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TV Programm für ARTE am 27.09.2026

Jetzt

Zu Tisch 18:45

Zu Tisch: Attersee, Österreich

Essen und Trinken

Am Attersee in Oberösterreich ist Zwetschgenzeit. Gina Brandlmayr hat zum Glück Helfer: Sommerfrischler aus Salzburg und Wien unterstützen sie beim Ernten und beim Kochen. Aus der tiefblauen, fruchtig-süßsauren Zwetschge entstehen ein Salat mit Aprikosen und Wirsing, der zu geflämmtem Rinderfilet serviert wird oder Schweinebraten "à la Pekingente" mit Kartoffelfladenbrot und Zwetschgen-Chutney. Süß schmecken die Früchte im Zwetschgenfleck oder in Pofesen, gefüllt mit aromatischem Powidl. Clemens Schnaitl, Leiter des Naturparks "Attersee-Traunsee", erforscht seit Jahren alte Zwetschgensorten und setzt sich für den Erhalt der alten Streuobstwiesen ein. Ein besonderes Ereignis ist für ihn Neumond: Da erstrahlt der Sternenhimmel über dem Attersee in seiner ganzen Schönheit.

Danach

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

360° Reportage 19:40

360° Reportage: Marquesas-Inseln, das Comeback der Tattoos

Reportage

Heretu Tetahiotupa und Teiki Huukena sind die Pioniere der neuen Tattoo-Bewegung auf den Marquesas-Inseln. Sie haben jüngst eine eigene Tätowierschule ins Leben gerufen, in der das alte Wissen über die originalen Marquesas-Motive vermittelt wird, in Theorie und Praxis. Das ist wichtig, denn die Bedeutung der alten Tattoo-Zeichen ist fast komplett verloren gegangen. Auf Nuku Hiva, der nördlichen Hauptinsel des Archipels, durchstreifen Heretu und Teiki immer wieder die Waldgebiete. Hier, mitten im Dschungel, verbergen sich Hinterlassenschaften ihrer Vorfahren und Hinweise zu ursprünglichen Tattoo-Motiven. Das früher nahezu komplett isolierte Inselvolk auf den Marquesas entwickelte eine eigene Sprache und einzigartige Zeichensymbole. Diese wurden als Tattoos unter die Haut gestochen und auch in Felsen geritzt. So haben einige Symbole die Jahrhunderte überdauert. Es sind teils rätselhafte Zeichen längst untergegangener Inselstämme und heute wichtige Fenster in die Vergangenheit. Schätzungsweise seit dem 4. Jahrhundert wurde der Archipel von Seefahrern aus Westpolynesien besiedelt. Politisch und wirtschaftlich sind die Marquesas heute fest an Frankeich und Europa angebunden. Frachtschiffe versorgen die abgelegenen Inseln regelmäßig. Einst aber regierte hier ein recht kriegerisches Südseevolk, das Kannibalismus praktizierte und Menschenopfer darbrachte. Und: Damals ließ man sich jeden Teil des Körpers tätowieren. Die Menschenopfer wünscht sich heute niemand zurück. Die Tätowierungen aber schon. Heretu gehört zur Avantgarde der Tattoo-Bewegung. Er hat sich sogar schon ein großes Tattoo ins Gesicht stechen lassen - genau wie einst seine Vorfahren. Wer wird seinem Beispiel folgen? Haben die martialisch anmutenden Tätowierungen eine Zukunft in der modernen Welt der Marquesas-Inseln?

Kundschafter des Friedens 20:15

Kundschafter des Friedens

Actionkomödie

Die Entführung eines Präsidentschaftskandidaten in einer ehemaligen Sowjetrepublik gibt vier Agenten des DDR-Auslandsgeheimdienstes die Chance, in ihren alten Beruf zurückzukehren. Agenten wurden in der DDR euphemistisch "Kundschafter des Friedens" genannt. Jochen Falk und seine in die Jahre gekommenen Kumpels kümmern sich um Technik, Logistik und die Herzen der Frauen. Falk hat einen persönlichen Grund für diese Mission: Sein alter Widersacher beim BND, Frank Kern, der ihn einst enttarnte und ihm dann die Frau ausspannte, wurde gemeinsam mit dem Kandidaten in Katschekistan entführt. Begleitet werden die vier Spionageveteranen von der BND-Agentin Paula. Doch die Methoden der Kundschafter taugen nur bedingt in der Gegenwart. So hat Jaecki Probleme, die Alarmanlage eines Luxushotels lahmzulegen, da die Kabel aus China stammen, und Romeo-Agent Harry scheitert als Herzensbrecher. Doch obwohl weder die Technik aus der Zeit des Kalten Krieges noch die neuesten Gadgets wirklich helfen, gelingt die Befreiung von Präsidentschaftskandidat Kazan und seines deutschen Aufpassers. Die Friedenskonferenz in Bonn, bei der die Ostagenten mit ihrem Kontrahenten aus dem Westen noch eine wichtige Rolle spielen werden, kann beginnen. Robert Thalheim gelang mit dieser Altherren-James-Bond-Komödie ein großer Kinoerfolg. Neben den vier ostdeutschen Schauspielstars Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Thomas Thieme und Winfried Glatzeder brilliert auch Jürgen Prochnow als ihr Westkontrahent.

