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TV Programm für ARTE am 21.02.2026

(Fast) die ganze Wahrheit 04:45

(Fast) die ganze Wahrheit: Isaac Asimov

Infotainment

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Isaac Asimov.

Die wunderbare Welt der Weine 05:05

Die wunderbare Welt der Weine: Deutschland: Herausforderung Klimawandel

Doku-Reihe

Franken ist eine häufig verkannte Weinbau-Enklave mitten in Bayern - einer Region, die allgemein für ihre Hopfenfelder und die hohe Brauereidichte bekannt ist. Schon die Römer pflanzten Reben auf den sonnigsten Hanglagen. Die steil aufsteigenden fränkischen Weinberge liefern mineralische, kräftige Weißweine. Heute ist der Weinanbau in der Region durch den Klimawandel bedroht: Bodenerosion und Trockenheit machen den charakteristischen fränkischen Rebsorten zu schaffen. Mit vereinten Kräften versuchen Winzer und Wissenschaftler, das fränkische Weinbauerbe zu retten. Die Winzer müssen immer kreativer werden, um die lange Geschichte ihrer Weinberge zu bewahren. Manchmal bedeutet Kreativität auch, alte manuelle Verfahren wiederzubeleben, die zwar äußerst mühsam sind, aber den Boden schützen. Familie Knoll folgt den Grundsätzen des biodynamischen Anbaus, um ihre Weinberge in größerem Einklang mit der Natur zu bewirtschaften. Spezialisierte Forscher haben für dasselbe Gebiet nachgewiesen, dass die Weinberge in besonders exponierten Hanglagen bei zunehmenden Trockenperioden nicht mehr ohne Bewässerung auskommen. Der junge Winzer Markus Müller hat sich mit rund 40 anderen Weinbauern zusammengetan, um eine gemeinsame Bewässerungsanlage zu bauen. Daniel Heßdörfer von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau forscht seit mehr als 20 Jahren zum Wein von morgen, der sich an extreme Temperaturen und starke Regenfälle anpasst. Auf dem Weinberg des Instituts züchtet er alte Rebsorten nach, die dem Klimawandel in den kommenden Jahren besser standhalten sollen.

Barbie - Die perfekte Frau? 05:30

Barbie - Die perfekte Frau?

Dokumentation

Sie war Präsidentin oder Astronautin - lange, bevor die Realität ihr folgte: Barbie. Es gibt sie in allen Hautfarben, im Rollstuhl - Diversität und Inklusion sind längst Teil des Konzepts. Keine andere wird so geliebt und gehasst wie sie. Im Sommer 2023 eroberte "Barbie" als Hollywoodfilm die Kinoleinwand. Die Welt war im Barbie-Fieber, Pink die Modefarbe der Saison. Doch was viele nicht wissen: Barbie ist das Produkt der ehrgeizigen Geschäftsfrau Ruth Handler, einem amerikanischen Einwandererkind mit jüdisch-polnischen Wurzeln. Gemeinsam mit ihrem Mann und einem Geschäftspartner gründete sie das Spielzeugunternehmen Mattel. Auf einer Europareise entdeckte sie die Puppe "Lilli", ein Merchandise-Produkt einer Boulevardzeitung. Handler erkannte sofort das Potenzial: Zum ersten Mal sah sie eine erwachsene Puppe mit eigenem Stil. Zuvor gab es nur Babypuppen, die Mädchen früh auf die Mutterrolle vorbereiten sollten. 1959 wurde Barbie auf der Spielwarenmesse in New York vorgestellt. Bereits im ersten Jahr verkaufte Mattel rund 350.000 Exemplare - das Barbie-Universum war geboren. Das Konzept war schlüssig und wirtschaftlich durchdacht: Barbie wurde zum Sinnbild einer selbstständigen Frau - mit eigenem Haus, Auto und Beruf. Heute ist sie mit Millionen Followern auf Instagram auch Influencerin. Viele erfolgreiche Frauen wurden als Barbie verewigt - darunter die deutsche Meeresbiologin Antje Boetius. Die Dokumentation zeigt: Barbie ist und bleibt ein Phänomen.

