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TV Programm für ARTE am 18.01.2026

Alte Schachteln aus Belgien 04:20

Alte Schachteln aus Belgien: Wahnsinn in Orange

Comedyserie

Ein Mann will in die Disco gehen, um Frauen aufzureißen. Doch es klappt nicht so, wie er sich das vorstellt. Also betrinkt er sich an der Bar und torkelt anschließend nach Hause. Doch dann wird ihm klar, dass man gar nicht in einen Club gehen muss, um auf die Frau seiner Träume zu treffen ...

Kui Buri - Thailands unbekanntes Eden 05:00

Kui Buri - Thailands unbekanntes Eden

Land und Leute

Der in der Provinz Prachuap Khiri Khan im Südwesten Thailands gelegene Kui Buri Nationalpark erstreckt sich über 1.000 Quadratkilometer. Das 1999 zum Nationalpark erklärte Gebiet besteht aus einer Gebirgskette und weitläufigen Hängen westlich der Grenze zu Myanmar. Das dort herrschende Klima steht unter dem Einfluss der aus Nordost oder Südwest hereinziehenden Regenzeitwinde. Der Nationalpark ist vor allem für seine unglaubliche Artenvielfalt bekannt: Er beherbergt eine große Population Asiatischer Elefanten, aber auch Gaur, die größten Wildrinder der Welt, Banteng-Rinder sowie die Krating Deang genannte sehr seltene Kreuzung der beiden Rinderarten. Zudem leben dort geschützt und in Freiheit Nashornvögel, asiatische Wildhunde, Leierhirsche und Weißhandgibbons. Der Park dient als Vorbild für Nationalparks auf der ganzen Welt.

360° Reportage 05:45

360° Reportage: Simbabwe: Die magischen Hände von Harare

Reportage

La Lutte - der Ringkampf des Senegal: Körperliche Stärke trifft dabei auf spirituelle Magie. Fans feiern ihre Helden und erleben ihre mystische Kraft. Der Sport ist in dem westafrikanischen Land populärer als Fußball. Ganze Stadtviertel begeistern sich für ihre Helden im Ring, die nicht selten aus ihrer Mitte stammen und daher voller Stolz verehrt werden. Immer an der Seite der Kämpfer dabei: Marabouts, spirituelle Heiler, die mittels Magie und Fetischen ihre Schützlinge mit Kraft und Macht ausstatten. Entstanden ist La Lutte im Süden des Senegal, in der Casamance. Dort traten die Bauern seit Jahrhunderten nach einer erfolgreichen Ernte gegeneinander an, Männer ebenso wie Frauen. Von hier stammt auch Gorgui Étudiant. Er gehört zu den aufstrebenden Talenten dieses Sports und will seinen Status demnächst durch einen anstehenden Vorbereitungswettkampf untermauern. Auch sein Freund Sokhor Clé wird demnächst in den Ring steigen. Im Gegensatz zu Gorgui, der einer wohlhabenden Mittelschichtfamilie entstammt, braucht Sokhor den Sieg jedoch dringender denn je. Zum einen ist er als Schneider und Gelegenheitschauffeur auf das hohe Preisgeld angewiesen. Zum anderen hat er bereits seinen letzten Kampf verloren. Da die Kämpfer nur wenige Male im Jahr antreten, zählt jede Niederlage doppelt. Für Sokhor, den nicht mehr unumstrittenen Helden seines Viertels, geht es dieses Mal also um alles: Sieg oder Niederlage, Auf- oder Abstieg, Schmach oder Schande. Um einen drohenden Gesichtsverlust abzuwenden, trainiert er wochenlang und sucht Hilfe bei religiösen Würdenträgern. Wird es am Ende reichen?

Geschichte schreiben 06:20

Geschichte schreiben: Die Tasche, Accessoire der Autonomie

Geschichte

Lässt sich die Geschichte der Frau anhand eines scheinbar so belanglosen Gegenstands wie der Beuteltasche nachzeichnen? Ariane Fennetaux, Historikerin und Spezialistin für Bekleidungsgewohnheiten im 18. Jahrhundert, erzählt die Geschichte dieser aus der Mode gekommenen Taschenform. Die beutelförmige Gürteltasche - weder Bauchtasche im heutigen Sinn noch Vorläufer der Handtasche - war zwischen dem Ende des 17. Jahrhunderts und dem Beginn des 20. Jahrhunderts weit verbreitet und trug viel dazu bei, dass Frauen in allen Gesellschaftsschichten materiell unabhängiger wurden. Ihre Bedeutung geht also weit über die eines bloßen Modeaccessoires hinaus.

42 - Die Antwort auf fast alles 06:40

42 - Die Antwort auf fast alles: Haben Tiere ein Ich?

