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TV Programm für ARTE am 08.04.2026

(Fast) die ganze Wahrheit 04:40

(Fast) die ganze Wahrheit: Jeanne Moreau

Infotainment

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Jeanne Moreau.

Neuseeland - Wald der Riesen 05:10

Neuseeland - Wald der Riesen

Landschaftsbild

In Neuseeland existieren noch uralte Wälder - letzte Reste der riesigen Waldflächen, die einst den gesamten Archipel bedeckten. In diesen Fragmenten des Primärwaldes stehen Baumriesen, die so alt sind wie die Kathedralen Europas: Totara, Matai, Rimu, Kauri oder Rata - stumme Zeugen unzähliger Veränderungen. Rund 90 Prozent der Baumarten sind endemisch, sie kommen nur hier vor. Mit der menschlichen Besiedlung vor kaum 700 Jahren begann der Niedergang dieser einzigartigen Lebensräume. Fläche und Stabilität der Wälder wurden drastisch reduziert. Nur wenige, inzwischen geschützte Gebiete sind erhalten geblieben - letzte Rückzugsorte der Artenvielfalt. Die mächtigen Bäume ragen bis zu 50 Meter in den Himmel. Auf ihren Ästen gedeihen Epiphyten, in ihren hohlen Stämmen leben Kolonien von Langnasenfledermäusen. Doch können diese Bäume auch diesmal überleben? Invasive Arten, Parasiten, Waldfragmentierung - und die Folgen der Klimaerwärmung - setzen ihnen massiv zu. Aus Sorge um "ihre" Bäume kämpfen Wissenschaftlerinnen, Waldhüter und lokale Behörden für den Erhalt der Urwälder. Sie erläutern ihre Strategien zum Schutz und zur Wiederbelebung dieser wertvollen Ökosysteme.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Die Ostsee, Sehnsuchtsort der Kraniche

Reportage

Es ist eine geografische Besonderheit auf dem Darß, die diesen Küstenabschnitt für Kraniche attraktiv macht: der Bodden. Das durch Landzungen und Inseln entstandene Lagunengewässer ist ein wahres Vogelparadies. Die großen Schreitvögel bewohnen normalerweise Sumpf- und Moorlandschaften im gesamten nördlichen und östlichen Europa sowie im Norden Asiens. Doch jedes Jahr im Herbst finden sich unzählige dieser Vögel hier an der Ostseeküste ein und sorgen für ein Spektakel, das Vogelliebhaber und Wissenschaftler gleichermaßen begeistert: die Kranichrast. Zehntausende Kraniche aus Deutschland, vor allem aber aus Skandinavien und dem Baltikum, machen zwischen September und November Rast entlang der Boddenkette - engmaschig überwacht von Ornithologen und fasziniert beobachtet von zahlreichen Vogelbegeisterten. Wie bedroht der Kranich durch Landwirtschaft, Klimawandel und natürliche Feinde ist, soll die aktuelle Zählung zeigen. Einzigartig sind jedoch nicht nur der Vogelzug hier oben im Norden oder die kilometerlangen, breiten Sandstrände. Auch altes Handwerk lebt hier weiter - wie die farbenfrohen Darßer Türen, handgefertigt und mit den typischen Motiven verziert. Auch der Kranich findet sich darauf wieder. In der Werkstatt der Brüder Roloff in Prerow werden neue Türen gebaut und alte saniert. Sie stammen oft aus dem 19. Jahrhundert: alte Kapitänstüren, durch deren Opulenz und Größe der Wohlstand der Bewohner zum Ausdruck kam. Die Charakteristik und das Flair der Ostseeküste zu erhalten, mit ihren Menschen, den Tieren, der Landschaft und Architektur - das ist der große Wunsch der Einheimischen.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Nizza: Petits Farcis

Essen und Trinken

(1): Nizza - Petits Farcis (2): Ein Biss'chen Heimat: Julie, von Nizza nach Italien (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Dubravka Ugresics Kroatien / Brasilien / Paris