Marvin Gaye - Greatest Hits 06:25

Marvin Gaye - Greatest Hits

Konzert

1976: Marvin Gaye, der König des Souls, befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Ein musikalisches Wunderkind, das es nicht immer leicht im Leben hatte. Der Kampf mit den zu erfüllenden Erwartungen als "original love man", die Angst und Komplexe vor Tourneen und dem Tanzen, das schwierige Verhältnis zum gewalttätigen Vater und seine Kokainabhängigkeit. Trotzdem schaffte er Anfang der 1980er Jahre das Comeback mit "Sexual Healing" und seinem Album " "Midnight Love". Er kehrte aus Brüssel nach Amerika zurück und stand wieder auf der Bühne - aus Leidenschaft, aber auch des Geldes wegen. Sein Auftritt in der ausverkauften Jaap Edenhal in Amsterdam gehört damit zu den wenigen filmisch festgehaltenen Konzerten. Der Mitschnitt seiner ersten Europatournee im Jahr 1976 zeigt 23 Lieder des legendären Soulsängers, darunter die Klassiker "You're A Wonderful One", "You", "It Takes Two", und "Ain't No Mountain High Enough". Um seine monatelange "Sexual Healing"-Tour durchzustehen, nahm Gaye Unmengen an Kokain zu sich und nährte damit eine sich entwickelnde Paranoia: Der Mann mit dem unvergleichlichen Gesang begann, Stimmen zu hören. Wenige Monate später dann die Eskalation: Der eigene Vater erschoss ihn im Streit mit einer Waffe, die Marvin Gaye ihm zum Schutz selbst geschenkt hatte ... ARTE zeigt einen Konzertmitschnitt, der eine unvergleichliche Kostprobe des musikalischen Talents von Marvin Gaye bietet.

360° Reportage 07:20

360° Reportage: Kenia: Die Milch der Dromedare

Reportage

Der Norden Kenias, eine der trockensten Regionen des ostafrikanischen Landes, ist die Heimat der Samburu, eines Halbnomadenvolks, das eng mit den Massai verwandt ist. Seit Jahrhunderten leben die Hirten von der Viehwirtschaft, treiben Rinder und Ziegen über das trockene Land. Ein seit jeher höchst anfälliges Modell, denn besonders die durstgeplagten Rinder verendeten in Dürrejahren schnell. Während der letzten Trockenphase zwischen 2021 und 2023 verloren die Samburu rund 80 Prozent ihrer Tiere. Um dem künftig vorzubeugen, ließ die Regierung Dromedare an die Menschen verteilen und startete damit ein Erfolgsmodell, dessen positive Entwicklung alle überraschte. Nicht nur passten sich die Höckertiere schnell den Bedingungen im kenianischen Dornbuschland an, ihre Milch wurde zum unerwarteten Wendepunkt für die Menschen: Sie ist nährstoffreicher als Kuhmilch und in größeren Mengen dauerhaft verfügbar. Damit wird der Mangel- und Unterernährung, wie sie immer wieder in trockenen Jahren drohten, bei den Nomaden entgegengewirkt. Was die Menschen nicht selbst benötigen, verkaufen sie an Kooperativen, von denen in den letzten Jahren immer mehr entstanden sind. Bis in die großen Städte wie Nairobi liefern sie das "weiße Gold". Von dieser Entwicklung profitieren besonders Frauen auf dem Land. Denn sie sind es, die die Dromedare traditionell melken. Und sie sind es auch, die mit deren Milch nun florierenden Handel treiben.

GEO Reportage 07:55

GEO Reportage: Schignano: Ein uralter Karneval in Italiens Bergen

Reportage

Einmal im Jahr legen die Bewohner der Gemeinde Schignano ihre Identität ab, um einen rauschhaften, euphorischen, wild-ungezügelten Karneval zu feiern. Die meisten Bewohner hier fahren täglich zum Arbeiten in die benachbarte Schweiz. Schignano hat eine lange Migrationstradition - schon Anfang des 20. Jahrhunderts suchten die Männer in Australien, Südamerika und den USA ihr Glück. Die Frauen blieben mit Kindern und Hof allein zurück. Damals wie heute waren jedoch einmal im Jahr alle wieder zu Hause: zur Karnevalszeit. Nicht zuletzt deswegen ist in Schignano der Karneval eng an das Thema Auswanderung geknüpft, die "Belli", die Schönen und Erfolgreichen und die "Brutti", die Hässlichen und Erfolglosen liefern sich wilde, deftige Szenen, begleitet von viel Alkohol. Battista, ein alteingesessener, berühmter Maskenschnitzer der Region, erklärt die Kostüme: "Der Schöne ist der, der die Welt bereist hat und zu Geld gekommen ist. Sein Bauch steht für Wohlstand, er trägt üppigen Schmuck, große, blumige Hüte, macht sich wichtig und gibt sich arrogant. Der Hässliche ist das exakte Gegenteil - er symbolisiert einen schlechten Lebenswandel, trinkt viel und trägt zerschlissene Kleider. Er ist voller Wut gegenüber den Schönen und Reichen." Das ganze Jahr ist Battistas Frau mit dem Nähen und Besticken der schrillen Kostüme beschäftigt - und hofft, wie alle hier, dass der Karneval auch in Zukunft weiterleben wird.

