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TV Programm für ARTE am 23.02.2026

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Night Trains 18:35

Night Trains: Von Budapest nach Zürich

Natur und Umwelt

Ein Zug, der in der Nacht die Alpen durchquert: Von Budapest nach Zürich folgen die Schienen zunächst der nächtlichen Donau, vorbei an savannenartigen Schilflandschaften, in denen Graurinder und Wildpferde grasen. Im Fokus steht der bedrohte Kaiseradler, dessen Bestand sich trotz illegaler Wilderei langsam erholt, und die traditionelle Käserei im Karwendelgebirge, deren Handwerk seit Generationen unermüdlich gepflegt wird. Eine Zugbegleiterin berichtet vom Leben zwischen Schlafwagen und Sternenhimmel, während ein Schlafcoach die Besonderheiten des Schlafs erklärt: den Rhythmus der Dunkelheit, die Bedeutung des Erwachens sowie die Mystik und Magie der Stunden dazwischen. Durch die Zugfenster blitzen immer wieder die Alpen auf - erst fern am Horizont, dann immer näher, bis das Panorama den ganzen Morgen füllt. An einem der dunkelsten Orte Österreichs beobachten Sternenkundler den Nachthimmel, bevor die Sonne über den Gipfeln aufgeht. In Vorarlberg steht die Sommersonnenwende im Mittelpunkt: ein Fest mit Kräutern, Licht und uralten Ritualen. Zugleich erstreckt sich moderne Architektur in den Hochalpen und eröffnet eine neue Perspektive auf das Himmelsblau. Angekommen in der Schweiz, folgt ein Einblick in die Entstehung der Alpen, sowie in die Rückkehr des mächtigen Bartgeiers, dessen Schwingen wieder über den schroffen Felsen kreisen. Zuletzt geht es tief unter die Erde, in ein ehemaliges Bergwerk, in dem heute Edelpilze wachsen, bevor die Fahrt durch die Schweizer Seenlandschaft in Zürich endet.

Danach

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Milchbars in Polen

Reportage

Seit über 40 Jahren gibt es in Kielce die Milchbar Jagienka. Die Arbeit von Agata Bogulak beginnt früh am Morgen: Kartoffeln schälen, Piroggen füllen, Suppen ansetzen - bevor mittags bis zu 400 Gäste kommen. Studenten, Arbeiter, Familien aus dem Viertel. Die Milchbar wurde erst vor Kurzem komplett renoviert. Die sozialistische Einrichtung musste neuem weichen, doch die Gerichte sind die gleichen geblieben. Viele "Kantinen für Alle" sind im Wandel zur kultigen Milchbar. Polens "Milchbars" sind ein sozialistisches Relikt. Verteilt im ganzen Land bieten die einfachen Kantinen polnische Hausmannskost an - bis heute. Lange hat der Staat die Milchbars subventioniert, so dass sich jeder für wenig Geld eine warme Mahlzeit leisten kann. In den vielen Küchen der Milchbars arbeiten vor allem Rentnerinnen wie Wanda Szyszko. Die 73-Jährige hilft in der Stettiner Milchbar Kogel Mogel in der Küche aus. Die Milchbar bietet ihre Gerichte sehr günstig an, weil die Stadt sie mitfinanziert und die Supermärkte Lebensmittel spenden. Doch selbst diese günstigen Preise werden für viele zur Herausforderung. Auch in Bydgoszcz sieht Pfarrer S?awomir Bar, wie seine älteren Gemeindemitglieder sparen: zuerst beim Essen. Genau deswegen will er die erste "soziale Milchbar" Polens eröffnen, direkt in seiner Kirche. Die kirchliche Milchbar ist für Menschen über 65 Jahre gedacht, deren Rente nicht zum Leben reicht. Warmes Essen für umgerechnet ein bis zwei Euro - und weniger Einsamkeit im Alter.

