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TV Programm für ARTE am 10.02.2026

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Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Panama City / Pyrenäen / Bulgarien / Luzern

Magazin

(1): Panama City: Frank Gehrys buntes Museum der Vielfalt (2): Pyrenäen: Bergsteigen mal anders (3): Bulgarien: Olegs Agneshko Pecheno (4): Luzern: Ein sehr lauter Käfer

Danach

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Spanien / Schottland / Polen

Magazin

(1): Spanien: Frauenstimmen hinter geschlossenen Vorhängen (2): Schottland: die Rückkehr der Hexen (3): Griechenland: Katerinas Rosinen-Pfannkuchen (4): Polen: eine Frau im Urwald

Aviator 14:00

Aviator

Biografie

Nach einem Originaldrehbuch von John Logan erzählt Regisseur Martin Scorsese in seinem epischen Filmporträt "Aviator" die Geschichte des Millionenerben Howard Hughes, im Zeitabschnitt von den späten 1920er bis zum Ende der 1940er Jahre. Es handelt sich um eine Epoche, in der Hughes als Regisseur und Produzent von Hollywoodfilmen ins Rampenlicht rückte, als Testpilot nach eigenen Entwürfen entwickelte Flugzeuge steuerte und skandalträchtige Affären mit einigen der begehrtesten Frauen der Welt hatte. Der waghalsige Pilot und berühmteste Flieger seit Charles Lindbergh wurde zu einer treibenden Kraft der modernen kommerziellen Luftfahrt. Er war eine der aufregendsten Persönlichkeiten seiner Zeit, mit einer Aura von Glamour und Attraktion, aber auch Geheimnis und Unnahbarkeit. "Aviator" gibt Einblick in Howard Hughes' bewegtes Gefühlsleben, seine Affären mit den Hollywood-Legenden Katharine Hepburn und Ava Gardner. Und er zeigt auch die dunkle Seite dieses schillernden Lebens: Hughes' Kampf mit körperlichen Gebrechen und Phobien, mit immer mehr außer Kontrolle geratenden, zwanghaften Ausbrüchen, die schließlich dazu führten, dass er sich vollkommen isolierte und von seinen Mitmenschen und der Welt zurückzog.

Australiens unbekanntes Paradies 16:55

Australiens unbekanntes Paradies: Die Inseln der Torres-Straße

Dokumentation

274 Inseln mit weißen Korallensandstränden erheben sich aus der Torres Straße, der seichten warmen Meerenge zwischen Australien und Papua-Neuguinea. Das Leben im Südseeparadies hat so seine Herausforderungen: Die rund 20 bewohnten Inseln liegen oft viele Kilometer voneinander entfernt, und kaum eine eignet sich für einen Flugplatz. Wer seine Familie und Freunde besuchen will, muss über ein Meer mit unberechenbaren Gezeitenströmungen reisen. Auch Frachtschiffe, die die Inseln vom Festland aus mit Medikamenten und anderem Lebensnotwendigem versorgen, kommen nicht immer pünktlich an, wie Matrose Lachie McDermott berichtet. Isolation und Ressourcenknappheit begegnen die Ureinwohner seit jeher mit großem Einfallsreichtum. Die Dokumentation begleitet einigeTorres-Straßen-Insulaner, unter anderen den Ranger Barry Pau, der jahrhundertealte Fischfallen betreut, Wally Kris, der den Kindern die überlieferten Tänze lehrt, sowie den Künstler Ken Thaiday, der traditionelle bewegliche Tanzmasken und Skulpturen schnitzt. Die Bewohner haben sich mit dem Inselleben arrangiert. Schwangere werden von der fliegenden Hebamme Paula Dawson betreut, die jährlich tausende Flugmeilen zurücklegt, damit sie die Frauen auf ihren abgelegenen Heimatinseln betreuen kann. Die Lokalzeitung wird von Aaron Smith geleitet, er ist Redakteur, Fotograf und Zeitungsjunge zugleich. Er ist froh, wenn die auf dem Festland gedruckte Zeitung rechtzeitig mit dem Schiff ankommt. Sie ist wohl die einzige Zeitung der Welt, die es nicht im Internet gibt. Die Dokumentation "Australiens unbekanntes Paradies - Die Inseln der Torres Straße" bietet überraschende Einblicke in eine einzigartige Inselwelt, paradiesisch und rau zugleich.

