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TV Programm für ARTE am 23.06.2026

Kriegstouristen - Gefahren inklusive 05:00

Kriegstouristen - Gefahren inklusive

Dokumentation

Was ist ein Kriegstourist? Die Dokumentation begleitet unterschiedliche Menschen, die sich im Urlaub in Gefahr bringen: zum Beispiel den Bauunternehmer Andrew aus Surrey. Er hat ein großes Haus, genügend Geld, ist glücklich verheiratet und hat zwei Kinder. Aber das reicht ihm nicht. Immer wenn er wieder ein paar Wochen in seinem Alltag war, zieht es ihn hinaus: nach Somalia, in den Irak, nach Syrien. Er will an die Front, dorthin, wo man die Geschütze hört und möglicherweise selbst unter Beschuss gerät. Doch er sucht nicht nur das Abenteuer, er will auch mit denen sprechen, die Opfer des Krieges geworden sind: Menschen, die in Flüchtlingslagern leben oder in zerbombten Häusern ausharren. Er bringt den Kindern kleine Geschenke mit, schüttelt Hände. Und anschließend fährt er wieder nach Hause und plant den nächsten teuren Trip in ein weiteres Kriegsgebiet. Eleonora lebt in Las Vegas als Übersetzerin. Auch ihre Leidenschaft sind Kriegsgebiete. Als sie kurz nach ihrem Afghanistan-Aufenthalt von ihrer einheimischen Reisebegleiterin um Hilfe gebeten wird, muss sie ihr sagen, dass sie nichts für sie tun kann. Für die Dauer der Reise waren die beiden Frauen Freundinnen - danach kehrt jede in ihr eigenes Leben zurück. Man wirft ihnen Voyeurismus vor, Gedankenlosigkeit, mangelndes Mitgefühl. Doch die Kriegstouristen sehen sich als aufgeklärte Extremreisende, als Menschen, die die Informationen aus den Nachrichten hinterfragen wollen. Oder hängen sie womöglich einer problematischen Kampfromantik an, die selbst in unserer offiziell pazifistischen Welt noch immer viele Menschen heimlich fasziniert?

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Die Muscheltaucherinnen vom Kongo-Delta

Reportage

Mitten im Delta des Kongo-Flusses liegt eine Insel, Kizunga Manianga. Sie ist umgeben von mäandernden Flussarmen und verwunschenen Mangrovenwäldern. Hier leben und arbeiten Muscheltaucherinnen, das Tauchen ist im Fluss-Delta traditionell Frauensache. Die Taucherinnen tragen hohe Verantwortung: Ihre Familien sind auf die Erträge angewiesen; und weil der Fischfang zurückgeht, sind viele Männer fort, um anderswo Geld zu verdienen. Die Muscheln sind für viele Familien die Rettung. Marie Velakutshi taucht fast jeden Tag bis zu 150 Mal im trüben Wasser, bis ihre Pirogen voll sind. Die Frauen tauchen bei Ebbe, dann ist das Wasser etwa drei Meter tief; sie haben dabei nur eine Sicht von wenigen Zentimetern. Denn der Kongo ist ein tropischer Schwarzwasserfluss, eingeschwemmte Huminstoffe aus Mooren und humushaltigen Regenwaldböden färben ihn dunkel. Tückisch ist aber vor allem die starke Strömung, eine der stärksten der Welt. Wenn Marie zu lange unter Wasser bleibt, treibt sie ab und muss mit dem Fang in den Händen gegen die Strömung anschwimmen, was manchmal schier unmöglich ist. Die Taucherinnen sind deswegen stets an einer Rettungsleine festgemacht. Demnächst sollen die Muscheln, die von den Frauen nicht zur Eigenversorgung gebraucht werden, auf dem Markt in der Stadt verkauft werden, wo Marie auch ihre beiden Töchter besuchen möchte. Sie sind bei Verwandten untergebracht, damit sie dort zur Schule gehen können. Marie möchte vermeiden, dass die beiden eines Tages Muscheltaucherinnen werden müssen.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Senegal: Thiéboudiène

