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TV Programm für ARTE am 14.02.2026

Häuser der Kunst 04:15

Häuser der Kunst: Gabriele Münter und ihr Haus in Murnau

Kunst und Kultur

In der zweiten Staffel der ARTE-Reihe "Häuser der Kunst" werden wieder Orte präsentiert, an denen große Künstlerinnen und Künstler gelebt und Meisterwerke geschaffen haben. Das Münter-Haus in Murnau am Staffelsee ist so ein Pilgerort für Kunstliebhaber aus aller Welt. Nachdem das Malerpaar Gabriele Münter und Wassily Kandinsky das Haus 1909 erwarb, wurde es zum Künstlertreffpunkt und zur Keimzelle der Kunstbewegung "Der Blaue Reiter". "Ich habe mich lange gegen den Begriff,Wiege des Expressionismus' gesträubt", erklärt Sandra Uhrig, die Direktorin des Schlossmuseums Murnau, im Film "doch hier kam wirklich etwas ins Wiegen". Inspiriert von der beeindruckenden Landschaft schufen Münter und Kandinsky in Murnau Bilder, die bis heute Menschen in ihren Bann ziehen. Doch der Beginn des Ersten Weltkriegs markierte eine tiefe Zäsur: Kandinsky kehrte nach Russland zurück, Münter zog nach Skandinavien, es kam zur dramatischen Trennung. Erst in den 1930er Jahren kehrte Münter in ihr Haus zurück und versteckte zur Zeit des Nationalsozialismus in ihrem Keller rund tausend Bilder von Kandinsky und anderen Künstler, die als "entartet" galten. Erst 1957 lüftete sie anlässlich ihres achtzigsten Geburtstages das Geheimnis des "Millionenkellers" und übergab die Werke dem Münchner Lenbachhaus. Es ist ein Schatz, ohne den die Geschichte des "Blauen Reiters" nicht erzählt werden könnte. Der Film zeigt in einfühlsamen Bildern die bewegende Geschichte von Gabriele Münter und ihrem Haus in Murnau und erzählt von einer "Sternstunde der Kunstgeschichte".

Billy Joel 05:20

Billy Joel: Yankee Stadium, New York

Rock und Pop

Vom Barpianisten zum Superstar: Billy Joel prägte mit unvergesslichen Balladen und Songs über den Alltag der "kleinen Leute" die Popmusik. Der Musiker aus der Bronx verzichtete bewusst auf Showbiz-Allüren. Trotz weit mehr als 100 Millionen verkaufter Tonträger blieb er bescheiden und konzentrierte sich auf sein Handwerk als Singer-Songwriter und Pianist. Als Künstler bewies der "Piano Man" stets sicheres musikalisches Gespür, gekoppelt mit Mut zur stilistischen Innovation. Viele seiner Songs zählen zu den großen Hits des 20. Jahrhunderts.

360° Reportage 06:45

360° Reportage: Mexico-City, im Rhythmus des Danzon

Reportage

Eines der berühmtesten Tanzpaare des Salons Los Angeles in Mexiko-City sind Ricardo und Paola. Sie haben sich vor Jahren beim Tanzen kennengelernt, seitdem sind sie ein Paar - beim Tanzen wie im Leben. Die beiden Stars der Szene tragen die auffälligsten Kostüme, ihre grellen und schillernden Outfits sind bis ins Detail aufeinander abgestimmt. Paola hat einen ganzen Dachboden voller Roben, Schmuck und Schuhe und mehr als tausend Kleider. Und auch der 88-jährige David ist dem Danzón verfallen: Sein ganzes Leben schon tanzt er, bis ein Unfall dem ein Ende setzte. Doch allabendlich schaltet er in seiner kleinen Wohnung die Musik an, schwelgt im Rhythmus und den Bewegungen: "Danzón ist meine Geliebte, ich kann sie nicht verlassen, wenn ich anfange zu tanzen, bin ich ein brennender Feuerwerkskörper, den niemand ausschalten kann", sagt er. Über sein Handy und die sozialen Medien verbreitet er alle News und Termine rund um die Tanzveranstaltungen. Und dann ist da noch der Schreiner und Restaurator Mario. Schuhe sind für ihn wesentlich beim Tanzen, für ihn spricht ein Tänzer mit seinen Schuhen. Weil ihm keine gut genug waren, stellt er seine Schuhmodelle seit 30 Jahren selbst her. Alle fiebern sie einem großen Ereignis entgegen: dem 87. Jahrestag des Salón Los Angeles. Der Salon ist eines der ersten und charakteristischsten Tanzlokale von Mexiko-City. Es sind nicht mehr viele, aber die, die noch existieren, haben den Charme eines Ortes, an dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