360° Reportage 08:45

360° Reportage: Japan: Das Erbe der Samurai

Reportage

Kanbayashi Sensei ist einer der wenigen Schwertschmiedemeister Japans, die heute noch den Titel eines Meisters tragen. Seine Schmiede in Yamagata, im Norden des Landes, befindet sich gleich neben seinem Wohnhaus. Der Sensei schmiedet nur mit Tamahagane - schwarzem Eisensandstahl - und jahrhundertealtem Altmetall, da diese Materialien eine besonders gute Kohlenstoffbilanz aufweisen, die für die Festigkeit einer Klinge entscheidend ist. "Die Arbeit eines Schwertschmieds hängt von jedem einzelnen Moment ab. Der Kenner kann die Veränderungen des Stahls anhand der Farbe des Feuers ablesen", sagt der Meister. Viele Produktionsschritte sind notwendig, wochenlang wird der Stahl immer und immer wieder bearbeitet, Höhepunkt ist der anspruchsvolle Yaki-Ire-Prozess, bei dem die erhitzte, mit Ton beschichtete Klinge in Wasser abgeschreckt wird. Dabei wird der sogenannte Hamon, das charakteristische Hitzemuster der Klinge, hervorgehoben und der Stahl gehärtet. Wenn der Stahl zu kalt ist, härtet er nicht aus, wenn er zu heiß ist, kann er sich irreparabel verziehen. Ein einziger Augenblick entscheidet über den Erfolg der wochenlangen Schmiedearbeit. Wird das Schwert den Vorstellungen des Kunden entsprechen?

Stadt Land Kunst Spezial 09:40

Stadt Land Kunst Spezial: Peru

Magazin

(1): Peru: Irving Penns Liebe auf den ersten Blick (2): Der Titicacasee, Zuflucht der Andenvölker in Peru (3): Das absolute Muss: Machu Picchu in Peru

Stadt Land Kunst Spezial 10:20

Stadt Land Kunst Spezial: Sansibar

Magazin

(1): Die Revolution von Adam Shafi Adam (2): Wo der Taarab durch die Straßen klingt (3): Der Palast der Wunder auf Sansibar

Zu Tisch 11:00

Zu Tisch: Litauen

Essen und Trinken

An den Ostertagen dreht sich alles ums Ei - ganz besonders im Nordosten Europas. In Litauen ist Ostern nicht nur religiöser Feiertag, sondern auch das erste Fest des Frühlings. Das liebevoll und handwerklich geschickt gefärbte Ei ist das wichtigste Ostersymbol: Es steht für Leben, Wohlstand und eine reiche Ernte. Im Dorf Sabaliske nahe der weißrussischen Grenze pflegt Familie Trubilene die traditionellen Osterbräuche. Auf den Tisch kommen Klassiker der Landesküche wie litauischer Kartoffelsalat, Hering mit eingelegten Zwiebeln und Zeppelini - Kartoffelklöße mit einer Hackfleischfüllung. Aber sie schaffen auch moderne Kreationen mit Symbolkraft: Tochter Elze zaubert mit einem Spinatbiskuit eine süße grüne Frühlingstorte.