Infomagazin

Lange war sich die Menschheit relativ einig: Tiere sind nicht viel mehr als biologische Maschinen. Doch insbesondere mit den wegweisenden Arbeiten des Naturforscher Charles Darwin änderte sich diese Sichtweise allmählich: Darwin glaubte, dass Bewusstsein eine fundamentale Eigenschaft des Lebens überhaupt ist. Selbst einfache Lebewesen verfügten seiner Meinung über ein rudimentäres Innenleben aus Gefühlen und Eindrücken, das dem des Menschen gar nicht so unähnlich ist. Doch wie herausfinden, was Tiere wirklich denken und fühlen? Man kann sie ja nicht fragen, und in ihren Kopf schauen kann man auch nicht. Lange versuchten Forscher, das Problem mit dem sogenannte Spiegel-Test zu lösen: Erkennt ein Lebewesen sich selbst im Spiegel, muss es Selbstbewusstsein haben. Schimpansen und Delphine bestehen den Spiegeltest, Hunde dagegen nicht. Heißt das, dass Hunde kein Bewusstsein haben? Heute halten viele Forscher den Spiegeltest nur für bedingt aussagekräftig, denn im Leben vieler Tiere spielt der Sehsinn keine zentrale Rolle. Um tierisches Bewusstsein besser zu verstehen, geht die Wissenschaft heute deshalb neue Wege: Wie sind Gehirne entstanden, und wo entsteht im komplizierten Geflecht der Neuronen das Bewusstsein? Verhaltensforscher testen, wie Tiere ihre Umwelt entdecken, wie sie lernen, Probleme lösen, Herausforderungen überwinden. Schon jetzt führen diese Untersuchungen zu erstaunlichen Erkenntnissen: Bereits Fliegen könnten über ein rudimentäres Selbstbewusstsein verfügen. Das Gefühlsleben der Mäuse unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem des Menschen. Kugelfische haben einen Sinn für Schönheit, Raben handeln zielgerichtet. Die Indizien für Bewusstsein sind vielfältig und über die gesamte Tierwelt verbreitet. Mehr und mehr zeigt sich: Denken und Sprechen sind keine Merkmale, die nur für den Menschen gelten. Der Mensch ist eben ein Tier - das gilt auch für das Bewusstsein.

Kuba, Reise durch eine Lowtech-Nation 07:10

Kuba, Reise durch eine Lowtech-Nation

Reportage

Corentin de Chatelperron legt mit seinem Boot auf Kuba an - nicht nur, um die Art-déco-Gebäude und Vintage-Limousinen zu bewundern, sondern vor allem, um die Menschen zu treffen. Von ihrer legendären Kunst des Bastelns, Tüftelns und der Selbsthilfe will sich der französische Ingenieur und Abenteurer bei seiner eigenen Suche nach einfachen, nachhaltigen und umweltfreundlichen Lowtech-Lösungen inspirieren lassen. Auf der Insel besucht Corentin die Werkstätten erfinderischer "Mecaniqueros", die Geräte aus der Sowjetzeit wieder fit machen. Er trifft außerdem Schweinezüchter, die Gas erzeugen, Stadtgärtner, die solidarische Permakultur betreiben und pflanzenschützende Insekten züchten, und junge Geeks, die ein gemeinschaftliches Online-Netzwerk betreiben. All diese halb illegalen, aber geduldeten Initiativen sind das Ergebnis von fast 60 Jahren Mangelwirtschaft und Isolation. Sie sind jedoch nicht nur den politischen Verhältnissen, sondern vor allem dem Schöpfergeist und dem solidarischen Zusammenhalt der kubanischen Bevölkerung zu verdanken, von dem westliche Gesellschaften durchaus lernen können. Die vielfältigen Ideen, Technologien und Projekte zeugen von der Fähigkeit der Menschen, sich an Widrigkeiten anzupassen, sind aber auch subtile Formen bürgerschaftlichen Widerstands.

Afrika von oben 08:05

Afrika von oben: Botsuana

Landschaftsbild

Ein Abenteuer ist die Reise aus der Luft über die Landschaften Botsuanas: Der Binnenstaat überrascht mit den ausgetrockneten Salzpfannen des Makgadikgadi über das scheinbar endlose Labyrinth der Sümpfe und Überschwemmungsgebiete des Okavango-Deltas bis hin zur zweitgrößten Wüste Afrikas, der Kalahari. An der Grenze zu Namibia fließt der Okavango und dient als ganzjährige Wasserquelle. Der Strom bietet Lebensraum für mehr als 400 Vogelarten. Auch die Menschen versorgt der Fluss. Sie fangen Fische oder ernten Schilfgras. Die Arbeit ist nicht ungefährlich: Flusspferde, Krokodile und Schlangen sind eine ständige Gefahr. Das Okavango-Delta ist Weltnaturerbe und Heimat einer einzigartigen Tierwelt. Hier leben über hundert Säugetierarten, darunter Löwen, Leoparden, Giraffen und Elefanten. Nachdem die Dickhäuter in Botsuana fast ausgerottet waren, hat sich ihr Bestand dank strenger Gesetze erholt. Südöstlich des Deltas schließt sich die zweitgrößte Wüste Afrikas an. Die Kalahari umfasst etwa eine Million Quadratkilometer. Ihr ausgedehntester Teil liegt in Botsuana. Der Wohlstand des Landes hängt hauptsächlich von Diamanten ab. Doch sie zu entdecken, erfordert immensen Aufwand. Je mehr sich die Infrastruktur im Land entwickelt, desto häufiger treffen Tier und Mensch aufeinander. Die Zebraherden wandern am weitesten. Sobald Regen fällt, verwandelt sich die Wüste in grünes Weideland und die Tiere kehren zurück. Das Eingreifen des Menschen hat diesen Kreislauf gefährdet. Doch seit der Jahrtausendwende werden Hindernisse wie Zäune beseitigt, damit die Natur wieder zu ihrem Recht kommt.

42 - Die Antwort auf fast alles 09:00

42 - Die Antwort auf fast alles: Sind wir die Superspezies der Evolution?