Essen und Trinken

(1): Thiéboudiène, Senegals Küchenjuwel (2): Nostalgiegeschmack: Cheikh, ein Senegalese in Bordeaux (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:25

Stadt Land Kunst: Zhang Yuerans China / Elsass / Amerikas Kolonien

Magazin

(1): China: Zhang Yueran schreibt sich frei (2): Hexenjagd im Elsass (3): Kroatien: Sebastians Lammkoteletts (4): George Washington, der Meisterspion

Stadt Land Kunst 08:10

Stadt Land Kunst: James Balwins Harlem / Neukaledonien / Bretagne

Magazin

(1): Harlem, der literarische Kokon von James Baldwin (2): Neukaledonien: Das erzwungene Exil der Algerier (3): Spanien: Elenas Garnelensuppe (4): Bretagne: Als Mona Lisa auf Reisen ging

Homo sapiens. Vom wahren Ursprung des Menschen 08:55

Homo sapiens. Vom wahren Ursprung des Menschen

Dokumentarfilm

Im Juni 2017 erschütterten zwei Veröffentlichungen in der angesehenen Zeitschrift "Nature" die Wissenschaft. In Marokko hatten Forscher die Überreste von fünf Homo-sapiens-Individuen entdeckt. Sie datierten die Knochen auf ein Alter von etwa 315.000 Jahren - damit war die menschliche Spezies rund 100.000 Jahre älter als bislang angenommen. Mit Hilfe virtueller Paläontologie können neue Informationen aus diesen Fossilien gewonnen werden. Ein Schädel war bereits in den 1960er Jahren gefunden, damals jedoch falsch interpretiert worden. Die jüngsten Funde stellen die bisher gültige Geschichte des Homo sapiens auf den Kopf und machen die marokkanische Fundstätte Jebel Irhoud zum Schauplatz eines der größten wissenschaftlichen Abenteuer des 21. Jahrhunderts.

Das Grab der Schamanin 10:25

Das Grab der Schamanin: Ein Geheimnis aus der Steinzeit

Archäologie

Es handelt sich um einen der wichtigsten und spektakulärsten Fälle der Archäologie Mitteleuropas: Das Grab der Schamanin von Bad Dürrenberg ist ein Schlüsselfund aus jener Zeit, als die letzten Gruppen von Jägern und Sammlern durch das heutige Deutschland zogen - einer Zeit, aus der es keine schriftlichen Überlieferungen gibt. Zuerst wurde das Grab von den Nazis geborgen, die das Skelett dem "Ur-Arier" zuordneten. Tatsächlich gehört das Grab einer Frau, die in ihrer Zeit eine machtvolle Position ausübte. Genetische, medizinische und archäologische Untersuchungen zeigen, dass sie dunkelhäutig war, blaue oder graue Augen sowie eine auffällige körperliche Fehlbildung hatte. Als Schamanin war sie wohl eine spirituelle Leitfigur. Die Dokumentation geht von der gravierenden Fehlinterpretation des Grabfundes und seiner Instrumentalisierung im Sinne der nationalsozialistischen Rassentheorie aus und zeigt, wie sich heutige Forschergenerationen fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse akribisch erarbeiten, Artefakte sammeln und von den unterschiedlichsten Disziplinen untersuchen und bewerten lassen. Der Fund kann zudem die These untermauern, welche starken Rollen auch Frauen in der Vorgeschichte einnehmen konnten. Die Geschichte dieser Frau, die mit einem Baby im Arm begraben wurde, fasziniert uns noch 9.000 Jahre nach ihrem Tod. Sie stammt aus einer Zeit, über die immer noch erstaunlich wenig bekannt ist. So führt uns die Schamanin von Bad Dürrenberg zu unseren eigenen europäischen Anfängen zurück.