Oasen - Inseln des Lebens 17:50

Oasen - Inseln des Lebens: Die Lebensader der Anden

Dokumentation

Im Süden Perus zieht sich eine ungewöhnliche Schlucht durch die karge Bergwelt der Hohen Anden: der Colca-Canyon. Über Jahrmillionen hat sich der Fluss in das Vulkangestein gefräst. Mit etwa 3.200 Metern ist er heute fast doppelt so tief wie der Grand Canyon. Umrahmt von Vulkanen, die mehr als 6.000 Meter in den Himmel ragen, ist das Tal von trockenen Hochebenen, steinigen Steilhängen und abweisenden Kakteen geprägt. Es scheint eher unwahrscheinlich, hier florierendes Leben zu finden. Doch der Colca-Fluss ist wie eine lebensspendende Ader in der rauen Felslandschaft. Abgeschiedene Dörfer schmiegen sich wie grüne Perlen an den Wasserlauf. In den Oasen leben indigene Gemeinschaften vom Ackerbau auf den steilen Terrassenfeldern, die ihre Ahnen bereits vor mehr als tausend Jahren in die Steilhänge gruben. In der Oase Canco im tiefsten Teil der Schlucht werden sogar gigantische - als Camaron bekannte - Garnelen aus dem mineralhaltigen Gewässer gefischt. Eine überraschende Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Menschen haben sich an die extremen Bedingungen des Canyons angepasst. Überall finden sich kleine Inseln des Lebens inmitten der abweisenden Schlucht. Pflanzen wie die endemische Riesenbromelie Puya Raimondii, mehrere Tausend Jahre alte Yaretas, der majestätische Andenkondor, scheue Vicuñas, und pelzige Vizcachas trotzen dem windigen, rauen Klima der Hochebenen, während Riesenkolibris, Andenhirsche und der Andenschakal die Vorteile des Canyons für sich in Anspruch nehmen. Sie alle haben sich mit besonderen Anpassungen das Leben im Colca-Tal und in seinen blühenden Oasen gesichert.

Oasen - Inseln des Lebens 18:35

Oasen - Inseln des Lebens: Das grüne Herz von Mumbai

Dokumentation

Indiens Megacity Mumbai: Inmitten der pulsierenden 20-Millionen-Metropole liegt eine grüne Oase: der Sanjay Gandhi National Park. Umgeben von einer Betonwüste zeigt sich hier eine beeindruckende ökologische Vielfalt. Der Park ist Rückzugsort für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, Heimat von rund 50 Leoparden und einer der größten Stadtparks der Welt. Das kontrastreiche Aufeinandertreffen von Wildnis und Großstadt bringt besondere Herausforderungen mit sich. Wildtierretter helfen Schlangen und Krokodilen, die sich in die Stadt verirrt haben. Leoparden begeben sich am Stadtrand auf die Jagd und sorgen für Aufregung unter den Anwohnenden. Stetig arbeitet eine Gruppe von Fachleuten daran, das Zusammenleben von Mensch und Leopard zu verbessern. Für die indigene Gemeinschaft der Warli ist der Park ein wichtiger Rückzugsort, denn hier können sie ihre traditionelle Lebensweise bewahren. Ihre tiefe Verbindung zum Wald und seinen Geschöpfen drücken sie in beeindruckenden Wandmalereien aus. Vor einer uralten buddhistischen Tempelanlage warten Affen auf arglose Touristinnen und Touristen. Sie haben es auf deren Proviant abgesehen. Eine Frage bleibt: Wie lässt sich das grüne Herz von Mumbai auch in Zukunft bewahren?

