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TV Programm für ARTE am 14.04.2025

Küchen der Welt 04:05

Küchen der Welt: Japan: Ramen

Essen und Trinken

(1): Ramen, das beliebte japanische Gericht (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Naturparadiese mit Zukunft 05:05

Naturparadiese mit Zukunft: Schweiz: Einsatz für die Alpenwiesen

Natur und Umwelt

Die Schweizer Alpen sind eine der grandiosesten Landschaften der Welt. Es gibt hier eine enorme Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Neben Gämsen und Murmeltieren findet man seltene Pflanzen wie Edelweiß und Enzian. Im Sommer verwandeln sich die Almen in ein buntes Blumenmeer. Für viele ist diese Bergwelt "Natur pur". Doch dieses Almwiesenparadies stammt aus Menschenhand. Nur weil Bergbauern seit Jahrhunderten ihr Vieh in die Berge treiben, konnte dieses besondere Mosaik aus Wiesen, Wäldern und Felsen entstehen. Ohne Beweidung würden die Wiesen in wenigen Jahrzehnten von Gebüsch und Wald überwuchert werden. Pflanzen, Insekten und Vogelarten würden verschwinden, Natur und Urlaubslandschaft gingen verloren. Und genau diese Entwicklung droht. Das Leben der Bergbauern ist hart, viele geben ihre Höfe auf. Andere bleiben, treiben aber die Tiere im Sommer nicht mehr auf die Alm. Der Wald dringt immer weiter vor. Doch die Schweizer haben die Gefahr erkannt und lassen sich einiges einfallen, um ihre zauberhafte Bergwelt zu erhalten. Der Film begleitet die Hirtin Lean, die mit 900 Schafen den Sommer hoch oben in den Bergen so verbringt wie Schäfer vor Hunderten von Jahren. Er zeigt, was die Schweizer alles tun, um ihre alten Traditionen zu erhalten. Staatliche Fördergelder für die Almbauern gehören genauso dazu wie die Wolle der Schweizer Schafe, die seit einigen Jahren wieder vermarktet wird. Es geht darum, neue Wege zu finden, um die einzigartige Landschaft der Schweizer Alpen auch in Zukunft zu erhalten.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Finnland: Die rasenden Schrottkisten

Reportage

Wie in vielen Winkeln Finnlands beginnt auch in Pello mit der warmen Jahreszeit für viele Menschen die Lust am Autorennen. Timo ist einer dieser Rennbegeisterten, der sogenannten "Jokkis". Getreu den Idealen des Landes bedeutet der Begriff wörtlich "jedermanns Welt", denn jeder ist willkommen auf dem Renn-Fest. Die Form des nicht-exklusiven Rallycross stammt aus Finnland und ist heute in allen nordischen Ländern sehr beliebt. Pello ist das Mekka für alle Rallyfans. In dieser waldreichen Region sind die rund 3.600 Einwohner des Dorfes stolz darauf, jedes Jahr Rennfahrer aus dem ganzen Land willkommen zu heißen. Die Rennen finden auf einer Strecke durch den Wald statt. Jeden Sommer versammeln sich dort Tausende von Enthusiasten, um die spektakulären Rennen zu verfolgen. Sorgfältig werden die vielen Kurven und unterschiedlichen Bodenbeläge hergerichtet, um den Autofahrern die Strecke zu erschweren, und die Rennen dadurch möglichst spannend zu gestalten. Gemeinsam mit seinem Freund Mika hat Timo im vergangenen Herbst einen alten Volvo gekauft, der jetzt für die große Rally aufgemotzt werden soll. Timo ist auch Mitglied im "Pello Motor Sports Club", der die Veranstaltung seit über 30 Jahren organisiert. Mit an den Start gehen aber auch andere Einwohner von Pello. Vor allem auf Anne-Mari freuen sich viele. Sie ist ein ehemals sehr erfolgreicher Star in der Rally-Szene. Viele Jahre ließ sie alle Konkurrentinnen hinter sich. Nach längerer Pause will sie es nun wieder einmal wissen. Hoch motiviert geht auch sie an den Start.

ARTE Journal Junior 06:40

ARTE Journal Junior

Kindermagazin

Dieses Nachrichtenformat richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche und behandelt, nach dem Vorbild von Nachrichtensendungen für Erwachsene, unterschiedliche Themen aus Europa und der gesamten Welt.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 06:50

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Äpfel

Essen und Trinken

Über 20.000 Apfelsorten gibt es weltweit, jede mit eigenem Charakter und Aroma. Im Bergischen Land hegt und pflegt Apfelbauer Martin Thönes einen Mix aus modernen und alten Sorten. Familie Thomson in Devon setzt auf vegane Rezepte, um den Apfel in all seinem Glanz zur Geltung zu bringen. Von Adam und Eva über Schneewittchen bis hin zu Wilhelm Tell - der Apfel spielt in zahlreichen Mythen und Geschichten eine zentrale Rolle. Kein Wunder, gilt er doch als besonders gesund! Lucie Fischer-Chapalain entlockt Apfelresten einen aromatischen Essig, der als Würzmittel dient. Aus frischen Äpfeln und wärmenden Gewürzen kreiert sie außerdem ein köstliches Apfel-Nelken-Gel zum Anrichten von Desserts. Eine Reise durch die faszinierende Welt des Apfels, die Tradition, Kultur und Genuss verbindet.

