04:45
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: George Sand.
05:10
Indiens Megacity Mumbai: Inmitten der pulsierenden 20-Millionen-Metropole liegt eine grüne Oase: der Sanjay Gandhi National Park. Umgeben von einer Betonwüste zeigt sich hier eine beeindruckende ökologische Vielfalt. Der Park ist Rückzugsort für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, Heimat von rund 50 Leoparden und einer der größten Stadtparks der Welt. Das kontrastreiche Aufeinandertreffen von Wildnis und Großstadt bringt besondere Herausforderungen mit sich. Wildtierretter helfen Schlangen und Krokodilen, die sich in die Stadt verirrt haben. Leoparden begeben sich am Stadtrand auf die Jagd und sorgen für Aufregung unter den Anwohnenden. Stetig arbeitet eine Gruppe von Fachleuten daran, das Zusammenleben von Mensch und Leopard zu verbessern. Für die indigene Gemeinschaft der Warli ist der Park ein wichtiger Rückzugsort, denn hier können sie ihre traditionelle Lebensweise bewahren. Ihre tiefe Verbindung zum Wald und seinen Geschöpfen drücken sie in beeindruckenden Wandmalereien aus. Vor einer uralten buddhistischen Tempelanlage warten Affen auf arglose Touristinnen und Touristen. Sie haben es auf deren Proviant abgesehen. Eine Frage bleibt: Wie lässt sich das grüne Herz von Mumbai auch in Zukunft bewahren?
05:55
Die zweijährigen Hundegeschwister Kelo und Karetta verdanken ihre Namen den wissenschaftlichen Bezeichnungen zweier Schildkrötenarten. Marlene Zähner hat sie in der Schweiz ausgebildet - nun sollen sie auf die Kapverden gebracht werden, um dort Wilderer zu überführen. Ivan und Valdir, zwei Kapverdier und Mitglieder der Schutzorganisation Turtle Foundation, übernehmen die Hunde. Marlene zeigt ihnen, wie man den Hunden Befehle erteilt, damit sie auf dem Archipel zum Schutz der Schildkröten beitragen können. Die Jagd Einheimischer auf Schildkröten ist eine brutale Tradition: Um an das Fleisch zu kommen, schlitzen sie die Tiere bei lebendigem Leib auf. Seit einem Jahr fliegt ein Drohnenteam der Organisation nachts über die Niststrände, um die Wilderer mit Hilfe von Infrarotstrahlen zu ertappen. Mit Erfolg: Die Fälle von Wilderei gingen massiv zurück. Doch gefasst wurden die Täter bislang noch nicht. Diese Aufgabe sollen nun die beiden Hunde übernehmen - indem sie die Täter am Geruch der am Strand zurückgelassenen Werkzeuge ausfindig machen. Wie werden Kelo und Karetta die ersten Wochen auf den Kapverden meistern? Kommen sie mit ihren neuen Herrchen zurecht, und werden es auch in diesem Jahr genügend Babyschildkröten schaffen, das Meer zu erreichen?
06:50
(1): Sardische Gnocchi mit Tomatensoße - Malloreddus alla campidanese (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!
