12:25
(1): Mit Stevenson im Kanu auf Sambre und Oise (2): Kalabrien: Das albanische Erbe der Arbëresh (3): Ruanda: Lilianes grüne Bananen mit Gemüse (4): Massachusetts: Von wegen harmloser Haferbrei!
13:10
(1): Mabeye Demes Senegal in Sepia (2): Senegal: Nationalsport Ringen (3): Senegal: Aidas Fisch-Yassa (4): Die Tagediebe von Dakar
14:00
Michel, in den 50ern, verheiratet, die Kinder aus dem Haus, Nine-to-five-Job, steckt in seiner täglichen Routine fest. Wenn er nach der Arbeit auf sein Motorrad steigt, träumt er von einem anderen Leben. Wie gerne würde er wie sein Held, der Luftpost-Pionier Jean Mermoz, in einer Propellermaschine durch den Abendhimmel schweben. Eines Tages stößt Michel durch Zufall auf das Foto eines Kajaks - und ist begeistert von der formvollendeten Schönheit und Eleganz des Objekts. Es ist Liebe auf den ersten Blick! Ein Klick - und das Boot zum selbst Zusammenbauen ist seins. Einige Tage gelingt es Michel, den Kauf vor seiner Frau Rachelle zu verheimlichen. Voller Hingabe setzt er auf der Dachterrasse sein Kajak Stück für Stück zusammen und häuft immer mehr Expeditionsausrüstung an. Ganze Nachmittage verbringt er in seinem halbfertigen Gefährt und träumt sich davon. Schließlich entdeckt Rachelle das Ausrüstungslager, setzt den Trockenübungen ein Ende und ihren Mann an einem Fluss aus, damit er endlich in die Gänge und aufs Wasser kommt. Dass Michels Auszeit ihr gemeinsames Leben komplett auf den Kopf stellen könnte, ahnt Rachelle. Und wirklich: Schon bei seiner ersten Rast trifft Michel im Ausflugslokal mit der schönen Laëtitia auf eine ländliche, exzentrische Boheme. Er taucht ein in eine exotische Welt außerhalb von Raum und Zeit, die geprägt ist von Unbeschwertheit, Kirschen, Sinnlichkeit und eisgekühltem Absinth ...
15:50
Der Mauna Loa auf Hawaii ist einer der größten aktiven Vulkane der Welt. Seine gigantischen Ausmaße sind verantwortlich für eine oft unterschätzte Gefahr: Die instabilen Bergflanken können ins Meer abrutschen und einen Mega-Tsunami auslösen. Solche Erdrutsche kommen im Schnitt alle 50.000 Jahre vor. Allerdings liegt Hawaii auch auf dem Pazifischen Feuerring, und so kommt es in der Gegend häufig zu schweren Erd- und Seebeben, die ebenfalls riesige Wellen auslösen können. Hilo gilt als die inoffizielle Welthauptstadt der Tsunamis - etwa alle sechs Jahre werden die Einwohner von Wasser heimgesucht, das alles mit sich reißt. 1946 kam es bislang zum schlimmsten Ereignis: In die Bucht von Hilo krachte eine zehn Meter hohe Wasserwand, die 96 Menschen in den Ozean riss. Alana hat die Naturgewalt überlebt, doch damals wurden die Menschen vor der Katastrophe nicht gewarnt und wussten nicht, was zu tun ist. Heute sieht das anders aus: Arnaud trifft den Geophysiker Gerard Fryer im Pacific Tsunami Warning Center, ein Überwachungs- und Frühwarnsystem, das Tag und Nacht über die seismischen Aktivitäten an den hawaiianischen Küsten wacht. Das oberste Ziel der hawaiianischen Behörden ist der Schutz der Bevölkerung. Die Menschen begegnen der ständigen Bedrohung fatalistisch: Jeder weiß, dass nichts, das von Menschenhand geschaffen wurde, ewig Bestand hat. Doch die Riesenhaftigkeit des Mauna Loa bietet auch Vorteile: Der Gipfel des Vulkans ragt so hoch in die Atmosphäre, dass Forscher dort einer ganz anderen Menschheitsbedrohung nachspüren können: der Klimaerwärmung. Somit verbindet dieser Riese Erde, Meer und Himmel - und seit Jahrhunderten erinnert er die Menschen daran, wie verletzlich sie sind.