Re: 11:25

Re:: Zugunglück in Tempi - Tragödie ohne Konsequenzen?

Reportage

57 Tote gab es 2023 beim Zugunglück von Tempi in Griechenland. Die Ermittlungen gehen seitdem nur schleppend voran. Der Ministerpräsident übersteht nur knapp ein Misstrauensvotum wegen Vertuschungsverdacht. Nun startet der Prozess, der die Schuldfrage klären soll. Doch kein Politiker ist angeklagt. Angehörige der Opfer und Überlebende kämpfen für Aufklärung.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Mexiko: Tlayuda

Essen und Trinken

(1): Tlayuda, Mexikos knuspriger Pizzaklassiker (2): Nostalgiegeschmack: David, ein Mexikaner in Hamburg (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Alexander Hendersons Kanada / Pyrenäen / Vietnam

Magazin

(1): Alexander Hendersons bildschönes Kanada (2): Legendäre Bewohner der Pyrenäen (3): Guatemala: Martas Hühnersuppe (4): Vietnam: Operation Opium

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Claudia Hunzingers Vogesen / Armenien / Baltimore

Magazin

(1): Vogesen: Claudie Hunzinger und die Poesie des Landlebens (2): Armenien: Schach ist König (3): Neuseeland: Renates Shepherd's Pie (4): Baltimore: Lincolns Hut

Mord im Mittsommer 14:00

Mord im Mittsommer: Tod im Fischernetz - Teil 1

Krimireihe

Nora Linde verbringt gemeinsam mit ihren zwei Kindern einen wunderschönen Sommermorgen am Strand. Dann der Schock: Nora findet eine Leiche im Wasser und schafft es gerade noch, ihre Kinder vor dem Anblick zu bewahren. Sie benachrichtigt umgehend die Polizei. Auf den ersten Blick scheint es sich um einen Unfall zu handeln, aber Kommissar Thomas Andreasson, der den Fall untersucht, wird schnell klar, dass es Mord sein muss. Der Tote ist Krister Berggren, kein Inselbewohner. Warum er sich auf Sandön aufgehalten hat, ist unklar. Nora unterstützt Thomas, den sie noch aus Schultagen kennt, bei den Ermittlungen - auch gegen den Widerstand ihres eifersüchtigen Ehemanns Henrik. So findet Nora heraus, wem das Fischernetz gehört, in das die Leiche eingewickelt wurde. Doch bevor sie den Fall gemeinsam mit Thomas aufklären kann, wird eine weitere Leiche entdeckt. Dieses Mal handelt es sich um Kicki, die Schwester des Toten im Fischernetz. Basierend auf Viveca Stens Bestseller-Romanen bringt "Mord im Mittsommer" auf mitreißende Art wunderschöne Bilder der schwedischen Schärenlandschaft mit schaurigen Familiengeheimnissen und grausamen Verbrechen zusammen.