Infomagazin

Wie konnte es der Homo sapiens schaffen, den gesamten Planeten zu erobern? Es war nicht allein unsere Intelligenz, die uns den entscheidenden Vorsprung verschaffte. Studien zeigen, dass Tiere in bestimmten Bereichen über erstaunliche geistige Fähigkeiten verfügen - teils sogar über bessere Problemlösungsstrategien als wir. Nach den Anthropologen Daniel Haun (Max-Planck-Institut Leipzig) und Joseph Henrich (Harvard University) besitzt der Mensch jedoch etwas Einzigartiges: die Fähigkeit, voneinander zu lernen und Wissen über Generationen hinweg anzusammeln und weiterzuentwickeln. Dieses "kumulative Lernen" führt zu immer komplexeren Werkzeugen, Technologien und Kulturen. Abstraktes Denken, Nachahmung und soziale Regeln wirken dabei wie ein Beschleuniger für Innovation. So konnte der Mensch nicht nur in lebensfeindlichen Umwelten überleben, sondern auch Landwirtschaft entwickeln, Städte bauen und ein globales Netzwerk von Handel und Kommunikation erschaffen. Kultur und Moral wurden laut der Philosophin Maria Kronfeldner (Central European University) so zum unsichtbaren Fundament des menschlichen Erfolgs. Die kulturelle Schaffenskraft des Menschen hinterlässt allerdings auch tiefgreifende Spuren - vom Klimawandel bis zur Zerstörung ganzer Ökosysteme. Damit stellt sich die Frage, ob und wie sich Kultur für eine nachhaltige und solidarische Zukunft nutzen lässt. Laut Kronfeldner besitzt das Kulturwesen Mensch die Fähigkeit, Zukunftsbilder zu entwerfen - und entsprechend zu handeln. Ob eine nachhaltige Zukunft gelingt, hängt ihrer Ansicht nach entscheidend davon ab, welchem Menschenbild wir folgen.

Häuser der Kunst 09:30

Häuser der Kunst: Charlie Chaplin und das Manoir de Ban

Kunst und Kultur

Charlie Chaplin war nicht nur ein außergewöhnlicher Künstler, er war auch ein Mensch mit einer ungewöhnlichen Biografie. Nachdem er aufgrund seiner politischen Haltung 1952 nicht mehr in seine Wahlheimat USA einreisen durfte, zog er mit seiner vierten Frau Oona und den gemeinsamen Kindern in die Schweiz. Der Film erzählt die Geschichte von Chaplin und seinem Leben im Manoir de Ban am Genfer See. In zum Teil unveröffentlichten Privatfilmen aus dem Familienarchiv und eindrucksvollen Interviews - unter anderem mit seinem Sohn Eugene - wird Chaplins Alltag als Ehemann und Familienvater im Exil gezeigt. Auch in dieser Phase seines Lebens ist der Künstler trotz seiner Verletzungen, die er als Exilant erfahren hatte, kreativ und arbeitet weiter. So entstehen im Manoir de Ban rund 100 Kompositionen für Filmmusik. 1972 kehrte Chaplin zur Verleihung des Oscars für sein Lebenswerk noch einmal in die USA zurück - und erhielt den längsten Applaus in der Geschichte der Oscars. Die Dokumentation zeichnet das fesselnde Porträt eines Weltstars, der im Exil sein Lebensglück fand.

Twist 09:55

Twist: Patchworkfamilie: Chaos oder Chance?

Magazin

In einer Zeit, in der fast die Hälfte aller Ehen in Frankreich und jede dritte in Deutschland geschieden wird, erlebt das traditionelle Familienmodell einen tiefgreifenden Wandel. Patchworkfamilien boomen. Und wo einst die klassische Kernfamilie der Maßstab war, ist heute Raum für verschiedene Lebensentwürfe aus Eltern, Geschwistern, Bonuseltern, Bonuskindern, Halbgeschwistern und Ex-Partnern. Für Erwachsene bedeutet dieser Übergang oft Neuorientierung, für Kinder eine Extremsituation. Sie pendeln zwischen Welten und suchen Sicherheit in einem System, das sich neu ordnet. Patchwork ist komplex und sensibel - wie kann das funktionieren? Und ist es mehr als nur der Versuch, eine Kernfamilie nachzubauen? Welche Persönlichkeiten - große wie kleine - bringt es hervor? Die Frankfurter Künstlerin Irene Hardjanegara findet in ihrer Patchworkfamilie Freiraum für monumentale Malerei. Der Architekt Graeme Williamson und die Designerin Melanie Mues haben in London ein "Zwillingshaus" für die beiden Familienhälften auf der Fläche einer Doppelgarage gebaut. Der Filmemacher Dario Aguirre hat ein verborgenes Kapitel seiner Familiengeschichte entdeckt und dokumentiert, wie es über Generationen nachwirkt, während der Illustrator Cookie Kalkair zeigt, wie alte Brüche heilen können. Patchwork: nicht nur Chaos und Lebensrealität, sondern auch kreative Kraft und neue Perspektiven?

Die wunderbare Welt der Weine 10:30

Die wunderbare Welt der Weine: Frankreich, Elsass, der Pakt mit der Natur

Doku-Reihe

Das Elsass bietet optimale Bedingungen für den Weinbau. Die an den Berghängen aneinandergereihten Rebzeilen bilden ein schmales, rund hundert Kilometer langes Band. Die Lage am Fuß der Vogesen sorgt nicht nur für ideale klimatische Bedingungen, sondern beschert dem Elsass auch besonders vielfältige Böden. In einem Tal im Süden des Elsass produziert die Familie Zusslin edle Weine von internationalem Renommee. Die Geschwister Jean-Paul und Marie haben das Gut übernommen, das seit 13 Generationen im Besitz der Familie ist. Auf Initiative ihres Vaters wird es seit den 1970er Jahren biologisch bewirtschaftet. Schon damals machten die Winzer der Region 250 Hektar Land, die an den Weinberg grenzten, zum Naturschutzgebiet, um die Biodiversität zu bewahren. Die heutige Generation geht sogar noch einen Schritt weiter: Die jungen Winzer verteilen unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten zwischen ihre Rebstöcke. Nach Jahrzehnten intensiver Landwirtschaft kehrt damit eine große biologische Vielfalt zurück, was auch dem Wein zugutekommt: Vögel, Obstbäume und diverse Pflanzen bilden einen natürlichen Kreislauf. Im Elsass wird Pionierarbeit in Sachen biodynamischer Weinanbau geleistet. Damit dienen die engagierten Winzer einer ganzen Generation von jungen Weinbauern als Vorbild.