16:20
Die Schlangen Afrikas haben sich in erstaunlicher Weise angepasst, um jeden Winkel eines der wildesten Kontinente der Erde zu beherrschen. Afrika erstreckt sich über den Äquator und ist die tropischste aller Landmassen. Die Sahara ist die größte Trockenwüste der Erde. Angepasst an jedwede Umgebung, haben Schlangen die Herausforderungen der Wildnis auf unglaubliche Weise gemeistert. Sie sind widerstandsfähig, hinterhältig und tödlich. Präsentiert die Schwarze Mamba die tintenschwarze Innenseite ihres Mauls, ist das ein Signal, besser zurückzuweichen. Der Felsenpython ist die größte Schlange des Kontinents. Mit bis zu 90 Kilogramm Gewicht hat sie einen enormen Appetit. Die gemusterten Schuppen der Gabunviper bieten im Wald eine hervorragende Tarnung. Die Naturdokumentation beschäftigt sich mit den äußerst flexiblen Überlebensstrategien der Schlangen in diesen extremen Umgebungen. In einzigartigen Aufnahmen sind Afrikas längste, stärkste, schwerste, tödlichste und giftigste Schlangen zu sehen - und der Kontinent, der sie geprägt hat. Neue Entdeckungen entschlüsseln die Komplexität des Gifts, bringen Erkenntnisse über die Fortbewegung von Schlangen und darüber, wie Würgeschlangen töten. Einige Schlangen sind sogar in der Lage, sich mit Hilfe chemischer Stoffe zu tarnen. Mit erstklassigem Bildmaterial, einschließlich spezieller Hochgeschwindigkeits- und Makroaufnahmen von seltenen natürlichen Verhaltensweisen, zeigen sich die unglaubliche Physiologie und die extremen Überlebensstrategien dieser bemerkenswerten, ehrfurchtgebietenden Raubtiere.
17:05
Australien ist eine herausfordernde und extreme Umgebung. Ein riesiger Kontinent, der die Üppigkeit der Tropen bis hin zu uralten Regenwäldern und das trockene Outback umfasst. Er beherbergt eine große Bandbreite an Ökosystemen und eine Vielzahl von Schlangenarten, die sich auf einzigartige Weise angepasst haben, um in jedem dieser Lebensräume zu überleben. Sie entwickelten sich zu einigen der effektivsten und gefährlichsten Raubtieren der Welt. Der Inland-Taipan gilt als giftigste Schlange. Mit einem einzigen Biss kann er seine Beute in wenigen Sekunden lähmen - und töten. Im Gegensatz zu Australiens Wüstenschlangen sind Pythons ungiftig. Sie erwürgen ihre Mahlzeit. Mit einer Länge von bis zu 5,5 Metern übertrifft der Amethystpython sogar das australische Krokodil. Die Naturdokumentation beschäftigt sich mit äußerst flexiblen Überlebensstrategien der Schlangen in diesen extremen Umgebungen. In einzigartigen Aufnahmen sind Australiens längste, stärkste, schwerste, tödlichste und giftigste Schlangen zu sehen und der Kontinent, der sie geprägt hat. Neue Entdeckungen entschlüsseln die Würgekraft und den Stoffwechsel von Schlangen, gehen den Geheimnissen der Paarung und ihrer Jagdmethoden auf den Grund, die unser Verständnis der Evolutionsprozesse für immer verändern könnten. Mit erstklassigem Bildmaterial, einschließlich spezieller Hochgeschwindigkeits- und Makroaufnahmen von seltenen natürlichen Verhaltensweisen zeigen sich die unglaubliche Physiologie und die extremen Überlebensstrategien dieser bemerkenswerten, ehrfurchtgebietenden Raubtiere.
17:50
In den letzten Jahren hat sich vieles am Nil verändert, gesellschaftlicher Aufbruch und religiöse Konflikte sind nicht spurlos an den Menschen vorübergegangen. Und die einzigartige Nillandschaft verwandelt sich durch die vorrückende Wüste und diverse Umweltsünden in einen bedrohten Paradiesgarten. Die Menschen beeindrucken durch ihren Optimismus, der sie jede Chance auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ergreifen lässt. Besonders für Frauen waren die letzten Jahre zwischen den Verheißungen des Arabischen Frühlings und der neuen Repression durch religiöse Eiferer und autoritäre Militärs ein Wechselbad der Gefühle. Die jungen Töpferinnen in der Oase Al-Fajum können sich durch ihre Kreativität erstmals finanziell unabhängig machen. Ein eigenes Geschäft zu eröffnen, war für Frauen auf dem Land vor einigen Jahren noch undenkbar. Besonders Mutige wie die Bikerin Basma nutzen in der Hauptstadt Kairo das Internet, um nicht allein gegen Vorurteile und alltägliche Gewalt angehen zu müssen. Für die Flussfischerin Wagiha dagegen bleibt der Fortschritt unerreichbar, sie kann ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Aber auch ihrer Familie ermöglicht der Nil das Überleben. Ohne sein Wasser könnten die Uferbewohner weder Felder noch Dattelpalmen bewässern. Auch die "beste Baumwolle der Welt", wie Handwerker Emad stolz behauptet, würde nicht gedeihen, und Möbelmacher Mansur könnte nicht die "bequemsten Sofas überhaupt" anfertigen. Der längste Fluss der Erde bleibt der Garant ihrer Zukunft.