Das Kolosseum, Arena der Macht 11:30

Das Kolosseum, Arena der Macht: Ein Bau der Superlative

Dokumentation

Der erste Teil präsentiert die beeindruckenden Maßstäbe der Spiele, die im Kolosseum stattfanden, sowie die exotischen Tiere, die zur Unterhaltung der Bürgerinnen und Bürger auf grausamste Weise in der Arena getötet wurden. Die Dokumentation beleuchtet, wie dieses immense Amphitheater einer neuen Herrscherdynastie half, die Kontrolle über Rom und das gesamte Reich aufrechtzuerhalten: Nach der Niederschlagung von Aufständen wurden die Spiele zum Propagandawerkzeug, das sämtlichen Bewohnerinnen und Bewohnern des Römischen Reiches eine gemeinsame Identität verlieh. Das Kolosseum wurde zum Modell für weitere Städte, um neuen Untertanen den Ruhm Roms nahezubringen - und ihnen gleichzeitig den Preis für jede Form des Widerstands vor Augen zu führen. Archäologische Grabungen brachten unterirdische Entwässerungskanäle ans Licht, sowie ein ausgeklügeltes Tunnelsystem, das genutzt wurde, um Kämpfer und Tiere scheinbar plötzlich in der Arena erscheinen zu lassen. Tausende von Tierknochen belegen den Tod unzähliger Löwen, Bären und Leoparden, die über römische Handelshäfen aus Nordafrika und dem östlichen Mittelmeerraum eingeführt worden waren. Die Eröffnungsspiele unter Titus im Jahr 80 nach Christus dauerten 100 Tage; auf dem Programm standen unter anderem Gladiatorenkämpfe und exotische Tierhatzen. Unter Trajan (98-117 nach Christus) erreichten die Spiele ihren Höhepunkt. Die Spiele besänftigten Unzufriedene und vermittelten gleichzeitig die klare Botschaft des Staates: Rom belohnt Loyalität - aber bestraft Widerstand.

Das Kolosseum, Arena der Macht 12:25

Das Kolosseum, Arena der Macht: Glanz und Verfall

Dokumentation

Der zweite Teil der Dokumentation zeigt, wie der Bedeutungsverlust des Kolosseums mit dem Niedergang des Römischen Reichs einherging. Zwar stiegen zahlreiche Gladiatoren von Gefangenen zu gefeierten Athleten auf, doch die aufwendigen Spiele wurden für das Reich zunehmend zur finanziellen Belastung. Die Amphitheater, einst Orte der Unterhaltung und der imperialen Repräsentation, verwandelten sich in Schauplätze politischer Gewalt: Hier starben nun Gegner Roms - vor allem Christen - den Märtyrertod. Archäologische Funde bestätigen den hohen Status der Gladiatoren: Sie lebten in professionellen Trainingslagern, erhielten optimale medizinische Betreuung und wurden mit nährstoffreichen Speisen versorgt. Kaiser Domitian lässt kurz nach der Eröffnung des Kolosseums den Untergrund der Arena zu 12.000 Quadratmetern raffiniertester Bühnenkunst ausbauen, um die Tierhetzen und Gladiatorenkämpfe noch besser in Szene zu setzen. Doch Wirtschaftskrise und Inflation zwingen Kaiser Mark Aurel gegen Ende des 2. Jahrhunderts zu Sparmaßnahmen - auch bei den Spielen. Als sich im 3. Jahrhundert das Christentum immer mehr ausbreitet, werden Christen bald zu Reichsfeinden erklärt und zu willkommenen Sündenböcken für die Krise. Statt spektakulärer Kämpfe dienten die Arenen bald als Hinrichtungsstätten, aus den Vergnügungsstätten wurden Instrumente der Abschreckung. Nach dem Untergang des weströmischen Reiches kann sich Rom den Luxus des Kolosseums nicht mehr leisten, der letzte bekannte Bericht, der die Spiele erwähnt, stammt aus dem Jahr 523 nach Christus. Das Kolosseum, einst Symbol römischer Macht, wird zum Mahnmal eines untergegangenen Imperiums.