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Barcelona / Hongkong / Litauen

Magazin

(1): Eine Stadt mit zwei Gesichtern: Juan Marsés Barcelona (2): Hongkong: Heiß geliebtes Neonlicht (3): Auf Martinique: Audes Flusskrebse mit Tomatensoße und Brot (4): In Litauen: Kurs auf die Freiheit

Stadt Land Kunst Spezial 08:05

Stadt Land Kunst Spezial: Japan

Magazin

(1): Japan: Tanizakis Laster und Geheimnisse (2): Japan: Siegeszug des Sake (3): Japan: Mikas Pancakes mit süßen Bohnen (4): Die "Desperate Housewives" von Tokio

Öl. Macht. Geschichte 08:55

Öl. Macht. Geschichte: Aufstieg und Fall

Geschichte

Mitte des 19. Jahrhunderts erhellten zum ersten Mal ölbetriebene Petroleumlampen die Wohnzimmer. 50 Jahre später verhalf Benzin dem Auto zu einer unvergleichlichen Erfolgsgeschichte. Im 21. Jahrhundert erweiterte sich die Stoffpalette des petromodernen Way of Life immer rasanter: Reinigungsmittel, Pharmaka, Kosmetik, Plastikspielzeug - keine Kreditkarte ohne Plastik und auch die Computerwelt ist eine Öl-Welt. Tastaturen und Monitore, Smartphone- und Tablet-Gehäuse - alles basiert auf dem Rohstoff. Deshalb war und ist der Ölpreis die wichtigste Zahl der Erde. Andreas Sawall zeichnet in zwei Teilen den weltweiten Siegeszug des Erdöls nach: von den Anfängen seiner industriellen Ausbeutung in den USA zum wichtigsten Schmierstoff internationaler Beziehungen und Auslöser globaler Krisen. Anhand zahlreicher Fundstücke aus internationalen Archiven und mittels Interviews wie mit dem Physiker Harald Lesch, dem italienischen Historiker Giuliano Garavini, dem Schweizer Buchautor und Journalisten Daniel Ammann und anderen entsteht ein vielschichtiges Porträt eines Rohstoffs, der über viele Jahrzehnte - und bis heute unverändert - unseren Alltag prägt. Die aufwendige Recherche bilanziert, wie das schwarze Gold schon vor mehr als 100 Jahren Begehrlichkeiten weckte. Das Spannende: Öl macht nicht nur Geschäftsleute, sondern auch demokratisch gewählte Regierungen moralisch äußerst flexibel.

Öl. Macht. Geschichte 09:50

Öl. Macht. Geschichte: Gier und Verderben

Geschichte

Die Ölkrise 1973 war rückblickend eine vertane Chance. Die Forschung stand in den Startlöchern, um Technologien für den Einsatz erneuerbarer Energien zu entwickeln. Stattdessen hat bis heute kein politischer oder wirtschaftlicher Konflikt und kein Krieg die Abhängigkeit vom Öl verändert. Im Gegenteil, der petromoderne Way of Life hat unser Leben voll im Griff: Egal ob Reinigungsmittel, Pharmaka, Kreditkarte oder Smartphone - alles basiert auf dem Rohstoff. Eine Abkehr vom Öl scheint unvorstellbar. Öl ist noch immer in großen Mengen verfügbar und billig. Vorbei die Annahme, die USA würden ewig auf den Nahen Osten angewiesen sein. Die hochumstrittene Fracking-Technologie ließ die USA zum weltgrößten Ölproduzenten aufsteigen. Auch Russland möchte weiterhin aus seinen Bodenschätzen den größtmöglichen Profit schlagen. Die Karten im Öl-Poker werden gerade wieder neu gemischt. Doch die wichtigste Frage der Zukunft ist die gleiche, die man sich schon 1973 gestellt hatte: Schafft die Menschheit es, sich aus der Abhängigkeit des schwarzen Goldes zu befreien? Anekdotenreich und vielschichtig zeichnet Andreas Sawall den Aufstieg des klebrigen Rohstoffs zum globalen Schmierstoff nach - mittels Archivaufnahmen und zahlreicher Interviews wie mit Harald Lesch oder Daniel Ammann, dem Autor des Buches "King of Oil".