18:30
Die Dokumentation widmet sich einer einzigartigen Felsenlandschaft auf der Iberischen Halbinsel - sie heißt Berrocal und entstand vor mehr als 250 Millionen Jahren. Die zahllos vorhandenen Granitblöcke schaffen für viele Tierarten einen besonderen Lebensraum und stellen Raub- und Beutetiere vor besondere Herausforderungen. Die Jäger auf der Pirsch verstecken sich zwischen den Felsen, während ihre Beute die Granitblöcke nutzt, um etwa darunter Höhlen anzulegen, in denen sie vergleichsweise sicher ist. In verschiedenen Regionen der Iberischen Halbinsel konkurrieren Jäger und Gejagte zu jeder Jahreszeit und kämpfen Tag für Tag um ihr Leben. Aber nicht nur die Jäger - auch die Gejagten sind viel häufiger als vermutet die Gewinner des Tages. Sie lernen, die Chancen zu nutzen, die ihnen die Natur bietet. Into the Wild Productions ist eine Filmproduktionsfirma, die sich auf Wildtiere und ihre Lebensräume spezialisiert hat und diesen Film realisierte. Dank ihres Fachwissens über das Verhalten der Tiere und die Ökosysteme der Iberischen Halbinsel gelang es dem Team, seltene und spektakuläre Aufnahmen zu produzieren. Zu sehen sind unter anderem Wildkatzen, Kaninchen, Uhus, Waldmäuse, Stülpnasenottern, Wiesel, Rothühner, Habichte, Langohrfledermäuse, Motten und Zwergohreulen.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:35
19:40
Die griechische Stavros-Niarchos-Stiftung hat vor zehn Jahren ein System von mobilen medizinischen Teams aufgebaut, die monatlich in Piräus auf die Fa?hre steigen, um kleine entlegene Inseln für jeweils eine knappe Woche medizinisch zu versorgen. Denn die Kosten fu?r einen Arztbesuch auf dem Festland können sich viele Inselbewohner nicht leisten, und im Winter sind Überfahrten wegen schlechten Wetters oftmals ganz unmöglich. Der Augenarzt Christos Christoulakis ist von Anfang an bei diesen Einsätzen dabei: "Wir geben etwas. Aber wir bekommen auch sehr viel zurück". Zusammen mit Tasos Stamatiadis, dem technischen Leiter der Mission, ist er auf dem Weg nach Serifos. Auf der Fähre werden sie von zwei Lkws voll mit medizinischem Gerät begleitet, darunter ein tragbares Röntgengerät, ein digitales 3D-Mammographiegerät und ein Knochendichtescanner. Auf Serifos wird in wenigen Stunden ein Pop-Up Krankenhaus errichtet, mit dem die Insel vier Tage lang u?ber die medizinische Infrastruktur einer kleinen Stadt verfügt - mit vielen verschiedenen Fachärzten und Krankenschwestern, die alle ehrenamtlich arbeiten. Auf der Insel wird das Medizinteam schon erwartet; viele der knapp 1.500 Einwohner kommen zu Untersuchungen vorbei, oft zu mehreren. Das "reisende Krankenhaus" hilft ihnen so, trotz der fehlenden Infrastruktur weiter auf Serifos zu leben. Manchen Patienten allerdings müssen die Ärzte zu einer Therapie auf dem Festland raten - so wie Susanna Diogou, die Lähmungserscheinungen in ihrem linken Fuß hat. Aber dafür müsste die Familie sich für längere Zeit trennen - ein Dilemma, das viele Menschen auf den Inseln fürchten.