Ladykillers 20:15

Ladykillers

Krimikomödie

Mrs. Wilberforce ahnt nicht, wer sich bei ihr einnistet, als sie Professor Marcus zwei Zimmer in ihrem Haus vermietet: Der Professor empfängt dort regelmäßig seine vier Freunde; bei den fünf Männern handelt es sich um ausgekochte Halunken. Die nette alte Dame merkt auch nicht, wie die Bande sie für ihre Zwecke missbraucht. Erst als die Kriminellen sich mit der Beute aus einem Geldraub absetzen wollen, begreift Mrs. Wilberforce, was hier wirklich gespielt wird, und das hat ungeahnte Folgen. Der charmante Film ist stimmig bis ins letzte Detail, lässt jede Figur auf ihre Kosten kommen und überrascht durch unvorhergesehene Wendungen. Hier vermengen sich witzige Dialoge mit aberwitzigen Taten. Mrs. Wilberforce ist eine liebenswürdige, verschrobene alte Dame, die mit ihren Papageien in einem Häuschen am Londoner Bahnhof King's Cross wohnt. Professor Marcus ist sehr angetan von der Lage des Hauses und mietet bei Mrs. Wilberforce zwei Zimmer. Unter dem Vorwand, gemeinsam zu musizieren, trifft sich Professor Marcus fortan mit seinen Freunden Major Courtney, Harry, Louis und "Pfannkuchen" in Mrs. Wilberforces Haus. So kommt die liebenswerte alte Dame ausgiebig in den Genuss klassischer Streichmusik und staunt, wie schön der Professor und seine Freunde spielen können. Dass sie in Wirklichkeit einer Bande von Halunken aufgesessen ist, die ihr mit Hilfe eines Plattenspielers etwas vormachen, um in Ruhe einen raffinierten Geldraub vorzubereiten, ahnt Mrs. Wilberforce nicht. Erst als "Pfannkuchen" beim eiligen Abzug mit der Beute ein Missgeschick passiert, geht Mrs. Wilberforce ein Licht auf. Das könnte schlimme Konsequenzen für sie haben, doch zum Glück wird sich die Bande partout nicht einig, wer die schrullige alte Dame aus dem Weg räumen soll. Einfallsreich und originell erzählt Alexander Mackendrick die Geschichte von fünf Gangstern, einer komischer als der andere, die sich zwar hartgesotten geben, aber von der munteren, gesprächigen und ständig Tee servierenden Mrs. Wilberforce ganz schön überfordert sind. Umso größer dann die Herausforderung, wer denn nun die alte Dame beseitigen soll. "Ladykillers" ist eine klassische, zeitlose Komödie, die an schwarzem Humor und makabrem Witz nichts auslässt - und schließlich ist das vermutlich beliebteste britische Exportgut der Humor. Ein wahrer Meilenstein des britischen Unterhaltungsfilms.

Als London im Smog verschwand 21:40

Als London im Smog verschwand

Dokumentation

Im Dezember 1952 wurde London von einem tödlichen Giftnebel gelähmt. Eine Inversionswetterlage führte dazu, dass der aus Millionen von Schornsteinen strömende Kohlenrauch für fünf Tage in der Stadt eingeschlossen wurde. Die Londoner, seit Generationen an dichten Nebel im Winter gewohnt, wussten noch nicht, dass die gelblichen Schwaden tödlich waren. Mit Aussagen von Wissenschaftlern, Historikern und Londoner Bürgern rekonstruiert die Dokumentation im Stundentakt einen der größten Gesundheits-GAUs des 20. Jahrhunderts: stillstehender Personenverkehr, überfüllte Kranken- und Leichenhäuser, eine an Atemnot leidende Bevölkerung. Die Regierung spielte die Gefahr zunächst herunter, dabei stellten Wissenschaftler schon in den darauffolgenden Wochen einen Zusammenhang zwischen der Kohleverbrennung - insbesondere dem giftigen "Nutty Slack" - und den erhöhten Sterbefällen her. Die Zahl der Todesopfer des Giftnebels stieg von 4.000 auf 12.000 an. Die Tragödie markierte weltweit einen Wendepunkt: Erstmals erkannte ein Land offiziell die Schäden eines Energiemodells für die öffentliche Gesundheit an. Der im Zuge darauf beschlossene Clean Air Act von 1956 umfasste die Einführung rauchfreier Zonen, den Abbau der Kohleheizung und die Auslagerung von Industrieanlagen aus dem Großraum London und ebnete den Weg für eine moderne Umweltpolitik. Beeindruckende Archivbilder, historische Analysen und Einschätzungen aus heutiger Sicht zeigen auf, wie eine in Vergessenheit geratene Tragödie zu einem Umdenken führte und beleuchtet, was sich aus der Smog-Katastrophe von 1952 für aktuelle Umweltkrisen ableiten lässt.