Das Trojanische Pferd 13:15

Das Trojanische Pferd: Auf der Spur eines Mythos

Geschichte

Die Geschichte vom Trojanischen Krieg ist eine der bedeutendsten Erzählungen Europas. Erst nach zehnjährigem Kampf soll es den Griechen mit Odysseus' List gelungen sein, in die scheinbar uneinnehmbare Stadt einzudringen und sie zu erobern. Ein gigantisches hohles Holzpferd, in dem sich griechische Soldaten versteckten, wird den Trojanern als Geschenk präsentiert. Trotz Warnungen ziehen die Ahnungslosen die Attrappe in die Stadt. Im Schutz der Dunkelheit schlüpfen die Griechen aus dem Pferd und öffnen ihren Kameraden die Tore. Das einst mächtige Troja geht in Flammen auf. Doch was, wenn alles ganz anders war? Neue Erkenntnisse legen nahe, dass diese Geschichte möglicherweise umgeschrieben werden muss. Das Trojanische Pferd war vermutlich gar kein Pferd. Doch wie gelang es den Griechen dann, ihre Feinde zu überlisten? Und welche Rolle spielt der antike Autor Homer in diesem Zusammenhang? Dem Forscher Francesco Tiboni zufolge muss sich die Geschichte des Trojanischen Pferdes anders zugetragen haben. Historische Funde und Darstellungen erscheinen ihm zu uneinheitlich. Tiboni bereist verschiedenste archäologische Fundorte und beleuchtet konkurrierende Theorien sowie neue Erkenntnisse über die Kriegslist der Griechen und das legendäre Ende des Trojanischen Krieges. Die Filmemacher begleiten ihn in die Tiefen des Mittelmeeres, wo Tiboni schließlich auf Hinweise stößt, die seiner Theorie neue Nahrung geben - und vielleicht helfen, das 3.000 Jahre alte Rätsel zu lösen.

Die Wikinger 14:10

Die Wikinger

Abenteuerfilm

Der König des englischen Königreiches Northumbria ist von den Wikingern ermordet worden. Seine Witwe, Königin Enid, muss dem Wikingerkönig Ragnar zu Willen sein und bringt neun Monate später ihren Sohn Erik zur Welt. Enid gelingt es, das illegitime Kind vor dem neuen, intriganten König Aella in Sicherheit zu bringen und seine Identität geheim zu halten. Doch dann wird Erik von den Wikingern geraubt und im hohen Norden als Sklave gehalten. Er trägt ein Amulett, aber niemand weiß, was es bedeutet und dass der Knabe der Halbbruder von Einar ist, dem Sohn und zukünftigen Erben von König Ragnar. Auch Erik selbst ahnt 20 Jahre lang nicht, wer er ist. Als sich sowohl Einar als auch Erik in die schöne Prinzessin Morgana verlieben, scheint ein Kampf unausweichlich. Die beiden Halbbrüder treffen aufeinander und ein Kampf um Leben und Tod beginnt, bei dem nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern auch das der englischen Krone auf dem Spiel steht ... Auch wenn die historischen Fakten in diesem berühmten Kostümfilm nicht wirklich authentisch zu nennen sind, zeichnet er ein in weiten Teilen glaubwürdiges Bild der Wikinger als wagemutige und wilde Seefahrer. Zudem besticht der Film durch farbenprächtig wiedergegebene Riten und beeindruckende Aufnahmen an Originalschauplätzen.

Leben mit Vulkanen 16:05

Leben mit Vulkanen: Bromo: Der heilige Vulkan von Java

Natur und Umwelt

Indonesien besteht aus vielen Inseln, die zum größten Vulkansystem der Erde gehören, dem Pazifischen Feuerring. Im Osten der Insel Java erhebt sich der Bromo aus einem Meer vulkanischer Asche. Arnaud Guérin erklimmt den Kamm des Kraters und ihm eröffnet sich ein überwältigendes Panorama. Es sieht aus wie auf dem Mond. Knapp einen Kilometer entfernt zeigt sich ein ganz anderes Bild: Die Aschelandschaft ist grünen Wiesen und fruchtbaren Feldern gewichen. Die Bauern hier leben in einem Zwiespalt zwischen Furcht und Verehrung. Etwa alle fünf Jahre können die Menschen hier mit einem Vulkanausbruch rechnen. Doch trotz der Gefahr, die von dem Feuerberg ausgeht, betrachten sie ihn als Teil der Familie - oder sogar als Gottheit. Denn die Asche, die der Bromo ausspuckt, düngt die Felder und sichert somit den Menschen ihr Überleben. Damit die Einwohner sich der göttlichen Gnade sicher sein können, findet jedes Jahr das Kesodo-Fest zu Ehren des Bromo statt, das gleichzeitig das neue Jahr einläutet. Dieses Mal nehmen etwa 10.000 Pilger an den Festlichkeiten teil - unter ihnen Arnaud und der Bauer Astoko. Am Abend versammeln sich alle am Tempel, wo die Opfergaben von den Priestern gesegnet werden. Die Menschen geben dem Vulkan einen Teil ihrer Ernte zurück, da sie auch die Früchte seiner Arbeit sind. Am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang klettern Arnaud und Astoko mit den anderen Pilgern die Treppen zum Bromo hoch. Oben angekommen, werfen sie die Opfergaben in den Krater, damit der Feuerberg auch weiterhin großzügig und gnädig bleibt. Dieser Akt symbolisiert die Verbundenheit der Menschen zu ihrem Vulkan - ihrem Quell des Lebens.