Mord im Mittsommer 14:45

Mord im Mittsommer: Tod im Fischernetz - Teil 2

Krimireihe

Thomas' Chefin Margit ist verärgert: Wie konnte Kicki Berggren sterben, obwohl sie doch observiert werden sollte? Thomas muss eingestehen, dass er seine junge Kollegin Carina im Stich gelassen hat. Margit schickt ihn daraufhin in die Stadt zurück. Auf der Fähre trifft er Nora, die ihm berichtet, dass sie Jonny Almhult mit seinem Boot davonfahren sah. Dieser ist der Hauptverdächtige im Todesfall Kicki Berggren und war noch am Morgen unauffindbar gewesen. Thomas kehrt sofort um und macht sich mit Nora auf die Suche nach Jonny. Sie finden ihn schließlich bei seinem Fischerhäuschen. Er bedroht Nora mit einem Gewehr, kann sich jedoch von ihr zur Aufgabe überreden lassen. Er schwört, dass der Tod Kickis ein Unfall gewesen sei. Thomas glaubt ihm, ganz im Gegensatz zu seiner Chefin. Sie erklärt den Fall für aufgeklärt und lässt Jonny verhaften. Thomas ist weiterhin skeptisch und sucht mit Carina weiter. In Kristers Wohnung finden sie ein Foto, das neue Fragen aufwirft und in eine vollkommen andere Richtung weist. Als dann auch noch herauskommt, dass die Geschwister vergiftet wurden, steht alles wieder auf Anfang. Der Streit zwischen Henrik und Nora spitzt sich unterdessen zu. Henrik trägt schwer an seiner Eifersucht und wird seiner Frau gegenüber sogar handgreiflich. Basierend auf Viveca Stens Bestseller-Romanen bringt "Mord im Mittsommer" auf mitreißende Art wunderschöne Bilder der schwedischen Schärenlandschaft mit schaurigen Familiengeheimnissen und grausamen Verbrechen zusammen.

Mord im Mittsommer 15:30

Mord im Mittsommer: Tod im Fischernetz - Teil 3

Krimireihe

Noras Kinder finden beim Spielen am Strand ein menschliches Skelett in einer Höhle. Beunruhigt berichtet Nora Thomas davon. Thomas und Kollegin Carina sind eigentlich auf der Insel, um Kristers biologischen Vater ausfindig zu machen. Eine alte Fotografie in Kristers Wohnung hat die beiden auf diese Spur gebracht - er muss auf der Insel gewesen sein, um seinen Vater zu finden. Inzwischen wird das Skelett aus der Höhle als der Mann von Signe Brandt, einer alteingesessenen Bewohnerin Sandhamns, identifiziert. Signe ist Noras Nachbarin und Freundin. Als Thomas Signe zu ihrem Mann befragen möchte, stellt sich heraus, dass die ältere Dame mit Nora mit dem Boot ausgefahren sein muss. Zusammen mit seinem Kontrahenten Henrik macht sich Thomas auf die Suche. Nora, die tatsächlich mit Signe unterwegs ist, erfährt inzwischen die grausame Wahrheit: Es war Signe, die Krister und Kicki vergiftete. Die beiden waren auf der Insel, um ihr Erbe einzufordern, denn Krister war der uneheliche Sohn von Signes Mann, der vor vielen Jahrzehnten der Rache seiner Frau zum Opfer fiel. Nach ihrer schrecklichen Enthüllung lässt die ältere Dame die geschwächte Nora auf der Insel zurück. Weil Nora am Morgen ihre Insulindosis vergessen hat, verschlechtert sich ihr Zustand zunehmend. Ausgerechnet jetzt brechen Thomas und Henrik erfolglos die Suche nach Nora ab und Signe zieht die Konsequenz aus ihren Taten ... Basierend auf Viveca Stens Bestseller-Romanen bringt "Mord im Mittsommer" auf mitreißende Art wunderschöne Bilder der schwedischen Schärenlandschaft mit schaurigen Familiengeheimnissen und grausamen Verbrechen zusammen.

GEO Reportage - Südkorea 16:20

GEO Reportage - Südkorea: Magische Tempelküche

Reportage

Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.

Elba - Italiens Trauminsel im Mittelmeer 16:55

Elba - Italiens Trauminsel im Mittelmeer

Land und Leute

Der Legende nach ließ Venus, die Göttin der Schönheit und Liebe, bei einem Ritt über die Wolken ihre mit sechs Edelsteinen besetzte Halskette ins Wasser fallen. Aus ihnen entstanden die sechs Inseln des Toskanischen Archipels. Der größte und für viele auch schönste Edelstein unter ihnen ist Elba. Die Reisedokumentation begleitet Menschen auf Elba, die ihre Heimat lieben und sich für den Erhalt der Natur und der alten Traditionen dort einsetzen. Wir sind unterwegs mit einem Fotografen, der besondere Menschen auf Elba und deren Arbeit porträtiert und fahren mit auf dem Katamaran einer Meeresforscherin, die für die Delfine rund um Elba kämpft. Das Kamerateam blickt über die Schulter eines Restaurantbesitzers, der alten Rezepten neues Leben einhaucht, ist bei einem historischen Volksfest dabei und begleitet Freitaucher bei ihrer Wanderung durchs Meer.

