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TV Programm für ARTE am 29.03.2026

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Abenteuer Armenien 19:30

Abenteuer Armenien: Von Seiltänzern, Geiern und kosmischer Strahlung

Land und Leute

Armenien ist ein Bergland im Südkaukasus, umringt von geopolitischen Schwergewichten wie der Türkei, dem Iran, Georgien und Aserbaidschan. Ein Land von erhabener Schönheit, reicher Geschichte und viel Tragik: Erdbeben, Krieg, religiöse Konflikte bis hin zum Völkermord. Zu den bedeutenden Kulturgütern Armeniens gehören die Chatschkare - die Kreuzsteine. Die in Stein gehauenen Glaubensbekenntnisse reichen bis ins Jahr 301 zurück. Einer der wenigen, der ihre Fertigung beherrscht, ist Varazdat Hambardzumyan. In seiner Werkstatt arbeitet er an einem Auftrag des Ministeriums für Notfallsituationen. Zum Jahrestag der Gründung soll das große Kreuz eingeweiht werden. Südöstlich von Eriwan liegt das Caucasus Wildlife Refuge, ein 5.000 Hektar großes Naturschutzgebiet. Karen Aghababyan und Manuk Manukyan sind Biologen und Ranger. Sie machen eine erste Wildtier-Bestandsaufnahme und schützen das Gebiet vor Wilderern. Sveta Hovanisyan ist 68 Jahre alt und die Clanchefin einer Berghirtenfamilie. Seit ihrer Kindheit ist sie von März bis Oktober auf dem Hochplateau. Die Familie versorgt 30 Rinder und fast 200 Schafe. Das einzige Brennmittel sind Kuhfladen - auch der Erdofen wird damit befeuert. Wegen der hohen Lage des Landes ließ die Sowjetunion Anfang der 1950er Jahre das Weltraumobservatorium Byurakan errichten. Hasmik Andreasyan und Anahit Samsonyan sind Astrophysikerinnen und nutzen es noch heute. Sofia, Miriam, Marine, Shahane und Hasmik bilden das Gesangsquintett Luys. Im malerisch gelegenen Kloster Geghard, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, sorgen sie für wunderbare Momente.

Danach

Ein Fressen für die Geier 20:15

Ein Fressen für die Geier

Westernkomödie

1865: Während der französischen Intervention in Mexiko bedrängen mitten in der Wüste drei Cowboys eine entblößte Frau, bis Söldner Hogan ihr heldenhaft zu Hilfe eilt und sie im letzten Moment vor einer Vergewaltigung bewahren kann. Kurz darauf entpuppt sich die Frau als Nonne, Schwester Sara. Hogan und sie werden zu Weggefährten und verfolgen dasselbe Ziel, wenngleich aus gänzlich unterschiedlichen Motiven: den Sieg über die französischen Truppen. Während die gläubige Sara an ihrem idealistischen Traum eines freien Mexikos festhält, ist Hogan dem Goldrausch verfallen. Doch Gegensätze ziehen sich an. Schnell findet der Lebemann und Junggeselle Hogan Gefallen an der so raffinierten wie unkomplizierten Schwester Sara und bedauert, dass sie ihr Leben Gott verschrieben hat - obwohl Hogan eigentlich gern allein ist und es genießt, sich von niemandem etwas vorschreiben zu lassen. Der Originaltitel "Two Mules for Sister Sara" spielt darauf an, dass Schwester Sara es bei Hogan mit einem sturen Esel zu tun hat. Bei den Laurel Awards 1971 wurde Hauptdarstellerin Shirley MacLaine als beste Schauspielerin in einer Komödie nominiert, Hauptdarsteller Clint Eastwood als bester Schauspieler in einem Actionfilm. Der Film ist inzwischen ein Klassiker, mit Shirley MacLaine und Clint Eastwood in einer so aufregenden wie explosiven Mischung.