360° Reportage 07:40

360° Reportage: Argentinien: Unterwegs mit dem Anden-Doktor

Reportage

Der Arzt Dr. Fusaro pendelt neben seinem Dienst im Stadtkrankenhaus von San Salvador de Jujuy, regelmäßig zu medizinischen Stationen in der weltläufigen, meist bergigen Umgebung. Ortschaften wie Tilquisaya, Taraxi, Tesorero und Ocloyas besucht er häufiger, da sie noch vergleichsweise gut erreichbar sind. Mit dem Geländewagen benötigt er etwa zwei Stunden, sofern die Straße nicht wieder einmal für mehrere Wochen gesperrt ist. Schwieriger ist die Siedlung San Bernardo, zu der man gut und gerne sechs Stunden fährt. Die anspruchsvollste Tour zur medizinischen Versorgung führt den Anden-Doktor jedoch noch weiter weg - zu den sehr hoch gelegenen Siedlungen rund um den Monte Chañi. Tagelang ist er dafür per Pferd und Muli über Stock und Stein unterwegs. In dieser unwirtlichen und schwer zugänglichen Region, weitab von jeder Infrastruktur, leben nur sehr wenige Menschen. Eine atemberaubend schöne Naturkulisse entschädigt zwar für vieles, die Bewohner führen jedoch ein karges und entbehrungsreiches Dasein und leben von Ackerbau und Viehzucht. Dr. Jorge Fusaro muss dorthin einiges mitnehmen: Kleidung, Batterien, Lebensmittel, Medikamente, Instrumente für Kontrolluntersuchungen und Kokablätter gegen die Höhenkrankheit. Er darf nichts vergessen, denn vor Ort gibt es weder eine Apotheke noch einen Supermarkt und nicht einmal Telefonempfang.

Stadt Land Kunst Spezial 08:30

Stadt Land Kunst Spezial: Laos

Magazin

(1): Marc Leguays zauberhaftes Laos (2): Laos: Der Kaffee vom Bolaven-Plateau (3): Das absolute Muss: Laos und sein bretonischer Nationalheld

Stadt Land Kunst Spezial 09:10

Stadt Land Kunst Spezial: Peru

Magazin

(1): Peru: Irving Penns Liebe auf den ersten Blick (2): Der Titicacasee, Zuflucht der Andenvölker in Peru (3): Das absolute Muss: Machu Picchu in Peru

Zu Tisch 09:50

Zu Tisch: Ålandinseln, Finnland

Essen und Trinken

Etwa 6.700 Inseln, Inselchen und Felsbuckel ragen zwischen der schwedischen Hauptstadt Stockholm und der Westküste Finnlands aus der Ostsee hervor. Sie bilden die autonome Region Åland. Die wechselvolle politische Geschichte dieser Grenzregion kann man geradezu schmecken. Auf der Schäreninsel Föglö leben etwa 500 Menschen. Hier liegt der Bauernhof von Conny Jansson und Veronika Olofsson. Gemeinsam mit ihren beiden Jungs pflegen sie die Traditionen der åländischen Küche. Der Ålandspannkaka ist vermutlich die bekannteste Leckerei der Schäreninseln: Es ist kein gewöhnlicher Pfannkuchen, sondern eine mehrere Zentimeter dicke Masse aus Eiern, Grieß und Milch. Zu einem Festessen kommen Sundspiroggen - gefüllt mit Gehacktem, klein gestückelten gekochten Eiern und einer Art Milchreis - auf den Tisch.

