04:30
Johann Wolfgang von Goethe schrieb eines der bedeutendsten Werke der deutschen Literatur: die Geschichte eines Mannes, der einen Pakt mit dem Teufel schließt. Aber das Theaterstück "Faust" verrät vor allem, wofür sein Autor brennt: die Leidenschaft! Die Animationsserie "(Fast) Die ganze Wahrheit", die mit augenzwinkerndem Humor aus dem Nähkästchen prominenter Persönlichkeiten plaudert, wartet mit einer fünften Staffel auf. Die vom Kreativteam der französischen Produktionsfirma Blogothèque geschaffene Serie setzt Spielzeug oder Alltagsutensilien in Stop-Motion-Animationen ein, die von einer frechen Off-Stimme kommentiert werden. In der fünften Staffel gesellen sich zur lustigen Porträtgalerie 39 weitere Promis - unter anderem Josephine Baker, Jeanne Moreau, Albert Camus, Napoleon, Alain Delon und Virginie Despentes.
05:10
Jede zurückgelegte Strecke flugfähiger Tiere dient dem Überleben, sei es zur Nahrungssuche, zur Fortpflanzung oder zur Flucht vor Fressfeinden. Die Folge "Verborgene Flugwege" beleuchtet Strategien wie Präzisionsflug, Risikovermeidung und kollektives Verhalten. In den englischen Wäldern jagt ein Habicht mit sehr hoher Geschwindigkeit durch dichtes Geäst - Präzision und sein ausgezeichnetes räumliches Vorstellungsvermögen ermöglichen es ihm, Beute selbst in komplexen Umgebungen zu fangen. Kleine Rußsegler trotzen am größten Wasserfallsystem der Welt den tosenden Fluten, um hinter dem Wasservorhang Nistplätze anzusteuern. In den Tropen stellen junge Gibbons beim Sprung von Baum zu Baum ihre Geschicklichkeit auf die Probe - sie überwinden dabei Distanzen von mehreren Metern. Kooperationen zwischen Arten können die Überlebenschancen zusätzlich erhöhen - etwa, wenn Delfine und Kap-Tölpel gemeinsam auf Fischjagd gehen. Manchmal genügt auch die Suche einer einzigen Honigbiene nach nektarreichen Blüten, um die Versorgung des gesamten Volkes sicherzustellen. In der Namib-Wüste transportiert ein Flughuhn-Männchen täglich Wasser in seinem Gefieder zu den Küken - eine bemerkenswerte Anpassung an extreme Lebensbedingungen. Doch überall lauern auch Gefahren auf die Flugkünstler: In Texas, Heimat des weltweit größten Fledermausquartiers, jagen Fledermäuse in Schwärmen von Dutzenden bis Hunderttausenden Tieren. Das Kollektiv schützt das Individuum: Gemeinsam reduzieren sie die Gefahr, von Greifvögeln attackiert zu werden.
05:55
La Lutte - der Ringkampf des Senegal: Körperliche Stärke trifft dabei auf spirituelle Magie. Fans feiern ihre Helden und erleben ihre mystische Kraft. Der Sport ist in dem westafrikanischen Land populärer als Fußball. Ganze Stadtviertel begeistern sich für ihre Helden im Ring, die nicht selten aus ihrer Mitte stammen und daher voller Stolz verehrt werden. Immer an der Seite der Kämpfer dabei: Marabouts, spirituelle Heiler, die mittels Magie und Fetischen ihre Schützlinge mit Kraft und Macht ausstatten. Entstanden ist La Lutte im Süden des Senegal, in der Casamance. Dort traten die Bauern seit Jahrhunderten nach einer erfolgreichen Ernte gegeneinander an, Männer ebenso wie Frauen. Von hier stammt auch Gorgui Étudiant. Er gehört zu den aufstrebenden Talenten dieses Sports und will seinen Status demnächst durch einen anstehenden Vorbereitungswettkampf untermauern. Auch sein Freund Sokhor Clé wird demnächst in den Ring steigen. Im Gegensatz zu Gorgui, der einer wohlhabenden Mittelschichtfamilie entstammt, braucht Sokhor den Sieg jedoch dringender denn je. Zum einen ist er als Schneider und Gelegenheitschauffeur auf das hohe Preisgeld angewiesen. Zum anderen hat er bereits seinen letzten Kampf verloren. Da die Kämpfer nur wenige Male im Jahr antreten, zählt jede Niederlage doppelt. Für Sokhor, den nicht mehr unumstrittenen Helden seines Viertels, geht es dieses Mal also um alles: Sieg oder Niederlage, Auf- oder Abstieg, Schmach oder Schande. Um einen drohenden Gesichtsverlust abzuwenden, trainiert er wochenlang und sucht Hilfe bei religiösen Würdenträgern. Wird es am Ende reichen?