Leben mit Vulkanen 10:45

Leben mit Vulkanen: Liparische Inseln: Von der Hölle zum Paradies

Natur und Umwelt

Nördlich von Sizilien liegen die Liparischen Inseln, deren Landschaft von Vulkanen geprägt ist - der berühmteste unter ihnen: Stromboli. Ausbrüche gehören hier zur Tagesordnung, jedoch waren die Eruptionen 2002 besonders gravierend: Über sechs Monate wälzten sich damals immer wieder neue Lavaströme über die Flanken des Stromboli. Arnaud erklimmt den Gipfel des Stromboli - um ihn herum brodelt und zischt es und durch die ständigen Eruptionen fliegen Lavafragmente wie Projektile mit mehreren Hundert Stundenkilometern durch die Luft. Trotz dieser vulkanischen Bomben ist der Glutriese ein Besuchermagnet, dessen Beliebtheit unter anderem dem Kult-Film "Stromboli" des Regisseurs Roberto Rossellini mit Ingrid Bergman zu verdanken ist. Auf der anderen Seite der Insel, im Dorf Ginostra, ist nicht viel vom Touristenrummel zu spüren. In dieser Idylle lebt Pasquale Giuffre - trotz der Gefahren, die vom Vulkan ausgehen, wollte er seine Heimat nie verlassen. Das Leben in einer Großstadt birgt seiner Meinung nach mehr Risiken. Arnauds Reise führt ihn auf die Insel Lipari. Er erforscht dort die dunkle Vergangenheit des Touristenparadieses: Früher bauten Arbeiter hier Bimsstein unter gesundheitsschädlichen Zuständen ab - diese waren so schlimm, dass der Steinbruch auch "weiße Hölle" genannt wurde. Außerdem befand sich vor rund 50 Jahren auf der Insel ein Straflager, dessen Insassen unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen mussten. Von der Hölle auf Erden zum "Himmel" der Touristen - doch eins ist geblieben: Ob Freud oder Leid - auf den Liparischen Inseln bestimmen die Vulkane über das Schicksal der Bewohner.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Bologna: Tagliatelle al Ragù

Essen und Trinken

(1): Vorsicht, Spaghetti! Tagliatelle al Ragù aus Bologna (2): Nostalgiegeschmack: Katia - von Bologa nach England (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Vilnius / Brasilien / Elsass

Magazin

(1): Vilnius vertreibt seine Geister (2): In Brasilien: Capoeira - Tanz als Kampfkunst (3): Auf Kuba: Lamm in Rotwein von Daimariz (4): Im Elsass: Widerständler überleben im Versteck

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Paris / British Columbia / Italien

Magazin

(1): Paris: Christo und das Geschenk der Freiheit (2): British Columbia: Im Land der Bären (3): Griechenland: Vaias gefüllte Paprikaschoten (4): Italien: Eine amerikanische Prinzessin

Ich bin dein Mensch 14:00

Ich bin dein Mensch

Liebesfilm

"Sie glauben ja nicht, wie kompliziert es ist, einen Flirt zu programmieren", vertraut die Mitarbeiterin des Roboterherstellers ihrer neuen Produkttesterin Alma Felser an. Um Gelder für ihre Forschung zu Keilschriften zu bekommen, hat sich die alleinstehende Anthropologin notgedrungen von ihrem Dekan dazu überreden lassen, an einer Studie über humanoide Roboter mitzuwirken. Ihr Gutachten soll bei der Entscheidung helfen, ob die Marktzulassung solcher Roboter ethisch vertretbar ist. Zu diesem Zweck muss Alma drei Wochen lang Tom bei sich aufnehmen: einen Roboter der Extraklasse in attraktiver Menschengestalt, dessen Künstliche Intelligenz einzig und allein darauf ausgerichtet ist, Almas perfekter Partner zu sein. Sein Algorithmus wurde mit allen möglichen Daten über sie gefüttert, lernt bei jeder Interaktion dazu und passt sein Verhalten an Almas Charakter und ihre Bedürfnisse an. Alma, die nicht daran glaubt, dass eine Maschine einen Menschen ersetzen kann, lässt sich nur äußerst widerwillig auf das Experiment ein. Mit der Zeit wird sie jedoch immer häufiger von Tom - und sich selbst - überrascht. Denn abgesehen von seiner erwartbaren mathematischen und analytischen Intelligenz zeigt Tom sich erstaunlich sensibel und humorvoll: So aufmerksam wie niemand sonst hört er Alma zu, scheint ihre Probleme zu verstehen und bringt sie zum Lachen. Wird sie etwa doch Gefühle für ihn entwickeln? Und wie steht es um Tom - empfindet er oder simuliert er nur? Kann er eine eigene Persönlichkeit, einen eigenen Willen entwickeln?