Inseln Italiens 10:20

Inseln Italiens: Sulcis Archipel

Landschaftsbild

Der Sulcis-Archipel liegt vor der Südwestküste Sardiniens. Er umfasst die Inseln Sant'Antioco, San Pietro und mehrere kleine, unbewohnte Inseln. Sant'Antioco ist die Hauptinsel des Archipels und die viertgrößte Italiens. Seit dem 5. Jahrtausend vor Christus ist die Insel besiedelt. Verschiedene Eroberer hinterließen ihre Spuren: Archäologische Funde und Grabstätten von Phöniziern, Karthagern und Römern können auf Sant'Antioco besichtigt werden. Nicht nur kulturell, auch landschaftlich hat die Insel einiges zu bieten: auf der einen Seite flache, lagunenartige Ufer, weite Salzwiesen, in denen der Rosaflamingo lebt, und wunderschöne Sandstrände. Auf der anderen Seite felsige und steile Küstenabschnitte. Unter Wasser erstreckt sich auf dem Meeresboden zwischen Sant'Antioco und Sardinien eine große Wiese aus Neptungras, eine Art Wald im Meer. In ihr lebt die größte Muschel des Mittelmeers: die vom Aussterben bedrohte Pinna nobilis. Die Gewinnung und Verarbeitung der Fäden aus der Pinna nobilis, Byssus oder Muschelseide genannt, hat auf Sant'Antioco eine jahrtausendealte Tradition. Auf der kleineren Insel San Pietro lebt der Großteil der über 6.000 Einwohner im Hafenstädtchen Carloforte, das zu einem der schönsten Orte Italiens gekürt wurde. Auf San Pietro findet immer noch die Mattanza, der traditionelle Thunfischfang, statt. Jedes Jahr im Frühjahr werden Tausende Rotflossen-Thunfische auf dem Weg zu ihren Laichgebieten mit dieser alten Fangmethode gefischt, mit großen Reusen, Muskelkraft und handwerklichem Geschick. Ein Highlight, dem viele Einheimische und Touristen beiwohnen.

Inseln Italiens 11:15

Inseln Italiens: Monte Isola

Landschaftsbild

Er ist der wohl unbekannteste der norditalienischen Seen - der Iseo-See. Darin liegt Monte Isola, umgeben von einem bis zu 2.000 Meter hohen Bergpanorama. Die Insel ist nur rund fünf Quadratkilometer groß und wurde als einer der schönsten Orte Italiens ("Borghi più Belli d'Italia") ausgezeichnet. Auf der autofreien Insel herrscht eine zeitlose Atmosphäre. Hektik ist hier ein Fremdwort. Vier malerische Orte liegen am Seeufer, die ursprünglich Fischerorte waren. Heute gibt es noch 30 Berufsfischer, die vom Artenreichtum im klaren Bergsee leben. Hoch oben thront das Santuario, die Wallfahrtskirche der Madonna della Ceriola. Der Bischof von Brescia legte hier schon im 5. Jahrhundert den Grundstein für eine Kapelle, um die Gegend zu christianisieren. Etwa 17.000 Olivenbäume gibt es auf der Insel, die zu den nördlichsten in ganz Italien gehören. Das liegt am besonders milden Mikroklima des Sees an den Ausläufern der Alpen. Es begünstigt auch den Weinanbau am südlichen Ufer. Der Franciacorta-Schaumwein, der in den 1960er Jahren hier kreiert wurde, ist heute weltweit begehrt. Auch der Bootsbau hat auf der Insel Tradition und lockte in den 1960er Jahren die internationale High Society an. Carlo Riva, dessen Großvater bereits 1842 die Werft am See aufgebaut hatte, designte die eleganten Sportboote aus Mahagoni. Sie wurden zum Statussymbol und zur Ikone des Dolce Vita. 2016 verband der Künstler Christo Monte Isola mit dem Ufer durch begehbare goldgelbe Schwimmstege. "The Floating Piers" waren eine Sensation. Das Kunstprojekt lockte 1,2 Millionen Besucher an. Geblieben ist nur die Erinnerung daran.

Inseln Italiens 12:05

Inseln Italiens: Toskanischer Archipel

Landschaftsbild

In einem der größten Meeresschutzgebiete Europas liegt der Toskanische Archipel, zu dem die Inseln Elba, Montecristo und Capraia gehören. Auch große Landflächen stehen unter Schutz und sind als Nationalpark ausgewiesen. Elba, die größte und bekannteste Insel des Archipels, wird vor allem als Urlaubsinsel geschätzt. Dabei galt die Insel bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wegen ihrer reichen Eisenerzvorkommen als das Ruhrgebiet Europas. Als der Bergbau nicht mehr rentabel war, wurde er vom Tourismus abgelöst. Dabei hat die Insel weit mehr zu bieten als glasklares Wasser und lange Strände: eine reiche Geschichte, denn schon den Etruskern war Elba bekannt, dann kamen die Römer, die Medici und schließlich Napoleon. Und die Tier- und Pflanzenwelt ist vielseitig. Montecristo wurde durch den Roman "Der Graf von Monte Christo" weltberühmt. 63 Kilometer vom italienischen Festland entfernt ragt das menschenleere Inselchen wie ein steiler Granitfelsen aus dem Wasser. Allein Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ist der Zutritt erlaubt. Nur hier lebt die Montecristo-Ziege und eine der giftigsten Schlangen Europas, die Montecristo-Viper. Dazu kommt eine Vielzahl an endemischen Reptilien, Schnecken und Pflanzen. Die Insel Capraia hat eine ganz besondere Pflanzenwelt, bedingt durch die Entfernung zum Kontinent und die Lage mitten im Mittelmeer. Über 400 Pflanzenarten wachsen hier, mehr als die Insel Einwohner hat. Hier bleibt nur, wer sich der Natur verbunden fühlt.