Lanzarote 17:50

Lanzarote: Wie aus einer anderen Welt

Land und Leute

Lanzarote ist aus den Tiefen des Atlantiks vor Millionen Jahren aus mehreren Vulkaneruptionsphasen entstanden - die letzten im Jahr 1824. Die Ausbrüche hinterlassen eine karge Mondlandschaft aus schroffen Vulkanbergen und schwarzen Lavafeldern. Dem Menschen begegnet die Natur der Insel wie ein kohärentes Kunstwerk. Es ist ein Ort wie aus einer anderen Welt. Mit Beständigkeit haben die Bewohnerinnen und Bewohner über viele Generationen hinweg die Landschaft der Insel geprägt. Salzbauer Jose Medina Caraballo ist einer der letzten Salineros auf den Kanaren. Die Salzgärten, in denen er Tag für Tag arbeitet, geben der Küste im Süden von Lanzarote ein fremdes, bizarres Aussehen. Salzaffine Algen färben die rechteckigen Flächen gleich einem riesigen Puderkasten. In der flachen Ebene des benachbarten Weinanbaugebiets La Geria bestellt die Familie von Ascensión Robayna ihre Felder. Sie ist geprägt von trichterförmigen Gruben, in denen die Reben auf fruchtbaren Aschebrocken wachsen, den sogenannten Lapilli. Diese stammen vom großen Ausbruch im Jahr 1730. In jedem Trichter wächst nur eine einzelne Weinrebe. Alle Arbeiten müssen von Hand ausgeführt werden. Es ist eine nahezu perfekte Symbiose von Mensch und Natur. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen die Energie der Hitze der Vulkane inmitten des Timanfaya-Nationalparks. Es ist die Suche nach einem größeren Nutzen einer riesigen Magmablase, die sich nur wenige Hundert Meter unter der Erdoberfläche befindet. Sie alle haben es verstanden, dieses harte Land zu kultivieren, seine Schönheit zu zeigen und die Natur zu bewahren.

Gran Canaria und Fuerteventura 18:30

Gran Canaria und Fuerteventura: Von Wäldern, Wasser und Wüsten

Land und Leute

Trockene Wüsten, satte, grüne Landschaften und eine außergewöhnliche Artenvielfalt sind auf Gran Canaria und Fuerteventura beheimatet. Die Kanareninseln liegen in direkter Nachbarschaft zueinander und könnten doch kaum unterschiedlicher sein. Gran Canaria beherbergt 14 Klimazonen auf engstem Raum und ist geprägt durch das Vulkangebirge, das sich von der Inselmitte bis zur Küste auftürmt. Dort verfangen sich die Passatwinde und bringen Regen in den grünen Nordwesten, in dem sich der Tamadaba-Wald erstreckt. Der Wald ist Teil des Unesco-Biosphärenreservats, das mehr als die Hälfte von Gran Canaria unter Naturschutz stellt. Die Landschaft ist von der endemischen Kanarischen Kiefer geprägt. Der Nadelbaum hat sich der Vulkanlandschaft angepasst und ist widerstandsfähiger und hitzebeständiger als neuere, eingeschleppte Baumarten. Forschende und private Organisationen haben sich die Erhaltung des Ökosystems zur Lebensaufgabe gemacht, um die grüne Lunge der Insel am Leben zu erhalten. Fuerteventura hingegen ist eines der trockensten Gebiete Europas. Die Wolken ziehen über das flache Relief der Insel hinweg und hinterlassen eine scheinbar unwirtliche Wüste. Oft treibt der Wind die sandige, heiße Luft der Sahara bis zu dem Archipel. Der sogenannte Calima bringt den weißen Sand mit sich, der große Teile der Insel bedeckt und in dem sich nur Spezialisten wie die endemischen Kanarenkamele oder Schmutzgeier zu Hause fühlen. Die Inseln sind zwei verschiedene Welten. Die Inselbewohner versuchen, die Natur ihrer Heimat zu schützen und zu bewahren.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:: Postboten und Ärzte im Einsatz für Gesundheit

