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TV Programm für ARTE am 01.10.2026

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Die Revoluzzer 23:10

Die Revoluzzer

Comedyserie

In Vincennes wird aus politischer Theorie offene Konfrontation. Die Entlassung von Jimmy und die prekäre Lage der Reinigungskräfte lösen an der Universität einen Streik aus, den Gérard und Françoise zu einem größeren Aufstand ausweiten wollen. Mit Parolen, Liedern und wachsender Entschlossenheit versuchen sie, Studierende und Beschäftigte zu mobilisieren und die Arbeitskämpfe der "Unsichtbaren" ins Zentrum des Campus zu rücken. Für einen kurzen Moment scheint die Vision einer gemeinsamen Bewegung greifbar. Doch die politische Dynamik kollidiert schnell mit institutionellen Zwängen, persönlichen Interessen und sozialer Realität. Während Merloux sich gesprächsbereit zeigt und Zugeständnisse macht, verweigert er gleichzeitig die zentrale Forderung nach einer direkten Anstellung der Reinigungskräfte durch die Universität. Damit bleibt die strukturelle Unsicherheit der Arbeiter bestehen. Zugleich droht Claudines eigener Lebensentwurf zu zerbrechen: Weil der Streik den Lehrbetrieb lahmlegt, geraten ihre Prüfungen, ihre Stipendienchancen und damit ihre gesamte Zukunft ins Wanken. Währenddessen wird auch Jacques wieder aktiv und versucht, im Schutz des Chaos Informationen für die Polizei zu sammeln. Auch innerhalb der Gruppe verschieben sich die Beziehungen: Zwischen Françoise und Gérard knistert es - sowohl intellektuell als auch körperlich. Doch der Traum einer solidarischen Revolte hält nicht lange. Als die Universitätsleitung die Müllberge räumen lässt und damit den Streik faktisch bricht, kippt die Stimmung.

Danach

Die Revoluzzer 23:40

Die Revoluzzer

Comedyserie

Die Lage in Vincennes spitzt sich zu: Präsident André Merloux wird seit Tagen von einer Gruppe maoistischer Studierender festgehalten. Was als politische Aktion begann, kippt zunehmend in ein gefährliches Machtspiel zwischen Ideologie, persönlicher Verzweiflung und moralischer Grenzüberschreitung. Während Jimmy und Ahmed auf konkrete Zusagen für Arbeit und ein würdiges Leben drängen, macht die Kerntruppe die Besetzung zum symbolischen Tribunal über Klassenkampf, Gewalt und Verrat. Mitten im Chaos aus Vollversammlungen, improvisierter Bürokratie und revolutionärer Rhetorik werden auch die Widersprüche der Institution selbst sichtbar: Opportunismus, Manipulation und die Frage, wie viel Befreiung ein System verträgt, das sich doch permanent selbst verwaltet. Claudine sieht angesichts brennender Zertifikate ihren Klassenaufstieg sich in Luft auflösen. Sekretärin Nino versucht, den Universitätsalltag im Krisenmodus aufrechtzuerhalten; Merloux verteidigt sich in seiner Notlage mit philosophischer Schärfe. Als aus dem politischen Schauprozess existenzieller Ernst wird, droht die Situation endgültig zu eskalieren. Doch ausgerechnet im Moment größter Zuspitzung offenbart sich, dass nicht nur die Revolution, sondern auch die Universität selbst auf Fiktionen, Improvisationen und Täuschungen gebaut ist. Auf Regierungsseite sieht sich Jacques durch einen Mitschnitt aus Merloux' verwanztem Büro schon als entscheidender Akteur bei der Auflösung von Vincennes triumphieren.