07:20
(1): Kroatien: Ivana Brlic-Mazuranic verzaubert Kinder (2): Aubrac: Die Geschichte des Laguiole-Messers (3): Taiwan: Ma-Yaos Bambussuppe (4): Spanien: Das Schweigen wird gebrochen
08:05
(1): Bologna und die Teenager von Silvia Avallone (2): Burgund: ein Herz aus Eisen und Stahl (3): Malaysia: Peters Jackfrucht mit Kokosmilch (4): England: Die Märtyrer von Tolpuddle
08:55
Mitten in der endlosen Weite der ägyptischen Sahara liegt ein Ort wie aus einem Märchen: Siwa, eine grüne Oase, in der Leben gegen jede Wahrscheinlichkeit gedeiht. Aus Hunderten Quellen sprudelt Wasser aus dem Wüstenboden - ein Naturwunder, das seit Jahrtausenden Menschen, Pflanzen und Tiere nährt. Mehr als 200.000 Dattelpalmen recken sich hier in den Himmel, gespeist von fossilem Wasser, das seit 40.000 Jahren unter der Erde ruht. Seit jeher bilden sie die Lebensgrundlage der Anwohner. Abdou Mohammed ist einer von ihnen - ein Hüter der Palmen, dessen Wissen tief in der Tradition seiner Vorfahren verwurzelt ist. Siwa ist mehr als nur grün: Salz prägt die Landschaft und das Leben. Wo einst ein urzeitliches Meer war, glitzern heute riesige Salzseen. Aus dem salzhaltigen Schlamm entstehen Häuser und Kunstwerke. Fatma Essa verwandelt das "weiße Gold" in filigrane Lampen und Skulpturen, jedes Stück ist ein Ausdruck von Kreativität und Widerstandskraft. In der endlosen Wüste rund um die Oasenstadt wagt Survival-Experte Mohammed Shahin ein extremes Selbstexperiment: Allein streift er durch das große Sandmeer auf der Suche nach Wasser, Nahrung und Überlebensstrategien. Sein Ziel: die Rückkehr ins lebensspendende Grün von Siwa. Trotz der Abgeschiedenheit in der lebensfeindlichen Wüste ist Siwa voller Leben und Geschichten: von traditionellen Hochzeiten, Palmherzen als Liebesgabe und Lehmtürmen für Tauben bis hin zu Spuren uralter Zivilisationen. Siwa ist mehr als eine Oase - sie ist ein Symbol für Widerstandskraft, kulturelle Identität und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur.
09:40
Moorea - die Schwesterinsel Tahitis - liegt wie ein grünes Juwel mitten im Südpazifik: ein längst erloschener Vulkan mit steilen, von tropischem Regenwald bewachsenen Gipfeln, umringt von einem schützenden Korallenriff. Trotz der extremen Abgeschiedenheit von den nächsten Festlandküsten haben hier Pflanzen, Tiere und Menschen über Millionen von Jahren eine fragile, aber vielfältige Lebensgemeinschaft geschaffen. Schon unter Wasser beginnt das Wunder: Hier entfaltet sich ein komplexes Ökosystem samt Riffhaien und Rochen, Seesternen und Schildkröten, das Forschende zu bewahren versuchen. Doch invasive Arten, Klimawandel und gefräßige Räuber wie der Dornenkronenseestern bedrohen die Existenz der Korallenriffe - und mit ihnen das Gleichgewicht der gesamten Oase. Auch an Land zeigt sich Mooreas ökologische Einzigartigkeit: Seltene, endemische Pflanzen und Tierarten wie die Partula-Baumschnecken leben hier - bedroht von eingeschleppten Raubtieren, die sich im Regenwald ausbreiten. Jenseits der flachen Korallenlagunen werden Tigerhaie und Wale beobachtet, denn Moorea ist ein Refugium für Buckelwale und eine Kinderstube für Junghaie. Die Forschungsstation CRIOBE spielt eine zentrale Rolle für das Verständnis und den Schutz dieser einmaligen Insel des Lebens.
