihr Erbe lebt weiter - in ihrer Kunst und in ihrem Mut, sich selbst treu zu bleiben.
00:30
Matthias ist Ostberliner, arbeitet sehr erfolgreich in einer Werbeagentur und genießt sein luxuriöses Singleleben. Als seine Mutter, eine Aussteigerin und überzeugte Kommunistin, plötzlich stirbt, muss er sich seiner Vergangenheit stellen. Mit dem Auftrag, ihre Asche in Kuba zu verstreuen, schickt sie Matthias auf eine Reise in seine Vergangenheit. Die Asche soll er auf Cayo Ernesto Thaelmann, auch Ernesto's Island genannt, verstreuen. Die unbewohnte Insel vor Kuba hatte Fidel Castro einst der DDR geschenkt, und seine Mutter hatte hier gelebt. In Kuba angekommen trifft er auf seine Halbgeschwister und seine ihm unbekannte Familie, mit der Matthias nichts zu tun haben will. Er begegnet einer Liebe, Sofia, mit der er nichts anzufangen weiß, und er verliert einen Freund, den er nicht retten kann. Mit Sofia geht Matthias auf diese kleine Insel, um den Vater zu suchen, den er nie hatte. Als es ihm gelingt, seine Wurzeln zu akzeptieren und sich einzugestehen, dass er nicht der rücksichtslose, selbstgefällige Zyniker ist, den seine Altersgenossen kennen - dass er immer noch andere Werte hat -, erst dann versteht er, was ihm gefehlt hat. Er hatte keine Heimat mehr und muss sich eine neue aufbauen. Kuba steht für den verlorenen Traum, von dem eigentlich jeder träumt: Gemeinschaft, Gleichheit und Menschlichkeit. Und für die Realität, die das alles nicht kennt ... "Ernesto's Island" ist ein Roadmovie zu einer vergessenen Insel und eine Liebesgeschichte - und der Wunsch, endlich zu Hause anzukommen. Eine Reise von Kopf zu Herz, in der immer noch die gleiche, unverwüstliche, fröhliche Musikalität des Landes zu spüren ist - mit Amateuraufnahmen Kubas von früher, die vom Regisseur selbst stammen.
02:20
Simon sieht sich nunmehr nicht nur mit dem Jugendamt konfrontiert, sondern auch mit der Polizei, denn gegen ihn wurde inzwischen Anklage wegen Körperverletzung erhoben. Es drohen ihm bis zu sechs Jahre Haft, sollte sich Hollys Aussage bewahrheiten. Ihr Lehrer Mikkel zweifelt am Wahrheitsgehalt von Hollys Aufsatz, den Sozialarbeiter Lars als verzweifelten Hilfeschrei des Mädchens gewertet hat. Es tauchen andere Aufsätze auf, in denen Holly durchaus auch Tatsachen verfälscht hat, um ihre Emotionen zum Ausdruck zu bringen. So hat sie in einem Text den Tod ihres leiblichen Vaters beschrieben, obwohl dieser nach wie vor am Leben ist. Um Licht ins Dunkel zu bringen, soll Theo ebenfalls aussagen. Doch in der Zwischenzeit erlaubt Pflegemutter Dorte dem sich nach seinem früheren Leben sehnenden Jungen, am Training seiner Fußballmannschaft teilzunehmen. Und da Holly sich schuldig fühlt, setzt sie ihre Mutter Dea darüber in Kenntnis und sorgt so für ein emotionales Wiedersehen ...
03:20
Diese Ausgabe von "Mit offenen Karten" führt nach Serbien, einem Schlüsselland des Balkans an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien. Der serbische Präsident Aleksandar Vuci? regiert sein Land wie ein Seiltänzer: offiziell auf EU-Kurs, doch ohne die Sanktionen gegen Moskau mitzutragen, und mit strategischen Avancen in Richtung Peking. Doch neben dem geopolitischen Balanceakt brodelt es im Inneren: Korruptionsvorwürfe untergraben die Legitimität des Regimes, während die Bevölkerung auf die Straße geht. Darüber hinaus hat das Trauma des Jugoslawien-Kriegs der 1990er Jahre immer noch Auswirkungen auf den Balkan und insbesondere Serbien. Zwei Konflikte aus dieser Zeit prägen weiterhin die regionale Politik: der ungelöste Status des Kosovo und die bosnische Republika Srpska. Wladimir Putin nutzt diese Gemengelage skrupellos für seine Einflussnahme in Europa und bedient sich der serbischen Minderheiten für seine Ziele. Langfristig wird sich das Land für eine Seite entscheiden müssen.
03:33
Die beiden Tangotänzer auf Fernando Boteros Bild "Bailarines" fahnden als verdeckte Ermittler vom Drogendezernat. Sie tanzen undercover in einem Kabarett, das im Verdacht steht, dem kolumbianischen Drogenbaron Pablo Escobar zu gehören ...
03:40
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.