Inseln Italiens 13:00

Inseln Italiens: Pantelleria

Landschaftsbild

Pantelleria ist ein inaktiver Vulkan, der letzte Ausbruch war 1891. Aber es dampft, brodelt und blubbert immer noch überall auf der Insel. Die Insel ist Italiens nächstgelegenes Stück Erde zu Afrika. Die hier siedelnden Araber nannten die Insel einst die "Tochter des Windes". Die Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, fegen doch der kalte Mistral und der heiße Scirocco abwechselnd über Pantelleria hinweg. Die Gärten, nicht selten in Terrassen angelegt, schützen die knapp 8.000 Bewohner mit Mauern aus Lavagestein. Viele davon hat Pietro Di Malta gebaut. Sein Vorname ist Familientradition und ganz bewusst gewählt. Pietro bedeutet: Stein. Schon seine Urgroßeltern nannten sich "Pirriatri", also die, die sich auf die Arbeit mit Stein spezialisiert hatten. Das eine ist sein angeborenes Talent, wie er es beschreibt, das Apnoetauchen und die Harpunenjagd sind seine Leidenschaften. Er ist vor den Klippen der Insel regelmäßig auf der Jagd nach den typischen Mittelmeerfischen. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Pantelleria ist der Specchio di Venere, der "Spiegel der Venus". Dieser nach Schwefel riechende türkisfarbene Binnensee ist vor 16.000 Jahren entstanden, als ein großer Bereich eines Vulkans in sich zusammenstürzte. An vielen Stellen quillt Schwefelwasser mit einer Temperatur von bis zu 50 Grad Celsius aus dem Grund heraus. Beliebt ist der See vor allem für Schlammbäder. Pantellerias Küsten bieten steile Klippen und vom Wind gepeitschte Natur. Nichts, was die meisten Touristen anzieht. Die, die auf die Insel kommen, wollen Geschichte und Natur pur.

Die fabelhafte Welt der Amélie 13:55

Die fabelhafte Welt der Amélie

Liebesfilm

Amélie ist nicht ganz von dieser Welt. Aber das macht nichts, denn Amélie hat ihre eigene, fabelhafte Welt. Amélie liebt die kleinen Dinge, die leisen Töne und die zarten Gesten. Sie hat ein Auge für Details, die jedem anderen entgehen, und einen Blick für magische Momente, die flüchtiger sind als ein Wimpernschlag. Amélie hat den Kopf in den Wolken. Aber dennoch steht sie mit beiden Beinen auf der Erde. Vielleicht liegt das an den flachen Kieselsteinen, die sie in ihrer Manteltasche sammelt, um sie in freien Minuten übers Wasser hüpfen zu lassen. Vielleicht ist es aber auch ihr Job, der sie in der Realität festhält, denn Amélie arbeitet in einem Café in Montmartre. Eifersüchtige Liebhaber, gescheiterte Genies, tragisch verunglückte Artisten und sehnsuchtskranke Hypochonder bevölkern dieses skurrile kleine Universum. Sie alle tragen schwer an ihrem Schicksal, während Amélie, die bezaubernde Kellnerin mit dem spitzbübischen Lächeln, kleine silberne Tabletts an ihre Tische trägt und ihnen stets ihr großes Herz serviert. Amélie ist eine Träumerin, aber sie hat einen wachen Blick. Und als sie eines Tages beschließt, als gute Fee in das Leben ihrer Mitmenschen einzugreifen, weiß sie genau, was sie zu tun hat: Sie schickt einen Gartenzwerg auf Weltreise, sie zaubert jahrzehntelang verschollene Liebesbriefe herbei, sie versetzt erwachsene Männer in ihre Kindheit zurück, sie wird Schutz- und Racheengel in einer Person. Alles scheint ihr zu gelingen, aber als sie Nino trifft, den Mann ihrer Träume, weiß sie nicht, wie sie sich selbst zum Glück verhelfen soll. Mit tausend Dingen bezaubert sie Nino aus der Ferne; doch mutig aus dem Schatten ihrer Fantasie zu treten, ist nicht ihre Sache - bis ihr ein guter Geist auf die Sprünge hilft ...