10:25
Im Süden Perus zieht sich eine ungewöhnliche Schlucht durch die karge Bergwelt der Hohen Anden: der Colca-Canyon. Über Jahrmillionen hat sich der Fluss in das Vulkangestein gefräst. Mit etwa 3.200 Metern ist er heute fast doppelt so tief wie der Grand Canyon. Umrahmt von Vulkanen, die mehr als 6.000 Meter in den Himmel ragen, ist das Tal von trockenen Hochebenen, steinigen Steilhängen und abweisenden Kakteen geprägt. Es scheint eher unwahrscheinlich, hier florierendes Leben zu finden. Doch der Colca-Fluss ist wie eine lebensspendende Ader in der rauen Felslandschaft. Abgeschiedene Dörfer schmiegen sich wie grüne Perlen an den Wasserlauf. In den Oasen leben indigene Gemeinschaften vom Ackerbau auf den steilen Terrassenfeldern, die ihre Ahnen bereits vor mehr als tausend Jahren in die Steilhänge gruben. In der Oase Canco im tiefsten Teil der Schlucht werden sogar gigantische - als Camaron bekannte - Garnelen aus dem mineralhaltigen Gewässer gefischt. Eine überraschende Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Menschen haben sich an die extremen Bedingungen des Canyons angepasst. Überall finden sich kleine Inseln des Lebens inmitten der abweisenden Schlucht. Pflanzen wie die endemische Riesenbromelie Puya Raimondii, mehrere Tausend Jahre alte Yaretas, der majestätische Andenkondor, scheue Vicuñas, und pelzige Vizcachas trotzen dem windigen, rauen Klima der Hochebenen, während Riesenkolibris, Andenhirsche und der Andenschakal die Vorteile des Canyons für sich in Anspruch nehmen. Sie alle haben sich mit besonderen Anpassungen das Leben im Colca-Tal und in seinen blühenden Oasen gesichert.
11:25
Was Europa bewegt
11:55
Bekannt ist sie vor allem als Bestandteil von Kosmetika und als Zimmerpflanze. Dabei hat die Aloe vera eine jahrtausendealte Geschichte und ist vielfältig einsetzbar: In Ägypten schätzte schon Kleopatra die heilende Wirkung der Wüstenpflanze. Aber hat Aloe vera wirklich das Potenzial, zu heilen und zu pflegen - oder ist das nur geschicktes Marketing? In der Küche ist Aloe vera vielseitig einsetzbar. Begoña Frahija nutzt sie zum Beispiel als Fleischersatz in Hamburgern. In ihrer Heimat, der Vulkaninsel Lanzarote, herrschen ideale Bedingungen für den Anbau von Aloe vera. Für diejenigen, die keine Aloe im eigenen Garten haben, verrät Lucie, wie man mit Agar-Agar und dem Saft der Pflanze falschen Kaviar zubereitet. Die leckeren Perlen eignen sich zum Beispiel zum Garnieren von Häppchen.
12:25
(1): Jean Galmot, im Widerstand für Französisch-Guayana (2): Wallonie, die belgische Kohlehochburg von einst (3): Bretagne, Audreys gebratener Blumenkohl mit Blinis (4): Mexiko-Stadt, eine aufgegriffene Weltraumsonde
13:10
(1): Mario Vargas Llosa und der Tyrann von Santo Domingo (2): Yuca: Die Taíno-Wurzeln der Dominikaner (3): Dominikanische Republik: Melvyns Fisch in Kokosmilch (4): Dominikanische Republik: Aus Forschung wird Science-Fiction
14:00
Nach einem Originaldrehbuch von John Logan erzählt Regisseur Martin Scorsese in seinem epischen Filmporträt "Aviator" die Geschichte des Millionenerben Howard Hughes, im Zeitabschnitt von den späten 1920er bis zum Ende der 1940er Jahre. Es handelt sich um eine Epoche, in der Hughes als Regisseur und Produzent von Hollywoodfilmen ins Rampenlicht rückte, als Testpilot nach eigenen Entwürfen entwickelte Flugzeuge steuerte und skandalträchtige Affären mit einigen der begehrtesten Frauen der Welt hatte. Der waghalsige Pilot und berühmteste Flieger seit Charles Lindbergh wurde zu einer treibenden Kraft der modernen kommerziellen Luftfahrt. Er war eine der aufregendsten Persönlichkeiten seiner Zeit, mit einer Aura von Glamour und Attraktion, aber auch Geheimnis und Unnahbarkeit. "Aviator" gibt Einblick in Howard Hughes' bewegtes Gefühlsleben, seine Affären mit den Hollywood-Legenden Katharine Hepburn und Ava Gardner. Und er zeigt auch die dunkle Seite dieses schillernden Lebens: Hughes' Kampf mit körperlichen Gebrechen und Phobien, mit immer mehr außer Kontrolle geratenden, zwanghaften Ausbrüchen, die schließlich dazu führten, dass er sich vollkommen isolierte und von seinen Mitmenschen und der Welt zurückzog.