Renaissance - Glanz und Gewalt einer Epoche 11:00

Renaissance - Glanz und Gewalt einer Epoche: Aufstieg

Dokumentation

Die dreiteilige Dokumentation begleitet Michelangelo Buonarroti und Leonardo da Vinci in ihren frühen Jahren - zwei Künstler, die im Florenz der Renaissance um Anerkennung kämpfen. Die Stadt war zwar ein Zentrum der Künste, doch der Beruf des Malers oder Bildhauers genoss kaum Prestige. Dennoch zieht der junge Michelangelo die Aufmerksamkeit von Lorenzo de' Medici auf sich. Michelangelo hat erkannt, dass Kunst mehr als nur Schönheit ist - sie ist ein Instrument der Macht. In einer Zeit, in der italienische Stadtstaaten um Vorherrschaft ringen und durch benachbarte Mächte wie Frankreich oder das Habsburgerreich bedroht sind, sind prunkvolle Werke wertvolle diplomatische Tauschobjekte. Lorenzo fördert Michelangelo, der im Kreis der Medici die Ideale der Renaissance verinnerlicht. Hier entsteht sein erstes großes Werk, das Marmor-Relief "Kentaurenschlacht". Doch während Michelangelo in Florenz Fuß fasst, scheitert Leonardo da Vinci an der Konkurrenz. Die Medici ignorieren ihn, also wendet er sich an Ludovico Sforza, den skrupellosen Herzog von Mailand. Da Vinci bietet ihm zunächst seine Dienste als Ingenieur an, um Waffen und zivile Verteidigungsanlagen zu entwerfen. Bald darauf malt er "Die Dame mit dem Hermelin" und beginnt mit der Arbeit an einer monumentalen Reiterstatue, die Sforzas Macht symbolisieren soll. Bevor das Werk vollendet ist, brechen Unruhen über Mailand herein. Die Stadt gerät unter den Einfluss des fundamentalistischen Bußpredigers Savonarola, der die Medici verbannt und die Kunst ächtet. Michelangelo flieht nach Rom, wo er mit der "Bacchus"-Statue für den Vatikan ein Meisterwerk schafft, das jedoch nicht dem Zeitgeist entspricht. Sein Ruf wankt. Während Leonardo da Vinci in Mailand mit dem "Letzten Abendmahl" seinen Ruhm als Maler begründet, erhält Michelangelo in Rom den Auftrag für eine "Pietà". Er weiß, dass dies seine letzte Chance ist. Das Ergebnis wird zu einem der bewegendsten Werke der abendländischen Kunstgeschichte.

Renaissance - Glanz und Gewalt einer Epoche 11:50

Renaissance - Glanz und Gewalt einer Epoche: Machtkämpfe

Dokumentation

Leonardo und Michelangelo kehren nach Florenz zurück - beide fest entschlossen, der größte Künstler zu werden, den die Stadt je hervorgebracht hat. Im Jahr 1498 hatten die Florentiner gerade den radikalen Bußprediger Savonarola gestürzt, auf dem Scheiterhaufen verbrannt und Florenz zur Republik erklärt. Michelangelo sieht darin einen Neuanfang, der auch die Kunst zu neuer Blüte bringen könnte. Leonardo wiederum eilt ein hervorragender Ruf aus Mailand voraus. Erbittert wetteifern die beiden Männer um die besten Aufträge der Florentiner. Die neue Regierung beschließt, eine Bürgerarmee zur Verteidigung der Stadt aufzubauen, und erkennt die entscheidende Bedeutung der Kunst. Der erste Auftrag soll ein mächtiges Symbol für die Stadt Florenz sein: eine riesige Skulptur von David, der den Riesen Goliath mit einem einfachen Steinschleuder niederstreckt. Michelangelo gewinnt die Ausschreibung. Um nicht zurückzustehen, unternimmt Leonardo den beispiellosen Schritt, sein Atelier für die Öffentlichkeit zu öffnen, um seine Meisterschaft als Maler und Zeichner unter Beweis zu stellen. In diesem angespannten kreativen Umfeld bringt sich ein dritter Wettbewerber ins Spiel: Raffael Santi, ein Wunderkind aus Urbino. Es dauert nicht lange, bis er erste Aufträge erhält. Michelangelo wird vom neuen "Kriegerpapst" Julius II. nach Rom gerufen. Er beauftragt den Künstler mit einem Malprojekt von buchstäblich biblischen Ausmaßen: der Decke der Sixtinischen Kapelle.

Ebbe - Ein tierisches Kammerspiel 12:40

Ebbe - Ein tierisches Kammerspiel

Dokumentation

Bei jeder Ebbe spielt sich im Watt ein Drama ab. In den vom Meer zurückgelassenen Gezeitenbecken treffen dann deren ständige Bewohner auf unfreiwillig eingeschlossene Tiere. Bis die Flut 13 Stunden später wiederkommt, wollen sie alle überleben. Innovative Aufnahmetechnik lässt diesen "Thriller" hautnah miterleben. Seine Dramaturgie folgt dem Rhythmus der Gezeiten: Mit jeder Stunde wird die Lage bedrohlicher: Während der Sauerstoffgehalt abnimmt, erwärmt sich das Wasser und wird saurer. Der Film beobachtet die Strategien mehrerer Meeresbewohner in diesem Überlebenskampf: Der Hummer ist der unangefochtene Herrscher über den Tümpel, die Krabbe wandelt auf Freiersfüßen, der Krake beurteilt seine Chancen quasi mit neun klugen Köpfen, der kleine Hai muss bis zur nächtlichen Jagd mit Atemnot kämpfen, die Möwe wartet hoch oben in der Luft auf ihre Stunde und der ebenso putzige wie allgegenwärtige Einsiedlerkrebs schummelt sich flink durch alle feindlichen Linien. Auch viele Nebendarsteller kämpfen um ihr Leben. Auf oft verblüffende Art und Weise gelingt es den Akteuren dieser Miniaturwelt, bis zur Flut durchzuhalten: Jagdbündnisse werden geschmiedet, unerwartete Schwächen ausgenutzt. Aber auch für Balz, Paarung und Geburten ist das Gefängnis des Gezeitenbeckens mitunter genau der richtige Ort. Fragil, aber erfinderisch passt sich die Natur an das Leben mit den Gezeiten an.

