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TV Programm für ARTE am 09.06.2026

Jetzt

Königreich Jordanien 18:35

Königreich Jordanien: Der Norden

Land und Leute

Überall im Norden Jordaniens finden sich Zeugnisse vergangener Epochen. Seit ein paar Jahren brechen in Amman bunte Malereien, die sich oft über ganze Häuserfassaden ziehen, das historische Stadtbild auf. Und immer mehr junge Frauen drängen in diese Szene. Die Street-Art-Künstlerin Dalal Mitwally ist eine von ihnen. Nach einer internationalen Ausbildung und Erfahrungen in der Fashion-Industrie von Florenz und New York kehrt Tania Haddad nach Amman zurück, um ihr eigenes Label zu gründen. Die Marke ist eine Hommage an Jordanien und das Erbe des Landes: in den Geschichten, die sie mit ihrer Mode erzählt. In den Royal Hills lebt eine besondere Spezies: Araberpferde. Sie gehören zu den ältesten Pferderassen der Welt. Hier kümmern sich Experten aus aller Welt um den Fortbestand der edlen Tiere. Der Brite Mark Gamlin arbeitet seit zehn Jahren als Pferdetrainer auf dem Gestüt ihrer königlichen Hoheit, Prinzessin Alia Al Hussein. Der Fastenmonat Ramadan ist fast vorbei. Letzte Vorbereitungen im Haus der Familie Bani Hani. Yasmine und ihre Mutter stecken mitten in den Vorbereitungen für das Essen zum Fastenbrechen. Hoffentlich wird alles pünktlich zum Sonnenuntergang fertig. Das Tote Meer: Wer an seinem Ufer steht, befindet sich rund 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Wegen des hohen Salzgehalts ist es unmöglich, hier unterzugehen. Trotzdem braucht es Rettungsschwimmer wie Mohammed Al Amazing. Oft hat er mehr zu tun als erwartet.

Danach

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus: Naher Osten: 100 Tage Krieg

Infomagazin

Vor etwas mehr als 100 Tagen begannen Israel und die USA gemeinsam, die islamische Republik Iran anzugreifen. Seitdem fühlt sich keiner der Akteure in der Region sicher, trotz der vorläufigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran unter der Schirmherrschaft Pakistans. Die Situation scheint US-Präsident Trump zu entgleiten. Noch nie schien die Lage im Nahen Osten unsicherer.

Re: 19:40

Re:: Rumäniens umstrittene Pferdemärkte

Reportage

Im ländlichen Rumänien gelten Pferde immer noch als wichtiges Arbeitsmittel, denn moderne Maschinen sind teuer und die Dieselpreise hoch. Als günstige, vielseitige Alternative ziehen die Vierbeiner in der rumänischen Landwirtschaft noch vielerorts Pflüge, Karren oder auch Holzstämme aus dem Wald. Eigentlich eine gute Entwicklung für Zoltan Moldovan, Pferdehändler in dritter Generation. Gäbe es nicht ein Problem: In Rumänien ist der Handel mit lebenden Tieren auf Märkten stark reglementiert. Denn von diesen Aktionen breiteten sich in der Vergangenheit immer wieder Seuchen wie die Infektiöse Anämie aus. Infizierte Pferde gelangten zum Teil in das benachbarte Ausland und mussten dort eingeschläfert werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Die traditionellen Pferdemärkte mussten schließen. Für neue Märkte erteilen die Behörden praktisch keine Genehmigungen mehr. Ein schwerer Schlag für die Pferdehändler - Zoltan muss jetzt einen Teil seines Einkommens als Saisonarbeiter in Deutschland verdienen. Doch ganz wollen sich Zoltan und seine Kollegen das Geschäft mit den Rössern nicht nehmen lassen. Auf sogenannten "Pferdeausstellungen", auf denen die Pferde offiziell nur gezeigt und nicht verkauft werden sollen, wird der Handel vielfach geduldet. Zoltan träumt davon, in seiner transsilvanischen Heimatstadt Praid wieder einen richtigen Pferdemarkt zu etablieren, als wirtschaftlichen Impuls und sozialen Treffpunkt. Doch die bürokratischen Hürden bleiben hoch.

The Darkest Web 20:15

The Darkest Web: Ermittler im Kampf gegen Kindesmissbrauch

Dokumentation

US-Fahnder Greg Squire spürt Pädophile auf, die im Dark Web operieren. Er ist gezwungen, das Unvorstellbare zu sehen und zu denken. Er trägt eine ganze Bibliothek des Grauens in seinem Kopf. Doch nur so hat er die Chance, diejenigen zu stoppen, die Kinder missbrauchen. Gemeinsam mit anderen Ermittlern aus der ganzen Welt arbeitet er daran, die Täter zu identifizieren und den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Regisseur Sam Piranty hat Greg und seine Kollegen mehrere Jahre lang begleitet. Sein Dokumentarfilm gewährt einen außergewöhnlichen Einblick in die internationale Polizeiarbeit. Die Entschlossenheit der Ermittler ist ihre stärkste Waffe. Sie verbringen Monate, manchmal Jahre damit, sich in nicht nachverfolgbare Netzwerke einzuschleusen, kleinste Hinweise auf Orte und Täter zusammenzutragen und mithilfe moderner digitaler Forensik Täter zu entlarven, die glauben, unantastbar zu sein. Manchmal sind es Intuition und Ausdauer, die den Durchbruch schaffen. Das ist altmodische Detektivarbeit, die kein Algorithmus ersetzen kann. Trotz ihrer Erfolge wissen die Ermittler, dass sie gegen ein Problem ankämpfen, das viel größer ist, als dass es ein Team lösen könnte. Die Zahlen zum Kindesmissbrauch im Netz sind weiterhin erschütternd hoch.