20:15
Ausgerechnet an dem Tag, an dem die erste Sitzung der Paartherapie stattfindet, zu der sich Kriminalkommissarin Katharina Tempel und ihr Mann Volker entschlossen haben, werden sie und ihr Chef, Hauptkommissar Georg König, zu einer Schießerei ins Gericht gerufen. Dem jungen Untersuchungshäftling Felix Brenner ist in Anwesenheit von Katharinas Freundin, Staatsanwältin Golda Hopkins, die Flucht gelungen. Ein JVA-Beamter schwebt im Krankenhaus zwischen Leben und Tod. Felix Brenner wird der Mord an der Lehrerin Patrizia Oelrich vorgeworfen, die vor einem halben Jahr in ihrem Haus getötet wurde. Für Katharina wird schnell klar, dass Georg, der die damaligen Ermittlungen geleitet hat, ihr in diesem Fall etwas verheimlicht. Felix Brenners Verteidigerin, seine Zwillingsschwester Moira Brenner, ist von der Unschuld ihres Bruders überzeugt und wirft Georg vor, zu einseitig ermittelt zu haben. Felix sei nicht geflohen, um unterzutauchen, sondern um seine Unschuld zu beweisen. Die Ermittlungen führen Katharina schließlich in die gemeinsame Vergangenheit von Patrizia Oelrich und Felix Brenner. Anscheinend liegt der Schlüssel zu diesem Fall in einem dunklen Familiengeheimnis, das sich um den mehr als 15 Jahre zurückliegenden Unfalltod von Patrizias ältestem Sohn Leon rankt. Felix war Leons bester Freund. Als gleichzeitig immer klarer wird, dass Georg damals bei der Festnahme von Felix einen schweren Fehler begangen hat, wird Katharinas Beziehung zu ihm auf eine harte Probe gestellt.
21:45
Joan Baez singt mit außergewöhnlicher Stimme und ist bekannt dafür, sich mit lauter Stimme auch politisch zu äußern. Die außergewöhnliche Sängerin und unermüdliche Aktivistin, öffnet in dem berührenden Dokumentarfilm die Türen zu ihrem Leben und Werk. Sie wurde 1941 geboren. Seit ihrem Debüt mit 18 Jahren steht Baez mehr als 60 Jahre als Sängerin auf der Bühne. Sie ist eine Ikone der Popkultur und gewährt in dem Film intime Einblicke in ihre privaten Archive, darunter auch Tagebücher, Therapieaufnahmen und Home-Movies. "Joan Baez - Mit lauter Stimme" begibt sich mit der Künstlerin auf ihre Abschiedstournee. Dabei reflektiert der Film ihre bewegte Lebensgeschichte - von den Kämpfen in der Bürgerrechtsbewegung an der Seite von Martin Luther King bis zu ihrer komplexen Beziehung mit Bob Dylan und den "Dämonen", die sie seit ihrer Kindheit in sich trägt. Regie führten die Filmemacherinnen Karen O'Connor, Miri Navasky und Maeve O'Boyle, die Baez über mehrere Jahre hinweg begleiteten und so eine tiefgreifende Bilanz ihres Lebens ziehen konnten. Mit bislang unveröffentlichten Archivaufnahmen und Zitate aus den persönlichen Gedanken der Künstlerin entsteht das faszinierende Porträt einer Frau, die nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit Mut und Engagement Musik- und Weltgeschichte schrieb. Joan Baez spricht im Film selbstkritisch über ihre emotionalen Herausforderungen und inneren Motivationen, was diese Dokumentation auch zu einem einzigartigen Denkmal für eine Künstlerin macht, die mit Humor und Distanz zu sich selbst ihren eigenen Lebensweg betrachtet. Ihre ungefilterte Ehrlichkeit berührt, inspiriert und erlaubt einen besonderen Blick auf die Kraft der Musik und des Engagements.
23:35
Beirut zu hören ist, als blättere man in einem lange verschollen geglaubten Familienalbum - eine unbeschreibliche Mischung aus Lachen, Tränen und Nostalgie. Hervorgerufen wird diese besondere Stimmung durch die subtile Verbindung slawischer Melodien mit amerikanischem Folk, getragen von der sanft klagenden Stimme Zach Condons. Gerade diese unverwechselbare Stimme hätte der Sänger aus Beirut beinahe verloren. Um sie zu retten, zog sich der Künstler nach Norwegen in das abgelegene Dorf Hadsel zurück. Dieser Zufluchtsort nördlich des Polarkreises inspirierte Zach Condon auch zu seinem sechsten Studioalbum "Hadsel". 2016 hatte das Team von "ARTE Concert" das Glück, Beirut am Tag nach ihrem Konzert im Bataclan für eine Reihe von Wohnzimmerkonzerten in Paris filmen zu können. Acht Jahre später gibt es nun ein erneutes Treffen mit Zach Condon in Berlin. Dieses Mal allerdings nicht in Form eines Privatkonzerts im kleinen Kreis, sondern auf einer Bühne vor Tausenden von Fans, die sich über das Wiedersehen mit dem Ausnahmemusiker freuen.
