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TV Programm für ARTE am 13.04.2026

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Re: 19:40

Re:: Frauen unter Tage - Kohle für die Ukraine

Reportage

Anfang Februar 2026 wird ein Bus mit ukrainischen Bergleuten von einer russischen Drohne attackiert. 16 Bergleute sterben. Sie waren auf dem Weg zu der Mine, in der auch Maryna Pinchuck arbeitet. "Wenn man nur im Schutzkeller sitzt, gibt es nichts - und dann läuft hier auch nichts mehr", sagt Maryna, Schweißerin in der Kohlemine im Osten der Ukraine. Der genaue Standort bleibt geheim - die Mine wird regelmäßig von russischen Drohnen attackiert. Oft müssen die Bergleute in den Schächten ausharren, während über ihnen Bomben fallen. Russland hat die Angriffe auf ukrainische Energie-Infrastruktur massiv verstärkt. Der Nachschub an Kohle darf nicht abbrechen. Inmitten des Krieges hat sich der Kohlebergbau im Osten der Ukraine stark verändert. Weil viele Männer an die Front mussten, arbeiten inzwischen mehr als 400 Frauen unter Tage. Die Bergwerke sind zum Symbol für Wandel und Überlebenswillen geworden. Die geförderte Kohle gilt als "Kohle der Hoffnung", da sie für die Energieversorgung unentbehrlich ist. "Wir müssen einfach durchhalten. Irgendwann wird alles gut", hofft Bergbaumaschinenführerin Wiktoria. In ihrer Familie hat Bergbau Tradition - die alleinerziehende junge Mutter ist schon die dritte Generation, die in der Mine arbeitet. Wiktorias Tante ist wegen des Kriegs in die Niederlande gegangen, aber noch möchte Wiktoria ihr Land nicht verlassen - auch wenn sie wenig Hoffnungen in die Friedensverhandlungen setzt.

Danach

Der Chef 20:15

Der Chef

Gangsterfilm

Im französischen Küstenort Saint-Jean-des-Monts fährt eine schwarze Limousine vor. Drei Männer steigen aus und begehen einen detailliert geplanten Bankraub. Doch es kommt zu einem Zwischenfall, einer der Gangster wird auf der Flucht angeschossen. Die Bankräuber bringen den schwer verletzten Komplizen in ein Krankenhaus. Da er ein Sicherheitsrisiko darstellt, lässt der Chef der Bande, Nachtclubbesitzer Simon, den Verwundeten durch seine Freundin Cathy töten. Wenig später trifft sich Simon mit einem alten Bekannten, Kommissar Edouard Coleman, der in Simons Bar gelegentlich Klavier spielt. Die beiden Männer ähneln einander, beide sind brutal, lieben den gleichen Whisky - und dieselbe Frau: Cathy. Der Polizist ahnt nichts von Simons Plänen, der mit dem Geld aus dem Überfall einen spektakulären Coup finanzieren will. Von einem Hubschrauber aus seilt sich Simon auf einen fahrenden Zug ab, um dem Drogenkurier Mathieu la Valise eine Lieferung Heroin abzujagen. Die Aktion gelingt, doch unglücklicherweise war Edouard ebenfalls hinter dem Rauschgiftschmuggler her. Sein ausgeklügelter Plan, dem Schmuggler eine Falle zu stellen, schlägt damit fehl. Der Flic ist sehr verärgert. Hat sein Spitzel etwa falsche Informationen geliefert? Edouard geht der Sache nach und kommt bald dem eigenen Freund auf die Schliche ...

Die Theorie von Allem 21:50

Die Theorie von Allem

Thriller

Das Jahr 1962: Johannes Leinert reist mit seinem Doktorvater Julius Strathen zu einem Physiker-Kongress in die Schweizer Alpen. Ein iranischer Wissenschaftler soll hier einen bahnbrechenden Vortrag zur Quantenmechanik halten. Doch der Redner, von dem nichts weniger als eine Theorie von Allem erwartet wird, verspätet sich und die feine Gesellschaft fristet die Zwischenzeit mit geistreichen Dinner-Partys und eleganten Ski-Ausflügen. Eine geheimnisvolle Pianistin zieht Johannes in ihren Bann, doch etwas stimmt nicht mit ihr: Sie weiß Dinge über ihn, die sie gar nicht wissen kann. Als einer der deutschen Physiker auf monströse Weise ums Leben kommt, treten zwei Ermittler auf den Plan, die einen Mord vermuten. Während bizarre Wolkenformationen am Himmel auftreten, verschwindet die Pianistin spurlos und Johannes gerät auf die Spur eines Geheimnisses, das tief unter dem Berg Wurzeln geschlagen hat. "Die Theorie von Allem", die zweite lange Regiearbeit von Timm Kröger, ist ein Spiel mit Zitaten. Thriller, Film noir, Science-Fiction und europäisches Exploitation-Kino werden auf originelle Weise miteinander in Beziehung gesetzt und auf ihr erzählerisches Potenzial abgeklopft. Die Musik von Diego Ramos Rodríguez ist integraler Bestandteil des Spiels. So weiß man als Zuschauer nie, wo man steht: Ob der Film es ernst meint oder seinen Spaß mit unseren Erwartungen treibt. Gleich mit seinem Debütfilm wurde Timm Kröger in eine Nebensektion des Filmfestivals von Venedig eingeladen. Sein zweiter Langfilm "Die Theorie von Allem" nahm dann bereits im Wettbewerb am Lido teil und wurde mit drei Deutschen Filmpreisen ausgezeichnet.

Delon, Melville - Zwei Seelenverwandte 23:45

Delon, Melville - Zwei Seelenverwandte

Künstlerporträt

Am Abend des 1. August 1973 wird Alain Delon in einem Restaurant an der Côte d'Azur darüber informiert, dass Jean-Pierre Melville in Paris einen Herzinfarkt erlitten hat. Delon setzt sich unverzüglich ins Auto und rast durch die Nacht zu dem Mann, der für ihn Lieblingsregisseur, Freund, Mentor und Ziehvater zugleich war. Melville und Delon bildeten nicht nur ein erfolgreiches Filmgespann, sondern pflegten auch eine außergewöhnliche zwischenmenschliche Beziehung. Neben gegenseitiger Bewunderung und einer bestimmten Vorstellung vom Filmemachen teilten die beiden auch gemeinsame Leidenschaften: Armee und Gangster, den amerikanischen Mythos und de Gaulle, Jazz und Kriminalgeschichten. Vor allem aber verband sie eine sehr persönliche Auffassung von Freundschaft. Die Dokumentation zeichnet diese Freundschaft nach, spult für die Dauer einer nächtlichen Autofahrt die Zeit bis zur Stunde der bitteren Wahrheit zurück, als Delon in Paris ankommt: Jean-Pierre ist tot - und Alain eine Waise. In der Filmgeschichte gibt es einige legendäre Schauspieler-Regisseur-Gespanne: Federico Fellini mit Marcello Mastroianni, Claude Sautet mit Romy Schneider, Martin Scorsese mit Robert De Niro. Auch Alain Delon und Jean-Pierre Melville gehören in diese Reihe. Drei Kultfilme verbinden ihre Namen: "Der eiskalte Engel", "Vier im roten Kreis" und "Der Chef". Millionen Kinobesucher und unvergessliche Minuten beredten Schweigens machten ihr gemeinsames Werk zu einem festen Bestandteil der französischen Kultur.