20:15
Tropische Krankheiten in Europa? Längst Realität. Frankreich verzeichnet seit Jahren steigende Dengue- und Chikungunya-Zahlen, 2025 mit über 800 lokal übertragenen Infektionen. In Deutschland zirkuliert das West-Nil-Virus - das dort nachweislich überwintert. Besonders betroffen sind aber Mittelmeerländer wie Griechenland, wo es jährlich zu Erkrankungen und vereinzelt auch zu Todesfällen kommt. Die Ursachen sind vielfältig: Der Klimawandel verlängert die aktive Mückensaison und beschleunigt ebenso wie die globale Mobilität die Verbreitung von Erregern und ihren Überträgern. Sinnbildlich dafür steht die Asiatische Tigermücke, die einst in den Innenwänden gebrauchter Autoreifen nach Europa gelangte. Heute ist sie in zahlreichen EU-Ländern fest etabliert. Doch auch soziale Faktoren spielen eine Rolle. Malaria beispielsweise trat in Griechenland in provisorischen Camps mit prekär lebenden Saisonarbeitern wieder auf, nachdem sie in Europa jahrzehntelang als ausgerottet galt. Behörden reagieren mit neuen Strategien: In Griechenland überwachen spezialisierte Firmen die Mückenpopulationen mit präzisen, umweltschonenden Methoden. Deutsche Institute wie das Fraunhofer IME erforschen molekularbiologische Ansätze, um Mücken als Krankheitsüberträger auszuschalten. In Frankreich setzt ein Start-up sterile Tigermückenmännchen aus, um Bestände zu reduzieren. Europa sucht nach Antworten auf eine neue gesundheitliche Realität. Nur wer versteht, wie invasive Mücken sich ausbreiten und was sie begünstigt, kann Risiken frühzeitig eindämmen.
21:05
Der Kampf gegen Malaria ist eine der größten Herausforderungen in der Geschichte der Immunbiologie. Sie gehört zu den tödlichsten Krankheiten weltweit: Mehr als 600.000 Menschen, die meisten von ihnen Kinder, fallen ihr alljährlich zum Opfer. Obwohl es sich um eine Tropenkrankheit handelt, hat die Malaria auch das Schicksal von Menschen in Europa geprägt. Heute steht die Welt an einem Wendepunkt im Kampf gegen das "Sumpffieber", denn ein Team unter Leitung von Forschenden der Universität Oxford hat einen neuen Impfstoff entwickelt. Die Dokumentation folgt diesem Wissenschaftlerteam, das schon den AstraZeneca-Impfstoff gegen COVID-19 entwickelte und zeitgleich an dem Malaria-Vakzin R21/Matrix-M arbeitete, von dem man hoffte, dass es als erste Substanz das von der Weltgesundheitsorganisation WHO propagierte Ziel einer 75-prozentigen Wirksamkeit erreicht. Über 140 Impfstoffen war dies zuvor nicht gelungen, und nur ein einziger war bisher zugelassen: Das unter dem Namen "RTS,S" oder "Mosquirix" bekannte Serum ist jedoch teuer und derzeit nur sehr begrenzt verfügbar. Noch während die Ergebnisse der klinischen Tests an Kindern von R21/Matrix-M in ganz Afrika ausgewertet wurden, hatte der größte Impfstoffhersteller der Welt, das Serum Institute of India, die riskante Entscheidung getroffen, noch vor der WHO-Zulassung mit der kostengünstigen Herstellung von Millionen Dosen zu beginnen. Bevor diese Zulassung erteilt wurde, musste das Forscherteam überzeugende Daten aus Phase-3-Tests an Tausenden Kindern vorlegen. Darüber hinaus wurde der Impfstoff strengen Qualitätsprüfungen unterzogen. Das Vorhaben, das Vakzin rechtzeitig zur Malariasaison 2024 bereitzustellen, war ein Wettlauf gegen die Zeit. Ein exklusiver, hochspannender und ergreifender Einblick in die Welt der Forschung.
22:00
Catherine wird von einer aufgelösten Sexarbeiterin aus dem Bett geklingelt, die unter Schock von einem Freier berichtet, der sie vergewaltigt und fast erwürgt hat. Könnte sie ein entkommenes Opfer des Serienmörders sein? "Happy Valley" verbindet auch in der zweiten Staffel klassische Krimispannung mit einem sozialrealistischen Blick auf die Charaktere.
22:55
Die heiße Spur entpuppt sich als Fehlschlag: Sean, der verhaftete Verdächtige, gibt kein brauchbares Geständnis ab und leugnet alles. Während der Fall trotzdem vor Gericht geht, wiegt sich der echte Täter in Sicherheit. "Happy Valley" verbindet auch in der zweiten Staffel klassische Krimispannung mit einem sozialrealistischen Blick auf die Charaktere.
23:45
Eine neue Leiche taucht auf, der Inhaftierte kann also nicht der Täter sein. Während die Polizei in Halifax die Suche neu aufrollt, ahnt Catherine, dass jemand in der Grundschule ihres Enkels dem Jungen Ideen über seinen Vater in den Kopf setzt. "Happy Valley" verbindet auch in der zweiten Staffel klassische Krimispannung mit einem sozialrealistischen Blick auf die Charaktere.