06:50
(1): Kretisches Hochzeitsgericht: Gamopilafo (2): Ein Biss'chen Heimat: Maria, von Kreta nach Le Mans (3): Ran an die Töpfe!
07:20
(1): Luberon: Olivier Mak-Bouchard und die Macht des Mistrals (2): Niedersachsen: Die Liebe zum Wald (3): Jamaika: Jérômes Fischeintopf (4): Senegal: Belgisches Gold auf Abwegen
08:05
(1): Kopenhagen: Eckersbergs akribische Pinselstriche (2): Île de Groix: Im Königreich der schwarzen Bienen (3): Albanien: Adelinas Lamm mit Joghurtsauce (4): USA: Attraktion mit Widerspruch
08:55
Fliegen ist nicht jedem Tier in die Wiege gelegt - für manche ist es Instinkt, für andere ein mühevoller Lernprozess. Die vierteilige Dokumentationsreihe "Luftakrobaten des Tierreichs" untersucht, wie verschiedene Arten die Lüfte erobern. Die Folge "Waghalsige Flugmanöver" zeigt Fluganfänger bei ihren ersten Versuchen, ungewöhnliche Flugtechniken und die Spitzenperformer der Tierwelt. Andenkondor-Junge üben das Gleiten über Kilometer ohne einen Flügelschlag - eine Fähigkeit, die sie fürs Überleben brauchen. In Ungarn steigen Eintagsfliegen nach dem Schlüpfen aus dem Wasser auf, um in ihren wenigen Lebensstunden Partner zu finden und Eier abzulegen. Ihr Flug dient allein der Fortpflanzung. Nicht alle "Flieger" haben Flügel: In Japans Wäldern gleiten Gleithörnchen mithilfe einer dicht behaarten Hautmembran zwischen Hand- und Fußgelenken von Baum zu Baum. Im südasiatischen Dschungel katapultiert sich die Schmuckbaumnatter mit einem besonderen Sprungmechanismus durch die Luft, während Sifakas auf Madagaskar mit kräftigen Beinsprüngen Klippen überwinden. Einige Tiere fordern die Grenzen der Physik heraus: Der Wanderfalke erreicht im Sturzflug über 300 Stundenkilometer - Weltrekord! Der Feuerkehlkolibri kann da zwar nicht mithalten, aber seine extrem schnellen Flügelschläge ermöglichen präzise Manöver, mit denen er sein Revier verteidigt. Immersive Aufnahmen zeigen, wie Tiere die Schwerkraft überwinden - ein faszinierender Einblick in die Evolution des Fliegens.