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Ausländische Ärzte retten deutsche Provinzkliniken

Reportage

Ausländische Ärztinnen und Ärzte sichern in vielen deutschen Landkrankenhäusern die medizinische Versorgung. Die Reportage zeigt ihren Alltag. Mohamed Cherbagi kommt aus Syrien. Als Internist arbeitet er im Krankenhaus eng mit deutschen und internationalen Kolleginnen und Kollegen. Anfangs gab es Sprachhürden und Vorurteile, heute ist er fester Teil des Teams. Mehr als 50.000 zugewanderte Ärztinnen und Ärzte stützen den medizinischen Betrieb an deutschen Krankenhäusern. Ihr Einsatz ist längt unverzichtbar. In Freiberg stammt fast jeder zweite Arzt aus dem Ausland. Doch Mohamed denkt über eine Rückkehr nach Syrien nach. Sobald er seine zweite Facharztausbildung abgeschlossen hat, möchte er gehen. Die Ärztin Ina Viaroukina aus Belarus hilft mit, eine Klinik im Harz am Laufen zu halten. Sie springt am Krankenhaus Quedlinburg dort ein, wo Personal fehlt. Auf der Intensivstation betreut sie schwer kranke Patientinnen und Patienten, diktiert Befunde und kämpft mit neuen Computerprogrammen. Sechs-Tage-Wochen sind für sie normal. Ihre beiden Töchter wachsen in Quedlinburg auf, während Ina Beruf und Familie allein stemmt. Deutschland ist für sie Chance und Belastung zugleich. Trotzdem sagt sie klar, dass sie bleiben will. Die Reportage zeigt zwei Leben zwischen Herkunft und neuer Heimat. Sie macht sichtbar, wie abhängig das deutsche Gesundheitssystem von internationalen Fachkräften ist. Wenn Ärzte wie Mohamed Cherbagi gehen und Ärztinnen wie Ina Viaroukina an ihre Grenzen kommen, gerät die medizinische Versorgung ganzer Regionen ins Wanken.

China - Wie eine Nation entstand 20:15

China - Wie eine Nation entstand: Die blaue Sonne

Dokumentation

Das Emblem der "blauen Sonne" steht für die Republik China unter Chiang Kai-shek. Nach dem Ende des jahrtausendealten Kaiserreichs 1911 sucht das Land nach einer neuen Identität. Wie kann China seine Souveränität zurückgewinnen? Und was bedeutet es, Chinese zu sein? Chiang Kai-shek, Nachfolger des Republikgründers Sun Yat-sen, will das Land einen und von ausländischer Vorherrschaft befreien. Seit den Opiumkriegen Mitte des 19. Jahrhunderts ist China durch Konzessionen zersplittert. Mit dem Nordfeldzug 1926 gelingt es Chiang Kai-shek, die von Warlords beherrschten Regionen unter seine Kontrolle zu bringen. Die Republik erobert einige Konzessionsgebiete zurück und übernimmt die Zollverwaltung. Doch Chiang Kai-sheks Vision eines starken Chinas wird von zwei Seiten bedroht: Japan intensiviert seine militärischen Angriffe und im Inneren erstarkt die kommunistische Bewegung unter Mao Zedong. 1936 wird Chiang Kai-shek entführt und muss unter sowjetischem Druck eine vorübergehende Allianz mit den Kommunisten eingehen, um japanische Truppen aus China zu vertreiben. Trotz Korruption und Repression wird sein Regime im Zweiten Weltkrieg zu einem wichtigen Verbündeten der USA. 1943 werden die ausländischen Konzessionen aufgehoben, 1945 wird China Gründungsmitglied der Vereinten Nationen mit einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat. Doch dieser scheinbare Triumph ist nicht von Dauer. Das nationalistische Regime ist instabil, und selbst US-Präsident Roosevelt beginnt, an seinem einst treuen Verbündeten zu zweifeln.