Dreißig Jahre an der Peitsche 22:35

Dreißig Jahre an der Peitsche

Dokudrama

Rosa von Praunheim, der Wegbereiter des deutschen Queer-Films, adaptiert in diesem Dokudrama die Memoiren der Domina Tina; der Film ist auch ein Zeitzeugnis der 80er und 90er Jahre in West-Berlin. Praunheims vorletzter Film (2024) ist das Porträt eines ungewöhnlichen und doch aufrichtigen Lebens. ARTE strahlt das Werk zum Anlass des Todes des avantgardistischen Regisseurs mit 83 Jahren aus. Die lebenslustige Tina ist Berlinerin und wird bald 65 Jahre alt. Fast ihr ganzes Leben hat sie in der Prostitution zugebracht, hauptsächlich als Domina in ihrem eigenen Studio. Tina erzählt ihre Geschichte vor verschiedenen Hintergründen, in diversen Lokalitäten und trifft Wegbegleiter und Freunde. Szenen aus ihrer Jugend und aus ihrem Erfahrungsschatz als Domina werden von Schauspielern und Schauspielerinnen dargestellt. In einigen Spielszenen kann die echte Tina eingreifen und das Geschehen mitgestalten, so wie Regisseur Rosa von Praunheim es in seinem Film über Charlotte von Mahlsdorf ("Ich bin meine eigene Frau", 1992) bereits gemacht hatte. Das Dokudrama erzählt ohne künstlerisch untermalte Tragik den Weg einer emanzipierten Frau in der Berliner Szene, der von Spielsucht, konfliktreichen Begegnungen, aber vor allem Menschenliebe geprägt ist. In ihrer ehrlichen Selbsterzählung vermittelt Tina die gelernten Lektionen eines Lebens außerhalb der Norm und die Hintergründe einer Sexualität, die ihrer eigenen nie entsprach. Das Nachsinnen über Kontrolle, Gewalt und Verantwortung im Beruf der Sexarbeiterin, gelenkt von den Fragestellungen des Gehilfen Praunheim, liefert ein tiefgründiges menschliches Porträt.

Possession 00:10

Possession

Horrorfilm

West-Berlin, Anfang der 1980er Jahre: Geheimdienstler Mark kehrt von einer Mission zurück. Als er zu Hause ankommt, freut das nur seinen Sohn Bob, der noch die Grundschule besucht. Ehefrau Anna, eine Ballettlehrerin, macht ihm wegen seiner langen Abwesenheit Vorhaltungen. Es wird deutlich, dass die beiden sich auseinandergelebt haben. Mark, der notorisch kontrollsüchtig ist, stößt auf einen Nebenbuhler: Schon seit einem Jahr hat Anna eine Affäre mit dem obskuren Sektenguru Heinrich. Bald bricht Anna, die zunehmend verwandelt wirkt, den Kontakt zu beiden Männern ab. Mark bändelt daraufhin mit der Lehrerin von Bob an, in der er eine handzahmere Kopie seiner Frau sieht. Doch in regelmäßigen Abständen kehrt Anna in die gemeinsame Wohnung zurück - mit einem immer sonderbareren, autoaggressiven Verhalten. Mark forscht nach den Ursachen. Erst ein von ihm konsultierter Privatdetektiv stößt auf Annas Geheimnis: In einer Kreuzberger Wohnung hält sie ein außerirdisches Monster, das anscheinend die Kontrolle über ihren Verstand übernommen hat. Mark und Heinrich ziehen gemeinsam in die Schlacht, um Anna zu retten. "Possession" ist ein ambitionierter Splatterfilm; die Geschichte wirkt wie eine Parabel auf religiösen Wahn und kritisiert die allzu menschliche Schwäche, im Gegenüber nur die eigenen Projektionen zu sehen. Die unstete Kameraführung ist Konzept und illustriert sowohl die Besessenheit als auch den Aufklärungswahn der beiden getriebenen Hauptfiguren. Der zu Zeiten des Ost-West-Blocks gedrehte Film zeigt die Schattenseiten des damals eingemauerten West-Berlins.