09:40
Die Dokumentation begleitet Tiere auf mehreren Kontinenten, die den Himmel auf unterschiedliche Weise erobern: In Botswana fängt der Karminspint Insekten im Flug, die von Huftierherden aufgescheucht werden - mit atemberaubenden Wendemanövern bei Tempo 50. In England wird die Schleiereule im Winter zum Tagjäger, weil die Nahrung knapp ist. Ihr lautloser Flug macht sie zur perfekten Jägerin. An einem ruhigen englischen See verwandelt sich die Libellenlarve zu einer Kaiserlibelle, vor der sich Fressfeinde in Acht nehmen müssen. Besonders spektakulär sind die Schakale Namibias, die in der Trockenzeit eine ungewöhnliche Technik entwickeln: Sie springen senkrecht in die Luft, um Beute für ihre Jungen zu schnappen. Noch beeindruckender ist der Selayar-Koboldmaki in Indonesien - mit Sprüngen, die das 40-fache seiner Körperlänge erreichen, überfällt er seine Beute aus dem Hinterhalt. Doch der Luftraum ist nicht nur Jagdrevier, sondern dient auch für unterschiedlichste Überlebensstrategien: In den kalifornischen Redwood-Wäldern lassen sich Wandersalamander aus 30 Metern Höhe fallen, um Fressfeinden zu entkommen - und nutzen im Sturz Körper und Schwanz wie einen Fallschirm. Und in den spanischen Pyrenäen beweisen Bartgeier, wie sie mit einer einzigartigen Technik an Nahrung kommen: Sie lassen Knochen aus großer Höhe auf Felsen krachen, wo sie für andere Aasfresser unzugänglich sind, um an das Mark zu gelangen.
10:25
Viele Tierarten nutzen den Flug zur Partnerwerbung. Die Dokumentation zeigt Balzrituale in der Luft, kämpferische Revierverteidigung und dauerhafte Bindungen - beobachtet bei Arten auf mehreren Kontinenten. Im mexikanischen Tropenwald sammeln Prachtbienen Duftstoffe und komponieren im Flug ein individuelles Bouquet zur Partnerwerbung. Teufelsrochen hingegen versammeln sich zu Tausenden und springen aus dem Meer, um potenzielle Partner auf sich aufmerksam zu machen. Glühwürmchen leuchten ausschließlich zur Paarungszeit: Die Männchen bieten den Weibchen eine fliegende Lichtshow. Blinkt ein Weibchen zurück, gilt das als Zeichen der Paarungsbereitschaft. Im kenianischen Grasland springen Leierschwanzweber in die Höhe, um wählerische Weibchen zu beeindrucken. Andere Arten setzen zusätzlich auf den offenen Zweikampf: Sie fordern Rivalen gezielt heraus. Auf der Isla Contoy konkurrieren Fregattvogelmännchen um Nistmaterial - eine entscheidende Voraussetzung für ihr Werben um Weibchen. Flughundmütter in Australien tauchen ins kalte Nass, um ihren Nachwuchs vor der sengenden Hitze zu schützen. Und in Japan vollführen Mandschurenkraniche ein einzigartiges Balzritual: einen Tanz auf dem Eis.
11:25
Was Europa bewegt
11:55
Die Sendung blickt tief in die Geschichte und Kultur der Pasta: Im alten China erfunden, gelangte sie über arabische Händler nach Italien. Lange Zeit war sie dort nicht sehr bekannt. Die Pasta, wie wir sie kennen, ist gar nicht so alt. Zwischendrin versuchten Faschisten sogar, sie den Italienern abzugewöhnen. Das scheiterte zum Glück! Auch aus der asiatischen Küche ist die Nudel nicht wegzudenken. Dort ist das Nudelessen weniger streng, man darf sie sogar genüsslich aufschlürfen. Lucie verrät ihr Geheimnis der klassischen Trüffel-Tagliatelle und ihre ganz eigene Kreation: Möhren-Gnocchi in einer pikanten Möhrensoße. Außerdem erklären Experten, warum Kinder weltweit so gern Nudeln ohne Soße essen, wie gesund Pasta ist und warum sich auf ungekühlten Nudeln Keime bilden, die tödlich werden können.