China - Wie eine Nation entstand 21:15

China - Wie eine Nation entstand: Die rote Sonne

Dokumentation

1945: Gezeichnet von jahrelangem Krieg, Korruption und Brutalität wird die stark geschwächte Republik China von der "roten Sonne" Mao Zedongs besiegt. Der Krieg gegen Japan hat den chinesischen Nationalismus gestärkt und somit den Kommunisten in ihren roten Hochburgen Zentralchinas zusätzlichen Rückhalt verschafft. Im Dezember 1949, einen Monat nach der Ausrufung der Volksrepublik durch seinen verhassten Rivalen, flüchtet Chiang Kai-shek mit 600.000 Mann nach Taiwan - eine vernichtende Niederlage. Auch für Mao ist der Bürgerkrieg erst beendet, wenn die letzten Funken des nationalistischen Regimes in Taiwan erloschen sind. Der kommunistische Führer will China zu einer aufstrebenden, souveränen Nation formen. Doch inmitten des Wiederaufbaus versinkt das Land in Hungersnot und Chaos. Mao steht zudem vor den ungelösten Territorialfragen seines Rivalen und bricht seine Versprechen auf nationale Selbstbestimmung gegenüber Tibetern, Mongolen und Uiguren, die einst von der Qing-Dynastie erobert wurden. Für ihn ist die Eingliederung dieser Gebiete in das vom Kalten Krieg bedrohte China unverzichtbar. Währenddessen ist Maos Erzfeind Chiang Kai-shek weiterhin davon überzeugt, dass die "blaue Sonne" eines Tages erneut über ganz China erstrahlen wird. Auf Taiwan errichtet er ein autoritär regiertes Regime nach seinen Vorstellungen eines modernen Chinas. Mit dem Tod der beiden Tyrannen Mao und Chiang Kai-shek Mitte der 1970er- Jahre endet eine Ära - doch für ihre Nachfolger auf beiden Seiten der Taiwanstraße sind die Folgen dieser ungelösten Konflikte noch immer spürbar.

Chinas Kriegsarbeiter an der Westfront 22:15

Chinas Kriegsarbeiter an der Westfront

Dokumentation

Der Geschichtsstudent Zhang Yan will das Schicksal seiner Landsleute rekonstruieren. Denn die Geschichte der chinesischen Kriegsarbeiter ist ein fast vergessenes Kapitel des Ersten Weltkriegs. Für China ist diese Ära ohnehin traumatisch belastet: Denn bei Kriegsausbruch unterhielt das Deutsche Reich dort schon lange eine Kolonie - auf die nun Japan Anspruch erhob. Mit der Entsendung von Arbeitskräften für die britischen und französischen Kriegsanstrengungen hofften die Chinesen einen Beitrag zum Konflikt in Europa zu leisten, ohne als Nation selbst in den Krieg involviert zu werden. Erst 1917 erklärte auch China dem Deutschen Reich den Krieg - um bei späteren Friedensverhandlungen wieder die Souveränität über seine besetzten Gebiete aushandeln zu können. Eine Vision, die sich als trügerisch erweisen sollte, genauso wie die Hoffnung der 140.000 chinesischen Kriegsarbeiter, als reiche Männer in ihre Heimat zurückzukehren. Zhang Yan folgt den Spuren dieser Glückssucher, um ihre vergessene Geschichte öffentlich zu machen.

Machtkampf im Pazifik 23:10

Machtkampf im Pazifik: Ein Südseeparadies im Visier der Supermächte

Dokumentation

Die Salomonen sind ein Südseeparadies mit Palmenstränden und zugleich auch ein geopolitisches Pulverfass. Der Inselstaat, bis 1978 britische Kolonie, gerät zunehmend ins Visier der Großmächte. China verteilt großzügig Geschenke und investiert etwa in Infrastruktur und Gesundheitsversorgung, während Australien und die USA mit eigener Entwicklungshilfe gegenhalten. Der Machtkampf spaltet die Gesellschaft: Korruption, Proteste und gewaltsame Ausschreitungen sind die Folge. Grund für den Wettkampf der Großmächte ist die strategische Lage der Salomonen. Schon im Zweiten Weltkrieg waren die Inseln umkämpft. Und auch heute haben sie eine Schlüsselstellung - gerade für Chinas Pläne im Pazifik. Nur zu gerne nimmt man die Geschenke aus Peking - denn die Salomonen sind eines der ärmsten Länder in der Region. Doch für viele Einwohnerinnen und Einwohner ist der Preis hoch und bedeutet Ausbeutung von Rohstoffen, illegale Fischerei und Umweltzerstörung. Zwischen den Interessen Pekings und Washingtons versuchen die Salomonen, ihre Souveränität zu bewahren. Doch wie lange kann ein kleiner Staat im globalen Ringen der Supermächte seinen eigenen Weg gehen, ohne selbst unterzugehen?

