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Seit den 1960er Jahren hält moderne Technik Einzug in die Landwirtschaft. Auch in der DDR spielen Maschinen eine immer größere Rolle. Immer größere Flächen, immer leistungsstärkere Maschinen - nur auf diese Art, so scheint es, können landwirtschaftliche Betriebe überleben. Durch die Mechanisierung nimmt die Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft immer mehr ab. Das hat auch Einfluss auf das Leben in den Dörfern. "Wachsen oder weichen", war das Motto in Westdeutschland - und wer bei diesem Modernisierungsrausch nicht mitzog, blieb auf der Strecke. Jeder musste mit anpacken, selbst die Kinder. So erging es auch Ewald Frie, der einen Bestseller über seine Familie und das Landleben veröffentlichte. Doch trotz Mechanisierung musste in den 1970er Jahren jeder fünfte landwirtschaftliche Betrieb in der Bundesrepublik aufgeben. Daran änderten die Subventionen der EU-Agrarpolitik nichts. Auch in der DDR schritt die Industrialisierung der Landwirtschaft unaufhaltsam voran: Bereits in den 1960er Jahren entstanden dort gigantische Anlagen, in denen Tausende Nutztiere auf engstem Raum gehalten wurden. Doch die Massentierhaltung sowie der starke Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden schadeten der Umwelt - im Osten wie im Westen. Anfang der 1980er Jahre kam es bei einigen zu einem Bewusstseinswandel: Inspiriert durch die aufkommende Öko-Bewegung entschlossen sich die ersten Landwirte, ganz auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Es ist der Beginn des Bio-Booms in der Landwirtschaft.
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Spier erhält eine Vorladung ins Durchgangslager Westerbork, von wo aus Juden deportiert werden. Um ihn zu schützen, schlägt Etty ihm vor, zu heiraten. Innerlich ist sie hin- und hergerissen, ob sie ihre Haut retten oder bei Spier bleiben soll. Regisseur Hagai Levi versetzt die Lebensgeschichte der jüdischen Intellektuellen Etty Hillesum aus den 1940ern in die Jetztzeit.
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Etty nimmt ihre Arbeit beim Judenrat auf. Dort beobachtet sie, wie einflussreiche Personen Freistellungen bekommen und so der Deportation entgehen. Von diesem System angewidert, versucht sie dennoch, Spier vor der Deportation zu retten. Regisseur Hagai Levi versetzt die Geschichte der jüdischen Intellektuellen Etty Hillesum aus den 1940ern in die Jetztzeit.
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Etty glaubt, dass sie schwanger ist. Sie ist dennoch fest entschlossen, in die Außenstelle des Judenrats im Lager Westerbork zu wechseln. Auch wenn dort niemand für ihre Sicherheit garantieren kann. Etty will das Schicksal ihres Volkes teilen. Regisseur Hagai Levi versetzt die Geschichte der jüdischen Intellektuellen Etty Hillesum aus den 1940ern in die Jetztzeit.