12:25
(1): Pierre Magnans mörderische Provence (2): Antalya: An der türkischen Riviera (3): Ruanda: Janvières Umunyige (4): Mexiko-Stadt: Die Maske des Zorro
13:10
(1): Commissario Montalbano: Der sizilianische Maigret (2): Sizilien: Terra nostra (3): Italien: Marcos Ricotta-Kreation (4): Syrakus: Wiege der Ölmalerei
14:00
Rauschende Feste prägen die Sommer des russischen Hochadels Anfang des 19. Jahrhunderts. Doch am westlichen Horizont ballen sich Gewitterwolken zusammen. Napoleon Bonaparte überzieht ganz Europa mit Kriegen und marschiert im Juni 1812 auch in Russland ein. Im September erobern die Truppen des französischen Kaisers Moskau. Der "Vaterländische Krieg" erschüttert nicht nur das Russische Reich, sondern auch das Leben der Familie Rostow in ihren Grundfesten. Doch nicht nur auf den Feldern der Ehre werden Schlachten geschlagen. Die Tochter der Familie, Natascha, kann sich mit der geplanten Vernunftheirat mit Prinz Andrej Bolkonski nicht anfreunden. Ihr Herz gehört Anatol Kuragin. Und auch Graf Pierre Bezukow hat ein Auge auf die junge Aristokratin geworfen ... Umgeben von der Grausamkeit des Krieges kämpfen die Protagonisten um ihr Glück, ihre persönlichen Schicksale vermischen sich mit der großen Tragödie. Audrey Hepburn spielt in dieser Tolstoi-Adaption die Natascha mit großer Intensität.
17:20
Island ist unbestritten das Reich der Feuerberge: Die Insel gehört zu den zu den aktivsten Vulkanregionen der Welt und ist Spielball zweier tektonischer Platten, die sich pro Jahr um zwei Zentimeter voneinander entfernen - Island wird buchstäblich hin- und hergerissen. Deshalb müssen die Isländer etwa alle vier Jahre mit einer größeren Eruption rechnen, wie 2010: Der Eyjafjallajökull machte europaweit Schlagzeilen, denn seine riesige Aschewolke legte den Westteil des Kontinents wochenlang lahm - eine undurchdringliche Wand aus Asche, die sich vom Süden der Insel bis nach Marokko erstreckte. Doch vor allem litten die Menschen vor Ort: Arnaud trifft Ólafur Eggertsson auf seinem kleinen Bauernhof am Fuße des Glutriesen. Der Landwirt hat schwere Zeiten hinter sich - eine dicke Ascheschicht hüllte seinen Hof ein und bedrohte seine Existenz. Doch nicht nur die Asche stellt eine Gefahr dar: Viele isländische Vulkane sind von Gletschern bedeckt. Kommt es zum Ausbruch, schmilzt das Eis schlagartig - das entstehende Schmelzwasser reißt auf seinem Weg ins Tal alles mit sich. Mit Steigeisen ausgerüstet erklimmt Arnaud den Katla, der unter ständiger Beobachtung steht. Es gibt Anzeichen dafür, dass er bald aus seinem hundertjährigen Schlaf erwachen könnte. Trotz aller Risiken werden die Vulkane von den Isländern leidenschaftlich geliebt. Die Feuerberge verleihen der Insel ihren einzigartigen Charakter. Ihre schwarze Asche kann zu grünen Wiesen werden - bis der nächste Ausbruch wieder die ganze Welt erzittern lässt.