Magazin

(1): Dubravka Ugresics literarische Abrechnung mit Kroatien (2): Brasilien: Der Nordosten tanzt im Takt des Maracatu (3): Mongolei: Sunjees Tsuivan (4): Paris: Obacht mit der Nächstenliebe

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Sardinien / Marokko / Kopenhagen

Magazin

(1): Padre Padrone, die Erinnerungen eines sardischen Hirten (2): Marokko: die Wüste und ihre Nomaden (3): Nicolas' Bouillabaisse aus Marseille (4): Kopenhagen: Schreiben im Eiltempo

Meister der Jagd am Great Barrier Reef 08:55

Meister der Jagd am Great Barrier Reef: Der Tigerhai

Tiere

Das Great Barrier Reef ist eines der sieben Weltwunder der Natur und gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Wie alle Korallenriffe bildet es ein einzigartiges Ökosystem, dessen Artenvielfalt für das Gleichgewicht der Ozeane - der anderen Lunge des Planeten - unerlässlich ist. Doch heute ist es aufgrund der Erderwärmung in Gefahr. Ein Team von engagierten australischen Wissenschaftlern setzt alles daran, dieses Naturparadies zu retten. Die Herausforderung ist riesig, und die Zeit drängt. Das Great Barrier Reef wird von kalten Strömungen durchzogen, die aus der Tiefe des Meeres kommen, das Wasser temperieren und allen Bewohnern dieses Ökosystems Nahrung liefern - vom kleinsten Seepolypen bis zum Wal, Walhai oder Riesenmanta. Die Wissenschaftler versuchen, diese Strömungen zu lokalisieren, denn dort sind die Korallen noch intakt und können als Samenbank für die Wiederbelebung der beschädigten Riffe dienen. Also bringen die Forscher Peilsender und anderen Messgeräte an den Meeresriesen an. Einfach ist dies nicht, denn die Tiere befinden sich die meiste Zeit unter Wasser. Der Augenblick, in dem sie auftauchen, ist umso bewegender und gibt die Gelegenheit zu unglaublichen Filmaufnahmen. Doch wird es den Wächtern des Great Barrier Reef gelingen, in so kurzer Zeit genügend Tiere für ihr Vorhaben auszurüsten?

Meister der Jagd am Great Barrier Reef 09:40

Meister der Jagd am Great Barrier Reef: Das Salzwasserkrokodil

Tiere

Im Nordosten Australiens, entlang der Küsten von Queensland, regieren Salzwasserkrokodile unangefochten über ein riesiges Gebiet - von den Mangrovensümpfen bis zu den Lagunen des Great Barrier Reefs. Die bis zu sieben Meter langen Reptilien sind Überlebende aus der Zeit der Dinosaurier und perfekt an ein Leben zwischen Süß- und Salzwasser, Land und Meer angepasst. Doch sie sind mehr als nur ein Relikt der Urzeit: Als Spitzenprädatoren prägen sie das Ökosystem und halten es im Gleichgewicht. Wo Krokodile und Menschen aufeinandertreffen, birgt dies jedoch Konfliktpotenzial. Australische Forscher untersuchen daher das Verhalten der Tiere, ihre Jagdstrategien und Wanderrouten entlang der Küste sowie die Herausforderungen eines geteilten Lebensraums. Mit Drohnen und Unterwasserkameras beobachten sie die Grenzgebiete, in denen sich die Reviere von Mensch und Krokodil überschneiden. Die Frage ist: Wie lässt sich ein friedliches Miteinander langfristig sichern? Die Dokumentation zeigt spektakuläre Aufnahmen und bisher kaum dokumentierte Verhaltensweisen der "Salties", wie die Salzwasserkrokodile in Australien genannt werden. Dabei wird ihre ökologische Bedeutung deutlich: Als Hüter der Mündungsgebiete tragen sie entscheidend zum Erhalt des fragilen Ökosystems bei. Doch steigende Meeresspiegel, Tourismus und der Verlust von Feuchtgebieten bedrohen ihren Lebensraum - und damit auch die Zukunft der gesamten Region.