Message in a Bottle 14:15

Message in a Bottle

Drama

Theresa Osborne arbeitet als Journalistin bei einer Zeitung in Chicago und findet ihr Glück in der Erziehung ihres Sohnes. Während eines seltenen Urlaubs allein auf Cape Cod findet sie am Strand eine Flaschenpost. Darin befindet sich ein Liebesbrief an eine verschwundene Frau, der in seiner Poesie und Intensität in Theresa die Hoffnung erweckt, den Verfasser ausfindig zu machen. Zurück in Chicago begeistert sie ihre Kolleginnen mit dieser Geschichte. Ein paar Tage später veröffentlicht ihr Chefredakteur den gefundenen Brief in der Zeitung. Es folgen Hunderte Leserbriefe, darunter einer, in dem der Autor behauptet, eine ähnliche Botschaft gefunden zu haben. Analysen des Papiers und des Zustands der Flasche deuten darauf hin, dass sie etwa zwei Jahre im Atlantik trieb. Die verschiedenen Spuren führen Theresa zu einem kleinen Ort an der Küste der Outer Banks und zu einem einzigen Mann: Garret Blake. Dieser wohnt bei seinem alten Vater am Meer und trauert seit zwei Jahren um seine verstorbene Frau Catherine. Die Begegnung löst bei dem einsamen Segler überraschende Gefühle aus. Theresa hat sich Hals über Kopf in den Mann hinter den bezaubernden Worten verliebt. Ihre aufblühende Liebe ist dennoch fragil, sie steht im Schatten der verstorbenen Catherine: Das traumhafte Haus am Meer ist voller Erinnerungen an sie, außerdem befindet sich Garret in einem andauernden Konflikt mit seiner früheren Schwiegerfamilie. Und Catherine hat dem Segler noch nichts von dem Auslöser ihrer Begegnung - der gefundenen Flaschenpost - erzählt.

Frida Kahlo 16:20

Frida Kahlo: Giganten der Kunst

Künstlerporträt

Frida Kahlo, die mexikanische Malerin, deren Selbstporträts die Kunstgeschichte geprägt haben, ist mehr als eine Künstlerin - sie ist eine Ikone. Ihre Werke, durchdrungen von Schmerz, Leidenschaft und Identität, sind weltberühmt. Doch wer war die Frau mit den markanten Augenbrauen hinter den farbenfrohen Bildern, die trotz eines Lebens voller Tragödien unsterblich wurde? Geboren 1907 in Coyoacán, Mexiko, war Kahlos Leben von Dramen gezeichnet. Ein schwerer Busunfall mit 18 Jahren führte zu lebenslangen Schmerzen und zahlreichen Operationen. Ihre Ehe mit Diego Rivera, dem berühmten Muralisten, war ein Wechselspiel aus Liebe, Verrat und künstlerischer Inspiration. Kahlo verwandelte ihren Schmerz in Kunst: Ihre Selbstporträts, oft surreal und symbolisch, zeigen eine Frau, die sich selbst unerbittlich erforscht. Mit ihren Wurzeln in der mexikanischen Kultur, ihren politischen Überzeugungen und ihrem Kampf gegen gesellschaftliche Normen wurde sie zur Heldin des Feminismus. Die Dokumentation folgt Kahlos Spuren von Mexiko-Stadt über New York und Paris, wo sie mit Künstlern wie André Breton und Pablo Picasso zusammentraf, und zeigt ihr Werk in neuem Licht - informativ und detailreich. Expertinnen wie die Kunsthistorikerinnen Helga Prignitz und Gannit Ankori, oder die Leiterin des Museums Frida Kahlo, Perla Labarthe, gewähren Einblicke in ihre Technik, ihr Leben und ihre Vorbildfunktion für den modernen Feminismus. Kahlo starb 1954, doch ihr Erbe lebt weiter - in ihrer Kunst und in ihrem Mut, sich selbst treu zu bleiben.

Beethoven: Symphonie Nr. 9 17:15

Beethoven: Symphonie Nr. 9

Ludwig van Beethovens (1770-1827) letzte vollendete Komposition, die Symphonie Nr. 9 in d-Moll, ist ein zeitloses musikalisches Werk, ein wahrer Olymp des symphonischen Repertoires. Beethoven widmete einen Großteil seines Lebens der Komposition dieses imposanten, revolutionären Freskos, das zum ersten Mal einen Chor und mehrere Solisten beinhaltete. Die Ode "An die Freude" aus dem Jahr 1785 wird zum Symbol für die Ideale der Brüderlichkeit der deutschen Jugend. Bereits während seiner Studienzeit in Bonn beschließt Beethoven, Friedrich Schillers Gedicht zu vertonen. Doch erst 1823 widmet er sich voll und ganz seiner Symphonie, die mit sofortigem Erfolg am 7. Mai 1824 im Wiener Kärntnertortheater uraufgeführt wird. Der zu der Zeit bereits völlig taube Komponist erhält stehende Ovationen von einem begeisterten Publikum, das mit Taschentüchern winkt. Beethovens symphonisches Testament wird bei der Aufführung auf dem Markusplatz in Venedig vom slowakischen Maestro Juraj Valcuha dirigiert. Er übernimmt die Leitung des Orchesters der Oper La Fenice. Das Vokalquartett besteht aus Federica Lombardi (Sopran), Michael Schade (Tenor), Veronica Simeoni (Mezzosopran) und Mark S. Doss (Bass). Alfonso Caiani leitet den Chor der Oper La Fenice.