17:50
Die Marken gelten als die letzte unentdeckte Region der italienischen Halbinsel. Dabei bietet die mittelitalienische Region idyllische Bergdörfer, liebliche Hügellandschaften, schroffes Gebirge und ursprüngliche italienische Lebensweise. Für die Bewahrung der Traditionen setzen sich vor allem junge Einheimische ein. Viele kehren nach dem Studium in ihre alte Heimat zurück. Hier versucht Danila Versini mit einem Start-up die alte Papierhandwerkskunst in der Stadt Fabriano wiederzubeleben. Die Geschwister Cardinali produzieren Wein aus Sauerkirschen und eine Kooperative fördert den Anbau einer regionalen Spezialität: der Platterbse. Die Landschaft der Marken mit dem fruchtbaren Boden ist von Landwirtschaft geprägt. Erst vor etwas mehr als 30 Jahren wurden die Sibillinischen Berge als Nationalpark unter besonderen Schutz gestellt. Fast zu spät, denn einige Tierarten waren da schon akut bedroht. Darunter die Apenninischen Gämsen. Allmählich erobern die Tiere ihre alte Heimat rund um den Monte Bove zurück. Auf einem Hochplateau trägt Marco Scolastici zum Artenschutz bei: Die Sopravissana-Schafe waren fast ausgestorben, weil sie weniger Milch geben als andere Rassen. Dafür sind sie robuster und halten die niedrigen Temperaturen im Winter aus. Ein verheerendes Erdbeben hatte 2016 Marcos Hof zerstört. Ein neuer Stall schafft gutes Raumklima für seine Tiere und ist erdbebensicher. So kann er ruhiger schlafen.
18:35
Rom ist eine Reise wert. Das gilt auch für das die italienische Hauptstadt umgebende Latium. Die Reise durch die Region führt zum Giardino di Ninfa, einem Park, der in Europa als Inbegriff romantischer Gartengestaltung gilt. Vor seinen Toren breitet sich die Agro Pontino aus, ein gewaltiges Agrargebiet, entstanden durch die Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe. Mitten in der Ebene liegt Mussolinis Mustermetropole Littoria. Ein Ort monumentalen Pomps, der seit 1946 Latina heißt. In den Prenestini-Bergen östlich von Rom durchstreifen Hirten mit ihren Ziegen und Schafen die Landschaft. Käser schöpfen von Hand den Primo Sale und Ricotta-Frischkäse Im Norden liegt der Lago di Bolsena mit seinem glasklaren Wasser. Der See ist legendär für seine Fischvielfalt. Doch die sogenannte Killerkrabbe, eine invasive Krebsart, stört die biologische Balance. Ganz in der Nähe hat ein Tierzüchter, der auch die berühmten Seneser Schweine großzieht, Exemplare der antiken Rasse der Viterbo-Esel wiederentdeckt. Einer der berühmtesten Flüsse durchquert die Region: der Tiber. In den Sommermonaten fährt Kapitän Ubaldo Ranucci bei jedem Wetter von Rom nach Ostia. Nachdem der Fluss lange Zeit als Abwasserkloake von Rom galt, hat sich die Wasserqualität mit dem Bau von Kläranlagen gebessert. Der einst "heilige Fluss" ist wieder ein Stück mehr ins Blickfeld der Bewohnerinnen und Bewohner gerückt. Und Rom macht sich jenseits des antiken Zentrums hübsch: Sogenannte Stadtfarmer erobern Brachflächen und gestalten sie in bunte Schrebergärten für alle um.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
Fatih ??k ist seit seiner Jugend Landwirt aus Leidenschaft - doch seit letztem Jahr gleicht sein Leben einem Albtraum. Auf seinen Feldern im mittelanatolischen Konya sind wie aus dem Nichts drei riesige Krater entstanden. Einer ist sogar um die 50 Meter tief. Nun fürchtet Fatih, dass weitere dieser Senklöcher entstehen. Er hat viel in den Hof investiert und will ihn nicht aufgeben - doch wie lange kann er mit der Gefahr leben? Der Geologe Fetullah Ar?k ist seit mehr als 20 Jahren den Senklöchern auf der Spur. Der Professor leitet ein eigenes Senkloch-Forschungsinstitut an der Technischen Universität Konya. Das Phänomen gibt es schon seit Jahrhunderten in der Region. Doch noch nie entstanden so viele Krater wie heute, sagt Ar?k. Wurden im Jahr 2000 nur 95 in Konya gezählt, sind es heute schon über 640. Das Gebiet ist eines der trockensten der Türkei, Klimawandel und übermäßige Bewässerung in der Landwirtschaft verschärfen das Problem. Je mehr der Grundwasserspiegel sinkt, umso mehr wachsen Hohlräume im Untergrund - und die Gefahr für neue Krater steigt. Die Menschen in der Region suchen nun jeder auf seine Art fieberhaft nach Lösungen. So manche Anwohner würden am liebsten fortziehen, doch es fehlt an Entschädigungen. Währenddessen prüfen Profi-Kletterer trotz Einsturzgefahr, wie man Menschen im Notfall aus den Senklöchern bergen kann. Ein Tourismusunternehmer will dagegen mit einem neuen Hotel am Senkloch Besucher aus aller Welt anlocken. Eines ist ihnen gemeinsam: Sie alle wollen auf den extremen Wassermangel aufmerksam machen, der in der Region verheerende Spuren hinterlässt.