Freddie Mercury: Der letzte Akt 15:50

Freddie Mercury: Der letzte Akt

Dokumentarfilm

Das Freddie Mercury Tribute Concert war eines der größten Konzerte der Geschichte, ein Ereignis, das mit seiner TV-Ausstrahlung schätzungsweise rund eine Milliarde Menschen in 76 Ländern erreichte. Das Konzert hatte auch gesellschaftliche Auswirkungen. Es kam zu einem entscheidenden Zeitpunkt, sodass ein sensiblerer und aufgeklärter Umgang mit Aids erreicht werden konnte. Der Dokumentarfilm zeigt das erste umfassende Interview mit Mercurys Schwester Kashmira Bulsara sowie Gespräche mit den Protagonisten des Konzerts. Er erzählt die Geschichte einer Tragödie, die darin mündete, dass wichtige öffentliche Diskussionen endlich geführt werden konnten. Dabei kommen viele Stars zu Wort, die bei dem Konzert dabei waren, etwa Gary Cherone (Extreme), Roger Daltrey (The Who), Joe Elliott (Def Leppard), Lisa Stansfield und Paul Young sowie der Promoter des Konzerts, Harvey Goldsmith. Freddie Mercurys Geschichte wird zum ersten Mal unzensiert erzählt, neben den Erfahrungen von HIV-Positiven und Personen, die nahestehende Menschen an den Folgen von Aids verloren haben. Ärzte, überlebende HIV-Positive und Menschenrechtsaktivisten, darunter Peter Tatchell, schildern die dramatischen ersten Jahre der Pandemie in den 1980er Jahren und die moralischen Debatten, die damit einhergingen.

ARTE Reportage 17:25

ARTE Reportage: China - Philippinen / Japan

Dokumentation

(1) China - Philippinen: Die Schlacht ums Meer Es ist ein erbittertes Ringen auf See um jede Insel und jedes Riff im Südchinesischen Meer, mit Kriegsschiffen auf Kollisionskurs, mit Schiffbruch und vermutlich bald auch Toten. (2) Japan: Yakuza-Gangster in Rente In Tokio gründete ein 74-jähriger Yakuza im Ruhestand eine Softballmannschaft, um jungen Kriminellen zu helfen, aus der organisierten Kriminalität auszusteigen. Die Yakuza-Banden, die "japanische Mafia", haben mittlerweile sehr an Einfluss verloren.

Mit offenen Karten 18:20

Mit offenen Karten: Ukraine: Menschen im Krieg

Infomagazin

Das einzigartige Magazin kombiniert wirtschaftliche, politische und historische Gesichtspunkte mit Geografie: Geschichtliche und aktuelle Entwicklungen werden dabei anhand von geographischen Karten erläutert.

Die letzten Schilfboot-Fischer von Huanchaco 18:35

Die letzten Schilfboot-Fischer von Huanchaco

Land und Leute

In Huanchaco, einem Fischerort an der Nordwestküste Perus, macht sich Lorenzo Ucañan zu Fuß auf den Weg zu den Schilffeldern. Er ist Fischer und hat das Handwerk des Schilfbootbauens von seinem Vater gelernt. Seit Urzeiten fischen die Menschen von Huanchaco in Schilfbooten, den Caballitos, die klein und wendig auf den Wellen reiten. Man erzählt sich, hier sei das Surfen erfunden worden, vor 3.000 Jahren. Es heißt, die jungen Männer der Chimú-Kultur seien mit ihnen zu einer Art Reifeprüfung auf dem Ozean angetreten. Lorenzo baut jeden Monat ein neues Boot. Nachhaltiger geht es nicht: Es ist aus Naturmaterialien, braucht kein Benzin, macht keinen Lärm und hinterlässt kaum Rückstände, wenn es nach einem Monat nicht mehr seetüchtig ist. Aber in Huanchaco stehen immer mehr Caballitos als Dekoration am Strand. Der Fischfang ist stark zurückgegangen, der Beruf des Fischers droht auszusterben. Auf dem Meer tummeln sich jetzt Touristen auf bunten hawaiianischen Brettern. Der Ort mutiert zu einem Surf-Hotspot. Auch Lorenzos Söhne versuchen, als Surflehrer an dem neuen Boom teilzuhaben. Die älteren Fischer sehen den Ausverkauf ihrer Traditionen und das Aussterben ihres Handwerks mit Wehmut. Während sie verzweifelt versuchen, wenigstens den traditionellen "Tag des Fischers" zu Ehren des heiligen Petrus zu retten, veranstaltet Lorenzos Sohn Joel einen großangelegten Surfwettbewerb. Er findet die Sponsoren, die den Fischern für ihr Fest fehlen. Mit der Zähigkeit, die sie das Meer gelehrt hat, ziehen sie es trotzdem durch.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