Meister der Jagd am Great Barrier Reef 10:25

Meister der Jagd am Great Barrier Reef: Die Giftigen

Tiere

Das Great Barrier Reef ist nicht nur ein Naturwunder - es ist auch das wahrscheinlich größte Giftlabor der Erde. Steinfische, Kegelschnecken, Seeschlangen, Quallen - so schön sie sind, so tödlich sind sie auch. Doch was für den Menschen lebensgefährlich ist, könnte die Medizin verändern. Der Biologe Jamie Seymour und der Kameramann Richard Fitzpatrick wagen sich in diese gefährliche Unterwasserwelt, um die Gifte zu sammeln und zu erforschen. Ihr Ziel: Moleküle zu isolieren, die betäuben, heilen oder sogar Gewebe regenerieren können. Von der Würfelqualle bis zur Schnabelseeschlange - jeder Tauchgang birgt Risiken, doch die Erkenntnisse könnten bahnbrechend sein. Die Dokumentation geht einem jahrtausendealten Evolutionsprozess auf den Grund, bei dem die Natur perfekte Waffen - und vielleicht auch die Medikamente von morgen - entwickelt hat. Eine packende Exkursion entlang neuer Forschungsfelder und den damit verbundenen Wagnissen und Perspektiven.

Re: 11:25

Re:: Mit Raketen und Schwarzpulver durch die Osternacht

Reportage

Schon ein halbes Jahr vor Ostern fängt Theodósis Sezénias mit seiner Gruppe an, Feuerwerksraketen für den Rouketopolemos zu bauen. Mit geheimen Zutaten, an geheimen Orten, denn das österliche Feuerwerksduell auf der griechischen Insel Chios ist eigentlich illegal. Jedes Jahr in der Nacht zum orthodoxen Ostersonntag beschießen sich hier zwei Kirchengemeinden mit Zehntausenden selbstgebauten Raketen. Es ist eine Frage der Tradition und der Ehre, beim Rouketopolemos im Seefahrer-Ort Vrondádos mitzumachen. Das Spektakel, das seinen Ursprung im 19. Jahrhundert haben soll, ist inzwischen auch zur Touristenattraktion geworden - obwohl es von den Behörden nie legalisiert wurde. Theodósis ist seit mehr als 20 Jahren dabei. Der Rouketopolemos ist sein Leben, seine Gruppe für ihn so etwas wie seine Familie. "Wir leben für diese Tradition, wir halten sie aufrecht", sagt er. Es gehe dabei längst nicht nur um das Duell an sich, nicht nur darum, wer in der Osternacht den gegnerischen Glockenturm am häufigsten trifft, sondern um die monatelangen Vorbereitungen, das Zusammensein, die gemeinsamen Erlebnisse. Mittlerweile gibt Theodósis sein Wissen an die nächste Generation weiter, an die Jüngeren. Es gehöre Ausdauer dazu, sagt er, Zeit und Geld. Denn alles sei handgemacht, und bis jemand in der Lage sei, eine gute Feuerwerksrakete zu bauen, vergingen drei bis vier Jahre. Wie erfolgreich werden seine Zöglinge dieses Mal sein? "Jedes Jahr ist anders", weiß Theodósis. "Die Raketen sind unterschiedlich, die Teams ändern sich, jedes Jahr hat seine Geschichten."