Wie Götter speisen 15:50

Wie Götter speisen: Hinduismus in Indien

Kirche und Religion

Rund 95 Prozent aller Hindus leben in Indien. In der hochmodernen, pulsierenden Hauptstadt Delhi lebt die junge Köchin Ruchira Hoon-Philipp. Obwohl sie kein religiöses Leben führt, ist ihr Alltag von den hinduistischen Traditionen geprägt, bis hin zu den ayurvedischen Ernährungsregeln. Familie Verma ist gläubig und hält sich strikt an die sattvische Ernährung. Die zentrale hinduistische Schrift "Bhagavad Gita" befolgend, ernähren sie sich vegetarisch und meiden scharfe Speisen. Während des Navaratri-Festes halten sie strenge Fastenregeln ein und kochen alte traditionelle Rezepte, die wenig mit dem gemein haben, was man in einem indischen Restaurant in Europa findet. Vrindavan ist eine der wichtigsten hinduistischen Pilgerstätten. Hier verbrachte der Gott Krishna seine Kindheits- und Jugendjahre, die Stadt ist voll von Aschrams und Tempeln. Im Aschram werden die heiligen Kühe gepflegt und aus ihrer Milch wird Ghee, eine geklärte Butter, für Tempelrituale hergestellt. Die Religion bestimmt das Leben in der Pilgerstadt und der Hinduismus ist in jeder Gasse lebendig. Nirgendwo in der Stadt wird Fleisch serviert und die Pilger strömen in Scharen zum Krishna-Tempel, um ihm zu Ehren seine 56 Lieblingsspeisen zu opfern. Denn Krishna war auch ein Feinschmecker. Es ist eine Reise durch die farbenprächtige Vielfalt Indiens. Hier ist die Religion untrennbar ein Teil der Kultur und umgekehrt.

Inseln Italiens 16:20

Inseln Italiens: Toskanischer Archipel

Landschaftsbild

Im größten Meeresschutzgebiet Europas liegt der Toskanische Archipel, zu dem die Inseln Elba, Montecristo und Capraia gehören. Auch große Landflächen stehen unter Schutz und sind als Nationalpark ausgewiesen. Elba, die größte und bekannteste Insel des Archipels, wird vor allem als Urlaubsinsel geschätzt. Dabei galt die Insel bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wegen ihrer reichen Eisenerzvorkommen als das Ruhrgebiet Europas. Als der Bergbau nicht mehr rentabel war, wurde er vom Tourismus abgelöst. Dabei hat die Insel weit mehr zu bieten als glasklares Wasser und lange Strände: eine reiche Geschichte, denn schon den Etruskern war Elba bekannt, dann kamen die Römer, die Medici und schließlich Napoleon. Und die Tier- und Pflanzenwelt ist vielseitig. Montecristo wurde durch den Roman "Der Graf von Monte Christo" weltberühmt. 63 Kilometer vom italienischen Festland entfernt ragt das menschenleere Inselchen wie ein steiler Granitfelsen aus dem Wasser. Allein Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ist der Zutritt erlaubt. Nur hier lebt die Montecristo-Ziege und die giftigste Schlange Europas, die Montecristo-Viper. Dazu kommt eine Vielzahl an endemischen Reptilien, Schnecken und Pflanzen. Die Insel Capraia hat eine ganz besondere Pflanzenwelt, bedingt durch die Entfernung zum Kontinent und die Lage mitten im Mittelmeer. Über 400 Pflanzenarten wachsen hier, mehr als die Insel Einwohner hat. Hier bleibt nur, wer sich der Natur verbunden fühlt.

Inseln Italiens 17:05

Inseln Italiens: Pantelleria

Landschaftsbild

Pantelleria ist ein schlafender Vulkan, wobei der letzte Ausbruch schon weit zurückliegt. Aber es dampft, brodelt und blubbert immer noch überall auf der Insel. Die Insel ist Italiens nächstgelegenes Stück Erde zu Afrika. Die hier siedelnden Araber nannten die Insel einst die "Tochter des Windes". Die Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, fegen doch der kalte Mistral und der heiße Scirocco abwechselnd über Pantelleria hinweg. Die Gärten, nicht selten in Terrassen angelegt, schützen die knapp 8.000 Bewohner mit Mauern aus Lavagestein. Viele davon hat Pietro Di Malta gebaut. Sein Vorname ist Familientradition und ganz bewusst gewählt: "pietra" bedeutet Stein. Das eine ist sein angeborenes Talent, wie er es beschreibt, das Apnoetauchen und die Harpunenjagd sind seine Leidenschaften. Er ist vor den Klippen der Insel regelmäßig auf der Jagd nach den typischen Mittelmeerfischen. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Pantelleria ist der Specchio di Venere, der "Spiegel der Venus". Dieser nach Schwefel riechende, türkisfarbene Binnensee ist vor 16.000 Jahren entstanden, als ein großer Bereich eines Vulkans in sich zusammenstürzte. An vielen Stellen quillt Schwefelwasser mit einer Temperatur von bis zu 50 Grad Celsius aus dem Grund heraus. Beliebt ist der See vor allem für Schlammbäder. Pantellerias Küsten bieten steile Klippen und vom Wind gepeitschte Natur. Nichts, was die meisten Touristen anzieht. Die, die auf die Insel kommen, wollen Geschichte und Natur pur.