360° Reportage 19:40

360° Reportage: Florida: Moderne Nixen schlagen Wellen

Reportage

Für Melanee Schneider ist Wasser das Element, in dem sie sich am wohlsten fühlt, vor allem, wenn sie mit ihrer glitzernden Nixenschwanzflosse durch die Wellen gleitet: schwerelos und voller Freude im Herzen. Ihre Mutter Margaret dagegen fürchtet es - so wie Millionen Afroamerikaner. Denn über das Wasser kamen die Schiffe, die ihre Vorfahren in die Sklaverei zwangen. Die jahrhundertelange grausame Sklaverei und die anschließenden Rassentrennungsgesetze, die bis 1964 in Kraft waren, entfremdeten die Afroamerikaner vom Wasser und schufen ein folgenschweres Trauma, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Melanees Großmutter, ihre Mutter und auch ihre Schwester haben bis heute nie schwimmen gelernt. Nur Melanee durchbrach das Generationentrauma, wurde Schwimmlehrerin und begeisterte Meerjungfrau mit einer starken Mission: Sie will die Menschen zurück ins Wasser bringen und ihnen die Freude daran vermitteln. Das gelingt ihr, indem sie als Afro Mermaid auf Kindergeburtstagen auftritt und schon den Kleinsten zeigt, wie es geht: Mit Mut und Kraft kann jeder erreichen, was er will, und jede ist schön, so wie sie ist. Damit ist sie nicht allein. Zu Melanees großem Meeresleutetreffen haben sich fast 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen angemeldet, die aus allen Teilen der USA anreisen. Zusammen schwimmen sie anmutig schwebend und im Vertrauen darauf, dass das Wasser sie trägt. Spielerisch mit den Fischen tanzend und die Welt umarmend, die sie bisher oft ausgeschlossen hat. Nun muss nur noch die Organisation klappen - und an der feilt Melanee zusammen mit ihrem Mann Manny bis zur letzten Minute.

Rom gegen Karthago 20:15

Rom gegen Karthago: Der Punische Krieg

Geschichte

Bis heute gilt das Mittelmeer als Netz lebenswichtiger Handelswege, als Schmelztiegel von Kulturen und Ideen sowie als Arena politischer und militärischer Kämpfe. Vor gut 2.200 Jahren wurden im Zweiten Punischen Krieg die Weichen für die politischen, kulturellen und religiösen Kräfte gestellt, die Europa und den Mittelmeerraum bis heute prägen. Dabei bekämpften sich das aufstrebende Rom und die etablierte Seemacht des Mittelmeers, Karthago. Begonnen wurde dieser Krieg von Hannibal Barkas, einem karthagischen Feldherrn, der zu den größten der Geschichte zählt. Bekanntheit erlangte er durch die Überquerung der Alpen mitten im Winter mit einem Heer von 80.000 Mann und vielen Kriegselefanten. Hannibals Ziel besteht in der Wiederherstellung der Macht Karthagos. Aufgrund seines taktischen Geschicks, mitsamt unerwarteten Aktionen, schafft er es, die Römische Republik an den Rand des Untergangs zu treiben. Nach der bitteren Niederlage bei Cannae ist es der junge Scipio Aemilianus, der den Widerstand Roms gegen Karthago anführen wird. Hautnah beobachtet er Hannibals militärisches Genie in einer Reihe von Schlachten und lernt daraus, wie man ihn schlagen kann. Scipio verlagert den Krieg aus Italien nach Nordafrika, direkt vor die Tore Karthagos. Hannibal muss Italien verlassen und in die Heimat zurückkehren. Bei Zama treffen die beiden größten Feldherren ihrer Epoche aufeinander. Wer von beiden wird als Sieger hervorgehen - der erfahrene Stratege, der keine Schlacht gegen die Römer verloren hat, oder der Neuling?