Tracks East 00:05

Tracks East: Greift China nach Zentralasien?

Reportagereihe

Die eine Supermacht geht, die andere kommt? Mit Beginn des Ukraine-Kriegs stellen sich die Länder Zentralasiens breiter auf, um die Abhängigkeit von Russland zu reduzieren. Ein Global Player profitiert besonders: 2025 ist China zum wichtigsten Wirtschaftspartner der Region aufgestiegen. In Tadschikistan wurde das Parlamentsgebäude mit chinesischen Geldern gebaut. In Kasachstan und Usbekistan entstehen Wind- und Solarparks. In Kirgistan und den Nachbarländern schürft China Gold und Seltene Erden. Läuft Zentralasien Gefahr, ausgebeutet zu werden? Und sich ganz in den Dienst Chinas zu stellen? Das befürchtet Timur. Der usbekische Fotograf macht sich in Taschkent auf die Spur - zwischen Relikten der Sowjetzeit und neuen chinesischen Wolkenkratzern. Er spricht mit Usbeken und mit chinesischen Händlern. Wer profitiert von der neuen Partnerschaft? Mit den Investitionen entstehen auch neue Jobs. "Tracks East" begleitet einen Trucker aus Kirgistan auf dem Asphalt der neuen Seidenstraße. Wer steht unter Druck? In Kasachstan lebt eine große uigurische Minderheit. Deren Heimat liegt direkt auf der anderen Seite der Grenze: im chinesischen Xinjiang. Dort werden viele Uiguren und Angehörige anderer muslimischer Gruppen - wie Kasachen, Kirgisen und Tadschiken - in Lagern festgehalten. Sie durchleiden Zwangsarbeit und Folter. Dina hat über ein Jahr Lagerhaft überlebt und ist nach Kasachstan geflüchtet. Doch dort fühlt sie sich nicht mehr sicher.

Türkei - Gaspoker im östlichen Mittelmeer 00:35

Türkei - Gaspoker im östlichen Mittelmeer

Dokumentation

Im Sommer 2020 bereiteten sich türkische und griechische Truppen auf eine militärische Auseinandersetzung vor; Frankreich schickte Fregatten und Rafale-Kampfjets nach Griechenland; der deutsche Außenminister reiste Hals über Kopf nach Athen und Ankara. Das Säbelrasseln zwischen den Nato-Partnern verunsicherte die Europäer. Tatsächlich stieg die strategische Bedeutung des östlichen Mittelmeerraums schon ab 2010 mit der Migrationskrise und den bewaffneten Konflikten in Syrien und Libyen. Auch das Ende des amerikanischen Leaderships und der Machtgewinn der Russen störten das Ost-West-Gleichgewicht in einer Region, die für die Stabilität der Europäischen Union von höchster Bedeutung ist. Die Militarisierung der Ägäis schreitet schneller voran denn je - ein Prozess, der durch den Ukrainekrieg noch beschleunigt wurde. Die diplomatischen Manöver der anderen Länder erweisen sich angesichts der angespannten politischen Lage in der Region und der ganzen Welt als heikel und unberechenbar. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für einen Krieg gegen Griechenland? Warum offenbart ein Blick nach Libyen die Gründe für das Spannungsverhältnis mit Frankreich? Die Türkei ist der fünftgrößte Handelspartner der EU - doch wie steht es um die politischen Beziehungen zwischen Brüssel und Ankara? Und welche Rolle spielt die Türkei im Ukrainekrieg? Diese und andere Fragen beantworten Präsidentenberater, Minister und Diplomaten in "Türkei - Gaspoker im östlichen Mittelmeer". Eine Dokumentation, die die jüngsten Machtverschiebungen in der Ägäis und ihre Auswirkungen auf die Weltordnung des 21. Jahrhunderts beleuchtet.

Die Atomkraft - Ende einer Ära? 01:30

Die Atomkraft - Ende einer Ära?

