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TV Programm für ARTE am 22.04.2026

Jetzt

Kopf hoch! 20:15

Kopf hoch!

Drama

Die Musikerin Emma und ihr Freund Simon haben gerade erfahren, dass sie ein Kind bekommen werden. Im Rahmen der Routineuntersuchungen wird bei Emma allerdings Brustkrebs entdeckt. Ihr behandelnder Arzt rät zu einem Schwangerschaftsabbruch, da die Chemo- und Strahlentherapie nicht mit der Schwangerschaft vereinbar sei. Für Emma ist diese Nachricht niederschmetternd; ein Abbruch unvorstellbar. Sie will nicht akzeptieren, dass ihr eigenes Leben gegen das ihres Kindes steht. Also schlägt Simon ihr vor, eine zweite Meinung einzuholen. Ein Spezialist eröffnet eine andere Möglichkeit: eine wenig erprobte Behandlungsmethode, die Emma zwar die Schwangerschaft fortsetzen lässt, aber auch einen ungewissen Ausgang hat. Mit Beginn der Chemotherapie sieht Emma sich immer wieder mit schwierigen medizinischen Entscheidungen, den körperlichen Veränderungen und ihren damit einhergehenden Selbstzweifeln konfrontiert. Simon bleibt an ihrer Seite und versucht, sie zu unterstützen, gerät dabei aber selbst an seine Grenzen. Der ganze Prozess wird zu einer harten Probe ... "Kopf hoch!" ist das Spielfilm-Regiedebüt von Sólveig Anspach und entstand aus einer persönlichen Auseinandersetzung mit Krankheit und Überleben. Ansbach hatte selbst mit Brustkrebs zu kämpfen und erlag der Krankheit 2015. Der Film setzt auf eine zurückhaltende, beinahe dokumentarische Erzählweise: Medizinische Abläufe, Entscheidungen und körperliche Veränderungen werden präzise beobachtet, ohne melodramatische Zuspitzung. Nominiert wurde er unter anderem 2000 bei den Césars für das beste Erstlingswerk und die Darstellerleistungen in den beiden Hauptrollen.

Danach

Power of Love 22:05

Power of Love

Drama

Saara und Robert geben sich als modernes Paar ohne feste Rollenmuster: Saara macht Karriere in der Krebsforschung, Robert kümmert sich um Alltag und Haushalt und schreibt an seiner Doktorarbeit. Ihr Beziehungsalltag bleibt abwechslungsreich: In wechselnden Rollen erproben beide Dominanz und Unterwerfung. Ein Arrangement, das ihnen Nähe, Reibung und Kontrolle zugleich ermöglicht. Für den Sommer ziehen sie sich in die finnische Wildnis zurück, in die abgelegene Hütte von Saaras Mutter. Schon auf der Reise verschiebt sich die Dynamik: Robert übernimmt das Kommando, Saara fügt sich, als würde das Paar plötzlich in traditionelle Muster zurückfallen. Beim Besuch der Mutter gerät die Inszenierung jedoch schon ins Wanken. Die Beobachtungen und Bemerkungen von Saaras Mutter treffen empfindliche Punkte und legen Spannungen frei, die bislang überdeckt waren. In der Abgeschiedenheit der Hütte dann eskalieren die Konflikte. Zwischen Begehren und Selbstzweifeln wird aus dem Spiel ein Kampf um Deutungshoheit und Sicherheit. Nach einem Streit überschreitet Robert in einem Sexspiel eine Grenze, woraufhin Saara versucht, die Machtverhältnisse zurückzudrehen, und dabei so weit geht, dass Robert jegliche Sicherheit verliert. Jonas Rothlaender, 2016 mit dem Max Ophüls Preis für die beste Regie ausgezeichnet, führt mit "Power of Love" seine Auseinandersetzung mit romantischen Beziehungen und Männlichkeitsbildern fort. Wie zuvor in "Das starke Geschlecht" (2021) und "Fado" (2016) untersucht er geschlechtsspezifische Stereotype in heterosexuellen Beziehungen als performative Gefüge aus Macht, Begehren und sozialen Erwartungen.

Menopause - Frauen berichten 23:40

Menopause - Frauen berichten

Dokumentation

In dem Dokumentarfilm schildern zwölf Frauen offen und ehrlich, wie sie die Zeit der Menopause erlebt haben. Ihre mit Humor und Scharfsinn erzählten persönlichen Geschichten werfen generelle Fragen auf: Bis zu welchem Alter werden Frauen von der Gesellschaft wirklich noch als weiblich wahrgenommen? Eigentlich sollten sich Frauen mehr als 50 Jahre nach der 68er-Bewegung so akzeptieren, wie sie sind. Und doch ist die Menstruation immer noch tabubehaftet, und viele Frauen wagen es nicht zu sagen, wenn sie aufgrund ihrer mitunter sehr starken oder schmerzhaften Periode erschöpft sind. Auch die durch Hormonveränderungen ausgelösten Wellen von Traurigkeit, die manche Frauen jeden Monat überrollen, werden verschwiegen. Die meisten Frauen denken, dass sie in Sachen Liebe und Sex frei entscheiden können, dennoch haben sich viele von ihnen bis vor kurzem nie wirklich ernsthaft mit dem Konzept der Einvernehmlichkeit auseinandergesetzt. Und wie viele Frauen es gelernt haben, wird auch die Menopause brav versteckt. Als müssten Frauen immer neue Mittel und Wege erfinden, um die Veränderungen ihres Körpers zu verbergen. Werden sie die Auswirkungen der Wechseljahre weiterhin herunterspielen, um in den Augen anderer zu bestehen? Wenn sich tatsächlich etwas ändern soll, müssen Frauen über Bord werfen, was ihnen seit Jahrhunderten eingeschärft wird. Der Dokumentarfilm hinterfragt gesellschaftliche Normen und zeigt Wege zu mehr Selbstliebe und Respekt auf. "Menopause - Frauen berichten" will den Blick auf einen wichtigen Abschnitt im Leben von Frauen verändern.