Griechen gegen Perser 21:45

Griechen gegen Perser: Die Perserkriege

Geschichte

481 vor Christus: Der uneingeschränkte Herrscher der Perser, Xerxes, rüstet sich für einen Feldzug gegen rebellische Städte in Griechenland. Besonders auf Athen hat er es abgesehen, das seinem Vater Dareios bei Marathon eine demütigende Niederlage zugefügt hat. Xerxes beherrscht viele Länder von Kleinasien bis Indien. Sein Reich ist eines der größten der Geschichte, das erste Imperium des Nahen Ostens, mit schier unerschöpflichen Ressourcen. Seit Jahren plant er eine Invasion Griechenlands und hat keine Mühen und Kosten gescheut, um ein riesiges Heer aufzustellen. Ein Kampf von Goliath gegen David - so scheint es. Xerxes trifft auf eine Konföderation griechischer Stadtstaaten, angeführt von Themistokles aus Athen. Den Griechen stehen nur wenige Ressourcen im Vergleich zur gewaltigen Macht des Perserreichs zur Verfügung. Doch sie besitzen einen entscheidenden Vorteil: Athen ist seit zehn Jahren eine Demokratie. Dieses damals radikale politische System ermöglicht es freien Männern - etwa zehn Prozent der Bevölkerung -, ihre Regierung selbst zu wählen. Sie wählen Themistokles. Er entstammt zwar der Aristokratie, gehört aber nicht zum oligarchischen Machtzirkel, der die junge Demokratie Athens prägt. Doch er besitzt rhetorisches Geschick und politischen Scharfsinn. Als Stratege geht er neue Wege: Er versteht es, Gegner zu täuschen, und beherrscht das Intrigenspiel wie kaum ein anderer. Es gelingt ihm, die Athener davon zu überzeugen, im Kampf gegen die Perser auf Schiffe zu setzen. Die Seeschlacht bei Salamis wird alles entscheiden ...

Freundschaft - eine Superkraft? 23:15

Freundschaft - eine Superkraft?

Dokumentation

Für die Animationskünstlerin Émilie Tronche, bekannt durch die Serie Samuel von ARTE, und ihre Freundin Ophélie Lepert ist Freundschaft der Raum, wo jede der beiden sie selbst sein kann, gebaut auf Verständnis und Vertrauen. Für die Ballettstars Friedemann Vogel und Eleonora Abbagnato reicht ein einziger Blick und beide wissen, alles wird gut. Die Senioren des FC Bayern feiern Erfolge, weil die Mannschaft befreundet ist und Probleme ehrlich besprechen kann. Ist die Freundschaft unsere versteckte Superkraft? An der Universität Leiden findet die Neurowissenschaftlerin Berna Güroglu heraus: Freundschaften aktivieren unser Belohnungssystem. Sie fördern den Selbstwert, die mentale Gesundheit und Resilienz. Doch was entscheidet darüber, mit wem wir uns befreunden? In den USA untersucht Thalia Wheatley im MRT: Könnte eine Ähnlichkeit der Reaktionsmuster unserer Gehirne der Funke für die Freundschaft sein? Wie mächtig die Freundschaft ist, zeigt sich, wenn sie fehlt. In Bochum forscht Dirk Scheele nach Ursachen von Einsamkeit. Er weiß, ein Mangel an sozialer Integration erhöht das Risiko, vorzeitig zu sterben: Freunde sind ein Puffer gegen Stress und schützen so die Gesundheit. Im Zeitalter der KI steht die Freundschaft vor der Bewährungsprobe: Kann ein KI-Avatar menschliche Freunde ersetzen? Oder liegt deren Kraft in ihrer Einzigartigkeit, die uns fordert wie fördert? Doch wie finden wir neue Freunde? In Chicago zeigt Verhaltensforscher Nicholas Epley, wie uns falsche Erwartungen auf Abstand halten und wir diese Hürde überwinden können.

Marie Jacquot dirigiert Weill, Dukas und Korngold 00:15

Marie Jacquot dirigiert Weill, Dukas und Korngold: hr-Sinfonieorchester mit Julien-Laferrière