Madagaskar oder der große Karneval der Chamäleons 16:30

Madagaskar oder der große Karneval der Chamäleons

Tiere

Chamäleons sind eine faszinierende Spezies: Sie sind bekannt für ihre blitzschnelle Zunge und ihre extrem beweglichen Augen, die einen Rundumblick ermöglichen, doch am beeindruckendsten ist ihre Tarnkunst. Die Dokumentation bietet einen faszinierenden Einblick in die Lebensweise der Chamäleons und zeigt gleichzeitig die Vielfalt Madagaskars. Darüber hinaus thematisiert die Dokumentation auch die Entwicklungsgeschichte dieser außergewöhnlichen Reptilien. Nirgends auf der Welt findet man mehr Chamäleonarten an einem Ort: Sie sind kunterbunt, winzig oder kolossal, haben helmförmige Schädel oder Hörner auf der Nase. Warum leben gerade auf dieser Insel so viele verschiedene Chamäleonarten? Und wie kam es dazu, dass sie sich hier besser als irgendwo anders auf der Welt entwickelt haben? Diesen Fragen geht die Dokumentation nach und erzählt dabei auch die Anfänge dieser Spezies, die seit 65 Millionen Jahren auf der Insel lebt.

ARTE Reportage 17:25

ARTE Reportage

Dokumentation

Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.

Mit offenen Karten 18:20

Mit offenen Karten

Infomagazin

Dänemark ist zwar das kleinste skandinavische Land, dabei jedoch eine strategische Schlüsselmacht an der Nahtstelle von Nord- und Ostsee. Die Geografie des Landes mit 444 Inseln und zwei autonomen Gebieten, darunter Grönland, begünstigte die maritime Ausrichtung der Wirtschaft mit der Förderung von Erdgas und Erdöl, Offshore-Windenergie, Fischerei, Küstentourismus und internationaler Schifffahrt. Heute gilt Dänemark als wirtschaftliches und gesellschaftliches Vorzeigemodell und ökologisches Musterland. Tatsächlich gewinnt Dänemark über die Hälfte seines Stroms aus Windenergie und hat damit bereits rund 75 Prozent des Weges zur Klimaneutralität hinter sich. Doch der Klimawandel - insbesondere der Anstieg des Meeresspiegels - stellt das fortschrittliche Energiemodell infrage. Parallel dazu sieht sich Dänemark seit mehreren Jahren neuen Bedrohungen ausgesetzt: Einerseits äußert Donald Trump seit seiner Wiederwahl Begehrlichkeiten gegenüber Grönland, das aufgrund neuer, durch das Schmelzen des Eises entstehender Handelsrouten von strategischer Bedeutung ist und über reiche Bodenschätze verfügt. Andererseits häufen sich die diplomatischen Zwischenfälle mit Russland, da Dänemark als einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine die Durchfahrt der russischen Flotte aus Sankt Petersburg und Kaliningrad kontrolliert.

Träume aus Stoff - Modemacherinnen in Sierra Leone 18:35

Träume aus Stoff - Modemacherinnen in Sierra Leone

Dokumentation

Traumstrände, eine sattgrüne Hügellandschaft, leuchtend rote Erde - die Verbundenheit der Sierra-Leoner zu ihrem kleinen Land im Westen Afrikas ist groß, obwohl die Grausamkeiten des Bürgerkrieges tiefe Narben hinterlassen haben. Inzwischen mussten die Menschen auch noch Ebola und Covid-19 verkraften. Dass das Land noch zu den ärmsten der Welt gehört, trifft die Frauen besonders hart. Doch es gibt Hoffnung. Die Zukunft Sierra Leones ist bunt, extravagant, nachhaltig und weiblich. In den Vierteln rund um Freetowns Wahrzeichen, den über 300 Jahre alten Cotton Tree, wächst seit einiger Zeit eine pulsierende Modeszene, in der Frauen aus traditionellen sierra-leonischen Stoffen neue Styles und Trends entwickeln. Das Ziel der Modemacherinnen: Die Welt soll Sierra Leone endlich in seiner ganzen Schönheit und Vielfalt wahrnehmen und Frauen sollen gleichzeitig ein unabhängigeres Leben führen können. Seit zweieinhalb Jahren bringt Mary-Ann Kaikai Frauen im Rahmen eines Ausbildungsprogramms Gara Tie Dye, die Herstellung von Batikstoffen, bei. Für die alleinerziehende Mutter Isatu Conteh, die aufgrund ihrer Schwangerschaft die Schule abbrechen musste, bedeutet Gara endlich Hoffnung auf ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben. Die Filmemacher begleiten Frauen, die aus der Arbeit mit traditionellen Stoffen Mut und Zuversicht schöpfen. Eine lebensbejahende Dokumentation, die einen Einblick in die Lebenswelt von Frauen gewährt und die Schönheit ihrer Heimat zeigt, der sie sich trotz ihrer schwierigen Lebensumstände zutiefst verbunden fühlen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