TikTok, die mächtigste App der Welt 21:40

TikTok, die mächtigste App der Welt: China, der Riese erwacht

Dokumentation

Die Geschichte von TikTok ist zunächst die eines beeindruckenden Markterfolgs: Zhang Yiming, ein junger Vertreter der chinesischen Tech-Szene, schaffte es innerhalb weniger Jahre an die Weltspitze der sozialen Medien. 2012 gründete der Software-Ingenieur aus Peking sein Unternehmen ByteDance, das 2016 eine neue App auf den chinesischen Markt brachte: Douyin, eine Videoplattform mit revolutionärem Algorithmus. Ein Jahr später eroberte eine neue Version dieser App, TikTok, den Weltmarkt. 2024 zählt sie rund 1,7 Milliarden Nutzerinnen und Nutzer, darunter 170 Millionen in den USA. Keinem anderen sozialen Netzwerk ist bislang ein derart rasanter Aufstieg gelungen. Neben dem unternehmerischen Erfolg zeichnet sich auch eine politische Entwicklung ab: Staatspräsident Xi Jinping will sein Land anstelle der USA zur Supermacht des 21. Jahrhunderts machen. 2015 übernimmt die Kommunistische Partei Chinas die Kontrolle über die chinesischen Technologieunternehmen. Seitdem sind die Firmen verpflichtet, mit der Regierung zu kooperieren und gesammelte Daten dem Nachrichtendienst zu überlassen. ByteDance - Zhang Yimings Firma, aus der Douyin und TikTok hervorgingen - ist für die politische Führung von besonderer Bedeutung. Wie nutzt das chinesische Regime ByteDance, um seine Macht zu festigen? Welche Rolle spielt TikTok in der chinesischen Expansionspolitik? Und wie reagiert Washington auf den Vormarsch der chinesischen App in sein bisheriges Hoheitsgebiet? Diesen Fragen geht der erste Teil der Dokumentation nach.

TikTok, die mächtigste App der Welt 22:25

TikTok, die mächtigste App der Welt: Die Konfrontation

Dokumentation

Der weltweite Erfolg von TikTok löste in den USA eine heftige Gegenreaktion aus und führte zu einem Ringen beider Länder um politischen Einfluss. Im Herbst 2019 hat die Videoplattform die Schwelle von einer Milliarde Downloads seit ihrer Gründung überschritten. Die US-Behörden leiteten daraufhin eine Überprüfung der chinesischen App auf Spionagerisiken und eine mögliche Gefährdung der nationalen Sicherheit ein. Tatsächlich hat sich TikTok seit seinen Anfängen stark verändert: Es ist heute ein echtes soziales Netzwerk und kann als Informations- und Desinformationsinstrument genutzt werden. Es ist kein Zufall, dass auf der Plattform kaum Videos über die systematische Unterdrückung der Uiguren in Nordwestchina oder über die Demokratiebewegung in Hongkong zu finden sind. In diesem Machtkampf stehen sich zwei digitale Systeme gegenüber. Das amerikanische Modell setzt vor allem auf den freien Markt, betont die Meinungs- und Redefreiheit und plädiert für möglichst wenig staatliche Einmischung. Das chinesische Modell hingegen nutzt die Technologie als Mittel zur politischen Kontrolle. Die Regierung ist hier die zentrale, richtungsweisende Instanz, die über die Regulierung des Technologiesektors verfügt. Diese beiden Systeme führen derzeit eine neue Form des Krieges, der sich zunehmend in der Öffentlichkeit abspielt, aber von der breiten Öffentlichkeit noch kaum wahrgenommen wird: den unerbittlichen Krieg um Daten.

Digital Aliens 23:20

Digital Aliens: Die neue Ungleichheit

Dokumentation

Die Digitalisierung gilt als Motor des Fortschritts. Doch während sich unsere Welt rasant vernetzt und unser Alltag zunehmend automatisiert, wächst eine neue Form der Ungleichheit. "Digital Aliens - Die neue Ungleichheit" zeigt, wie digitale Systeme Gesellschaften neu ordnen - und warum immer mehr Menschen dabei drohen, abgehängt und unsichtbar zu werden. Der Dokumentarfilm erzählt von einer Welt, in der Technologie als Heilsbringer gefeiert wird, Teilhabe jedoch immer stärker an Zugang, Kompetenzen und algorithmischen Entscheidungen geknüpft ist. Millionen Menschen scheitern an digitalen Schnittstellen, während automatisierte Prozesse Verwaltungen, Arbeitsmärkte und Sozialsysteme prägen - oft ohne Transparenz, ohne Widerspruchsmöglichkeiten, ohne menschliches Gegenüber. Algorithmen bewerten, sortieren aus und entscheiden. Sie reproduzieren bestehende Diskriminierungen, verstärken sie oder schaffen neue. Zwischen politischer Regulierung und technologischer Vision stellt der Dokumentarfilm die Frage nach Verantwortung. Wer trägt sie - und wer kann eingreifen? Expertinnen wie die Rechtswissenschaftlerin Sandra Wachter, die KI-Forscherin Abeba Birhane oder die Politologin Geraldine de Bastion analysieren die Machtverhältnisse der digitalisierten Welt. In Brüssel geht es um die Grenzen politischer Steuerung, im Silicon Valley gibt der Unternehmer Sebastian Thrun Einblick in neue Tech-Visionen. In Frankreich rekonstruiert der Film einen Algorithmus-Skandal in der Sozialbehörde, in Deutschland, Irland und Estland sucht er nach Gegenmodellen: Bildung, Solidarität und digitaler Selbstermächtigung.