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Brasilien: Churrasco

Essen und Trinken

(1): Das XXL-Barbecue nach brasilianischer Art: Churrasco (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Charlotte Perriands Japan / Paris / Puerto Rico

Magazin

(1): Charlotte Perriands inspirierendes Japan (2): Paris: Der größte Weinkeller der Welt (3): Kolumbien: Nenas Mote de Queso (4): Puerto Rico: Die geopferte Insel

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Providence / Extremadura / Bretagne

Magazin

(1): Providence, die dunkle Stadt von H.P. Lovecraft (2): Merinowolle, der Schatz der Extremadura (3): Im Libanon, Khaldouns Brot mit Aubergine (4): Im bretonischen Maquis mit der Kamera unterwegs

In Wahrheit 14:00

In Wahrheit: Zwischen Recht und Gerechtigkeit

TV-Krimi

Yangtse - Unterwegs in China 15:35

Yangtse - Unterwegs in China: Highway nach Tibet

Land und Leute

Das Quellgebiet des längsten Flusses Chinas, des Yangtse, liegt im Hochland von Tibet. Die letzte Etappe seiner Reise verschlägt den niederländischen Fotografen Ruben Terlou an die Ausläufer des Himalaya. Aufgrund der felsigen Landschaft und der Mäanderströmung ist das eine der faszinierendsten Landschaften Chinas. Tausende Jahre lang war diese Region schwer zu erreichen, deswegen leben hier viele ethnische Gruppen mit eigenen Sprachen und Bräuchen. Jetzt wird die Region erschlossen. Die Arbeiten an Straßen und Tunneln sind auf 4.000 Höhenmetern beschwerlich, Arbeiter von weit her verbringen Monate auf engstem Raum, weit weg von Zivilisation und Ablenkung. Viele sind Han-Chinesen, sie bilden die Mehrheit in China. Insgesamt gibt es über 90 ethnische Gruppen, 56 davon sind von der Regierung anerkannt. Ruben Terlou trifft auf seiner Reise Volksgruppen, deren Kultur und Sprache sehr wahrscheinlich durch die Erschließung des Gebiets verschwinden werden. Die Bewohner des Volks der Malimasa sehen auch die Vorteile der Erschließung: bessere medizinische Versorgung und weniger Abhängigkeit vom eigenen Ertrag in der Landwirtschaft. Je mehr sich Ruben Tibet nähert, desto weniger Menschen verstehen Chinesisch. Aber er sieht erstaunliche Bauten, die von großer Handwerkskunst zeugen, lernt interessante Menschen und Rituale kennen. Am Ende seiner Reise will er noch etwas über das Ritual der Wasserbestattung erfahren.

Naturparadies Armenien 16:00

Naturparadies Armenien: Nationalpark Sewan

Landschaftsbild

Seine türkisblaue Farbe erinnert an die Karibik. Und doch liegt er fernab von Meeren und Ozeanen mitten im Landesinneren Armeniens. Der Sewansee liegt am Südrand des Kleinen Kaukasus in 1.900 Meter Höhe. Er ist mehr als doppelt so groß wie der Bodensee und eingebettet in eine einzigartige Hochgebirgslandschaft. Die Armenier nennen ihn mit Stolz das armenische Meer. Der Sewansee ist ein einzigartiges Symbol für die Natur, die Kultur und die Geschichte Armeniens. An seinen Ufern stehen stumme Zeugen der Vergangenheit. Eine tausend Jahre alte Zyklopenfestung ist das Überbleibsel des stolzen Königreichs Etiuni. Die 900 Kreuzsteine auf dem größten Friedhof seiner Art zeugen von der langen christlichen Tradition der Armenier. Ihr Land war das erste, in dem das Christentum im Jahr 301 Staatsreligion wurde. Der Sewan ist auch Lebensraum für endemische Tierarten wie die seltene gepunktete Sewanforelle. Die größte Population der ebenfalls endemischen Armeniermöwe lebt hier am See. Dieser ist das größte Süßwasserreservoir der gesamten Kaukasusregion. So versorgt er die knapp drei Millionen Einwohner des Landes mit Wasser. Seit 1978 sind der Sewan und seine Uferzone Nationalpark. Der Biologe Sasun Galstyan von der Nationalparkverwaltung blickt auf den See und bringt auf den Punkt, was viele hier denken: "Wir müssen alles tun, damit es ihm gut geht. Was ich fühle? Ich fühle die Ewigkeit, das Leben."