Karambolage 18:25

Karambolage: Mutter-Kind-Kur / Babies / Duralex-Glas

Magazin

Ein künstlerisches und humorvolles Spiel mit Klischees bietet dieses Magazin. In jeder Folge werden dabei bestimmte Eigenheiten der Franzosen und Deutschen unter die Lupe und auch aufs Korn genommen.

Zu Tisch 18:40

Zu Tisch: Schwabenland

Essen und Trinken

Wenn Uli Stietz einen Sauerteig ansetzt, sieht es aus wie Magie: Einmal in der Woche vermischt der Müllermeister in seiner Backstube blubbernde Masse mit Mehl und Wasser. Daraus bereitet er verschiedene Teige zu: für Weizen-Roggen-Dinkel-Brot, Vollkornbrot mit Getreideschrot oder Emmerbrot. Eine Maschine übernimmt einen Teil der Knetarbeit, aber danach lässt Uli den Teig unter seinen Händen "tanzen", bis er ausreichend bearbeitet ist und die richtige Form hat. Dann kommen die Brote in den Ofen. Seit über 100 Jahren betreibt die Familie von Uli Stietz die Getreidemühle im Remstal nördlich von Stuttgart, in der das Getreide der Region gemahlen wird. Auf eigenen Feldern baut Uli selbst Urgetreide an: Dinkel und Schwarzen Emmer. Auch Ulis Tochter Thea ist Müllerin, ihr Mann Janik geht dem gleichen Beruf nach. Thea versorgt die Familie mit regionalen Gerichten: Spätzle, Brotaufstrich aus Grünkern oder Käsfüßle, einem typisch schwäbischen Gebäck.

ARTE Journal 19:10

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Transsilvanien - Das Herz Rumäniens 19:30

Transsilvanien - Das Herz Rumäniens

Dokumentation

Eingebettet in die Karpaten liegt Transsilvanien. Eine Region, die nicht nur durch ihre endlosen Wälder und fast unberührte Natur beeindruckt. In Städten wie Sighisoara und Biertan erinnern imposante Wehrkirchen daran, dass Transsilvanien - auch Siebenbürgen genannt - vor allem durch die deutsche Kultur geprägt wurde. Der Film porträtiert unter anderem zwei Siebenbürger Sachsen, die mit dem Wissen ihrer Vorfahren und teils uralten Werkzeugen ihr Haus renovieren. Ganz im Norden der Region liegt der sogenannte Fröhliche Friedhof. Einzigartig auf der Welt. Hier können die Besucher wie in einem offenen Buch über das Leben der Verstorbenen des Dorfes lesen. Denn jedes Holzkreuz erzählt auch die Geschichte des Toten, ehrlich und unverblümt. Dumitru Pop ist der Dorfchronist. Er schnitzt und bemalt die Kreuze und bestimmt alleine, welche Anekdote an den Toten erinnert. Seine Mission: die Sicht der Menschen auf den Tod verändern. Auf dem Pferdemarkt von Gilau trifft sich die größte ethnische Minderheit des Landes: die Roma. Der Pferdehandel gehört seit Jahrhunderten zu den angesehensten Berufen der Roma. Deswegen ist der Markt nicht nur pompöse Verkaufsshow, sondern auch eine Art Familientreffen. Für den Pferdehändler Costell und den Roma-Boss und Veranstalter des Marktes Pufi Moldovan geht es an diesem Tag nicht nur um viel Geld, sondern auch um Ruhm und Ehre.

Gravity 20:15

Gravity

Science-Fiction-Film

Astronautin Dr. Ryan Stone ist mit dem Space Shuttle "Explorer" auf ihrem ersten Weltraumflug. Als die Trümmer eines abgeschossenen Satelliten das Shuttle treffen, kommen alle ihre Kollegen ums Leben - bis auf Matt Kowalski. Ohne Raumfähre und mit schwindendem Sauerstoff erscheint ihre Rückkehr auf die Erde unwahrscheinlich ... Meisterhafter Survival-Film von Alfonso Cuarón. Auf ihrem ersten Weltraumflug führt Ingenieurin Dr. Ryan Stone Reparaturen am "Hubble"-Teleskop aus, assistiert vom Astronauten Matt Kowalski und der Crew des Space Shuttles "Explorer". Als Stone und Kowalski sich gerade außerhalb des Shuttles bewegen, wird es von den Trümmern eines russischen Satelliten getroffen, zerstört und alle Astronauten an Bord mit ihm. In den Weltraum geschleudert überleben Kowalski und Stone das Unglück, müssen jedoch zunächst zueinander finden - und die Sauerstoffreserve in Stones Raumanzug ist fast aufgebraucht. Ihre einzige Hoffnung auf Rettung ist die in der Nähe befindliche Internationale Raumstation ISS. Diese wurde aber auch schwer getroffen, was eine Rückkehr auf die Erde von dort aus unmöglich macht. Kowalski rettet Stone vor dem Ersticken, bald muss sie jedoch ohne ihn an ihrer Seite überleben. Würde sie von der beschädigten ISS aus eine chinesische Station mit funktionsfähigem Shuttle erreichen, könnte sie damit die Rückkehr zur Erde zu wagen. Eine solche Operation hat Stone beim Simulationstraining aber nie geschafft. Auch verbleiben ihr bloß sieben Minuten, bevor neue Trümmer des zerstörten Satelliten sie erreichen. Vieles steht Stones Rückkehr nach Hause entgegen. Aber möchte sie das überhaupt? Alfonso Cuarón schuf mit "Gravity" ein Meisterwerk an Suspense. Die einzigen menschlichen Gestalten im Film, gespielt von Sandra Bullock und George Clooney, nehmen uns mit auf ihre existenzielle Tour de Force, unterstützt von der vielfach ausgezeichneten Musik von Steven Price und verblüffenden Spezialeffekten. Ein spektakulärer Film.