Reportage

In vielen ländlichen Regionen Frankreichs wird medizinische Versorgung zur Herausforderung: Hausärztinnen und -ärzte gehen in den Ruhestand, Praxen schließen und die nächste Anlaufstelle ist oft weit entfernt. Um diese Lücken zu schließen, entstehen ungewöhnliche Kooperationen. Der Postbote Mourad ist seit Jahrzehnten in Voiron im Département Isère unterwegs und genießt das Vertrauen seiner Kunden. Seit Neuestem verabredet er sich mit den älteren unter ihnen auch zu einem kleinen Gesundheitscheck. Dabei stellt er ihnen Fragen zum Gedächtnis und zur Stimmung, testet das Hörvermögen und die Beweglichkeit. Die Ergebnisse werden an das Universitätskrankenhaus in Grenoble weitergeleitet und dort analysiert. Falls es Auffälligkeiten gibt, werden die Personen dort weiter betreut. Drei Tage die Woche ist auch eine mobile Arztpraxis in der Region unterwegs. Das maßgeschneiderte Fahrzeug macht Halt in abgelegenen Gemeinden, die vom Ärztemangel betroffen sind. Hier bietet der pensionierte Allgemeinmediziner Yves mit seinen Kollegen täglich bis zu zehn Sprechstunden an. In kurzer Zeit muss er sich dort ein Bild von Patientinnen und Patienten machen, die oft lange ohne medizinische Betreuung waren und deren Krankheitsgeschichte er noch nicht kennt. Wie früher in seiner eigenen Praxis ist das Spektrum der Krankheiten groß, und manchmal kann seine Behandlung Leben retten.

America, who are you? - Eine Mentalitätsgeschichte der USA 20:15

America, who are you? - Eine Mentalitätsgeschichte der USA: Freiheit und Religion

Dokumentation

Am Anfang steht das Ideal der Freiheit, seit der Unabhängigkeitserklärung von 1776 Kern der amerikanischen Identität. Doch dieses Versprechen galt lange nicht für alle. Der Kampf um gleiche Rechte zieht sich durch die gesamte US-Geschichte - von der Abschaffung der Sklaverei über die Bürgerrechtsbewegung bis zu aktuellen Konflikten. Ein zweiter Grundpfeiler ist der Glaube. Religiöse Bewegungen, vor allem die christliche Rechte, beeinflussen die politische Debatte in den USA bis heute - vom Streit um Abtreibung bis zum Erstarken des christlichen Nationalismus. Hinzu kommt der American Dream: die Vorstellung, dass sozialer Aufstieg durch Leistung möglich ist. Doch der Mythos vom Selfmademan verdeckt eine Realität, in der nur wenige diesen Aufstieg tatsächlich schaffen. Schließlich prägt ein allgegenwärtiger Patriotismus das Land. Zwischen Stolz, Machtinteressen und globalem Sendungsbewusstsein bestimmen die USA ihre Rolle in der Welt immer wieder neu. Diese vier Kräfte sind widersprüchlich, oft konfliktreich - und wirken bis heute fort. Sie erklären, warum die USA faszinieren, polarisieren und herausfordern. Und sie führen zu einer zentralen Frage: America - who are you?