Shirley MacLaine - Mit Haut und Haar Entertainerin 22:05

Shirley MacLaine - Mit Haut und Haar Entertainerin

Künstlerinnenporträt

In jungen Jahren war sie weder eine klassische Schönheit à la Elizabeth Taylor, noch hatte sie das Sexappeal einer Marilyn Monroe: Stattdessen überzeugte Shirley MacLaine zunächst als das sympathische "Mädchen von nebenan", das mit Charme und Natürlichkeit in bittersüßen Komödien das Publikum begeisterte. Begonnen hat diese mehr als 70 Jahre andauernde Karriere 1955 mit Hitchcocks Film "Immer Ärger mit Harry". Drei Jahre später, in "Verdammt sind sie alle", verlässt sie als rührend-naive Kindfrau Ginny das Komödienfach und erhält ihre erste Oscar-Nominierung sowie einen Golden Globe als "Vielseitigste Darstellerin". In den 1960ern feiert sie weltweit ihren Durchbruch mit zwei unvergesslichen Komödien von Billy Wilder: An der Seite von Jack Lemmon ist sie Miss Kubelik in "Das Appartement" und das Mädchen Irma la Douce im gleichnamigen Film. Und wieder folgen zwei Oscar-Nominierungen. Die Trophäe hält sie bei der fünften Nominierung schließlich in der Hand, als sie sich gegen ihre Filmpartnerin Debra Winger in "Zeit der Zärtlichkeit" (1983) durchsetzt. Hinter der augenscheinlichen Einfachheit und Leichtigkeit ihres Spiels verbergen sich eiserne Disziplin und ein unerschütterlicher Wille - Eigenschaften, die ihren außergewöhnlichen Erfolg erklären. Während viele Kolleginnen ihrer Generation längst in Vergessenheit geraten sind, feiert MacLaine seit mehr als 70 Jahren ein Comeback nach dem anderen - mit viel Geduld, Erfindungsgeist und Selbstironie. Ihr anhaltender Einfluss auf die Filmbranche ist einzigartig. Ob als quirlige junge Frau oder als exzentrische Dame jenseits der 90: Die überzeugte Anhängerin esoterischer New-Age-Spiritualität wusste sich immer wieder neu zu erfinden und zeigt, dass es für jede Lebensphase und jeden Charakter passende Rollen gibt. Gerade heutzutage, wenn das Frauenbild im Film und die vermeintliche Altersgrenze um die 50 für Schauspielerinnen zunehmend kritisch hinterfragt werden, wirkt ihr Werdegang wie ein frischer Gegenentwurf. Mit Archivmaterial und zahlreichen Filmausschnitten zeichnet diese Dokumentation das Porträt einer herzerwärmend frischen, extrovertierten Persönlichkeit, die mit einer unverwüstlichen Lebensenergie gegen alle Konventionen antrat und antritt - und dabei vielen Menschen zum Vorbild wurde.

Meredith Monk - Die Welt in ihrer Stimme 23:00

Meredith Monk - Die Welt in ihrer Stimme

Dokumentarfilm

ARTE präsentiert das außergewöhnliche Porträt einer Frau, die die Kunstwelt revolutioniert hat. Meredith Monk, visionäre Komponistin, Performerin und Grenzgängerin, hat seit den 1960er Jahren eine völlig neue Sprache aus Klang und Bewegung geschaffen. Sie gilt als eine der großen Pionierinnen unserer Zeit. Mit ihrer Musik im Mittelpunkt und Interviews mit Wegbegleitern wie Björk und David Byrne kreieren die beiden Regisseure Billy Shebar und David Roberts mit "Meredith Monk - Die Welt in ihrer Stimme" ein Mosaik, das die Struktur von Monks eigenem Werk widerspiegelt und ihr äußerst originelles Vokabular aus Klängen und Bildern beleuchtet. Als Künstlerin in der von Männern dominierten Kunstszene der 1960er und 1970er Jahre musste Monk um Anerkennung und Ressourcen kämpfen. Die ersten Kritiken in der New York Times waren bösartig und sexistisch: "Eine Schande für den Tanz" oder "auf eine talentierte Mädchenart so ernsthaft seltsam" war dort zu lesen. Doch wie ihr gefeierter Zeitgenosse der Musiker Philip Glass sagt: "Sie war - und ist immer noch - unter uns allen die einzigartig Begabte." Meredith Monk sieht sich mit ihrer Sterblichkeit konfrontiert. Sie vertraut ihr Meisterwerk "Atlas" dem Regisseur Yuval Sharon und der Sängerin Joanna Lynn-Jacobs für eine neue Produktion an der "Los Angeles Philharmonic" an. 60 Jahre lang hat Monk alle ihre Musiktheaterwerke selbst inszeniert und aufgeführt - jetzt muss sie lernen, loszulassen.