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TV Programm für ARTE am 15.04.2026

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Der doppelte Alfred 20:15

Der doppelte Alfred

Komödie

Alexandres Frau, eine Marinesoldatin, hat ihm bis zu ihrer Rückkehr von einer U-Boot-Mission ein Ultimatum gestellt: Entweder er hat bis dahin einen Job gefunden, der ihm finanzielle Unabhängigkeit garantiert, oder es ist aus. In der Kita trifft Alexandre auf Arcimboldo, sein überdrehtes Alter Ego und ein Lebenskünstler, der mit seiner Ich-AG "personalisierte Dienstleistungen" anbietet und ein wenig wie die Fee in diesem Märchen wirkt. Alexandre findet eine Anstellung in einem Start-up, wenngleich er die Aufgabenstellung nicht ganz verstanden hat. Das Unternehmen namens The Box kultiviert eine gewisse Form von Selbstbestimmung - so kann er sein eigenes Gehalt festlegen -, erwartet aber eine Verfügbarkeit 24/7 und verfolgt eine strikte Kein-Kind-Politik ... Um die Existenz seiner Kinder und der zwei Alfreds (zwei Kuscheltieren) zu verbergen, muss Alexandre zahlreiche Verrenkungen machen - mit tatkräftiger Unterstützung Arcimboldos. Dabei entdeckt er, dass die gefürchtete Séverine, die ständig am Rande eines Nervenzusammenbruchs zu stehen scheint, tatsächlich die Mutter von Suzie ist, einer Praktikantin im Unternehmen, und dass auch andere Kollegen sorgfältig verbergen, dass sie Kinder haben. Auf Anregung von Suzie beschließen sie, die wöchentliche Konferenzschaltung zu nutzen, um sich als Eltern zu outen und die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen ... In dieser witzigen und scharfsinnigen Komödie verwandelt Bruno Podalydès ein hypervernetztes Start-up-Unternehmen in ein kleines Theater des Absurden und erzählt in einer gekonnten Mischung aus Anklage und Poesie von den Irrwegen der heutigen Arbeitswelt.

Danach

Wie unser Gehirn uns austrickst 21:45

Wie unser Gehirn uns austrickst: Mein Hirn und ich

Dokumentation

Nehmen wir die Wirklichkeit tatsächlich so wahr, wie sie ist? Um die Welt, in der wir leben, leichter zu verstehen und mit der Flut an Informationen und Reizen aus unserem Umfeld umzugehen, greift unser Gehirn kontinuierlich auf mentale Abkürzungen, Vorhersagen und Interpretationen zurück. Alle Informationen, die das Gehirn erfasst, werden gefiltert. Diese Automatismen sind essenziell für unsere Entwicklung: Sie bilden die Grundlage unserer Lern-, aber auch unserer Leistungsfähigkeit, denn sie ermöglichen es dem Gehirn, mit minimalem Ressourcenaufwand zu reagieren. Doch diese Mechanismen sind alles andere als unfehlbar. Sie können auch zu Verzerrungen in Wahrnehmung, Einschätzung oder Auslegung führen. Optische Täuschungen und Zaubertricks machen sich genau diese Mechanismen zunutze, um uns hinters Licht zu führen und mit unserer Wahrnehmung der Realität zu spielen. Der Neurowissenschaftler, klinische Psychologe und Amateurzauberer Albert Moukheiber entführt die Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine faszinierende Reise in die Welt des menschlichen Gehirns, auf der wir dessen Stärken, aber auch Schwächen entdecken. Mit spielerischen Experimenten zeigt er, wie kognitive Verzerrungen funktionieren und welchen Einfluss sie auf unsere Wahrnehmung der Welt und unser Verhalten haben. Sich dieser Verzerrungen und Automatismen bewusst zu sein, bedeutet zu verstehen, wie sehr sie unsere Gedanken und Entscheidungen prägen. Sie können zu scheinbar logischen, aber dennoch fehlerhaften Schlussfolgerungen oder auch Vorurteilen führen. Albert Moukheiber lädt ein, sich mit den Grenzen unseres Gehirns auseinanderzusetzen, damit wir uns selbst besser verstehen und unseren freien Willen gezielter ausüben können.

Wie unser Gehirn uns austrickst 22:40

Wie unser Gehirn uns austrickst: Mein Hirn und die anderen

Dokumentation

Der Mensch denkt und entscheidet nicht völlig unabhängig: Er ist auf andere angewiesen und sein Gehirn ist auf das Leben in Gemeinschaft ausgelegt. In dieser Folge zeigt der Neurowissenschaftler und Psychologe Albert Moukheiber, wie stark unser Denken, Verhalten und unsere Entscheidungen von der Anwesenheit anderer beeinflusst werden - so sehr, dass uns unser Gehirn mitunter in die Irre führt. Von Geburt an sind andere für unser Überleben unverzichtbar. Zwischenmenschliche Beziehungen formen unsere kognitiven Fähigkeiten und das "soziale Gehirn". Doch der Blick der anderen kann auch lähmen: Sozialer Stress blockiert unser Potenzial, während die Angst vor Ausgrenzung Entscheidungen beeinflusst. Moukheiber macht deutlich, wie sehr wir zu Konformismus neigen und unbewusst vereinfachende Denkmuster nutzen. Diese Mechanismen sind überlebenswichtig, machen uns aber auch anfällig für Manipulation und Betrug - oft mit schädlichen Folgen. Soziale Netzwerke nutzen diese Automatismen gezielt aus, um Aufmerksamkeit zu binden. Dabei untergraben sie mitunter die Fähigkeit, unterschiedliche Meinungen gelten zu lassen und eigenständig zu denken. Gerade in Zeiten Künstlicher Intelligenz und des digitalen Wandels ist es wichtiger denn je zu verstehen, was zwischenmenschliche Beziehungen ausmacht.

When the Waves Are Gone 23:35

When the Waves Are Gone

Drama

Lieutenant Hermes Papauran gilt als einer der besten Ermittler der Philippinen und unterrichtet an der Polizeihochschule. Doch seit Beginn des staatlichen Anti-Drogenkriegs wird er täglich mit Leichen, Angst und einem Staatsapparat konfrontiert, der Gehorsam über Recht stellt. Hermes erlebt die Gewalt aus nächster Nähe und spürt, wie sie ihn von innen zersetzt. Die verdrängten Schuldgefühle, Teil des Systems zu sein, werden körperlich sichtbar: Ein aggressives Ekzem überzieht seinen Körper. Fieber und Juckreiz treiben ihn in die Isolation. Gleichzeitig drängt seine angestaute Wut immer häufiger nach außen, was auch sein Privatleben aus dem Gleichgewicht geraten lässt. Als sein Zustand unerträglich wird, verlässt Hermes die philippinische Hauptstadt und zieht sich in sein Heimatdorf an der Küste zurück. Das Meer verspricht Ruhe und Genesung, doch die Rückkehr bedeutet vor allem auch Konfrontation: mit einer Familie, die alte Versäumnisse nicht vergessen hat - und mit der Frage, was von ihm bleibt, wenn Uniform und Rang keinen Halt mehr geben. Zeitgleich will Hermes' früherer Mentor und Weggefährte Primo Macabantay mit seiner Vergangenheit aufräumen, nachdem er aus langer Haft entlassen wurde - eine Haft, für die Hermes mitverantwortlich ist. Getrieben von religiösem Wahn und Rachedurst nähert sich Primo Hermes' Umfeld und zwingt ihn in eine Konfrontation, in der persönliche Abrechnung zum Spiegelbild des politischen Ausnahmezustands wird.