America, who are you? - Eine Mentalitätsgeschichte der USA 21:05

America, who are you? - Eine Mentalitätsgeschichte der USA: Kapitalismus und Supermacht

Dokumentation

Die Unabhängigkeitserklärung von 1776, das Eintreten für Freiheit und Selbstbestimmung, gilt bis heute als Kern der amerikanischen Identität. Allerdings wurden die USA im Laufe ihrer Geschichte diesem Anspruch selbst nicht immer gerecht: Rassendiskriminierung, Ungleichheit, Bürgerrechtsbewegungen bis hin zu aktuellen Konflikten. Bei allem fasziniert der American Dream bis heute: Er verspricht jedem Menschen Wohlstand und Erfolg durch harte Arbeit, unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. Auch diese Idee reicht bis in die Gründungszeit der USA zurück. Mit der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts nahm der Glaube an Erfolg und Aufstieg dann neue Formen an, etwa im Slogan "vom Tellerwäscher zum Millionär". Umso dramatischer war der Wirtschaftszusammenbruch 1929. Erst dem neugewählten Präsidenten Franklin D. Roosevelt gelang es, das Ruder mit seinem New Deal herumzureißen. Neu war die Orientierung auf die soziale Verantwortung des Staates. Der New Deal begründete aber auch den Konflikt zwischen den beiden großen Parteien um die Rolle des Staates. Während die Demokraten für einen fürsorglichen Staat stehen, betonen die Republikaner - in puritanischer Tradition - die individuelle Eigenverantwortung und kritisieren die Ausweitung staatlicher Macht. Dieser Konflikt spaltet die USA bis heute. Dabei ist Patriotismus nach wie vor von zentraler Bedeutung, ebenso wie das amerikanische Sendungsbewusstsein. Donald Trump hat mit der langen Tradition der USA als "leader of the free world" gebrochen. Er und seine "MAGA"-Bewegung stehen heute eher für einen neuen Isolationismus.

Trump, no limit 22:00

Trump, no limit

Dokumentation

US-Präsident Donald Trump hat alle überrumpelt. Wirtschaftlich besteht seine Offensive in der zweiten Amtszeit in einer abrupten Anhebung der Zölle, die in erster Linie China, aber auch zahlreiche andere Handelspartner trifft. Der radikale Kurswechsel, vom Weißen Haus "Liberation Day" getauft, folgt einer einfachen Logik: Innenpolitisch sollen die Zölle die Reindustrialisierung antreiben, Arbeitsplätze erhalten und das Gefühl des sozialen Abstiegs in Teilen der Wählerschaft dämpfen. Diese Rückkehr zum Protektionismus geht mit Budgetkürzungen einher, vor allem für internationale Hilfsmaßnahmen. So wurden die Mittel der Behörde für Entwicklungshilfe USAID, lange eine tragende Säule der US-amerikanischen Soft Power, drastisch gekürzt - mit der Folge, dass weltweit Hunderte Hilfsprogramme gestoppt oder ausgesetzt wurden. Die Dokumentation beleuchtet die Auswirkungen dieser Einsparungen auf die Lage in der Demokratischen Republik Kongo, wo die amerikanischen Hilfen aufgrund der instabilen Sicherheitslage existenziell sind. Hinter Trumps radikalen Maßnahmen verbirgt sich der Kampf um kritische Rohstoffe: Seltene Erden, Kobalt, Lithium und Nickel sind für alle modernen Technologien, auch für militärische, unverzichtbar. Bei einigen von ihnen, etwa den Seltenen Erden, dominiert China die Förderung und Verarbeitung und verfügt damit über ein gewichtiges strategisches und wirtschaftliches Druckmittel gegenüber den Vereinigten Staaten. Um diese Abhängigkeit zu verringern, sucht Washington nach Alternativen. Angesichts des Machtzuwachses von China macht die Trump-Administration keinen Hehl mehr aus ihren imperialen Ambitionen und setzt sich über frühere Bündnisse hinweg.

