12:20
Es gibt viel Neues von ABBA, darunter ihr aktuelles Album und die neue Konzertshow "ABBA Voyage". Der Produzent Chris Hunt kennt die Band seit ihren Anfängen und gewährt einen Blick hinter die Kulissen. Der Film erzählt die Geschichte von ABBA von den Anfängen bis zum Erfolg mit "Mamma Mia!". Trotz Trennungen arbeiteten sie weiter zusammen, einige ihrer besten Songs entstanden aus dem Scheidungsschmerz heraus. Nach ihrer Trennung 1982 verfolgten sie verschiedene Soloprojekte, kehrten aber 2021 mit dem Album "Voyage" und einer Bühnenshow zurück, die das Publikum begeistert. Cher, Andy García, ESC-Gewinnerin Lulu, Moderator Paul Gambaccini, Choreographin Arlene Phillips, Modedesigner Owe Sandström, Regisseur Lasse Hallström, Toningenieur Michael Tretow und viele weitere kommen in der Dokumentation zu Wort. Außerdem sind einige der größten ABBA-Hits zu hören, darunter "SOS", "Mamma Mia!", "Fernando", "Dancing Queen", "Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)", "Knowing Me, Knowing You", "The Winner Takes It All" und "Thank You For the Music". Die Dokumentation erzählt die Geschichte von ABBA bis zu ihrer Trennung 1982 - und darüber hinaus. So wird ausführlich beleuchtet, wie das Musical "Mamma Mia!" entwickelt und auf die Bühne gebracht wurde, wie es zu einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten wurde und in den ersten 25 Jahren mit über vier Milliarden Dollar - Bühnenshow und Filme zusammengerechnet - mehr Geld eingespielt hat als ABBA zu ihren besten Zeiten. Und sie geht auch dem Erfolg von "ABBA Voyage" auf den Grund, mit vielen spannenden Einblicken hinter die Kulissen und in die Entstehung der spektakulären Avatar-Show. Keine andere Formation ist so nachhaltig erfolgreich und bis heute ungebrochen populär wie ABBA. Die Dokumentation feiert daher nicht nur das Jubiläum der schwedischen Erfolgsband, sondern auch den wohl einzigartigsten Pop-Act der Musikgeschichte.
13:15
Tony Manero ist 19 Jahre alt. Er lebt in Brooklyn bei seinen arbeitslosen Eltern und jobbt als Verkäufer in einem Farbengeschäft. Im Gegensatz zu seinem Bruder, der Priester geworden ist, ist Tony der Loser der Familie. Er ist ständig pleite und zieht mit seiner Gang auf der Suche nach Abenteuern um die Häuser. Doch zu mehr als Schlägereien und Frauengeschichten führt das nicht. Keine rosigen Aussichten für den jungen Italo-Amerikaner, wäre da nicht der Samstagabend im "Odyssee 2001 Club". Dort ist Tony der König der Tanzfläche. Die Mädchen stehen Schlange, um mit ihm zu den Disco-Hits der Bee Gees zu tanzen, aber Tony hat nur Augen für Stephanie, die es geschafft hat, in Manhattan Fuß zu fassen, und außerdem gut tanzen kann. Er möchte mit ihr an einem Tanzwettbewerb teilnehmen und 500 Dollar Preisgeld gewinnen. Die Proben gestalten sich komplizierter als erwartet. Tony wird sich nach und nach seiner perspektivlosen Existenz bewusst und erkennt, dass daran auch der Gewinn des Tanzwettbewerbs nichts ändern kann. "Saturday Night Fever" ist mehr als eine Werbemaßnahme für Diskotheken. Der Tanzfilm zeichnet ein stimmungsvolles Lebensbild der Jugend im Brooklyn der 70er Jahre. Er machte John Travolta zum Star und setzte Trends in Mode und Musik.