01:00
Als Apple-Boss Steve Jobs 2007 das iPhone präsentiert, ahnt kaum jemand, wie es die Welt verändern wird. Heute trägt fast jeder sein digitales Leben in der Tasche. Smartphones verbinden die Welt, alle können fast alles überall mit ein paar Klicks erfahren. Länder und Firmen kooperieren erfolgreich, um Smartphones produzieren zu können. Die Lieferkette ist so global wie die Kommunikation, die auf ihnen läuft. Alles greift ineinander - und doch haben sich die Hoffnungen vom Anfang des Internet-Zeitalters nicht erfüllt: "Die Grenzen zwischen den Ländern würden verschwinden, die Kluft zwischen Arm und Reich würde sich verringern - aber all das ist nicht passiert", sagt Mark Liu, früherer CEO des global wichtigsten Chip-Herstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC). Stattdessen steigen die geopolitischen Spannungen zwischen den Supermächten USA und China. Das Denken in Blöcken und Einflusssphären kehrt zurück. Die globale Produktion ist nicht mehr allein die Suche nach den besten und günstigsten Produktionsbedingungen, sie wird auch zur Frage des besten Risikomanagements und des erbitterten Wettbewerbs um die globale Führungsrolle. Ist die Globalisierung grundlegend in der Krise? Autor Kersten Schüßler reist auf der Spur der neuen Weltordnung, trifft auf neue Chancen, neue Konflikte und vor allem: neue Perspektiven auf die Globalisierung. Während im alten Europa die Entwicklung immer komplizierter scheint, sieht man auf anderen Erdteilen völlige andere Möglichkeiten. So verteilen sich die Rollen von Gewinnern und Verlierern neu. Und wer nicht mitspielt, der verliert.
02:30
Baden-Baden avancierte im 19. Jahrhundert zur Capitale d'été und zu einem Modebad, in dem das Kurieren eines Leidens oft nur noch Nebensache war. Das Konversationshaus - heute Kurhaus - war beliebter Treffpunkt der Gäste aus Literatur, Musik, Kunst, Wissenschaft und Adel. Auch Robert Schumann hat dreimal zusammen mit seiner Frau Clara Baden-Baden besucht. Clara Schumann entschloss sich 1862 - sechs Jahre nach dem Tode Robert Schumanns - sich und ihren Kindern im heutigen Baden-Badener Stadtteil Lichtental eine Heimat zu geben und kaufte dort ein Haus mit Hilfe ihrer Freundin, der berühmten Sängerin Pauline Viardot. Die berühmteste Pianistin ihres Jahrhunderts bereitete hier im Sommer ihre internationalen Konzertreisen vor, unterrichtete, traf sich mit Familie und Freunden und trat in Baden-Baden sowohl in Salons als auch in öffentlichen Konzerten häufig auf. Dies tat sie oft mit ihrem lebenslangen Freund Johannes Brahms, der ab 1865 nicht weit von ihrem Haus regelmäßig eine Sommerwohnung bezog und dort wesentliche Kompositionen schuf beziehungsweise vollendete. Der Dirigent und Pianist Yannick Nézet-Séguin, Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera, das Chamber Orchestra of Europe und die Pianistin Beatrice Rana wollen diese Bezüge bei ihrer sommerlichen Residenz im Festspielhaus Baden-Baden herstellen. Neben dem Klavierkonzert a-Moll op. 54 von Robert Schumann spielen Rana und Nézet-Séguin Ausschnitte aus Werken für Klavier zu vier Händen, den "Bildern aus dem Osten" von Robert Schumann, und aus den Walzern von Johannes Brahms.
03:15
Das einzigartige Magazin kombiniert wirtschaftliche, politische und historische Gesichtspunkte mit Geografie: Geschichtliche und aktuelle Entwicklungen werden dabei anhand von geographischen Karten erläutert.
03:30
J. Howard Millers "We Can Do It!"-Plakat aus dem Jahr 1943 sollte die Arbeitsmoral der Frauen stärken. So soll Rose in einer Rede Frauen dazu ermutigen, in den Fabriken arbeiten zu gehen, während ihre Männer an der Front kämpfen. Doch Rose, die mit dem hochgekrempelten blauen Hemd und dem rot-weiß gepunkteten Kopftuch zur Ikone wurde, hält sich nicht lange an den Text des Appells, denn sie ist überzeugte Feministin ...
03:35
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.