Eine Welt aus Wäldern 17:50

Eine Welt aus Wäldern: In Zeiten des Eises

Natur und Umwelt

Paris am frühen Morgen: Der Obelisk auf dem Place de la Concorde weicht langsam einem Steinhügel in der eisigen Tundra. Es gibt schon Menschen, aber so wenige, dass sie in der endlosen weißen Weite nur schwer auszumachen sind. Einzige Spuren ihrer Anwesenheit in diesem unwirtlichen Europa sind die Steinhügel, die sie errichten - wie Orientierungszeichen im stürmischen Eismeer - und die Höhlenmalereien, auf denen im flackernden Kerzenschein die Fauna dieses Zeitalters lebendig wird: Mammut, Wollnashorn, Auerochse, Riesenhirsch, Löwe, Bär und Hyänen gehörten zum Tierreich jener Zeit. In Nordeuropa folgen auf lange Kältezeiten kürzere wärmere Zeiträume. Die Eiskappe zieht sich vorübergehend bis nahe an den Pol zurück und bedeckt dann wieder den größten Teil des Kontinents. Während der 80.000-jährigen letzten Kaltzeit ist der nördliche Teil des Kontinents unter einem riesigen Gletscher begraben, ganz Europa scheint vor Kälte wie gelähmt. Nur einige wenige Landstriche haben ein gemäßigtes Klima bewahrt. Sie liegen im Süden auf der Pyrenäen-, Apenninen- und Balkanhalbinsel, gegenüber von Afrika am Ufer des Mittelmeers. Hier gibt es die letzten Laubwälder Europas, hier konnten Eichen, Buchen und Linden der Eiskappe entgehen. Und hier schreitet die Evolution von Eichhörnchen, Igeln, Füchsen und Wildschweinen weiter voran. Vor 12.000 Jahren veränderte sich das Klima und die Erde erwärmte sich. Aus der Vogelperspektive wirkt die enorme Verwandlung des Kontinents besonders eindrucksvoll: Das Gletschereis zieht sich auf die Gipfel der Alpen und Pyrenäen sowie in die nördlichen Breiten Skandinaviens zurück. Das Schmelzwasser fließt in die Ozeane, wodurch der Meeresspiegel stark ansteigt und sich die gesamte europäische Küstenlandschaft verändert. Für die Bewohner der Kälte beginnt der Exodus. Rentiere und Moschusochsen ziehen auf der Suche nach den letzten Eislandschaften nach Osten und Norden. Die Laubwälder hingegen breiten sich dank des milderen Klimas vom Mittelmeerraum nach Norden aus. Mit ihnen erobern auch die Waldtiere den vom Eis befreiten europäischen Kontinent.

Die Natur, unsere Verbündete 18:35

Die Natur, unsere Verbündete: Macht der Ozeane

Natur und Umwelt

Mehr als 70 Prozent unserer Erde sind von Ozeanen bedeckt. Sie beherbergen die unterschiedlichsten Lebewesen, von mikroskopisch kleinem Plankton bis hin zu riesigen Fischschwärmen und Buckelwalen. Sie alle spielen eine überraschende, aber entscheidende Rolle bei der Aufnahme und Speicherung von CO2. Die erste Folge der Dokumentationsreihe zeigt, wie das Ökosystem Meer funktioniert und stellt faszinierende Lebewesen vor, die sich als Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel erweisen. Im Mittelpunkt stehen außerdem Menschen und Organisationen, die in einer sich rasant verändernden Welt unermüdlich nach innovativen Wegen suchen, um marine Lebensräume zu verstehen, zu erhalten und in großem Maßstab wiederherzustellen, damit die Ozeane überschüssiges CO2 aus der Atmosphäre noch besser aufnehmen und speichern können. Im Nordosten der USA rüsten Wissenschaftler Buckelwale mit Kameras und GPS-Geräten aus, um zu untersuchen, wie sich ihre Ernährungsgewohnheiten ändern, weil die Erwärmung der Meere das Verhalten ihrer wichtigsten Beuteorganismen verändert. Weiter draußen auf See verfolgen ihre Kollegen mit modernster akustischer Überwachungstechnik die täglichen Wanderungen von Meerestieren von der Oberfläche bis in über 600 Meter Tiefe. Doch nicht nur die Wissenschaft hat sich den Kampf gegen den Klimawandel auf die Fahnen geschrieben. Auf einer kleinen kenianischen Insel ermöglicht der Emissionshandel Projekte, die die lokale Bevölkerung bei der Anpflanzung und dem Erhalt von Mangrovenwäldern unterstützen - einem Ökosystem, das für die CO2-Bindung besonders wichtig ist, eine große Artenvielfalt beherbergt und das Land vor dem Anstieg des Meeresspiegels schützt. Im Südpolarmeer schließlich sammelt ein Profisegler während einer internationalen Regatta Daten über die Veränderungen in den weitgehend unberührten, aber dennoch bedrohten Gewässern.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Spaniens Edelkäse in Gefahr