15:10
Die Dokumentation "The Bee Gees: How Can You Mend a Broken Heart" geht der Frage nach, warum die Musik der Bee Gees seit mehr als einem halben Jahrhundert so beliebt ist. Es geht um die sagenhafte Geschichte der Popband The Bee Gees - eine Geschichte von atemberaubenden Erfolgen, aber auch von Verlust und Leid. Das Bee-Gees-Phänomen basiert auf einer besonderen Kreativität der Musiker: Das Trio bestand aus drei Brüdern. Mit sechs Jahren begannen die Zwillinge Maurice und Robin, mit neun Jahren Barry, Melodien zu improvisieren und musikalische Motive zu komponieren - und zwar ohne formale Ausbildung und ohne sich dessen bewusst zu sein, was sie da eigentlich taten. Es passierte wie von selbst. Die Dokumentation erzählt von drei Brüdern, die einem Gefühl nachspüren, das sie als Kinder empfunden haben - der Freude, zusammen zu singen und aus diesem einzigartigen Sound eigene Songs entstehen zu lassen.
16:55
Zwischen Mittelalter und Renaissance verlor die westliche Welt innerhalb weniger Jahre ihre bisherigen Orientierungspunkte. Die Erfindung des Buchdrucks, das Erstarken religiöser Intoleranz, die Reformation und die Entwicklung von Kapitalismus und Bourgeoisie brachten eine von ständigem Wandel geprägte neue Welt hervor. Die großen Entdeckungen bahnten dem Fortschritt den Weg, erzeugten aber auch starke Verunsicherung. Der Narr brachte all diese Widersprüche auf den Punkt und wurde damit zum Vorboten der aufkeimenden Moderne. Er ist der Held in Erasmus von Rotterdams Werk "Lob der Torheit" (1511) und sein Motiv durchzieht Victor Hugos Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" (1831). Obwohl die Forschung sich dieser Figur angenommen hat, ist über den Narren als zentrale Gestalt der europäischen Kultur noch immer erstaunlich wenig bekannt. Hieronymus Bosch und Pieter Bruegel der Ältere machten den Narren zu einem wiederkehrenden Motiv ihrer Malerei. Doch der eigentliche Ursprung der Figur liegt im Christentum. Von der Kirche als Inbegriff der Ketzerei und der Ungläubigkeit stigmatisiert, wurde der Narr zum Sonderling und Ausgestoßenen und nahm allmählich politischere Züge an: Er stellte sich den Mächtigen entgegen, streute Sand ins Getriebe und brachte in seiner Andersartigkeit ein zutiefst menschliches Verlangen nach Freiheit und Wahrheit zum Ausdruck.
17:50
Was 1995 als bescheidenes Klassikfestival begann, ist heute eines der bestbesuchten Festivals für klassische Musik in Europa. Über 150.000 Zuschauer finden alljährlich den Weg zu dem Festival, das vor über 30 Jahren mit Mozart begann. Der Name "La Folle Journée" wurde der Mozart-Oper "Le nozze di Figaro" entlehnt. Eigentlich übernahmen die Festival-Gründer den Originaltitel von Beaumarchais bissige Komödie, die als Vorlage gedient hatte: "Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit" (auf Französisch: "La Folle journée ou Le mariage de Figaro"). Inzwischen dauert der "tolle Tag" nicht mehr nur einen Tag. In vier Tagen geben über 1.500 Musiker über 300 Konzerte. 2025 war das Festival den großen Musikmetropolen gewidmet, und das Abschlusskonzert brachte Musik aus Wien und Paris. Lilian Lefebvre und das Fidelio-Quartett spielten das Larghetto aus Mozarts Klarinettenquintett, das Geistertrio den Militärmarsch von Franz Schubert. Nach Arnold Schönbergs Fassung des Strauss-Walzers "Rosen aus dem Süden", unter anderen mit Bomsori Kim und Maroussia Gentet, klang der Abend aus mit dem ersten und dritten Satz von Camille Saint-Saëns Klavierkonzert Nr. 2. Den Solopart übernahm Sophia Liu. Begleitet wurde sie vom Orchestre philharmonique de Nice unter Lionel Bringuier.