16:55
Ein Zug verbindet: Er erklimmt den Kamm der Sudeten und hangelt sich zwischen Iser- und Riesengebirge durch. Seit 2010 gibt es den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen dem tschechischen Nordböhmen und dem polnischen Niederschlesien wieder, der seit dem Zweiten Weltkrieg unterbrochen war. Landschaften, Städte und Menschen spiegeln die wechselvolle Geschichte einer besonderen Grenzregion wider. So hieß das tschechische Liberec einst Reichenberg und gehörte zu Österreich-Ungarn. Mit der Straßenbahn lässt sich die Innenstadt mit ihren prachtvollen Villen erkunden. Jablonec nad Nisou, früher Gablonz, ist seit jeher für kunstvollen Glasschmuck bekannt. Die überwiegend sudetendeutschen Unternehmer mussten nach dem Zweiten Weltkrieg gehen, doch es gibt auch heute wieder erfolgreiche Hersteller. Hinter Tanvald beginnt eine Zahnradbahnstrecke, die zum Kulturdenkmal erklärt worden ist. Nach zahlreichen Tunneln geht es über die Iserbrücke, die erst die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Preußen und dann zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland war. Weitere Etappen sind der Wintersportort Harrachov, der Neuweltpass zwischen Iser- und Riesengebirge mit der heutigen Grenze nach Polen und Szklarska Poreba, ehemals Schreiberhau. Hier glauben Schatzsucher noch an den Berggeist Rübezahl. Im Hirschberger Tal dann beeindrucken schmucke Schlösser. Einige haben die Nachfahren der Erbauer liebevoll in Schlosshotels verwandelt. In Jelenia Góra, früher Hirschberg, endet die Reise. Der Zug hat zwei Länder und zahlreiche Menschen miteinander verbunden.
17:50
Mehr als sechs Stunden braucht die Rhodopenbahn, die letzte bulgarische Schmalspurbahn, von Septemwri nach Dobrinischte und zurück. Sie schlängelt sich in über 1.200 Meter Höhe vorbei an kleinen Minaretten, orthodoxen Kirchen, verlassenen Bahnübergängen und atemberaubenden Landschaftskulissen. Die Rhodopen und das anliegende Pirin-Gebirge an der bulgarisch-griechischen Grenze gelten als Artenvielfalt-Hotspot Europas, denn nirgends sonst gibt es auf so kleiner Fläche so viele verschiedene Vogel-, Säugetier-, Insekten- und Pflanzenarten. Sogar einer der größten Greifvogel Europas, der fast ausgestorbene Mönchsgeier mit einer Flügelspannweite von fast drei Metern, gleitet hier durch die Luft. Auch der höchste Berg der Umgebung, der Große Perelik mit seinem über 2.000 Meter hohen Gipfel ist aus dem Zugfenster zu beobachten. Am Fuße des Wichren, dem höchsten Gipfel des Pirin-Gebirges, nahe dem Zielort des Zuges, liegt der älteste Nationalpark Bulgariens, der Nationalpark Pirin. Die bulgarische Regierung wollte die Strecke der Rhodopenbahn schon oft stilllegen, doch die Bevölkerung setzte sich mit ganzer Kraft für ihren Erhalt ein. Die Strecke hat nicht nur Tradition, sie ist für viele Anwohnerinnen und Anwohner der landwirtschaftlich geprägten Gegend das einzige Verkehrsmittel und damit auch die einzige Verbindung zur Außenwelt, denn Autos gibt es nur wenige. Die Dokumentation begleitet entlang der Gleise das Leben verschiedener Menschen der Region, die seit jeher eng durch den alten Zug verbunden sind.