Konzert

"Klassische Musik war nicht mein Ding", sagt die damals 33-jährige Marie Jacquot über ihre Jugendzeit, in der sie in der höchsten Spielklasse Turniere gewann. Nach Musikstudium und Gastdirigaten bei führenden internationalen Orchestern - und als designierte Chefdirigentin des Königlichen Dänischen Theaters Kopenhagen - ist Jacquot eine der charismatischsten Frauen mit Taktstock. In diesem Konzert wird sie Kurt Weill als Symphoniker vorstellen. Die 2. Symphonie ist Kurt Weills bedeutendstes Orchesterwerk, dem man die Verwandtschaft mit seiner berühmten"Dreigroschenoper" oft anmerkt. Den Auftakt des Konzerts bilden Paul Dukas' feierliche Fanfare aus dem Ballett "La Péri" und die symphonische Dichtung "Der Zauberlehrling" nach Johann Wolfgang von Goethes Gedicht über einen außer Kontrolle geratenen Zauberbesen. Victor Julien-Laferrière - in seinem Fach unter anderem mit dem Königin-Elisabeth-Preis und dem ersten Preis beim internationalen Musikfestival Prager Frühling ausgezeichnet - spielt die Solostimme in Arthur Honeggers Cellokonzert, das Einflüsse des aufkommenden Jazz aufnimmt, sowie Erich Wolfgang Korngolds Cellokonzert, das nach Motiven seiner Filmmusik für "Trügerische Leidenschaft" ( "Deception", 1946) gestaltet wurde.

Ludwigsburger Schlossfestspiele 2022 01:45

Ludwigsburger Schlossfestspiele 2022: Die unvollendete Revolution

Klassische Musik

Der Programmtitel "Die unvollendete Revolution" verweist auf die politische Entwicklung in Belarus, wo 2020 friedliche Proteste gegen die autokratische Führung brutal unterdrückt wurden. Vitali Alekseenok, Newcomer der Stunde in der Dirigentenszene und politischer Aktivist, nutzte 2022 den Konzertabend bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen als musikalische Verneigung vor der Bevölkerung des Landes. "Statt wie ursprünglich geplant, begegneten wir uns also nicht mit einem Taktstock und einer Flöte in einem Konzertsaal, sondern mit Trauerblumen neben einem Blutfleck auf den Straßen von Minsk." Die Begegnung des Dirigenten Vitali Alekseenok mit der Flötistin und Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava in der belarussischen Hauptstadt verlief anders als erwartet: 2020 protestierten beide friedlich gegen den autokratischen Amtsinhaber Alexander Lukaschenko. Kalesnikava wurde - wie viele andere - im Jahr 2020 inhaftiert. Dirigent Vitali Alekseenok ist von den Erlebnissen in Minsk stark geprägt. Schwerpunkt seines Programms für die Ludwigsburger Schlossfestspiele 2022 sind drei von ihm in Auftrag gegebene Gedichtvertonungen von belarussischen Komponistinnen und Komponisten. In ihnen werden die Zu- und Notstände der Bevölkerung verarbeitet - hymnisch, betend, verzweifelt. Eröffnet wird das Programm mit Samuel Barbers berühmtem "Adagio" für Streicher. Die Stille schließlich, die Toru Takemitsus Flötenstück "Air" verkörpert, passt zu der friedlichen Qualität der belarussischen Revolution. Die Aufführung wurde der damals noch inhaftierten Maria Kalesnikava gewidmet. Dass die friedliche Revolution noch nicht am Ziel ist, kommt mit Franz Schuberts unvollendeter 7. Symphonie zum Ausdruck.

Von Gestein zu Gestein 03:05

Von Gestein zu Gestein: Ton

Doku-Reihe

Ton ist ein faszinierendes Gestein - im trockenen Zustand empfindlich und spröde, in feuchtem Zustand formbar und nach Einwirkung hoher Temperaturen dauerhaft fest. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften beeinflusst Ton die biologische Welt wie kein anderes Mineral. Und er hat nach der Entdeckung seiner vielseitigen Verwendbarkeit durch den Menschen den Lauf der Geschichte verändert. Um die Besonderheiten des Tons besser zu verstehen, besucht das Kamerateam Forscher, Töpfer und Ziegelhersteller in Indien und geht in Frankreich den Geheimnissen des Gesteins auf den Grund. Anschließend begibt es sich in Namibia auf die Jagd nach Staubpartikeln und spricht mit Termitenforschern, bevor Wissenschaftler in den USA die entscheidende Rolle des Tons für das Überleben der Ökosysteme auf unserem Planeten aufzeigen.

28 Minuten 03:50

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.

Alte Schachteln aus Belgien 04:35

Alte Schachteln aus Belgien: Kontrollierte Herkunft

Comedyserie

Ein Mann geht mit seiner Ehefrau ins Restaurant. Da sie seit 40 Jahren zusammen sind, haben sie sich nicht viel zu sagen. Sie schweigen bei allen Gängen des Menüs - bis am Nebentisch eine Diskussion über ein "echtes Bresse-Huhn" entflammt ...