360° Reportage 19:40

360° Reportage: Argentinien, von wilden Pferden und sanfter Hand

Reportage

Pferdenation Argentinien: Bis heute spielen Pferde hier eine wichtige Rolle - bei Arbeit und Vergnügen. Im Umgang mit ihren Reittieren sind die Gauchos und die Besitzer der riesigen Estancias nicht gerade zimperlich. Gerade bei der "Doma tradicional" - dem traditionellen Zähmen und Zureiten - werden die Tiere hart an die Kandare genommen. Das versetzt die Tiere jedoch in Angst - ein Problem vieler Pferdebesitzer und eine Gefahr. Denn ein ängstliches, schreckhaftes Pferd wird in Stresssituationen schnell unberechenbar. Der Argentinier Oscar Scarpati verfolgt einen ganz anderen Ansatz - denn er versteht die Sprache der Pferde. Er weiß, wie sie sich ausdrücken - mit ihren Ohren, ihren Beinen, ihrem ganzen Körper. Der Pferdeflüsterer wendet diese Sprache selbst an, um mit den Tieren in Kontakt zu treten und sie so auf sanfte Art zu zähmen. Viele Probleme, sei es beim Zureiten besonders temperamentvoller Pferde oder in der Kommunikation zwischen einem Besitzer und seinem Pferd, konnte Oscar mit seinem Wissen und seiner Fähigkeit schon lösen. Der Wechsel zwischen Berührungen an den empfindlichsten Stellen und dem Beruhigen des Pferdes mindert Berührungsängste und die Scheu vor unerwarteten Reizen. Eine Methode, die immer wieder funktioniert - der Erfolg gibt Oscar und seinen Söhnen recht.

Apollo 1 - Die wahre Geschichte 20:15

Apollo 1 - Die wahre Geschichte

Dokumentarfilm

Als es der Sowjetunion am 12. April 1961 gelingt, den ersten Menschen in den Weltraum zu schicken, steigt in den USA der Druck. Schließlich verkündet Präsident John F. Kennedy einen ambitionierten Plan: Noch innerhalb der 1960er Jahre soll ein bemannter Flug zum Mond realisiert werden. Koste es, was es wolle. Doch im Wettstreit um den Mond ereignete sich eine Tragödie: Am 27. Januar 1967 kommt es während eines Routinetests zu einem tragischen Unfall, der das ganze Land erschüttert und drei Astronauten das Leben kostet: Gus Grissom, Ed White und Roger Chaffee, so die Namen der Besatzung der ersten bemannten Raumfahrtmission im Rahmen des Apollo-Programms der NASA. Sie ebneten all denjenigen den Weg, die später den Mond erreichen sollten: Dass am 21. Juli 1969 - nur rund zweieinhalb Jahre nach der Katastrophe - Neil Armstrong erfolgreich auf dem Mond landet, wäre ohne die Erfahrungen der Apollo-1-Mission unmöglich gewesen. Ehemalige NASA-Verantwortliche und Hinterbliebene der Verstorbenen gewähren einen emotionalen Einblick in die Zeit vor und nach dem Tod der Astronauten. Aus ihrer sehr persönlichen Perspektive erzählt der Dokumentarfilm die inspirierende Geschichte dreier fast vergessener Pioniere, die mit einem unbändigen Willen für ihren großen Traum gearbeitet haben und damit den Grundstein für einen großen Schritt der Menschheit legten.