Reportage

Seit Hunderten von Jahren wird der spanische Cabrales-Käse auf traditionelle Art produziert. Doch industrielle Produzenten drohen den Markt zu übernehmen, während kleine Betriebe wie jener der Familie Martinez-Noriega zunehmend ins Hintertreffen geraten. Im Örtchen Tielve, hoch in den Bergen Asturiens, stellt die Familie seit 150 Jahren Cabrales her. Zweimal am Tag werden mehrere hundert Liter frische Milch angeliefert, die von Salud, der Tochter der Chefin, sofort "dickgelegt" wird. Bis zu 16 Stunden arbeitet die 58-Jährige am Tag. Die Käselaibe müssen regelmäßig gewendet und gesäubert werden, oft in schwer zugänglichen Höhlen in den Bergen Nordspaniens. Viele sind bis heute nur mit dem Pferd erreichbar. Die harte Arbeit schreckt die meisten jungen Menschen heute ab. Jedoch nicht alle: Im Örtchen Asiegu, mit 45 Einwohnern, haben Sandra und Nacho vor zwei Jahren die einst aufgegebene Familien-Käserei wiedereröffnet. Dafür sind sie aus dem trubeligen Santander hergezogen und leben nun mit ihren zwei kleinen Töchtern in der abgelegenen Region. Wenigstens einmal im Jahr ist hier richtig was los: Ende August wird in Arenas de Cabrales der beste Höhlenkäse der Saison gekürt und direkt im Anschluss versteigert - für bis zu 30.000 Euro. Dann sind dem Käse, den immer weniger Menschen traditionell herstellen wollen, internationale Schlagzeilen sicher. Reicht das aus, um sein Überleben zu sichern?

Gefährliche Liebschaften 20:15

Gefährliche Liebschaften

Drama

Der galante Vicomte Sébastien de Valmont soll im Auftrag der Marquise Isabelle de Merteuil die junge Cécile de Volanges verführen. Als Belohnung für diesen Dienst winkt ihm eine Liebesnacht mit seiner Auftraggeberin. Doch Valmont interessiert sich auch für die tugendhafte Madame de Tourvel. Das gefällt der intriganten Marquise überhaupt nicht ... Die Verfilmung des berühmten Briefromans von Choderlos de Laclos aus dem Jahr 1782 zeigt in opulenten Bildern die Dekadenz des selbstgefälligen französischen Adels kurz vor der Revolution: Durch Intrigen und frivole Spielchen um Macht und Verführung zerstört er sich schließlich selbst. Die Marquise de Merteuil ist eine durchtriebene Aristokratin, die es genießt, ihre gesellschaftliche Machtposition auszuspielen. Gemeinsam mit ihrem ehemaligen Geliebten, dem Vicomte de Valmont, einem Freigeist und Verführer ohne Moral, schmiedet sie eine Intrige, um ihre Rachepläne an einem anderen Ex-Geliebten zu vollenden: Sie bittet Valmont, die unschuldige Cécile, Tochter ihrer Cousine und zukünftige Braut ihres Verflossenen, noch vor der Hochzeitsnacht zu verführen. Als Belohnung verspricht sie Valmont eine gemeinsame Liebesnacht. Doch Valmont will zunächst nicht mitspielen. Er hat seine Gedanken ganz woanders, nämlich bei der tugendhaften Madame de Tourvel, die im Haus ihrer Tante wohnt, während ihr Ehemann auf Reisen ist. Da aber Madame de Tourvel vor dem berüchtigten Frauenhelden gewarnt wird und seine Chancen bei ihr zunächst gegen null gehen, lässt sich Valmont auf das zweifelhafte Geschäft mit der Marquise ein. Er verführt die junge Cécile. Doch die Marquise verweigert ihm die versprochene Belohnung: Die gemeinsame Liebesnacht soll es nur geben, wenn Valmont endlich die Finger von Madame de Tourvel lässt. Das gefährliche Ränkespiel der beiden Intriganten endet in einem offenen Kampf, der nicht nur sie selbst zu vernichten droht ... Der berühmte Briefroman "Gefährliche Liebschaften" von Choderlos de Laclos wurde von Stephen Frears mit Opulenz und Feingefühl in Szene gesetzt. Seine Verfilmung bringt die verruchte Eleganz des Ancien Régime eindrucksvoll zur Geltung.