Das James-Webb-Teleskop - Erste Erkenntnisse aus dem All 21:40

Das James-Webb-Teleskop - Erste Erkenntnisse aus dem All

Astronomie

Mit dem James-Webb-Teleskop (JWST) hat eine neue Ära in der Astronomie begonnen, in der sich unser Verständnis des Kosmos grundlegend verändert wird. Das derzeit größte und komplexeste Weltraumteleskop, dessen Entwicklung 25 Jahre gedauert hat, ist ein Gemeinschaftsprojekt der amerikanischen, der europäischen und der kanadischen Raumfahrtbehörde (NASA/ESA/CSA). Dank der vier hochmodernen Instrumente an Bord kann das JWST weiter ins Universum blicken als sein Vorgänger Hubble und liefert seit seinem Start Ende 2021 spektakuläre Bilder und Spektren, die bereits erste neue Erkenntnisse zulassen. Um den Ursprung des Universums besser zu verstehen, sucht das JWST nach Galaxien und Sternen, die kurz nach dem Urknall aufgeleuchtet sind. Auch einem weiteren Rätsel der Menschheit wollen die Forscher auf den Grund gehen: Gibt es Leben im All? Mit Hilfe der empfindlichen Infrarot-Instrumente können Daten über chemische und physikalische Eigenschaften auf Planeten außerhalb unseres Sonnensystems gesammelt werden. Dadurch war es erstmals möglich, Kohlendioxid in der Atmosphäre eines Exoplaneten nachzuweisen. Außerdem machte das JWST bis dato Unsichtbares rund um die Jupiter- und Saturnmonde sichtbar und ermöglicht die detaillierte Beobachtung felsiger Exoplaneten, die unserer Erde ähneln. Selbst durch interstellaren Staub kann das Teleskop blicken und somit Wissenschaftlern die Erforschung der faszinierenden supermassereichen Schwarzen Löcher ermöglichen. Die Dokumentation führt auf eine Reise ins Unbekannte, bei der sich mit jeder neuen Erkenntnis ebenso viele neue Fragen stellen.

The Girl from Ipanema 22:35

The Girl from Ipanema: Astrud Gilberto, Königin des Bossa Nova

Musikerinnenporträt

Nichts prädestinierte Astrud Gilberto dazu, Sängerin zu werden. Sie stand lange im Schatten ihres Ehemanns João Gilberto, der die brasilianische Musik mit seiner ganz besonderen Art des Gitarrenspiels revolutionierte. Bis zu jenem Tag im Jahr 1963, als sie den Song "The Girl From Ipanema" aufzeichnete. Laut Legende soll Astrud zufällig im Studio gewesen sei, als der Produzent Creed Taylor beschloss, eine englische Version des Titels "Chega de Saudade" einzuspielen. Astrud sprach Englisch, im Gegensatz zu ihrem Ehemann João, der ihr deshalb vorschlug, den von Tom Jobim komponierten Song in der englischen Übersetzung des wunderschönen Textes von Vinícius de Moraes aufzuzeichnen. Die Musik interpretierte ein geniales Trio mit dem Komponisten selbst am Klavier, João Gilberto an der Gitarre und dem US-amerikanischen Jazzmusiker Stan Getz am Saxofon. Astrud ging auf den Vorschlag ein, obwohl sie nie zuvor gesungen hatte. Und es geschah ein Wunder. Als das Album "Getz/Gilberto" ein Jahr später erschien, wurde Astrud Gilberto über Nacht zur weltweiten Botschafterin der Bossa Nova und zur Inkarnation einer bestimmten Vorstellung von Brasilien. Doch was ist Legende und was Wahrheit? Die Dokumentation erzählt anhand von Berichten der letzten Bossa-Nova-Pioniere, was wirklich an diesem Tag des Jahres 1963 geschah. Doch vor allem schildert er den unglaublichen Werdegang einer jungen Frau aus Rio de Janeiro, die es verstand, ihre Chance zu ergreifen und sich zu emanzipieren. Astrud Gilberto war in den USA sehr erfolgreich und veröffentlichte rund zwanzig Soloalben.

Gilberto Gil in der Philharmonie de Paris 23:30

Gilberto Gil in der Philharmonie de Paris

Konzert/Musik

Seit mehr als 50 Jahren prägt Gilberto Gil die brasilianische Musik wie kaum ein anderer. Als Mitbegründer der Tropicalismo-Bewegung revolutionierte er in den 1960er Jahren die Musikszene, indem er Bossa Nova mit Rock 'n' Roll, Samba mit Soul und traditionelle Klänge mit avantgardistischen Einflüssen verband. Seine Musik ist zeitlos - politisch, poetisch und stets voller Lebensfreude. Mit Stücken wie "Aquele Abraço" oder "Refazenda" wurde er zur Stimme Brasiliens, die weltweit gehört wird. Im Oktober 2023 trat Gil in der Pariser Philharmonie auf - ein Konzert, das einmal mehr sein Können unter Beweis stellte. Begleitet von seinen Söhnen Bem und João sowie seiner Enkelin, schuf er einen Abend voller musikalischer Intensität. Das Programm spannte einen Bogen von frühen Tropicalismo-Hymnen wie "Chiclete com banana" über den funkigen "Expresso 2222" bis zu melancholischen Stücken wie "Ladeira da preguiça" und "Viramundo". Jeder Song zeigte eine andere Facette seines Schaffens: mal rhythmisch mitreißend, mal nachdenklich-lyrisch, stets aber mit jener unnachahmlichen Wärme, die Gils Musik auszeichnet. Das Publikum feierte den über 80-jährigen Musiker, der mit unverminderter Energie auf der Bühne stand. Besonders berührend waren die Momente, in denen die Familie Gil gemeinsam musizierte. Wer live dabei war, erlebte einen der großen Momente der Weltmusik: ein Konzert, das Gilberto Gils Status als lebende Legende einmal mehr bestätigt.

