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TV Programm für ARTE am 12.10.2026

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Das Mädchen mit den goldenen Händen 21:40

Das Mädchen mit den goldenen Händen

Drama

Katharina Schubert wurde durch deutsche TV-Serien als Schauspielerin bekannt. "Das Mädchen mit den goldenen Händen" ist Schuberts Regiedebüt, für das sie auch das Drehbuch schrieb. Sie selbst ist in der alten Bundesrepublik geboren; durch Verwandte ihrer Mutter erlebte sie aber die Unterschiede zwischen dem Leben in den zwei Systemen. Ihre Eindrücke hat Schubert in diesem Familiendrama eingefangen. "Mit Bedacht und viel Umsicht lotet das Drama die Gräben zwischen Ost und West aus, wo Menschen zwischen Erinnern und Vergessen nach Wegen suchen, wie es weitergehen soll."

Danach

Aelita 23:20

Aelita

Stummfilm

Mit "Aelita" schuf Regisseur Jakow Protasanow 1924 einen Meilenstein der Science Fiction. Der Stummfilm erzählt von dem Moskauer Ingenieur Loss, der geheimnisvolle Signale aus dem All empfängt und von einer Reise zum Mars träumt. In seinen Visionen begegnet er der Marskönigin Aelita und gerät in einen Konflikt zwischen Liebe, Macht und Revolution. Dabei verschmelzen Realität, Fantasie und gesellschaftlicher Umbruch zu einem ebenso ungewöhnlichen wie faszinierenden Filmerlebnis. Seine herausragende Stellung in der Filmgeschichte verdankt Aelita vor allem seiner revolutionären Bildgestaltung. Die von der Avantgarde-Künstlerin Alexandra Exter entworfenen futuristischen Kostüme und Bühnenräume verbinden Kubismus, Konstruktivismus und moderne Kunst zu einer visionären Weltraumästhetik, die das Science-Fiction-Kino nachhaltig prägte. Für die musikalische Begleitung sorgt die finnische Band Cleaning Women, die mit selbst gebauten Instrumenten aus Alltagsgegenständen einen unverwechselbaren Klangkosmos erschafft. Zwischen Industrial-Rock, elektronischen Grooves und Avantgarde entwickeln die drei Musiker einen pulsierenden Sound, der die futuristischen Visionen des Films eindrucksvoll in die Gegenwart transportiert. Die Band ist international für ihre Neuvertonungen von Stummfilmklassikern bekannt und veröffentlichte bereits 2004 ihre Musik zu Aelita als eigenes Album. Fast ein Jahrhundert nach seiner Entstehung wirkt der Stummfilm noch immer modern - als utopisches Weltraummärchen, politisches Gleichnis und Triumph filmischer Fantasie.