Glenn Close - Die Kunst der Verwandlung 22:10

Glenn Close - Die Kunst der Verwandlung

Künstlerinnenporträt

Im Trophäenschrank von Glenn Close stehen zwei "Screen Actors Guild Awards", drei "Golden Globes", drei "Primetime Emmy Awards" und drei "Tony Awards", um nur die wichtigsten einer langen Liste von Auszeichnungen zu nennen. Nur ein Oscar fehlt ihr noch - obwohl sie als Schauspielerin acht Mal für diese Auszeichnung nominiert wurde. Seit ihren Anfängen auf den Broadway-Bühnen sind mittlerweile über 50 Jahre vergangen, doch ist sie mit ihren nun 78 Jahren noch mittendrin im Schauspielgeschäft. Close ist die einzige Hollywood-Schauspielerin, der es systematisch und vertraglich zugesichert gelang, ihre wichtigsten Kostüme in einer einzigartigen Sammlung zu vereinen, die in den Archiven der "University of Indiana" lagert. Die Rollen von Glenn Close bilden ein buntes Kaleidoskop an Figuren: ein Pirat, ein irischer Hotelbutler im 19. Jahrhundert, eine Hüterin der Galaxie, eine Disney-Kultfigur, eine amerikanische Hillbilly-Frau, eine intrigante Marquise im 18. Jahrhundert und eine britische Spionin. In gebrochenen, unterworfenen oder freien und kämpferischen Rollen beweist die Schauspielerin einen Facettenreichtum, der auf ihre persönliche Geschichte zurückzuführen ist, und ihre eigenen Kämpfe veranschaulicht. Als junge Frau gelang es Close, sich einer Bewegung loszusagen, die sie selbst als Sekte bezeichnet, und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ihre Geschichte erzählt die Entwicklung von einem schüchternen Kind, das stets bemäkelt und manchmal auch gedemütigt wurde, zu einer Frau, die zu sich selbst gefunden hat und sich für Frauenrechte und gegen die Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen einsetzt. Mit dem Blick auf ihre Kostüme, begleitet von zahlreichen Filmausschnitten, lässt Glenn Close einen sehr intimen Einblick in ihr Leben zu und offenbart sich als inspirierendes Vorbild.

Skandalöse Liebschaften 23:00

Skandalöse Liebschaften

Literatur

Als der Briefroman "Gefährliche Liebschaften" von Choderlos de Laclos im Frühjahr 1782 erschien, löste er Empörung und Faszination zugleich aus. 175 Briefe beschreiben das ausschweifende Leben der Marquise de Merteuil und des Vicomte de Valmont und ihr dichtes Netz aus Intrigen und Seilschaften. Wer den Roman lesen wollte, musste es heimlich tun - aber gelesen wurde er. Das Werk wurde allerdings nicht nur aufgrund von Morallosigkeit missbilligt, sondern man sah darin auch eine Gefahr - insbesondere für junge Frauen. Laclos war ein Vertreter der Aufklärung. Ihm war bewusst, dass Bildung für Emanzipation und die Ausübung des freien Willens unerlässlich ist - für Männer ebenso wie für Frauen. Vor allem die Figur der teuflisch brillanten Marquise de Merteuil war zur damaligen Zeit ein Skandal. Den Männern in ihrem Umfeld begegnet sie mindestens auf Augenhöhe - wenn sie ihnen nicht überlegen ist. In einem Spiel aus zahlreichen Liebhabern und Intrigen hat sie die Fäden in der Hand. Am bekanntesten ist der Brief Nummer 81, der häufig als feministisches Manifest wahrgenommen wird. Darin erzählt die Marquise, wie sie ihr Schicksal selbst in die Hand genommen hat. Aber war sie wirklich eine Feministin? "Gefährliche Liebschaften" ist vieles zugleich: Reflexion über den Status der Frau, sozialkritische Momentaufnahme Frankreichs vor der Revolution, Handbuch zur freizügigen Liebe allen Konventionen zum Trotz, Schilderung des ewigen Kampfes der Geschlechter. Auch die Macht, die mit Sprache und Bildung einhergeht, wird thematisiert. Zunächst verboten, später hochgelobt - etwa von Charles Baudelaire, André Gide oder André Malraux - gilt der Roman heute immer noch als eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur. Seine Bekanntheit verdankt er nicht zuletzt auch unzähligen Filmadaptionen. Dieses Sittengemälde der höfischen Gesellschaft Frankreichs vor der Revolution, verankert in seiner Epoche und doch zeitlos, bereitet auch im 21. Jahrhundert noch ein ungemeines Lesevergnügen. "Skandalöse Liebschaften" erzählt die Wirkungsgeschichte des Skandalerfolgs und zeichnet nach, wie aus dem lange verbotenen Briefroman ein Kultbuch wurde.