18:35
Die Bahnstrecke Oravi?a-Anina heißt bei den Einheimischen schlicht "Aninabahn" - benannt nach ihrem Zielort auf 559 Meter Höhe im Banater Gebirge. Die Bewohnerinnen und Bewohner im dünn besiedelten Banat sind bis heute stolz auf ihren Zug. Als die Linie in den 1860er Jahren erbaut wurde, gehörte das Gebiet zum Österreichisch-Ungarischen Kaiserreich. Noch heute werden deutsche Traditionen entlang der Strecke aufrechtzuerhalten versucht. Mit dem Auto sind die Endbahnhöfe kaum weiter als eine Stunde voneinander entfernt, auf den Schienen kann es locker zweieinhalb Stunden dauern. Und steckt man seinen Kopf aus dem Fenster der alten Zugwaggons, rast die Zeit nur so an einem vorbei. Belohnt wird man mit wunderschönen Aussichten, die so nur aus dem Zugfenster möglich sind.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
Der 61-jährige Mathias Mahnke will so gesund und so lange wie möglich leben. Dafür lässt er sich als weltweit erster Patient nach der sogenannten TRIIM-Methode behandeln. Er spritzt sich unter anderem Wachstumshormone, die die Thymus-Drüse aktivieren sollen. Die ist wichtig für die Produktion von Abwehrzellen und bildet sich normalerweise ab der Pubertät zurück. Mögliche Nebenwirkung der Hormone: Sie könnten auch Krebszellen im Körper schneller wachsen lassen. Regelmäßig fliegt daher ein Arzt aus London ein, um nach Krebsmarkern in Mathias Mahnkes Blut zu suchen. Er prüft auch, wie sich dessen Thymusdrüse entwickelt - und ob sich sein Körper zellulär verjüngt. Die Ergebnisse sind überraschend. Nach einem Burnout hat Kristine Zeller ihr Leben radikal verändert. Das Ziel der zweifachen Mutter und Unternehmerin: Sie will 120 werden. Dafür achtet sie grammgenau auf Nährstoffe, misst ihren Blutzucker, folgt ausgefeilten Sport- und Bewegungsplänen. Longevity ist ihr Lebensthema geworden. Sie ist überzeugt, dass weniger kranke und mehr fitte ältere Menschen ein Gewinn für die ganze Gesellschaft sind. Mit dem Trend wächst auch eine Industrie, die ein längeres, gesünderes Leben verspricht. Der Schweizer Pascal Rode leitet ein Unternehmen für Nahrungsergänzungsmittel. Mit seinen Antioxidantien, Blutzuckerstabilisatoren oder Kollagenprodukten machte er 2024 laut eigener Aussage einen Jahresumsatz im zweistelligen Millionenbereich. Auch Pascal Rode strebt nach Langlebigkeit. Dafür lässt er sich in einer Züricher Klinik behandeln, die ganz auf Longevity ausgerichtet ist.