Artemis II - Zum Mond und weiter 21:45

Artemis II - Zum Mond und weiter

Wissenschaft

Die NASA steht vor einem historischen Meilenstein: Mit Artemis II soll erstmals seit Apollo 17 (1972) wieder eine bemannte Mission Richtung Mond starten. Die vier Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen bereiten sich intensiv auf ihren bevorstehenden Einsatz vor. Der Start ist für Anfang 2026 geplant. Die etwa zehntägige Mission führt die Crew zunächst in die Erdumlaufbahn, bevor die Raumkapsel Kurs auf den Mond nimmt. Anschließend umfliegt sie ihn in großem Bogen, ehe die Astronauten zur Erde zurückkehren. Damit werden sie die ersten Menschen sein, die sich seit über 50 Jahren so weit von der Erde entfernen. Die NASA setzt bei Artemis II auf das Space Launch System (SLS), eine der leistungsstärksten Raketen der Welt, und die Orion-Kapsel - beide wurden bereits bei der unbemannten Mission Artemis I (2022) erfolgreich getestet. Doch der bemannte Flug ist ein entscheidender Schritt. Langfristig soll Artemis den Weg für eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond ebnen und als Vorbereitung für bemannte Marsmissionen dienen. Die USA wollen mit dem Programm ihre Führungsrolle in der Raumfahrt verteidigen. China plant ebenfalls eine bemannte Mondlandung bis 2030.Mit Artemis III will die NASA wieder auf der Mondoberfläche landen - nach derzeitiger Planung im Jahr 2027.

Die Eroberung des Mondes 22:40

Die Eroberung des Mondes: "Wir haben den Mond als Ziel gewählt ... "

Geschichte

Am 4. Oktober 1957 schossen russische Wissenschaftler den Satelliten "Sputnik", eine Aluminiumkugel mit knapp 60 Zentimetern Durchmesser, in eine Erdumlaufbahn. In Zeiten des Kalten Krieges verschafft diese Meisterleistung der UdSSR einen großen technischen Vorsprung: Wenn die Sowjets über Trägerraketen verfügen, die Satelliten in den Weltraum schießen, dann werden sie durchaus in der Lage sein, eine Atombombe in die USA zu bringen und abzuwerfen, so die damals vorherrschende Meinung. Den Amerikanern blieb nichts anderes übrig, als in Wettstreit mit der Sowjetunion zu treten. Die Vereinigten Staaten mussten in den ersten Jahren zahlreiche Niederlagen einstecken. Am 12. April 1961 siegten erneut die Sowjets: Der Astronaut Juri Gagarin flog als erster Mensch ins All. Um aufzuholen, wendete sich US-Präsident Eisenhower widerwillig an den Raketeningenieur sowie einstigen SS-Angehörigen Wernher von Braun. Während des Zweiten Weltkriegs hatte dieser die "V2"-Rakete erfunden und damit die Raumfahrt entscheidend vorangebracht. Dank seiner Arbeit schöpften die Amerikaner Hoffnung, die Sowjets in technischer Sicht einholen zu können. Am 5. Mai 1961 zeigte das Fernsehen in einer Live-Übertragung, wie Wernher von Brauns "Redstone"-Rakete den US-Marine-Testpiloten Alan Shepard in den Weltraum schoss. Nach diesem Etappensieg verkündete der frisch gewählte Präsident John F. Kennedy den Wettlauf zum Mond und damit den Wettstreit um einen neuen Einflussbereich. Knapp ein Jahr später vollbrachte das US-amerikanische Raumfahrtprogramm erneut eine Meisterleistung: Der Marine-Oberstleutnant John Glenn umkreiste am 20. Februar 1962 als erster Amerikaner die Erde. Endlich konnten die NASA und Wernher von Braun konkrete Ergebnisse vorweisen. Während eines Gipfeltreffens mit KPdSU-Chef Nikita Chruschtschow erwähnte Kennedy nebenbei eine mögliche gemeinsame Mondmission. Chruschtschow zögerte, denn eine solche Kooperation könnte die Wahrheit ans Licht bringen: Die Sowjetunion hatte gar keinen technischen Vorsprung. Nachdem sein Vorschlag abgelehnt wurde, konzentrierte sich der junge US-Präsident auf sein nationales Raumfahrtprogramm. Doch die ersten Schritte auf dem Mond erlebte er nicht mehr: Am 22. November 1963 wurde John F. Kennedy in Dallas, Texas, ermordet.