18:40
Angélique Colfort arbeitet als Fischerin in Cavalaire, einem kleinen Ort nicht weit von Saint-Tropez. Hier treffen die grünen Hügel der Provence auf das blaue Wasser der Buchten des Mittelmeeres. Die Fischerin hat ein eigenes Boot, ein sogenanntes Spitzboot, wie es am Mittelmeer schon seit über 2.000 Jahren gebaut wird. Wenn nötig, repariert sie das Boot selbst oder lässt sich von Kollegen helfen. Ein paar alte Fischer haben sie auch in traditioneller Fangtechnik unterwiesen: Man folgt dem Rhythmus der Natur. So arbeitet Angélique nachhaltig und fischt nicht mehr, als sie zum Leben braucht, und auch nur das, was wieder nachwächst. Das Boot ist zwar klein und Angélique muss nah an der Küste fischen, doch dafür ist ihr Fang vielfältig, immer frisch und die Kunden stehen vor ihrem Stand Schlange. Angélique erklärt ihnen beim Verkauf, wie Fisch und Meeresfrüchte zubereitet werden, denn sie ist begeisterte Köchin und tut alles, um ihren Kunden auch seltene Fische nahezubringen. An Land ist die Fischerin von vielen Freunden umgeben: Mit Bernard und Didier räuchert Angélique versuchsweise einen Teil ihres Fangs, und mit ihrer Freundin Odile kocht sie gern. Ihr Lebensgefährte Laurent ist Kapitän auf einem Passagierschiff und greift ihr gelegentlich beim Ausliefern der Fische unter die Arme. Mit ihm reist Angélique viel auf der Suche nach neuen Rezepten, die sie zu Hause mit der traditionellen mediterranen Küche verbindet.
19:10
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:30
Ulama - von zwei Mannschaften à fünf Spielern auf einem langen, schmalen Feld ausgetragen, erinnert es an Volleyball. Bei Ulama erfolgt aber nur der Aufschlag mit der Hand, danach wird mit der Hüfte gespielt. Man kennt das Ballspiel schon von den Azteken, Maya, Olmeken und anderen Völkern Mittelamerikas. Einst ging es um Leben und Tod, um die Gunst der Götter oder um Sieg und Niederlage in bewaffneten Konflikten. Deshalb verboten die spanischen Priester das Spiel nach der Eroberung Mexikos. Aber in kleinen Bergdörfern zwischen der Pazifikküste und der Sierra Madre, im Bundesstaat Sinaloa, hat Ulama überlebt. Seine Renaissance ist der Familie Lizárraga zu verdanken, die sich seit drei Generationen bemüht, das Spiel wieder populär zu machen. José Lizárraga ist nicht nur Spieler und Trainer, sondern auch Präsident des ersten und einzigen Ulama-Verbandes. Heute gibt es in Mexiko wieder über tausend aktive Ulama-Spieler. Die Hochsaison des Spiels beginnt im Herbst, wenn die Ernte eingebracht ist und die Tage kühler werden. Die jährliche Meisterschaft wird als Turnier im Dezember veranstaltet. Zwei Dutzend Herren-, Damen- und Juniorenteams aus ganz Mexiko, auch aus der Hauptstadt und den USA. reisen an. Schon die Unterbringung und Verköstigung der Gäste in den Dörfern ist eine Herausforderung. José hat alle Hände voll zu tun, aber er ist auch in Sorge. Denn er hat seine Frau Tanya Maria und den neun Monate alten, kranken Sohn Sebastian Itzcoatl lange nicht gesehen. Denn sie leben in Guadalajara, wo die medizinische Versorgung besser ist. Wird er sie zum Turnier wiedersehen? Und wird sein Traum von der Titelverteidigung wahr werden?
20:15
Acht Jugendliche an der berühmten New Yorker "High School of Performing Arts" werden von der Aufnahmeprüfung bis zur großen Abschlussperformance begleitet. Vereint durch ihren großen Traum steht ihnen jedoch nicht nur das anstrengende Training bevor, sondern auch die harte Schule des Lebens. Oscarprämierter Episodenfilm mit mitreißenden Musik- und Tanzszenen. Der große Traum vom Showbiz: Wer das harte Casting der "High School of Performing Arts" in New York hinter sich gebracht hat, hat noch einen steinigen Weg bis zum Ruhm vor sich. In den drei Studiengängen Musik, Tanz und Schauspiel müssen die Studierenden alles geben, um später für das harte Showbiz gewappnet zu sein. Im aktuellen Jahrgang prallen komplett unterschiedliche Charaktere aufeinander. Zum Beispiel muss die schüchterne Doris, behütet von einer überfürsorglichen Mutter, sich mit Leroy aus einem New Yorker Ghetto verständigen. Oder der introvertierte Montgomery, der den Hänseleien des vorlauten Ralph ausgesetzt ist. Auf dem Weg bis zum Abschlussball müssen die jungen Künstler durch die harte Schule des Lebens gehen: Coming-outs, häusliche Gewalt, erste Liebesnächte, stolze Eltern, sexuelle Übergriffe, unverhoffte Schwangerschaften und besonders der Umgang mit Erfolg und Misserfolg neben der kräftezehrenden Ausbildung. Für seinen Film castete Alan Parker echte Studierende der New Yorker "High School of Performing Arts" und kreierte mit spaßigen Musicalszenen im Discoglanz der 80er Jahre ein lebensechtes Ensemblestück, dessen Titel "Fame" einen ironischen Unterton mitschwingen lässt.