Trump zurück an der Macht - Ein tiefer Riss durch die USA 22:55

Trump zurück an der Macht - Ein tiefer Riss durch die USA

Land und Leute

Nur zweieinhalb Autostunden trennen Washington, D.C., von Piedmont in West Virginia - und doch liegen zwischen den beiden Orten kulturelle Welten: In der liberalen Hauptstadt sitzt der Schock über Donald Trumps zweite Amtszeit tief. Viele Behördenmitarbeiter fürchten um Job, Rechte und die Demokratie. Im "Coal Country" dagegen gilt Donald Trump als letzte Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung. Kohlezüge rumpeln zwar noch durch den Ort, Fabrikhallen stehen aber leer, Drogenprobleme erschüttern die Gemeinschaft. Und trotzdem gibt es hier eine enorme Resilienz. Die Dokumentation beobachtet beide Orte ein Jahr lang. Und schaut dabei, wie Trumps erneute Präsidentschaft in gegensätzlichen Realitäten ankommt. In Washington, D.C., setzt der Guerilla-Video-Künstler Robin Bell mit nächtlichen Projektionen Zeichen des Widerstands. Er wird zum Seismographen für die Freiheit der Meinungsäußerung. In Piedmont trifft das Kamerateam den Ex-Justizvollzugsbeamten und Pastor Dave Cowan: gläubig, pragmatisch, geprägt von Abstiegsangst - und voller Erwartungen, dass sich "endlich etwas ändert". Zwischen Bangen und Hoffnung, Protest und Loyalität, Machtzentrum und vergessenen Regionen entsteht ein Porträt der USA im Ausnahmezustand. Was passiert, wenn krude politische Versprechen auf den Alltag prallen - in einer Zeit innenpolitischer Eskalationen und außenpolitischer Tabubrüche? Gedreht nah an den Menschen und ergänzt durch Stimmen aus Geschichts- und Demokratieforschung sowie der christlich-konservativen Bewegung führt die Reise durch die ersten 365 Tage in Donald Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident - und lässt erahnen, was da noch alles kommt.

Mikal, aufwachsen und nicht aufgeben 23:50

Mikal, aufwachsen und nicht aufgeben

Dokumentation

Aufgrund der anhaltenden Wohnungsnot in den USA sind viele Menschen gezwungen, in heruntergekommenen Hotels zu leben - sogenannten "Flophouses". Der zwölfjährige Mikal teilt sich eines dieser engen, günstigen Zimmer mit seinen alkoholabhängigen Eltern und ihrer Katze Smokey. Sein Alltag ist geprägt von Chaos, Alkoholmissbrauch und Unsicherheit, aber auch von Liebe, kleinen Momenten der Geborgenheit und der leisen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Mikals größter Wunsch ist, dass seine Eltern endlich mit dem Trinken aufhören. Die Regisseurin Monica Strømdahl begleitet Mikal über drei Jahre und eröffnet einen intimen Blick auf das Leben in diesen Hotels. Ihre Coming-of-Age-Dokumentation zeigt die Härten einer brüchigen Kindheit ebenso wie die Wärme, Nähe und Komplexität innerhalb dieser kleinen Familie. Zugleich beleuchtet die Doku die gesellschaftlichen Folgen wachsender Armut, sozialer Ungleichheit und des Kampfes um ein würdiges Zuhause. Gedreht in konsequent beobachtendem Stil, setzt die Dokumentation auf Authentizität. Lange, sorgfältig komponierte statische Einstellungen kontrastieren mit der rohen, teils verstörenden Realität des Familienalltags. Lichtverhältnisse, Bildausschnitt und Kameraposition spiegeln die unregelmäßigen Tagesabläufe wider - und lassen Tag und Nacht verschwimmen. "Mikal: Aufwachsen und nicht aufgeben" erzählt von einer fragilen Kindheit und sozialer Ungleichheit, aber auch von Hoffnung, Durchhaltevermögen und dem Traum von einem besseren Leben.