Nutsa und Lana Gogoberidze oder die Dunkelheit ist niemals vollkommen 23:55

Nutsa und Lana Gogoberidze oder die Dunkelheit ist niemals vollkommen

Dokumentarfilm

Geht es im Leben um Begegnung oder Trennung? Die georgische Regisseurin Lana Gogoberidze, 1928 in Tbilissi geboren, fragt dies zu Beginn des Films anhand einer Serie von Fotos: Wie in einem Daumenkino werden Foto für Foto wichtige biografische Stationen gleichsam lebendig: So ist sie als Kind in Umarmung mit ihrer Mutter Nutsa zu sehen. Das Filmemachen folgt in Gogoberidzes Intellektuellen- und Künstler-Familie einer matrilinearen Logik in dritter Generation. Nutsa Gogoberidze (1902-1966) war die erste Filmregisseurin Georgiens, dann als Gulag-Häftling für zehn Jahre von ihrer Familie getrennt und bis an ihr Lebensende von ihrem zensierten Werk abgeschnitten. Lana Gogoberidze macht sich mit ihrer Tochter Salomé Alexi daran, die Teile von Nutsas Leben zusammenzuführen. So finden sie ihre verschollenen Werke "Buba" (1930) und "Uzhmuri" (1934) in Moskauer Filmarchiven. Der poetische wie politische Dokumentarfilm ist eine liebevolle Hommage an die Filmpionierin Nutsa Gogoberidze und weist zugleich weit darüber hinaus, in dem er nicht nur die bewegende Geschichte einer mutigen Frau, sondern auch eine Familiensaga und mit ihr die Geschichte eines Landes erzählt. Die Filmemacherin Lana Gogoberidze sucht dabei auch in ihren zahlreichen eigenen Filmen nach Spuren der Mutter. Filmemachen zeigt sich als kollektive Praxis der Sorge und Zärtlichkeit. Der Dokumentarfilm ist Autobiografie, Liebeserklärung und Trauerarbeit - das Vermächtnis Lana Gogoberidzes und darin aufgehoben auch das ihrer Mutter. Diese inspirierte sie zu starken, freien Frauenfiguren, die düsteren Zeiten trotzen. Gegen alle Abgründe setzt die Gogoberidze-Dynastie Poesie, Tanz und Kino - gemeinsam geteiltes Leben.

Beruf Stuntwoman 01:30

Beruf Stuntwoman

Beruf und Bildung

Virginie, Petra und Estelle sind Stuntfrauen. Sie haben alle eines gemeinsam: Sie begeben sich in Gefahr, um mit ihren Stuntszenen die Sensationslust der Zuschauer zu befriedigen. Vor über 25 Jahren wurde Virginie eine der ersten französischen Stuntfrauen. Bei ihrer Arbeit ist sie Hunderte Male auf alle möglichen Arten gestorben. Mittlerweile versucht sie, sich als erste Frau in Europa als Koordinatorin in der von Männern dominierten Branche zu behaupten. Petra stammt aus der Schweiz und lebt seit über 20 Jahren in Los Angeles. Nach verschiedenen Verletzungen, die sie sich im Laufe ihrer Karriere zugezogen hat, sucht sie nach Möglichkeiten, ihren Körper bei der Ausübung ihres Berufes besser zu schützen. Der Traum von Hollywood ist für sie eine Gratwanderung und sie denkt daran, andere berufliche Wege zu beschreiten. Estelle hat ihre Karriere als Agraringenieurin an den Nagel gehängt und lässt sich im Norden Frankreichs zur Stuntfrau ausbilden. Sie und ihre Freundinnen können es kaum erwarten, Heldinnen zu spielen und wie Löwinnen zu kämpfen. Aber die Realität der Rollen, die sie interpretieren sollen, holt sie schnell ein. "Beruf Stuntwoman" richtet die Kamera auf die Menschen, die als sogenanntes Double meistens im Schatten der bekannten Filmstars stehen und dennoch sehr starke Rollen spielen - etwa Frauen, die je nach Drehbuch verprügelt, getötet oder vergewaltigt werden. Außerdem beleuchtet die Dokumentation, wie sexistische Gewalt in Kino und Fernsehen dargestellt und wahrgenommen wird.

Max Richter "Voices" 02:30

Max Richter "Voices"

Dokumentation

Kann Musik politisch sein? Mit seinem Werk "Voices" schafft der Komponist Max Richter eine Hommage an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. So will er auf kreative Weise einen Raum erzeugen, damit Musikerinnen und Musiker sowie das Publikum wieder mit den fundamentalen Prinzipien des 1948 verabschiedeten Dokuments in Verbindung treten können. Dafür setzt Richter auch auf seine Idee vom "negativen Orchester", eine Reaktion auf die Welt im Jahr 2020. Analog dazu stellt er das Orchester auf den Kopf: Celli und Bässe überwiegen in seinem Werk und sorgen für einen tiefen Grundklang, der von den hohen Solostimmen Violine und Sopran immer wieder durchbrochen wird. Es spielt das Ensemble Resonanz. Als Solisten sind die Schauspielerin Birgit Minichmayr als Sprecherin, Elena Urioste (Violine) und Max Richter selbst am Klavier und der Live-Elektronik auf der Bühne. Abgesehen von der Musik hat der Komponist Hunderte Stimmen auf der ganzen Welt eingefangen, die in ihren Muttersprachen Teile aus der Menschenrechtserklärung vortragen. Nach diesen zahlreichen "Voices" ist das Stück benannt. Die Aufzeichnung aus der Hamburger Elbphilharmonie wird um persönliche Einblicke Richters ergänzt zum Hintergrund und zur Entstehung seiner Komposition.

Mit offenen Karten - Im Fokus 03:30

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Mit offenen Augen 03:35

Mit offenen Augen

Infomagazin

Fotos können unser Weltbild beeinflussen. Und jedes Foto hat eine Entstehungsgeschichte. Das Magazin "Mit offenen Augen" ordnet Bilder ein und erklärt Hintergründe. Moderatorin Sonia Devillers liefert faszinierende Aufschlüsse, die über den ersten Blick hinausgehen.

28 Minuten 03:45

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.