Dokumentation

Die Atomkraft war immer geprägt von Kontroversen. Sie wird leidenschaftlich befürwortet und bekämpft, protegiert und gefürchtet. Für einige Länder - allen voran Deutschland - scheint sie nach 80 Jahren ihrer Nutzung auf dem Weg zum Auslaufmodell. Aber ist sie das wirklich? Aktuell diskutiert wie lange nicht, zeigt der Dokumentarfilm "Die Atomkraft - Ende einer Ära?", was sie in den letzten Jahrzehnten für uns bedeutete und wie unterschiedlich die gesellschaftliche Diskussion in Deutschland und Frankreich verlief. Und er fragt, was ihre Zukunft bringt - mit überraschenden Antworten. Mit Fokus auf Frankreich, der größten Kernenergie-Nation der Welt, und auf Deutschland, das trotz des vorübergehenden Weiterbetriebs der letzten drei Kraftwerke am Atomausstieg festhält. In den 1960ern wurde die zivile Nutzung der Kernenergie zur Hoffnung einer Welt im Aufschwung. Unter dem Eindruck der Ölkrise Anfang der 70er beschloss Frankreich den Umstieg auf eine rein nukleare Energieerzeugung. Flamanville und La Hague, Gorleben und Brokdorf: Massenproteste und Misstrauen gab es seit den 70ern in beiden Ländern. Tschernobyl veränderte 1986 den gesellschaftlichen Diskurs ganz besonders in Deutschland. Einige Energieerzeuger sehen heute andere Quellen wirtschaftlicher - doch nur in Deutschland bereitete Fukushima den Weg zu einem endgültigen Ausstieg. Oder vielleicht doch nicht? In einer Welt, in der Energie immer kostbarer wird und die Atomkraft als klimaneutral gilt, steht selbst dies wieder auf dem Prüfstand.

Mit offenen Karten - Im Fokus 03:00

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Mit offenen Augen 03:10

Mit offenen Augen: Nahaufnahmen von Trumps innerstem Zirkel sorgen für Polemik

Infomagazin

Fotos können unser Weltbild beeinflussen. Und jedes Foto hat eine Entstehungsgeschichte. Das Magazin "Mit offenen Augen" ordnet Bilder ein und erklärt Hintergründe. Moderatorin Sonia Devillers liefert faszinierende Aufschlüsse, die über den ersten Blick hinausgehen.

28 Minuten 03:20

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.

(Fast) die ganze Wahrheit 04:10

(Fast) die ganze Wahrheit: Albert Einstein

Infotainment

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Albert Einstein (und seine Frau).

Häuser der Kunst 04:15

Häuser der Kunst: Josephine Baker und ihr Schloss Les Milandes

Kunst und Kultur

Erschöpft von ihrem exzessiven Pariser Lebensstil fand Josephine Baker Ende der 1930er Jahre in Les Milandes einen Landsitz, an dem sie zur Ruhe kommen wollte. Doch nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Frankreich wurde das Schloss zum Stützpunkt der Resistance: Josephine Baker versteckte in dem verwinkelten Gebäude unter Einsatz ihres Lebens Waffen und Geflüchtete vor den Nazis. Nach dem Krieg eröffnete Baker mit ihrem vierten Mann Jo Bouillon in Les Milandes einen Freizeitpark, den jährlich Hunderttausende besuchten, und in dem Stars wie Jaques Brel auftraten. Auch ihre zwölf Kinder, die sie aus allen Teilen der Welt adoptiert hatte, und die als "Rainbow Tribe" ständig in den Schlagzeilen waren, wuchsen hier auf. Doch der luxuriöse Lebensstil der Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin verschlang Unsummen - ebenso wie der Unterhalt des Anwesens. 1964 rettete sie noch der öffentliche Spendenaufruf der Schauspielerin Brigitte Bardot vor der Pleite. Doch 1968 war es dann so weit: Les Milandes wurde zwangsversteigert - nachdem Josephine Baker sich drei Tage lang in der Küche verbarrikadiert hatte, musste sie ihr Schloss für immer verlassen. Der Film erzählt mit seltenen Archivaufnahmen und Interviews - u.a. mit Josephine Bakers Sohn Brian Bouillon-Baker - die ergreifende Geschichte von Josephine Baker und ihrem Märchenschloss Les Milandes.