22:20
"Dirty Dancing" - nur eine seichte Musik-RomCom der 80er Jahre? Keineswegs. Hinter der Liebesgeschichte steckt eine politische Erzählung mit klarer feministischer Dimension. Baby trainiert nur deshalb so intensiv mit Johnny für den Wettbewerb, weil sie kurzfristig dessen eigentliche Tanzpartnerin ersetzt. Diese lässt in der Zwischenzeit einen illegalen Schwangerschaftsabbruch vornehmen. Die Handlung spielt 1963, als Abtreibung in den USA noch strafbar war. Bis zum Grundsatzurteil "Roe gegen Wade", das das Recht auf Abtreibung landesweit absicherte, vergingen noch zehn Jahre. Drehbuchautorin Eleonor Bergstein verknüpfte, auch auf Grundlage eigener Erfahrungen, Romanze und das Thema Abtreibung bewusst miteinander. Sie war überzeugt, dass politische Botschaften in einem populären, glamourös inszenierten Film ein größeres Publikum erreichen würden. "Ein Musikfilm mit einer Prinzessin, die keine andere Wahl hat, als sich unters Messer eines Quacksalbers zu legen, um sich nicht ihre Zukunft zu verbauen, ist der beste Weg, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren", sagte sie. Als "Dirty Dancing" 1987 in die Kinos kam, war Abtreibung in den USA zwar legal, doch die Pro-Life-Bewegung gewann unter Präsident Ronald Reagan an Einfluss. Indem Bergstein die Geschichte in eine Zeit vor der Legalisierung verlegte, erinnerte sie an die Bedeutung dieser hart erkämpften Errungenschaft. "Dirty Dancing" heute wiederzusehen heißt deshalb auch, einen Film neu zu entdecken, der weit über die Konventionen der RomCom hinausgeht und überraschend deutlich für Feminismus und sexuelle Selbstbestimmung eintritt. Lange nach "Roe gegen Wade" stehen das Recht auf Abtreibung und andere Freiheiten in den Vereinigten Staaten erneut massiv unter Druck. Vor diesem Hintergrund wirkt "Dirty Dancing" aktueller denn je.
23:15
Patrick Swayze ist eine Leinwandikone und blieb, wie sein Vater, immer auch ein Cowboy. Seine Mutter war eine gefeierte Choreographin und Patrick sollte das Beste seiner Eltern in sich vereinen: Athlet, Wettkämpfer, Künstler. Nachdem er sich in New York in einer Ballettkompanie einen Namen gemacht hatte, zog er nach Los Angeles, um Filmstar zu werden. Wie keiner vor ihm hatte er den Ehrgeiz, alle körperlichen Herausforderungen und Stunts selbst auszuführen. Seinem Talent, aber auch seiner unbedingten Härte gegen sich selbst verdankte er große Erfolge - und sie führten ihn in große Krisen. Durch alle diese Phasen begleiteten ihn seine Ehefrau Lisa Niemi und wenige Vertraute wie seine Agentin, seine Managerin und Schauspielerkollegen. In diesem Dokumentarfilm berichten sie von seinem Leben und seiner Karriere und zeichnen das Bild eines Künstlers zwischen Depression und Manie, zwischen Abschottung und Geltungsdrang. In Archivaufnahmen kommt auch immer wieder Patrick Swayze selbst zu Wort und erzählt von Höhenflügen und Fluchten aus Hollywood in die Einsamkeit der Ranch in New Mexico. Swayze starb 2009 mit nur 57 Jahren.