Naturparadies Armenien 16:55

Naturparadies Armenien: Nationalpark Arevik

Landschaftsbild

Im Süden Armeniens liegt der Arevik-Nationalpark. Nahezu unberührte Natur auf mehr als 340 Quadratkilometern. Es ist das größte Naturschutzgebiet des Landes. Die Gebirgstäler des Arevik-Nationalparks sind auch Heimat für etliche Tiere, die anderswo längst selten geworden sind. Einer, der das Gebiet in- und auswendig kennt, ist Ranger Mkrtich Boyajyan. Er kümmert sich um den Schutz der gefährdeten Bezoarziegen. Am südlichen Rand des Nationalparks liegt die Stadt Meghri, nur wenige Kilometer von der iranischen Grenze entfernt. Hier lebt Shahane Khachikyan mit ihrem kleinen Sohn. Meghri war einst die wichtigste armenische Stadt. Heute verirrt sich kaum noch ein Besucher hierher. Doch für Shahane gibt es kein schöneres Fleckchen Erde. Der Umweltschützer Gagik Sargsyan hat in dem kleinen Dorf Lichk seine Kindheit verbracht. Doch seine Heimat ist bedroht: Bald soll hier eine Kupfer- und Bleimine eröffnet werden. Seit langem kämpft er gegen die Öffnung der Mine am Rand des Nationalparks. Die Eheleute Serob und Warduhi Hovsepyan sind die einzigen ständigen Bewohner des Dorfes Kaler mitten in den Bergen des Nationalparks Arevik. Sie leben das ganze Jahr über in dieser abgelegenen Region in 2.000 Meter Höhe. Karen Aghababyan ist Schmetterlingsforscher. Für das jährliche Monitoring ist er im Nationalpark unterwegs. Im Frühsommer ist die Vielfalt und Farbenpracht der Wildblumen und Tagfalter beeindruckend. Rund 150 Arten soll es im Nationalpark Arevik geben. Doch Karen macht sich Sorgen um die fragilen Lebewesen. Ihr Lebensraum wird durch den Klimawandel zunehmend bedroht.

Schmetterlinge!!! - Superhelden der Natur 17:50

Schmetterlinge!!! - Superhelden der Natur: Die Flugkünstler

Tiere

Auf der Erde gibt es 200.000 Arten von Schmetterlingen. Sie existierten bereits vor den Dinosauriern. Und im Laufe von 300 Millionen Jahren lernten sie, sich an jedes Ökosystem anzupassen. Sie sind wahre "Superhelden der Natur". Doch wie entfalten diese als so zart und kurzlebig geltenden Insekten ihre Superkräfte? Was sind ihre Geheimwaffen? Mit neuen Technologien können Forscher diese Insekten wie nie zuvor verfolgen und ihre fantastischen Fähigkeiten entschlüsseln. Einzigartig ist das Flugvermögen der kleinen Insekten. Denn trotz ihres Federgewichts sind einige von ihnen fähig, Tausende von Kilometern zurückzulegen, monatelang zu fliegen, Gegenwinden zu trotzen und sogar Meere zu überqueren. Schmetterlinge sind echte Flugkünstler.