Magische Anden 02:10

Magische Anden: Ecuador und Kolumbien

Land und Leute

Die Anden verlaufen über rund 7.500 Kilometer an der Westküste Südamerikas bis in den tropischen Teil des Kontinents. Der grüne Staat Kolumbien wird von drei Andenketten durchzogen. Unweit von Kolumbiens Hauptstadt Bogotá eröffnet sich der artenreiche Nationalpark Chingaza. Er liegt in der östlichen Kordillere und erreicht Höhen von bis zu 4.000 Metern. Die Stadt Cali ist weltberühmt für den Salsa und ihre Tanzszene. Ecuador wartet mit einer der höchstgelegenen Hauptstädte der Welt auf: Quito. Bei gutem Wetter sieht man vom Rathausplatz den Cotopaxi, einen der höchsten aktiven Vulkane der Welt. Beste Bedingungen für extreme Sportarten: Javier Chiriborga betreibt sein Triathlon-Training am Vulkan Cotopaxi, und für Gleitschirmflieger Eddy Urdiales aus Quito ist das Fliegen die große Leidenschaft. Die "Salsa-Göttin" Viviana Vargas kämpft in ihrer Stadt dafür, dass das ehemals wegen seiner Drogenkartelle berüchtigte Cali heute nur noch durch Salsa begeistert. Nicht zuletzt ist Kolumbien weltweit für seinen Kaffee berühmt. Damit der Anbau noch fairer wird, erarbeitet Kaffee-Pionier Felipe Sardi nachhaltige Konzepte. Die Bergpolizistin Diana Bejarino ist mit ihren Kollegen hinter Umweltsündern im Nationalpark Chingaza her - eine Jagd aus der Luft.

Magische Anden 02:55

Magische Anden: Peru

Land und Leute

Die geheimnisvolle Inkastadt Machu Picchu hoch in den Anden, brodelnde Vulkane, eisbedeckte Bergriesen: Die Natur in Peru ist so atemberaubend, dass die Nachfahren der Inka die Berge immer noch als Gottheiten verehren. Es gibt viele aktive Vulkane, die Teil des Pazifischen Feuerrings sind. Der Kondor ist selten geworden in den Anden, doch im Süden Perus kann man ihn noch beobachten. Spektakulär ist auch der Titicacasee, der auf 4.000 Meter Höhe höchstgelegene schiffbare See der Welt. Die Menschen hier führen ein hartes Leben inmitten einer grandiosen Natur. Vor jedem Aufstieg wird ein Opfer gebracht: Kokablätter für die Berggötter. Auch die Lastenträgerin Margot Kandori hält an dem Ritual fest. Die Mutter dreier Kinder arbeitet für Reisegruppen auf dem "Inca-Trail" und schleppt bis zu 15 Kilogramm schwere Rucksäcke die Berge hinauf. Antonio Milla überquert mit einem betagten Lkw zweimal pro Woche einen 4.700 Meter hohen Andenpass, um Nachschub für seinen Dorfladen zu holen. Dabei passiert er den Huascarán - mit 6.768 Metern der höchste Berg Perus. Den Ausblick genießen kann er nicht. Er konzentriert sich auf die Serpentinen und hofft, dass die Bremsen halten. Grisaida Suyllo, Bäuerin aus der Gegend von Cuzco, versorgt unter der Woche ihre Familie und Tiere. Doch am Wochenende verwandelt sie sich in die Mittelstürmerin einer Frauenfußballmannschaft. Auf dem Platz in 3.600 Meter Höhe hat ihr Team Heimvorteil: Gegnerischen Spielerinnen bleibt da schnell die Luft weg.

Mit offenen Karten - Im Fokus 03:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Mit offenen Augen 03:45

Mit offenen Augen: Ukraine: Antlitz des Kriegs

Infomagazin

Fotos können unser Weltbild beeinflussen. Und jedes Foto hat eine Entstehungsgeschichte. Das Magazin "Mit offenen Augen" ordnet Bilder ein und erklärt Hintergründe. Moderatorin Sonia Devillers liefert faszinierende Aufschlüsse, die über den ersten Blick hinausgehen.

28 Minuten 03:55

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.

(Fast) die ganze Wahrheit 04:45

(Fast) die ganze Wahrheit: Albert Camus

Infotainment

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Albert Camus.