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TV Programm für ARTE am 08.04.2026

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Das gestohlene Bild 20:15

Das gestohlene Bild

Tragikomödie

André Masson, Auktionator im berühmten Auktionshaus Scottie's, erreicht ein Brief: Im Haus des Fabrikarbeiters Martin in Mulhouse soll ein Original von Egon Schiele aufgetaucht sein. Routiniert bleibt Masson zunächst skeptisch, macht sich von der Neugier getrieben aber schließlich doch auf den Weg nach Mulhouse. Dort wartet auf ihn und seine Kollegin und Ex-Frau Bertina eine Sensation: Das Gemälde scheint echt zu sein. Die Freude über den Fund und den erhofften Karrieresprung bekommt einen Dämpfer, als die Herkunft des Werks klar wird. Das Bild war einst Teil der Sammlung eines jüdischen Mäzens, der von den Nazis enteignet wurde - es handelt sich also um Raubkunst. Masson steht nun vor der Herausforderung, die Ansprüche der Nachfahren des Sammlers, die Interessen seines Auktionshauses und die Situation der Arbeiterfamilie, bei der das Bild gefunden wurde, so in Einklang zu bringen, dass er die Auktion des Gemäldes tatsächlich vollziehen kann. Unterstützt wird er dabei nicht nur von Bertina, sondern auch von seiner neuen Praktikantin Aurore, welche die Rituale und Machtmechanismen der Kunst- und Auktionswelt immer wieder infrage stellt.

Danach

Gustav Klimt - Ein Kunstkrimi 21:45

Gustav Klimt - Ein Kunstkrimi

Dokumentation

Es war eine Sensation für die Kunstszene, als 2023 ein Gemälde von Gustav Klimt wieder auftauchte, das über Jahrzehnte als verschollen galt. Es zeigt einen afrikanischen Prinzen, den Klimt in seiner frühen Zeit gemalt hat, dessen Identität aber lange ungeklärt war. Rätselhaft war auch, wo das Bild über die lange Zeit hinweg geblieben war und warum es nicht gefunden werden konnte - trotz intensiver Suche durch die Kunsthistoriker. Das Gemälde stammt aus einer Phase, in der Klimt seinen akademischen Stil hinter sich ließ und eine neue Bildsprache entwickelte. Stück für Stück deckt die Dokumentation die Rätsel rund um das Bild auf: Dazu begleitet der Film die Restaurierung und die forensische Analyse und reist bis nach Ghana, wo Kunstschaffende und lokale Entscheidungsträger Hinweise liefern, die den Mann erstmals klar in eine familiäre und kulturelle Linie einordnen und dem Porträt seinen Namen geben. Ungewöhnlich für die Entstehungszeit ist die präzise und individuelle Darstellung des Modells. Klimt schafft Nähe und ein Porträt auf Augenhöhe. In den 1920er Jahren gelangt das Porträt in den Besitz der jüdischen Familie Klein. Mit ihrer Flucht vor dem Regime der Nationalsozialisten bleibt das Bild zurück und verschwindet aus dem Blick der Öffentlichkeit. Erst durch verstreute Dokumente, Briefe und Auktionsunterlagen wurde es möglich, seinen Weg durch Krieg und Nachkriegszeit zu rekonstruieren. 2025 wurde das Bild erstmals wieder öffentlich gezeigt. Die internationale Aufmerksamkeit unterstreicht nicht zuletzt die Bedeutung eines Kunstwerkes, das nicht nur kunsthistorische, sondern auch gesellschaftliche und politische Fragen berührt.

Klandestin 22:40

Klandestin

Drama

Der Künstler Richard konnte sich sein Leben in London nicht mehr leisten, lebt inzwischen in Tanger und bereitet eine Ausstellung in Frankfurt vor. Dort angekommen, stößt er auf den jungen Marokkaner Malik, den er unwissentlich über die Grenze geschmuggelt hat. Malik hat kein Visum und träumt von einer Musikerkarriere in Europa. Um ihn zu verstecken, überredet Richard seine alte Bekannte Mathilda, Malik bei sich aufzunehmen. Mathilda ist mittlerweile Politikerin und bekannt für ihre fremdenfeindlichen Positionen. Der unerwartete Gast kommt für sie daher äußerst ungelegen. Mathildas Assistentin Amina, Juristin mit marokkanischem Hintergrund, wird zur "kulturellen Vermittlerin" erklärt und soll den heiklen Fall managen, während sie zugleich darum kämpft, nicht ständig auf ihre Herkunft reduziert zu werden. Ein mutmaßlich von Islamisten ausgeführter Anschlag, der kurz zuvor mehrere Menschen in Frankfurt getötet hat, erhöht den Druck auf die vier. Angelina Maccarone enthüllt nach und nach neue Informationen und macht so die unterschiedlichen Perspektiven der vier durch ein Geheimnis verbundenen Protagonisten erfahrbar. Durch subjektive Blickwinkel, Ellipsen und Perspektivwechsel legt der Film Vorurteile offen, unterläuft Erwartungen und zeigt Widersprüche zwischen Selbstbild und Außenwirkung.