20:15
Nach dem Autounfall eines belgischen Drogendealers auf einer Landstraße an der Saar wird im Kofferraum seines Wagens die Leiche einer 16-Jährigen entdeckt. Judith Mohn kennt die Tote: Es ist Jette Mertens, die Tochter des befreundeten Ehepaars Nicole und Frank. Die Kommissarin hatte Jette noch am Abend des Verbrechens bei einer Drogenrazzia auf einer Party gesehen und sie allein nach Hause geschickt. Getrieben von Schuldgefühlen setzt die Ermittlerin alles daran, Jettes Mörder zu finden. Gleichzeitig plagen Judith auch im Privaten Sorgen: Eigentlich sollten sie und ihr Mann Hochzeitstag feiern, doch Niklas scheint spurlos verschwunden. Bald stellt sie fest, dass Jettes jüngere Schwester Sarah mehr über das Verbrechen an ihrer Schwester weiß, als sie sagt. Sarah chattet im Internet mit einem Unbekannten, der sich hinter dem Avatar "Leo" versteckt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Freddy kommt Judith auf die Spur des geheimnisvollen Nerds Sven, der sich in der Nähe der Familie Mertens herumtreibt. Doch welche Verbindung besteht zwischen dem im Heim aufgewachsenen Computerfreak und der Familie Mertens? Mysteriös sind auch die Informationen, die die Kommissarin erhält, als sie immer tiefer in das Geflecht aus Lügen und Geheimnissen der Familie eindringt. Als Sarah plötzlich verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit ...
21:45
Barbara Falk wird in ihren eigenen vier Wänden zum Opfer eines Unbekannten. Während ihr Mann auf einer Klassenreise in Polen ist, dringt jemand in ihr Haus ein, überfällt, fesselt und missbraucht sie. Als die Polizei zu ermitteln beginnt, bleiben viele Fragen offen. Durch die verabreichten K.-o.-Tropfen bleiben der Frau kaum Erinnerungen an den Überfall. Wie ist der Vergewaltiger ins Haus gekommen, weshalb kannte er ihre Gewohnheiten und wusste, dass sie an diesem Abend allein ist? Die Polizei in Saarlouis beginnt, allen voran Hauptkommissar Zerner, an Barbara Falks Aussagen zu zweifeln - was von ihr nicht unbemerkt bleibt. Allein Zerners Kollegin Judith Mohn geht den Spuren weiter nach, selbst nachdem die Frau ihre Anzeige zurückgezogen hat. Nach einer Gegenüberstellung mit einem möglichen Täter im Polizeipräsidium erleidet Barbara Falk einen Zusammenbruch. Obwohl kein Wort gesprochen wurde, ist sie überzeugt, die Stimme des Täters vernommen zu haben. Mohn glaubt ihr, doch die Verzweiflung der Frau nimmt überhand, sie hält dem Druck nicht mehr stand. Fünf Jahre vergehen, bis eines Tages Mohn und ihr Team zu einer Leiche am Straßenrand gerufen werden. Unversehens bringt das einen Stein ins Rollen und führt dazu, den Fall Falk aus den Akten hervorzuholen ...
