18:30
Nevada ist mehr als Las Vegas. Der Bundesstaat im Westen der USA vereint wie kaum ein anderer Ort Mythen, Extreme und Gegensätze des amerikanischen Westens. Weite Wüstenlandschaften treffen auf glitzernde Metropolen, uralte Kulturen auf futuristische Visionen. Hier leben stolze indigene Gemeinschaften, wilde Mustangs streifen durch endlose Täler, und im trockenen Boden finden sich noch immer die Spuren des Edelmetalls, das einst den Goldrausch auslöste. Die Dokumentation begibt sich auf eine Reise durch diesen außergewöhnlichen Bundesstaat - von den schroffen Gebirgszügen der Nationalparks bis in alte Goldgräbersiedlungen, die von einer Zeit erzählen, als Glücksritter nach Reichtum suchten. Doch Nevada ist auch ein Ort der Geheimnisse und Experimente: In der Wüste fanden atomare Tests statt, deren Spuren bis heute sichtbar sind. Zwischen Cowboy-Tradition, Glücksspielmetropole und militärischen Sperrgebieten entfaltet sich ein Land, das wie ein Brennglas für die amerikanische Geschichte wirkt. Die Dokumentation zeigt Nevada als einen Ort, an dem Vergangenheit, Mythos und Gegenwart auf spektakuläre Weise zusammentreffen - ein wahrer Wilder Westen, der bis heute lebendig ist.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
Tschechien ist einer der größten Produzenten von Speisemohn weltweit. 80 Prozent des Mohns wird exportiert. Der Mohnanbau hat in dem kleinen Land eine lange Tradition. Doch der Klimawandel macht den Bauern zu schaffen, in den vergangenen Jahren war die Mohnproduktion rückläufig. Wie geht es weiter mit Tschechiens blauem Gold? Dieses Jahr hat der Mohn erst Ende Juni, viel später als erwartet, zu blühen begonnen. Landwirt Frantisek Pospísil sorgt sich, weil es im Frühjahr zu trocken war und die Mohnpflanzen nicht kräftig genug sind. Auf vielen Blüten tummeln sich graubraune Rüsselkäfer. "Der Mohn leidet stark unter dem Käferbefall", sagt Pospísil. Seit das Beizen der Samen in der EU verboten wurde, muss er nun regelmäßig gegen die schädlichen Insekten spritzen. Er hofft, die Plage so in den Griff zu bekommen. Ansonsten ist seine Mohnernte in Gefahr. Die Herausforderungen für die Landwirte nehmen zu. Wenig Regen und steigende Temperaturen führen dazu, dass der Mohn nicht gut wächst und anfällig für Schädlinge ist. Seit Generationen schon baut die Familie von Frantisek Pospísil Speisemohn an, nun weiß er nicht, ob er diese Tradition noch lange fortführen kann. 30 Tonnen Mohn will er diesen Sommer ernten - wird er die Ernte gegen Käfer und Wetterkapriolen schützen können? Mohnbauer Jirí Marek setzt auf natürliche Anbaumethoden ohne Chemie. "Wir müssen unsere Böden gesund halten, um gegen Schädlinge gewappnet zu sein", so Mareks Ansatz. Aber auch er hat mit dem Rüsselkäfer zu kämpfen. Der Ertrag dieses Jahr wird zeigen, ob er zukünftig mit der Mohnproduktion erfolgreich sein kann. Trotz dieser Unsicherheiten bleibt der Mohn für Tschechien ein wertvolles Gut - nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch als kulturelles Erbe des Landes.
20:15
Paul Kerjean hat sein Leben dem Journalismus verschrieben. Selbst sein Privatleben opferte er der Arbeit, so dass seine Ehe scheiterte. Dafür gelang ihm der Sprung von einer kleinen Regionalzeitung zur Pariser "La Tribune". Von Kerjeans Fähigkeiten als investigativem Journalist hat auch ein anonymer Informant gehört, der ihm in einem Parkhaus brisantes Material übergibt: Demnach ist Jacques Benoît-Lambert, Chef einer staatlichen Energiefirma, korrupt. Tatsächlich findet Kerjean weitere belastende Fakten. Mit seiner Story schafft er es auf die Titelseite. Kurz darauf wird Benoît-Lambert tot aufgefunden. Kerjean bezweifelt bald, dass Benoît-Lambert sich, wie offiziell verlautbart, aus Scham selbst erschossen hat. Bei seinen Recherchen stößt er auf den multinationalen Konzern G.T.I. und dessen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Paul Kerjean und seine Familie geraten in Gefahr. Doch er ist entschlossen, die Wahrheit über das Geschäftsgebaren der G.T.I. an die Öffentlichkeit zu bringen.
22:20
New York, 1975: Drogenboss Carlito Brigante wird vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Er will ein neues Leben beginnen, sein Geld ehrlich verdienen und mit Freundin Gail auf die Bahamas ziehen. Doch schnell wird Carlito von seiner Vergangenheit eingeholt - und wieder geht es um Leben und Tod. Brian De Palmas zugleich spannender und bewegender Gangsterfilm (1993) mit Kultstatus. New York, 1975: Der puerto-ricanische Gangsterboss Carlito Brigante wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt. Doch er hat Glück, sein Anwalt David Kleinfeld entdeckt einen Verfahrensfehler und holt ihn schon nach fünf Jahren aus dem Gefängnis. Als freier Mann fasst Carlito den Entschluss, mit seiner kriminellen Vergangenheit abzuschließen und ein bürgerliches Leben zu führen. Sein Traum ist es, sich auf den Bahamas zur Ruhe zu setzen - doch dafür muss er zunächst auf legale Weise Geld verdienen ... Auch privat will Carlito einen Neuanfang wagen. Mit seiner früheren Geliebten, der Tänzerin Gail, beginnt er eine ernsthafte Liebesbeziehung. Gail bestärkt Carlito in seinen guten Vorsätzen und plant mit ihm eine gemeinsame Zukunft. Doch der Ausstieg aus dem Drogenmilieu fällt dem Ex-Mafioso schwerer als gedacht - und ausgerechnet sein Anwalt David Kleinfeld verwickelt ihn wieder in zwielichtige Geschäfte. Wird Carlito sein altes Leben wirklich hinter sich lassen können? Brian De Palmas fesselnder Gangsterfilm mit den beiden Oscar-Preisträgern Al Pacino und Sean Penn bietet neben großer Spannung und Nervenkitzel mitreißend melancholische Szenen.