Die Geschichte vom Orangeroten Heufalter 18:35

Die Geschichte vom Orangeroten Heufalter

Tiere

Der Orangerote Heufalter, auch Regensburger Gelbling genannt, war einst weit über Europa bis nach Österreich und Deutschland verbreitet. Was ist passiert, dass es in Regensburg keine Heufalter mehr gibt? In grauer Vorzeit sind Herden mächtiger Pflanzenfresser übers Land gezogen, die durch Abknabbern von Schösslingen und Zweigen einen vielgestaltigen, offenen Lebensraum schufen. In der jüngeren Geschichte sorgten die Bauern mit ihrem Vieh dafür, dass die Heimstatt des Orangeroten Heufalters nicht vom Wald verschlungen wurde. Bis die Landwirtschaft modernisiert und industrialisiert wurde: Im 20. Jahrhundert zogen die Rinder von der Weide in geschlossene Ställe um. Die Schmetterlingswiesen wurden gedüngt oder aufgelassen, das große Aussterben begann. Der Regensburger Gelbling war einer der Ersten, der verschwand. Auch in Österreich sind die letzten Vorkommen, etwa bei Wien und Linz, der modernen Landwirtschaft zum Opfer gefallen. Die letzten großen Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Schmetterlings liegen in Osteuropa. Etwa in Siebenbürgen in Rumänien. Dort vermittelt die traditionelle Landnutzung - und die daraus resultierende Landschaft - noch einen Eindruck, wie es vor langer Zeit auch bei Regensburg und überall in Mitteleuropa ausgesehen hat. Und hier fliegen die Heufalter noch, in einem Lebensraum, der in puncto Artenvielfalt seinesgleichen sucht. Gebiete, die durch eine vielfältige, extensive Nutzung der Urlandschaft so nahekommen, dass derart empfindliche und spezialisierte Arten ein Auskommen finden.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Bosniens Bauern und der Kohle-Clan

Reportage

Ein grauer Schleier aus Kohlenstaub liegt über den Wiesen von Fajtovici im Nordwesten Bosniens. Lastwagen donnern im Minutentakt durch den Ort - beladen mit Kohle, Millionen wert. Bauer Enes Tatalovi? streicht über sein Heu. Es ist grau verfärbt, kaum noch brauchbar für seine Kühe. Die Mine rückt immer näher an seine Felder heran. Unter seinen Füßen liegt eines der größten Kohlevorkommen Europas. Noch immer gewinnt Bosnien-Herzegowina mehr als 50 Prozent seiner Energie aus Kohle - und das, obwohl das Land in die Europäische Union strebt, wo längst der Ausstieg aus fossilen Energien beschlossen ist. Die Kohle ist Fluch und Segen zugleich: Einer der wenigen natürlichen Reichtümer, aber oft gefördert auf Kosten von Mensch und Umwelt. In der Mine bei Fajtovici sicherte sich nach dem Bosnienkrieg der undurchsichtige bosnisch-serbisch-kroatische Konzern Lager die Abbaurechte für Jahrzehnte. Zweistellige Millionengewinne stehen einer wachsenden Belastung für Anwohnende und Landschaft gegenüber. Auch im Tagebau Sikulje nahe Tuzla läuft der Betrieb ungebremst weiter - hier fördert der Staat selbst. Der Transport wirkt wie aus einer anderen Zeit: Über 80 Jahre alte Dampflokomotiven aus deutscher Produktion rangieren die Kohlezüge - Relikte des Zweiten Weltkriegs, einst bei der Eroberung Jugoslawiens und für die Ostfront im Einsatz. Für Lokführer Mamut Osmanovi? sind sie mehr als Maschinen: "Diese Lokomotiven waren alles in meinem Leben, ich habe damit meine Rente verdient; dank ihr konnte ich meine Kinder ausbilden lassen, mein Haus finanzieren."

Das gestohlene Bild 20:15

Das gestohlene Bild

Tragikomödie

André Masson, Auktionator im berühmten Auktionshaus Scottie's, erreicht ein Brief: Im Haus des Fabrikarbeiters Martin in Mulhouse soll ein Original von Egon Schiele aufgetaucht sein. Routiniert bleibt Masson zunächst skeptisch, macht sich von der Neugier getrieben aber schließlich doch auf den Weg nach Mulhouse. Dort wartet auf ihn und seine Kollegin und Ex-Frau Bertina eine Sensation: Das Gemälde scheint echt zu sein. Die Freude über den Fund und den erhofften Karrieresprung bekommt einen Dämpfer, als die Herkunft des Werks klar wird. Das Bild war einst Teil der Sammlung eines jüdischen Mäzens, der von den Nazis enteignet wurde - es handelt sich also um Raubkunst. Masson steht nun vor der Herausforderung, die Ansprüche der Nachfahren des Sammlers, die Interessen seines Auktionshauses und die Situation der Arbeiterfamilie, bei der das Bild gefunden wurde, so in Einklang zu bringen, dass er die Auktion des Gemäldes tatsächlich vollziehen kann. Unterstützt wird er dabei nicht nur von Bertina, sondern auch von seiner neuen Praktikantin Aurore, welche die Rituale und Machtmechanismen der Kunst- und Auktionswelt immer wieder infrage stellt.