20:15
Niemals in seiner jahrzehntelangen Dienstzeit bei der Kripo hätte der heute pensionierte, 64-jährige Hauptkommissar Altendorf dies für möglich gehalten: Ein geistig beeinträchtigter junger Mann wurde wegen Mordes verurteilt, obwohl weder die Leiche des vermeintlichen Opfers noch eindeutige Blut- oder DNA-Spuren gefunden werden konnten. Das war vor elf Jahren. Die achtjährige Sina Kolb war spurlos aus dem Dorf Eisenstein verschwunden. Nach einer mehrere Monate andauernden Suche verhaftete der damals neue Soko-Leiter den 28-jährigen Emanuel "Ecco" Stock und brachte ihn dazu, den Mord an Sina zu gestehen. Zwei Tage später widerrief Ecco seine unter Druck erfolgten Aussagen. Dem Richter jedoch genügte das Geständnis. Beim alljährlichen Dienstausflug der Mordkommission lernen sich der Pensionär Altendorf und der 32-jährige Hauptkommissar Niklas Tanner kennen. Als eine frühere Zeugin im Fall Sina erdrosselt aufgefunden wird, übernimmt Tanner den Fall und dringt bei seinen Ermittlungen immer tiefer in das Labyrinth der Ereignisse von damals ein. Dabei nähern sich die beiden Kommissare langsam einander an. Der jüngere Tanner reagiert so fasziniert wie irritiert auf den verschrobenen, scheinbar unnahbaren Älteren. Tanner entdeckt neue Spuren und bringt Licht ins Dunkel. Von seinem Chef Wilhelm Michel, dem damals in die Soko Sina berufenen "Erfolgskommissar", wird er massiv unter Druck gesetzt. So verbeißt sich der junge Kommissar erst recht in die alten Akten, die Altendorf über all die Jahre in seiner Wohnung aufbewahrt hat.
22:00
Die junge, ambitionierte Polizistin Johanna hat gerade erst ihre Ausbildung beendet, als sie bei ihrem ersten polizeilichen Einsatz in einem Steinbruch von einer Klippe stürzt. Die Kollegen beteuern, dass es sich hierbei um einen schrecklichen Unfall handelte - Johanna sei einfach aufgrund der Dunkelheit abgestürzt. Doch ihr Kollege und Freund Stani, der bei der tschechischen Polizei arbeitet, kann sich das nicht vorstellen. Der Drogendealer, der sich am besagten Abend aus dem Polizeigewahrsam befreien konnte, wurde wenige Tage nach Johannas Tod ebenso leblos aufgefunden. Das kann kein Zufall sein. "Der Sizilianer", so der polizeiinterne Name des Dealers, war nicht drogenabhängig, starb aber an einer Überdosis ... Wurde er etwa ermordet? Stani sucht Hilfe bei Grete, Johannas Patentante, die eigentlich in Ruhe ihre Pensionierung genießen will. Die ehemalige Kommissarin will Stani anfangs nicht helfen, sie fühlt sich nicht befugt einzugreifen. Da ihr Johannas Tod jedoch sehr nahegeht, sagt sie dem jungen tschechischen Kollegen schließlich doch ihre Unterstützung zu. Die beiden beginnen ihre geheimen Ermittlungen in Tschechien und stoßen nach und nach auf weitere Hinweise, die auf krumme Geschäfte hindeuten und keinen Unfall vermuten lassen. Auch die tschechischen und deutschen Kollegen bei der Polizei scheinen involviert zu sein. Kann Grete ihren alten Kollegen überhaupt noch trauen? Was will die Polizei vertuschen, und was hatte Johanna mit dem Ganzen zu tun?
23:30
Sechs Jahre hat es gedauert - jetzt ist der kalifornische Künstler Jason Mraz zurück in Paris: Am 29. September 2025 gab der kalifornische Singer-Songwriter im Folies Bergère ein unvergessliches Solokonzert. Ohne Band, nur mit seiner Akustikgitarre und einer Handvoll Klassiker, darunter "I'm Yours", "Lucky", "Have It All" und "I Won't Give Up", begeisterte er seine Fans. Mraz beweist einmal mehr, warum er zu den großen Songpoeten unserer Zeit zählt: Seine Lieder zwischen Pop und Folk wirken so unprätentiös und schlicht, als hätte er sie gerade erst geschrieben - live wird das Publikum bei jedem Konzert mitgerissen. Besonders berührend: der Höhepunkt des Abends, als der Sänger sich unter das Publikum mischt und das Konzert mit einem gemeinsamen Finale krönt.