"Gomorrha", Manifest gegen die Mafia 21:40

"Gomorrha", Manifest gegen die Mafia

Dokumentation

Kann man die Camorra mit den Waffen der Literatur bekämpfen? 2004 war der junge Journalist Roberto Saviano überzeugt von dieser Idee. Er wuchs in den 1980er Jahren bei Neapel auf, wo er die kriminellen Machenschaften der Mafia täglich miterlebte. Saviano wollte nicht tatenlos zusehen und begann, die mafiösen Strukturen in der weltweiten kapitalistischen Marktwirtschaft zu denunzieren, denn das organisierte Verbrechen war dabei, den Rechtsstaat zu ersetzen. Anhand der E-Mail-Korrespondenz zwischen Saviano und seinem Verleger Mondadori beleuchtet die Dokumentation die Entstehung von "Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra", einer Mischform aus Roman und Reportage. Der Austausch spiegelt die enorme Motivation des Schriftstellers und lässt durchblicken, welch hohen Preis er für seine Enthüllungen zu zahlen bereit war. War vorauszusehen, was ihm passieren würde? Das Buch wurde zwei Jahre später veröffentlicht. Es beinhaltet sämtliche Namen der Clan-Chefs und spielt unter anderem in der Camorra-Hochburg Casal di Principe, einer Kleinstadt nördlich von Neapel. Saviano erhielt Morddrohungen und lebt infolgedessen bereits seit 20 Jahren unter Polizeischutz. Gemeinsam mit Verlegern, Freunden, Drehbuchautoren, Richtern und Mitgliedern seiner Leserschaft beurteilt Roberto Saviano sein idealistisch motiviertes Vorgehen von damals. Kann die Literatur Verbrechern die Stirn bieten? Kann sie die Menschen zur Veränderung bewegen? Seine Geschichte und seine Aussagen machen den Film zu einem Manifest. Solange Saviano lebt, wird er nicht schweigen. Und niemand wird sagen können, er habe von nichts gewusst.

Mario Puzos "Der Pate" - Epilog: Der Tod von Michael Corleone 22:35

Mario Puzos "Der Pate" - Epilog: Der Tod von Michael Corleone

Mafiafilm

New York im Jahr 1979: Michael Corleone, der Pate, ist müde. Im Alter von 60 Jahren hat er zwei Wünsche: Er will seine Familie von seinen Verbrechen reinwaschen und einen würdigen Nachfolger finden. Als Kandidat käme Vincent Mancini infrage. Doch der schreckt nicht vor Gewaltanwendung zurück und würde damit Michaels Hoffnungen auf eine endgültige Abkehr von der blutigen Vergangenheit gefährden, denn seine Geschäfte hat er legalisiert. Für seine großzügige Spendenbereitschaft will ihn die katholische Kirche sogar ehren, was selbst seine geschiedene Frau und seine Kinder beeindruckt. Derweil eskalieren die Streitigkeiten zwischen seinen designierten Nachfolgern Vincent Mancini und Joey Zasa und gefährden Michaels Bank- und Immobiliengeschäfte. Michael gerät in die gewalttätigen Auseinandersetzungen und entgeht nur knapp einem Anschlag. Er reist nach Italien, wo sich sein Sohn Anthony auf seinen ersten großen Opernauftritt vorbereitet. Bei seinen europäischen Geschäftspartnern entdeckt der ehemalige Mafiaboss Michael ähnlich verbrecherische Methoden wie die seiner eigenen Vergangenheit. So kommt er einer mörderischen Intrige gegen den neu gewählten Papst Johannes Paul I. auf die Spur. Francis Ford Coppola realisierte mit Filmgrößen wie Al Pacino, Diane Keaton, Talia Shire, Eli Wallach, Joe Mantegna, Andy Garcia, Bridget Fonda und seiner Tochter Sofia Coppola einen Filmklassiker, der wie kaum ein anderer die Themen Macht, Tradition, Rache und Liebe behandelt. "Der Pate III" war 1991 gleich für sieben Oscars, darunter für den besten Film, und für sieben Golden Globes nominiert.