23:15
Die Show knüpft an die Soul- und Rhythm 'n' Jazz-Fusion, für die Sade seit ihren Anfängen im Jahr 1983 steht. Sade war nicht nur in den 1980er Jahren weltweit erfolgreich, sondern auch in den folgenden Jahrzehnten. Die Gruppe verkaufte Millionen von Tonträgern und ihre Alben wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Dennoch trat Sängerin Sade Adu im Gegensatz zu vielen anderen Popstars nur selten in der Öffentlichkeit auf. Dieser Konzert-Mitschnitt vereint das Spiel mit warmem Licht und cineastische Schwarz-Weiß-Sequenzen. Neben Klassikern wie "Smooth Operator", "The Sweetest Taboo", "Your Love Is King", "Paradise" und "No Ordinary Love" präsentiert die Band auch Songs aus dem Album "Soldier of Love". Helen Folasade Adu, bekannt unter ihrem Künstlernamen Sade, ist die Stimme und das Gesicht der Band. Die Sängerin, Songwriterin und Musikerin galt schon früh als "Queen des zeitgenössischen Soul und Rhythm 'n' Jazz". Das am 8. Februar 2010 erschienene "Soldier of Love" ist das sechste Album der Gruppe und das erste nach einer zehnjährigen Schaffenspause. Es erreichte Platz vier der britischen Albumcharts. In den USA verkaufte es sich allein in der ersten Woche über 500.000 Mal und hielt sich drei Wochen an der Spitze der Billboard-200-Charts. "Bring Me Home: Live 2011" ist das zweite Live-Album und das fünfte Videoalbum der britischen Band. Es erschien am 22. Mai 2012 bei RCA Records.
01:15
"Konzertsaal-Kompositionen für die Clubbing-Generation", so bezeichnete die BBC die Musik des deutschen Trios Brandt Brauer Frick. Das Ensemble wurde 2008 mit dem Ansatz gegründet, das Repetitive und den Groove der elektronischen Tanzmusik mit der Klangwelt der zeitgenössischen klassischen Musik zu vereinen. Mit voreingespielten Instrumentalparts, die als Samples in ihren von Techno und Minimalismus inspirierten Stil weiterverarbeitet werden, kreieren sie komplexe Club-Avantgarde. Als Trio und zusammen mit ihrem zehnköpfigen Ensemble oder auch mit einem ganzen Orchester haben Brandt Brauer Frick inzwischen über 400 Konzerte in mehr als 40 Ländern in Clubs, klassischen Konzertsälen und auf Festivals gespielt - darunter Glastonbury, Coachella, Montreux, Lincoln Center, Centre Pompidou und die Kölner Philharmonie. Ihren ersten Auftritt absolvierten Brandt Brauer Frick im Berliner Nachtclub Berghain. Die Band hat bisher mehrere Studioalben veröffentlicht und dabei mit Künstlern wie Nina Kraviz, Gudrun Gut, Catherine Ringer, Jamie Lidell, Emika, Agnes Obel, Vic Mensa und Om'Mas Keith zusammengearbeitet. Brandt Brauer Fricks sechstes Studioalbum "Multi Faith Prayer Room" wurde im Mai 2023 veröffentlicht.
02:20
Simon stellt ein Video ins Netz, das zeigt, wie Jugendamtsmitarbeiter Lars seinen Sohn Theo gewaltsam von der Familie trennt. Alsbald haben es Tausende gesehen und kommentiert. Die 14-jährige Holly befürchtet deshalb, dass sie und ihr Bruder Theo in ihrer neuen Schule gemobbt werden könnten - und das, wo sie doch gerade erst Anschluss an eine Gruppe gleichaltriger Mädchen gefunden hat. Auch Hollys und Theos Mutter Dea leidet unter der Zurschaustellung ihrer familiären Situation: Im Kindergarten geben ihr die Eltern der Kinder zu verstehen, dass sie einer Frau, der die eigenen Kinder entzogen wurden, ihre nicht mehr anvertrauen wollen. Die Situation wird bald unhaltbar und Dea erwägt zu kündigen. Auch auf Lars lastet nun ein enormer Druck: Seine Arbeit zieht das Interesse der Presse auf sich, und seine Vorgesetzte geht auf Distanz zu ihm. Um neue Beweismittel zu erschließen, möchte er sich auf dem kurzen Dienstweg Deas Krankenakte holen, doch das gestaltet sich komplizierter als gedacht. Und dann erfährt er Überraschendes über den Schulaufsatz, der alles ausgelöst hat ...