Gustav Klimt - Ein Kunstkrimi 21:45

Gustav Klimt - Ein Kunstkrimi

Dokumentation

Es war eine Sensation für die Kunstszene, als 2023 ein Gemälde von Gustav Klimt wieder auftauchte, das über Jahrzehnte als verschollen galt. Es zeigt einen afrikanischen Prinzen, den Klimt in seiner frühen Zeit gemalt hat, dessen Identität aber lange ungeklärt war. Rätselhaft war auch, wo das Bild über die lange Zeit hinweg geblieben war und warum es nicht gefunden werden konnte - trotz intensiver Suche durch die Kunsthistoriker. Das Gemälde stammt aus einer Phase, in der Klimt seinen akademischen Stil hinter sich ließ und eine neue Bildsprache entwickelte. Stück für Stück deckt die Dokumentation die Rätsel rund um das Bild auf: Dazu begleitet der Film die Restaurierung und die forensische Analyse und reist bis nach Ghana, wo Kunstschaffende und lokale Entscheidungsträger Hinweise liefern, die den Mann erstmals klar in eine familiäre und kulturelle Linie einordnen und dem Porträt seinen Namen geben. Ungewöhnlich für die Entstehungszeit ist die präzise und individuelle Darstellung des Modells. Klimt schafft Nähe und ein Porträt auf Augenhöhe. In den 1920er Jahren gelangt das Porträt in den Besitz der jüdischen Familie Klein. Mit ihrer Flucht vor dem Regime der Nationalsozialisten bleibt das Bild zurück und verschwindet aus dem Blick der Öffentlichkeit. Erst durch verstreute Dokumente, Briefe und Auktionsunterlagen wurde es möglich, seinen Weg durch Krieg und Nachkriegszeit zu rekonstruieren. 2025 wurde das Bild erstmals wieder öffentlich gezeigt. Die internationale Aufmerksamkeit unterstreicht nicht zuletzt die Bedeutung eines Kunstwerkes, das nicht nur kunsthistorische, sondern auch gesellschaftliche und politische Fragen berührt.

Klandestin 22:40

Klandestin

Drama

Der Künstler Richard konnte sich sein Leben in London nicht mehr leisten, lebt inzwischen in Tanger und bereitet eine Ausstellung in Frankfurt vor. Dort angekommen, stößt er auf den jungen Marokkaner Malik, den er unwissentlich über die Grenze geschmuggelt hat. Malik hat kein Visum und träumt von einer Musikerkarriere in Europa. Um ihn zu verstecken, überredet Richard seine alte Bekannte Mathilda, Malik bei sich aufzunehmen. Mathilda ist mittlerweile Politikerin und bekannt für ihre fremdenfeindlichen Positionen. Der unerwartete Gast kommt für sie daher äußerst ungelegen. Mathildas Assistentin Amina, Juristin mit marokkanischem Hintergrund, wird zur "kulturellen Vermittlerin" erklärt und soll den heiklen Fall managen, während sie zugleich darum kämpft, nicht ständig auf ihre Herkunft reduziert zu werden. Ein mutmaßlich von Islamisten ausgeführter Anschlag, der kurz zuvor mehrere Menschen in Frankfurt getötet hat, erhöht den Druck auf die vier. Angelina Maccarone enthüllt nach und nach neue Informationen und macht so die unterschiedlichen Perspektiven der vier durch ein Geheimnis verbundenen Protagonisten erfahrbar. Durch subjektive Blickwinkel, Ellipsen und Perspektivwechsel legt der Film Vorurteile offen, unterläuft Erwartungen und zeigt Widersprüche zwischen Selbstbild und Außenwirkung.