Christine 01:25

Christine

Melodram

Das kaiserliche Wien im Jahr 1906: Leutnant Fritz Lobheiner vom 14. Dragonerregiment hat seit einiger Zeit eine Liebesbeziehung mit der Baronin Eggersdorf. Ihr bedeutet der junge Leutnant viel, Fritz dagegen bereitet die Liaison wachsendes Unbehagen. In dieser Situation wird er von seinem Freund und Kameraden Theo in einer Schänke der 20-jährigen Christine Weiring vorgestellt. Sie ist die Tochter eines Cellisten und von Natur aus zurückhaltend und empfindsam. Darin gleicht sie dem Leutnant, wie die beiden schnell feststellen. Auch dank des guten Zuredens ihrer Freunde Mizzie und Theo kommen sie sich näher und verbringen Zeit miteinander. Nach anfänglichem Zögern entwickelt sich eine tiefe Liebesbeziehung zwischen Fritz und Christine. Doch seine Vergangenheit steht dem jungen Glück im Weg. Die Baronin ist weiterhin in ihrem unmittelbaren Umfeld präsent. Christine wird misstrauisch, und gleichzeitig hat Fritz Mühe, die Baronin von seinem Trennungsentschluss zu unterrichten. Gerade als er endgültig mit ihr bricht, entdeckt Baron Eggersdorf Beweise für die Untreue seiner Frau. In einer ihrer Schubladen findet er den Schlüssel zur Wohnung des jungen Leutnants, Fritz ist eindeutig überführt. Der Baron fordert ihn zum Duell - unter unfairen Bedingungen ...

Robbengeschichten 03:00

Robbengeschichten: Geboren an Land, zu Hause im Wasser

Tiere

Der renommierte kanadische Filmemacher Harold Arsenault dreht seit vielen Jahren Tierdokumentationen - in fernen Ländern ebenso wie nun erstmals in seiner Heimat, der Gaspésie-Halbinsel in Québec. Dort, im Sankt-Lorenz-Golf, leben ganzjährig Seehunde, die als relativ standorttreu gelten. Für die Dokumentation kehrt Arsenault nach 20 Jahren erstmals zur Unterwasserfotografie zurück - und muss den Umgang mit der Kamera unter Wasser neu erlernen. Er lebt über längere Zeit inmitten einer Seehundkolonie, die sich allmählich an seine Präsenz gewöhnt. So gelingt es ihm, zentrale Momente im Leben dieser faszinierenden Tiere einzufangen: von den ersten Atemzügen neugeborener Seehundbabys bis zu ihren ersten Jagdausflügen und den eindrucksvollen Paarungsritualen.

Die fünf Geparde - Gemeinsam durch die Serengeti 03:45

Die fünf Geparde - Gemeinsam durch die Serengeti

Tiere

Geparde sind die Hochgeschwindigkeitsjäger der Savanne. Nur wenige von ihnen wagen sich an größere Beutetiere. Doch manchmal zeigen sich die Raubkatzen von einer überraschend anderen Seite. In der nördlichen Serengeti tauchen fünf Männchen auf, die alles auf den Kopf stellen. Es ist das größte Bündnis, das jemals beobachtet wurde. Eine erfahrene Mutter bringt ihren Söhnen die letzten Feinheiten der Jagd bei, bevor sie den Nachwuchs in die Unabhängigkeit entlässt. Das Weibchen hat sich in eine gute Ausgangsposition gebracht. Geduldig wartet sie, bis die Gnus dicht genug bei ihr sind. Ein junges Weibchen steht vor ganz anderen Problemen - sie hat vier Junge zu versorgen. Die Kleinen müssen jeden Tag mehrere Kilometer zurücklegen. Lange mustert die Mutter die Umgebung - doch die Löwin in den Büschen hat sie nicht bemerkt. Die Löwin beobachtet sie dagegen schon lange: Fleischfresser sind untereinander Konkurrenten. Die fünf Männchen beschatten nach mehreren erfolglosen Jagdversuchen eine Herde. Nachdem einer der Jäger gestartet ist, bricht unter den Gnus Panik aus. In diesem Chaos den Überblick zu behalten, ist eine Herausforderung für die Geparde. Ihr Opfer ist ein 200 Kilogramm schweres Gnu - Beute, die für ein einzelnes Männchen viel zu groß wäre. Jetzt zahlen sich die vielen Monate des gemeinsamen Trainings aus. Dem Tierfilmer Reinhard Radke gelangen in der nördlichen Masai Mara in Kenia Aufnahmen, wie man sie zuvor noch nicht gesehen hat.

Alte Schachteln aus Belgien 04:30

Alte Schachteln aus Belgien: Der Adler und der Frosch

Comedyserie

Da ist ein Frosch, der an einem Teich sitzt. Ein kleiner, normaler, grüner Frosch. Ein Adler kreist über ihm in der Luft. Der Frosch spürt, dass er ihn fressen will. Nach einigen wilden Flugmanövern kommt es zu einer Flugtaufe der besonderen Art ...