03:05
Die Themen rund um den Ukrainekrieg sind vielschichtig: Von Frontverlauf und diplomatischen Verhandlungen über den Kampf um das Narrativ, bis hin zum Einsatz von Drohnen. Dabei gerät oft das Wesentliche aus dem Blick: die Menschen in der Ukraine selbst. Seit fast vier Jahren müssen sie mit den Folgen des Angriffskrieges, der von Wladimir Putin ausgerufen wurde, leben. Das gilt sowohl für die Soldaten, von denen bereits mehr als 100.000 ihr Leben verloren haben, als auch für die Zivilbevölkerung, die unter Bombardements und Entbehrungen leidet. In klarer Verletzung des Völkerrechts richten sich die russischen Angriffe systematisch auf die lebenswichtige Infrastruktur, darunter Strom, Heizung und Krankenhäuser. Ziel ist es die Bevölkerung mürbe zu machen. Mehr als 9,5 Millionen Menschen mussten infolge des Krieges ihre Heimat verlassen - darunter vor allem Frauen und Kinder. Doch trotz all des Leids zeigen die Ukrainerinnen und Ukrainer eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit.
03:20
Mona Lisa hat einen Kontrolltermin beim Augenarzt. Er ist ihr größter Fan und Mona Lisa genießt die Aufmerksamkeit. Sie ignoriert ihre Sehschwäche und nutzt stattdessen die Gelegenheit, um ihren Gesprächspartner mit Anekdoten aus dem komplizierten Star-Lifestyle zu versorgen.
03:25
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
04:15
In der zweiten Staffel der ARTE-Reihe "Häuser der Kunst" werden wieder Orte präsentiert, an denen große Künstlerinnen und Künstler gelebt und Meisterwerke geschaffen haben. Das Münter-Haus in Murnau am Staffelsee ist so ein Pilgerort für Kunstliebhaber aus aller Welt. Nachdem das Malerpaar Gabriele Münter und Wassily Kandinsky das Haus 1909 erwarb, wurde es zum Künstlertreffpunkt und zur Keimzelle der Kunstbewegung "Der Blaue Reiter". "Ich habe mich lange gegen den Begriff,Wiege des Expressionismus' gesträubt", erklärt Sandra Uhrig, die Direktorin des Schlossmuseums Murnau, im Film "doch hier kam wirklich etwas ins Wiegen". Inspiriert von der beeindruckenden Landschaft schufen Münter und Kandinsky in Murnau Bilder, die bis heute Menschen in ihren Bann ziehen. Doch der Beginn des Ersten Weltkriegs markierte eine tiefe Zäsur: Kandinsky kehrte nach Russland zurück, Münter zog nach Skandinavien, es kam zur dramatischen Trennung. Erst in den 1930er Jahren kehrte Münter in ihr Haus zurück und versteckte zur Zeit des Nationalsozialismus in ihrem Keller rund tausend Bilder von Kandinsky und anderen Künstler, die als "entartet" galten. Erst 1957 lüftete sie anlässlich ihres achtzigsten Geburtstages das Geheimnis des "Millionenkellers" und übergab die Werke dem Münchner Lenbachhaus. Es ist ein Schatz, ohne den die Geschichte des "Blauen Reiters" nicht erzählt werden könnte. Der Film zeigt in einfühlsamen Bildern die bewegende Geschichte von Gabriele Münter und ihrem Haus in Murnau und erzählt von einer "Sternstunde der Kunstgeschichte".